Yasuo Ichikawa (jap. 一川 保夫, Ichikawa Yasuo; * 6. Februar 1942 in Komatsu, Präfektur Ishikawa) ist ein japanischer…Yasuo Ichikawa (jap. 一川 保夫, Ichikawa Yasuo; * 6. Februar 1942 in Komatsu, Präfektur Ishikawa) ist ein japanischer Politiker. Er war Abgeordneter im Präfekturparlament Ishikawa und in beiden Kammern des nationalen Parlaments, zuletzt für die Demokratische Partei (Ozawa-Gruppe), und von 2011 bis 2012 Verteidigungsminister im Kabinett. Ichikawa, der Sohn eines Präfekturparlamentsabgeordneten, studierte an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Mie und wurde anschließend Beamter im Landwirtschaftsministerium. 1990 beendete er seine Beamtenlaufbahn und folgte seinem Vater ins Parlament der Präfektur Ishikawa, in dem er für die Liberaldemokratische Partei (LDP) zwei Amtsperioden saß. 1993 schloss er sich der Erneuerungspartei von Ichirō Ozawa und Tsutomu Hata an. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte er für die Neue Fortschrittspartei im neuen Einmandatswahlkreis Ishikawa 2, dem Wahlkreis von Yoshirō Mori. Er verlor zwar, wurde aber über den Verhältniswahlblock Hokuruku-Shin’etsu gewählt, 2000 für die Liberale Partei und 2003 für die Demokratische Partei wiedergewählt. 2005 unterlag er im Wahlkreis zum vierten Mal Yoshirō Mori und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der Demokraten auch die Wiederwahl im Block. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte Ichikawa in Ishikawa für die Nachfolge von Tetsuo Kutsukake (ehemals Liberaldemokrat, nun Demokrat), der nicht erneut kandidierte. Ichikawa gewann mit rund viertausend Stimmen Vorsprung auf den ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Tomitarō Yata (LDP) und zog damit für sechs Jahre ins Sangiin ein. Dort war er unter anderem Vorsitzender des Katastrophenausschusses. In der Demokratischen Partei führt er seit 2010 den Präfekturverband Ishikawa. Im September 2011 berief ihn der dritte Demokratische Premierminister Yoshihiko Noda als Verteidigungsminister in sein Kabinett. Zum Amtsantritt bezeichnete er sich als Amateur in sicherheitspolitischen Fragen, was ein Beleg für das Funktionieren der verfassungsmäßig festgeschriebenen zivilen Kontrolle über die Selbstverteidigungskräfte sei; die Opposition reagierte mit Rücktrittsforderungen. Im November blieb er einem Empfang des Kaiserlichen Hofes für das bhutanische Königspaar fern, um bei einer Parteiveranstaltung politische Spenden zu sammeln. Nach mehreren umstrittenen Äußerungen im November und Dezember 2011 im Zusammenhang mit der US-Militärpräsenz in Okinawa verabschiedete das Sangiin im Dezember 2012 eine rechtlich nicht zum Rücktritt zwingende „Rügeresolution“ (monseki ketsugi). Im Januar 2012 wurde er bei einer Kabinettsumbildung durch Naoki Tanaka (ebenfalls Ozawa-Gruppe) ersetzt. Kurz darauf wurde er Generalsekretär der Sangiin-Fraktion der Demokratischen Partei. Bei der Sangiin-Wahl 2013 unterlag Ichikawa deutlich dem Liberaldemokraten Shūji Yamada. 2014 kandidierte er wieder für das Shūgiin, aber nur bei der Verhältniswahl im Block Hokuriku-Shin’etsu auf dem den Doppelkandidaten nachgeordneten Platz 14 der demokratischen Liste – aussichtslos: nur zwei der Doppelkandidaten gewannen ihre Wahlkreise und bei der Verhältniswahl gewannen die Demokraten drei Sitze.
Naoki Tanaka (jap. 田中 直紀, Tanaka Naoki; * 19. Juni 1940 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa als 鈴木 直紀, Suzuki Naoki) ist…Naoki Tanaka (jap. 田中 直紀, Tanaka Naoki; * 19. Juni 1940 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa als 鈴木 直紀, Suzuki Naoki) ist ein japanischer Politiker. Er war von 1998 bis 2016 für drei Perioden Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Niigata, zuletzt als Mitglied der Demokratischen Fortschrittspartei. Naoki Suzuki, der Sohn des Politikers Naoto Suzuki, wuchs in Tokio auf, studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität Politikwissenschaft und wurde nach seinem Abschluss 1965 Angestellter von Nippon Kōkan K.K. (engl. NKK Corp.; heute JFE Engineering K.K.). Er heiratete 1969 Makiko Tanaka, die Tochter von LDP-Generalsekretär Kakuei Tanaka (Tanaka-Faktion, später Parteivorsitzender-Premierminister), dessen Familiennamen er annahm. 1981 verließ er Nippon Kōkan und übernahm Leitungsfunktionen in verschiedenen Unternehmen, darunter auch im Vorstand von Echigo Kōtsū, einem Reisebus- und Immobilienunternehmen der Tanaka-Familie in der Präfektur Niigata, eine Position, die er bis heute hält. 1983 wechselte Tanaka in die Politik: Bei der Wahl 1983 zum Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, wurde er im dreimandatigen 3. Wahlkreis Fukushima als LDP-Kandidat erstmals gewählt. 1986 wiedergewählt, verlor er 1990 den dritten Platz und damit sein Mandat um rund 200 Stimmen an Gōji Sakamoto (LDP, Abe-Faktion). 1993, nach dem Rückzug des langjährigen LDP-Kandidaten und ehemaligen Sozialministers Kunikichi Saitō (Miyazawa-Faktion), wurde Tanaka als einer von nur zwei LDP-Kandidaten noch einmal wiedergewählt, bevor er 1996 nach neuem Wahlrecht den Einzelwahlkreis Fukushima 5 an Gōji Sakamoto (inzwischen NFP) verlor und damit abgewählt wurde. Von 1989 war Tanaka parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium unter dem ersten Kabinett Kaifu. Bei der Sangiin-Wahl 1998 kandidierte Tanaka als Unabhängiger mit Unterstützung seiner Frau und einzelner anderer Abgeordneter in der Präfektur Niigata (zwei Mandate je Wahl) und wurde mit dem höchsten Stimmenanteil gewählt. Er schloss sich danach wieder der LDP an und wurde 2001 Vizeminister im Landwirtschaftsministerium (bis September 2001). 2004 noch als LDP-Kandidat wiedergewählt, verließ er später die LDP und trat 2009 gemeinsam mit seiner Frau der DPJ bei, für die er 2010 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt wurde. Im Sangiin war Tanaka unter anderem Vorsitzender des Auswärtigen und Verteidigungsausschusses (2009–2010) und des Ethiksonderausschusses (ab 2010). Vom 13. Januar bis 4. Juni 2012 war er als Verteidigungsminister im ersten umgebildeten Noda-Kabinett. Bei der Sangiin-Wahl 2016 wechselte Tanaka in den nationalen Verhältniswahlkreis. Niigata wurde 2016 Einmandatswahlkreis, und die Demokratische Fortschrittspartei, in der die DPJ im Frühjahr 2016 aufging, einigte sich später mit drei weiteren Oppositionsparteien auf Yūko Mori – bis 2013 in der anderen Klasse für Niigata im Oberhaus – als (erfolgreiche) Einheitskandidatin der Opposition. Im Verhältniswahlkreis erhielt Tanaka mit 86.596 Stimmen nur den 16. Platz auf der Liste der Fortschrittspartei und schied somit bei nur elf Verhältniswahlsitzen insgesamt aus dem Sangiin aus.
Yoshirō Mori (japanisch 森 喜朗, Mori Yoshirō; * 14. Juli 1937 in Neagari (heute Nomi)) ist ein japanischer Politiker und…Yoshirō Mori (japanisch 森 喜朗, Mori Yoshirō; * 14. Juli 1937 in Neagari (heute Nomi)) ist ein japanischer Politiker und war von 1969 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Parlaments, für die Liberaldemokratische Partei (LDP). Vom 5. April 2000 bis 26. April 2001 amtierte er als 55. Premierminister Japans. 2014 wurde er Präsident des Komitees für die Olympischen Sommerspiele 2020, die wegen der COVID-19-Pandemie verschoben wurden. Aufgrund eines Sexismus-Skandals um seine Person trat er von diesem Posten am 12. Februar 2021 zurück.
Tsuji Masanobu (japanisch 辻 政信; * 11. Oktober 1900; † 20. Juli 1961) war ein japanischer Oberst und Taktiker der…Tsuji Masanobu (japanisch 辻 政信; * 11. Oktober 1900; † 20. Juli 1961) war ein japanischer Oberst und Taktiker der Kaiserlich Japanischen Armee und späterer Politiker. Tsujis Leben und Wirken, besonders während des Zweiten Weltkriegs im Pazifikkrieg, seine Beteiligung an Kriegsverbrechen, seine eigene Entziehung vor dem alliierten Kriegsverbrecherprozess in Tokio, sowie sein späteres Wirken in der japanischen Politik und seine Bücher, machten ihn zu einem der am kontroversesten diskutierten Japaner.
Masutani Shūji (japanisch 益谷 秀次; geboren 17. Januar 1888 in Ushitsu (Präfektur Ishikawa); gestorben 18. August 1973)…Masutani Shūji (japanisch 益谷 秀次; geboren 17. Januar 1888 in Ushitsu (Präfektur Ishikawa); gestorben 18. August 1973) war ein japanischer Politiker.
Nagai Ryūtarō (japanisch 永井 柳太郎, geboren 16. April 1881 in der Präfektur Ishikawa; gestorben 4. Dezember 1944) war ein…Nagai Ryūtarō (japanisch 永井 柳太郎, geboren 16. April 1881 in der Präfektur Ishikawa; gestorben 4. Dezember 1944) war ein japanischer Hochschullehrer und Politiker während der Taishō- und Shōwa-Zeit.
Abe Nobuyuki (japanisch 阿部 信行; * 24. November 1875 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa, Japan; † 7. September 1953 in…Abe Nobuyuki (japanisch 阿部 信行; * 24. November 1875 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa, Japan; † 7. September 1953 in Tokio) war ein japanischer General und Politiker. In den Jahren 1939/40 amtierte er für einige Monate als 36. Premierminister des Landes.