Hiroki Azuma (jap. 東 浩紀, Azuma Hiroki; * 9. Mai 1971 in Mitaka) ist ein japanischer Kulturkritiker und seit 2006…Hiroki Azuma (jap. 東 浩紀, Azuma Hiroki; * 9. Mai 1971 in Mitaka) ist ein japanischer Kulturkritiker und seit 2006 Professor am Sekai Bummei Center (世界文明センター, Sekai Bummei Sentā, dt. „Zentrum [zum Studium] der Weltzivilisationen“) der Technischen Hochschule Tokio. Er ist verheiratet mit der Autorin und Dichterin Sanae Hoshio, mit der er ein Kind hat. Sein Schwiegervater ist der Übersetzer Nobumitsu Kodaka.
Ken Ishii (jap. ケン・イシイ; * 1970 in Sapporo) ist ein japanischer Techno-DJ und -Produzent aus Tokio. Er ist auch unter…Ken Ishii (jap. ケン・イシイ; * 1970 in Sapporo) ist ein japanischer Techno-DJ und -Produzent aus Tokio. Er ist auch unter den Pseudonymen FLR, Flare, Rising Sun, UTU und Yoga bekannt.
Akira Koike (jap. 小池 晃 Koike Akira; * 9. Juni 1960 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und…Akira Koike (jap. 小池 晃 Koike Akira; * 9. Juni 1960 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und Generalsekretär der Kommunistischen Partei Japans (KPJ). Er ist seit 1998 mit einer Unterbrechung (2010–2013) Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für die nationale Verhältniswahl. Koike studierte an der medizinischen Fakultät der Tōhoku-Universität und war in Studentenverbänden aktiv, 1985 wurde er Vizevorsitzender von Zengakuren. Nach seinem Studienabschluss 1987 arbeitete er für das Kembun-Azusawa-Krankenhaus in Itabashi, ab 1997 für das Yoyogi-Krankenhaus der Arbeiterkrankenfürsorge Tokio (Tōkyō Rōdōsha Iryōkai). 1998 wurde er Direktor (riji) im Dachverband Min’iren (engl. Japan Federation of Democratic Medical Institutions). Bei der Sangiin-Wahl 1998 wurde Koike auf Platz 6 der KPJ-Liste im Verhältniswahlwahlkreis erstmals ins Nationalparlament gewählt. 2004 wurde er Mitglied des ZK der KPJ und übernahm den Vorsitz des Politikforschungsrats. Bei der Sangiin-Wahl im gleichen Jahr nach der Einführung der Vorzugsstimme erhielt er die zweithöchste Stimmenzahl hinter Generalsekretär Tadayoshi Ichida und war damit für sechs Jahre wiedergewählt. 2007 übernahm er auch den Vorsitz der KPJ-Fraktion im Sangiin. 2010 trat er in der Präfektur Tokio (fünf Mandate) an, erhielt aber nur 552,187 Stimmen und verlor damit den fünften Platz an Kōta Matsuda (Minna no Tō). Im Februar 2011 erklärte er seine Kandidatur bei der Gouverneurswahl in der Präfektur Tokio im April 2011. Mit rund zehn Prozent der Stimmen erreichte er den vierten Platz, er erhielt bei leicht gestiegener Wahlbeteiligung etwa die gleiche Stimmenzahl wie KPJ-Kandidat Manzō Yoshida, ehemaliger Bürgermeister von Adachi, bei der Gouverneurswahl 2007. Bei der Wahl 2013 kandidierte Koike erneut für das Sangiin, nun aber wieder bei der landesweiten Verhältniswahl. Er erhielt 134.325 Präferenzstimmen und damit Listenplatz 1 und zog für eine dritte Amtszeit ins Sangiin ein. Im April 2016 wurde er als Nachfolger von Yoshiki Yamashita zum Generalsekretär der KPJ ernannt. 2019 und 2025 wurde Koike mit jeweils über 100.000 Stimmen auf Platz 1 der Liste für weitere sechs Jahre als Abgeordneter wiedergewählt.
Hideki Noda (jap. 野田 秀樹, Noda Hideki; * 20. Dezember 1955) ist ein japanischer Dramatiker und Schauspieler. Noda wurde…Hideki Noda (jap. 野田 秀樹, Noda Hideki; * 20. Dezember 1955) ist ein japanischer Dramatiker und Schauspieler. Noda wurde auf der Insel Kyushu geboren und kam vierjährig mit seiner Familie nach Tokio. Sein erstes Theaterstück schrieb er sechzehnjährig als Gymnasiast. Während seiner Studienzeit an der Universität Tokio gründete er 1976 die Theatergruppe Yume no Yūminsha (Traumvagabunden), die bis 1992 bestand und in den 1980er Jahren eine der führenden Gruppen der Shōgekijō-Theaterbewegung war. Für sie schrieb er Stücke wie Hashire Merusu (1976), Shōnen Gari (1979), Zenda-joo no Toriko (1981) Nokemono Kitarite (1983, ausgezeichnet mit dem Kishida-Kunio-Preis) und Hanshin (1990). Mit dem Stück Nokemono Kirarite nahm er 1987 am Edinburgh International Theatre Festival teil, 1990 erneut mit Hanshin. Im gleichen Jahr führte er Suisei no Siegfried beim New York International Art Festival auf. In dieser Zeit lernte Noda auch Dramatiker und Schauspieler außerhalb seiner eigenen Gruppe kennen und führte u. a. in Zusammenhang mit der Gruppe Toho sehr erfolgreiche Shakespeare-Adaptionen auf. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges löste Noda 1992 seine Gruppe Yumo no Yūminsha auf und ging für ein Jahr nach London, wo er u. a. bei Simon McBurney lernte. 1993 gründete Noda die Gruppe NODA MAP, mit der er seither jährlich ein neues Stück herausbringt. Zu ihren erfolgreichsten Produktionen zählen Kiru (1994), Pandora no kane (1999), THE BEE (2006) und The Character (2010). Seit den 2000er Jahren inszeniert Noda auch zunehmend Stücke in England, so 2003 Red Demon am Young Vic Theatre sowie The Bee (2006) und The Diver (2008) am Soho Theatre.
Haruhiko Kuroda (jap. 黒田 東彦, Kuroda Haruhiko; * 25. Oktober 1944 in Ōmuta, Präfektur Fukuoka, Japan) war von März 2013…Haruhiko Kuroda (jap. 黒田 東彦, Kuroda Haruhiko; * 25. Oktober 1944 in Ōmuta, Präfektur Fukuoka, Japan) war von März 2013 bis April 2023 Chef der japanischen Zentralbank. Als solcher war er für die geldpolitischen Rahmenbedingungen der wirtschaftspolitischen Reformen während der Regierungszeit von Shinzo Abe verantwortlich. Das international umstrittene Reformprogramm, auch Abenomics genannt, bestand wirtschaftsseitig aus umfangreichen Konjunkturprogrammen und Deregulierungen sowie einer enormen Geldschwemme seitens der Notenbank. Abe und Kuroda versuchten damit, Japans Wirtschaftskrise zu durchbrechen. Der studierte Volkswirt mit Abschlüssen an den Universitäten Tokyo und Oxford war zuvor von Juli 1999 bis Januar 2003 Vize-Finanzminister unter Makiko Tanaka, von März 2003 bis Januar 2005 Wirtschaftsweise des Kabinetts Koizumi sowie von Februar 2005 bis März 2013 8. Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank.
Hiroyuki Hosoda (jap. 細田 博之 Hosoda Hiroyuki; * 5. April 1944 in Matsue, Präfektur Shimane; † 10. November 2023 in…Hiroyuki Hosoda (jap. 細田 博之 Hosoda Hiroyuki; * 5. April 1944 in Matsue, Präfektur Shimane; † 10. November 2023 in Tokyo) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Shimane 1. Von 2021 bis 2023 war er Präsident der Kammer und wie die meisten Präsidenten und Vizepräsidenten fraktionslos. In der LDP führte er von 2014 bis 2021 die zahlenmäßig stärkste Faktion, die Hosoda-Faktion, die heutige Abe-Faktion.
Katsunobu Oide (jap. 生出 勝宣, Oide Katsunobu; * 1952 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Physiker, der sich mit…Katsunobu Oide (jap. 生出 勝宣, Oide Katsunobu; * 1952 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Physiker, der sich mit Teilchenbeschleunigern beschäftigt. Oide baute als Schüler um 1967 mit Freunden einen Computer aus Relais, die er von seinem Vater hatte, der bei der japanischen Telefongesellschaft arbeitete. Er studierte an der Universität Tokio, wo er 1975 seinen Bachelor und 1977 seinen Master-Abschluss in Physik machte. 1980 wurde er dort über Gravitationswellenexperimente promoviert. Ab 1981 war er in der Beschleunigerabteilung des KEK in Tsukuba, wo er den Rest seiner Karriere blieb. Anfangs war er an der Entwicklung des TRISTAN Beschleunigers (ein 30 GeV Elektron-Positron Collider, die erste japanische Großbeschleuniger-Anlage) beteiligt. Danach entwickelte er Computer-Codes für die Berechnung der Endstufen-Fokussierung in Linearbeschleunigern und war in diesem Zusammenhang auch 1988/89 am SLAC. In den 1990er Jahren war er an der Beschleunigerentwicklung für die B-Mesonenfabrik am KEK (KEKB) beteiligt, ab 1997 als Leiter. KEKB ist ein asymmetrischer Elektron-Positron Collider mit zwei Ringen jeweils für Elektronen (Energie 8 GeV) und Positronen (Energie 3,5 GeV). An ihm wurde das Belle-Experiment ausgeführt. 2004 erhielt er den Robert R. Wilson Prize. 1989 erhielt er den Nishikawa-Preis für seine Forschung zur Messung der finalen Konvergenz bei Linearbeschleunigern, 2001 gemeinsam mit Fumihiko Takasaki den Nishina-Preis für die Entdeckung der CP-Verletzung beim B-Mesonenzerfall und 2002 gemeinsam mit Shin’ichi Kurokawa und Atsushi Enomoto den Suwa-Preis für die Realisierung von Hoch-Luminosität am KEKB. 2023 wurde Oide mit dem Rolf-Wideröe-Preis der European Physical Society ausgezeichnet.