Takakeishō Mitsunobu (japanisch: 貴景勝 光信, geboren am 5. August 1996 als Takanobu Satō (佐藤 貴信, Satō Takanobu)) ist ein…Takakeishō Mitsunobu (japanisch: 貴景勝 光信, geboren am 5. August 1996 als Takanobu Satō (佐藤 貴信, Satō Takanobu)) ist ein ehemaliger professioneller japanischer Sumoringer aus Ashiya, Hyōgo. Er debütierte als Profi im November 2014 und erreichte die höchste Makuuchi-Division im Januar 2017 nach 14 Turnieren. Im November 2018 konnte er seine erste Meisterschaft gewinnen und erreichte den Rang eines Ōzekis im Mai 2019. Er konnte, trotz einiger zwischenzeitlicher Verletzungsausfälle, noch drei weitere Meisterschaften gewinnen (November 2020, Januar 2023 und September 2023) und hielt seinen Ozeki-Rang. Nach dem Juli-Turnier 2024 verlor er seinen Rang als Ozeki. Als er im September-Turnier wieder verletzt aufgeben musste, gab am 20. September 2024 der Meister seines Heya seinen Rücktritt bekannt.
Wakatakakage Atsushi (japanisch 若隆景 渥, geboren am 6. Dezember 1994 als Atsushi Onami (大波 渥 Ōnami Atsushi)) ist ein…Wakatakakage Atsushi (japanisch 若隆景 渥, geboren am 6. Dezember 1994 als Atsushi Onami (大波 渥 Ōnami Atsushi)) ist ein professioneller japanischer Sumōringer aus Fukushima. Sein Debüt war im März 2017 und er erreichte die höchste Makuuchi-Division im November 2019. Er kämpft für den Arashio-Heya, für den ebenfalls seine beiden älteren Brüder Wakatakamoto und Wakamotoharu kämpfen. Sein höchster Rang ist aktuell Sekiwake. Im März 2022 hat er zum ersten Mal die Makuuchi-Meisterschaft gewonnen. Zuvor erhielt er bereits drei Mal den Technik-Preis.
Ichinojō Takashi (jap. 逸ノ城 駿; * 7. April 1993 in Archangai-Aimag als Altanchujagijn Itschinnorow, mongolisch…Ichinojō Takashi (jap. 逸ノ城 駿; * 7. April 1993 in Archangai-Aimag als Altanchujagijn Itschinnorow, mongolisch Алтанхуягийн Ичинноров) ist ein ehemaliger mongolischer Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Mitakeumi Hisashi (japanisch 御嶽海 久司, geboren am 25. Dezember 1992 als Hisashi Omichi (大道 久司, Ōmichi Hisashi)) ist ein…Mitakeumi Hisashi (japanisch 御嶽海 久司, geboren am 25. Dezember 1992 als Hisashi Omichi (大道 久司, Ōmichi Hisashi)) ist ein professioneller japanischer Sumōringer aus Agematsu, Nagano. Er debütierte im März 2015 als Profi und noch im selben Jahr in der höchsten Makuuchi-Division. Er gewann bis Anfang 2022 drei Mal die Meisterschaft und kämpft aktuell im Rang eines Maegashira.
Terunofuji Haruo (jap. 照ノ富士春雄; * 29. November 1991 in Ulaanbaatar als Gantulgyn Gan-Erdene, mongolisch Гантулгын…Terunofuji Haruo (jap. 照ノ富士春雄; * 29. November 1991 in Ulaanbaatar als Gantulgyn Gan-Erdene, mongolisch Гантулгын Ган-Эрдэнэ) ist ein ehemaliger mongolischer Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division sowie der 73. Yokozuna.
Takayasu Akira (jap. 高安 晃; * 28. Februar 1990 in der Präfektur Ibaraki) ist ein Sumōringer in der japanischen…Takayasu Akira (jap. 高安 晃; * 28. Februar 1990 in der Präfektur Ibaraki) ist ein Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Tochiōzan Yūichirō (jap. 栃煌山 雄一郎; * 9. März 1987 in der Präfektur Kōchi), eigentlich Kageyama Yūichirō (影山 雄一郎), ist…Tochiōzan Yūichirō (jap. 栃煌山 雄一郎; * 9. März 1987 in der Präfektur Kōchi), eigentlich Kageyama Yūichirō (影山 雄一郎), ist ein Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Takarafuji Daisuke (jap. 宝富士 大輔; * 18. Februar 1987 in der Präfektur Aomori), eigentlich Sugiyama Daisuke (杉山 大輔), ist…Takarafuji Daisuke (jap. 宝富士 大輔; * 18. Februar 1987 in der Präfektur Aomori), eigentlich Sugiyama Daisuke (杉山 大輔), ist ein Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Myōgiryū Yasunari (jap. 妙義龍 泰成; * 22. Oktober 1986 in Takasago in der Präfektur Hyōgo), eigentlich Miyamoto Yasunari…Myōgiryū Yasunari (jap. 妙義龍 泰成; * 22. Oktober 1986 in Takasago in der Präfektur Hyōgo), eigentlich Miyamoto Yasunari (宮本 泰成), ist ein Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Ikioi Shōta (jap. 勢 翔太; * 11. Oktober 1986 in der Präfektur Osaka), eigentlich Toguchi Shōta (東口 翔太), ist ein…Ikioi Shōta (jap. 勢 翔太; * 11. Oktober 1986 in der Präfektur Osaka), eigentlich Toguchi Shōta (東口 翔太), ist ein japanischer Sumōringer in der Makuuchi-Division.
Kisenosato Yutaka (japanisch 稀勢の里 寛; * 3. Juli 1986 in Ibaraki als Yutaka Hagiwara (萩原 寛)) ist ein ehemaliger…Kisenosato Yutaka (japanisch 稀勢の里 寛; * 3. Juli 1986 in Ibaraki als Yutaka Hagiwara (萩原 寛)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Von 2004 bis 2019 kämpfte er in der Makuuchi-Division, der höchsten japanischen Liga. Im Januar 2017 wurde er zum 72. Yokozuna befördert, dem höchsten Rang im Sumō. Am 16. Januar 2019 trat er als Yokozuna zurück und beendete somit seine aktive Karriere.
Gōeidō Gōtarō (jap. 豪栄道 豪太郎; * 6. April 1986 in der Präfektur Osaka), eigentlich Sawai Gōtarō (澤井 豪太郎), ist ein…Gōeidō Gōtarō (jap. 豪栄道 豪太郎; * 6. April 1986 in der Präfektur Osaka), eigentlich Sawai Gōtarō (澤井 豪太郎), ist ein ehemaliger Sumōringer der japanischen Makuuchi-Division.
Kotoshōgiku Kazuhiro (japanisch 琴奨菊 和弘; * 30. Januar 1984 in Yanagawa, Präfektur Fukuoka als Kikutsugi Kazuhiro (菊次…Kotoshōgiku Kazuhiro (japanisch 琴奨菊 和弘; * 30. Januar 1984 in Yanagawa, Präfektur Fukuoka als Kikutsugi Kazuhiro (菊次 一弘)) ist ein ehemaliger Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Karoyan Andō (jap. 安藤 カロヤン, Andō Karoyan, geboren als bulgarisch Калоян Стефанов Махлянов/Kalojan Stefanow Machljanow…Karoyan Andō (jap. 安藤 カロヤン, Andō Karoyan, geboren als bulgarisch Калоян Стефанов Махлянов/Kalojan Stefanow Machljanow; * 19. Februar 1983 in Weliko Tarnowo, Bulgarien) ist ein ehemaliger Sumōringer der unter dem Shikona Kotoōshū Katsunori (琴欧洲 勝紀) antrat. Kotoōshū begann seine Sumōlaufbahn im Jahr 2002, erreichte in nur neun Turnieren die Jūryō-Division und stieg bis zum September 2004 in die Makuuchi-Division auf. Bereits im März des Folgejahres wurde er zum Komusubi befördert. Danach brach seine Siegesserie und er musste nach einem 4–11 Make-koshi wieder in die Maegashira-Ränge zurücktreten. Er konnte sich jedoch wieder sammeln und kämpfte ab September 2005 als Sekiwake. Nach dem November-Turnier 2005 wurde er zum Ōzeki ernannt. Die dafür benötigte Anzahl von 19 Turnieren seit dem Start in der untersten Liga, der Jonokuchi, ist der bisher schnellste Aufstieg eines Sumotori. Kotoōshūs Körperlänge beträgt 2,03 m. Er ist damit einerseits ebenso groß wie der frühere Yokozuna Akebono, bringt aber mit „nur“ etwa 160 kg ein für einen Sumōringer seiner Größe unterdurchschnittliches Gewicht auf die Waage. Im Kampf verlässt er sich hauptsächlich auf Wurftechniken (Nage), bei denen er durch seine langen Arme im Vorteil ist. Kotoōshū war der einzige Ringer, der den damals dominierenden Yokozuna Asashōryū in dessen besonders erfolgreichem Jahr 2005 zweimal besiegen konnte. Im Septemberturnier 2005 verlor er jedoch den Turniersieg an ihn, obwohl er bis zuletzt gleichauf gelegen hatte. Im November des Jahres revanchierte er sich, indem er dem Yokozuna seine einzige Niederlage beibrachte. Nach diesem Turnier wurde er zum Ōzeki befördert. Er war damit der erste Europäer und der fünfte Ausländer, dem dies gelang. Als Ōzeki konnte Kotoōshū nicht durchgängig überzeugen. Er hat seine Turniere bisher fünfmal mit einer negativen Siegesbilanz abgeschlossen; zudem wird von einem Rikishi seines Rangs eine zweistellige Bilanz erwartet. Immerhin holte er im Mai 2008 beim Natsu-Basho mit einer Bilanz von 14-1 einen Turniersieg in der Makuuchi-Division. Damit ist Kotoōshū der erste Europäer, der ein Basho für sich entscheiden konnte. Im September 2006 änderte er bei gleicher Aussprache seinen Shikona von 琴欧州 in 琴欧洲. Nach zwei schwachen Turnieren wurde Kotoōshū beim Hatsu Basho 2014 in den Rang eines Sekiwake zurückgestuft. Mit einer Siegesbilanz von zumindest 10-5 hätte er wieder seinen alten Rang als Ozeki einnehmen können, aber diesen Endstand konnte er trotz eines Kachi-koshis nicht erreichen. Das Frühlings-Turnier 2014 begann für Kotoōshū abermals mit einer Reihe von Niederlagen. Am 20. März 2014 verkündete er schließlich im Rahmen einer Pressekonferenz seinen Rücktritt.
Asasekiryū Tarō (jap. 朝赤龍 太郎; geboren als Badartschiin Daschnjam, mongolisch Бадарчийн Дашням; * 7. August 1981 in…Asasekiryū Tarō (jap. 朝赤龍 太郎; geboren als Badartschiin Daschnjam, mongolisch Бадарчийн Дашням; * 7. August 1981 in Ulaanbaatar, Mongolei) ist ein ehemaliger Sumōringer. Der mongolische Ringer kam 1997 als Jugendlicher nach Japan. Nach seinen ersten professionellen Sumōkämpfen im Januar 2000 erreichte er im Juli 2002 die zweithöchste Sumōliga, die Jūryō-Division. Bereits im März 2003 stieg er in die Makuuchi-Division auf, der höchsten Liga im japanischen Profisumō. Im Juli 2006 erreichte er den Rang eines Komusubis, den er aber aufgrund einer Verletzung und schlechter Resultate nicht halten konnte. Nach starken Leistungen im Jahr 2007 erreichte er im September wieder die Sanyaku-Ränge, diesmal den Rang eines Sekiwake. Nach einem 3-12 Make-koshi in November desselben Jahres wurde er gleich wieder in die Maegashira-Ränge zurückgestuft.
Asashōryū Akinori (japanisch 朝青龍 明徳; geboren als Dolgorsürengiin Dagwadordsch) (mongolisch Долгорсүрэнгийн Дагвадорж; *…Asashōryū Akinori (japanisch 朝青龍 明徳; geboren als Dolgorsürengiin Dagwadordsch) (mongolisch Долгорсүрэнгийн Дагвадорж; * 27. September 1980 in Ulaanbaatar (Ulan Bator)) ist ein ehemaliger mongolischer Sumōkämpfer und der 68. Yokozuna. Er gehört zu den bekanntesten Sportlern in Japan.
Takekaze Akira (jap. 豪風 旭; * 21. Juni 1979 in der Präfektur Akita), eigentlich Narita Akira (成田 旭), ist ein Sumōringer…Takekaze Akira (jap. 豪風 旭; * 21. Juni 1979 in der Präfektur Akita), eigentlich Narita Akira (成田 旭), ist ein Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Aminishiki Ryūji (jap. 安美錦 竜児; * 3. Oktober 1978 in der Präfektur Aomori), eigentlich Suginomori Ryūji (杉野森 竜児), ist…Aminishiki Ryūji (jap. 安美錦 竜児; * 3. Oktober 1978 in der Präfektur Aomori), eigentlich Suginomori Ryūji (杉野森 竜児), ist ein ehemaliger Sumōringer in der japanischen Makuuchi-Division.
Takamisakari Seiken (jap. 高見盛 精彦; * 12. Mai 1976 in Itayanagi, Landkreis Kitatsugaru, Präfektur Aomori, als Seiken…Takamisakari Seiken (jap. 高見盛 精彦; * 12. Mai 1976 in Itayanagi, Landkreis Kitatsugaru, Präfektur Aomori, als Seiken Katō) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Takamisakari gehörte dem Ringerstall Azumazeki des ehemaligen Sekiwake Takamiyama an, zu dem auch der ehemalige Yokozuna Akebono gehörte. Er gab sein Debüt beim Frühjahrsturnier (Haru Basho) 1999 als sogenannter Makushita-Tsukedashi. Er stieg schnell die Ränge auf und gab bereits im darauffolgenden Jahr beim Turnier in Nagoya sein Debüt in der Makuuchi-Division, in dem er ein gutes 10–5 Ergebnis erzielte und den Sonderpreis für Kampfgeist erhielt. Doch bereits im September zog er sich eine schwere Knieverletzung zu, die eine mehrmonatige Verletzungspause nach sich zog. Er musste deshalb wieder bis in die Makushita-Division absteigen. Im März 2002 stieg er wieder in die Makuuchi-Division auf und erreichte ein halbes Jahr später den Rang des Komusubi, seinen höchsten Rang, den er aber nur noch ein einziges Mal (November 2003) wiedererlangen sollte. Danach bewegte sich Takamisakari meist im Mittelfeld der Maegashiraränge, bevor er im September 2011 in die Jūryō-Division abstieg. Im Januar 2013 beendete er seine Karriere. Obwohl nur mäßig erfolgreich, gehörte Takamisakari zu den besonders populären Sumokämpfern (Rikishi). Das lag unter anderem an seinen spektakulären, roboterhaften Bewegungen während des Aufwärmens am Ring. Außerdem zeichnete er sich durch einen großen Kampfeswillen aus, auch dann, wenn er Verletzungsprobleme hatte. Bei Begegnungen mit ihm wurden deshalb besonders viele Extra-Sponsorengelder (so genannte Kensho-kin) ausgesetzt. Sein Kampfstil war relativ einfach. Bei einem Großteil seiner Kämpfe setzte er sich mit Yorikiri durch.
Chiyotaikai Ryūji (jap. 千代大海 龍二; * 29. April 1976 in Chitose, Hokkaidō als Hiroshima Ryūji (廣嶋 龍二)) ist ein ehemaliger…Chiyotaikai Ryūji (jap. 千代大海 龍二; * 29. April 1976 in Chitose, Hokkaidō als Hiroshima Ryūji (廣嶋 龍二)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer.
Iwakiyama Ryūta (jap. 岩木山 竜太; * 2. März 1976 in Iwaki (heute: Hirosaki), Aomori als Tsushima Ryūta (對馬 竜太)) ist ein…Iwakiyama Ryūta (jap. 岩木山 竜太; * 2. März 1976 in Iwaki (heute: Hirosaki), Aomori als Tsushima Ryūta (對馬 竜太)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Iwakiyama war bereits in seiner Schülerzeit ein erfolgreicher Ringer. Nach der Oberschule entschied er sich jedoch für ein Universitätsstudium und damit gegen die Annahme eines der Angebote von interessierten Ringerställen. Den Sport verfolgte er weiter im Amateurbereich und plante, seine Aktivitäten auf die Tätigkeit als Trainer zu konzentrieren. Nach dem Studium nahm er eine Anstellung an einer Oberschule in Aomori an. Der Unfalltod eines engen Freundes ließ ihn jedoch seine Lebensplanung grundlegend überdenken: Er folgte der Einladung des Nakadachi-beya (2003 in Sakaigawa-beya umbenannt) und begann im Juli 2000 seine Profilaufbahn als Quereinsteiger in der Makushita-Division. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits 24 Jahre alt. Iwakiyama ist damit der bei Karrierebeginn älteste Ringer aller aktiven Angehörigen der Makuuchi-Division. Als seinen Ringernamen (Shikona) wählte Iwakiyama den Namen des Berges Iwakisan bei Hirosaki. Zunächst stieg Iwakiyama wieder ab und fand sich im März 2001 in der Sandanme-Division wieder, erreichte mit einem 7-0-Turniersieg aber die Trendwende. Im März 2002 wurde er Sekitori, d. h., er erreichte die Jūryō-Division. Bereits im November des Jahres gelangte er nach einem weiteren Turniersieg im Mai 2002 in die oberste Liga. Aufstiege in den Komusubi-Rang blieben nur kurze Zwischenspiele, aber Iwakiyama konnte sich relativ stabil in den oberen Maegashira-Rängen festsetzen. Im September 2010 erklärte er seinen Rücktritt. Iwakiyama gehörte zu den schwersten Ringern der Makuuchi-Division. Wie häufig bei sehr schweren Kämpfern neigte auch er zu Verletzungen.
Kaidō Yasuhiro (jap. 魁道 康弘; * 24. Oktober 1975 in Tokio als Tanaka Yasuhiro (田中 康弘)) ist ein ehemaliger japanischer…Kaidō Yasuhiro (jap. 魁道 康弘; * 24. Oktober 1975 in Tokio als Tanaka Yasuhiro (田中 康弘)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Kaidō gehörte dem Stall Tomozuna-beya an und war seit 1998 Profi, anfangs noch unter seinem Geburtsnamen. Vor seiner Laufbahn im Profisport war er ein erfolgreicher Hochschulsportler. In der Makushita-Division gelang ihm der Aufstieg zunächst nicht, obwohl er mehrfach an der Spitze der Rangliste stand. Knieverletzungen verhinderten jedes Mal sein Fortkommen. Im Mai 2003 gelang ihm der Sprung in die Sekitori-Ränge. Er änderte seinen Kampfnamen zu Kaitō (魁道), wurde aber nach einem Make-koshi wieder zurückgestuft. Erst im September des Jahres erschien er wieder auf der Banzuke der Jūryō-Division, nun endlich unter dem Namen Kaidō unter Beibehaltung der Schreibweise. Bis zum März 2005 gehörte er durchgängig dieser Liga an und konnte bis in ihre oberen Ränge aufsteigen. Seine chronischen und wiederkehrenden Beinprobleme führten jedoch wieder zu einer Rückstufung, so dass Kaidō wieder in der Makushita kämpfte. Im August 2006 gab sein Heya Kaidōs Rückzug vom Sumō bekannt. Kaidō war langjähriger Assistent und Trainingspartner von Kaiō.
Tōki Susumu (jap. 闘牙 進), eigentlich Tamaki Jun (玉城 順), (* 4. Juli 1974 in Ichikawa, Präfektur Chiba) ist ein ehemaliger…Tōki Susumu (jap. 闘牙 進), eigentlich Tamaki Jun (玉城 順), (* 4. Juli 1974 in Ichikawa, Präfektur Chiba) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Sein Markenzeichen waren die langen Koteletten – schon Sekiwake Takamiyama, der in den 1970ern und frühen 1980ern für den Takasago-beya angetreten war, war für diese einzige den Ringern erlaubte Barttracht bekannt geworden. Trotz seiner technisch wenig versierten Kampfweise gehörte Toki lange zum festen Inventar der obersten Division und genießt unter Fans weiterhin hohe Popularität.
Dejima Takeharu (jap. 出島 武春; * 21. März 1974 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa) ist ein ehemaliger japanischer…Dejima Takeharu (jap. 出島 武春; * 21. März 1974 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Dejima, der keinen angenommenen Ringernamen verwendete, sondern unter seinem wirklichen Personennamen antrat, kam aus dem Hochschulsport. Er kämpfte vor seiner Profikarriere für die Chūō-Universität in Tokio. 1996 wechselte er ins professionelle Lager und trat dem Ringerstall Musashigawa-Beya bei. Seine frühe Laufbahn war von einem schnellen Aufstieg durch die Ränge geprägt: im September 1996 erreichte Dejima die Jūryō-Division, im März 1997 die Makuuchi. Im November des Jahres wurde er bereits zum Sekiwake befördert – und erlitt in seinem ersten Turnier im neuen Rang eine ernste Verletzung des Sprunggelenks, so dass er an den nächsten Turnieren nicht teilnehmen konnte und wieder weit zurückfiel. Danach stieg er etwas langsamer wieder auf. 1999 hatte er sich wieder zum Sekiwake hochgekämpft. Im Juli des Jahres gewann er das Turnier in Nagoya im Ausscheidungskampf gegen Akebono. Außerdem rückte er zum Ōzeki auf. Zu diesem Zeitpunkt stand Dejima auf dem Zenit seiner Karriere. Die Ergebnisse seiner zwölf absolvierten Turniere im zweithöchsten Rang genügten nicht, um ihm auf Dauer einen Platz an der Spitze der Division zu sichern, und so wurde Dejima im November 2001 wieder zum einfachen Maegashira degradiert und konnte sich nicht wieder dauerhaft ans oberen Ende der Rangliste vorarbeiten. Ein vorübergehender Wiederaufstieg in die Sanyaku-Ränge im Jahr 2003 blieb folgenlos. Seit seiner ersten schwerwiegenden Verletzung wurde Dejima noch mehrfach Opfer von verschiedenen Beinverletzungen. Die Technik Dejimas war schnörkellos. Er beschränkte sich meist darauf, zu versuchen, seine Gegner aus dem Ring zu schieben (Oshi-Sumō). Zuletzt brachte er 162 kg Kampfgewicht bei 1,80 m Größe auf. So lange wie Dejima hat bislang noch kein Rikishi nach Verlust dieses Ranges weitergekämpft. Eine erfolgreiche Rückeroberung dieses Titels war allerdings angesichts Dejimas Stärkeabnahme und seines im Ligavergleich schon fortgeschrittenen Alters eher unwahrscheinlich. Im Juli 2009 beim Turnier von Nagoya erklärte Dejima seinen Rücktritt aus dem aktiven Sport, nachdem als Maegashira 13 beim Stande von 2-9 sein Abstieg in die Jūryō-Division bevorstand.
Yanagawa Nobuyuki (jap. 柳川 信行, eigentlich: Masutsuyoshi Nobuyuki (増健 亘志); * 22. Januar 1974 in Kōchi, Präfektur Kōchi)…Yanagawa Nobuyuki (jap. 柳川 信行, eigentlich: Masutsuyoshi Nobuyuki (増健 亘志); * 22. Januar 1974 in Kōchi, Präfektur Kōchi) ist ein japanischer Sumōringer. Er gehört zum Mihogaseki-beya. Yanagawa Nobuyuki fing im Grundschulalter mit dem Sumō an. Während seines Studiums gewann er eine Universitätsmeisterschaft. 1996 wurde er ein professioneller Sumōringer. 1998 stieg er erstmals zum Jūryō-Ringer auf. Yanagawa war 2003 der erste Ringer der Jūryō-Division, der einen Kampf durch das 2001 eingeführte Tsukihiza verlor. 2004 wurde er in die Makushita-Division herabgestuft.
Takanohana Kōji (jap. 貴乃花 光司), bürgerlich: Kōji Hanada (花田 光司, Hanada Kōji; * 12. August 1972 in Tokio) ist ein…Takanohana Kōji (jap. 貴乃花 光司), bürgerlich: Kōji Hanada (花田 光司, Hanada Kōji; * 12. August 1972 in Tokio) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer und der 65. Yokozuna. Er ist der jüngere Sohn des verstorbenen Ōzeki Takanohana Kenshi sowie Bruder des 66. Yokozuna Wakanohana Masaru.
Kaiō Hiroyuki (jap. 魁皇 博之; * 24. Juli 1972 in Nōgata, Präfektur Fukuoka als Hiroyuki Koga (古賀 博之 Koga Hiroyuki)) ist…Kaiō Hiroyuki (jap. 魁皇 博之; * 24. Juli 1972 in Nōgata, Präfektur Fukuoka als Hiroyuki Koga (古賀 博之 Koga Hiroyuki)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer, der von 1988 bis 2011 aktiv war. Kaiō erzielte die zweitmeisten Siege in der ersten Makuuchi-Division (879) sowie im Sumō allgemein (1047). Zudem hat er nach Kyokutenhō Masaru die zweitmeisten Kämpfe in der obersten Klasse ausgetragen (1444). Den zweithöchsten Ōzeki-Rang hielt er über einen Zeitraum von 65 Turnieren (geteilter Rekord). Kaiō gewann insgesamt fünf Yūshō in der obersten Division, womit er der Kämpfer mit den meisten Turniersiegen ist, der nie zum Yokozuna befördert wurde.
Musōyama Masashi (jap. 武双山 正士; * 14. Februar 1972 in Mito, Präfektur Ibaraki, Japan als Oso Takehito (尾曽 武人)) ist ein…Musōyama Masashi (jap. 武双山 正士; * 14. Februar 1972 in Mito, Präfektur Ibaraki, Japan als Oso Takehito (尾曽 武人)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Musōyama gab im Januar 1993 sein Debüt, nachdem er zuvor ein erfolgreicher Amateursumotori gewesen war. Deshalb wurde es ihm gestattet, bereits in der Makushita-Division als Makushita-Tsukedashi anzutreten. Diesen Rang bekommen erfolgreiche Amateursumotori, wenn sie in das Profilager überwechseln. Schnell konnte er durch starke Leistungen überzeugen und gewann gleich seine ersten beiden Turniere, ohne einen Kampf zu verlieren. Bereits im September 1993 gab er sein Debüt in der Makuuchi-Division und setzte hier seinen Höhenflug fort. So wurde er bald als Ōzeki-Kandidat gehandelt. Jedoch wurde er durch Verletzungen immer wieder gestoppt, und zunächst schien es so, als ob er ein ewiger Sanyaku (Kämpfer der Ränge Komusubi und Sekiwake) bleiben würde. Doch nachdem er beim Turnier in Fukuoka 1999 ein gutes 10-5 als Komusubi erzielt hatte, schaffte er im Januar überraschend den Turniersieg mit einem guten 13-2 und wurde dazu noch mit den Sonderpreisen für Kampfgeist und herausragende Leistung ausgezeichnet. Nun stand ihm endlich die Tür zum Ozeki offen, und er nutzte seine Chance und sicherte sich mit einem starken 12-3 und dem Preis für gute technische Leistungen den Ozekirang. Im nächsten Turnier konnte er wegen einer Rückenverletzung nicht antreten und auch im folgenden Turnier in Nagoya litt er noch darunter, so dass er sang- und klanglos mit einem 4-11 seinen Rang gleich wieder verlor. Doch eroberte er sich den Rang mit einem 10-5 beim Aki Basho 2000 in Tokio wieder zurück. Jedoch konnte er von da an kaum noch an seine Leistungen früherer Zeiten anknüpfen. Nur noch beim Frühjahrsturnier 2001 in v gelang es ihm, mehr als zehn Siege zu holen. Ab dem Jahr 2002 litt er immer häufiger unter Verletzungen, so dass er mehrmals Kadoban-Ozeki wurde und teilweise große Mühe hatte, den Ozekirang zu verteidigen. Ende 2004 trat er schließlich zurück. Er blieb aber dem Sumo als Fujishima Oyakata in seinem Stall Musashigawa erhalten und ist heute des Öfteren als Shinpan (Außenrichter) zu sehen. Am 29. September 2010 übernahm er das Musashigawa-Beya seines Stallmeisters und benannte es entsprechend seinem Oyakata-Titel in Fujishima-Beya um. Musoyamas Kampfstil war, wie der vieler seiner Stallkollegen, auf Schlag- und Stoßtechniken ausgerichtet. Er war aber auch ein flexibler Techniker und konnte genauso gut mit Yotsu-sumo-Techniken gewinnen. Sein massiger Körper von 175 kg bei einer Größe von 1,84 m kam ihm dabei entgegen.
Takanonami Sadahiro (jap. 貴ノ浪 貞博, eigentlich Sadahiro Namioka; * 27. Oktober 1971 in Misawa; † 20. Juni 2015 in Osaka)…Takanonami Sadahiro (jap. 貴ノ浪 貞博, eigentlich Sadahiro Namioka; * 27. Oktober 1971 in Misawa; † 20. Juni 2015 in Osaka) war ein japanischer Sumōringer. Takanonami wurde 1994 gemeinsam mit Musashimaru zum Ōzeki ernannt. Obwohl er einige gute Resultate erzielen konnte, gelang ihm erst 1996 sein erstes Yushō (優勝). Obwohl er 1997 erneut einen Turniersieg holen konnte, galt er nie als ein ernsthafter Yokozuna-Kandidat. Zeit seiner Karriere stand er im Schatten seiner Stallgefährten Takanohana und Wakanohana. Sein defensiver Stil war einzigartig und mit seinen langen Armen war er ein Meister des Kimedashi. 1999 ließen seine Leistungen spürbar nach. 2000 konnte er sich den Ōzeki-Rang zwar noch einmal zurückholen, doch musste er die letzten vier Jahre seiner Karriere größtenteils als Maegashira verbringen. Am dritten Tag des Natsu Basho 2004 verkündete er seinen Rücktritt. Zuletzt hatte er auch unter gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die in einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt mündeten. Er war aber weiterhin als Oyakata Mitarbeiter des Sumoverbandes. Zu seiner aktiven Zeit wog er bei einer Größe von 1,96 m etwa 170 kg.
Asanowaka Takehiko (jap. 朝乃若 武彦; * 11. Dezember 1969 in Ichinomiya, Präfektur Aichi als Adachi Takehiko (足立 武彦)) ist…Asanowaka Takehiko (jap. 朝乃若 武彦; * 11. Dezember 1969 in Ichinomiya, Präfektur Aichi als Adachi Takehiko (足立 武彦)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Asanowaka war schon von Kindesbeinen an Sumōringer und blieb später in der Schulzeit und als Rikishi (Sumōringer) der Kinki-Universität Osaka dem Sport treu, auch wenn er keine besonderen Titel einheimsen konnte. 1992 wechselte er aus dem Hochschulsport als Makushita Tsukedashi (ein besonderer Rang für Quereinsteiger aus dem Universitätssumō) ins Profilager. 1993 stieg er in die Jūryō-Division ein und änderte seinen Kampfnamen von Wakaadachi zu Asanowaka. Bereits ein Jahr später wurde er nach gewonnenem Novemberturnier zum Maegashira befördert, also in den Rang, in dem er den weitaus größten Teil der verbleibenden elf Jahre seiner Karriere verbringen sollte. Zum Sanyaku wurde er indes nie, die höchste Einstufung seiner Laufbahn war der 1. Maegashira (Westen) im Mai 2000. Den Abstieg in die Juryo musste Asanowaka hingegen ab 1999 gleich mehrmals hinnehmen, schaffte aber auch ebenso regelmäßig den Wiederaufstieg. 2005 beendete er seine aktive Laufbahn.
Sentoryū Henri (japanisch 戦闘竜 扁利; * 16. Juli 1969 in Tachikawa, Präfektur Tokio als Henry Armstrong Miller; † 29.…Sentoryū Henri (japanisch 戦闘竜 扁利; * 16. Juli 1969 in Tachikawa, Präfektur Tokio als Henry Armstrong Miller; † 29. Januar 2026 in Tokio) war ein amerikanisch-japanischer Mixed-Martial-Arts-Sportler und Sumōringer. Der Sohn einer Japanerin und eines afroamerikanischen US-Soldaten verbrachte seine frühe Kindheit auf der Yokota Air Base, bevor er im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern nach Ferguson bei St. Louis zog, worauf die Aussprache seines Ringnamens anspielt. Bereits im Grundschulalter begann er zu ringen; nach dem Schulabschluss 1987 kehrte er nach Japan zurück, um professioneller Sumōtori zu werden. Verletzungen war es zu verdanken, dass sich Sentoryūs Eintritt in die zweithöchste Division Jūryō bis zum November 1994 verzögerte. Bereits zwei Turniere später stieg er zudem vorerst wieder ab – vorübergehend nahm er von 1997 bis zur Rückkehr in die Juryo den Kampfnamen Kaishinzan an – und konnte erst mit einem Makushita-Turniersieg (7–0) im Mai 1999 seinen Wiederaufstieg in die Reihen der Sekitori erreichen. Im Juli 2000 gelang der Aufstieg in die Makuuchi-Division, wobei Sentoryū mit 72 Turnieren seit Karrierebeginn dafür so lange benötigt hatte wie kein Ausländer vor ihm. Ein schlechtes Ergebnis im September desselben Jahres ließ ihn bereits wieder in die Jūryō zurückfallen. Im Januar 2002 bestritt er noch ein Turnier als Maegashira, musste danach wegen einer Verletzung zwei Turniere aussetzen und bestritt mit Ausnahme einer kurzen Rückkehr in die Jūryō im September 2003 den Rest seiner aktiven Ringerlaufbahn in der Makushita-Division. Im November 2003 nahm er seinen Abschied. Im April 2004 stand Sentoryū für Pride FC erstmals als MMA-Kämpfer im Ring. Dort verzeichnete er bis März 2011 unter dem Ringnamen Sentoryū sechs Siege und elf Niederlagen in 17 Begegnungen.
Kotonowaka Terumasa (jap. 琴ノ若 晴將; * 15. Mai 1968 in Obanazawa, Präfektur Yamagata als Kamatani Mitsuya (鎌谷 満也)) ist ein…Kotonowaka Terumasa (jap. 琴ノ若 晴將; * 15. Mai 1968 in Obanazawa, Präfektur Yamagata als Kamatani Mitsuya (鎌谷 満也)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Kotonowaka begann seine Karriere im Mai 1984, zunächst nannte er sich noch Konno Mitsuya (今野 満也), ab Juli Kotokonno Mitsuya (琴今野 満也), ab März 1988 Kotonowaka Mitsuya (琴の若 實哉) – mit Änderung der Schreibweise seines Vornamens –, im September 1998 Kotonowaka Masakatsu (琴乃若 將勝) und schließlich ab Juli 1999 Kotonowaka Terumasa. Er stieg 1990 in die Jūryō-Division auf und gehörte seit 1991 ununterbrochen der Makuuchi-Division an. Er konnte mehrmals in die Sanyaku-Ränge vorstoßen – sein höchster jemals erreichter Rang war 1999 Sekiwake – gehörte aber die meiste Zeit seiner 15-jährigen Zugehörigkeit zur Makuuchi zum festen Inventar der Maegashira-Ränge. Kotonowaka war bekannt für seinen stark auf Kontertechniken ausgerichteten Stil, durch den seine Kämpfe oft relativ lang gerieten. Auf diesen Umstand spielt sein Spitzname „Mr. Ippun“ („Herr Eine-Minute“) an. Zwar konnte Kotonowaka niemals ein Turnier gewinnen, aber immerhin siegte er achtmal gegen Yokozuna und erhielt im Lauf seiner Karriere fünf Preise für Kampfgeist und zwei für die beste Leistung in einem Turnier. Während des Novemberturniers 2005 gab Kotonowaka, der zu diesem Zeitpunkt der mit Abstand älteste Kämpfer seiner Klasse war, seinen Rücktritt bekannt. Er übernahm sofort als Stallmeister (Oyakata) als Sadogatake Mitsumune (佐渡ヶ嶽 満宗) die Geschicke seines alten Ringerstalls Sadogatake-beya. Die Voraussetzungen dafür hatte er durch seine Heirat mit der Tochter seines Vorgängers, des 53. Yokozuna Kotozakura, geschaffen.
Shinji Hamada (japanisch 濱田 真二, Hamada Shinji; * 22. September 1965 in Buzen, Präfektur Fukuoka; † 20. November 2021)…Shinji Hamada (japanisch 濱田 真二, Hamada Shinji; * 22. September 1965 in Buzen, Präfektur Fukuoka; † 20. November 2021), bekannt unter seinem Ringnamen Toyonoumi Shinji (豊ノ海 真二), war ein japanischer Sumōringer. Er machte sein professionelles Debüt im März 1981 und erreichte im November 1988 erstmals die oberste Spitzenklasse. Er war bis 1990 unter dem Shikona Takanohama bekannt. Sein höchster Rang war Maegashira 1. In seiner 19-jährigen Profikarriere ließ er keinen einzigen Kampf aus. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Wettkampf wurde er Ältester (Toshiyori) in dem Japanischen Sumōverband. Er blieb in der Sumo-Welt als Trainer in seinem Stall unter dem älteren Namen Yamahibiki Oyakata, aber er mietete nur den älteren Bestand und verließ die Japanischen Sumōverband im Juni 2002. Shinji starb am 20. November 2021 im Alter von 56 Jahren an einer nicht näher bezeichneten Krankheit.
Futahaguro Kōji (jap. 双羽黒 光司; * 12. August 1963 in Tsu, Präfektur Mie als Kitao Kōji (北尾 光司); † 10. Februar 2019) war…Futahaguro Kōji (jap. 双羽黒 光司; * 12. August 1963 in Tsu, Präfektur Mie als Kitao Kōji (北尾 光司); † 10. Februar 2019) war ein japanischer Sumōringer und der 60. Yokozuna. Futahaguro, der anfangs noch unter seinem bürgerlichen Namen antrat, war ein Kämpfer des Stalls Tatsunami-beya und mit 1,99 m Körpergröße ein Riese. Bereits im Alter von 15 Jahren begann er seine Karriere in der untersten Division des japanischen Profisumō, der Jonokuchi. Sein Kampfname oder Shikona, den er erst als Yokozuna annahm, ist eine Kombination aus den Namen der Yokozuna Futabayama und Haguroyama. Nach einem Erfolg im Kyushu-Basho 1985, bei dem er seinen zwölften Sieg gegen den späteren Yokozuna Hokutoumi erstritt, wurde Futahaguro zum Ōzeki befördert. Bereits im folgenden Juli wurde er trotz einer Niederlage im Entscheidungskampf gegen Chiyonofuji für würdig befunden, den Titel eines Yokozuna zu tragen – obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt und auch später keinen Turniersieg in der Makuuchi-Division verbuchen konnte. Bereits im Dezember 1987 und im Alter von nur 24 Jahren trat Futahaguro wieder zurück und kehrte nicht nur dem aktiven Sumō, sondern auch dem Sumōverband den Rücken. Dies geschah allerdings unter Druck des Verbands selbst, nachdem bekannt geworden war, dass Futahaguro die Ehefrau seines Oyakata angegriffen hatte. Nach seinem erzwungenen Abschied aus der Sumōwelt legte Futahaguro seinen Kampfnamen ab und versuchte ab 1990 als dritter Yokozuna nach Azumafuji und Wajima sein Glück im Wrestling. 1998 nahm er seinen Abschied aus dem aktiven Sport. 2003 lud der damalige Tatsunami-oyakata Futahaguro zur Zusammenarbeit ein. Dies ist aber in erster Linie als Affront gegen seinen Vorgänger zu verstehen, mit dem er in diversen Streitigkeiten lag.
Hokutoumi Nobuyoshi, jap. 北勝海 信芳; * 22. Juli 1963 in Hiroo, Präfektur Hokkaido als Hoshi Nobuyoshi (保志 延芳) ist ein…Hokutoumi Nobuyoshi, jap. 北勝海 信芳; * 22. Juli 1963 in Hiroo, Präfektur Hokkaido als Hoshi Nobuyoshi (保志 延芳) ist ein ehemaliger erfolgreicher Sumōringer und der 61. Yokozuna. Er begann im März 1979 seine Karriere, stieg vier Jahre später in die Jūryō-Division und ein halbes Jahr später in die Makuuchi-Division auf. Schnell etablierte er sich in den oberen Rängen und wurde nach dem Turnier in Nagoya 1986 (im März gewann er sein erstes Turnier) zum Ōzeki ernannt. Kämpfte er zunächst unter seinen bürgerlichen Namen Hoshi, trat er jetzt als Hokutoumi an. Ein Jahr später schaffte er sogar die Beförderung zum Yokozuna. Nun erst zu seiner ganzen Form gelangt, dominierte er zusammen mit seinem Stallkollegen Chiyonofuji das Sumōgeschehen der nächsten Jahre. Jedoch kam er nie aus dessen Schatten heraus. Dennoch kam er insgesamt auf acht Turniersiege. Im Juli 1989 trat er in einem Stichkampf gegen Chiyonofuji um den Turniersieg an, was insofern eine Premiere war, als zum ersten Mal überhaupt zwei Yokozuna des gleichen Heya in einem solchen Playoff gegeneinander antraten. Seinen letzten Turniersieg erlangte er im März 1991. Danach ging es bergab: War er schon vorher verletzungsgeplagt, so wurde es nun immer schlimmer. Nach einem für einen Yokozuna schwachen 9-6 in Nagoya konnte er danach kaum noch ein Turnier bestreiten und trat schließlich im Mai 1992 zurück. Heute leitet er als Hakkaku Oyakata sein eigenes gleichnamiges Heya und hat unter anderem die Rikishi Kaiho und Hokutoriki in die Makuuchi-Division gebracht. Am häufigsten gewann er mit Oshidashi und ähnlichen Techniken. Er konnte jedoch genauso gut mit Yotsu-sumo-Techniken agieren. Seit 2015 ist er der 13. Vorsitzende (rijicho) des japanischen Sumoverbands.
Ōnokuni Yasushi (jap. 大乃国 康, eig. Aoki Yasushi (青木 康); * 9. Oktober 1962 in Memuro, Präfektur Hokkaido) ist ein…Ōnokuni Yasushi (jap. 大乃国 康, eig. Aoki Yasushi (青木 康); * 9. Oktober 1962 in Memuro, Präfektur Hokkaido) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Er war der 62. Yokozuna. Ōnokuni, der selbst für einen Sumōringer einen sehr umfangreichen Körperbau hatte und in seiner späteren Karriere über 200 kg wog, wurde im März 1978 als Ringer des Hanaregoma-Heya eingeführt. 1982 schaffte er den Aufstieg in die Jūryō-Division. Bereits nach fünf Turnieren debütierte er in den Sanyaku-Rängen und nach zwei weiteren erfolgreichen Jahren mit insgesamt sieben Sonderpreisen (5× Shukun-Sho, 2× Kanto-Sho) wurde er 1985 zum Ōzeki befördert. In dieser Zeit begründete sich auch die Konkurrenz zu Hokutoumi, wobei Ōnokuni zumeist nur die „zweite Geige“ spielte. Nach einer Phase eher mittelmäßiger Leistungen errang der „Panda“ dann im Mai 1987 überraschend seinen ersten Turniersieg – und das mit 15 Siegen und ohne Niederlage (Zensho-Yusho). Die guten Resultate bei den beiden folgenden Turnieren reichten zwar nicht zu einem weiteren Turniersieg, genügten dem Sumōverband aber, um ihn zum Yokozuna zu ernennen. Im folgenden Jahr 1988 errang Ōnokuni gegen seinen Widersacher Hokutoumi im Stechen den Sieg im Märzturnier. Dieser zweite Turniersieg blieb sein letzter. Ōnokuni konnte sein Leistungsniveau nicht halten und erlitt 1989 sogar ein Make-koshi. Er zog sich Anfang 1990 im Kampf gegen Chiyonofuji einen Knöchelbruch mit Bänderriss zu und musste vier Turniere pausieren. Zwar trat er danach recht erfolgreich noch dreimal an, musste dann aber dennoch 1991 seinen Rücktritt erklären. Er wurde zunächst Oyakata im Ringerstall Hanaregoma-Beya, gründete dann aber seinen eigenen Stall Shibatayama-Beya.
Asahifuji Seiya (jap. 旭富士 正也; * 6. Juli 1960 in Tsugaru, Präfektur Aomori als Suginomori Seiya (杉野森 正也)) ist ein…Asahifuji Seiya (jap. 旭富士 正也; * 6. Juli 1960 in Tsugaru, Präfektur Aomori als Suginomori Seiya (杉野森 正也)) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Er war der 63. Yokozuna und ist heute als Trainer tätig. Asahifuji begann seine Ringerlaufbahn vergleichsweise spät. Nach dem Abbruch eines Studiums hatte er erst 1981 seinen ersten offiziellen Kampf. Im März 1982 erreichte er die Jūryō-Division und genau ein Jahr später die Makuuchi und damit die höchste Klasse. Hier kämpfte er zunächst mit wechselhaftem Erfolg. Ab 1987 stabilisierte sich seine Leistung, so dass Asahifuji schließlich zum Ōzeki aufstieg. Es folgte ein Turniersieg im Januar 1988 und eine Reihe guter bis exzellenter Ergebnisse, die dennoch den Sumōverband nicht dazu bewegen konnten, die Beförderung zum Yokozuna auszusprechen. Die Erfahrung mit dem erfolglosen Yokozuna Futahaguro, den man überstürzt in diesen Rang erhoben hatte, spielte hier sicher eine Rolle. Erst 1990 wurde Asahifuji im Alter von fast 31 Jahren nach zwei weiteren Turniersiegen endlich zum Yokozuna erhoben. In seiner kurzen Amtszeit konnte er nur einen weiteren Turniersieg erreichen. Im Januar 1992 erklärte er seinen Rücktritt aus dem aktiven Sport, nachdem seine Leistung zuletzt ziemlich abgenommen hatte. Nach seinem Rücktritt wurde er Ajigawa Oyakata und Leiter des gleichnamigen Stalls. Am 30. November 2007 übernahm er den Isegahama-Anteil im Sumoverband und benannte sein Heya entsprechend um. Seine bekanntesten Zöglinge sind Aminishiki, der den Ajigawa-Anteil erhielt, und Yokozuna Harumafuji.
Chiyonofuji Mitsugu (japanisch 千代の富士 貢; * 1. Juni 1955 in Fukushima, Hokkaidō als Akimoto Mitsugu (秋元 貢); † 31. Juli…Chiyonofuji Mitsugu (japanisch 千代の富士 貢; * 1. Juni 1955 in Fukushima, Hokkaidō als Akimoto Mitsugu (秋元 貢); † 31. Juli 2016 in Tokio) war ein japanischer Sumōringer und der 58. Yokozuna in der Geschichte dieser Sportart. Wie Taihō und Kitanoumi galt auch Chiyonofuji als einer der großen Sumōringer aus Hokkaido. Der Sohn eines Fischers begann seine Karriere im Jahr 1970 und stieg rasch auf (1974 Jūryō, 1975 Makuuchi), obwohl er sich bereits zu Anfang eine langwierige Schulterverletzung zugezogen hatte, die ihm noch über Jahre zu schaffen machte, ihn aber nicht daran hinderte, seine Kämpfe oft durch Wurftechniken zu entscheiden (Uwatenage, siehe Liste der Techniken im Sumō). 1981 zahlte sich seine Hartnäckigkeit jedoch aus, als er innerhalb weniger Monate zuerst zum Ōzeki und dann endlich zum Yokozuna befördert wurde. Danach blieb er zehn Jahre lang einer der bestimmenden Athleten des Sumō, bis er 1991 in einem für aktive Sumōtori außergewöhnlich hohen Alter von 36 Jahren seinen Rücktritt bekannt gab. 1988 blieb er gar 53 Kämpfe in Folge ungeschlagen und stellte damit die seit Futabayamas 1936 beginnender Rekordfolge von 69 Siegen längste Serie auf, welche erst wieder 2010 durch Hakuhō überboten wurde. Wegen seiner zur Schau getragenen Emotionslosigkeit und seines stechenden Blicks, mit dem er seine Gegner bedachte, nannte man Chiyonofuji den „Wolf“ – ein Name, mit dem später auch der Yokozuna Asashōryū bedacht wurde. Wie dieser war auch Chiyonofuji ein herausragender Techniker, wobei er mit 127 kg Kampfgewicht bei fast gleicher Körperlänge noch sehr viel leichter war. Dennoch gewann er insgesamt 1045 Kämpfe, davon 807 in der Makuuchi-Division. Neben Kaio und Hakuhō ist Chiyonofuji der einzige Rikishi, der mehr als 1000 Kämpfe gewinnen konnte. Bereits 1989 wurde er mit der nationalen Ehrenmedaille Japans ausgezeichnet, nachdem er 986 Siege verbucht hatte. Mit 31 Turniersiegen steht er hinter Hakuhō und Taihō auf dem dritten Platz der als Turniersieger erfolgreichsten Ringer. Chiyonofuji schlug nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn das Angebot des Sumōverbands aus, eine anteilsunabhängige Mitgliedschaft zu übernehmen, und zog es vor, einen regulären Anteil zu erwerben. Danach war er als Trainer erfolgreich: Als Kokonoe Mitsugu, wie er seit 1992 als Oyakata des Stalls Kokonoe-beya hieß, bildete er erfolgreiche Schüler wie Chiyotaikai und Chiyotenzan heran. Chiyonofuji starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Wakanohana Kanji (II.), japanisch 若乃花 幹士 (2代), eigentlich Shimoyama Katsunori, japanisch 勝則 下山, (* 3. April 1953 in…Wakanohana Kanji (II.), japanisch 若乃花 幹士 (2代), eigentlich Shimoyama Katsunori, japanisch 勝則 下山, (* 3. April 1953 in Owani, Präfektur Aomori; † 16. Juli 2022 in Osaka) war ein japanischer Sumōringer. Er war der 56. Yokozuna. Wakanohana, der nicht mit den beiden anderen bekannten Ringern dieses Namens verwandt ist, begann seine sportliche Karriere im Juli 1968 als Eleve des Ringerstalls Futagano-beya, dabei noch den Kampfnamen (Shikona) "Wakamisugi Kanji" verwendend, den er bis nach seinem Aufstieg in die Makuuchi-Division im November 1973 beibehielt. Mit 1,86 m Körpergröße war Wakanohana zwar nicht klein, aber mit unter 130 kg gehörte er zu den weniger schweren Sumōringern. Seine Stärken lagen in Geschwindigkeit und Technik. Im Juli 1974 nannte er sich "Wakamisugi Toshihito". Seinen endgültigen Shikona nahm er erst nach seiner Promotion zum Yokozuna an, er übernahm ihn von seinem Stallmeister Futagoyama Oyakata, dem ehemaligen 45. Yokozuna, mit dessen Tochter er vorübergehend verheiratet war und als dessen designierter Nachfolger er damals galt. Im Januar 1975 erreichte Wakanohana zum ersten Mal die vorderen Ränge der Liga, und im März 1977 erhob man ihn in den Meisterrang Ōzeki. Das im Mai folgende Natsu-Basho gewann er daraufhin mit 13–2. Obwohl er in der Folgezeit mehrere Turniere mit dem gleichen oder sogar einem besseren Resultat abschloss, konnte er vorerst keinen Turniersieg (Yusho) verbuchen, weil Yokozuna Kitanoumi stets einen Deut besser rangierte. Dennoch wurde Wakanohana nach einem Ergebnis von 40 Siegen in drei Turnieren ohne weiteren Turniersieg zum Yokozuna ernannt. Im November des Jahres erreichte er seinen zweiten Turniersieg, ohne selbst eine Niederlage zu erleiden. Er blieb jedoch weiterhin im Schatten Kitanoumis und konnte nur noch 1979 und 1980 je einen Yusho erstreiten, was den Erwartungen an einen Yokozuna nicht entspricht. Als 1981/1982 Chiyonofuji in die Fußstapfen Kitanoumis trat und Wakanohana keine Erfolge mehr landete, trat er im Januar 1983 im Alter von nur 29 Jahren und einem Makuuchi-Rekord von 512 Siegen, 234 Niederlagen und 70 nicht bestrittenen Kämpfen zurück (Gesamtkarriere 656–323–85). Nach seiner Karriere als Ringer gründete Wakanohana den Ringerstall Magaki-beya. Wakanohana starb am 16. Juli 2022 im Alter von 69 Jahren an Lungenkrebs.
Toshimasa Adachi (japanisch 安達 敏正, Adachi Toshimasa; * 3. September 1952 in Yamagata, Präfektur Yamagata; † 9. August…Toshimasa Adachi (japanisch 安達 敏正, Adachi Toshimasa; * 3. September 1952 in Yamagata, Präfektur Yamagata; † 9. August 2020), bekannt unter seinem Ringnamen Zaōnishiki Toshimasa (蔵玉錦 敏正), war ein japanischer Sumōringer. Er gab sein professionelles Debüt im September 1970 und erreichte im November 1976 erstmals die oberste Spitzenklasse. Sein höchster Rang war maegashira 1. Er ging im Januar 1983 in den Ruhestand und wurde Ältester (Toshiyori) im Japanischen Sumōverband unter mehreren aufeinanderfolgenden Namen. Er erreichte das obligatorische Rentenalter für Älteste von 65 Jahren im September 2017, blieb jedoch weitere zwei Jahre als Berater beim Sumōverband. Zaōnishiki gab 2014 bekannt, dass er sich einer Behandlung gegen Lungenkrebs unterzogen habe. Er starb am 9. August 2020 im Alter von 67 Jahren an einem multiplen Myelom.
Takanohana Kenshi (jap. 貴ノ花 健士; auch: Takanohana I.; genannt Futagoyama; * 19. Februar 1950 in der Präfektur Aomori als…Takanohana Kenshi (jap. 貴ノ花 健士; auch: Takanohana I.; genannt Futagoyama; * 19. Februar 1950 in der Präfektur Aomori als Hanada Mitsuru (花田 満); † 30. Mai 2005 in Tokio) war ein japanischer Sumō-Ringer. Sein höchster Rang war Ōzeki. Er war de jüngere Bruder von Wakanohana Kanji I. (45. Yokozuna) sowie der Vater von Wakanohana Masaru (66. Yokozuna) und Takanohana Kōji (65. Yokozuna). Er starb an Krebs. Takanohana schaffte es trotz seines relativ geringen Gewichts von um die 115 kg, sich 50 Turniere als Ōzeki zu halten, was lange Zeit Rekord war, jedoch von Chiyotaikai und Kaio ebenfalls erreicht wurde. Er galt zwischenzeitlich als Yokozuna-Kandidat, besonders im Jahr 1975. Als der Yokozuna Wajima schwächelte, hatte er seine beste Zeit, gewann zwei Turniere und lieferte sich spektakuläre Kämpfe mit Kitanoumi, der ebenfalls zu jener Zeit Yokozuna war. Dennoch gelang es ihm nicht, die Beförderung zum Yokozuna zu schaffen. 1981 trat er zurück und gründete seinen eigenen Sumōstall, das Fujishima-Beya, welches er 1993 mit dem Futagoyama-Beya vereinte, als sein 22 Jahre älterer Bruder altersbedingt seinen Posten im Sumōverband abgab. Zuletzt litt er stark unter seinem Krebsleiden, das wohl auch seinem Tabakkonsum zuzuschreiben war. Seinen letzten größeren Auftritt hatte er bei der Rücktrittszeremonie des ehemaligen Ōzekis Takanonami, als er, obwohl er bereits vom Krebs gezeichnet war, symbolisch ein Stück von Takanonamis Haarknoten abschnitt. Anfang 2004 gab er sein Heya an seinen jüngeren Sohn Takanohana II. ab.
Hideo Tanaka (japanisch 田中 秀男, Tanaka Hideo; * 12. November 1948 in Ōmi, Präfektur Niigata; † 25. April 2019), bekannt…Hideo Tanaka (japanisch 田中 秀男, Tanaka Hideo; * 12. November 1948 in Ōmi, Präfektur Niigata; † 25. April 2019), bekannt unter seinem Ringnamen Kurohimeyama Hideo (黒姫山 秀男), war ein japanischer Sumōringer. Er machte sein professionelles Debüt im März 1964 und erreichte im Juli 1969 erstmals die oberste Spitzenklasse. Nachdem er im November 1969 in die oberste Liga befördert worden war, kämpfte er dort für 71 aufeinanderfolgende Turniere und 1065 Spiele, ohne einen einzigen Kampf zu verpassen. Sein höchster Rang war Sekiwake. Er machte 18 Auftritte in den unteren Sanyaku-Rängen (Sekiwake oder Komusubi), aber ungewöhnlich für jemanden mit diesem Erfolg, der niemals eine Turniermeisterschaft (Yusho) in irgendeiner Division gewann. Er ging im Januar 1982 in den Ruhestand und wurde Ältester (Toshiyori) in dem Japanischen Sumōverband. Er erreichte das obligatorische Rentenalter von 65 Jahren und verließ den Sumōverband im November 2013. Sein Enkel Toranosuke trat im Mai 2018 in den Sakaigawa-Stall ein und kämpft als Tanakayama. Hideo starb am 25. April 2019 im Alter von 70 Jahren an einer Lungenentzündung.
Mienoumi Tsuyoshi (jap. 三重ノ海 剛司), eig. Ishiyama Gorō (石山 五郎; * 4. Februar 1948 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein…Mienoumi Tsuyoshi (jap. 三重ノ海 剛司), eig. Ishiyama Gorō (石山 五郎; * 4. Februar 1948 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein ehemaliger japanischer Sumōringer. Er war der 57. Yokozuna. Mienoumi trat als Kämpfer des alten und renommierten Dewanoumi-Ringerstalls im Juli 1963 zum ersten Mal bei einem Sumō-Turnier an. Im September 1969 kämpfte er zum ersten Mal in der Makuuchi-Division, der höchsten Liga im japanischen Profisumō. Im Juli 1970 erreichte er zum ersten Mal die Sanyaku-Ränge durch die Beförderung zum Komusubi, im nächsten Turnier sogar zum Sekiwake. Ein 6-9-Make-koshi im September 1970 ließ ihn jedoch wieder in der Tabelle zurückfallen. Erst im nächsten November erreichte er wieder die oberen Ränge und verteidigte bis zum nächsten Juli erfolgreich seine Platzierung als Sekiwake haridashi, d. h. zusätzlicher Sekiwake – in diesem Rang stehen sonst üblicherweise nur zwei Kämpfer, damals waren es fünf. Danach stieg Mienoumi in die Ränge der Maegashira ab, konnte sich wieder hochkämpfen und stieg wiederum ab. 1975 konnte Mienoumi als Sekiwake mit 13 Siegen in 15 Begegnungen nicht nur den Technikerpreis und die Auszeichnung für besondere Leistung erhalten, sondern auch seinen ersten Turniersieg (Yusho) erreichen, wonach er als Ōzeki eingestuft wurde. Die „Fahrstuhlkarriere“ Mienoumis endete jedoch nicht; in seinem zweiten und dritten Turnier häuften sich die Niederlagen. Danach wurde er bereits wieder zum Sekiwake zurückgestuft. Allerdings erzwang er bereits im Juli 1976 mit einem guten 10-5-Ergebnis den Wiederaufstieg in den zweithöchsten Rang nach der damals neu eingeführten Regel. Den Titel eines Ōzeki hielt er bis zu seinem zweiten Turniersieg im Jahr 1979, als er im Alter von 31 Jahren mehrere hervorragende Resultate, jedoch keinen Turniersieg, erreichte, was den Verantwortlichen genügte, um ihn neben Wajima, Kitanoumi und Wakanohana zum vierten gleichzeitig amtierenden Yokozuna zu ernennen. Seine weitere aktive Karriere war zunächst vielversprechend, das Novemberturnier des Jahres gewann er mit 14-1, das folgende Hatsu-Basho im Januar sogar mit souveränen 15 Siegen. Mit dem Jahr 1980 endete aber auch Mienoumis Ringerlaufbahn nach nominell acht Turnieren, in denen er Make-koshi erlitten hatte und ebenso oft abwesend gewesen war wie er Kämpfe bestritten hatte. Sein Rekord verzeichnet 695 Siege, 525 Niederlagen und ein Unentschieden (gegen Futagotake). 56-mal trat er nicht an. Bis heute war er der letzte Yokozuna des Dewanoumi-beya. Wie in der Sumōwelt üblich, übernahm Mienoumi nach seiner Zeit als Ringer Aufgaben als Sportfunktionär im Nihon Sumō Kyokai. Nachdem er zunächst den Yamashina-Anteil erworben hatte, gründete er den Musashigawa-beya als eigenen Stall. Damit war er herausragend erfolgreich. Seiner Schule entsprang nicht nur der Yokozuna Musashimaru, sondern auch die Ōzeki Dejima, Musōyama und Miyabiyama.
Wajima Hiroshi (japanisch 輪島 大士, eigentlich: 輪島 博; * 11. Januar 1948 in Nanao, Präfektur Ishikawa; † 8. Oktober 2018 in…Wajima Hiroshi (japanisch 輪島 大士, eigentlich: 輪島 博; * 11. Januar 1948 in Nanao, Präfektur Ishikawa; † 8. Oktober 2018 in Tokio) war ein japanischer Sumōringer und der 54. Yokozuna. Wajima, ehemaliger Yokozuna der Amateure im Hochschulsport, war der erste Großmeister, der aus dem universitären Sumō stammte. 1970 entschied sich der Absolvent der Tokioter Nihon-Universität zur Verfolgung einer Profikarriere. 1971 war er in die Makuuchi-Division aufgestiegen, ein Jahr darauf erreichte er den Rang eines Ōzeki, und schon 1973, ein weiteres Jahr später, wurde Wajima zum Yokozuna befördert. In den folgenden Jahren lieferte er sich mit seinem Erzrivalen Kitanoumi spektakuläre Duelle und gewann insgesamt 14 Turniere. 1980 verabschiedete sich Wajima nach zunehmend auftretender Erfolglosigkeit und einem letzten Turniersieg vom aktiven Sport und wurde als Stallmeister des Hanakago-beya tätig. Die Berechtigung hatte er durch die Heirat einer Tochter des alten Hanakago-obayata erhalten. Später stellte sich heraus, dass die Ehe aus diesem Grund arrangiert war. Ein Selbstmordversuch der Ehefrau im April 1982 führte zu einem Skandal. Wajima musste sich öffentlich entschuldigen. 1985 verlor er seinen Status wieder, nachdem er seinen Anteil oder Kabu als Sicherheit für das Geschäft seiner Schwester missbraucht hatte und auch prompt an einen Gläubiger abgeben musste. Der Sumōverband kaufte den Anteil wieder zurück, warf Wajima jedoch vollends hinaus, nachdem er bereits vorher degradiert worden war. Danach folgte Wajima dem Beispiel des früheren Yokozuna Azumafuji und begann eine Laufbahn im Wrestling. Später trat er als Manager verschiedener Athleten aus dem Kampfsportbereich und eines American-Football-Teams in Japan auf.
Tomojirō Toda (japanisch 戸田 智次郎, Toda Tomojirō; * 30. Juni 1946 in Nobeoka, Präfektur Miyazaki; † 23. Oktober 2016 in…Tomojirō Toda (japanisch 戸田 智次郎, Toda Tomojirō; * 30. Juni 1946 in Nobeoka, Präfektur Miyazaki; † 23. Oktober 2016 in der Präfektur Miyazaki), bekannt als Haguroiwa Tomomi (japanisch 羽黒岩 盟海, Haguroiwa Tomomi), war ein japanischer Sumōringer. Er machte sein professionelles Debüt im Mai 1961 und erreichte im Januar 1967 die Spitzenklasse. Sein höchster Rang war komusubi. Er zog sich von der aktiven Konkurrenz im Januar 1978 zurück und blieb im Japanischen Sumōverband als ältester unter dem Namen Ikazuchi. Er erreichte das obligatorische Rentenalter von 65 Jahren und verließ den Sumōverband im Juni 2011. Tomomi starb am 23. Oktober 2016 im Alter von 70 Jahren an Nierenversagen.
Tamanoumi Masahiro (auch Tamanoshima Masao; jap. 玉の海 正洋, * 5. Februar 1944 im Gamagōri, Präfektur Aichi; † 11. Oktober…Tamanoumi Masahiro (auch Tamanoshima Masao; jap. 玉の海 正洋, * 5. Februar 1944 im Gamagōri, Präfektur Aichi; † 11. Oktober 1971) war ein japanischer Sumōringer und der 51. Yokozuna. Tamanoumi begann mit dem Sumō unter dem Namen Tamanoshima. Im März 1964 kämpfte er zum ersten Mal in der Makuuchi-Division. Er stieg in fünf Turnieren zum Komusubi auf, hatte danach aber fast zwei Jahre lang Schwierigkeiten, einen Platz unter den Sanyaku zu halten. Erst 1966 überzeugte er mit einer Serie guter Ergebnisse und wurde zum Ōzeki befördert. Im Mai 1968 gewann er sein erstes Yusho, aber erst nach dem Rücktritt der Yokozuna Sadanoyama und Kashiwado konnte sein Talent entfalten und das Septemberturnier 1969 gewinnen. Den Sieg im nächsten Basho wurde ihm zwar im Ausscheidungskampf von seinem langjähriger Freund und Rivalen Kitanofuji abgerungen, doch reichte die Leistung, um beide in den Rang des Yokozuna zu erheben. Erst jetzt nahm Tamanoumi seinen endgültigen Kampfnamen an. Frühere Träger dieses Shikona waren Tamanoumi Umekichi (1912–1988) und der für seine Trink- und Rauflust berüchtigte Sekiwake Tamanoumi Daitaro (1923–1987). Die beiden Jahre 1970 und 1971 wurden weitgehend von den beiden neuen Großmeistern beherrscht. Tamanoumi selbst gewann vier weitere Meistertitel. Der alte Yokozuna Taihō, der auf sein Karriereende zuging, konnte kaum noch ein Turnier für sich entscheiden. Das Ende dieser Ära kam jedoch rasch: Im Oktober 1971 erlag Tamanoumi im Alter von 27 Jahren einem Herzinfarkt nach einer Blinddarmoperation. Tamanoshima war weder ein besonders großer noch ein besonders schwerer Ringer (1,77 m, 135 kg), besaß aber ausgezeichnete Körperkraft und Beweglichkeit, die ihm besonders bei Wurf- und Hebetechniken zugutekamen.
Toshio Sugiura (japanisch 杉浦 敏朗, Sugiura Toshio; * 9. August 1942 in Gamagōri, Präfektur Aichi; † 1. Januar 2018 in…Toshio Sugiura (japanisch 杉浦 敏朗, Sugiura Toshio; * 9. August 1942 in Gamagōri, Präfektur Aichi; † 1. Januar 2018 in Tokio), bekannt unter seinem Ringnamen Katsuhikari Toshio (和晃 敏郎), war ein japanischer Sumōringer. Er machte sein professionelles Debüt im November 1958 und erreichte im September 1969 die Spitzenklasse. Sein höchster Rang war maegashira 1. Er zog sich von der aktiven Konkurrenz im März 1973 zurück und blieb im japanischen Sumōverband als Ältester unter dem Namen Wakafuji. Er erreichte das obligatorische Rentenalter von 65 Jahren und verließ den Sumōverband im August 2007. Toshio starb am 1. Januar 2018 im Alter von 75 Jahren an Gallengangskarzinom.