Hiroyuki Horibata (jap. 堀端 宏行, Horibata Hiroyuki; * 28. Oktober 1986) ist ein japanischer Marathonläufer. Bei seinem…Hiroyuki Horibata (jap. 堀端 宏行, Horibata Hiroyuki; * 28. Oktober 1986) ist ein japanischer Marathonläufer. Bei seinem Debüt wurde er 2008 Neunter beim Tokio-Marathon. Nach zwei enttäuschenden Jahren mit einem 22. Platz in Tokio 2009 und einem 20. Platz beim Hokkaidō-Marathon 2010 qualifizierte er sich 2011 mit einem dritten Platz beim Biwa-See-Marathon für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu. Dort wurde er Siebter und war damit der schnellste Läufer im japanischen Team, das in der Weltcup-Wertung die Silbermedaille gewann. Hiroyuki Horibata ist 1,89 m groß und wiegt 68 kg. Er stammt aus Yatsushiro und startet für das Firmenteam von Asahi Kasei. Der in Nobeoka lebende Athlet wird von Takeshi Sō trainiert.
Terumi Asoshina (jap. 阿蘇品 照美, Asoshina Terumi; * 2. August 1982) ist eine ehemalige japanische Langstreckenläuferin.…Terumi Asoshina (jap. 阿蘇品 照美, Asoshina Terumi; * 2. August 1982) ist eine ehemalige japanische Langstreckenläuferin. 2005 siegte sie beim Karatsu-Straßenlauf über 10 km und bei der Japanischen Firmenmeisterschaft im Halbmarathon. Bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Edmonton wurde sie Zwölfte und gewann mit der japanischen Mannschaft Bronze. Beim Osaka Women’s Marathon 2006 musste sie aufgeben, und nach einem Burnout verließ sie im Februar 2007 das Firmenteam von Kyocera. Ein Comeback-Versuch 2008 im Team von Toyota schlug fehl.
Kanaguri Shisō (jap. 金栗 四三; auch Kanakuri Shizō; * 20. August 1891 in Harutomi (heute: Nagomi), Präfektur Kumamoto; †…Kanaguri Shisō (jap. 金栗 四三; auch Kanakuri Shizō; * 20. August 1891 in Harutomi (heute: Nagomi), Präfektur Kumamoto; † 13. November 1983) war ein japanischer Marathonläufer und zusammen mit dem Sprinter Mishima Yahiko der erste japanische Athlet, der an den Olympischen Spielen teilnahm. Bekannt wurde er durch einen kuriosen Vorfall bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm. Kanaguri wuchs im Süden Japans auf. Er studierte in Tokio, wo Kanō Jigorō sein Talent für das Laufen entdeckte. Er qualifizierte sich als einer von zwei Athleten, die Japan zum ersten Mal bei Olympischen Spielen vertreten sollten. Seine Kommilitonen sammelten Geld, damit er die weite Fahrt antreten konnte. Um Stockholm zu erreichen, musste er 18 Tage lang reisen, zunächst mit dem Schiff nach Wladiwostok, dann mit der Transsibirischen Eisenbahn per Zug quer durch Russland und über Finnland nach Schweden. Völlig erschöpft brauchte er fünf Tage, bis er wieder das Training aufnehmen konnte. Der Marathon fand am letzten Tag der Olympischen Spiele statt. Die ungewöhnliche Hitze von 30 °C machte allen Athleten zu schaffen – der Portugiese Francisco Lázaro brach sogar zusammen und verstarb am darauffolgenden Tag. Auch Kanaguri machte keine Ausnahme. Als er bei Kilometer 26,7 durch den Stockholmer Vorort Sollentuna lief, verlor er kurzzeitig das Bewusstsein und wurde von einer Familie, die gerade in ihrem Garten saß, mit Getränken und der Möglichkeit, sich auszuruhen, versorgt. Nachdem er seinen Durst gestillt und sich hingelegt hatte, verfiel er augenblicklich in Schlaf und wachte erst am nächsten Morgen auf, als man schon die Polizei beauftragt hatte, den vermissten Läufer zu suchen. Angeblich schämte sich Kanaguri so sehr, dass er sich zunächst weigerte, nach Japan zurückzufahren. In den darauffolgenden drei Jahren gewann Kanaguri dann die nationalen Meisterschaften im Marathon. Bei den Olympischen Sommerspielen 1920 belegte er Platz 16, bei den Olympischen Spielen 1924 musste er aufgeben, nachdem er im selben Jahr mit 2:36:10 h einen Asienrekord aufgestellt hatte. 1957 wurde er mit dem Asahi-Preis ausgezeichnet. Im April 1967 reiste er dann, 75 Jahre alt und Universitätsprofessor, wieder nach Stockholm, setzte seinen Lauf von der Stelle fort, an der er damals die Ruhepause eingelegt hatte, und beendete 54 Jahre, 8 Monate, 6 Tage, 3 Stunden, 32 Minuten und 20,3 Sekunden nach dem Start den langsamsten Marathon aller Zeiten.