Taizō Mikazuki (japanisch 三日月 大造 Mikazuki Taizō; * 24. Mai 1971) ist ein japanischer Politiker, seit Juli 2014…Taizō Mikazuki (japanisch 三日月 大造 Mikazuki Taizō; * 24. Mai 1971) ist ein japanischer Politiker, seit Juli 2014 Gouverneur von Shiga und ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments. Nach seiner Schulzeit in der Stadt Ōtsu studierte Mikazuki an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität in Tōkyō. Nach seinem Abschluss 1994 wurde er Mitarbeiter der JR Nishi-Nihon (engl. JR West), wo er sich in der Unternehmensgewerkschaft (JR Nishi-rōso), dann auch der JR Rengō engagierte, einem der Nachfolgeverbände der Staatsbahngewerkschaften. In beiden Gewerkschaften leitete er 1999 den Ausschuss bzw. die Ausschüsse für Jugend und Frauen. 2002 verließ er die JR Nishi-Nihon und besuchte das Matsushita seikei-juku. Bei der Shūgiin-Wahl 2003 kandidierte er für die Demokratische Partei im 2002 neu zugeschnittenen Wahlkreis Shiga 3 und gewann mit 48 % der Stimmen. 2005 und 2009 wurde er wiedergewählt. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 unterlag er um rund 4.000 Stimmen dem Liberaldemokraten Nobuhide Takemura, gewann aber einen Sitz im Verhältniswahlblock Kinki. Während der Regierungszeit der Demokraten war er im Ministerium für Land und Verkehr Staatssekretär (daijinseimukan) unter dem Kabinett Hatoyama und Vizeminister (fukudaijin) für das Kabinett Kan. Im Frühjahr 2014 erklärte er seine Kandidatur für die im Sommer turnusgemäß bevorstehende Gouverneurswahl in Shiga. Gouverneurin Yukiko Kada erklärte im Mai, nach zwei Amtszeiten nicht erneut zu kandidieren und nun seinen Wahlkampf zu unterstützen. Mikazuki verließ die Demokratische Partei und trat als Abgeordneter zurück, Nachrücker wurde Tatsuo Kawabata, ebenfalls aus Shiga. Wichtigster Gegenkandidat bei der Gouverneurswahl war der ehemalige Beamte Takashi Koyari, der von den Regierungsparteien auf nationaler Ebene unterstützt wurde. Nach einem relativ intensiven Wahlkampf unter anderem um die Bewertung der Regierungszeit Kadas, die Atomkraft, vor allem die Wiederinbetriebnahme der Kraftwerke im benachbarten Fukui, die Verfassungs- und Sicherheitspolitik (Artikel 9) und einen von Kada abgelehnten zusätzlichen Shinkansen-Anschluss für Shiga setzte sich Mikazuki bei der Wahl am 13. Juli knapp durch: Er erhielt 253.728 Stimmen (46,3 %), Koyari 240.652 (43,9 %), der kommunistische Kandidat Ikuo Tsubota 53.280 Stimmen (9,7 %). In der Hauptstadt Ōtsu, den Städten Nagahama und Takashima sowie in den Landkreisen Shigas erhielt Koyari mehr Stimmen als Mikazuki, aber dieser erzielte in den übrigen kreisfreien Städten einen hinreichen großen Stimmenvorsprung, um die Wahl für sich zu entscheiden. 2018 und 2022 wurde Mikazuki jeweils gegen nur einen, kommunistischen Herausforderer mit über 80 % der Stimmen wiedergewählt.
Haruko Arimura (jap. 有村 治子, Arimura Haruko; * 21. September 1970 in der Präfektur Ishikawa) ist eine japanische…Haruko Arimura (jap. 有村 治子, Arimura Haruko; * 21. September 1970 in der Präfektur Ishikawa) ist eine japanische Politikerin, Senatorin für den landesweiten Verhältniswahlkreis über die Liste der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und war von 2014 bis 2015 Verbraucherschutzministerin im zweiten und dritten Kabinett Abe. Arimura wuchs in Shiga auf, wo ihr Bruder Kunitoshi seit 2011 wie schon Vater Kunihiro Abgeordneter im Präfekturparlament ist – ihre familiären Wurzeln reichen aber nach Satsuma/Kagoshima, zu ihrer Familie gehörten unter anderem Vicomte Kaieda (ursprünglich Shunsai Arimura) und Jizaemon Arimura (am Sakuradamon-Zwischenfall beteiligt). Sie studierte an der kyōyō gakubu (Fakultät für Liberal Arts) der ICU. Danach besuchte sie die School for International Training (SIT) in Vermont. Nach ihrer Rückkehr nach Japan arbeitete sie einige Zeit für McDonald’s Japan. Ab 1999 erwarb sie einen Doktortitel an der Aoyama-Gakuin-Universität. Noch während dieser Zeit begann sie ihre politische Karriere. Bei der Senatswahl 2001, der ersten, bei der die neu eingeführten Präferenzstimmen bei der Verhältniswahl zur Anwendung kamen, kandidierte Arimura bei der Verhältniswahl für die LDP. Sie wurde unter anderem vom konservativen Shinseiren (Shintō seiji renmei, etwa „Bund für Shintō-Politik“, engl. Shinto Association of Spiritual Leadership, dort ist sie heute Vizegeneralsekretärin der nationalen Abgeordnetenkonferenz) unterstützt und erhielt landesweit rund 114.000 Stimmen und damit Platz 19 auf der LDP-Liste, was bei 20 LDP-Sitzen für eine Wahl ausreichte. Sie wurde seither viermal in Folge wiedergewählt: 2007 mit rund 201.000 Stimmen auf Platz 14 bei 14 Verhältniswahlsenatoren für die LDP insgesamt, 2013 mit rund 191.000 Stimmen auf Platz 12 der LDP-Liste, 2019 mit 206.221 Stimmen auf Platz 10, 2025 mit 166.025 Stimmen auf Platz 9. Von 2005 bis 2006 war Arimura parlamentarische Sekretärin im MEXT, von 2008 bis 2009 saß sie dem Senatsausschuss für Umwelt vor. In der Oppositionszeit der LDP gehörte sie zeitweise als Staatssekretärin zum Schattenkabinett. Im September 2014 berief Premierminister Shinzō Abe bei einer Kabinettsumbildung zur Ministerin für Verbraucherschutz, Deregulierung, Geburtenrückgang und Geschlechtergleichstellung. Arimura ist, wie Premier Abe und weitere Kabinett- und LDP-Parteimitglieder, Mitglied der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi. 2025 übernahm sie unter Sanae Takaichi den Vorsitz des Exekutivrats und damit eine der der drei zentralen Funktionen im Parteivorstand.
Tatsuo Kawabata (jap. 川端 達夫, Kawabata Tatsuo; * 24. Januar 1945 im Landkreis Gamou (heute: Ōmihachiman), Präfektur…Tatsuo Kawabata (jap. 川端 達夫, Kawabata Tatsuo; * 24. Januar 1945 im Landkreis Gamou (heute: Ōmihachiman), Präfektur Shiga) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (Demokratisch-Sozialistische Partei (DSP)→Neue Fortschrittspartei (NFP)→parteilos→NFP→Shintō Yūai→Demokratische Partei (engl. DPJ)→Demokratische Fortschrittspartei (engl. DP)). Er gehörte für den Block Kinki von 1986 bis 2017 mit einer Unterbrechung (2012–2014) dem Shūgiin, dem Unterhaus, an und war von 2009 bis 2010 Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, Staatsminister für Wissenschafts- und Technologiepolitik, zuerst im Kabinett Yukio Hatoyama, dann im Kabinett Kan, sowie von 2011 bis 2012 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation im Kabinett Noda. In der DPJ war er Namensgeber einer eigenen Faktion, der Kawabata-Gruppe (offiziell: 民社協会, Minsha Kyōkai, „Demokratisch-Sozialistische Gesellschaft“; später und heute in der DP Takaki-Gruppe) aus ehemaligen Mitgliedern der Demokratisch-Sozialistischen Partei. Kawabata, Absolvent der Universität Kyōto, wurde erstmals bei der Shūgiin-Wahl 1986 für die Demokratisch-Sozialistische Partei im Wahlkreis Shiga ins Parlament gewählt und danach achtmal wiedergewählt – seit 1996 im Einzelwahlkreis Shiga 1 bzw. 2005, als Nachrücker 2014 und 2014 im Verhältniswahlblock Kinki. 1994 schloss er sich wie die übrigen Abgeordneten seiner Partei der NFP an, die er 1995 vorübergehend wieder verließ. Nach der Auflösung der Shinshintō zum Jahresende 1997 gehörte er zunächst der „Neuen Partei Brüderlichkeit“ (Shintō Yūāi) an, mit der er 1998 der Demokratischen Partei beitrat. Von 1999 bis 2000 und erneut 2004 war Kawabata Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten (kokkai taisaku iinkai) der DPJ. 2004 wurde er unter dem Parteivorsitzenden Katsuya Okada Generalsekretär. Nach der Shūgiin-Wahl 2005, bei der er selbst seinen Wahlkreis verlor und nur über den Verhältniswahlblock Kinki wiedergewählt wurde, trat er ebenso wie Okada zurück. Ab 2006 war er einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Im September 2009 berief ihn Premierminister Yukio Hatoyama als Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie in sein Kabinett. Die Zuständigkeit für Wissenschafts- und Technologiepolitik übernahm er am 7. Januar 2010 von Naoto Kan. Unter Premierminister Naoto Kan behielt er die Position bis zur Kabinettsumbildung im September 2010, als er durch Yoshiaki Takaki (Kawabata-Gruppe) abgelöst wurde. 2010 übernahm er den Vorsitz im Geschäftsordnungsausschuss des Shūgiin (giin-un’ei-iinkai). Nach der Ablösung Kans durch Yoshihiko Noda wurde er am 2. September 2011 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation in dessen Kabinett, verlor diesen aber bei der dritten Kabinettsumbildung am 1. Oktober 2012. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 unterlag er im Wahlkreis Shiga 1 um rund 6.000 Stimmen dem Liberaldemokraten Toshitaka Ōoka und verfehlte auch ein Verhältniswahlmandat knapp, war aber der erste potentielle Nachrücker der Demokraten im Block Kinki. Im Mai 2014 rückte Kawabata für Taizō Mikazuki nach, der für seine Kandidatur bei der Gouverneurswahl in Shiga zurückgetreten war. Bei der Neuwahl im Dezember 2014 unterlag er Ōoka erneut, gewann aber gleich den zweiten (von vier) Verhältniswahlsitzen der Demokraten in Kinki. Anschließend wurde er als Nachfolger von Hirotaka Akamatsu zum Vizepräsidenten des Shūgiin gewählt und war als solcher seitdem fraktionslos. Im September 2017 gab er bekannt, seine politische Karriere zu beenden und nicht bei der Shūgiin-Wahl 2017 für eine weitere Amtszeit als Abgeordneter zu kandidieren. Akamatsu wurde anschließend erneut zum Vizepräsidenten gewählt.
Mori Kōtarō (jap. 森 幸太郎; geboren 20. Juli 1889 in Chikubu, Kreis Ost-Azai (seit 2006 zu Nagahama), Präfektur Shiga…Mori Kōtarō (jap. 森 幸太郎; geboren 20. Juli 1889 in Chikubu, Kreis Ost-Azai (seit 2006 zu Nagahama), Präfektur Shiga; gestorben 4. Februar 1964 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker, Landwirtschaftsminister, Nationalabgeordneter aus und Gouverneur von Shiga.
Sugiura Jūgō (japanisch 杉浦 重剛, auch Sugiura Shigetake gelesen; geboren 19. April 1855 in Zeze, Provinz Ōmi; gestorben…Sugiura Jūgō (japanisch 杉浦 重剛, auch Sugiura Shigetake gelesen; geboren 19. April 1855 in Zeze, Provinz Ōmi; gestorben 13. Februar 1924) war ein japanischer Erzieher und Denker.