Hodaka Maruyama (jap. 丸山 穂高, Maruyama Hodaka; * 10. Januar 1984 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker…Hodaka Maruyama (jap. 丸山 穂高, Maruyama Hodaka; * 10. Januar 1984 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker und war von 2012 bis 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses (Unterhaus des Nationalparlaments) für den 19. Wahlkreis Osaka. Er gehörte der Nippon Ishin no Kai an, bevor er im Mai 2019 nach einem Aufruf zum Krieg aus der Partei ausgeschlossen wurde. Seit Juli 2019 gehört er der NHK kara kokumin o mamoru tō („Partei, die die Bürger vor der NHK schützt“) an. Maruyama, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 2006 Beamter im METI. 2009 verließ er das Ministerium und besuchte das Matsushita Seikei Juku, die vom Matsushita-Denki-Konzern (heute Panasonic) gestiftete Kaderschmiede für Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. Danach wandte er sich der aktiven Politik zu und kandidierte für die damalige (erste) Nippon Ishin no Kai bei der Abgeordnetenhauswahl 2012 im 19. Wahlkreis ganz im Süden seiner Heimatpräfektur Osaka. Dort setzte er sich gegen Tomu Tanigawa (LDP) sowie den demokratischen Amtsinhaber Takashi Nagayasu durch. Bei den Wahlen 2014 für die Ishin no Tō und 2017 für die (zweite) Ishin no Kai wurde er wiedergewählt. Im Mai 2019 besuchte Maruyama in einem visumsfreien Austauschprogramm die umstrittenen „Nördlichen Territorien“/Südkurilen, die aus japanischer Regierungssicht Teil der Hokkaidō („Nordmeerpräfektur“), aber de facto und aus russischer Regierungssicht Teil der nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion abgetretenen Kurilen sind und deren Status bis heute einem Friedensvertrag zwischen beiden Ländern im Weg steht. Dabei erklärte er unter Alkoholeinfluss bei einem Treffen mit Vertriebenen, dass ein Krieg mit Russland die einzige Möglichkeit sei, die Inseln zurückzugewinnen. Im folgenden Aufschrei der nationalen und internationalen Öffentlichkeit beantwortete die Partei sein Austrittsgesuch mit Ausschluss. Forderungen von Politikern aus dem gesamten politischen Spektrum (einschließlich seiner ehemaligen Partei), auch sein Abgeordnetenmandat niederzulegen, hat er abgelehnt. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 trat Maruyama nicht mehr an.
Kamon Iizumi (jap. 飯泉 嘉門 Iizumi Kamon; * 29. Juli 1960 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker, seit…Kamon Iizumi (jap. 飯泉 嘉門 Iizumi Kamon; * 29. Juli 1960 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker, seit 2026 Mitglied des Abgeordnetenhauses und war von 2003 bis 2023 für fünf Amtszeiten Gouverneur der Präfektur Tokushima. Iizumi, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1984 Beamter im Jichi-shō, dem „Ministerium für Selbstverwaltung“, von dem er unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Nigata, Yamanashi und Saitama sowie im Postministerium entsandt wurde. 2001 kam er schließlich vom Nachfolgeministerium Sōmu-shō als Abteilungsleiter in die Präfekturverwaltung von Tokushima. Dort blieb er bis 2003, als er seine Beamtenlaufbahn beendete und nach dem Misstrauensvotum des Präfekturparlaments gegen den Ex-Sozialdemokraten Tadashi Ōta, seit 2002 nach einem überraschenden Wahlsieg Mitte-links-gestützter Gouverneur des „konservativen Königreichs“ Tokushima, bei den Neuwahlen im Mai 2003 anzutreten. Iizumis Kandidatur wurde von Liberaldemokratischer Partei (LDP) und Kōmeitō unterstützt, er erhielt rund 206.000 Stimmen und hatte damit mehr als 8.000 Stimmen Vorsprung auf Gouverneur Ōta, er löste ihn noch im Mai 2003 ab. 2007 und 2011, als die Gouverneurswahl bei den einheitlichen Regionalwahlen im April durchgeführt wurde, wurde Iizumi jeweils nur gegen die KPJ-Kandidatin Chiyoko Yamamoto im Amt bestätigt. Auch 2015 gewann er überwältigend, nun gegen eine andere kommunistische Herausforderin. Bei der Gouverneurswahl 2019 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) trat neben einem Kommunisten auch der ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete Taiji Kishimoto gegen Iizumi an, aber Iizumi blieb mit 53 % der Stimmen siegreich. Bei der Gouverneurswahl 2023 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) kam es in Tokushima zu einer Spaltung des konservativen Lagers. Die LDP Tokushima unterstützte Iizumis Wiederwahl, aber neben einem kommunistischen Herausforderer traten gleich zwei ehemalige LDP-Nationalabgeordnete an, der ehemalige Senator Tōru Miki und der ehemalige Unterhausabgeordnete Masazumi Gotōda. Iizumi erhielt nur 26,2 % der Stimmen, Miki 30,6 %, Gotōda 40,0 %. Bei der nationalen Abgeordnetenhauswahl 2024 kandidierte Iizumi unabhängig mit Unterstützung der DVP und aus dem Gewerkschaftsbund Rengō im Wahlkreis 2 von Tokushima und unterlag mit 41 % der Stimmen knapp Amtsinhaber Shun’ichi Yamaguchi (43,9 %, LDP). Auch 2026 unterlag er nun als DVP-nominierter Kandidat Yamaguchi, gewann aber als bester Wahlkreisverlierer den einzigen DVP-Sitz bei der Verhältniswahl in Shikoku.
Shōgo Arai (jap. 荒井 正吾, Arai Shōgo; * 18. Januar 1945 in Yao, Präfektur Osaka) ist ein parteiloser japanischer…Shōgo Arai (jap. 荒井 正吾, Arai Shōgo; * 18. Januar 1945 in Yao, Präfektur Osaka) ist ein parteiloser japanischer Politiker, ehemaliger Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Nara und von 2007 bis 2023 Gouverneur von Nara. Arai schloss 1968 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio ab und wurde Beamter im Verkehrsministerium. 1972 absolvierte er ein Graduiertenstudium an der Maxwell School of Citizenship and Public Affairs der Syracuse University, in den 1990er Jahren stieg er im Ministerium zu Abteilungsleiterpositionen auf. 1999 wurde er Leiter der Kaijō Hoan-chō, der damals dem Verkehrsministerium unterstellten Behörde der japanischen Küstenwache. 2001 trat er zurück, beendete seine Beamtenlaufbahn und wandte sich der Politik zu. Bei der Sangiin-Wahl 2001 bewarb sich Arai als Kandidat der Liberaldemokratischen Partei (LDP) für das einzige Mandat in der Präfektur Nara und konnte den Demokraten Takeshi Maeda um rund 30.000 Stimmen schlagen. 2003 war er unter dem zweiten Kabinett Koizumi parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium. Im Sangiin war er ab 2006 Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Im März 2007 legte er sein Abgeordnetenmandat nieder, um sich bei den einheitlichen Regionalwahlen im April um die Nachfolge von Naras Gouverneur Yoshiya Kakimoto zu bewerben, der sich nach vier Amtszeiten zurückzog. Mit formaler Unterstützung von LDP und Kōmeitō, aber nur gegen eine kommunistische Gegenkandidatin erhielt er zwei Drittel der Stimmen. Ein Thema seiner Amtszeit ist die von Osakas Gouverneur Tōru Hashimoto vorangetriebene Schaffung eines „Zweckverbands Kansai“, an dessen Gründung sich Nara unter Gouverneur Arai anders als die anderen Präfekturen der Region zunächst nicht beteiligte (Beitritt erst im Dezember 2015). Er begründete dies mit der geringeren Wirtschafts- und Finanzkraft seiner Präfektur, hatte aber auch Zweifel am Nutzen der neuen Verwaltungsstruktur. Der Zweckverband Kansai, der nach dem Tōhoku-Erdbeben 2011 eine gemeinsame Reaktion der Präfekturen Kansais, z. B. bei der Aufnahme der Evakuierten aus dem Katastrophengebiet erlaubte, war auch ein Thema von Arais Wiederwahlkampf bei der Gouverneurswahl 2011. Bei der Wahl wurde er – diesmal gegen zwei Kandidaten, darunter ein von Hashimoto unterstützter Unabhängiger – mit rund 50 % der Stimmen für weitere vier Jahre wiedergewählt. Auch 2015 gegen Makoto Yamashita und 2019 gegen den Ex-Nationalabgeordneten Kiyoshige Maekawa wurde er wiedergewählt. Bei der Gouverneurswahl 2023 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) landete Arai mit Unterstützung aus der DVP mit 16 % der Stimmen nur noch auf dem dritten Platz hinter dem nun von der Nippon Ishin no Kai nominierten Makoto Yamashita und dem von den beiden großen etablierten Nationalparteien LDP und KDP unterstützten Shō Hiraki und war damit nach vier Amtszeiten abgewählt.