Daisuke „Dice-K“ Enomoto (japanisch 榎本 大輔 Enomoto Daisuke; * 22. April 1971 in Matsudo, Präfektur Chiba, Japan) ist ein…Daisuke „Dice-K“ Enomoto (japanisch 榎本 大輔 Enomoto Daisuke; * 22. April 1971 in Matsudo, Präfektur Chiba, Japan) ist ein japanischer Unternehmer und ehemaliger Direktor des Tokioter Internet Service Providers livedoor Co. Ltd. Enomoto wollte als erster asiatischer Weltraumtourist (der vierte insgesamt) an Bord von Sojus TMA-9 zusammen mit Michail Wladislawowitsch Tjurin und Michael Eladio López-Alegría von Baikonur aus zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Am 7. März 2006 wurde er für diesen Flug bestätigt. Anousheh Ansari wurde als Ersatzkandidatin für seinen Platz zugeteilt. Der Start war für den 14. September 2006 vorgesehen. Enomoto kam in die Schlagzeilen, als er ankündigte, zu seinem 20-Millionen-Dollar-Raumflug in einem „Char Aznable“-Kostüm, einer Figur aus der Anime-Reihe Gundam, starten zu wollen. Am 21. August 2006 teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos jedoch mit, dass Enomoto aus medizinischen Gründen nicht zum Flug zugelassen würde. Seinen Platz nahm Anousheh Ansari ein. Zwei Jahre später verklagte Enomoto die Firma Space Adventures, die seinen Raumflug organisieren sollte. Enomoto gab an, dass der Grund für seine Absage vorgeschoben sei. Es sei allen beteiligten Ärzten bekannt gewesen, dass er Nierensteine habe, und sein Gesundheitszustand habe sich gegenüber früheren Untersuchungen nicht verschlechtert. Enomoto verlangt die Rückzahlung von 21 Millionen US-Dollar.
Hinako Sugiura (japanisch 杉浦 日向子 Sugiura Hinako; * 30. November 1958 in Tokio; † 22. Juli 2005 in Kashiwa) war eine…Hinako Sugiura (japanisch 杉浦 日向子 Sugiura Hinako; * 30. November 1958 in Tokio; † 22. Juli 2005 in Kashiwa) war eine japanische Mangaka, die sich vor allem mit der Kultur der Edo-Periode (1603–1867) befasste. Ihr richtiger Name lautete Junko Suzuki (鈴木 順子, Suzuki Junko). Sie wuchs mit viel Sinn für Tradition in einer Familie von Kimono-Machern in Tokio auf. Sugiura studierte an der Fakultät der Künste der Nihon-Universität in Tokio Design und begann sich zunehmend für das alte Japan zu interessieren. Durch die Comics von Shōhei Kusunoki, die sie während ihres Studiums las, wurde sie inspiriert, die Edo-Zeit in Bildabfolgen darzustellen. Schließlich brach sie die Schule ab, um bei Shisei Inagaki, einem Autor, der sich der Edo-Periode widmete, zu lernen, und war Assistentin bei der Manga-Zeichnerin Murasaki Yamada. Ihr Debüt als Manga-Zeichnerin machte sie 1980 mit Tsūgen Muro no Ume im alternativen Manga-Magazin Garo, für das sie in den 1980er Jahren weitere Comics zeichnete. Gemeinsam mit Yōko Kondo und Murasaki Yamada galt sie als eine der „drei jungen Frauen des Garo“ (ガロ三人娘, Garo Sannin Musume) Für Gassō erhielt sie 1984 den Preis der Vereinigung japanischer Comiczeichner, für Fūryū Edo Suzume 1988 den Bungei-Bunshū-Manga-Preis. Ihre Serie Sarusuberi, die von 1983 bis 1988 im Magazin Manga Sunday erschienen ist, handelt von Hokusai, seiner Tochter Oei und deren unterschiedliche Auffassungen von Kunst. 1993 verabschiedete sie sich von ihrem Beruf als Zeichnerin, um sich mehr dem Schreiben über die Edo-Periode zu widmen. Sie schrieb einige Bücher und trat auch in den Medien als Expertin für diesen Geschichtsabschnitt auf. So sprach sie beispielsweise nach jeder Folge der Fernsehserie Comedy: O-Edo de Gozaru, die in der Edo-Periode spielt, einen Kommentar. Da sie an Krebs litt, stieg Sugiura aus Comedy: O-Edo de Gozaru aus. Sie starb am 22. Juli 2005 im Alter von 46 Jahren in einem Krankenhaus in Kashiwa, in der Präfektur Chiba. Sugiura, die ein halbes Jahr mit dem Schriftsteller und Drehbuchautor Hiroshi Aramata verheiratet war, war eine der wenigen Mangaka des 20. Jahrhunderts, die in der Ukiyo-e-Technik zeichneten. Ihr Werk wurde ins Französische übersetzt.
Masanori Hata (japanisch 畑 正憲, Hata Masanori; geboren 17. April 1935 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; gestorben 5. April…Masanori Hata (japanisch 畑 正憲, Hata Masanori; geboren 17. April 1935 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; gestorben 5. April 2023) war ein japanischer Zoologe, Naturliebhaber und Essayist.
Kazutoshi Handō (japanisch 半藤 一利 Handō Kazutoshi; geb. 21. Mai 1930 in Tokyo, Tokyo, gest. 12. Januar 2021 in Setagaya…Kazutoshi Handō (japanisch 半藤 一利 Handō Kazutoshi; geb. 21. Mai 1930 in Tokyo, Tokyo, gest. 12. Januar 2021 in Setagaya, Tokyo) war ein japanischer Journalist und Autor non-fiktionaler Literatur, vor allem zum Pazifikkrieg und zur Shōwa-Ära.
Toshio Akiyama (jap. 秋山 紀夫, Akiyama Toshio; * 26. März 1929 in Ōmiya (heute: Ōmiya-ku, Saitama), Präfektur Saitama…Toshio Akiyama (jap. 秋山 紀夫, Akiyama Toshio; * 26. März 1929 in Ōmiya (heute: Ōmiya-ku, Saitama), Präfektur Saitama, Japan; † 9. Dezember 2025) war ein japanischer Komponist und Dirigent. Er studierte an der Musashino Academia Musicae in Tokio, an der er 1963 graduierte, sowie an der Tokyo National University of Fine Arts and Music. Danach unterrichtete er an der Sakuragi-Mittelschule in Ōmiya und dirigierte das dortige Blasorchester. Die Erfolge mit diesem Orchester beflügelten ihn 1973 und 1974 an der Eastman School of Music in Rochester, US-Bundesstaat New York, sowie an der University of Michigan in den USA seine Studien zu vervollständigen. Er galt als der führende Blasorchesterdirigent in Japan und war ebenso in den USA als Gastdirigent sehr gefragt. Ferner betätigte er sich in Verbänden der Blasmusikbewegung. So war er von 1961 bis 1973 Vize-Präsident der Kantō Band Association und von 1973 bis 1983 Vize-Präsident der All Japan Band Association. Von 1993 bis 1997 bekleidete er das Amt des Präsidenten der Japanese Band Directors Association, deren Ehren-Präsident er ab 2003 war. Von 1968 bis 1999 gehörte er dem Lehrkörper der Musashino Academia Musicae an. Von 1958 bis 2000 war er Chefdirigent des Sony Symphonic Wind Orchestra. Er bekleidete folgende Ämter: ab 1983 Ehrenmitglied der American Bandmasters Association, ab 1995 Mitglied im Board of Directors der World Association for Symphonic Band and Ensembles, ab 1996 Ehren-Präsident der Asian Pacific Band Directors Association sowie ab 1999 Ehrenmitglied der All Japan Band Association. Die ihm zugesprochenen Auszeichnungen und die Preise, welche er erhielt, sind recht zahlreich. Sein Œuvre ist nicht ganz so umfangreich. Dafür hat er sich umso mehr für die Etablierung, Verbreitung und musikalische Entwicklung der Blasorchester in Japan eingesetzt und wird in Fachkreisen als der Godfather der japanischen Blasmusikbewegung bezeichnet. Er betätigte sich musikalischer und kultureller Berater der Stadt Hamamatsu und war Musikdirektor und künstlerischer Leiter der Omiya Wind Symphony, dem japanischen Partnerorchester des deutschen Auswahlorchesters Westfalen Winds. Im Februar 2017 war er mit der Omiya Wind Symphony in Deutschland zu Besuch. Im Rahmen des internationalen Kulturaustauschs zwischen Deutschland und Japan, den Westfalen Winds 2015 mit Unterstützung des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amts initiierte, gastierte die Omiya Wind Symphony unter der Leitung von Toshio Akiyama zusammen mit seinem deutschen Partnerorchester Westfalen Winds im Düsseldorfer Raum.
Tetsurō Tamba (jap. 丹波 哲郎, Tamba Tetsurō; eigentlich Tanba Seizaburō, 丹波 正三郎; * 17. Juli 1922 in Tokio; † 24. September…Tetsurō Tamba (jap. 丹波 哲郎, Tamba Tetsurō; eigentlich Tanba Seizaburō, 丹波 正三郎; * 17. Juli 1922 in Tokio; † 24. September 2006 ebenda) war ein japanischer Schauspieler. Tamba begann 1952 mit einer kleinen Rolle als Filmschauspieler und wirkte bis zu seinem Tode in beinahe 200 Produktionen mit. Zu Beginn der 1970er Jahre hatte er seinen Karrierehöhepunkt, als er in einigen der bedeutendsten und erfolgreichsten Filme dieser Zeit mitwirkte. Seine international bekannteste Rolle war jedoch die des Tiger Tanaka im James-Bond-Film Man lebt nur zweimal. Zudem bewies er sich als Schriftsteller und Produzent von Dokumentarfilmen.
Kim Tal-su (koreanisch 金 達寿, jap.-kor. Kimu Darusu/Tarusu bzw. jap. Kin Tatsuju; * 27. November 1919 in Keishō-nandō…Kim Tal-su (koreanisch 金 達寿, jap.-kor. Kimu Darusu/Tarusu bzw. jap. Kin Tatsuju; * 27. November 1919 in Keishō-nandō, Provinz Chōsen, Kaiserreich Japan (heute: Gyeongsangnam-do, Südkorea); † 24. Mai 1997) war ein japanischer Schriftsteller koreanischer Herkunft.
Katō Tōkurō (japanisch 加藤 唐九郎, eigentlicher Name Katō Shōkurō (加藤 庄九郎); geboren 19. Juli 1897 in Seto in der Präfektur…Katō Tōkurō (japanisch 加藤 唐九郎, eigentlicher Name Katō Shōkurō (加藤 庄九郎); geboren 19. Juli 1897 in Seto in der Präfektur Aichi; gestorben 24. Dezember 1985 in Nagoya) war ein japanischer Keramik-Künstler.
Kimura Ki (japanisch 木村 毅; geboren 12. Februar 1894 in Katsumada in der Präfektur Okayama; gestorben 18. September 1979…Kimura Ki (japanisch 木村 毅; geboren 12. Februar 1894 in Katsumada in der Präfektur Okayama; gestorben 18. September 1979 in Tokio) war ein japanischer Literaturkritiker, Forscher zur Literatur der Meiji-Zeit, Schriftsteller und Übersetzer.
Yamakawa Kikue (japanisch 山川 菊栄; geboren 3. November 1890 in Tōkyō; gestorben 2. November 1980 ebenda) war eine…Yamakawa Kikue (japanisch 山川 菊栄; geboren 3. November 1890 in Tōkyō; gestorben 2. November 1980 ebenda) war eine japanische Feministin und Sozialistin.
Okamoto Kanoko (japanisch 岡本 かの子, geboren als Ōnuki Kano (大貫 カノ), * 1. März 1889 in Akasaka, Tokio; † 18. Februar 1939)…Okamoto Kanoko (japanisch 岡本 かの子, geboren als Ōnuki Kano (大貫 カノ), * 1. März 1889 in Akasaka, Tokio; † 18. Februar 1939) war eine japanische Schriftstellerin.
Kizen Sasaki (japanisch 佐々木喜善, Sasaki Kizen), manchmal auch Sun-Hee Sasaki oder Kyōseki Sasaki (5. Oktober 1886 – 29.…Kizen Sasaki (japanisch 佐々木喜善, Sasaki Kizen), manchmal auch Sun-Hee Sasaki oder Kyōseki Sasaki (5. Oktober 1886 – 29. September 1933), war ein japanischer Folklorist und Autor, dem manchmal der Beiname „Japanischer Grimm“ gegeben wurde. Erzählte er zunächst als Gewährsperson für Kunio Yanagita, sammelte er später selbst verschiedene Volkserzählungen. 100 Jahre nach dem ersten Erscheinen der „Kinder- und Hausmärchen“ startete er in Japan das Bestreben, die mündliche Erzähltradition systematisch zu sammeln und zu erhalten. Er prägte nicht nur den japanischen Begriff des Märchens, »mukashi banashi«, sondern gab wichtige Impulse für die Entwicklung der wissenschaftlichen Volkskunde und Märchenforschung.
Okamoto Ippei (jap. 岡本 一平; * 11. Juni 1886 in Hakodate; † 11. Oktober 1948) war ein japanischer Manga-Zeichner und…Okamoto Ippei (jap. 岡本 一平; * 11. Juni 1886 in Hakodate; † 11. Oktober 1948) war ein japanischer Manga-Zeichner und Karikaturist.
Yamaoka Kōtarō (japanisch 山岡 光太郎; * 7. März 1880 in Fukuyama; † 1959) war ein japanischer Spion. Er konvertierte zum…Yamaoka Kōtarō (japanisch 山岡 光太郎; * 7. März 1880 in Fukuyama; † 1959) war ein japanischer Spion. Er konvertierte zum Islam, war der erste japanische Hāddsch und nahm den Namen Ömer/Omar Yamaoka (オマル山岡 Omaru Yamaoka) an.
Mikami Yoshio (jap. 三上 義夫; * 16. Februar 1875 in Kōtachi (heute Teil des Stadtteils Kōda, Akitakata), Präfektur…Mikami Yoshio (jap. 三上 義夫; * 16. Februar 1875 in Kōtachi (heute Teil des Stadtteils Kōda, Akitakata), Präfektur Hiroshima; † 31. Dezember 1950 in Hiroshima) war ein japanischer Mathematikhistoriker und Mathematiker. Mikami, der Sohn eines Landbesitzers, besuchte die 2. Höhere Schule, einer der Vorläufer der heutigen Universität Tōhoku, die er jedoch wegen Krankheit vorzeitig verließ. Ab 1911 studierte er Philosophie an der prestigeträchtigen Kaiserlichen Universität Tokio. 1913 veröffentlichte er bei Teubner in Leipzig ein Buch über die Geschichte der Mathematik in Japan und China. 1914 folgte eine Geschichte der Mathematik in Japan mit dem US-amerikanischen Mathematikhistoriker David Eugene Smith. Diesen folgten weitere Monographien, die aber nur auf Japanisch erschienen. Er ist vor allem für seine Arbeiten zur Geschichte japanischer Mathematik (Wasan) bekannt. In einer Aufsatzreihe in den 1930er Jahren befasste er sich speziell mit dem Mathematiker Seki Takakazu (Seki Kōwa). Mikami war nach ersten Ansätzen des britischen Missionars Alexander Wylie derjenige, der im Westen genauere Kenntnisse der chinesischen Mathematikgeschichte vermittelte, wobei er sich in seiner ersten Monographie von 1913 vor allem auf die Sammlung von Mathematikerbiographien (Chouren zhuan) von 1799 von Ruan Yuan (1764–1849) stützte. Seine Bücher zur japanischen Mathematik sind Standardwerke.
Masaoka Shiki (jap. 正岡 子規; * 14. Oktober 1867 im Landkreis Onsen, Provinz Iyo (heute: Matsuyama, Präfektur Ehime); †…Masaoka Shiki (jap. 正岡 子規; * 14. Oktober 1867 im Landkreis Onsen, Provinz Iyo (heute: Matsuyama, Präfektur Ehime); † 19. September 1902 in Tōkyō) war ein japanischer Dichter, Schriftsteller, Literaturkritiker und Essayist der Meiji-Zeit. Sein wirklicher Name lautete Masaoka Tsunenori (正岡 常規). In seiner Kindheit wurde er Tokoronosuke (處之助) und später Noboru (升) genannt. Masaoka betätigte sich in zahlreichen literarischen Disziplinen und übte großen Einfluss auf die moderne japanische Literatur aus. Er ist der Begründer der modernen Haiku- und Tanka-Dichtung und wird neben Buson, Issa und Bashō zu den vier großen Haiku-Meistern gezählt. Er gründete die Haiku-Zeitschrift Hototogisu und bereitete den Weg vor für die spätere Tanka-Zeitschrift Araragi. In den letzten sieben Jahren seines Lebens litt er an Tuberkulose und verstarb bereits im Alter von 34 Jahren. Sein Todestag wird im Japanischen auch Hechimaki (糸瓜忌, dt. „Schwammkürbis-Trauertag“) genannt, nach dem kurz vor seinem Tode entstandenen Sterbegedicht: Ein anderer Name für den Todestag ist Dassaiki (獺祭忌), nach einem der Künstlernamen Shikis.
Patricio Lafcadio Tessima Carlos Hearn (japanischer Name: 小泉 八雲, Koizumi Yakumo; * 27. Juni 1850 auf Lefkas…Patricio Lafcadio Tessima Carlos Hearn (japanischer Name: 小泉 八雲, Koizumi Yakumo; * 27. Juni 1850 auf Lefkas, Griechenland; † 26. September 1904 in Tokio) war ein Schriftsteller irisch-griechischer Abstammung, dessen Werke das westliche Bild von Japan im beginnenden 20. Jahrhundert entscheidend geprägt haben.