Norihisa Tamura (jap. 田村 憲久 Tamura Norihisa; * 15. Dezember 1964 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein japanischer…Norihisa Tamura (jap. 田村 憲久 Tamura Norihisa; * 15. Dezember 1964 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Nukaga-Faktion→Ishiba-Faktion→ohne Faktion→Kishida-Faktion→ohne Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, seit einer Neueinteilung der Wahlkreise 2017 für den neu zugeschnittenen 1. Wahlkreis Mie. Er war zweimal Sozial- und Arbeitsminister. Tamura ist der Neffe von Hajime Tamura, der für die Liberaldemokratische Partei von 1955 bis 1996 den damaligen Dreimandatswahlkreis Mie 2 im Shūgiin vertrat und in den 1970er und 80er Jahren mehrfach Minister sowie Präsident des Shūgiin war. Norihisa Tamura absolvierte ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Chiba und arbeitete anschließend für Nippon Doken, ein in Mie ansässiges Bauunternehmen der Familie Tamura. 1994 wurde er Sekretär seines Onkels. Als sich dieser zur Shūgiin-Wahl 1996 zurückzog, übernahm Tamura die LDP-Kandidatur im durch die Wahlrechtsreform neu geschaffenen Einmandatswahlkreis Mie 4, wo er sich mit knappem Vorsprung gegen Akihiko Noro (NFP) durchsetzte. Den Wahlkreis konnte er danach dreimal verteidigen, 2009 unterlag er knapp dem Demokraten Tetsuo Morimoto, wurde aber über den Verhältniswahlblock Tōkai wiedergewählt, 2012 und 2014 setzte er sich im Wahlkreis wieder klar durch. Zur Wahl 2017 verlor Mie einen Wahlkreis und Tamura wechselte in den neuen Wahlkreis 1, den er mit 53,8 % der Stimmen gegen den ohne Parteinominierung kandidierenden Naohisa Matsuda (46,2 %) gewann, den ehemaligen Bürgermeister der Hauptstadt Tsu, demokratisch gestützten Gouverneurskandidaten 2011 und Ishin-/DFP-Unterhausabgeordneten. 2021 setzte sich Tamura klar gegen Matsuda (nun KDP) durch, der sich anschließend aus der Politik zurückzog, 2024 und 2026 gegen die quereingestiegene KDP-Kandidatin Wakako Fukumori. Für Kabinette von Jun’ichirō Koizumi war Shimomura parlamentarischer Staatssekretär (Daijinseimukan) im Sozial- und Arbeitsministerium (2002) und im Kultus- und Wissenschaftsministerium (2003). Ab 2003 war er Vorsitzender des LDP-Präfekturverbandes Mie. Im ersten Kabinett von Shinzō Abe wurde er 2006 Staatssekretär/„Vizeminister“ (Fukudaijin) im Sōmushō. Erstmals Minister wurde Tamura 2012 im zweiten Kabinett Abe, wo er das Sozial- und Arbeitsministerium übernahm. Bei der Kabinettsumbildung im September 2014 wurde er durch Yasuhisa Shiozaki ersetzt. Im Kabinett Suga, das von September 2020 bis Oktober 2021 amtierte, erhielt er die Position erneut.
Chiaki Takahashi (jap. 高橋 千秋, Takahashi Chiaki; * 2. August 1956 in Anō (heute: Tsu), Präfektur Mie) ist ein…Chiaki Takahashi (jap. 高橋 千秋, Takahashi Chiaki; * 2. August 1956 in Anō (heute: Tsu), Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker und war von 2000 bis 2013 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für Mie, zuletzt als Mitglied der Demokratischen Partei. Takahashi, Absolvent der Meiji-Universität, arbeitete nach seinem Abschluss 1980 für den Genossenschaftsverband Mie (JA Group). Ab 1990 war er als Sekretär für den Sangiinabgeordneten Tetsuo Inoue tätig, danach arbeitete er ab 1993 für die Werbeagentur Shintō Tsūshin. Für die Sangiin-Wahl 1998 verließ er das Unternehmen und kandidierte in der Präfektur Mie (ein Mandat pro Wahl) als Unabhängiger mit Unterstützung des Gewerkschaftsbundes Rengō, unterlag aber um 100.000 Stimmen Jūrō Saitō (LDP). Als der andere Sangiinabgeordnete für Mie, Kōichi Hirata, im Jahr 2000 für die Unterhauswahl zurücktrat, kandidierte Takahashi bei der Nachwahl am 25. Juni erneut und konnte die LDP-Kandidatin Takako Hashizume um rund 30.000 Stimmen schlagen, bei der regulären Wahl 2001 wurde er mit 25.000 Vorsprung vor Kazumi Fujioka (LDP) wieder als Unabhängiger im Amt bestätigt. 2004 trat er der Demokratischen Partei bei, in der er von 2006 bis 2010 den Präfekturverband Mie führte. Beim demokratischen Wahlsieg 2007 erhielt er über eine halbe Million Stimmen und wurde souverän für weitere sechs Jahre als Abgeordneter bestätigt. Nach der Regierungsübernahme durch die Demokraten 2009 wurde Takahashi zunächst parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium unter Minister Masayuki Naoshima. Bei der Kabinettsumbildung im September 2010 wechselte er als Vizevorsitzender des politischen Forschungsrates in die Parteiführung, bevor er im März 2011 in Naoto Kans erneut umgebildeten Kabinett Nachfolger von Takeaki Matsumoto als „Vizeminister“ im Außenministerium wurde. Für die Gouverneurswahl in Mie 2011 galt er anfangs als möglicher Kandidat, lehnte entsprechende Forderungen aber im Februar 2011 ab. Bei der Sangiin-Wahl 2013 verlor Takahashi seinen Sitz an die Liberaldemokratin Yūmi Yoshikawa.
Katsuya Okada (jap. 岡田 克也 Okada Katsuya; * 14. Juli 1953 in Yokkaichi, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker…Katsuya Okada (jap. 岡田 克也 Okada Katsuya; * 14. Juli 1953 in Yokkaichi, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker (LDP→Erneuerungspartei→Stimme des Volkes→Minseitō→DP→DFP→parteilos→KDP→Chūdō Kaikaku Rengō; lokal zeitweise zum Mie minshu rengō) und war von 1990 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 3. Wahlkreis Mie. Von 2004 bis 2005 und ab 2015 war er Vorsitzender der Demokratischen Partei, anschließend bis September 2016 Vorsitzender der nachfolgenden Demokratischen Fortschrittspartei. In den Kabinetten Hatoyama, Kan und Noda war er von 2009 bis 2010 und 2012 Minister, unter anderem als Außen- und Vizepremierminister.
Masaharu Nakagawa (jap. 中川 正春 Nakagawa Masaharu; * 10. Juni 1950 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein ehemaliger…Masaharu Nakagawa (jap. 中川 正春 Nakagawa Masaharu; * 10. Juni 1950 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (LDP→NJP→NFP→Kokumin no Koe→GGP→DPJ→DFP→parteilos→KDP) und war durchgehend von 1996 bis 2024 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, zuletzt für den Verhältniswahlblock Tōkai und ehemaliger Minister.
Kōichi Hirata (jap. 平田 耕一 Hirata Kōichi; * 9. November 1948) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war Mitglied…Kōichi Hirata (jap. 平田 耕一 Hirata Kōichi; * 9. November 1948) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war Mitglied beider Kammern der Nationalversammlung, zuletzt als Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (Tsushima-Faktion). Von 2003 bis 2009 war er Mitglied des Shūgiin (Abgeordnetenhaus), dem Unterhaus der nationalen Legislative. Der in Yokkaichi, Präfektur Mie, geborene Absolvent der Keio-Universität wurde 1995 in Mie zum ersten Mal als Unabhängiger in das Sangiin (Rätehaus)gewählt, das Oberhaus der Nationalversammlung. Nachdem im Jahr 2000 für einen geplanten Kammerwechsel zurückgetreten war, unterlag er bei der Unterhauswahl 2000 als LDP-Kandidat aber im 3. Wahlkreis der Präfektur Mie dem Demokraten Katsuya Okada. Den Wahlkreis verlor er auch bei den Wahlen 2003, 2005 und 2009 klar an Okada, gewann aber 2003 und 2005 einen LDP-Sitz im Verhältniswahlblock Tōkai und blieb bis 2009 Abgeordneter. Von 2004 bis 2005 (umgebildetes 2. und 3. Kabinett Koizumi) war Hirata „parlamentarischer Sekretär“ (daijin-seimukan) im Ministerium für Wirtschaft & Industrie, von 2008 bis 2009 (Kabinett Asō) „Vizeminister“ (fuku-daijin) im Finanzministerium. Bei der Rätehauswahl 2010 kandidierte Hirata für die LDP im landesweiten Verhältniswahlwahlkreis (hirei-ku), verpasste aber mit weniger als 48.000 Stimmen einen Sitz deutlich (Der letzte gewählte LDP-Kandidat Kiyomi Akaishi erhielt über 108.000 Stimmen). Er erklärte anschließend seinen Rückzug aus der Politik.
Jirō Kawasaki (jap. 川崎 二郎 Kawasaki Jirō; * 15. November 1947 in Iga, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker der…Jirō Kawasaki (jap. 川崎 二郎 Kawasaki Jirō; * 15. November 1947 in Iga, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, und ehemaliger Verkehrs- und Sozialminister. Innerparteilich gehörte er zuletzt zur Tanigaki-Gruppe (vormals Tanigaki-Faktion). Kawasaki arbeitete nach seinem Studienabschluss an der Keiō-Universität zunächst für Matsushita Denki Sangyō (Panasonic). Bei der Shūgiin-Wahl 1979 kandidierte er im Fünfmandatswahlkreis Mie 1 für den Sitz seines im Vorjahr verstorbenen Vaters, erhielt aber nur den sechsthöchsten Stimmenanteil. Bei den Neuwahlen 1980 erreichte er Platz drei und zog ins Shūgiin ein. 1983 erneut abgewählt wurde er ab 1986 insgesamt elfmal wiedergewählt, ab 1996 im neu geschaffenen Einzelwahlkreis Mie 1; 1996 und 2009 konnte er allerdings nur über den Verhältniswahlblock Tōkai einen Sitz im Shūgiin behaupten. Zur Wahl 2017 verlor Mie einen Wahlkreis und Kawasaki wechselte in den neu zugeschnittenen Wahlkreis Mie 2; er unterlag Masaharu Nakagawa, gewann aber mit einer relativ knappen Niederlage einen LDP-Sitz bei der Verhältniswahl Tōkai. 1990 erhielt Kawasaki als parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Postministerium erstmals einen Regierungsposten, in den 1990er Jahren übernahm er unter anderem als stellvertretender Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten und Vorsitzender des Ausschusses für regionale Verwaltung (chiho gyōsei) vermehrt Führungspositionen in Partei und Parlament. 1998 wurde er im Kabinett Obuchi erstmals Minister und übernahm das Verkehrsministerium, ab 1999 auch die Behörde für die Entwicklung Hokkaidōs. Während der „Katō-Rebellion“ im Jahr 2000 gehörte er zu den Anhängern Kōichi Katōs und enthielt sich bei dem Misstrauensvotum gegen den Parteivorsitzenden-Premierminister Yoshirō Mori. Moris Nachfolger Koizumi berief Kawasaki 2005 als Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales in sein 3. Kabinett. In dieser Funktion nahm er unter anderem an den Rindfleischgesprächen mit den Vereinigten Staaten über die Aufhebung des Importverbotes für US-Rindfleisch teil, das nach den dortigen BSE-Fällen 2003 verhängt worden und 2005 nur vorübergehend aufgehoben worden war. Nach dem LDP-Machtverlust 2009 berief der neue Parteivorsitzende Sadakazu Tanigaki Kawasaki als Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten in die Parteiführung. Im September 2010 wurde er durch Ichirō Aisawa abgelöst. Zur Shūgiin-Wahl 2021 trat Kawasaki nicht mehr an.
Hiroshi Nakai (jap. 中井 洽, Nakai Hiroshi; * 10. Juni 1942 in Changchun, Republik China (heute: Volksrepublik China); †…Hiroshi Nakai (jap. 中井 洽, Nakai Hiroshi; * 10. Juni 1942 in Changchun, Republik China (heute: Volksrepublik China); † 22. April 2017 in Tokio) war ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, zuletzt für die Demokratische Partei, und Minister. Innerparteilich gehörte er den Ozawa- und Kawabata-Gruppen an.
Yamataka Shigeri (japanisch 山高 しげり, auch: Kaneko Shigeri (金子 茂); geboren 5. Januar 1899 in Tsu, Präfektur Mie…Yamataka Shigeri (japanisch 山高 しげり, auch: Kaneko Shigeri (金子 茂); geboren 5. Januar 1899 in Tsu, Präfektur Mie; gestorben 13. November 1977) war eine japanische Frauenrechtsaktivistin, Suffragette und Politikerin. Sie war Leiterin des „Rates der Frauenorganisationen“ (Chifuren) und Mitglied des japanischen Oberhauses.