Sōichi Aikawa (japanisch 相川 宗一 Aikawa Sōichi; * 13. September 1942 in Urawa-ku; † 25. Januar 2021 in Saitama) war ein…Sōichi Aikawa (japanisch 相川 宗一 Aikawa Sōichi; * 13. September 1942 in Urawa-ku; † 25. Januar 2021 in Saitama) war ein japanischer Politiker und von 2001 bis 2009 der erste Bürgermeister der Stadt Saitama. Aikawa studierte an der Keiō-Universität und graduierte dort 1965. Bevor er Mai 2001 erster Bürgermeister von Saitama wurde, war Aikawa von Oktober 1980 bis April 1991 Abgeordneter im Parlament der Präfektur Saitama sowie für 10 Jahre, von März 1991 bis April 2001, Bürgermeister der Stadt Urawa. Am 24. Mai 2009 verlor Aikawa, der von der LDP und der Kōmeitō unterstützt worden war, die Bürgermeisterwahl gegen den von der oppositionellen Demokratischen Partei gestützten Hayato Shimizu, der ihn am 27. Mai 2009 ablöste.
Isao Aoki (jap. 青木 功, Aoki Isao; * 31. August 1942 in Abiko, Präfektur Chiba, Japan) ist einer der erfolgreichsten…Isao Aoki (jap. 青木 功, Aoki Isao; * 31. August 1942 in Abiko, Präfektur Chiba, Japan) ist einer der erfolgreichsten japanischen Profigolfer. Sein Spitzname ist „Tower“, weil er für japanische Verhältnisse mit 1,83 Meter groß gewachsen ist. Er wuchs als Sohn eines Bauern auf und kam mit 15 Jahren in seiner Freizeit als Caddie im Abiko Golf Club mit dem Golfsport in Berührung. Als Aoki dann Arnold Palmer erstmals im Fernsehen sah, träumte er davon, selbst ein großer Golfer zu werden und auf der PGA TOUR zu spielen. Palmer wurde sein Vorbild und mit Hartnäckigkeit verfolgte er von da an sein Ziel und wurde sofort nach seinem Schulabschluss Berufsgolfer.
Kōji Funamoto (jap. 船本 幸路, Funamoto Kōji; * 12. August 1942 in Hiroshima, Präfektur Hiroshima) ist ein ehemaliger…Kōji Funamoto (jap. 船本 幸路, Funamoto Kōji; * 12. August 1942 in Hiroshima, Präfektur Hiroshima) ist ein ehemaliger japanischer Fußballtorwart.
Toshio Sugiura (japanisch 杉浦 敏朗, Sugiura Toshio; * 9. August 1942 in Gamagōri, Präfektur Aichi; † 1. Januar 2018 in…Toshio Sugiura (japanisch 杉浦 敏朗, Sugiura Toshio; * 9. August 1942 in Gamagōri, Präfektur Aichi; † 1. Januar 2018 in Tokio), bekannt unter seinem Ringnamen Katsuhikari Toshio (和晃 敏郎), war ein japanischer Sumōringer. Er machte sein professionelles Debüt im November 1958 und erreichte im September 1969 die Spitzenklasse. Sein höchster Rang war maegashira 1. Er zog sich von der aktiven Konkurrenz im März 1973 zurück und blieb im japanischen Sumōverband als Ältester unter dem Namen Wakafuji. Er erreichte das obligatorische Rentenalter von 65 Jahren und verließ den Sumōverband im August 2007. Toshio starb am 1. Januar 2018 im Alter von 75 Jahren an Gallengangskarzinom.
Takeshi Sasaki (japanisch 佐々木 毅, Sasaki Takeshi; geb. 15. Juli 1942 in Sen’ya in der Präfektur Akita) ist ein…Takeshi Sasaki (japanisch 佐々木 毅, Sasaki Takeshi; geb. 15. Juli 1942 in Sen’ya in der Präfektur Akita) ist ein japanischer Politikwissenschaftler.
Katsusada Hirose (jap. 広瀬 勝貞 Hirose Katsusada; * 25. Juni 1942 in Hita, Präfektur Ōita) ist ein japanischer Politiker…Katsusada Hirose (jap. 広瀬 勝貞 Hirose Katsusada; * 25. Juni 1942 in Hita, Präfektur Ōita) ist ein japanischer Politiker und war von 2003 bis 2023 parteiloser Gouverneur von Ōita. Hirose wurde nach seinem Studienabschluss an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio 1966 Beamter im MITI. 1991 wurde er Sekretär von Premierminister Kiichi Miyazawa, 1996 Leiter des Ministersekretariats, zuletzt war er ab 1999 beamteter Staatssekretär (jimujikan) im MITI, ab 2001 im Nachfolgeministerium METI. 2002 endete seine Beamtenlaufbahn. 2003 zog sich in der Präfektur Ōita Gouverneur Morihiko Hiramatsu nach sechs Amtszeiten zurück. Bei der Wahl im April 2003 kandidierte Hirose mit Unterstützung von LDP, Kōmeitō und Neuer Konservativer Partei und konnte den späteren DPJ-Abgeordneten Shūji Kira sowie den Kommunisten Kōzō Abe bei hoher Wahlbeteiligung mit knapp 49 % der Stimmen schlagen. 2007 und 2011 wurde er jeweils gegen nur einen kommunistischen Gegenkandidaten wiedergewählt. Bei der Wahl 2015 unterstützte die DPJ den ehemaligen nationalen Parlamentsabgeordneten und Bürgermeister der Stadt Ōita Ban Kugimiya als Herausforderer, aber Hirose setzte sich mit 62,2 % der Stimmen gegen Kugimiya (32,4 %) und drei weitere Kandidaten für eine vierte Amtszeit durch. 2019 gewann er mit 80 % der Stimmen gegen zwei Kandidaten. Zur Wahl 2023 zog er sich nach fünf Amtszeiten zurück.
Toyohiro Akiyama (jap. 秋山 豊寛, Akiyama Toyohiro; * 22. Juli 1942 in Setagaya, Tokio; † 26. August 2026) war ein…Toyohiro Akiyama (jap. 秋山 豊寛, Akiyama Toyohiro; * 22. Juli 1942 in Setagaya, Tokio; † 26. August 2026) war ein japanischer Professor und ehemaliger Fernsehjournalist, der durch seinen Flug mit einem Sojus-Raumschiff zur sowjetischen Raumstation Mir im Jahr 1990 internationale Berühmtheit erlangte. Er war der erste Japaner, der in den Weltraum flog, sowie der erste Journalist, der aus dem All berichtete. Zudem war er die erste Person, die durch private Mittel finanziert an einem Raumflug teilnahm.
Seiji Aochi (jap. 青地 清二, Aochi Seiji; * 21. Juni 1942 in Otaru; † 14. August 2008 in Sapporo) war ein japanischer…Seiji Aochi (jap. 青地 清二, Aochi Seiji; * 21. Juni 1942 in Otaru; † 14. August 2008 in Sapporo) war ein japanischer Skispringer. Seiji Aochi studierte an der Meiji-Universität und arbeitete anschließend für Yukijirushi Nyūgyō (Snow Brand Milk Products). Aochi nahm erstmals an den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble teil. Mit 90,5 und 87,5 Metern belegte er beim Springen von der Großschanze Rang 26. Seinen größten Erfolg feierte der Japaner bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo. Hinter Yukio Kasaya und Akitsugu Konno komplettierte er mit Sprüngen über 83,5 und 77,5 m als Drittplatzierter und damit Bronzemedaillengewinner den Dreifacherfolg der japanischen Gastgeber auf der Kleinschanze. Die erste Skiflug-Weltmeisterschaft 1972 in Planica beendete er als 13. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Aochi als Berater für den Ski-Verein seines Arbeitgebers. In dieser Funktion war er unter anderem Mentor von Masahiko Harada. Er starb im Alter von 66 Jahren an Magenkrebs.
Hiroshi Nakai (jap. 中井 洽, Nakai Hiroshi; * 10. Juni 1942 in Changchun, Republik China (heute: Volksrepublik China); †…Hiroshi Nakai (jap. 中井 洽, Nakai Hiroshi; * 10. Juni 1942 in Changchun, Republik China (heute: Volksrepublik China); † 22. April 2017 in Tokio) war ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, zuletzt für die Demokratische Partei, und Minister. Innerparteilich gehörte er den Ozawa- und Kawabata-Gruppen an.
Eitarō Itoyama (jap. 糸山英太郎, Itoyama Eitarō; * 4. Juni 1942 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Unternehmer und…Eitarō Itoyama (jap. 糸山英太郎, Itoyama Eitarō; * 4. Juni 1942 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Unternehmer und Politiker der Liberaldemokratischen Partei.
Masaaki Yamazaki (jap. 山崎 正昭, Yamazaki Masaaki; * 24. Mai 1942 in Ōno, Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker…Masaaki Yamazaki (jap. 山崎 正昭, Yamazaki Masaaki; * 24. Mai 1942 in Ōno, Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP, Hosoda-Faktion), Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für die Präfektur Fukui und von 2013 bis 2016 Präsident des Sangiin. Yamazaki schloss 1965 sein Studium am politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Institut der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Nihon Daigaku ab und arbeitete anschließend für das Bauunternehmen Yamazaki Kensetsu Kōgyō. 1975 wurde er in das Stadtparlament von Ōno gewählt, 1979 für die erste von vier Amtszeiten ins Präfekturparlament von Fukui. Von 1985 bis 1987 war er Vizepräsident des Parlaments, von 1991 bis 1992 Präsident. Den Wechsel in die nationale Politik vollzog Yamazaki bei der Sangiin-Wahl 1992, als er in Fukui (ein Mandat pro Teilwahl) für die Nachfolge des wenige Monate zuvor verstorbenen Tasaburō Kumagai (LDP) kandidierte. Mit knapp 60 % der Stimmen setzte er sich gegen zwei Kandidaten von Rengō no Kai und KPJ durch. 1998, 2004 und 2010 wurde er jeweils mit absoluter Mehrheit im Amt bestätigt. In der Regierung war Yamazaki von Januar bis November 1996 (Kabinett Hashimoto I) parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, von 2003 bis 2005 (Kabinett Koizumi II samt Umbildung) Vizechef des Kabinettssekretariats. Von 2001 bis 2002 führte er den Vorsitz im Sangiin-Geschäftsordnungsausschuss (sangiin giin un’ei iinkai). In der LDP übernahm er von 2005 bis 2009 die Führung des Präfekturverbandes Fukui; 2006 wurde er außerdem Vizevorsitzender der Machimura-Faktion. Von 2007 bis 2009 war er Generalsekretär der LDP-Sangiin-Fraktion. 2012 wurde Yamazaki zum Nachfolger von Hidehisa Otsuji als Vizepräsident des Sangiin gewählt, nach dem LDP-Sieg bei der Sangiin-Wahl 2013 zum Präsidenten der Kammer – nach sechs Jahren, in denen die Demokratische Partei stärkste Kraft im Sangiin gewesen war und den Präsidenten gestellt hatte. Wie die meisten Sangiin-Präsidenten und -Vizepräsidenten war er von 2012 bis 2016 fraktionslos. Yamazaki ist außerdem seit 1990 Präsident des Skiverbands Fukui (Fukui-ken sukī renmei) und seit 2005 Präsident des Pferdesportverbands Fukui (Fukui-ken bajutsu renmei).
Ichirō Ozawa (jap. 小沢 一郎, Ozawa Ichirō, * 24. Mai 1942 in Shitaya (heute: Taitō), Tokio) ist ein japanischer Politiker…Ichirō Ozawa (jap. 小沢 一郎, Ozawa Ichirō, * 24. Mai 1942 in Shitaya (heute: Taitō), Tokio) ist ein japanischer Politiker (LDP→JRP→NFP→LP→DPJ→LF→Mirai→Seikatsu→LP→DVP→KDP→Chūdō) und war von 1969 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Iwate 3. In der Liberaldemokratischen Partei (LDP) einst Generalsekretär, löste er mit seinem Austritt 1993 den erstmaligen Machtverlust der LDP mit aus. In den 1990er Jahren war er danach einer der Führungspolitiker des Umbaus der Parteienlandschaft und führte zeitweise unter anderem zwei große Parteien, die die schon 1994 wiederhergestellte LDP-Regierung beenden sollten, die Neue Fortschrittspartei (NFP), die vorübergehend weite Teile der zersplitterten Opposition sammelte, und die Demokratische Partei (DPJ). Letztere konnte zwar 2009 tatsächlich die LDP in die Opposition zwingen; aber Ozawa, der kurz zuvor vom Parteivorsitz zurückgetreten war, geriet mehrfach in Konflikt mit der Parteiführung und war von Skandalen betroffen. 2012 verließ er die DPJ in Opposition zur vom Parteivorsitzenden Yoshihiko Noda betriebenen Mehrwertsteuererhöhung. Von Januar 2013 bis April 2019 war er (ab 2015: Ko-)Vorsitzender der Liberalen Partei (bis 2016 Seikatsu no Tō).
Akiko Santō (jap. 山東 昭子, Santō Akiko; * 11. Mai 1942 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der…Akiko Santō (jap. 山東 昭子, Santō Akiko; * 11. Mai 1942 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei und war von 2019 bis 2022 Präsidentin des Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, dem sie dreimal (1974–1992, 1995–1996, 2001–2025) für insgesamt acht Wahlperioden angehörte. In der LDP führte sie von 2015 bis 2017 das Banchō Seisaku Kenkyūjo – sie war die erste Frau an der Spitze einer LDP-Faktion. Von 2007 bis 2010 war sie Vizepräsidentin des Oberhauses, von 1990 bis 1991 Wissenschaftsministerin im zweiten Kabinett Kaifu. Nach ihrem Abschluss der Bunka Gakuin, einer Kunstfachschule in Tokio, und einer Karriere in Radio, Film und Fernsehen, kandidierte sie 1974 im damaligen landesweiten Wahlkreis für die LDP. Mit über 120.000 Stimmen erreichte sie Platz 5 und war mit 32 Jahren als damals jüngste Abgeordnete erstmals gewählt. 1978 wurde sie parlamentarische Staatssekretärin in der Umweltbehörde während der Kabinette von Masayoshi Ōhira. Im Oberhaus war sie in den 1980er Jahren Vorsitzende des Auswärtigen sowie des Umweltausschusses. Seit ihrer dritten Wahl 1986 kandidiert Santō über die Verhältniswahl, die den landesweiten Wahlkreis ersetzte. 1990 wurde Santō erst als sechste Frau Ministerin in einem japanischen Kabinett, als sie Premierminister Toshiki Kaifu bei einer Kabinettsumbildung zur Leiterin der Behörde für Wissenschaft und Technologie berief. 1992 wurde sie abgewählt, kehrte aber 1995 als Nachrücker für den verstorbenen Tetsuo Tanabe ins Parlament zurück. 1996 trat sie zurück und versuchte bei der Wahl im Oktober im neu geschaffenen Einzelwahlkreis Kanagawa 6 einen Wechsel ins Unterhaus, unterlag jedoch dem Demokraten Motohisa Ikeda und dem NFP-Kandidaten Ryūshi Tsuchida. Bei der Wahl 2001 kandidierte sie wieder für das Oberhaus. Sie erhielt 147.568 der neu eingeführten Vorzugsstimmen und erzielte damit Platz 17 auf der LDP-Liste, der angesichts des LDP-Wahlerfolges (20 Verhältniswahlmandate) für eine erneute Wahl ausreichte. Als 2007 die LDP den Status als stärkste Partei und die Regierungskoalition ihre Mehrheit (Nejire Kokkai) verlor, wurde Santō für drei Jahre Vizepräsidentin des Oberhauses – als erste Frau auf dem Posten. Zuletzt wurde Santō als Abgeordnete bei der Wahl 2019 mit 133.645 Stimmen (LDP-Listenplatz 18) zum achten Mal gewählt – öfter als jeder andere Oberhausabgeordnete. Am 1. August 2019 wurde sie einstimmig zur Präsidentin des Sangiin gewählt und ist nach Chikage Ōgi die zweite Frau in diesem Amt und blieb bis zur Wahl 2022 im Amt. Bei der Oberhauswahl 2025 erreichte Santō mit 126.381 Stimmen Platz 15 auf der LDP-Liste und war damit bei zwölf Sitzen für die LDP abgewählt.
Takeo Chii (jap. 地井 武男, Chii Takeo; * 5. Mai 1942 in der Präfektur Chiba; † 29. Juni 2012 in Tokio) war ein japanischer…Takeo Chii (jap. 地井 武男, Chii Takeo; * 5. Mai 1942 in der Präfektur Chiba; † 29. Juni 2012 in Tokio) war ein japanischer Schauspieler. Zwischen 1968 und 2012 trat er in mehr als 70 Filmen auf.
Akira Tonomura (jap. 外村 彰, Tonomura Akira; * 25. April 1942 in Nishinomiya, Präfektur Hyōgo, Japan; † 2. Mai 2012) war…Akira Tonomura (jap. 外村 彰, Tonomura Akira; * 25. April 1942 in Nishinomiya, Präfektur Hyōgo, Japan; † 2. Mai 2012) war ein japanischer Physiker und Pionier der Elektronenholographie und bei der Beobachtung des Aharonov-Bohm-Effekts (1986).
Yūzō Nakamura (japanisch 中村 祐造 Nakamura Yūzō; * 24. April 1942 in Himeji; † 20. Juli 2010) war ein japanischer…Yūzō Nakamura (japanisch 中村 祐造 Nakamura Yūzō; * 24. April 1942 in Himeji; † 20. Juli 2010) war ein japanischer Volleyballspieler.
Masahiko Yamada (jap. 山田 正彦, Yamada Masahiko; * 8. April 1942 in Fukue (heute: Gotō), Präfektur Nagasaki) ist ein…Masahiko Yamada (jap. 山田 正彦, Yamada Masahiko; * 8. April 1942 in Fukue (heute: Gotō), Präfektur Nagasaki) ist ein japanischer Politiker. Zwischen 1993 und 2012 war er mit Unterbrechung für insgesamt fünf Wahlperioden Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus Nagasaki.
Tadamasa Kodaira (jap. 小平 忠正, Kodaira Tadamasa; * 18. März 1942 in Iwamizawa, Hokkaidō) ist ein japanischer Politiker.…Tadamasa Kodaira (jap. 小平 忠正, Kodaira Tadamasa; * 18. März 1942 in Iwamizawa, Hokkaidō) ist ein japanischer Politiker. Er war von 1990 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Hokkaidō 10 als Mitglied der Demokratischen Partei (darin der Hatoyama- und Ex-DSP-Gruppen). Kodaira, der Sohn des langjährigen DSP-Shūgiinabgeordneten Tadashi Kodaira, wurde nach seinem Studium an der Keiō-Universität Angestellter des Handelshauses Tōmen (heute Teil von Toyota Tsūshō). 1972 verließ er das Unternehmen und gründete in Kurisawa einen Viehzuchtbetrieb. Kodairas Vater wurde bei der Shūgiin-Wahl 1986 im fünfmandatigen Wahlkreis Hokkaidō 4 (der Wahlkreis von unter anderem Yukio Hatoyama und Seiichi Ikehata) abgewählt und zog sich aus der Politik zurück. Bei der nächsten regulären Wahl 1990 trat Tadamasa Kodaira für die DSP im Wahlkreis seines Vaters an und wurde mit dem vierthöchsten Stimmenanteil erstmals gewählt. Er wurde 1993 und seit 1996 fünfmal in Folge im neuen Einzelwahlkreis Hokkaidō 10 wiedergewählt. Die Neue Fortschrittspartei, in der die DSP aufgegangen war, verließ er schon 1995 und schloss sich der Neuen Partei Sakigake seines bisherigen Wahlkreiskonkurrenten Hatoyama an. Während des ersten Kabinetts Hashimoto war er parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium. Nach der Gründung der Demokratischen Partei 1996 wurde Kodaira dort der erste Vorsitzende im Präfekturverband Hokkaidō. Später war er unter anderem Vorsitzender im Kommunikationsausschuss und im Landwirtschaftsausschuss des Shūgiin, 2010 übernahm er den Vorsitz im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten. Im 3. umgebildeten Kabinett Noda wurde Kodaira 2012 Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Minister für Verbraucher und Lebensmittelsicherheit. Nach dem Rücktritt von Keishū Tanaka als Justizminister übernahm er zusätzlich für einige Stunden kommissarisch dessen Posten. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 wurde er als einer von acht Ministern im Kabinett aus dem Parlament gewählt, seinen Wahlkreis verlor er erstmals seit der Einführung der Einmandatswahlkreise an Hisashi Inatsu von der Kōmeitō.
Masahiko Kōmura (jap. 高村 正彦, Kōmura Masahiko; * 15. März 1942 in Shūnan in der Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer…Masahiko Kōmura (jap. 高村 正彦, Kōmura Masahiko; * 15. März 1942 in Shūnan in der Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der Partei führte er zunächst gemeinschaftlich, dann alleine von 2000 bis 2012 die Kōmura-Faktion. Von 1980 bis 2017 war er für zwölf Wahlperioden Abgeordneter aus Yamaguchi im Unterhaus, ab den 1990er Jahren gehörte er mehrfach der Regierung an, erstmals von 1994 bis 1995 als Wirtschaftsplanungsminister im Kabinett Murayama. Von 2012 bis 2018 war er stellvertretender Parteivorsitzender.
Akira Fujishima (japanisch 藤嶋 昭, Fujishima Akira; * 10. März 1942 in der Präfektur Aichi) ist ein japanischer Chemiker…Akira Fujishima (japanisch 藤嶋 昭, Fujishima Akira; * 10. März 1942 in der Präfektur Aichi) ist ein japanischer Chemiker, emeritierter Professor an der Universität Tokio. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der Forschung zur Künstlichen Photosynthese. Fujishima machte 1966 seinen Bachelor-Abschluss als Ingenieur an der Staatlichen Universität Yokohama und wurde 1971 an der Universität Tokio in Chemie bei Ken’ichi Honda promoviert. Danach war er Assistenzprofessor an der Universität Kanagawa, wechselte 1975 als Assistant Professor an die Universität Tokio, wo er 1978 Associate Professor wurde und 1986 eine volle Professur erhielt und 2003 emeritierte. Als Post-Doktorand war er 1976/77 an der University of Texas at Austin. Bei der Arbeit an seiner Dissertation bei Honda entdeckte er die Photokatalytische Wasserspaltung an Titandioxid-Elektroden (Honda-Fujishima-Effekt). Obwohl sich herausstellte, dass die Anwendungen für Wasserstoffgewinnung begrenzt waren, fanden Fujishima eine andere nützliche Anwendung in der Selbstreinigung von damit beschichtetem Glas und Kacheln, wo es Wasser und Bakterien abweist. Es wird z. B. bei Straßenlampen und Autofenstern benutzt. Der Durchbruch von Fujishima mit der Entdeckung von Titandioxid als Katalysator bei der Wasseraufspaltung führte dazu, dass Titandioxid und andere Halbleiter danach im Zentrum der Forschung auf diesem Gebiet standen. 1982 erhielt Fujishima gemeinsam mit Ken’ichi Honda den Asahi-Preis. 2004 erhielt er mit Honda den Japan-Preis und 2003 erhielt er den ersten Heinz Gerischer Award der Europa-Sektion der Electrochemical Society. 2006 wurde er Präsident der japanischen chemischen Gesellschaft, 1998 der japanischen photochemischen Gesellschaft und 2003 der elektrochemischen Gesellschaft Japans. 2010 wurde er zur Person mit besonderen kulturellen Verdiensten ernannt. Seit 2009 ist er auswärtiges Mitglied der Academia Europaea. 2017 wurde er mit dem Kulturorden ausgezeichnet.
Yōji Totsuka (japanisch 戸塚 洋二, Totsuka Yōji; * 6. März 1942 in Fuji, Japan; † 10. Juli 2008 in Tokio) war ein…Yōji Totsuka (japanisch 戸塚 洋二, Totsuka Yōji; * 6. März 1942 in Fuji, Japan; † 10. Juli 2008 in Tokio) war ein japanischer Physiker.
Shōmei Yokouchi (japanisch 横内 正明, Yokouchi Shōmei; * 2. März 1942 in Nirasaki, Präfektur Yamanashi; † 21. April 2020)…Shōmei Yokouchi (japanisch 横内 正明, Yokouchi Shōmei; * 2. März 1942 in Nirasaki, Präfektur Yamanashi; † 21. April 2020) war ein japanischer Politiker. Er war von 2007 bis 2015 Gouverneur von Yamanashi. Yokouchi, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1964 Beamter im Bauministerium. Dort war er ab 1984 Abteilungsleiter (kachō) in der Straßenabteilung, ab 1995 in der Stadtabteilung. 1990 wurde er stellvertretender Leiter des Ministersekretariats (daijin kambō shingikan). Zur Shūgiin-Wahl 1993 wechselte Yokouchi in die Politik und trat als Unabhängiger im fünfmandatigen Wahlkreis Yamanashi an, der die gesamte Präfektur umfasste. Mit dem vierthöchsten Stimmenanteil wurde er für die erste von insgesamt drei Wahlperioden ins Shūgiin gewählt – ab 1996 für den neuen Einzelwahlkreis Yamanashi 3 – und schloss sich der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an. Während des zweiten Kabinetts Hashimoto war er 1997 parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium, von 2001 bis 2002 „Vizeminister“ für Justiz im ersten Kabinett Koizumi. 2002 legte Yokouchi sein Abgeordnetenmandat nieder, um bei der Gouverneurswahl 2003 in Yamanashi um für die Nachfolge von Ken Amano zu kandidieren, der nicht wieder antrat. In einem Feld aus vier Kandidaten unterlag er aber mit 158 zu 167 Tausend Stimmen Takahiko Yamamoto, der die Unterstützung Amanos und beider großer Parteien genoss. Danach kandidierte Yokouchi bei der Wahl im Juli 2004 über die LDP-Verhältniswahlliste für das Sangiin, erhielt aber nur knapp 114 Tausend Stimmen, erreichte damit den 19. Listenplatz und verfehlte damit einen Sitz, da die LDP nur 15 Verhältniswahlmandate gewann. Bei der nächsten Gouverneurswahl in Yamanashi 2007 kandidierte Yokouchi auf Drängen des Furusato Yamanashi o kangaeru kai („Gesellschaft, die an die Heimat Yamanashi denkt“) erneut, der ehemaligen Unterstützerorganisation von Gouverneurskandidat Yukihiko Inoue in der Wahl 2003, und konnte Yamamoto diesmal mit 235 zu 188 Tausend Stimmen schlagen. Yokouchis erste Amtszeit endete im Februar 2011, bei der Wahl am 30. Januar bewarb er sich als „ainori“-Kandidat, also mit Unterstützung aller großer Parteien mit Ausnahme der KPJ, um eine zweite Amtszeit und wurde bei 42 Prozent Wahlbeteiligung mit 83 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
Yōsuke Yamashita (jap. 山下 洋輔, Yamashita Yōsuke; * 26. Februar 1942 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Pianist…Yōsuke Yamashita (jap. 山下 洋輔, Yamashita Yōsuke; * 26. Februar 1942 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Pianist des Creative Jazz. In Europa galt er in den 1970er Jahren als „der bekannteste Repräsentant des japanischen Free Jazz“ (Martin Kunzler). Mit zunächst totalem Einsatz von Energie und schließlich immer subtilerer Differenzierung entwickelte er eine eigenständige Musik, die zunächst häufig als „Kamikaze-Jazz“ auf Unverständnis stieß. Dagegen meinte sein Piano-Kollege Walter Norris: „Er ist weit mehr als ein ganz hervorragender Techniker, er hat die gleiche Kraft, sich auszudrücken, wie wir es bei Charlie Parker hörten. Natürlich mag es Leute geben, die diese Musik nur als eine Art Geräusch bezeichnen, aber die liegen völlig falsch. Yamashita spiegelt in seiner Musik die Gegenwart.“
Tadashi Nakamura (jap. 中村 忠, Nakamura Tadashi; * 22. Februar 1942 in Maoka, Präfektur Karafuto) ist ein japanischer…Tadashi Nakamura (jap. 中村 忠, Nakamura Tadashi; * 22. Februar 1942 in Maoka, Präfektur Karafuto) ist ein japanischer Kampfkunstexperte (9. Dan). Er begann 1953 mit dem Studium des Karate im Stil des Kyōkushin unter Kenji Kurosaki und Ōyama Masutatsu. 1966 bestritt er erfolgreich einen 100-Mann-Kampf (Hyakunin-kumite) und wurde Chairman der Kyōkushinkai-Organisation in den USA. Nakamura, Exponent des Kobudō und Begründer des Seidō Karate, unterrichtet heute im Seidō-jūku in New York City, USA. Zu seinen Schülern gehören u. a. Nobuyuki Kishi (Japan), Renzie Ron Hanham (Neuseeland) und William Oliver (USA). Als Chairman Director leitet er die 1976 von ihm gegründete Word Seidô Karate Organization (WSKO). Als Fachbuchautor schrieb er Karate Technique and Spirit.
Hiroyuki Sonoda (jap. 園田 博之, Sonoda Hiroyuki; * 19. Februar 1942 in Kawaura, Landkreis Amakusa (heute: Amakusa)…Hiroyuki Sonoda (jap. 園田 博之, Sonoda Hiroyuki; * 19. Februar 1942 in Kawaura, Landkreis Amakusa (heute: Amakusa), Präfektur Kumamoto; † 11. November 2018) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Abgeordneter des japanischen Unterhauses für den Verhältniswahlblock Kyūshū. Sonoda, Absolvent der Nihon Daigaku, arbeitete nach seinem Studienabschluss bis 1983 für das Fischereiunternehmen Nichiro Gyogyō K.K. (heute Teil von K.K. Maruha Nichiro Holdings). Nach dem Tode seines Vaters, des Abgeordneten und ehemaligen Außen- und Sozialministers Sunao Sonoda, kandidierte er bei der Wahl 1986 in dessen Unterhauswahlkreis. Den fünfmandatigen 2. Wahlkreis Kumamoto gewann er als Unabhängiger (mit Unterstützung der Fukuda-Faktion) mit 73.252,258 Stimmen auf Platz eins – die „Bruchteilstimmen“ resultierten daraus, dass die Ehefrau seines Vaters, Tenkōkō Sonoda, die bereits 1946 einer der ersten Frauen im Parlament gewesen war, 1986 im gleichen Wahlkreis kandidierte. Sonoda schloss sich zunächst der LDP an. 1993 verließ er die Partei im Vorfeld der Unterhauswahl und beteiligte sich an der Gründung der Neuen Partei Sakigake von Masayoshi Takemura. Dort war er 1993 bis 1994 und 1996 Generalsekretär (daihyō kanji), nach dem Weggang von Naoto Kan und Yukio Hatoyama 1996 weiter für kurze Zeit Generalsekretär (nun kanjichō). In den Kabinetten von Tomiichi Murayama war er dazwischen von 1994 bis 1996 stellvertretender Chefkabinettssekretär. Seit der Wahl von 1996 tritt Sonoda im Einzelwahlkreis Kumamoto 4 an, den er nach seiner Einrichtung sieben Mal in Folge klar für sich entscheiden konnte. Nach der Auflösung (Umbenennung) der Neuen Partei Sakigake 1998 kehrte er 1999 in die LDP zurück und schloss sich der Katō-/Ozata-/Tanigaki-Faktion an. Unter dem Parteivorsitzenden Sadakazu Tanigaki war Sonoda stellvertretender Generalsekretär (kanjichō-dairi) von 2009 bis zum März 2010, als er zurücktrat, was er mit Meinungsverschiedenheiten in der Parteiführung begründete. Im April 2010 verließ Sonoda die LDP und beteiligte sich an der Gründung von Tachiagare Nippon, wo er als Generalsekretär die wichtigste Position hinter den Vorsitzenden Hiranuma und Yosano einnahm. 2012 ging die Partei in der Nippon Ishin no Kai des ehemaligen Gouverneurs von Ōsaka Tōru Hashimoto auf. Für diese konnte Sonoda bei der Unterhauswahl 2012 eines von nur zwei Direktmandaten außerhalb der Präfektur Ōsaka gewinnen. Die großen Parteien hatten keine Gegenkandidaten nominiert, nur der inzwischen parteilose ehemalige Abgeordnete Masayoshi Yagami und eine Kommunistin traten gegen Sonoda an. Im Sommer 2014 begründete Sonoda mit weiteren Abgeordneten um Shintarō Ishihara und Hiranuma die „Partei der nächsten Generation“. 2015 kehrte er ebenso wie Hiranuma in die LDP zurück. Zur Unterhauswahl 2017 verlor Kumamoto einen Unterhauswahlsitz, die LDP-Kandidatur in Kumamoto 4 übernahm Yasushi Kaneko (vorher Wahlkreis 5) und Sonoda wechselte in den Verhältniswahlblock, wo die LDP ihn vor die Doppelkandidaten alleine auf den Listenplatz 1 setzte und er sicher wiedergewählt wurde. Ab Ende 2017 war er wiederholt im Krankenhaus, im 11. November 2018 starb Sonoda an einer Lungenentzündung in einem Tokioter Krankenhaus.
Katsuaki Watanabe (jap. 渡辺 捷昭 Watanabe Katsuaki; * 13. Februar 1942 in der Präfektur Mie) ist…Katsuaki Watanabe (jap. 渡辺 捷昭 Watanabe Katsuaki; * 13. Februar 1942 in der Präfektur Mie) ist torishimariyaku-fuku-kaichō (取締役副会長, „Vorstand und stellvertretender Vorsitzender“) der Toyota Jidōsha K.K. (engl. Toyota Motor Corp.). Watanabe erhielt seinen Abschluss an der Keiō-Universität in Wirtschaft im Jahre 1964 und arbeitet seither bei Toyota. 2005 folgte er Fujio Chō als „leitender Direktor und Präsident“ (daihyō-torishimariyaku-shachō). Während seiner Karriere gewann er durch seine Kostenreduzierungen an Reputation im Unternehmen. 2009 wurde er durch Akio Toyoda abgelöst. Watanabe wurde vom TIME magazine zu den 100 einflussreichsten Personen des Jahres 2005 gezählt. Katsuaki Watanabe wurde 1942 in der Präfektur Mie geboren und lebt heute in der Stadt Toyota. Er ist verheiratet und hat drei Töchter. Der Amateurmusiker Watanabe singt außerdem in einem Männerchor und spielt gerne Golf und Tennis.
Yasuo Ichikawa (jap. 一川 保夫, Ichikawa Yasuo; * 6. Februar 1942 in Komatsu, Präfektur Ishikawa) ist ein japanischer…Yasuo Ichikawa (jap. 一川 保夫, Ichikawa Yasuo; * 6. Februar 1942 in Komatsu, Präfektur Ishikawa) ist ein japanischer Politiker. Er war Abgeordneter im Präfekturparlament Ishikawa und in beiden Kammern des nationalen Parlaments, zuletzt für die Demokratische Partei (Ozawa-Gruppe), und von 2011 bis 2012 Verteidigungsminister im Kabinett. Ichikawa, der Sohn eines Präfekturparlamentsabgeordneten, studierte an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Mie und wurde anschließend Beamter im Landwirtschaftsministerium. 1990 beendete er seine Beamtenlaufbahn und folgte seinem Vater ins Parlament der Präfektur Ishikawa, in dem er für die Liberaldemokratische Partei (LDP) zwei Amtsperioden saß. 1993 schloss er sich der Erneuerungspartei von Ichirō Ozawa und Tsutomu Hata an. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte er für die Neue Fortschrittspartei im neuen Einmandatswahlkreis Ishikawa 2, dem Wahlkreis von Yoshirō Mori. Er verlor zwar, wurde aber über den Verhältniswahlblock Hokuruku-Shin’etsu gewählt, 2000 für die Liberale Partei und 2003 für die Demokratische Partei wiedergewählt. 2005 unterlag er im Wahlkreis zum vierten Mal Yoshirō Mori und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der Demokraten auch die Wiederwahl im Block. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte Ichikawa in Ishikawa für die Nachfolge von Tetsuo Kutsukake (ehemals Liberaldemokrat, nun Demokrat), der nicht erneut kandidierte. Ichikawa gewann mit rund viertausend Stimmen Vorsprung auf den ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Tomitarō Yata (LDP) und zog damit für sechs Jahre ins Sangiin ein. Dort war er unter anderem Vorsitzender des Katastrophenausschusses. In der Demokratischen Partei führt er seit 2010 den Präfekturverband Ishikawa. Im September 2011 berief ihn der dritte Demokratische Premierminister Yoshihiko Noda als Verteidigungsminister in sein Kabinett. Zum Amtsantritt bezeichnete er sich als Amateur in sicherheitspolitischen Fragen, was ein Beleg für das Funktionieren der verfassungsmäßig festgeschriebenen zivilen Kontrolle über die Selbstverteidigungskräfte sei; die Opposition reagierte mit Rücktrittsforderungen. Im November blieb er einem Empfang des Kaiserlichen Hofes für das bhutanische Königspaar fern, um bei einer Parteiveranstaltung politische Spenden zu sammeln. Nach mehreren umstrittenen Äußerungen im November und Dezember 2011 im Zusammenhang mit der US-Militärpräsenz in Okinawa verabschiedete das Sangiin im Dezember 2012 eine rechtlich nicht zum Rücktritt zwingende „Rügeresolution“ (monseki ketsugi). Im Januar 2012 wurde er bei einer Kabinettsumbildung durch Naoki Tanaka (ebenfalls Ozawa-Gruppe) ersetzt. Kurz darauf wurde er Generalsekretär der Sangiin-Fraktion der Demokratischen Partei. Bei der Sangiin-Wahl 2013 unterlag Ichikawa deutlich dem Liberaldemokraten Shūji Yamada. 2014 kandidierte er wieder für das Shūgiin, aber nur bei der Verhältniswahl im Block Hokuriku-Shin’etsu auf dem den Doppelkandidaten nachgeordneten Platz 14 der demokratischen Liste – aussichtslos: nur zwei der Doppelkandidaten gewannen ihre Wahlkreise und bei der Verhältniswahl gewannen die Demokraten drei Sitze.