Kiyokuni Katsuo (jap. 清國 勝雄; * 20. November 1941 in Ogachi (heute: Yuzawa), Präfektur Akita als Satō Tadao (佐藤 忠雄)) ist…Kiyokuni Katsuo (jap. 清國 勝雄; * 20. November 1941 in Ogachi (heute: Yuzawa), Präfektur Akita als Satō Tadao (佐藤 忠雄)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer und Sportfunktionär. Kiyokuni ist ein Onkel des Ringers Tamanoshima. Kiyokuni war bereits als Jugendlicher ein begeisterter Judoka. Durch einen Schulkameraden, der ein Neffe des früheren Yokozuna Terukuni war, welcher zu dieser Zeit Nachwuchs für seinen Ringerstall Isegahama-Beya suchte, konnte er sich diesem vorstellen und wurde nach Tokio eingeladen und dort unter Vertrag genommen. Er bestritt im September 1956 als Wakaikuni Tadao (若い國 忠雄) seinen ersten offiziellen Kampf. Im Januar 1962 nahm er den Namen Umenosato Tadao (梅ノ里 忠雄) und im Mai den Namen Kiyokuni Tadao (清國 忠雄) an. Er war ein vergleichsweise leichter Ringer – er wog in dieser Zeit unter 100 kg – und konnte erst 1963 zum Sekitori werden, d. h. die Jūryō-Division erreichen. Danach genügten ihm jedoch drei Basho, um in die Makuuchi-Division vorzustoßen. Schon im März 1964 war Kiyokuni, wenn auch nur vorübergehend, Sekiwake. Im Mai nahm er den Namen Kiyokuni Katsuo, wechselte im März 1965 zurück zu Kiyokuni Tadao und im November 1967 wieder zurück zum Namen Kiyokuni Katsuo. Er pendelte in den nächsten Jahren zwischen den unteren Sanyaku-Rängen und den oberen Maegashira-Positionen, bis er ab etwa 1968 zu seiner Form fand und im Juli 1969 sogar seinen (einzigen) Turniersieg erreichte. Darauf wurde er zum Ōzeki ernannt und konnte diesen Titel bis zu seinem Karriereende 1974 halten. Insgesamt absolvierte er 62 Turniere in der Makuuchi und gewann drei Preise für besondere Leistung (Shukun-Sho) und vier Technikerpreise (Gino-Sho). Im Anschluss an seine Ringerkarriere übernahm er 1977 seinen alten Ringerstall als Oyakata (Stallmeister) und wurde bereits 1978 in das Direktorengremium des Sumōverbands gewählt. Im September 2004 berief sich das Nachrichtenmagazin Shukan Post auf ihn, als es über angebliches Doping und abgesprochene Kämpfe berichtete. Der Verband erklärte, eine Untersuchung habe die Behauptungen der Zeitschrift nicht bestätigt. Isegahama Oyakata, der in dem Magazin die heutigen japanischen Ringer außerdem als einen „Haufen Weichlinge“ bezeichnet hatte, wurde seines Direktorenpostens enthoben.
Kotozakura Masakatsu (jap. 琴櫻 傑將, eig. Kamatani Norio 紀雄 鎌谷; * 26. November 1940 in Kurayoshi, Präfektur Tottori; † 14.…Kotozakura Masakatsu (jap. 琴櫻 傑將, eig. Kamatani Norio 紀雄 鎌谷; * 26. November 1940 in Kurayoshi, Präfektur Tottori; † 14. August 2007 in der Präfektur Chiba) war ein japanischer Sumōringer. Er war der 53. Yokozuna. Er war mit 1,82 m und zu Zeiten seiner größten Erfolge um 150 kg ein relativ schwerer Ringer, der jedoch auch sehr anfällig für Knieverletzungen war, was ihn letztendlich zwang, seine aktive Karriere zu beenden. Der „wilde Stier“ war bekannt für seine Fähigkeit, seine Gegner zu Beginn des Kampfes (Tachi-ai) mit einem Sturmangriff zu überrennen und anschließend aus dem Ring zu schieben. Häufig verwendete er dabei Nodo-wa, Schläge gegen den Hals des Gegners. Kotozakura war als Mittelschüler bereits ein erfolgreicher Judoka und wandte sich in seiner Oberschulzeit dem Amateursumō zu. Bei einem Turnier konnte er auf nationaler Ebene den dritten Platz belegen. Ex-Komusubi Kotonishiki, damals Stallmeister (Oyakata) des Sadogatake-beya, holte ihn in seinen Ringerstall. Sein erstes Turnier bestritt Kotozakura im Januar 1959 unter seinem Geburtsnamen. Bald darauf erhielt er von seinem Oyakata den Kampfnamen (Shikona) „Kotozakura“. Im Januar 1960 gewann Kotozakura sein erstes Turnier als Kämpfer der Sandanme-Division; er hatte seit seiner Einführung bis zu diesem Zeitpunkt auf jedem Turnier mindestens sechs der (damals noch) acht Begegnungen für sich entschieden. Im Juli 1962 wurde er mit dem Aufstieg in die Jūryō-Division in die Ränge der privilegierten Sekitori aufgenommen. Nach zwei Turniersiegen (Yusho) in dieser Division stand er im März 1963 endlich in der höchsten Liga des japanischen Profisumō, der Makuuchi-Division. Anfängliche Schwierigkeiten ließen ihn kurzzeitig in die zweite Liga zurückfallen, doch Kotozakura erreichte den sofortigen Wiederaufstieg und kämpfte sich bis zum November 1963 in die vorderen Maegashira-Ränge vor. Während des Turniers fielen zwei seiner Heya-Kollegen falsch zubereitetem Fugu zum Opfer. Schockiert durch die Tragödie verlor Kotozakura seine Konzentration und schaffte nach einer Reihe von Niederlagen nur mit Mühe den Kachi-koshi, erhielt dafür aber den Sonderpreis für herausragende Leistung. Im Januar 1964 trat Kotozakura als Komusubi und damit erstmals als Sanyaku-Ringer an. In diesem Turnier verlor er nur knapp gegen Yokozuna Kashiwado, nachdem der Gyōji von den Shimpan überstimmt worden war, zog sich allerdings während des Basho eine mehrfache Knöchelfraktur und eine Dislokation des Kniegelenks zu. Dadurch fiel er ans Ende der Tabelle zurück. Im Mai 1964 erlitt er, der noch nicht vollständig ausgeheilt antrat, einen 5–10-Make-koshi und rutschte dadurch bis in die Jūryō ab. Diesen herben Rückschlag glich er jedoch rasch wieder aus, kehrte innerhalb zweier Turniere in die Makuuchi zurück und erkämpfte auch wieder einen Platz an der Tabellenspitze. Im Septemberturnier 1967 besiegte Kotozakura sowohl die amtierenden Yokozuna Kashiwado und Sadanoyama als auch die Ōzeki Yutakayama und Kitanofuji (der später Großmeister wurde). Er beendete das Basho mit 11–4 und wurde, nachdem er bereits im Juli drei Ōzeki überwunden hatte, selbst in diesen Stand erhoben. Der weitere Aufstieg zu Yokozuna-Ehren blieb ihm vorerst verwehrt, seine nächsten Yusho errang er in den Turnieren im Juli 1968 und März 1969. In dieser Zeit litt er ständig unter Verletzungen. Drei Mal war er dadurch gefährdet, seinen Rang einzubüßen (Kadoban). Erst sein dreißigstes Basho als Ōzeki im November 1972 sollte die Wende bringen. Dieses entschied er wie auch das folgende Hatsu-Basho mit 14–1 für sich. Nach fünf Jahren schaffte Kotozakura die Beförderung zum Yokozuna. Nach einem weiteren Triumph beim Nagoya-basho 1973 konnte der neue Yokozuna jedoch keine weiteren Yusho einfahren. Stattdessen zwangen ihn wiederkehrende Knieverletzungen 1974 zunächst zu pausieren, bevor er kurz vor dem Juliturnier des Jahres seinen Rücktritt erklärte. Nach 66 Turnieren in der Makuuchi lautete sein Kampfrekord 553 Siege zu 345 Niederlagen, in 77 Kämpfen war er nicht angetreten. Kotozakura erwarb zunächst den Shiratama-Anteil und plante, einen eigenen Ringerstall zu gründen, doch als zehn Tage darauf sein alter Oyakata starb, übernahm er dessen Sadogatake-beya. Bei seinem altersbedingten Ausscheiden 2005 übergab er die Leitung an seinen Schwiegersohn, den ehemaligen Sekiwake Kotonowaka. Er starb an Herzschwäche.
Taihō Kōki (jap. 大鵬 幸喜; * 29. Mai 1940 in Shisuka (heute: Poronaisk) als Naya Kōki (納谷 幸喜); † 19. Januar 2013 in Tokio)…Taihō Kōki (jap. 大鵬 幸喜; * 29. Mai 1940 in Shisuka (heute: Poronaisk) als Naya Kōki (納谷 幸喜); † 19. Januar 2013 in Tokio) war der 48. Yokozuna und einer der bedeutendsten japanischen Sumōringer der Nachkriegszeit. Er war 1,87 m groß und wog als aktiver Ringer etwa 153 kg. Taihō gehörte neben Kitanoumi Toshimitsu und Chiyonofuji Mitsugu zu den drei großen Yokozuna, die das Sumōringen von den 1960ern bis in die 1980er bestimmten und die alle von der Insel Hokkaidō kamen. Zwar stammte Taihō nicht gebürtig von dort, war aber bereits als Kind mit seinen Eltern (Vater Ukrainer, Mutter Japanerin) nach Hokkaidō gelangt, als die japanisch okkupierte Insel Sachalin gegen Kriegsende an die UdSSR gefallen war. 1956 trat Taihō, dessen Kampfname „großer Peng“ (häufig als Phönix übersetzt) bedeutet, zum ersten Mal für den Nishonoseki-beya an und wurde bereits 1961 zum 48. Yokozuna ernannt (den Altersrekord von 21 Jahren, den Taihō damit aufstellte, unterbot Kitanoumi 1974 um einen Monat). Taihō war zu seiner Zeit den meisten seiner Gegner weit überlegen und konnte beispielsweise gleich zweimal sechs Basho in Folge für sich entscheiden. Ebenso sensationell war sein Kampfrekord, der über viermal so viele Siege verzeichnet wie Niederlagen. Mit 32 Siegen hielt er bis 2015 den Rekord der meisten Turniersiege in der Makuuchi-Division. Im Januar 2015 konnte Hakuhō diese Bestmarke überbieten. 8 Turniere konnte er mit einer 15–0 Bilanz gewinnen. 1971 schied Taihō aus dem aktiven Sport aus. Überschattet wurde seine Karriere von gravierenden gesundheitlichen Problemen, die in einem Schlaganfall kulminierten, den er drei Jahre nach seinem Rücktritt im Alter von gerade einmal 35 Jahren erlitt. Bei seinem Rücktritt aus dem aktiven Sport wurde Taihō als erstem Rikishi eine nicht anteilsgebundene Mitgliedschaft im japanischen Sumōverband gewährt. Er gründete den Stall Taihō-beya, den er bis 2004 führte, als er ihn seinem Schwiegersohn Otake Tadashige übergab. Im Jahr 2000 trat Taihō mit einer besonderen Zeremonie zum 60. Geburtstag eines ehemaligen Yokozuna, dem Kanreki Dohyo-iri, noch einmal in den Ring. 2005 nahm er schließlich altersbedingt seinen Abschied aus dem Geschäft. Er starb 2013 in einem Krankenhaus in Tokio.
Kashiwado Tsuyoshi (jap. 柏戸 剛; * 29. November 1938 in Yamazoe, Landkreis Higashitagawa (heute: Tsuruoka), Präfektur…Kashiwado Tsuyoshi (jap. 柏戸 剛; * 29. November 1938 in Yamazoe, Landkreis Higashitagawa (heute: Tsuruoka), Präfektur Yamagata als Togashi Tsuyoshi (富樫 剛); † 8. Dezember 1996) war ein japanischer Sumōringer und der 47. Yokozuna. In den 1960ern war er der wichtigste sportliche Rivale des damals erfolgreichsten Ringers Taihō. Noch unter dem Namen Togashi begann er seine Profilaufbahn 1954 im Alter von 15 Jahren. Es folgten schnelle Aufstiege, bei seinem Turniersieg in der Makushita-Division war er der jüngste Titelgewinner in der Geschichte dieser Liga. Schon im März 1958 gewann er die Meisterschaft in der Jūryō-Division, und im September des Jahres stand sein Name erstmals in der Rangliste der Makuuchi-Division, der höchsten Klasse im japanischen Profisumō. Im März 1959 nahm Togashi den Kampfnamen Kashiwado an, ein Shikona, der mindestens seit dem 18. Jahrhundert von Sumōringern verwendet wird. Mit einem 13-2-Resultat schaffte er den Sprung in die vorderen Maegashira-Ränge, ein weiteres gutes (12-3) Ergebnis im September verschaffte ihm erstmals einen Rang als Komusubi. Von 1960 bis Mitte 1961 trat Kashiwado sehr sicher gegen Spitzenkämpfer der Liga an. Die höchstrangigen Ringer seiner Zeit, die Yokozuna Wakanohana I. und Asashio III., besiegte er beide mehrfach. Beim Nagoya-basho im Juli 1960 konnte er sich sogar, abgesehen vom Sekiwake Wakamisugi, gegen sämtliche Ringer der Sanyaku-Ränge durchsetzen. Dies brachte Kashiwado den Aufstieg zum Ōzeki. Daneben hatte Kashiwado eine Reihe von Sonderpreisen erhalten, sein erster Titelgewinn in der Makuuchi blieb allerdings zunächst aus. Im Januar 1961 – Taiho wurde mittlerweile ebenfalls zum Ōzeki befördert – konnte Kashiwado mit einem 13-2 den Sieg auf dem Hatsu-Basho davontragen. Ein Anschlusserfolg blieb zwar aus; da seine Leistung jedoch konstant hoch blieb, genügte sein Sieg-Niederlagen-Verhältnis den Verantwortlichen, um ihn im September 1961 gleichzeitig mit Taiho zum Yokozuna zu ernennen. Während sein Konkurrent, mit dem ihn ein Freundschaftsverhältnis verband, nun etwa die Hälfte aller Turniere für sich entschied, blieb Kashiwado ein weiterer Triumph trotz guter Ergebnisse vorerst versagt. Er lieferte seinem Erzrivalen jedoch technisch hochwertige Duelle und ging insbesondere in der zweiten Hälfte der Dekade durchaus auch als Sieger daraus hervor. Zuvor offenbarte sich jedoch Kashiwados Anfälligkeit für Verletzungen, die ihn immer wieder zu Pausen zwang und der ihm den zweifelhaften Ruf eines „gläsernen Yokozuna“ einbrachte: Die ersten vier Turniere des Jahres 1963 verpasste er fast vollständig, allein im Märzturnier trat er an, aber nur um nach fünf Begegnungen mit Ellenbogen- und Schulterverletzungen wieder auszuscheiden. Sein furioses Comeback mit einem unbesiegten zweiten Yusho im September gegen den ebenfalls bis zu diesem Kampf unbesiegten Taiho entzog danach allen Spekulationen über einen frühen Rücktritt den Boden. Aber auch vom Sommer 1964 bis zum Frühjahr 1965 konnte der mittlerweile an Diabetes erkrankte Kashiwado kaum antreten und bestritt in dieser Zeit nur zwölf Kämpfe. Auf die Zeiten der Abwesenheit folgten stets glänzende Turniere und weitere Titelgewinne wie im September 1965, oder, nach einem weiteren Aussetzen, im Januar 1966. Letztgenannter Erfolg entstand allerdings auf einem Turnier, bei dem diesmal Taiho sowie der Yokozuna Tochinoumi abwesend waren und somit von allen amtierenden Großmeistern nur Kashiwado und Sadanoyama überhaupt antraten. Doch in der Konkurrenz mit diesen Ringern erzielte Kashiwado noch bis zu seinem fünften und letzten Turniersieg im Juli 1967 in Nagoya gute Ergebnisse. Danach begann sein Stern zu sinken. Im Juli 1969 erklärte er seinen Rücktritt. Nach seinem Rückzug aus dem Sport gründete er 1970 den Ringerstall Kagamiyama-beya. 1996 starb er im Alter von 58 Jahren an Leberversagen. Auf der Pressekonferenz am 21. Mai 2005 anlässlich seines eigenen altersbedingten Ausscheidens aus dem Sumōverband sagte Taihō: „Es gab Taihō, weil es Kashiwado gab. Es gab Kashiwado, weil es Taihō gab.“
Tochinoumi Teruyoshi (japanisch 栃ノ海 晃嘉; * 13. März 1938 in Inakadate, Präfektur Aomori, Japan als Hanada Shigehiro (花田…Tochinoumi Teruyoshi (japanisch 栃ノ海 晃嘉; * 13. März 1938 in Inakadate, Präfektur Aomori, Japan als Hanada Shigehiro (花田 茂廣); † 29. Januar 2021) war ein erfolgreicher Sumōringer und der 49. Yokozuna.
Sadanoyama Shinmatsu (jap. 佐田の山 晋松, eigentlich Ichikawa Shinmatsu (市川 晋松); * 18. Februar 1938 im heutigen Shinkamigoto…Sadanoyama Shinmatsu (jap. 佐田の山 晋松, eigentlich Ichikawa Shinmatsu (市川 晋松); * 18. Februar 1938 im heutigen Shinkamigoto in der Präfektur Nagasaki; † 27. April 2017 in Tokio) war ein japanischer Sumōringer. Er war der 50. Yokozuna und später Vorsitzender des japanischen Sumōverbands.
Asashio Tarō (III.) (jap. 朝潮 太郎; * 13. November 1929 in Kōbe, Präfektur Hyōgo als Yonekawa Fumitoshi (米川 文敏); † 23.…Asashio Tarō (III.) (jap. 朝潮 太郎; * 13. November 1929 in Kōbe, Präfektur Hyōgo als Yonekawa Fumitoshi (米川 文敏); † 23. Oktober 1988) war ein japanischer Sumōringer und der 46. Yokozuna. Asashio machte sein Debüt im Oktober 1948 unter seinem bürgerlichen Namen. Im September 1950 gelang ihm nach sieben Turnieren – es wurden noch lediglich drei im Jahr abgehalten – durch den Sieg (14-1) in der Jūryō der Sprung in die Makuuchi-Division. Im Mai 1952 nahm er noch als Maegashira den Kampfnamen Asashio an; er war der dritte Sumōringer mit diesem Namen. Im September des Jahres erreichte er zwei Siege gegen amtierende Yokozuna, erhielt zweimal in Folge die Auszeichnung für besondere Leistung (Shukun-sho) und wurde zum ersten Mal Sekiwake. Nach lediglich durchschnittlichen Ergebnissen in der Folgezeit fiel er vorübergehend jedoch wieder in die unteren Ränge zurück. Im Januar und März 1955 gewann Asashio mit Siegen über Yokozuna drei bzw. zwei weitere Kinboshi und sein drittes Shukun-sho. Im März 1956 errang der mittlerweile wieder zum Sekiwake beförderte Ringer in Osaka seinen ersten Makuuchi-Turniersieg (12-3). Auch die Frühjahrsturniere der beiden folgenden Jahre konnte er für sich verbuchen. Schließlich erhielt der Ōzeki Asashio nach überzeugenden Leistungen (Yusho 14-1 im November 1958, zweite Plätze in den beiden folgenden Turnieren) mit knapp 30 Jahren die Ernennung zum Yokozuna. Seine Karriere in diesem Rang war von Verletzungen geprägt, so musste er bereits in seinem Ernennungsjahr drei Turniere lang pausieren. Nach nur einem weiteren ersten Platz im März 1961 (13-2) und weiteren verletzungsbedingten Ausscheiden aus Turnieren beendete Asashio im Januar 1962 seine aktive Karriere. Nach dem Tod des Oberhaupts der Takasago-beya, des ehemaligen Yokozuna Maedayama, im August 1971 nahm er die Aufgabe der Leitung des Stalles wahr. Der vierte Asashio und der spätere Ōzeki Konishiki sind bekannte Ringer des Takasago-beya aus dieser Zeit, allerdings auch der skandalumwitterte Maegashira Nankairyu. Im Oktober 1988 erlag Takasago Oyakata einem Schlaganfall.
Futabayama Sadaji (Japanisch 双葉山 定次; * 9. Februar 1912 in Usa, Präfektur Ōita als Akiyoshi Sadaji (龝吉 定次); † 16.…Futabayama Sadaji (Japanisch 双葉山 定次; * 9. Februar 1912 in Usa, Präfektur Ōita als Akiyoshi Sadaji (龝吉 定次); † 16. Dezember 1968) war ein japanischer Sumōringer und der 35. Yokozuna. Futabayamas Aufstieg war teils kurios: Da Mitte der 1930er Jahre eine Gruppe von Sumōkämpfern streikte, beförderte der Sumōverband einige Kämpfer aus den unteren Rängen in deren Positionen. Futabayama nutzte seine Chance und zeigte schnell, was in ihm steckte. 1936 begann eine eindrucksvolle Siegesserie von 69 Siegen in Folge, die sich über drei Jahre erstreckte und bis heute Rekord ist. Seine Beförderung zum Yokozuna erhielt Futabayama 1937. Insgesamt kam der 1,79 m große und 130 kg schwere Futabayama auf zwölf Turniersiege. Nach seiner aktiven Laufbahn wurde bekannt, dass Futabayama schon während seiner Ringerzeit auf einem Auge blind gewesen war. Noch während seiner Karriere gründete er seinen eigenen Sumōstall, das Futabayama-beya, was gewöhnlicherweise nicht gestattet ist. Mit seinem Rücktritt kurz nach der Kapitulation Japans 1945 beendete er seine aktive Sportlerlaufbahn und trat als Tokitsukaze Oyakata dem Verband bei. Sein Heya benannte er entsprechend um. Ihm entsprang u. a. der 42. Yokozuna Kagamisato. 1957 wurde er Vorsitzender des Sumōverbandes, was er bis zu seinem Tod 1968 blieb. In dieser Zeit wurde unter ihm einige Neuerungen eingeführt, darunter für Rikishi (Sumōkämpfer) ab der Jūryō-Division feste Gehälter, Altersbegrenzungen bei Schiedsrichtern, die Einführung einer Sumō-Schule und die Steigerung der Anzahl von Turnieren von vier auf sechs pro Jahr.
Tochigiyama Moriya (jap. 栃木山 守也, eigentlich: Yokota (später Nakata) Moriya (横田(中田) 守也); * 5. Februar 1892 im Bezirk…Tochigiyama Moriya (jap. 栃木山 守也, eigentlich: Yokota (später Nakata) Moriya (横田(中田) 守也); * 5. Februar 1892 im Bezirk Shimotsuga der Präfektur Tochigi; † 3. Oktober 1959) war ein japanischer Sumōringer und der 27. Yokozuna. Tochigiyama war der Sohn eines Ladenbesitzers, verfügte bereits als Jugendlicher über eine ausgesprochen kräftige Statur und war sehr sportlich und ein ausgezeichneter Schwimmer. Er strebte ursprünglich eine Karriere als Offizier in der kaiserlichen Marine an, besuchte aber nach Abschluss der Mittelschule eine Militärakademie, um ins kaiserliche Heer einzutreten. Da er zum Reiten wohl zu dick war, wie er später selbst einmal sagte, aber bereits als Schüler als Judokämpfer brillierte, entschloss er sich, lieber als Sumōkämpfer sein Glück zu versuchen. Der Yokozuna Hitachiyama schickte ihn zum ehemaligen Ringer Hanaregoma, der ihn für gut befand und weiterempfahl, so dass Tochigiyama zur Ausbildung nach Tokio ging. Als Ringer des Dewanoumi-Beya, der bereits damals der größte Ringerstall war und den ab 1914 Hitachiyama leitete, wurde Tochigiyama zu einem der wichtigsten Sumōkämpfer des frühen 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1911 begann Tochigiyama seinen steilen Aufstieg durch die Ränge, erreichte 1914 die Jūryō- und 1915 die Makuuchi-Division. In den sieben Turnieren, die er dafür brauchte, unterlag er nur zweimal. Im Mai 1916 besiegte er den Yokozuna Tachiyama, den damals stärksten Kämpfer, zum ersten Mal, und beendete damit dessen Siegesserie von 56 gewonnenen Begegnungen. Seine Erfolge gegen die Spitzenringer der Division konnte er in der nächsten Saison wiederholen, als er nicht nur wieder über Tachiyama triumphierte, sondern auch zwei Kämpfe gegen einen anderen Yokozuna dieser Zeit, Ōtori, für sich entscheiden konnte. Durch diese Erfolge hatte sich Tochigiyama etabliert und wurde im Januar 1917 zum Ōzeki ernannt. Genau ein Jahr darauf folgte die Beförderung zum Yokozuna des Tokioter Verbands und das bei einer Größe von nur 1,72 m und einem Gewicht von gerade einmal 105 kg. 1925 beendete er seine Karriere, in deren gesamten Verlauf er nur 23 Niederlagen erlitten hatte und neun Turniersiege in der obersten Division hatte feiern können. Er setzte danach seine Laufbahn im Sumōverband als Kasugano Oyakata fort.
Nishinoumi Kajirō III. (jap. 西ノ海 嘉治郎(三代目), eig. Matsuyama Isesuke (松山 伊勢助); * 2. November 1890 in Kagoshima; † 1933)…Nishinoumi Kajirō III. (jap. 西ノ海 嘉治郎(三代目), eig. Matsuyama Isesuke (松山 伊勢助); * 2. November 1890 in Kagoshima; † 1933) war ein japanischer Sumōkämpfer und der 30. Yokozuna, gleichzeitig der dritte Yokozuna dieses Namens. Nishinoumi, ein Rikishi des Stalles Izutsu-beya, begann seine Karriere im Alter von 20 Jahren und war zuerst unter dem Ringnamen Genjiyama bekannt. Beim Hatsu-Basho im Januar 1915 schaffte er den Aufstieg in die Sekitori-Ränge, ein Jahr später rückte er bis in die Makuuchi-Division vor. 1923 wurde Nishinoumi, der seinen Namen zu Ehren zweier früherer Großmeister übertragen bekam, zum Yokozuna befördert. Nishinoumi konnte dennoch in seiner gesamten Karriere nur einen einzigen Turniersieg verbuchen. Im Oktober 1928 trat er von seinem Amt zurück.
Hitachiyama Taniemon (jap. 常陸山 谷右エ門; * 19. Januar 1874 im heutigen Mito, Präfektur Ibaraki als Ichige Tani (市毛 谷); †…Hitachiyama Taniemon (jap. 常陸山 谷右エ門; * 19. Januar 1874 im heutigen Mito, Präfektur Ibaraki als Ichige Tani (市毛 谷); † 19. Juni 1922 in Honjo, Sumida) war ein bedeutender japanischer Sumōringer zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der 19. Yokozuna. Hitachiyama wurde als ältester Sohn eines Vasallen des Mito-han geboren, der in der Zeit des Shogunats dem herrschenden Tokugawa-Clan nahegestanden hatte. Er begann 1891 als Ringer des Dewanoumi-Beya seine Karriere und wurde 1903 zum Yokozuna befördert. Zwischen August 1907 und März 1908 besuchte Hitachiyama mit einigen Schülern die USA, wo sie u. a. im Weißen Haus eine Vorführung für Theodore Roosevelt gaben. Drei Ringer blieben am Ende der Reise in den Vereinigten Staaten zurück. Hitachiyama zählte noch jahrelang zu den erfolgreichsten Ringern seiner Zeit und dankte erst 1914 ab. Nach seiner aktiven Zeit leitete Hitachiyama als Stallmeister den Dewanoumi-Beya. Unter seiner Ägide erreichte Tochigiyama, den er von Anfang an gefördert hatte, die höchste Würde im Sumō. Der Stall nahm auch seinen ersten ausländischen Schüler auf, John Kentel. Hitachiyama liegt auf dem Yanaka-Friedhof in Tokio begraben.
Jimmaku Kyūgorō jap. 陣幕 久五郎; (* 3. Mai 1829 im Ou-gun, Provinz Izumo (heute: Higashiizumo, Präfektur Shimane) als…Jimmaku Kyūgorō jap. 陣幕 久五郎; (* 3. Mai 1829 im Ou-gun, Provinz Izumo (heute: Higashiizumo, Präfektur Shimane) als Ishigura Shintarō (石倉 槇太郎); † 21. Oktober 1903) war ein japanischer Sumōringer und der zwölfte Yokozuna. Jimmaku begann im November 1850 als Ringer für den Stall Hidenoyama-Beya seine Karriere und erreichte im Januar 1858 die Makuuchi-Division. 1867 wurde der 1,77 m große und 120 kg schwere Kämpfer zum Yokozuna befördert, nachdem er im November 1866 und April 1867 je ein Turnier gewonnen hatte. Insgesamt war Jinmaku in seiner Karriere fünfmal Turniersieger, jedoch nur einmal als Yokozuna, denn er bestritt überhaupt nur ein einziges Turnier als solcher. Noch in seinem Ernennungsjahr trat Jinmaku wegen der einsetzenden Wirren der Meiji-Restauration zurück. Bemerkenswert ist noch, dass Jimmaku im hohen Alter eine erste Zusammenstellung aller Yokozuna unternahm. Seine Liste diente als Grundlage der vom Sumōverband 1926 veröffentlichten Aufstellung.
Maruyama Gondazaemon (jap. 丸山 権太左衛門; * 23. Dezember 1713 in Tome in der Präfektur Miyagi; † 14. November 1749 in der…Maruyama Gondazaemon (jap. 丸山 権太左衛門; * 23. Dezember 1713 in Tome in der Präfektur Miyagi; † 14. November 1749 in der Präfektur Nagasaki) war der Überlieferung nach der dritte Yokozuna im japanischen Sumōringen. Maruyama soll nicht nur ein hervorragender Ringer gewesen sein, sondern auch eine für die Verhältnisse seiner Zeit geradezu monströse Statur besessen haben: 1,97 m und 166 kg Gewicht waren für die Edo-Zeit beinahe unglaubliche Maße. Dementsprechend soll Maruyama auch bereits mit 17 Jahren in Edo zum Ōzeki ernannt worden sein und damit den höchsten Rang im Sumō erreicht haben. Später ging er nach Ōsaka, wo er im August 1749 zum Yokozuna ernannt worden sein soll. Noch bevor er als solcher einen einzigen Turnierkampf bestreiten konnte, wurde er Opfer einer Seuche. Manchen Quellen zufolge starb er auch bereits auf dem Weg zur Verleihung. Von Maruyama wird angenommen, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich historisch existierte. Er wird bis heute in der offiziellen Sumō-Zeitrechnung als dritter Yokozuna geführt. Gelegentlich taucht er auch als zweiter Yokozuna auf.