Hodaka Maruyama (jap. 丸山 穂高, Maruyama Hodaka; * 10. Januar 1984 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker…Hodaka Maruyama (jap. 丸山 穂高, Maruyama Hodaka; * 10. Januar 1984 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker und war von 2012 bis 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses (Unterhaus des Nationalparlaments) für den 19. Wahlkreis Osaka. Er gehörte der Nippon Ishin no Kai an, bevor er im Mai 2019 nach einem Aufruf zum Krieg aus der Partei ausgeschlossen wurde. Seit Juli 2019 gehört er der NHK kara kokumin o mamoru tō („Partei, die die Bürger vor der NHK schützt“) an. Maruyama, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 2006 Beamter im METI. 2009 verließ er das Ministerium und besuchte das Matsushita Seikei Juku, die vom Matsushita-Denki-Konzern (heute Panasonic) gestiftete Kaderschmiede für Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. Danach wandte er sich der aktiven Politik zu und kandidierte für die damalige (erste) Nippon Ishin no Kai bei der Abgeordnetenhauswahl 2012 im 19. Wahlkreis ganz im Süden seiner Heimatpräfektur Osaka. Dort setzte er sich gegen Tomu Tanigawa (LDP) sowie den demokratischen Amtsinhaber Takashi Nagayasu durch. Bei den Wahlen 2014 für die Ishin no Tō und 2017 für die (zweite) Ishin no Kai wurde er wiedergewählt. Im Mai 2019 besuchte Maruyama in einem visumsfreien Austauschprogramm die umstrittenen „Nördlichen Territorien“/Südkurilen, die aus japanischer Regierungssicht Teil der Hokkaidō („Nordmeerpräfektur“), aber de facto und aus russischer Regierungssicht Teil der nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion abgetretenen Kurilen sind und deren Status bis heute einem Friedensvertrag zwischen beiden Ländern im Weg steht. Dabei erklärte er unter Alkoholeinfluss bei einem Treffen mit Vertriebenen, dass ein Krieg mit Russland die einzige Möglichkeit sei, die Inseln zurückzugewinnen. Im folgenden Aufschrei der nationalen und internationalen Öffentlichkeit beantwortete die Partei sein Austrittsgesuch mit Ausschluss. Forderungen von Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum (einschließlich seiner ehemaligen Partei), auch sein Abgeordnetenmandat niederzulegen, hat er abgelehnt. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 trat Maruyama nicht mehr an.
Motohiko Saitō (jap. 斎藤 元彦 Saitō Motohiko; * 15. November 1977 in Kōbe, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer…Motohiko Saitō (jap. 斎藤 元彦 Saitō Motohiko; * 15. November 1977 in Kōbe, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer parteiloser Politiker, der als parteiloser Gouverneur der Präfektur Hyōgo (seit 2021) amtiert.
Eikei Suzuki (jap. 鈴木 英敬 Suzuki Eikei, eigentliche Lesung Suzuki Hidetaka; * 15. August 1974 in der Präfektur Hyōgo)…Eikei Suzuki (jap. 鈴木 英敬 Suzuki Eikei, eigentliche Lesung Suzuki Hidetaka; * 15. August 1974 in der Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker und Mitglied des Repräsentantenhauses, dem Unterhaus des Nationaltags, für den 4. Wahlkreis der Präfektur Mie. Von 2011 bis 2021 war er Gouverneur von Mie. Suzuki, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Studienabschluss 1998 Beamter im Industrie- und Handelsministerium. 2008 beendete er seine Beamtenlaufbahn und wandte sich der Politik zu: Im Februar 2009 übernahm er den Vorsitz der LDP-Ortsgruppe im 2. Wahlkreis Mie für das Shūgiin, das Unterhaus des nationalen Parlaments, unterlag bei den Wahlen im August desselben Jahres aber deutlich Amtsinhaber Masaharu Nakagawa. Bei der Gouverneurswahl in Mie 2011 bewarb sich Suzuki mit Unterstützung der nationalen Oppositionsparteien LDP, Kōmeitō und Minna no Tō um die Nachfolge von Akihiko Noro, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antrat. Er konnte den ehemaligen Bürgermeister von Tsu, Naohisa Matsuda, der mit Unterstützung der national regierenden Demokratischen Partei kandidierte, knapp um rund 10.000 Stimmen schlagen und löste Noro noch im April 2011 ab. Er war bei Amtsantritt der jüngste Gouverneur landesweit. 2015 wurde Suzuki gegen den KPJ-gestützten Shin’ichi Fujii als einzigem Gegenkandidaten souverän mit 85 % der Stimmen wiedergewählt. 2019 setzte er sich mit fast 90 % der Stimmen gegen die Kommunistin Kanako Suzuki durch. Im August 2021 kündigte Suzuki mit Wirkung zum 12. September seinen Rücktritt als Gouverneur an, um bei der bevorstehenden Shūgiin-Wahl 2021 im Wahlkreis Mie 4, der den ländlicheren Süden von Mie umfasst, einen Wechsel ins Nationalparlament zu versuchen. Er gewann mit Zweidrittelmehrheit gegen Shūji Bōno (KDP) und Tamihide Nakagawa (KPJ). 2024 verteidigte er den Sitz klar gegen den Publizisten Yōichirō Aonuma (KDP). Von 2022 bis 2023 (Kabinett Kishida II (1. Umbildung)) war Suzuki politischer Sekretär (daijin seimukan) im Kabinettsamt. Suzuki ist mit der Synchronschwimmerin und olympischen Silbermedaillengewinnerin Miho Takeda verheiratet.
Yūichirō Tamaki (jap. 玉木 雄一郎 Tamaki Yūichirō; * 1. Mai 1969 in Ōkawa (heute: Sanuki), Präfektur Kagawa) ist ein…Yūichirō Tamaki (jap. 玉木 雄一郎 Tamaki Yūichirō; * 1. Mai 1969 in Ōkawa (heute: Sanuki), Präfektur Kagawa) ist ein japanischer Politiker und Vorsitzender der Demokratischen Volkspartei. Seit 2009 ist er Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis 2 der Präfektur Kagawa, den er bis einschließlich 2026 durchgehend mit absoluten Mehrheiten gewann. Von November 2017 bis Mai 2018 war er Vorsitzender der Partei der Hoffnung.
Masanao Ozaki (jap. 尾崎 正直 Ozaki Masanao; * 14. September 1967 in Kōchi, Präfektur Kōchi) ist ein japanischer Politiker…Masanao Ozaki (jap. 尾崎 正直 Ozaki Masanao; * 14. September 1967 in Kōchi, Präfektur Kōchi) ist ein japanischer Politiker (parteilos→LDP, darin zuletzt Nikai-Faktion) und Mitglied des Repräsentantenhauses, dem Unterhaus des Nationaltags, für den Wahlkreis 2 seiner Heimatpräfektur und seit 2025 stellvertretender Leiter des Kabinettsekretariats. Von 2007 bis war er für drei Amtszeiten 2019 Gouverneur von Kōchi. Ozaki, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Studienabschluss 1991 Beamter im Finanzministerium. Für dieses war er unter anderem von 1998 bis 2001, ins Außenministerium entsandt, in der japanischen Botschaft in Indonesien und zuletzt im Ministersekretariat (daijin kambō) tätig, bevor er 2007 seine Beamtenlaufbahn beendete, um für die Nachfolge von Gouverneur Daijirō Hashimoto (Halbbruder des ehemaligen LDP-Vorsitzenden Ryūtarō Hashimoto) zu kandidieren. Ozaki gewann die Wahl mit Unterstützung von LDP, DPJ, Kōmeitō und SDP deutlich vor seinen drei Mitbewerbern mit rund 61 % der Stimmen. Bei Amtsantritt war er der landesweit jüngste Gouverneur. 2011 und 2015 wurde Ozaki zweimal in Folge mangels Gegenkandidaten ohne Abstimmung wiedergewählt. Bei der Gouverneurswahl im November 2019 trat er nicht mehr an und plant einen Wechsel in die Nationalpolitik als Kandidat bei der nächsten Wahl zum Repräsentantenhaus. Zum Nachfolger als Gouverneur von Kōchi wurde Seiji Hamada gewählt, ein ehemaliger Jichi-shō-/Sōmushō-Beamter und Vizegouverneur von Osaka. Die Amtsübergabe erfolgte am 6. Dezember 2019. Bei der Repräsentantenhauswahl 2021 übernahm Ozaki die LDP-Kandidatur in Kōchi 2 vom 2017 unterlegenen Yūji Yamamoto, der ganz in den Verhältniswahlblock Shikoku wechselte, und setzte sich deutlich gegen Mandatsinhaber Hajime Hirota (als Präfekturparlamentsabgeordneter in Kōchi LDP, als Senator für Kōchi parteilos, dann Demokrat/Fortschrittsdemokrat, zum Repräsentantenhaus 2017 ohne Nominierung, 2021 KDP) durch. Von 2022 bis 2023 (Kabinett Kishida II (1. Umbildung)) war er parlamentarischer Sekretär (daijin seimukan) im Kabinettsamt und der Digitalbehörde, von Januar bis November 2024 (Kabinett Kishida II (2. Umbildung) und Kabinett Ishiba I) im Kabinettsamt, in der Wiederaufbaubehörde und im Land- & Verkehrsministerium. Den Sitz verteidigte er bei den Wahlen 2024 und 2026. Für die Kabinette Takaichi I und II ist Ozaki seit 2025 einer der beiden politischen stellvertretenden Leiter des Kabinettssekretariats.
Hidehiko Yuzaki (jap. 湯﨑 英彦, bei begrenztem Zeichensatz oft als 湯崎 oder mit Kana dargestellt, Yuzaki Hidehiko; * 4.…Hidehiko Yuzaki (jap. 湯﨑 英彦, bei begrenztem Zeichensatz oft als 湯崎 oder mit Kana dargestellt, Yuzaki Hidehiko; * 4. Oktober 1965 im Saeki-ku, Hiroshima, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker und seit November 2009 parteiloser Gouverneur von Hiroshima.
Takashi Yamashita ist der Name folgender Personen: Takashi Yamashita (Politiker) (* 1965), japanischer Politiker…Takashi Yamashita ist der Name folgender Personen: Takashi Yamashita (Politiker) (* 1965), japanischer Politiker Takashi Yamashita (Fußballtrainer) (* 1984), japanischer Fußballtrainer und -spieler
Yoshinori Yamaguchi (japanisch 山口 祥義 Yamaguchi Yoshinori; * 1. Juli 1965 in Saitama, geburtsregistriert in Shiroishi…Yoshinori Yamaguchi (japanisch 山口 祥義 Yamaguchi Yoshinori; * 1. Juli 1965 in Saitama, geburtsregistriert in Shiroishi, Kishima, Saga) ist ein japanischer Politiker und seit 2015 Gouverneur von Saga. Yamaguchi, der Sohn eines damals in Saitama stationierten Angehörigen der Luftverteidigungskräfte aus Saga, studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im damaligen Ministerium für Selbstverwaltung, das 2001 im Ministerium für allgemeine Angelegenheiten aufging. Für das Ministerium war er zeitweise unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Akita, Tottori und Nagasaki sowie in der nationalen Katastrophenschutzbehörde und dem Kabinettssekretariat tätig. Ab 2011 lehrte er parallel am Graduiertenkolleg (daigakuin) der Universität Tokio. 2013 wurde er ins allgemeine JTB-Forschungsinstitut (JTB sōgō kenkyūjo) entsandt, 2014 in das Organisationskomitee der Rugby-WM 2019. Ende 2014 beendete Yamaguchi seine Beamtenkarriere für den Wechsel in die aktive Politik, nachdem Yasushi Furukawa für einen geplanten Wechsel ins Nationalparlament seinen Rücktritt als Gouverneur von Saga angekündigt hatte. Bei der resultierenden Gouverneurswahl im Januar 2015 kandidierte Yamaguchi ohne Parteienunterstützung, während die Nationalregierungsparteien LDP und Kōmeitō die Kandidatur des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Takeo, Keisuke Hiwatashi, unterstützten. Mit 49,9 % der Stimmen setzte Yamaguchi sich gegen Hiwatashi (39,2 %) und zwei weitere Kandidaten durch. Bei den Wahlen 2018 und 2022 – jeweils an den Anfang der gesetzlichen Fristen in den Dezember vorgezogen, um eine Wahlkampfperiode über Neujahr zu vermeiden – wurde er gegen jeweils nur einen, kommunistischen Kandidaten mit großen Mehrheiten für zwei weitere Amtszeiten wiedergewählt.
Minoru Kiuchi (jap. 城内 実 Kiuchi Minoru; * 19. April 1965 in Tokio) ist ein Abgeordneter des japanischen Unterhauses und…Minoru Kiuchi (jap. 城内 実 Kiuchi Minoru; * 19. April 1965 in Tokio) ist ein Abgeordneter des japanischen Unterhauses und ehemaliger Beamter des Außenministeriums. Über den Großteil seiner politischen Karriere hinweg war er parteilos – seit 2012 ist er Mitglied der LDP. Er ist Minister im zweiten Kabinett Ishiba und ehemaliger „Staatsminister“ (derzeitige englische Eigenübersetzung von fuku-daijin, wörtlich „Vizeminister“) für Auswärtiges, sowie ehemaliger Staatsminister für Umwelt. Seit September 2023 ist Kiuchi Stellvertretender Vorsitzender des Politikforschungsrats der LDP. Kiuchi ist bekannt für seine engen Verbindungen nach Deutschland und seine Deutschkenntnisse. Er war Mitglied der Moriyama-Faktion bis zu ihrer Auflösung im Januar 2024.
Shunji Kōno (jap. 河野 俊嗣 Kōno Shunji; * 8. September 1964 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker…Shunji Kōno (jap. 河野 俊嗣 Kōno Shunji; * 8. September 1964 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker und seit Januar 2011 Gouverneur der Präfektur Miyazaki. Kōno absolvierte die (zentralstaatliche) Oberschule der Universität Hiroshima, studierte Rechtswissenschaft an der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Ministerium für Selbstverwaltung. 1990 absolvierte er ein Auslandsstudium an der Harvard Law School. 2005 kam er in die Präfekturverwaltung Miyazaki, wo er die „Abteilung für allgemeine Angelegenheiten“ (sōmu-bu) leitete. 2007 wurde er Vizegouverneur unter Hideo Higashikokubaru. Er trat im Oktober 2010 zurück, um sich um die Nachfolge Higashikokubarus zu bewerben, der nicht für eine zweite Amtszeit kandidierte. Die Gouverneurswahl am 26. Dezember 2010 entschied Kōno mit Unterstützung von DPJ, LDP, Kōmeitō, Amtsinhaber Higashikokubaru und des Verbands der landwirtschaftlichen Kooperativen Nōkyō und anderer lokaler Wirtschaftsverbände mit rund 78 % der Stimmen bei 41 % Wahlbeteiligung klar gegen die Unabhängigen Shōichi Chūman, Daizen Miyamoto und den KPJ-Kandidaten Tadakatsu Tsushima für sich. Er trat sein Amt am 21. Januar 2011 an. Bei den Gouverneurswahlen 2014 und 2018 wurde Kōno mit Vierfünftelmehrheiten ungefährdet wiedergewählt. Bei der Wahl 2022 forderte ihn Higashikokubaru heraus, aber Kōno, unterstützt von LDP, KDP, Kōmeitō und SDP, blieb mit 51,5 % der Stimmen gegenüber 46,9 % für Higashikokubaru siegreich.
Masao Uchibori (japanisch 内堀 雅雄 Uchibori Masao; * 26. März 1964 in Nagano, Nagano) ist ein japanischer Politiker und…Masao Uchibori (japanisch 内堀 雅雄 Uchibori Masao; * 26. März 1964 in Nagano, Nagano) ist ein japanischer Politiker und seit 2014 Gouverneur von Fukushima. Uchibori, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1986 Beamter im damaligen Ministerium für Selbstverwaltung. Von diesem wurde er zeitweise in die Präfekturverwaltungen von Fukui und Saga sowie das Finanzministerium entsandt. Bei der Reform der Zentralregierung 2001 ging das Ministerium für Selbstverwaltung im Ministerium für allgemeine Angelegenheiten auf, für das er in der Präfekturverwaltung von Fukushima tätig war, wo er zeitweise unter anderem die Umwelt- und Planungsabteilungen leitete. Von 2006 bis 2014 war er schließlich unter Gouverneur Yūhei Satō Vizegouverneur von Fukushima; ab 2011 bestimmten die Folgen von Erdbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe die Agenda der Präfekturverwaltung. Mit Satōs Rückzug zur Gouverneurswahl 2014 beendete Uchibori seine Ministerialbeamtenlaufbahn und kandidierte mit Unterstützung beider großer Parteien für die Nachfolge. Bei der Wahl setzte Uchibori sich mit rund 68 % der Stimmen gegen den kommunistisch gestützten ehemaligen Bürgermeister der Stadt Miyako in Iwate, Yoshihiro Kumasaka, und vier weitere Kandidaten durch. Bei den Wahlen 2018 und 2022 wurde er mit breiter nicht kommunistischer Parteienunterstützung und großen Mehrheiten für zwei weitere Amtszeiten wiedergewählt.
Yasufumi Tanahashi (jap. 棚橋 泰文 Tanahashi Yasufumi; * 11. Februar 1963 in der Präfektur Gifu) ist ein japanischer…Yasufumi Tanahashi (jap. 棚橋 泰文 Tanahashi Yasufumi; * 11. Februar 1963 in der Präfektur Gifu) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, und ehemaliger Minister. In der LDP gehörte er früher zur Tsushima-Faktion, später zur Tanigaki-Gruppe, seit 2017 zur vergrößerten Asō-Faktion.
Yasutoshi Nishimura (jap. 西村 康稔 Nishimura Yasutoshi; * 15. Oktober 1962 in Akashi, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer…Yasutoshi Nishimura (jap. 西村 康稔 Nishimura Yasutoshi; * 15. Oktober 1962 in Akashi, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (darin zuletzt Abe-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Hyōgo 9 und ehemaliger Wirtschaftsminister und Staatsminister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik.
Hu Heping (chinesisch 胡和平, Pinyin Hú Hépíng; * 24. Oktober 1962 in Linyi, Shandong) ist ein Politiker der…Hu Heping (chinesisch 胡和平, Pinyin Hú Hépíng; * 24. Oktober 1962 in Linyi, Shandong) ist ein Politiker der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in der Volksrepublik China, der unter anderem von 2016 bis 2018 Gouverneur von Shaanxi und ab 2020 Minister für Kultur und Tourismus im Staatsrat der Volksrepublik China war. Im Dezember 2023 wurde er durch Sun Yeli ersetzt.
Hirohiko Izumida (jap. 泉田 裕彦 Izumida Hirohiko; * 15. September 1962 in Kamo, Präfektur Niigata) ist ein japanischer…Hirohiko Izumida (jap. 泉田 裕彦 Izumida Hirohiko; * 15. September 1962 in Kamo, Präfektur Niigata) ist ein japanischer Politiker. Von 2004 bis 2016 war er Gouverneur von Niigata, von 2017 bis 2024 Mitglied des Abgeordnetenhauses, zuletzt für den Verhältniswahlblock Hokuriku-Shin’etsu.
Shinji Hirai (jap. 平井 伸治 Hirai Shinji; * 17. September 1961 in Chiyoda, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker…Shinji Hirai (jap. 平井 伸治 Hirai Shinji; * 17. September 1961 in Chiyoda, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und seit 2007 Gouverneur der Präfektur Tottori. Hirai, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1984 Beamter im Jichi-shō, dem „Ministerium für Selbstverwaltung“. Dort war er unter anderem mehrfach in der Wahlabteilung tätig, von 1990 bis 1993 wurde er in die Präfekturverwaltung von Fukui entsandt, 1995 in die Federal Election Commission, die „Bundeswahlkommission“ der Vereinigten Staaten. 1996 gastierte er an der University of California, Berkeley. 1999 kam Hirai in die Präfekturverwaltung von Tottori und wurde unter Gouverneur Yoshihiro Katayama zunächst Leiter der Abteilung für allgemeine Angelegenheiten (sōmu-bu), 2001 dann Vizegouverneur. Nach einer Amtszeit kehrte er 2005 zunächst in das Sōmu-shō, das „Ministerium für allgemeine Angelegenheiten“, Nachfolger des Jichi-shō, zurück. 2006 übernahm er die Leitung des New Yorker Büros der Jichitai Kokusaika Kyōkai, der „Gesellschaft für Internationalisierung der Gebietskörperschaften“. Als Gouverneur Katayama 2007 ankündigte, nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen, beendete Hirai seine Beamtenlaufbahn und trat bei der Gouverneurswahl am 8. April 2007 als Unabhängiger mit Unterstützung von LDP und Kōmeitō an. Bei Wahlbeteiligung von 61 % konnte er seine einzige Gegenkandidatin, die KPJ-gestützte Unabhängige Atsuko Yamanouchi klar schlagen. Er trat sein Amt am 13. April 2007 an. 2011, 2015, 2019 und 2023 wurde er mit überwältigenden Mehrheiten gegen meist nur einen, kommunistischen Gegenkandidaten wiedergewählt.
Ryōsei Akazawa (japanisch 赤沢 亮正 Akazawa Ryōsei; * 18. Dezember 1960 in Bunkyō, Tokio als 森 亮正 Mori Ryōsei) ist ein…Ryōsei Akazawa (japanisch 赤沢 亮正 Akazawa Ryōsei; * 18. Dezember 1960 in Bunkyō, Tokio als 森 亮正 Mori Ryōsei) ist ein japanischer Politiker, seit 2005 Mitglied des Repräsentantenhauses (Unterhaus des Nationalparlaments) für den 2. Wahlkreis von Tottori, seit 2025 Minister für Wirtschaft und Industrie in den Kabinetten Takaichi und war von 2024 bis 2025 Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik in den Kabinetten Ishiba. Er gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin zuletzt der Ishiba-Gruppe. Mori nahm den Familiennamen des mütterlichen Großvaters Masamichi Akazawa an (Repräsentantenhaus, Wahlkreis Tottori, …→DPJ→LDP, in den 1960er Jahren zweimal Minister für Selbstverwaltung und Polizeiminister). Nach seinem Studienabschluss an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio wurde er Beamter im Verkehrsministerium, das bei der Reform der Zentralregierung 2001 im Ministerium für Land & Verkehr (dem englischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus u. ä.) aufging. Zwischenzeitlich erwarb er 2001 an der Cornell-Universität einen MBA. Ab 2002 war er im Ministersekretariat tätig, ab 2004 bei der öffentlichen Nippon Yūsei (der englischen Japan Post). 2005 beendete er seine Karriere im öffentlichen Dienst für den Wechsel in die aktive Politik in der politischen Heimat seines Großvaters. Bei der Repräsentantenhauswahl 2005, der „Postprivatisierungswahl“ von Premierminister Jun’ichirō Koizumi, wurde Akazawa der LDP-„Attentäter“-Kandidat im Wahlkreis Tottori 2 gegen den parteilosen Postprivatisierungsgegner Yoshihiro Kawakami (ehemals LDP, später DP). Er setzte sich mit rund 37 % der Stimmen gegen Kawakami (34 %), den Demokraten Osamu Yamauchi (24 %) und einen Kommunisten durch. Den Sitz verteidigte er 2009 sehr knapp, danach durchgehend bis einschließlich 2024 sicher mit absoluten Mehrheiten. Für das zweite Kabinett Abe war Akazawa 2012 bis 2013 „politischer Ministersekretär“ (englischer parlamentarischer Vizeminister u. v. m.) im Land- & Verkehrsministerium, für das dritte Kabinett Abe 2014 bis 2015 „Vizeminister“ (englischer Staatsminister u. v. m.) im Kabinettsamt. 2016 übernahm er den Vorsitz im Umweltausschuss des Repräsentantenhauses. Von 2020 bis 2021 (Kabinett Suga) war er erneut „Vizeminister“ im Kabinettsamt. Anschließend übernahm er bis 2022 den Vorsitz des Atomkraftsonderausschusses im Repräsentantenhaus. Von 2023 bis 2024 (Kabinett Kishida II (2. Umbildung)) war er „Vizeminister“ im Finanzministerium. 2024 berief ihn der neue Premierminister Shigeru Ishiba als Minister beim Kabinettsamt für besondere Aufgaben (Wirtschafts- und Fiskalpolitik) in sein Kabinett und übertrug ihm auch zahlreiche Zusatzaufgaben, darunter die geplante Einrichtung der neuen Katastrophenschutzbehörde. Unter Nachfolgerin Sanae Takaichi übernahm er 2025 das Ministerium für Wirtschaft und Industrie.
Kamon Iizumi (jap. 飯泉 嘉門 Iizumi Kamon; * 29. Juli 1960 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker, seit…Kamon Iizumi (jap. 飯泉 嘉門 Iizumi Kamon; * 29. Juli 1960 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker, seit 2026 Mitglied des Abgeordnetenhauses und war von 2003 bis 2023 für fünf Amtszeiten Gouverneur der Präfektur Tokushima. Iizumi, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1984 Beamter im Jichi-shō, dem „Ministerium für Selbstverwaltung“, von dem er unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Nigata, Yamanashi und Saitama sowie im Postministerium entsandt wurde. 2001 kam er schließlich vom Nachfolgeministerium Sōmu-shō als Abteilungsleiter in die Präfekturverwaltung von Tokushima. Dort blieb er bis 2003, als er seine Beamtenlaufbahn beendete und nach dem Misstrauensvotum des Präfekturparlaments gegen den Ex-Sozialdemokraten Tadashi Ōta, seit 2002 nach einem überraschenden Wahlsieg Mitte-links-gestützter Gouverneur des „konservativen Königreichs“ Tokushima, bei den Neuwahlen im Mai 2003 anzutreten. Iizumis Kandidatur wurde von Liberaldemokratischer Partei (LDP) und Kōmeitō unterstützt, er erhielt rund 206.000 Stimmen und hatte damit mehr als 8.000 Stimmen Vorsprung auf Gouverneur Ōta, er löste ihn noch im Mai 2003 ab. 2007 und 2011, als die Gouverneurswahl bei den einheitlichen Regionalwahlen im April durchgeführt wurde, wurde Iizumi jeweils nur gegen die KPJ-Kandidatin Chiyoko Yamamoto im Amt bestätigt. Auch 2015 gewann er überwältigend, nun gegen eine andere kommunistische Herausforderin. Bei der Gouverneurswahl 2019 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) trat neben einem Kommunisten auch der ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete Taiji Kishimoto gegen Iizumi an, aber Iizumi blieb mit 53 % der Stimmen siegreich. Bei der Gouverneurswahl 2023 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) kam es in Tokushima zu einer Spaltung des konservativen Lagers. Die LDP Tokushima unterstützte Iizumis Wiederwahl, aber neben einem kommunistischen Herausforderer traten gleich zwei ehemalige LDP-Nationalabgeordnete an, der ehemalige Senator Tōru Miki und der ehemalige Unterhausabgeordnete Masazumi Gotōda. Iizumi erhielt nur 26,2 % der Stimmen, Miki 30,6 %, Gotōda 40,0 %. Bei der nationalen Abgeordnetenhauswahl 2024 kandidierte Iizumi unabhängig mit Unterstützung der DVP und aus dem Gewerkschaftsbund Rengō im Wahlkreis 2 von Tokushima und unterlag mit 41 % der Stimmen knapp Amtsinhaber Shun’ichi Yamaguchi (43,9 %, LDP). Auch 2026 unterlag er nun als DVP-nominierter Kandidat Yamaguchi, gewann aber als bester Wahlkreisverlierer den einzigen DVP-Sitz bei der Verhältniswahl in Shikoku.
Hideaki Ōmura (jap. 大村 秀章 Ōmura Hideaki; * 9. März 1960 in Hekinan, Präfektur Aichi) ist ein parteiloser japanischer…Hideaki Ōmura (jap. 大村 秀章 Ōmura Hideaki; * 9. März 1960 in Hekinan, Präfektur Aichi) ist ein parteiloser japanischer Politiker, Gouverneur von Aichi und ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Verhältniswahlblock Tōkai. Bis 2010 war er Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin der Nukaga-Faktion. Ōmura studierte Rechtswissenschaft an der Universität Tokio und wurde nach seinem Abschluss 1982 Beamter im Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. 1995 wechselte er in die Politik und übernahm den Vorsitz des LDP-Büros für den 13. Wahlkreis Aichi, den er bei der Shūgiin-Wahl 1996 zwar an Satoshi Shima verlor, aber über den Verhältniswahlblock Tōkai gewählt wurde. Den Wahlkreis konnte er bei den drei folgenden Wahlen gewinnen (im Jahr 2000 um weniger als 400 Stimmen), 2009 unterlag er dem Demokraten Kensuke Ōnishi, wurde aber wieder über den Block als Abgeordneter bestätigt und war danach der einzige LDP-Abgeordnete aus Aichi. 2001 wurde er nach dem Amtsantritt des ersten Kabinetts Koizumi parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, ein Jahr später Vizeminister im Kabinettsbüro, eine Position, die er 2006 im Kabinett Abe erneut erhielt, als er den zum Staatsminister berufenen Yoshimi Watanabe ersetzte. Von 2009 bis 2010 war er Vizeminister im Arbeits- und Sozialministerium. In der LDP war er unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten (2008, 2010) und Vorsitzender des Präfekturverbands Aichi. Im Dezember 2010 verließ er die LDP und legte im Januar 2011 sein Abgeordnetenmandat nieder, um als Unabhängiger bei der Gouverneurswahl in Aichi im Februar 2011 um die Nachfolge von Masaaki Kanda zu kandidieren. Im Wahlkampf setzte sich Ōmura insbesondere für eine Senkung der präfekturalen „Bürgersteuer“ (kenmin-zei) um zehn Prozent ein. Die Wahl am 6. Februar 2011 gewann er mit Unterstützung durch die Kōmeitō und die Regionalpartei Genzei Nippon von Takashi Kawamura, der am gleichen Tag die Bürgermeisterwahl in Nagoya gewann und beim Recall-Referendum die Auflösung des Stadtrates erreichte, gegen zwei Kandidaten, die durch die beiden großen Parteien LDP und DPJ gestützt wurden, und zwei weitere Bewerber. Für die Gouverneurswahl hatte Ōmura eine eigene Partei gegründet, die Nihon-ichi Aichi no Kai (日本一愛知の会, engl. ATJ), die ihn bei der Gouverneurswahl unterstützte und bei der Parlamentswahl in Aichi im April 2011 mit der Genzei Nippon kooperierte, fünf Mandate gewann und anschließend eine gemeinsame Fraktion mit der Genzei Nippon bildete. Im Sommer 2012 gründete Ōmura das Chūkyō Ishin no Kai (中京維新の会), mit dem er ursprünglich durch Kandidatennominierungen bei der vor Herbst 2013 fälligen nächsten Shūgiin-Wahl in die nationale Politik vorstoßen wollte. 2015, 2019 und 2023 wurde Ōmura jeweils mit Zweidrittelmehrheiten wiedergewählt.
Satsuki Katayama (japanisch 片山 さつき Katayama Satsuki; geboren 9. Mai 1959 in Urawa (heute Saitama), Saitama) ist eine…Satsuki Katayama (japanisch 片山 さつき Katayama Satsuki; geboren 9. Mai 1959 in Urawa (heute Saitama), Saitama) ist eine japanische Politikerin und seit 2010 Mitglied im Senat für den Verhältniswahlwahlkreis, davor von 2005 bis 2009 Mitglied im Repräsentantenhaus für Shizuoka 7. Sie ist seit dem 21. Oktober 2025 Finanzministerin in den Kabinetten Takaichi I und Takaichi II.
Norihiko Akagi (jap. 赤城 徳彦, Akagi Norihiko, * 18. April 1959 in Chikusei) ist ein japanischer Politiker. Er war von Mai…Norihiko Akagi (jap. 赤城 徳彦, Akagi Norihiko, * 18. April 1959 in Chikusei) ist ein japanischer Politiker. Er war von Mai 2007 bis zum 1. August 2007 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei.
Masahiko Metoki (japanisch 目時 政彦 Metoki Masahiro; * 29. Oktober 1958) ist ein japanischer Politiker, der seit Januar…Masahiko Metoki (japanisch 目時 政彦 Metoki Masahiro; * 29. Oktober 1958) ist ein japanischer Politiker, der seit Januar 2022 das Amt des Generaldirektors des Weltpostvereins der Vereinten Nationen innehat. Damit ist er der erste Japaner in dieser Position.
Yasushi Furukawa (jap. 古川 康 Furukawa Yasushi; * 15. Juli 1958 in Karatsu, Präfektur Saga) ist ein japanischer…Yasushi Furukawa (jap. 古川 康 Furukawa Yasushi; * 15. Juli 1958 in Karatsu, Präfektur Saga) ist ein japanischer Politiker. Von 2003 bis 2014 war er Gouverneur von Saga, seitdem sitzt er im Abgeordnetenhaus, dem Unterhaus des Nationalparlaments, derzeit für den Wahlkreis Saga 2. Er ist Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin bis zur Auflösung zur Motegi-Faktion. Furukawa, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Studienabschluss 1977 Beamter im Ministerium für Selbstverwaltung, für das er später unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Nagano, Okayama und Nagasaki sowie 1997 unter Mitsuhiro Uesugi als Sekretär des Ministers tätig war. Im Januar 2003 beendete er seine Beamtenlaufbahn, um sich bei den einheitlichen Regionalwahlen im April um die Nachfolge von Sagas Gouverneur Isamu Imoto zu bewerben, der sich nach drei Amtszeiten zurückzog. In einem Feld aus sechs Kandidaten setzte sich Furukawa, dessen Kandidatur von der LDP unterstützt wurde, mit rund 13.000 Stimmen Vorsprung auf den ehemaligen Präfekturparlamentspräsidenten Iwamasa Miyahara durch. 2007 und 2011 wurde er gegen jeweils nur einen Gegenkandidaten, den Kommunisten Masakatsu Hirabayashi, im Amt bestätigt. Zu den kontroversen Themen seiner Amtszeit gehörten seine Genehmigung 2008 für die Einführung von MOX-Brennelementen im Kernkraftwerk Genkai, der Streit um den Isahaya-Damm in der Nachbarpräfektur Nagasaki, gegen dessen Schließung durch die Zentralregierung die örtlichen Fischereigenossenschaften mit Unterstützung Furukawas seit Jahren opponieren (vorläufige Öffnung durch das Kabinett Kan 2010) hatten, und ein Skandal um mangelhafte Fleischexportkontrollen durch die Präfekturbehörden 2009. Während seiner dritten Amtszeit trat Furukawa im November 2014 zurück, um bei der Abgeordnetenhauswahl 2014 einen Wechsel in die nationale Politik zu versuchen. Er kandidierte für die LDP im – 2013 neu zugeschnittenen – Wahlkreis Saga 2 und setzte sich gegen den Demokraten Hiroshi Ōgushi durch. 2017 unterlag er Ōgushi (nun Hoffnungspartei) knapp, gewann aber als bester Wahlkreisverlierer einen der sieben LDP-Sitze bei der Verhältniswahl in Kyūshū. Auch 2021 und 2024 unterlag er Ōgushi (nun KDP) und gewann jeweils einen LDP-Verhältniswahlsitz in Kyūshū. Beim landesweiten LDP-Erdrutschsieg 2026 setzte er sich mit elf Prozentpunkten Vorsprung gegen Ōgushi durch. Anschließend übernahm er den Vorsitz im Shūgiin-Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten. In der Regierung war Furukawa von 2020 bis 2021 (Kabinett Suga) parlamentarischer Staatssekretär im Sōmushō, von 2023 bis 2024 (Kabinett Kishida II (2. Umbildung)) im Land- & Verkehrsministerium, von 2024 bis 2025 (Kabinett Ishiba II) war er dort Vizeminister.
Minoru Terada (jap. 寺田 稔 Terada Minoru; * 24. Januar 1958 in der Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker…Minoru Terada (jap. 寺田 稔 Terada Minoru; * 24. Januar 1958 in der Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker (Liberaldemokratische Partei, zuletzt Kishida-Faktion). Mit Unterbrechung ist er seit 2004 Mitglied des nationalen Abgeordnetenhauses, derzeit für den Verhältniswahlblock Chūgoku. Von August bis November 2022 war er Minister für Allgemeine Angelegenheiten, im englischsprachigen Ausland Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Terada studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio und wurde nach seinem Abschluss 1980 Beamter im Finanzministerium. Von 1982 bis 1984 hielt er sich in den USA auf und erwarb einen Master of Public Policy an der Harvard University. Als 2004 der Onkel seiner Frau, Yukihiko Ikeda (ebenfalls Jura-Fakultät Uni Tokio → Finanzministerium, LDP Hiroshima, Koga- = spätere Kishida-Faktion) starb, verließ Terada das Finanzministerium für den Wechsel in die Politik. Er kandidierte als LDP-Kandidat bei der Nachwahl für Ikedas Sitz im April 2004 und setzte sich mit 50,5 % der Stimmen gegen den Demokraten Mitsuo Mitani (45,7 %; ex-Sekretär von Kiichi Miyazawa) durch. Den Sitz konnte er mit Ausnahme der LDP-Erdrutschniederlage 2009, als er Mitani unterlag und bis 2012 aus dem Parlament ausschied, bis einschließlich 2021 verteidigen. 2019 wurde Terada für das umgebildete vierte Kabinett Abe Staatssekretär (fuku-daijin) im Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten und gleichzeitig im Kabinettsamt. Nach der Wahl seines Faktionschefs Fumio Kishida zum LDP-Vorsitzenden und Premierminister übernahm Terada 2021 von Kishida die Führung des LDP-Präfekturverbands Hiroshima. Im zweiten Kabinett Kishida wurde er außerdem Berater des Premierministers für nationale Sicherheit und nukleare Abrüstung. Bei einer Kabinettsumbildung im August 2022 berief ihn Kishida zum Minister für Allgemeine Angelegenheiten. Im Oktober 2022 berichtete die Zeitschrift Shūkan Bunshun über Unregelmäßigkeiten in den Finanzberichten von Teradas Wahlkreisbüro und seiner Unterstützerorganisation. Sein Ministerium ist auch für die Organisation von Wahlen, Parteienfinanzierung und politische Gelder zuständig. Die Opposition reagierte mit Rücktrittsforderungen, denen Terada schließlich am 20. November 2022 auf Drängen Kishidas nachgab. Auch vom Vorsitz der LDP Hiroshima trat er kurz darauf zurück. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2024 verlor Hiroshima einen Wahlkreis und Terada kandidierte im neuen Wahlkreis 4, der den westlichen Hauptteil des alten Hiroshima 5 umfasst, dazu im Norden die gesamte Stadt Ost-Hiroshima enthält. Er unterlag dort knapp Seiki Soramoto (Ishin). Auf der LDP-Liste in Chūgoku waren 2024 vier Sitze vor den Doppelkandidaten gesetzt, die LDP gewann fünf Sitze, mit seiner sehr knappen Mehrheitswahlniederlage (Sekihairitsu 97,8 %) gewann Terada den fünften und letzten Sitz. 2026 kandidierte er nur noch bei der Verhältniswahl in Chūgoku und wurde dort, an Platz 1 der LDP-Liste gesetzt, sicher wiedergewählt.
Kazumi Okamura (japanisch 岡村 和美 Okamura Kazumi; * 23. Dezember 1957) ist eine japanische Juristin. Sie ist seit 2019…Kazumi Okamura (japanisch 岡村 和美 Okamura Kazumi; * 23. Dezember 1957) ist eine japanische Juristin. Sie ist seit 2019 Richterin am Obersten Gerichtshof Japans.
Katsunobu Katō (jap. 加藤 勝信 Katō Katsunobu; * 22. November 1955 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker…Katsunobu Katō (jap. 加藤 勝信 Katō Katsunobu; * 22. November 1955 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker (LDP, bis zur Auflösung Motegi-Faktion), Abgeordneter im Nationalparlament (Abgeordnetenhauswahlkreis Okayama 3) und ehemaliger Leiter des Kabinettssekretariats, Finanz- und mehrfacher Sozialminister.
Keiji Yamada (japanisch 山田 啓二, Yamada Keiji; * 5. April 1954 in Sumoto, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker…Keiji Yamada (japanisch 山田 啓二, Yamada Keiji; * 5. April 1954 in Sumoto, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker und seit 2002 Gouverneur von Kyōto.
Kunio Mikuriya (Japanisch: 御厨邦雄, Mikuriya Kunio) ist ein japanischer Jurist. Er war von 2009 bis zur Amtsübergabe an…Kunio Mikuriya (Japanisch: 御厨邦雄, Mikuriya Kunio) ist ein japanischer Jurist. Er war von 2009 bis zur Amtsübergabe an Ian Saunders am 1. Januar 2024 Generalsekretär der Weltzollorganisation (WZO).
Harumi Takahashi (jap. 高橋 はるみ, Takahashi Harumi; * 6. Januar 1954 in Toyama) ist eine japanische Politikerin und seit…Harumi Takahashi (jap. 高橋 はるみ, Takahashi Harumi; * 6. Januar 1954 in Toyama) ist eine japanische Politikerin und seit 2019 Mitglied für Hokkaidō im Senat, dem Oberhaus des japanischen Nationaltags, wo sie der Liberaldemokratischen Partei (LDP) angehört. Vorher war sie von 2003 bis 2019 für vier Amtszeiten Gouverneurin von Hokkaidō. Takahashi ist die Tochter von Nitta Shichirō, Präsident von Nihonkai Gas und Gründer von INTEC. Sie schloss 1976 ihr Studium an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität ab. Danach wurde sie Beamtin im MITI. Ab 1985 arbeitete sie am Atlantic Institute in Paris. 2000 kehrte sie für die KMU-Behörde des MITI nach Japan zurück, ab Januar 2001 leitete sie die Außenstelle Hokkaidō des MITI (ab 6. Januar METI) in Sapporo, ein Jahr später wurde sie dann Leiterin des Forschungsinstitut des Ministeriums (Research Institute of Economy, Trade and Industry, RIETI). Takahashis Kandidatur bei der Gouverneurswahl in Hokkaidō am 13. April 2003 wurde von den Regierungsparteien LDP, Kōmeitō und Neuer Konservativer Partei unterstützt. In einem breiten Feld aus neun Kandidaten wurde sie mit 798.317 Stimmen (29,29 %) und rund 60.000 Stimmen Vorsprung vor Yoshio Hachiro gewählt, der die Unterstützung der drei größten Oppositionsparteien genoss. Sie wurde 2007 und 2011 mit deutlichen Mehrheiten wiedergewählt. Im Vorfeld des G8-Gipfels in Tōyako 2008 äußerte Takahashi als Gouverneurin der Gastgeberpräfektur die Hoffnung, dass der Besuch des russischen Präsidenten zu einer Lösung des Kurilenkonflikts beitragen könnte. Die Gouverneurswahl 2015 gewann Takahashi mit 56,6 % der Stimmen vergleichsweise knapp gegen den oppositionsgestützten Journalisten Noriyuki Satō. Im Dezember 2018 kündigte sie an, bei der bevorstehenden Gouverneurswahl im April 2019 nicht mehr für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren, um stattdessen bei der Senatswahl im Juli 2019 einen Wechsel in die nationale Politik zu versuchen. Sie trat am 18. Dezember 2018 der LDP bei. Bei der Senatswahl erhielt sie mit 34,4 % den mit Abstand höchsten Stimmenanteil und war sicher gewählt. Auch 2025 verteidigte sie den Sitz mit dem höchsten Stimmenanteil, wenn auch nur noch mit 21,5 % der Stimmen. Für die Regierung war sie von 2021 bis 2022 (Kabinette Kishida I und II ohne Umbildungen) gleichzeitige politische Sekretärin im Kabinettsamt, dem Kultus- & Wissenschaftsministerium und der Wiederaufbaubehörde. Von 2023 bis 2024 übernahm sie in der LDP die Frauenabteilung (josei-kyoku). 2025 wurde sie für das Kabinett Takaichi politische Sekretärin im Finanzministerium.
Katsuya Okada (jap. 岡田 克也 Okada Katsuya; * 14. Juli 1953 in Yokkaichi, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker…Katsuya Okada (jap. 岡田 克也 Okada Katsuya; * 14. Juli 1953 in Yokkaichi, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker (LDP→Erneuerungspartei→Stimme des Volkes→Minseitō→DP→DFP→parteilos→KDP→Chūdō Kaikaku Rengō; lokal zeitweise zum Mie minshu rengō) und war von 1990 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 3. Wahlkreis Mie. Von 2004 bis 2005 und ab 2015 war er Vorsitzender der Demokratischen Partei, anschließend bis September 2016 Vorsitzender der nachfolgenden Demokratischen Fortschrittspartei. In den Kabinetten Hatoyama, Kan und Noda war er von 2009 bis 2010 und 2012 Minister, unter anderem als Außen- und Vizepremierminister.
Ryūji Koizumi (japanisch 小泉 龍司 Koizumi Ryūji; * 17. September 1952 in Tokio, familienregistriert in Chichibu, Saitama)…Ryūji Koizumi (japanisch 小泉 龍司 Koizumi Ryūji; * 17. September 1952 in Tokio, familienregistriert in Chichibu, Saitama) ist ein japanischer Politiker (parteilos→Liberaldemokratische Partei (LDP)→parteilos/Hiranuma-Gruppe→partei- und fraktionslos, Nikai-Faktion→LDP, bis zur Auflösung Nikai-Faktion), mit Unterbrechung seit dem Jahr 2000 Mitglied des Repräsentantenhauses (Unterhaus der Nationalversammlung) für den 11. Wahlkreis Saitama und ehemaliger Justizminister. Koizumi wurde nach seinem Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio Beamter im Finanzministerium. In seiner Zeit als Beamter absolvierte er auch ein Graduiertenstudium an der Columbia-Universität. 1996 beendete er seine Beamtenkarriere für den Wechsel in die Politik. Bei der Repräsentantenhauswahl 1996, der ersten nach der Wahlrechtsreform, kandidierte Koizumi ohne Parteinominierung im neuen FPTP-Wahlkreis Saitama 11, landete aber hinter Takuji Katō (LDP) und Taneaki Tanami (parteilos mit NFP-DP-Unterstützung) nur auf dem dritten Platz. Im zweiten Anlauf konnte er sich bei der Wahl 2000 gegen Katō durchsetzen und trat einige Monate später der LDP bei, für die er 2003 souverän wiedergewählt wurde. Im „Post-Parlament“ 2005 stimmte Koizumi gegen das Postprivatisierungsgesetz der Regierung von Jun’ichirō Koizumi und musste bei der resultierenden Repräsentantenhauswahl ohne Parteinominierung antreten. Die LDP stellte als „Attentäter-Kandidaten“ Etsuji Arai auf, der Koizumi um rund zwei Prozentpunkte schlug. Bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 kandidierte Koizumi mit Unterstützung von Takeo Hiranuma und aus dem Gewerkschaftsbund Rengō Saitama, während die Mitte-links-Opposition auf eine Nominierung in Saitama 11 verzichtete, und Koizumi gewann den Sitz mit Zweidrittelmehrheit zurück. Anschließend schloss er sich der um Hiranuma formierten Fraktion kokueki to kokumin no seikatsu o mamoru kai (informell Hiranuma-Gruppe) an und übernahm nach Hiranumas Austritt 2010 deren Vorsitz. 2011 kehrte er in die LDP-Fraktion zurück, blieb aber zunächst weiter parteilos und gewann Saitama 11 bei den Wahlen 2012, 2014 und 2017 klar gegen Tomohiro Konno (zweimal LDP-nominiert, 2017 unabhängig mit LDP-Wahlempfehlung). Ab 2014 nahm er bereits als „Sondermitglied“ (tokubetsu kaiin) an Sitzungen der Nikai-Faktion teil. Nach der Wahl 2017 wurde er schließlich von der LDP nachnominiert und kehrte in die Partei zurück. Bei den Repräsentantenhauswahlen 2021, 2024 und 2026 wurde er für die LDP wiedergewählt. Bei der zweiten Umbildung des zweiten Kabinetts Kishida im September 2023 wurde Koizumi zum Justizminister ernannt und blieb bis zum Ende von Kishidas Amtszeit im Oktober 2024 im Amt.
Keizō Hamada (jap. 浜田 恵造, Hamada Keizō; * 10. Januar 1952 in Kan’onji, Präfektur Kagawa) ist ein japanischer Politiker.…Keizō Hamada (jap. 浜田 恵造, Hamada Keizō; * 10. Januar 1952 in Kan’onji, Präfektur Kagawa) ist ein japanischer Politiker. Von 2010 bis 2022 war er für drei Amtszeiten Gouverneur von Kagawa. Hamada ist Absolvent der Universität Tokio und wurde nach seinem Studienabschluss 1975 Beamter im Finanzministerium. Von 1990 bis 1996 leitete er die Abteilung für allgemeine Angelegenheiten (sōmu-kyoku) in der Präfekturverwaltung von Yamagata, ab 2002 die regionale Außenstelle Tōkai des Finanzministeriums (Tōkai zaimu-kyoku) und von 2007 bis 2008 die Tokioter Zollbehörde (Tōkyō zeikan) mit Zuständigkeit für sieben ostjapanische Präfekturen. 2009 beendete er seine Beamtenlaufbahn. 2010 kandidierte Hamada als Unabhängiger bei der Gouverneurswahl in Kagawa um die Nachfolge von Takeki Manabe, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antrat. Seine Kandidatur wurde formal von keiner Partei getragen, erhielt aber Unterstützung aus den vier wichtigsten Fraktionen im Präfekturparlament (LDP, DP, Kōmeitō, SDP) sowie dem Gewerkschaftsbund Rengō Kagawa. Hauptthema im Wahlkampf waren die Wirtschafts- und Beschäftigungssituation in Kagawa. Die Wahl am 29. August 2010 entschied Hamada bei niedriger Wahlbeteiligung von knapp 37 % gegen die Unabhängige Satoko Watanabe, eine ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete, und einen KPJ-gestützten Kandidaten mit rund 46 % der Stimmen für sich. 2014 und 2018 wurde Hamada jeweils gegen nur einen, kommunistischen Herausforderer klar im Amt bestätigt. Zur Wahl 2022 trat er nicht mehr an.
Hiroya Masuda (jap. 増田 寛也, Masuda Hiroya; * 20. Dezember 1951 in Setagaya, Tokio) ist ein parteiloser japanischer…Hiroya Masuda (jap. 増田 寛也, Masuda Hiroya; * 20. Dezember 1951 in Setagaya, Tokio) ist ein parteiloser japanischer Politiker und war zwischen August 2007 und September 2008 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Anders als die meisten Minister gehörte er nicht dem Parlament an. Masuda ist Absolvent der Universität Tokio und war anschließend Beamter im Bauministerium. Von 1995 bis 2007 war er Gouverneur der Präfektur Iwate. Premierminister Shinzō Abe ernannte ihn kurz vor seinem Rücktritt zum Innenminister. Unmittelbar darauf musste Masuda zugeben, während seines Wahlkampfs als Gouverneur 2003 eine Spende nicht korrekt verbucht zu haben. Sein Ministerium ist auch für die Umsetzung des Gesetzes zur Parteifinanzierung zuständig. Im September 2008 übernahm ihn Premierminister Tarō Asō nicht in sein Kabinett, sein Nachfolger wurde Kunio Hatoyama.
Yoshihiro Katayama (jap. 片山 善博, Katayama Yoshihiro; * 29. Juli 1951 in Seto (heute: Okayama), Präfektur Okayama) ist…Yoshihiro Katayama (jap. 片山 善博, Katayama Yoshihiro; * 29. Juli 1951 in Seto (heute: Okayama), Präfektur Okayama) ist ein parteiloser japanischer Politiker. Von 1999 bis 2007 war er Gouverneur von Tottori, von September 2010 bis September 2011 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Katayama wurde 1974 nach seinem Rechtsstudium an der Universität Tokio Beamter im „Ministerium für Selbstverwaltung“, für das er erstmals 1980 in der Präfekturverwaltung von Tottori tätig war und vorübergehend unter anderem im nationalen Finanzamt und der Behörde für Staatsland arbeitete. 1998 verließ er das Ministerium und wechselte in die Politik. Bei der Gouverneurswahl in Tottori 1999 bewarb sich Katayama um die Nachfolge von Yūji Nishio. Er gewann die Wahl und setzte Reformen wie die Veröffentlichung von Dokumenten über bisher geheime Fonds der Präfekturpolizei durch, setzte sich für die Reduzierung von durch die Zentralregierung finanzierte Großprojekte ein und forderte das Kommunalwahlrecht für Ausländer. In seine erste Amtszeit fiel außerdem das „West-Tottori-Erdbeben“ (Tottori-ken-seibu-jishin), in dessen Folge er einen Unterstützungsfonds für ältere Obdachlose einrichtete und sich für zentralstaatlich finanzierten Wiederaufbau von Wohnungen einsetzte. Ähnlich wie Yasuo Tanaka, von 2000 bis 2006 Gouverneur von Nagano, wurde Katayama für seine Reformagenda gelobt, aber auch für seinen tendenziell autokratischen Führungsstil kritisiert. Nach zwei Amtszeiten – 2003 wurde er mangels Gegenkandidat ohne Abstimmung bestätigt – kandidierte er bei der Wahl 2007 nicht mehr, sein Nachfolger wurde Shinji Hirai, von 2001 bis 2005 Vizegouverneur unter Katayama. 2007 wurde Katayama Professor an der Keiō-Universität, außerdem war er außerordentlicher Professor an der Universität Tottori. Nach der Regierungsübernahme der Demokratischen Partei in Tokio 2009 wurde er Mitglied der neu geschaffenen „Konferenz zur Erneuerung der Verwaltung“ (gyōsei sasshin kaigi; engl. Government Revitalization Unit), die einzelne Haushaltsposten der Zentralregierung einer öffentlichen Überprüfung unterzieht. Im September 2010 berief ihn Premierminister Naoto Kan als Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation und Staatsminister für die „Beförderung der Souveränität der Regionen“ (chiiki shuken suishin) in sein umgebildetes Kabinett. Nach der Ablösung Kans durch Yoshihiko Noda fand keine Berücksichtigung für dessen Kabinett vom 2. September 2011.
Fusae Ōta (jap. 太田 房江, Ōta Fusae, gelegentlich von ihr selbst als Ohta romanisiert; eigentlich verheiratet 齊藤 房江, Saitō…Fusae Ōta (jap. 太田 房江, Ōta Fusae, gelegentlich von ihr selbst als Ohta romanisiert; eigentlich verheiratet 齊藤 房江, Saitō Fusae; * 2. Juni 1951 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist eine japanische Politikerin, Abgeordnete im japanischen Oberhaus für die Präfektur Osaka und ehemalige Gouverneurin von Osaka. Sie war landesweit die erste Frau im Gouverneursamt. Ōta studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tokio. Nach ihrem Abschluss 1976 wurde sie Beamtin im MITI. 1997 verließ sie das Ministerium und wurde stellvertretende Gouverneurin von Okayama. Nach zwei Jahren kehrte sie als Sekretärin des Ministers (大臣官房, daijin kambō) ins MITI zurück. Nachdem der Gouverneur von Osaka, Knock Yokoyama, 1999 wegen sexueller Belästigung zurücktreten musste, kündigte Ōta ihre Kandidatur an, die von nationaler LDP, DPJ, Kōmeitō und Liberaler Partei unterstützt wurde. Die Wahlen am 6. Februar 2000 gewann sie mit rund 1,4 Millionen Stimmen (45,98 %) gegen Makoto Ajisaka (KPJ-gestützt, 33,99 %), Tatsuo Hiraoka (mit Unterstützung der LDP Osaka, 19,14 %) und Seizō Hideyoshi Hashiba (0,89 %), wobei die Wahlbeteiligung mit 44,5 % ein historisches Tief erreichte. 2004 wurde sie mit zusätzlicher Unterstützung der SDP und 56,18 % der Stimmen wiedergewählt. Nach einem Finanzskandal um die Fleischfirma Hannan Corp. und Kritik der LDP an gemeinsamen Wahlkampfauftritten mit Oppositionspolitikern der DPJ bei der Bürgermeisterwahl in Osaka verlor Ōta 2007 die Unterstützung von Parteien und Wirtschaftsverbänden. Im Dezember kündigte sie an, 2008 nicht wieder zu kandidieren. Bei der Oberhauswahl 2013 kandidierte Ōta für die LDP bei der landesweiten Verhältniswahl. Sie erhielt 77.173 Präferenzstimmen und landete damit auf dem 18. LDP-Listenplatz, dem letzten, der für eine Wahl ausreichte. Von 2015 bis 2016 war Ōta für das umgebildete dritte Kabinett Abe Staatssekretärin (daijin seimukan) im Sozial- und Arbeitsministerium. Für die Oberhauswahl 2019 wechselte sie in den Präfekturwahlkreis Osaka, nachdem dort der LDP-Abgeordnete Takuji Yanagimoto 2018 seinen Rückzug zur nächsten Wahl erklärt hatte. Mit 16 % der Stimmen hinter drei Kandidaten von Nippon Ishin no Kai und Kōmeitō, aber rund fünf Prozentpunkten Vorsprung auf die Kandidaten der Mitte-links-Opposition gewann sie den vierten der vier Sitze Osakas. Für die Oberhauswahl 2025 wollte die LDP sie zunächst trotz interner Meinungsverschiedenheiten in/mit der LDP Osaka wieder nominieren, aber sie erklärte kurz vor der Wahl ihren Rückzug.
Takumi Nemoto (jap. 根本 匠 Nemoto Takumi; * 7. März 1951 in Kōriyama, Präfektur Fukushima) ist ein japanischer Politiker…Takumi Nemoto (jap. 根本 匠 Nemoto Takumi; * 7. März 1951 in Kōriyama, Präfektur Fukushima) ist ein japanischer Politiker (LDP, darin zuletzt Kishida-Faktion). Von 1993 bis 2024 war er mit Unterbrechung (2009–12) Mitglied des Abgeordnetenhauses, dem Unterhaus des Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Fukushima 2, und war unter anderem Wiederaufbauminister und Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Nemoto wurde nach Abschluss seines Studiums an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio 1974 Beamter im Bauministerium. 1991 verließ er das Ministerium und kandidierte bei der Abgeordnetenhauswahl 1993 im damaligen viermandatigen Wahlkreis Fukushima 1. Mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Tokunosuke Kaneko (Erneuerungspartei) und noch vor Amtsinhaber Teruhiko Mashiko (LDP) und dem zum zweiten Mal antretenden Tatsuo Satō (LDP) gewann Nemoto ein Mandat. Nach der Wahlrechtsreform wurde er seit 1996 im neuen Einmandatswahlkreis Fukushima 2 fünfmal bestätigt. Nur bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 unterlag er der Demokratin Kazumi Ōta und verfehlte auch eine Wiederwahl im Verhältniswahlblock Tōhoku. Nemoto war unter anderem parlamentarischer Staatssekretär im Sozialministerium (Kabinett Obuchi und 1. Umbildung, 1998–1999), Berater des Premierministers und gleichzeitig Vizeminister im Kabinettsamt (Kabinett Koizumi I (1. Umbildung), 2002–2003). Von 2003 bis 2004 saß er dem Ausschuss für Wirtschaft und Industrie im Abgeordnetenhaus vor. Nach seiner Rückkehr ins Abgeordnetenhaus bei der Wahl 2012 berief ihn Ministerpräsident Shinzō Abe als Wiederaufbauminister in sein zweites Kabinett. Bei der Kabinettsumbildung im September 2014 wurde er durch Wataru Takeshita abgelöst. Von Oktober 2018 bis September 2019 war er im zum ersten Mal umgebildeten vierten Kabinett Abe Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Im September 2024 kündigte er seinen Rückzug zur nächsten allgemeinen Abgeordnetenhauswahl an. Bei der bereits im Oktober folgenden Wahl kandidierte sein Sohn Taku mit LDP-Nominierung im neu zugeschnittenen Wahlkreis Fukushima 2 und unterlag zwar Kōichirō Genba (KDP, vorher alter Wahlkreis 3), gewann aber mit einer hinreichend knappen Niederlage den fünften und letzten LDP-Sitz bei der Verhältniswahl in Tōhoku.
Yoshinobu Nisaka (jap. 仁坂吉伸, Nisaka Yoshinobu; * 2. Oktober 1950 in Wakayama, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer…Yoshinobu Nisaka (jap. 仁坂吉伸, Nisaka Yoshinobu; * 2. Oktober 1950 in Wakayama, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer Politiker und seit 2006 Gouverneur der Präfektur Wakayama.
Yōichi Miyazawa (jap. 宮澤 洋一 Miyazawa Yōichi; * 24. April 1950 in Fukuyama, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer…Yōichi Miyazawa (jap. 宮澤 洋一 Miyazawa Yōichi; * 24. April 1950 in Fukuyama, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Sangiin für Hiroshima und war von 2014 bis 2015 Wirtschaftsminister im zweiten und dritten Kabinett Abe. In der LDP gehört er der Kishida-Faktion an. Miyazawa schloss 1974 sein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Tokio ab und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. Ab 1976 studierte er an der Universität Harvard, wo er einen MPA erwarb. 1992 wurde er Chefsekretär des Premierministers, seines Onkels Kiichi Miyazawa. 1993 beendete er seine Beamtenlaufbahn. Im Januar 1994 wurde Miyazawa politischer Sekretär seines Onkels. Als dieser im Jahr 2000 seinen Wahlkreis für das Shūgiin, den 7. Wahlkreis Hiroshima aufgab und in den Verhältniswahlblock wechselte, trat er dessen Nachfolge an. Den Wahlkreis gewann Miyazawa deutlich gegen den Demokraten Toshimasa Yamada und zog für die erste von drei Legislaturperioden ins Shūgiin ein. Dort war er unter anderem Mitglied des Auswärtigen sowie des Sozial- und Gesundheitsausschusses. Im umgebildeten Kabinett Fukuda war er 2008 Staatssekretär (fuku-daijin, „Vizeminister“) im Kabinettsbüro. Bei der Shūgiin-Wahl 2009 verfehlte er gegen Takashi Wada die Wiederwahl. Bei der Sangiin-Wahl 2010 kandidierte Miyazawa in seiner Heimatpräfektur Hiroshima (Zweimandatswahlkreis), erhielt über eine halbe Million Stimmen und war damit für sechs Jahre als Sangiin-Abgeordneter gewählt. Im Oktober 2014 wurde er Nachfolger der zurückgetretenen Yūko Obuchi (Shūgiin, Gunma, Nukaga-Faktion) als Minister für Wirtschaft und Industrie und Minister beim Kabinettsamt für die Organisation für Atomkraftentschädigungen. 2016 und 2022 wurde er jeweils mit dem höchsten Stimmenanteil wiedergewählt. Von 2018 bis 2019 saß er dem Sangiin-Sonderausschuss für Verbraucherschutz vor. In der LDP führt er von 2015 bis 2019 und seit 2021 den Forschungsausschuss für das Steuersystem (税制調査会 zeisei chōsakai).
Katsutoshi Kaneda (jap. 金田 勝年, Kaneda Katsutoshi; * 4. Oktober 1949 in Shōwa, Landkreis Süd-Akita, Präfektur Akita) ist…Katsutoshi Kaneda (jap. 金田 勝年, Kaneda Katsutoshi; * 4. Oktober 1949 in Shōwa, Landkreis Süd-Akita, Präfektur Akita) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Von 2009 bis 2024 war er Abgeordneter aus Akita im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, von 1995 bis 2007 Abgeordneter für Akita im Sangiin, dem nationalen Oberhaus, von 2013 bis 2014 Justizminister. Er gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin zuletzt bis zur Auflösung der Nikai-Faktion. Kaneda wurde nach seinem Studium an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität 1973 Beamter im Finanzministerium. Für dieses war er vor allem in der Haushaltsabteilung (shukei-kyoku; bearbeitet zentral die Budgetanfragen aller Ministerien) tätig, 1990/91 war er vorübergehend als Gastforscher an der Princeton-Universität. 1995 beendete er seine Beamtenkarriere und wandte sich der Politik zu. Bei der regulären Wahl 1995 zum Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, kandidierte Kaneda in seiner Heimatpräfektur Akita (ein Mandat pro Wahl) für die LDP und setzte sich mit 38,1 % der Stimmen gegen den sozialistischen Amtsinhaber Akio Hosoya (33,9 %) durch, zwei Kandidaten der Opposition lagen abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier. Bei der Wahl 2001 wurde er mit absoluter Mehrheit wiedergewählt. Von 2002 bis 2003 war er Vorsitzender des Sozial- und Arbeitsausschusses im Sangiin. 1999 wurde er für das umgebildete Kabinett Obuchi parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, 2005 für das umgebildete dritte Kabinett Abe Staatssekretär (fukudaijin) im Außenministerium. Bei der landesweiten LDP-Niederlage in der Sangiin-Wahl 2007 erhielt Kaneda 43,6 % der Stimmen und verlor seinen Sitz an den oppositionsgestützten (DPJ, SDP) Unabhängigen Daigo Matsuura (50,4 %). Ins Shūgiin wechselte Kaneda bei der Wahl 2009, bei der die LDP landesweit erdrutschartige Verluste verzeichnete. In seinem Heimatwahlkreis Akita 2 – ursprünglich ein sicheres „konservatives Königreich“, in dem aber der Amtsinhaber Hōsei Norota 2005 als Gegner der Postprivatisierung aus der LDP ausgetreten war und sich nun aus der Politik zurückzog – unterlag er knapp dem ehemaligen Bürgermeister von Kosaka Hiroshi Kawaguchi, gewann aber mit seiner knappen Wahlkreisniederlage den vierten von vier Verhältniswahlsitzen der LDP im Block Tōhoku. 2012 und 2014 gewann er den Wahlkreissitz mit absoluten Mehrheiten. Nach dem Rückgewinn der LDP-Mehrheit 2012 wurde er Vorsitzender des Shūgiin-Finanzausschusses (zaimu-kin’yū-iinkai), 2013 in der LDP PARC-Vizevorsitzender und Vorsitzender des Präfekurverbandes Akita, 2014 in der Nationalpartei Vizevorsitzender des Exekutivrats. Nachdem bei der Sangiin-Wahl 2016 in Fukushima Justizminister Mitsuhide Iwaki abgewählt worden war, berief Premierminister Shinzō Abe Kaneda im August 2016 bei einer Kabinettsumbildung zum Nachfolger. Er blieb bis 2017 im Amt. Von 2020 bis 2021 war er Vorsitzender des Shūgiin-Haushaltsausschusses. Bei der Shūgiin-Wahl 2017 gewann Kaneda Akita 2 nur noch sehr knapp um rund einen Prozentpunkt gegen Takashi Midorikawa (nun Kibō no Tō). 2021, als die linken Parteien SDP und KPJ erstmals auf Nominierungen im Wahlkreis Akita 2 verzichteten, unterlag er Midorikawa (nun KDP), gewann aber den fünften von sechs LDP-Sitzen im Verhältniswahlblock Tōhoku. Im September 2023 kündigte Kaneda an, aus Altersgründen bei der nächsten allgemeinen Shūgiin-Wahl nicht mehr antreten und sich aus der Politik zurückziehen zu wollen; die Wahl fand letztlich im Oktober 2024 statt.
Hiroshi Ogawa (jap. 小川 洋 Ogawa Hiroshi; * 17. Mai 1949 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; † 2. November 2021 ebenda) war…Hiroshi Ogawa (jap. 小川 洋 Ogawa Hiroshi; * 17. Mai 1949 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; † 2. November 2021 ebenda) war ein japanischer Politiker, Beamter der Zentralregierung und 2011 bis 2021 Gouverneur von Fukuoka. Mit Wirkung vom 24. März 2021 trat er in seiner dritten Amtszeit zurück. Ogawa, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto, wurde 1972 Beamter im MITI, für das er unter anderem im OCDE-Büro des Außenministeriums, in der KMU-Behörde und der Behörde für Rohstoffe und Energie tätig war. 2001 wurde er shingikan (Position unter den Staatssekretären) im Kabinettsbüro, danach ab 2002 im Ausschuss für Lebensmittelsicherheit des Kabinettsbüros, bevor er 2003 noch einmal ins MITI zurückkehrte. 2004 verließ er die Ministerialbürokratie und wurde ein Jahr später Berater des Versicherungsunternehmens Mitsui Sumitomo Kaijō Kasai Hoken. 2007 wurde er Leiter des Naikaku-kōhō-shitsu, des „PR-Büros des Kabinetts“ im Kabinettssekretariat, eine Position, die er unter den Kabinetten Fukuda, Asō, Hatoyama und Kan hielt. Im September 2010 kehrte er nochmal für einige Monate als Berater in die Privatwirtschaft zurück. Für die Gouverneurswahl in Fukuoka 2011 am 10. April hatte der langjährige Amtsinhaber Wataru Asō seinen Rückzug angekündigt, und Ogawa erklärte im Februar 2011 seine Kandidatur, die nach innerer Uneinigkeit über andere Kandidaten von beiden großen Parteien de facto unterstützt wurde, obwohl beide auf formale Wahlempfehlungen verzichteten. Einziger Gegenkandidat war damit der KPJ-gestützte Takaaki Kimura. Ogawa erhielt bei niedriger Wahlbeteiligung über 1,1 Millionen Stimmen und löste Asō noch im April ab. Er wurde 2015 als nicht kommunistischer Allparteienkandidat und 2019 souverän gegen einen von der LDP offiziell unterstützten Herausforderer wiedergewählt. In seine dritte Amtszeit fiel der Ausbruch der COVID-19-Pandemie, bei der Fukuoka neben Okinawa zu den am schwersten betroffenen Präfekturen in Südjapan gehörte. Nachdem Ogawa sich bereits im Dezember 2020 für einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt durch einen der Vizegouverneure hatte vertreten lassen, wurde er am 20. Januar 2021 wieder in ein Krankenhaus eingeliefert. Weil seine Krebstherapie ihn für längere Zeit als ursprünglich geplant an der Amtsausübung zu hindern drohte, reichte er am 22. Februar beim Präsidenten des Präfekturparlaments seinen Rücktritt ein.
Shigetarō Yamamoto (jap. 山本 繁太郎, Yamamoto Shigetarō; * 14. November 1948 in Yanai, Präfektur Yamaguchi; † 15. März 2014…Shigetarō Yamamoto (jap. 山本 繁太郎, Yamamoto Shigetarō; * 14. November 1948 in Yanai, Präfektur Yamaguchi; † 15. März 2014 in Ube, Präfektur Yamaguchi) war ein japanischer Politiker und von 2012 bis 2014 Gouverneur von Yamaguchi. Yamamoto, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1972 Beamter im damaligen Bauministerium, das 2001 Teil des MLIT wurde. Zuletzt leitete er dort ab 2004 die Wohnungsabteilung (jūtaku-kyoku) und war ab 2006 shingikan, eine Position unterhalb der Staatssekretäre. 2007 übernahm er die Leitung einer Abteilung für chiiki kasseika, „Belebung der Regionen“, beim Kabinettssekretariat, die stadt- und regionalplanerische Aufgaben in der Zentralregierung als Querschnittsaufgabe koordinieren soll. Den Wechsel in die Politik versuchte Yamamoto 2008 bei einer Nachwahl zum Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, im 2. Wahlkreis Yamaguchi. Für die Liberaldemokratische Partei (LDP) bewarb er sich um die Nachfolge von Yoshihiko Fukuda (LDP), der für seine (erfolgreiche) Kandidatur zum Bürgermeister der Stadt Iwakuni zurückgetreten war. Allerdings unterlag Yamamoto dem Demokraten Hideo Hiraoka. Bei der regulären Wahl 2009 konnte Yamamoto den Stimmenrückstand auf Hiraoka von über 20 auf rund 12 Tausend Stimmen verkürzen, unterlag aber erneut und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der LDP trotz seines relativ guten Wahlkreisergebnisses (sekihairitsu, „Verlustquote“, 90,1 %) auch ein Verhältniswahlmandat. Nachdem Gouverneur Sekinari Nii angekündigt hatte, sich zur Gouverneurswahl im Juli 2012 zurückziehen zu wollen, erklärte Yamamoto im März 2012 seine Kandidatur für die Nachfolge. Er kandidierte mit Unterstützung Niis und der Präfekturverbände von LDP und Kōmeitō. Wichtigster der drei Gegenkandidaten war der von der Midori no Mirai unterstützte Energieforscher Tetsunari Iida, der seinen Wahlkampf auf die nationale energiepolitische Debatte über die Zukunft der Kernkraft konzentrierte – in der Stadt Kaminoseki im Landkreis Kumage im Südosten der Präfektur plant Chūgoku Denryoku ein neues Kernkraftwerk mit zwei Reaktoren, das schon seit Jahrzehnten heftig umstritten war; dennoch wurde 2009 mit Landgewinnungs- und anderen vorbereitenden Maßnahmen für den Bau begonnen. Im Wahlkampf änderte Yamamoto seine Position zum Kraftwerk Kaminoseki: Hatte er vorher für eine Fortsetzung der nach dem Großen Ostjapanischen Erdbeben unterbrochenen Arbeiten plädiert, schlug er nun ein „Einfrieren“ vor, bis die Zentralregierung eine neue Energiepolitik formuliert habe. Gouverneur Nii hatte bereits angekündigt, die im Oktober 2012 auslaufende Genehmigung zunächst nicht zu verlängern. Ein weiteres Wahlkampfthema war die vom Pentagon beschlossene Stationierung von „Osprey“-Kipprotorflugzeugen in Iwakuni, die wegen Sicherheitsbedenken umstritten ist. Yamamoto sprach sich im Wahlkampf gegen einen Einsatz der Maschinen aus, solange die Sicherheitsbedenken nicht ausgeräumt sind. Bei deutlich gestiegener Wahlbeteiligung setzte sich Yamamoto mit rund 48 % der Stimmen gegenüber 35 % für Iida durch. Er trat das Gouverneursamt am 22. August 2012 an. Im Oktober 2013 wurde Yamamoto ins Krankenhaus eingeliefert und reichte am 9. Januar 2014 im Krankenhaus seinen Rücktritt bei Präfekturparlamentspräsident Shungaku Yanai ein. Der Rücktritt wurde mit der Annahme durch das Präfekturparlament am 14. Januar 2014 wirksam. Yamamoto verstarb am 15. März 2014 an Lungenkrebs.
Yūichirō Itō (jap. 伊藤 祐一郎, Itō Yūichirō; * 17. November 1947 in Izumi, Präfektur Kagoshima) ist ein parteiloser…Yūichirō Itō (jap. 伊藤 祐一郎, Itō Yūichirō; * 17. November 1947 in Izumi, Präfektur Kagoshima) ist ein parteiloser japanischer Politiker und war von 2004 bis 2016 Gouverneur von Kagoshima.
Hajime Furuta (jap. 古田 肇 Furuta Hajime; * 13. September 1947 in der Stadt Gifu, Präfektur Gifu) ist ein parteiloser…Hajime Furuta (jap. 古田 肇 Furuta Hajime; * 13. September 1947 in der Stadt Gifu, Präfektur Gifu) ist ein parteiloser japanischer Politiker und war von 2005 bis 2025 für fünf Amtszeiten Gouverneur der Präfektur Gifu.
Iwao Kitahara (jap. 北原 巌男, Kitahara Iwao; * 20. Juli 1947 in Ina, Präfektur Nagano, Japan) ist ein ehemaliger Beamter…Iwao Kitahara (jap. 北原 巌男, Kitahara Iwao; * 20. Juli 1947 in Ina, Präfektur Nagano, Japan) ist ein ehemaliger Beamter der Verteidigungsbehörde (Bōei-chō) und Botschafter aus Japan.
Masaharu Nakagawa (jap. 中川 雅治 Nakagawa Masaharu; * 22. Februar 1947 in der Präfektur Tokio) ist ein ehemaliger…Masaharu Nakagawa (jap. 中川 雅治 Nakagawa Masaharu; * 22. Februar 1947 in der Präfektur Tokio) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (zuletzt Abe-Faktion). Von 2004 bis 2022 war er Sangiinabgeordneter für die Präfektur Tokio, von 2017 bis 2018 Umweltminister. Nakagawa, der Schwiegersohn von Hara Bunbē (LDP, Sangiinabgeordneter für Tokio und Umweltminister), wurde nach seinem Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio Beamter im Finanzministerium. 2001 wechselte er ins Umweltministerium, wo er 2002 zum beamteten Staatssekretär (jimujikan) aufstieg. Bei der Sangiin-Wahl 2004 trat Nakagawa als einziger LDP-Kandidat in der Präfektur Tokio (damals vier Mandate) an und wurde mit dem höchsten Stimmenanteil gewählt, 2010 wurde er als einer von zwei LDP-Kandidaten mit dem dritthöchsten Stimmenanteil für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Im Sangiin war er von 2008 bis 2009 Vorsitzender des Kultus- und Wissenschaftsausschusses, 2010 Vorsitzender des Sonderausschusses für Okinawa und die Nördlichen Territorien. In der Partei wurde er 2011 Vizevorsitzender des politischen Forschungsrates. Nach der dritten Umbildung des dritten Kabinetts Shinzō Abe war Nakagawa Umweltminister und gleichzeitig Staatsminister für Atomkatastrophenschutz. Zur Sangiin-Wahl 2022 zog sich Nakagawa aus der Politik zurück.
Mariko Bandō (japanisch 坂東 眞理子, Bandō Mariko; * 17. August 1946 in der Präfektur Toyama) ist eine japanische…Mariko Bandō (japanisch 坂東 眞理子, Bandō Mariko; * 17. August 1946 in der Präfektur Toyama) ist eine japanische Frauenrechtlerin, die Vorstandsmitglied der privaten Shōwa Frauenuniversität ist, das japanische Komitee der UNIFEM (United Nations Development Funds for Women) leitet und zahlreiche Bücher schrieb.
Satoshi Arai (jap. 荒井 聰 Arai Satoshi; * 27. Mai 1946 in Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker, zuletzt der…Satoshi Arai (jap. 荒井 聰 Arai Satoshi; * 27. Mai 1946 in Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker, zuletzt der Konstitutionell-Demokratischen Partei (KDP). Er war mit zwei Unterbrechungen zwischen 1993 und 2021 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, und von 2009 bis 2010 Minister in den Kabinetten Hatoyama und Kan. Arai wurde nach seinem Studium an der Universität Tokio Beamter im Landwirtschaftsministerium. 1980 war er während seiner vorübergehenden Entsendung ins Außenministerium in der japanischen Botschaft in Sri Lanka tätig. 1993 beendete er seine Beamtenlaufbahn, trat der Neuen Japan-Partei bei und wurde bei der Shūgiin-Wahl 1993 im damaligen 1. Wahlkreis Hokkaidō (6 Mandate), dem Wahlkreis von Nobutaka Machimura, erstmals Abgeordneter im nationalen Parlament. Er gehörte danach der Neuen Partei Sakigake, der Demokratischen Partei und ab 2016 der Demokratischen Fortschrittspartei an. Nach der Wahlrechtsreform trat Arai 1996 im neuen Einzelwahlkreis Hokkaidō 3 für eine Wiederwahl an und unterlag Gaku Ishizaki (LDP). 2000 kehrte Arai ins Shūgiin zurück, seinen Wahlkreis konnte er danach 2003 erneut gewinnen, 2005 wurde er nur über den Verhältniswahlblock Hokkaidō wiedergewählt. Für die Demokratische Partei, in der er sich der Kan-Gruppe anschloss, gehörte Arai zwei Schattenkabinetten an, 2003 als Schattenstaatssekretär, 2006 als „nächster Umweltminister“. 2007 legte er sein Abgeordnetenmandat nieder, um bei der Gouverneurswahl in Hokkaidō gegen die Amtsinhaberin Harumi Takahashi anzutreten, die von den damals auf nationaler Ebene regierenden Parteien LDP und Kōmeitō unterstützt wurde. Arai, der im Wahlkampf von Demokraten, Sozialdemokraten und Neuer Partei Daichi getragen wurde, erhielt weniger als eine Million Stimmen und unterlag deutlich. Bei der Shūgiin-Wahl 2009 gewann Arai seinen Wahlkreis zurück und wurde im Oktober 2009 Sonderberater von Premierminister Yukio Hatoyama für „Nationale Strategie“ (kokka senryaku). Nach Hatoyamas Rücktritt im Juni 2010 berief dessen Nachfolger Naoto Kan Arai als Staatsminister für „Nationale Strategie“, Wirtschafts- und Finanzpolitik, Verbraucher und Lebensmittelsicherheit in sein Kabinett. Kurz nach Amtsantritt wurden aus der Opposition Rücktrittsforderungen gegen Arai laut, da er ein Wohnhaus eines Bekannten als Hauptbüro seiner Wahlkampforganisation registriert und dafür rund zehn Millionen Yen als Büroausgaben in seinem politischen Spendenbericht 2007 verbucht hatte. Insgesamt hatte er über 40 Millionen Yen (ca. 360.000 Euro) über einen Zeitraum von sechs Jahren als Ausgaben für das Büro geltend gemacht. Arai gab an, das Haus sei hauptsächlich zum Empfang von Post verwendet worden, die verbuchten Ausgaben seien normale Büroausgaben und an den Bekannten sei keine Miete geflossen. Arai bat die Partei um eine Untersuchung seiner Spendenberichte; diese behauptet, es habe sich um normale Büroausgaben gehandelt. Arai blieb bis zu einer Kabinettsumbildung im September 2010 Minister. Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender des Kabinettsausschusses im Shūgiin, dann Vorsitzender des Katastrophenschutzausschusses. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Arai seinen Wahlkreis mit mehr als 20.000 Stimmen Rückstand an einen liberaldemokratischen Newcomer, den ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Hirohisa Takagi, konnte aber eines der beiden Verhältniswahlmandate der Demokraten in Hokkaidō gewinnen. Anschließend übernahm er bis 2013 den Vorsitz im Shūgiin-Sonderausschuss für Okinawa und die „Nördlichen Territorien“, den er bereits von 2004 bis 2005 geführt hatte. Bei der Wahl 2014 verkürzte Arai den Rückstand auf Takagi auf rund 7.000 Stimmen und gewann erneut einen der beiden demokratischen Verhältniswahlsitze in Hokkaidō. Für die Wahl 2017 schloss sich Arai der Konstitutionell-Demokratischen Partei an und gewann den Wahlkreis 3 mit rund 23.000 Stimmen/neun Prozentpunkten Vorsprung auf Takagi – deutlich genug, dass Takagi auch einen LDP-Verhältniswahlsitz verpasste. Zur Shūgiin-Wahl 2021 zog sich Arai aus der Politik zurück. Den 3. Wahlkreis Hokkaidō sollte für die KDP sein Sohn Yutaka übernehmen, der aber um knapp zwei Prozentpunkte Hirohisa Takagi unterlag, mit dieser knappen Niederlage aber einen Verhältniswahlsitz in Hokkaidō gewann.
Kazuya Maruyama (jap. 丸山 和也, Maruyama Kazuya; * 23. Januar 1946 in Shingū, Landkreis Ibo (heute: Tatsuno), Präfektur…Kazuya Maruyama (jap. 丸山 和也, Maruyama Kazuya; * 23. Januar 1946 in Shingū, Landkreis Ibo (heute: Tatsuno), Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Rätehaus, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, über die nationale Verhältniswahlliste der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Maruyama absolvierte 1969 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Waseda Daigaku und war von 1970 bis 1971 im in der Einwanderungsabteilung (nyūkoku-kanri-kyoku) des Justizministeriums tätig. Nach Abschluss der „Justizausbildungsstätte“ (Shihō Kenshūjo) des Obersten Gerichtshofs registrierte er sich 1973 als Anwalt. Von 1975 bis 1980 war er in den Vereinigten Staaten, wo er einen Master of Laws an der University of Washington erwarb und in einem Anwaltsbüro in Los Angeles arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Japan 1980 war er weiter als Anwalt tätig, schwerpunktmäßig im Auftrag von Unternehmen in internationalen Rechtsangelegenheiten. Den Wechsel in die nationale Politik versuchte Maruyama erstmals bei der Sangiin-Wahl 1989, als er über die erfolglose Verhältniswahlliste des Shinsei Club kandidierte. Später trat er auch als Kommentator für Nachrichtenprogramme und in Showprogrammen im Fernsehen auf. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte er für die LDP bei der Verhältniswahl, erhielt landesweit 272.347,455 Stimmen und wurde somit auf Listenplatz 4 gewählt. Im Sangiin war er unter anderem Mitglied des Justiz- und des Rechnungsausschusses. Für die vorgezogene Gouverneurswahl in der Präfektur Ōsaka nach dem Rücktritt von Tōru Hashimoto bat der LDP-Präfekturverband Maruyama im Oktober 2011 um eine Kandidatur. Nachdem er zunächst abgelehnt und die LDP Ōsaka sich bereits mit Demokratischer Partei und Kōmeitō auf die Unterstützung von Kaoru Kurata als gemeinsamen Gegenkandidaten gegen den von Hashimotos Ōsaka Ishin no Kai unterstützten Ichirō Matsui verständigt hatte, erklärte Maruyama knapp zwei Wochen vor Beginn der Wahlperiode doch seine Kandidatur, zog diese aber wenige Tage später wieder zurück. 2012 übernahm Maruyama den Vorsitz im Kultus- und Wissenschaftsausschuss des Sangiin. Bei der Sangiin-Wahl 2013 erhielt er 153.303 Stimmen und erreichte damit den 14. Platz auf der LDP-Liste, der für eine Wiederwahl ausreichte, da die LDP 18 Verhältniswahlmandate gewann.
Zembē Mizoguchi (jap. 溝口 善兵衛, Mizoguchi Zembē; * 20. Januar 1946 in Masuda, Präfektur Shimane; † 20. August 2024) war…Zembē Mizoguchi (jap. 溝口 善兵衛, Mizoguchi Zembē; * 20. Januar 1946 in Masuda, Präfektur Shimane; † 20. August 2024) war ein japanischer Politiker und von 2007 bis April 2019 Gouverneur von Shimane. Mizoguchi, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1968 Beamter im Finanzministerium, wo er 1998 die Leitung des Ministersekretariats (daijin-kambō) und 1999 die Leitung der Internationalen Abteilung (kokusai-kyoku) übernahm. 1985 wurde er vorübergehend in die Weltbank entsandt. 2003 wurde er zaimukan (früher sanjikan, im Finanzministerium eine Position unterhalb der beamteten Staatssekretäre), 2004 übernahm er die Leitung des Kokusai Kin’yū Jōhō Centre („Berichtszentrum für internationale Finanzen“, englisch Japan Center for International Finance), einer vom Finanzministerium eingerichteten Stiftung. 2007 bewarb sich Mizoguchi bei den einheitlichen Regionalwahlen im April in seiner Heimatpräfektur Shimane um die Nachfolge von Gouverneur Nobuyoshi Sumita. Mit formaler Unterstützung von LDP und Kōmeitō, aber gegen nur einen KPJ-Gegenkandidaten gewann er die Wahl mit rund 80 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl 2011 wurde er in der gleichen Kandidatenkonstellation für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Wie sein Vorgänger unterstützte er die japanischen Ansprüche auf Takeshima/Dokdo – seit 2006 begeht die Präfekturverwaltung jedes Jahr einen „Takeshima-Tag“, um dies zu bekräftigen. 2010 genehmigte er gegen die Proteste einzelner Anwohnergruppen den Betrieb des Kernkraftwerks Shimane in Matsue, das wegen Sicherheitsmängeln für Monate abgeschaltet worden war. Nach drei Amtsperioden als Gouverneur ging er im April 2024 in den Ruhestand. Mizoguchi starb am 20. August 2024 im Alter von 78 Jahren.
Takakazu Ishii (jap. 石井 隆一, Ishii Takakazu, eigentlich 石井 一; * 15. Dezember 1945 in Toyama, Präfektur Toyama) ist ein…Takakazu Ishii (jap. 石井 隆一, Ishii Takakazu, eigentlich 石井 一; * 15. Dezember 1945 in Toyama, Präfektur Toyama) ist ein japanischer Politiker, ehemaliger Beamter und seit 2004 Gouverneur von Toyama. Ishii wurde nach seinem Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio Beamter im „Ministerium für Selbstverwaltung“, nach der Reform der Zentralregierung 2001 dann im „Ministerium für allgemeine Angelegenheiten“. Dort war er zuletzt unter anderem shingikan (Position unter den Staatssekretären), Leiter der Abteilung für Kommunal- und Präfektursteuern und ab 2002 Leiter der Shōbō-chō, der nationalen Feuer- und Katastrophenschutzbehörde. 2004 zog sich in der Präfektur Toyama Gouverneur Yutaka Nakaoki nach 24 Jahren im Amt zurück. Ishii beendete seine Beamtenlaufbahn und bewarb sich um die Nachfolge. Seine Kandidatur wurde von den großen Parteien, dem Gewerkschaftsbund Rengō Toyama und dem örtlichen Verband der landwirtschaftlichen Kooperativen (JA Group) unterstützt. Gegen nur einen KPJ-gestützten Gegenkandidaten erhielt er bei niedriger Wahlbeteiligung über 250,000 Stimmen und war sicher gewählt, 2008 wurde er noch deutlicher im Amt bestätigt – wieder gegen nur einen kommunistisch-gestützten Herausforderer.