Sōda Kiichirō (japanisch 左右田 喜一郎; geboren 28. Februar 1881 in Yokohama (Präfektur Kanagawa); gestorben 11. August 1927)…Sōda Kiichirō (japanisch 左右田 喜一郎; geboren 28. Februar 1881 in Yokohama (Präfektur Kanagawa); gestorben 11. August 1927) war ein japanischer Wirtschaftstheoretiker.
Nagai Kafū (jap. 永井 荷風, eigentlich: Nagai Sōkichi, jap. 永井 壮吉; * 3. Dezember 1879 in Tokio; † 30. April 1959 in…Nagai Kafū (jap. 永井 荷風, eigentlich: Nagai Sōkichi, jap. 永井 壮吉; * 3. Dezember 1879 in Tokio; † 30. April 1959 in Ichikawa) war ein japanischer Erzähler, Dramatiker, Essayist und Verfasser von Tagebüchern.
Ueda Teijirō (japanisch 上田 貞次郎; geboren 12. Mai 1879 in Tokio; gestorben 8. Mai 1940 daselbst) war ein japanischer…Ueda Teijirō (japanisch 上田 貞次郎; geboren 12. Mai 1879 in Tokio; gestorben 8. Mai 1940 daselbst) war ein japanischer Wirtschaftswissenschaftler.
Makino Eiichi (japanisch 牧野 英一; geboren 20. März 1878 in Takayama (Präfektur Gifu); gestorben 18. April 1970 in der…Makino Eiichi (japanisch 牧野 英一; geboren 20. März 1878 in Takayama (Präfektur Gifu); gestorben 18. April 1970 in der Präfektur Kanagawa) war ein japanischer Strafrechtler.
Fukuda Tokuzō (japanisch 福田 徳三, * 2. Dezember 1874; † 8. Mai 1930) war ein Pionier der japanischen…Fukuda Tokuzō (japanisch 福田 徳三, * 2. Dezember 1874; † 8. Mai 1930) war ein Pionier der japanischen Wirtschaftswissenschaften. Er führte die sozialpolitische Schule und die jüngere historische Schule Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsgeschichte ein. Er absolvierte die Höhere Handelsschule in Tokio, die heutige Hitotsubashi-Universität. Nachdem er Dozent seiner Alma Mater wurde, studierte er in Deutschland, unter anderem bei Karl Bücher, und promovierte an der Universität München bei Lujo Brentano mit einer Arbeit über „Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Japan“. Nach seiner Rückkehr nach Japan wurde er Professor an seiner Alma Mater und an der Keiō-Universität. Zu seinen Schülern gehören die Wirtschaftswissenschaftler Koizumi Shinzō und Sōda Kiichirō. Während der Taishō-Demokratie gründete er zusammen mit Yoshino Sakuzō die Reimeikai („Sonnenaufgangsgesellschaft“) und widmete sich der Aufklärung der Demokratie. Nach dem Ersten Weltkrieg bekannte er sich – von einem kritischen Standpunkt gegenüber dem Marxismus getragen – zur Demokratie (Liberalismus) und forderte die Lösung der gesellschaftlichen und Arbeitsprobleme durch die Regierung. Er gilt auch als Pionier des Sozialstaatsgedankens. Des Weiteren erstellte er als Berater des Innenministeriums politische Entwürfe.
Baron Nakajima Kumakichi (jp. 中島 久万吉; * 24. Juli 1873 in Yokohama; † 25. April 1960 in Hayama) war ein Unternehmer…Baron Nakajima Kumakichi (jp. 中島 久万吉; * 24. Juli 1873 in Yokohama; † 25. April 1960 in Hayama) war ein Unternehmer, Politiker und Handels- und Industrieminister im Japanischen Kaiserreich.
Kuhara Fusanosuke (japanisch 久原 房之助; geboren 12. Juli 1868 in Hagi (Präfektur Yamaguchi); gestorben 29. Januar 1965 in…Kuhara Fusanosuke (japanisch 久原 房之助; geboren 12. Juli 1868 in Hagi (Präfektur Yamaguchi); gestorben 29. Januar 1965 in Tokio) war ein japanischer Unternehmer und Politiker.
Kagami Kenkichi (japanisch 各務 鎌吉; geboren 3. Februar 1869 in der Präfektur Gifu; gestorben 27. Mai 1939 in Tokio) war…Kagami Kenkichi (japanisch 各務 鎌吉; geboren 3. Februar 1869 in der Präfektur Gifu; gestorben 27. Mai 1939 in Tokio) war ein japanischer Unternehmer, der von der Meiji- bis zur frühen Shōwa-Zeit aktiv war. Er wurde bekannt als „Vater der Sachversicherung“.
Takashi Kawamura (jap. 河村 たかし Kawamura Takashi; * 3. November 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi, Japan) ist ein…Takashi Kawamura (jap. 河村 たかし Kawamura Takashi; * 3. November 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi, Japan) ist ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den Wahlkreis Aichi 1, und Vorsitzender der Regionalpartei Genzei Nippon. Von 2009 bis 2024 war er Bürgermeister der Stadt Nagoya und davor von 1993 bis 2009 bereits Abgeordneter für Aichi 1. Kawamura arbeitete nach seinem Studium an der Hitotsubashi-Universität im väterlichen Papierrecyclingbetrieb Kawamura Shōji. Nach einer ersten erfolglosen Kandidatur als Unabhängiger in der Shūgiin-Wahl 1990 erhielt er im zweiten Anlauf 1993, nun als Kandidat der Neuen Japan-Partei, im viermandatigen Wahlkreis Aichi 1 den höchsten Stimmenanteil und zog ins Shūgiin ein. Während der Neuformierung der japanischen Parteienlandschaft in den 1990er Jahren gehörte Kawamura der Neuen Fortschrittspartei, der Liberalen Partei und schließlich ab 1998 der Demokratischen Partei an. Nach der Wahlrechtsreform kandidierte er ab 1996 viermal erfolgreich im Einzelwahlkreis Aichi 1, der Teile von Nagoya umfasst und als demokratische Hochburg gilt. Im April 2009 legte Kawamura sein Abgeordnetenmandat nieder, um bei der Bürgermeisterwahl in Nagoya am 26. April für die Nachfolge von Takehisa Matsubara zu kandidieren. Er trat als Unabhängiger an, wurde aber von den Demokraten unterstützt. Sein Hauptkonkurrent Masahiko Hosokawa genoss die Unterstützung der nationalen Regierungsparteien LDP und Kōmeitō. Im Wahlkampf setzte sich Kawamura für eine Senkung der kommunalen Steuern und der städtischen Personalausgaben ein. Er erhielt über eine halbe Million Stimmen und konnte Hosokawa (rund 283.000 Stimmen) und zwei weitere Kandidaten klar von sich distanzieren. Das Wahlergebnis wurde von Teilen der Demokraten als Stärkung des durch einen Spendenskandal beschädigten Vorsitzenden Ichirō Ozawa gesehen. Die Umsetzung seiner Wahlversprechen brachte Kawamura in Konflikt mit dem Stadtrat, der die Senkung der kommunalen „Bürgersteuer“ (jūmin-zei) um zehn Prozent nur auf der Grundlage jährlicher Überprüfungen billigte und die Reduzierung der Bezüge der Mitglieder und die Verkleinerung des Stadtrats ablehnte. Kawamura initiierte 2010 ein Verfahren zur Auflösung des Stadtrats. Im Oktober 2010 reichten die Anhänger Kawamuras die Petition mit den nötigen Unterschriften von einem Fünftel der Wähler ein, um ein Referendum über die Auflösung des Stadtrates in die Wege zu leiten. Allerdings wurden zunächst über 100.000 Unterschriften im November 2010 für ungültig erklärt. Kawamura kündigte daraufhin seinen baldigen Rücktritt an, um bei Neuwahlen – gleichzeitig mit den Gouverneurswahlen in Aichi am 6. Februar 2011 – ein klares Mandat für seine Reformvorhaben zu erhalten. Eine nochmalige Überprüfung durch die Wahlaufsichtskommission der Stadt Nagoya stellte im Dezember 2010 jedoch fest, dass doch genügend gültige Stimmen vorhanden waren. Die Abstimmung, die erste ihrer Art in einer „Großstadt per Regierungserlass“ (seirei shitei toshi), fand ebenfalls am 6. Februar 2011 statt und wurde bei Wahlbeteiligung von 54 % angenommen, die Neuwahlen für den Stadtrat finden innerhalb von 40 Tagen statt. Die Demokratische Stadtratsfraktion hat sich gegen Kawamura gestellt und unterstützte bei den Bürgermeisterwahlen die Kandidatur des ehemaligen Shūgiin-Abgeordneten Yoshihiro Ishida, ehemals Bürgermeister von Inuyama. Kawamura gewann die Wahl deutlich gegen Ishida und zwei weitere Kandidaten. Im April 2010 gründete Kawamura die Partei Genzei Nippon (減税日本, „Steuersenkung Japan“), die bei Stadtratsneuwahlen eine absolute Mehrheit anstrebt und bei den Gouverneurswahlen in Aichi die erfolgreiche Kandidatur des ehemaligen Shūgiin-Abgeordneten Hideaki Ōmura (ehemals LDP) unterstützte. Anfang August 2019 forderte Bürgermeister Kawamura nach einem Besuch öffentlich die Schließung einer im Rahmen der Aichi-Triennale in Nagoya stattgefundenen Ausstellung "Nach der Meinungsfreiheit", welche u. a. mit einer "Trostfrauen-Statue" an die ca. 200.000 insbesondere koreanischen Sexsklavinnen des japanischen Militärs in den 1930er und 1940er Jahren erinnerte. Diese Forderung, die er mit der Behauptung begründete, die Figur "verletze die Gefühle der Japaner", führte zu Terror-Drohungen zahlreicher Rechtsextremisten, u. a. mit dem Hinweis, man werde einen Benzinkanister einschmuggeln und die Figur anzünden. Die folgende Schließung der Ausstellung durch die Veranstalter wurde mit Sicherheitsbedenken begründet, obwohl zuvor der Gouverneur der Präfektur Aichi Hideaki Ōmura das Verlangen des Bürgermeisters als "vermutlich verfassungswidrig" bezeichnet hatte. Bürger und Verleger verlangten die Wiedereröffnung der Ausstellung. Kawamura war 2020 in einen Skandal um eine Petition zur Absetzung des Präfekturgouverneurs Hideaki Ōmura verwickelt. Kawamura gab zu, angeboten zu haben, 34.000 Unterschriften aus einer früheren Petition im Jahr 2011 zu „recyceln“. Im August 2021 erregte Kawamura erneut internationales Aufsehen, nachdem er in die Goldmedaille einer Siegerin der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio biss. Bei der Shūgiin-Wahl 2024 versuchte Kawamura als Kandidat der Konservativen Partei Japans (Nippon Hoshutō) im Wahlkreis Aichi 1 die Rückkehr in die Nationalpolitik. Das Bürgermeisteramt verlor er damit zu Wahlkampfbeginn (=Kandidatur für inkompatibles Amt) am 15. Oktober 2024 automatisch, nachdem das Stadtparlament die Zustimmung zu seinem Rücktritt versagt hatte. Er setzte sich mit rund 47 % der Stimmen gegen Kandidaten beider großer Parteien durch. Die aus seiner Rückkehr in die Nationalpolitik resultierende Bürgermeisterwahl in Nagoya im November 2024 gewann sein ehemaliger Vizebürgermeister und Genzei-Generalsekretär Ichirō Hirosawa mit absoluter Mehrheit. 2025 überwarfen sich Kawamura und die Genzei Nippon mit der Konservativen Partei, er reichte im Oktober seinen Parteiaustritt ein, der schließlich im Januar 2026 mit Parteiausschluss beantwortet wurde. Für die Shūgiin-Wahl 2026 gründete die Genzei Nippon zusammen mit dem Yūkoku Rengō („Patriotischer Bund“) um den Ex-Demokraten Kazuhiro Haraguchi aus Saga das Bündnis Genzei Nippon – Yūkoku Rengō (減税日本・ゆうこく連合); aber Kawamura, der Aichi 1 mit 42,5 % der Stimmen verteidigte, war nach der Wahl der einzige Abgeordnete, und die Partei verpasste auch die für den rechtlichen Parteistatus nötigen 2 % der Stimmen in einem der beiden Wahlsegmente. Kawamura wurde fraktionslos.
Yoshinori Suematsu (jap. 末松 義規 Suematsu Yoshinori; * 5. Dezember 1956 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist ein…Yoshinori Suematsu (jap. 末松 義規 Suematsu Yoshinori; * 5. Dezember 1956 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und ehemaliger (1996–2012, 2017–2026) Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus der Präfektur Tokio. Von 2010 bis 2012 war er Staatssekretär und Berater des Premierministers für die Kabinette Kan und Noda. Suematsu wurde nach Abschluss seines Studiums an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität 1980 Beamter im Außenministerium. 1986 absolvierte er ein Graduiertenstudium an der Princeton University. 1994 verließ er das Ministerium und kandidierte als Unabhängiger bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Chōfu im Westen der Präfektur Tokio, unterlag aber Amtsinhaber Katsuyuki Yoshio. Bei der Shūgiin-Wahl 1996, der ersten nach neuem Wahlrecht, trat er im neuen Einzelwahlkreis Tokio 19 im Westen der Präfektur Tokio in der politischen Heimat Naoto Kans für die gerade gegründete Demokratische Partei an und gewann gegen Kōichirō Watanabe (NFP, später DPJ, Ozawa-Gruppe, zuletzt KDP) und vier weitere Kandidaten. Den Wahlkreis konnte er danach dreimal gewinnen, nur beim LDP-Erdrutschsieg 2005 unterlag er Yōhei Matsumoto (LDP, Ibuki-Faktion), wurde aber über den Verhältniswahlblock Tokio wiedergewählt. Bereits ab Ende der 1990er Jahre übernahm Suematsu Stellvertreterposten in Gremien des Parteivorstands, 2006 war Suematsu in Ichirō Ozawas zweitem Schattenkabinett „nächster Umweltminister“. Ab 2002 war er außerdem Generalsekretär des Präfekturverbands Tokio der Demokratischen Partei. Im September 2010 berief ihn Naoto Kan bei einer Kabinettsumbildung als Fukudaijin ins Kabinettsbüro. 2011 wurde er unter Kans Nachfolger Yoshihiko Noda zunächst Berater des Premierministers, 2012 erneut Staatssekretär. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Suematsu seinen Wahlkreis erneut an Yōhei Matsumoto und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der Partei auch eine Wiederwahl im Block Tokio, errang mit seiner relativ knappen Wahlkreisniederlage (sekihairitsu 80,3 %) aber den 4. Listenplatz und war der erste potentielle Nachrücker der Demokraten im Block Tokio. Auch 2014 verlor er den Mehrheitswahlkreis relativ knapp (sekihairitsu 81,3 %) und war im Verhältniswahlblock als 5. auf der demokratischen Liste der zweite potentielle Nachrücker. Für die Shūgiin-Wahl 2017 schloss er sich wie Naoto Kan der Konstitutionell-Demokratischen Partei (KDP) an, er unterlag Matsumoto noch knapper (sekihairitsu 94,0 %), und gewann als zweitbester Wahlkreisverlierer einen der vier KDP-Sitze bei der Verhältniswahl in Tokio. 2021 setzte er sich knapp gegen Matsumoto durch und verteidigte den Sitz 2024. Beim LDP-Erdrutschsieg 2026 unterlag er als Kandidat des durch den Zusammenschluss von KDP und Kōmeitō gegründeten Chūdō Kaikaku Rengō Yōhei Matsumoto deutlich und verpasste auch einen Verhältniswahlsitz klar (sekihairitsu 58 %, effektiver Listenplatz 21 bei fünf Sitzen).
Stefan Andreas Herzberg (* 13. Mai 1956 in Pirmasens) ist ein pensionierter deutscher Diplomat. Er war von 2018 bis…Stefan Andreas Herzberg (* 13. Mai 1956 in Pirmasens) ist ein pensionierter deutscher Diplomat. Er war von 2018 bis 2022 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Peru.