Shingo Mimura (japanisch 三村 申吾, Mimura Shingo; * 16. April 1956 in Momoishi (heute: Oirase), Präfektur Aomori) ist ein…Shingo Mimura (japanisch 三村 申吾, Mimura Shingo; * 16. April 1956 in Momoishi (heute: Oirase), Präfektur Aomori) ist ein japanischer Politiker und seit 2003 Gouverneur von Aomori.
Kyōichi Tsushima (jap. 津島 恭一, Tsushima Kyōichi; * 4. Februar 1954 in Kanagi (heute: Goshogawara), Präfektur Aomori) ist…Kyōichi Tsushima (jap. 津島 恭一, Tsushima Kyōichi; * 4. Februar 1954 in Kanagi (heute: Goshogawara), Präfektur Aomori) ist ein japanischer Politiker. Er war zuletzt als Mitglied der Demokratischen Partei (Ozawa-Gruppe) bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, für den Verhältniswahlblock Tōhoku. Tsushima studierte an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Musashi-Universität und wurde später Sekretär des Shūgiinabgeordneten Kichirō Tazawa, dem Schwiegersohn seines Großonkels Bunji. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte er selbst im neuen Einzelwahlkreis Aomori 4 für die Liberaldemokratische Partei (LDP), unterlag aber Tarō Kimura (NFP). Bei der nächsten Wahl 2000 trat er auf Platz 6 der LDP-Verhältniswahlliste in Tōhoku an (die Wahlkreiskandidaten wurden auf Platz 7 gesetzt), die LDP gewann aber mit 31 % der Stimmen nur fünf Mandate. Erst als im April 2003 Hidefumi Minorikawa verstarb, zog Tsushima als Nachrücker ins Shūgiin ein. In der LDP schloss er sich der Hashimoto-Faktion (der späteren Tsushima-Faktion von Yūji Tsushima, dem Schwiegersohn Dazai Osamus, eines weiteren Großonkels) an. Bei den regulären Wahlen im Oktober desselben Jahres wurde er, nun auf Platz 5 der LDP-Liste in Tōhoku wiedergewählt. In der 162. & 163. Sitzungsperiode des Parlaments, dem sogenannten „Post-Parlament“ (yūsei kokkai), als sich erhebliche Teile der LDP gegen die vom Premierminister-Parteivorsitzenden Jun’ichirō Koizumi forcierten Postprivatisierung stellten, gehörte Tsushima zu den „Rebellen“ und stimmte gegen das Privatisierungsgesetz. Vor den von Koizumi initiierten Neuwahlen trat er aus der LDP aus und kam damit einem Parteiausschluss zuvor. Gemeinsam mit anderen „Rebellen“ begründete er die Neue Volkspartei (NVP). Für diese verlor er aber den Wahlkreis Aomori 4 abgeschlagen auf Platz 3 an Tarō Kimura (nun LDP) und führte zwar die NVP-Verhältniswahlliste in Tōhoku an, die Partei verfehlte aber mit 4,7 % der Stimmen ein Mandat. Eine Kandidatur für das Sangiin bei der Wahl 2007 über die Verhältniswahl blieb mit rund 74 Tausend Präferenzstimmen und damit Platz 3 der NVP-Liste erfolglos. 2008 verließ Tsushima die NVP und schloss sich kurz darauf der Demokratischen Partei an. Für diese verlor er zwar bei der Shūgiin-Wahl 2009 den 4. Wahlkreis Aomori erneut an Tarō Kimura, gewann aber als zweitbester Wahlkreisverlierer der Demokraten in Tōhoku ein sicheres Mandat über den Verhältniswahlblock. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 unterlag er deutlicher und verfehlte auch die Wiederwahl im Block klar. Im November 2013 verließ er die Demokratische Partei.
Tadamori Ōshima (jap. 大島 理森, Ōshima Tadamori; * 6. September 1946 in Hachinohe, Präfektur Aomori) ist ein ehemaliger…Tadamori Ōshima (jap. 大島 理森, Ōshima Tadamori; * 6. September 1946 in Hachinohe, Präfektur Aomori) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war von 2015 bis 2021 Präsident des Abgeordnetenhauses (Shūgiin), des Unterhauses des Nationalparlaments. Er war dort für zwölf Wahlperioden ohne Unterbrechung von 1983 bis 2021 Abgeordneter aus Aomori, zuletzt ab 2017 für den neu zugeschnittenen 2. Wahlkreis. Ōshima gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, war am Ende aber wie die meisten Präsidenten und Vizepräsidenten fraktionslos. Innerparteilich führte er von 2012 bis 2015 die Ōshima-Faktion, die spätere Santō-Faktion, die schließlich in der Asō-Faktion aufging. Ōshima arbeitete nach seinem Studium an der Keiō-Universität für die Mainichi Shimbun. Von 1975 gehörte er für fünf Jahre dem Präfekturparlament Aomori an. Nach einer gescheiterten Kandidatur 1980 gehört er seit 1983 dem Shūgiin an, zunächst für den 1. Wahlkreis Aomori (4 Mandate), dann nach der Wahlrechtsreform von 1994 im Einzelwahlkreis Aomori 3, seit einer Neuordnung 2017, bei der Aomori einen Wahlkreis verlor, für den Wahlkreis 2. 1995 wurde Ōshima im Kabinett Murayama als Leiter der Umweltbehörde erstmals Minister (bis 1996). Unter Premierminister Yoshirō Mori war er von Juli bis Dezember 2000 Bildungsminister und Leiter der Behörde für Wissenschaft und Technologie und unter Jun’ichirō Koizumi von 2002 bis 2003, als er nach einem Skandal um politische Gelder zurücktrat, Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. In der LDP war er unter anderem stellvertretender Generalsekretär und mehrfach Vorsitzender des Präfekturverbandes Aomori, bevor er von 2000 bis 2002 und erneut von 2007 bis 2009 als Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten in den engeren Kreis der Parteiführung aufrückte. Nach der Wahlniederlage der LDP bei der Shūgiin-Wahl 2009 berief ihn der neue Parteivorsitzende Sadakazu Tanigaki zum LDP-Generalsekretär, im September 2010 zum stellvertretenden Vorsitzenden (fuku-sōsai), der zuletzt 2003 besetzt worden war. 2012 wurde unter dem Parteivorsitzenden Shinzō Abe (Machimura-Faktion) Masahiko Kōmura sein Nachfolger, kurz darauf übernahm Ōshima den Faktionsvorsitz von Kōmura. 2015 übergab er den Vorsitz an Akiko Santō, der ersten Frau an der Spitze einer LDP-Faktion. Am 21. April 2015 übernahm Ōshima das Amt des Präsidenten des Shūgiin, nachdem sein Vorgänger Nobutaka Machimura zurückgetreten war. 2017 wurde er wiedergewählt und wurde 2020 der am längsten amtierende Abgeordnetenhauspräsident der Geschichte. Zur Abgeordnetenhauswahl 2021 zog sich Ōshima aus der Politik zurück.
Masami Tanabu (jap. 田名部 匡省, Tanabu Masami; * 7. Dezember 1934 in Hachinohe, Präfektur Aomori; † 26. März 2025 ebenda)…Masami Tanabu (jap. 田名部 匡省, Tanabu Masami; * 7. Dezember 1934 in Hachinohe, Präfektur Aomori; † 26. März 2025 ebenda) war ein japanischer Eishockeyspieler, -trainer und Politiker. Bis 2010 war er für die Demokratische Partei (DPJ) Abgeordneter des Sangiin, des Oberhauses, und war von 1991 bis 1993 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei im Kabinett. Als Eishockeyspieler nahm Tanabu zweimal an Olympischen Winterspielen teil, bei den Spielen von Sapporo trainierte er 1972 die Nationalmannschaft.
Rie Saitō (jap. 斉藤 里恵, Saitō Rie; * 3. Februar 1984 in Aomori, Präfektur Aomori) ist eine ehemalige japanische Hostess…Rie Saitō (jap. 斉藤 里恵, Saitō Rie; * 3. Februar 1984 in Aomori, Präfektur Aomori) ist eine ehemalige japanische Hostess und heute Schriftstellerin und Politikerin. Seit 2026 sitzt sie für die Liberaldemokratische Partei (LDP) über den Verhältniswahlblock Tōkai im Repräsentantenhaus, dem Unterhaus der Nationalversammlung.
Akinori Eto (jap. 江渡 聡徳 Eto Akinori; * 12. Oktober 1955 in Sanbongi, Präfektur Aomori) ist ein japanischer Politiker…Akinori Eto (jap. 江渡 聡徳 Eto Akinori; * 12. Oktober 1955 in Sanbongi, Präfektur Aomori) ist ein japanischer Politiker (LDP, Asō-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin für den Verhältniswahlblock Tōhoku und war von September bis Dezember 2014 Verteidigungsminister im umgebildeten zweiten Kabinett Abe. Eto, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Nihon Daigaku (1979) und der dortigen Graduiertenabteilung (1981), wurde 1984 Dozent an der privaten Kōsei Gakuin Hachinohe Tanki Daigaku (heute nur noch Hachinohe Tanki Daigaku, „Kurzhochschule Hachinohe“), außerdem war er Mitarbeiter und ab 1988 Vorstandsmitglied bei einer Trägerstiftung für soziale Einrichtungen (shakai fukushi hōjin), der Shiseikai (至誠会). 1996 wechselte er in die aktive Politik. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 bewarb sich Eto für die LDP im neuen Einmandatswahlkreis Aomori 2 und setzte sich knapp mit weniger als 800 Stimmen Vorsprung auf Shingo Mimura (NFP) durch. Bei der Wahl 2000 unterlag er Mimura (nun Mushozoku no Kai) um mehr als 6.000 Stimmen. Er wurde 2002 für zwei Jahre Direktor bei der Shiseikai. Bei der Shūgiin-Wahl 2003 – Mimura war einige Monate vorher für die Gouverneurswahl zurückgetreten – setzte sich Eto im 2. Wahlkreis Aomori gegen nur zwei Kandidaten der linken Parteien SDP und KPJ mit über 75 % der Stimmen klar durch und wurde danach bei vier Wahlen, bei denen auch die bürgerlichen Oppositionsparteien wieder Gegenkandidaten nominierten, mit absoluten Mehrheiten wiedergewählt. Zur Wahl 2017 verlor die Präfektur einen Wahlkreis und Eto soll sich fortan die LDP-Kandidatur im neuen Wahlkreis Aomori 1 nach der „Costa-Rica-Methode“ mit Jun Tsushima teilen; 2017 und 2024 kandidierte Eto nur im Verhältniswahlblock Tōhoku, wo er jeweils vor die Doppelkandidaten alleine auf den Listenplatz 1 gesetzt wurde und sicher wiedergewählt war. 2021 gewann er den Mehrheitswahlwahlkreis mit absoluter Mehrheit. Von 2004 bis 2005 war Eto für das Kabinett Koizumi parlamentarischer Sekretär im Kabinettsamt, von 2007 bis 2008 (Kabinette Abe/Fukuda) Vizeminister im Verteidigungsministerium. Dazwischen und ab 2008 übernahm er einige nachgeordnete Positionen im engeren LDP-Vorstand (Vizevorsitzender im Komitee für Parlamentsangelegenheiten, Vizegeneralsekretär). 2012 wurde er für das zweite Kabinett Abe zunächst erneut Vizeminister im Verteidigungsministerium, 2013 übernahm er den Vorsitz des Sicherheitsausschusses (anzen hoshō iinkai) im Shūgiin, bei der Kabinettsumbildung im September 2014 berief ihn Abe zum Verteidigungsminister. Eto ist, wie Premier Abe und weitere Kabinett- und LDP-Parteimitglieder, Mitglied der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi.