Hiroki Azuma (jap. 東 浩紀, Azuma Hiroki; * 9. Mai 1971 in Mitaka) ist ein japanischer Kulturkritiker und seit 2006…Hiroki Azuma (jap. 東 浩紀, Azuma Hiroki; * 9. Mai 1971 in Mitaka) ist ein japanischer Kulturkritiker und seit 2006 Professor am Sekai Bummei Center (世界文明センター, Sekai Bummei Sentā, dt. „Zentrum [zum Studium] der Weltzivilisationen“) der Technischen Hochschule Tokio. Er ist verheiratet mit der Autorin und Dichterin Sanae Hoshio, mit der er ein Kind hat. Sein Schwiegervater ist der Übersetzer Nobumitsu Kodaka.
Momoyo Kaijima (japanisch 貝島 桃代; geboren 1969) ist eine japanische Architektin und seit 2021 ordentliche Professorin…Momoyo Kaijima (japanisch 貝島 桃代; geboren 1969) ist eine japanische Architektin und seit 2021 ordentliche Professorin für Architectural Behaviorology am Departement Architektur an der ETH Zürich. Sie ist für ihre Arbeit im Atelier Bow-wow bekannt, einem von ihr und Yoshiharu Tsukamoto gegründeten Studio. Ihre Tätigkeit liegt vorwiegend im Bereich der städtischen Wohngebäude in Japan, sowie in der Behaviorology, der Untersuchung des Verhaltens von Menschen, Objekten oder Gebäuden in ihrer aktuellen sozialen und physischen Umgebung.
Akitoshi Kawazu (jap. 河津 秋敏, Kawazu Akitoshi; * 5. November 1962 in der Präfektur Kumamoto) ist ein japanischer…Akitoshi Kawazu (jap. 河津 秋敏, Kawazu Akitoshi; * 5. November 1962 in der Präfektur Kumamoto) ist ein japanischer Videospielentwickler. Er ist Absolvent des Instituts für Technologie in Tokio und arbeitet seit 1987 für Square (heute: Square Enix). Außerdem ist er der „Kopf“ von Square Enix’ Production Team 2.
Satoru Iwata (jap. 岩田 聡 Iwata Satoru; * 6. Dezember 1959 in Sapporo; † 11. Juli 2015 in Kyōto) war ein japanischer…Satoru Iwata (jap. 岩田 聡 Iwata Satoru; * 6. Dezember 1959 in Sapporo; † 11. Juli 2015 in Kyōto) war ein japanischer Programmierer, Manager und der vierte Präsident des Videospiel-Unternehmens Nintendo. Nach seinem Studium arbeitete er bei HAL Laboratory, einem Nintendo zugehörigen Entwicklerunternehmen, das für die Spiele-Reihen Kirby, Adventures of Lolo und Super Smash Bros. bekannt ist. Später wechselte er direkt zu Nintendo. Unter seiner Leitung erschienen zwei Generationen der Nintendo-Heimkonsolen, Wii und Wii U, sowie die Handheld-Konsolen Nintendo DS und Nintendo 3DS.
Takashi Taniguchi (* um 1959) ist ein japanischer experimenteller Festkörperphysiker und Materialwissenschaftler.…Takashi Taniguchi (* um 1959) ist ein japanischer experimenteller Festkörperphysiker und Materialwissenschaftler. Taniguchi wurde am Tokyo Institute of Technology promoviert. Er ist Fellow des National Institute for Materials Science (NIMS) in Tsukuba und dort Spezialassistent des Direktors und Direktor des International Center for Materials Nanoarchitectonics. Er war Präsident der Japanese Society of High Pressure Science. Taniguchi befasst sich mit Materialien unter hohem Druck und hoher Temperatur und speziell Diamant und Bornitrid als superharten Materialien, die als Schleifmittel weit verbreitet sind, und Materialien mit großer Bandlücke sind, mit zweidimensionalen Gittern von Graphen und Bornitrid und ihrer Verwendung in der Elektronik. Bornitrid (in hexagonaler kristalliner Form) ist wegen der großen Bandlücke auch ein Kandidat für Ultraviolett-Halbleiterlaser. Er arbeitete häufig zusammen mit Kenji Watanabe, der ebenfalls am NIMS in Tsukuba tätig ist (etwas früher als Taniguchi) und drei Jahre jünger ist. Beiden gelang mit Hochdruckpressen die Herstellung von ultrareinem hexagonalem Bornitrid, womit sie ab den 2010er Jahren Labore weltweit versorgten und damit auch zu den meistzitierten Wissenschaftlern in ihrem Bereich gehörten. Allein zwischen 2011 und 2019 waren sie an 52 Science und Nature Artikeln als Ko-Autoren beteiligt. Er fand mit Watanabe und anderen Kollegen, dass sich hexagonales Bornitrid gut als Substrat von Graphen auf Chips eignet, im Gegensatz zu dem üblichen Siliziumdioxid, wobei die besonderen elektronischen Eigenschaften von Graphen erhalten bleiben. Dabei beschrieben sie auch Herstellungstechniken von solchen Nanoarchitekturen mit Graphenschichten. Dadurch wurden sie auch in der Graphenforschung bekannt (ursprünglich waren weder Watanabe noch Taniguchi dort aktiv). Er fand mit Watanabe und anderen auch eine Möglichkeit punktförmige elektrische Kontakte zu zweidimensionalen Gittern wie dem von Graphen und Bornitrid herzustellen, was die Anwendung in der Elektronik weiter beförderte. In einer weiteren viel zitierten Arbeit untersuchten sie unkonventionelle Supraleiter (also solche die nicht durch den BCS-Mechanismus erklärt werden können) über eine Simulation mit zwei Graphen-Schichten, die in einer Doppelschicht leicht zueinander verdreht sind. Bei bestimmten „magischen“ Winkeln (wie dem kleinsten von rund 1,1 Grad) zeigte sich Supraleitung bei einer relativ hohen Sprungtemperatur von 1,7 Kelvin mit einem Phasendiagramm von Temperatur und Ladungsträgerdichte (die Materialien waren zusätzlich mit Ladungsträgern dotiert) wie bei Kupferoxid-Hochtemperatursupraleitern. Die Sprungtemperatur war dabei in Relation zur sehr niedrigen Fermi-Energie der Gitter zu sehen und reihte sie unter die Supraleiter mit der stärksten bekannten Kopplung zwischen den Elektronenpaaren des supraleitenden Zustands ein. Die beiden Graphen-Supergitter, die über van der Waals-Kräfte gekoppelt sind, zeigen dem Mott-Isolator-Übergang ähnliches Auftreten zweier korrelierter isolierender Zustände bei halber Füllung. Sie sind durch den Winkel und die Dotierung durchstimmbar und eignen sich damit für Simulationsexperimente von Hochtemperatursupraleitern. Er war mit Watanabe an hochzitierten Veröffentlichungen unter anderem über massive Dirac-Fermionen, Schmetterlingsstrukturen nach Douglas Hofstadter und den fraktionalen Quantenhall-Effekt in Supergittern wie dem von Graphen beteiligt. Außerdem untersuchte sie die Eigenschaften von zweidimensionalen Supergittern wie dem von Graphen für lichtemittierende Dioden. 2022 wurde er mit Watanabe bei den Clarivate Citation Laureates als hochzitierter Wissenschaftler im Bereich Physik aufgenommen. Für 2023 wurde beiden der James C. McGroddy Prize for New Materials zugesprochen.
Masao Yoshida (japanisch 吉田 昌郎, Yoshida Masao; * 17. Februar 1955 in der Präfektur Osaka; † 9. Juli 2013 in Tokio) war…Masao Yoshida (japanisch 吉田 昌郎, Yoshida Masao; * 17. Februar 1955 in der Präfektur Osaka; † 9. Juli 2013 in Tokio) war ein japanischer Nuklearingenieur und der zuständige Betriebsleiter der Atomkraftwerke während der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011.
Tetsuo Saitō (jap. 斉藤 鉄夫 Saitō Tetsuo; * 5. Februar 1952 in Hasemi (heute: Ōnan), Landkreis Ōchi, Präfektur Shimane)…Tetsuo Saitō (jap. 斉藤 鉄夫 Saitō Tetsuo; * 5. Februar 1952 in Hasemi (heute: Ōnan), Landkreis Ōchi, Präfektur Shimane) ist ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, für den Verhältniswahlblock Chūgoku und ehemaliger Parteivorsitzender der Kōmeitō. In den Kabinetten Kishida und Ishiba I war er von 2021 bis 2024 Minister für Land und Verkehr (kokudo-kōtsū-daijin, engl. Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus), in den Kabinetten Fukuda und Asō von 2008 bis 2009 Umweltminister.
Motoichi Ohtsu (japanisch 大津 元一, Ōtsu Motoichi; * Oktober 1950 in Yokohama) ist ein japanischer Elektronik-Ingenieur…Motoichi Ohtsu (japanisch 大津 元一, Ōtsu Motoichi; * Oktober 1950 in Yokohama) ist ein japanischer Elektronik-Ingenieur, der sich mit Nanophotonik befasst. Ohtsu studierte Elektronik am Tokyo Institute of Technology mit dem Bachelor-Abschluss 1973, dem Master-Abschluss 1975 und der Promotion 1978. 1982 wurde er Associate Professor an seiner Alma Mater und 1991 Professor. 1986/87 war er in den ATT Bell Laboratories in Holmdel. Außerdem ist er seit 1993 einer der Leiter des Projekts Photonenkontrolle der Kanagawa Academy of Science and Technology und seit 1998 des Projekts Lokalisiertes Photon im Rahmen von ERATO (Exploratory Research for Advanced Technology) der Japan Science and Technology Corporation. 2004 wurde er Professor an der Universität Tokio. 2009 erhielt er den Julius-Springer-Preis für angewandte Physik. 2000 war er Präsident der Japan-Sektion von IEEE/LEOS und im selben Jahr wurde er Direktor der Japan Society of Applied Physics. 2004 erhielt er die Kaiserliche Medaille mit Purpurband und 1984 die Isaac Koga Goldmedaille.
Masanao Ozawa (jap. 小澤 正直, Ōzawa Masanao; * 1950) ist ein japanischer Mathematiker und Physiker der Universität Nagoya.…Masanao Ozawa (jap. 小澤 正直, Ōzawa Masanao; * 1950) ist ein japanischer Mathematiker und Physiker der Universität Nagoya. Er erlangte durch Arbeiten zur heisenbergschen Unschärferelation internationale Aufmerksamkeit.
Toshikazu Sunada (japanisch 砂田 利一, Sunada Toshikazu; * 7. September 1948 in Tokio) ist ein japanischer Mathematiker. Er…Toshikazu Sunada (japanisch 砂田 利一, Sunada Toshikazu; * 7. September 1948 in Tokio) ist ein japanischer Mathematiker. Er beschäftigt sich mit geometrischer Analysis (speziell spektraler Geometrie), komplexer Geometrie (Geometrie der Funktionen mehrerer komplexer Variabler), Analysis auf Graphen und Wahrscheinlichkeitstheorie.
Junjirō Noguchi (jap. 野口 潤次郎, Noguchi Junjirō; * 1948) ist ein japanischer Mathematiker. 1978 wurde Noguchi an der…Junjirō Noguchi (jap. 野口 潤次郎, Noguchi Junjirō; * 1948) ist ein japanischer Mathematiker. 1978 wurde Noguchi an der Universität Hiroshima promoviert. Er war bis zur Emeritierung Professor an der Universität Tokio. Noguchi befasst sich mit Funktionentheorie mehrerer komplexer Variabler (Komplexe Geometrie) auch mit Anwendungen in der Zahlentheorie. 1980/81 war er am Institute for Advanced Study. 1995 bis 1999 war er im Executive Board der Japanischen Mathematischen Gesellschaft und 2002 erhielt er deren Analysis-Preis. Außerdem erhielt er den Tejima Memorial Publication Prize.
Naoki Inose (jap. 猪瀬 直樹 Inose Naoki; * 20. November 1946 in Iiyama, Präfektur Nagano) ist ein japanischer Publizist und…Naoki Inose (jap. 猪瀬 直樹 Inose Naoki; * 20. November 1946 in Iiyama, Präfektur Nagano) ist ein japanischer Publizist und Politiker (parteilos→Nippon Ishin no Kai) und Verhältniswahlabgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des Nationalparlaments. Von 2012 bis 2013 war er Gouverneur der Präfektur Tokio. Inose absolvierte ein Studium an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Shinshū-Universität in Matsumoto. Als Student kam er in der Studentenbewegung der 1960er Jahre mit der „Neuen Linken“ (shin-sayoku) in Berührung und führte 1969 die lokale Sektion der Zenkyōtō (全共闘), die ein Hauptakteur des studentischen Protests der ausgehenden 1960er Jahre war – nach der Organisation manchmal auch als Zenkyōtō-Aufstand, Generation Zenkyōtō u. ä. bezeichnet. Nach seinem Abschluss zog er in die Hauptstadt, heiratete, arbeitete für einen Verlag und absolvierte das Graduiertenkolleg der Meiji-Universität. In den 1980er Jahren begann er zu schreiben, auf sein Debüt 1983 folgten zahlreiche Veröffentlichungen, vor allem zur modernen Gesellschaft und jüngeren Geschichte Japans. In direkten Kontakt mit der Politik kam er 2001, als er Mitglied eines Beratungsgremiums des Kabinetts Koizumi zur Verwaltungsreform wurde, 2002 eines Ausschusses zur Förderung der Privatisierung der vier öffentlichen Straßenbetreiber (dōro kankei yon-kōdan), dem er bis 2005 angehörte. Gleichzeitig lehrte er als Gastprofessor an der Universität Tokio, ab 2006 als außerordentlicher Professor an der Tōkyō Kōgyō Daigaku. 2007 wurde er Mitglied einer Kommission, die den Premierminister zu Reformen zur Dezentralisierung berät. Im Juni 2007 berief ihn Tokios Gouverneur Shintarō Ishihara kurz nach seiner Wiederwahl im April als einen der vier Vizegouverneure Tokios. Als Ishihara im Oktober 2012 zurücktrat, wurde Inose geschäftsführender Gouverneur, bis er selbst seine Kandidatur bei der bevorstehenden Neuwahl im Dezember 2012 erklärte. Seine Kandidatur wurde von Ishihara und den Mitte-rechts-Parteien unterstützt; gegen den Links-gestützten Kenji Utsunomiya und sieben weitere Konkurrenten setzte sich Inose mit Zweidrittelmehrheit und einem absoluten Stimmenrekord von über 4,3 Millionen Stimmen durch. Er trat das Amt sofort an. Im Dezember 2013 kündigte Inose im Spendenskandal um die Krankenhausgruppe Tokushūkai der Familie des Shūgiin-Abgeordneten Takeshi Tokuda seinen Rücktritt an. Im Zuge des Skandals wurden wegen Verstoß gegen das Wahlgesetz zu öffentlichen Ämtern seine Bürgerrechte für fünf Jahre eingeschränkt. Von 2015 bis 2022 war Inose als „Sonderberater“ (tokubetsu komon) für Präfektur und Stadt Osaka tätig, die beide von der Ishin no Kai regiert werden. Für die Nippon Ishin no Kai trat Inose bei der Sangiin-Wahl 2022 im landesweiten Verhältniswahlwahlkreis an, erhielt 44.211 Stimmen und damit den fünften Platz auf der Liste, was bei acht Ishin-Sitzen insgesamt den Einzug ins Nationalparlament bedeutete.
Naoto Kan (japanisch 菅 直人, Kan Naoto; * 10. Oktober 1946 in Ube, Präfektur Yamaguchi) ist ein ehemaliger japanischer…Naoto Kan (japanisch 菅 直人, Kan Naoto; * 10. Oktober 1946 in Ube, Präfektur Yamaguchi) ist ein ehemaliger japanischer Politiker, zuletzt als Mitglied der Konstitutionell-Demokratischen Partei. Durchgehend von 1980 bis 2024 war er Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments. Er war Mitgründer und mehrfach Vorsitzender der Demokratischen Partei (DPJ), vom 8. Juni 2010 bis zum 2. September 2011 gleichzeitig Premierminister von Japan. Innerparteilich führte er eine eigene Faktion, die Kan-Gruppe (offiziell 国のかたち研究会 kuni no katachi kenkyūkai, „Forschungsrat für den Zustand des Landes“).
Kazunari Sakamoto (jap. 坂本 一成 Sakamoto Kazunari; * 13. Juli 1943 in Tokio) ist ein japanischer Architekt und…Kazunari Sakamoto (jap. 坂本 一成 Sakamoto Kazunari; * 13. Juli 1943 in Tokio) ist ein japanischer Architekt und Universitätsprofessor.
Ohmae Kenichi (jap. 大前 研一, Ōmae Ken’ichi; * 1943) ist ein japanischer Unternehmensberater und Autor von mehr als 140…Ohmae Kenichi (jap. 大前 研一, Ōmae Ken’ichi; * 1943) ist ein japanischer Unternehmensberater und Autor von mehr als 140 Büchern über Management und gesellschaftspolitische Themen. Er ist ein Vertreter des Neoliberalismus.
Katsuhiro Shiohama (jap. 塩浜 勝博, Shiohama Katsuhiro; * 2. Juli 1940 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer…Katsuhiro Shiohama (jap. 塩浜 勝博, Shiohama Katsuhiro; * 2. Juli 1940 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Mathematiker, der sich mit Differentialgeometrie befasst. Shiohama studierte am Tokyo Institute of Technology mit dem Bachelor-Abschluss 1964 und dem Master-Abschluss 1966 und wurde dort 1973 bei Tominosuke Otsuki promoviert. Ab 1967 war er dort wissenschaftlicher Assistent und ab 1973 außerordentlicher Professor an der Universität Tsukuba, an der er 1982 ordentlicher Professor wurde. 1985 wurde er Professor an der Universität Kyūshū und 1998 an der Universität Saga. 2006 wurde er emeritiert. Er war 1970 bis 1972 mit einem Humboldt-Stipendium an der Universität Bonn und nochmals 1979/80 und war 1975/76 Gastprofessor in Kopenhagen und 1978 und 1987 an der University of California in Los Angeles. Mit Karsten Grove bewies er den Sphärensatz von Grove-Shiohama. 1980 erhielt er den Iyanaga-Preis.
Kenichi Iga (jap. 伊賀 健一, Iga Kenichi; * 15. Juni 1940 in Hiroshima) ist ein japanischer Elektroingenieur, der sich…Kenichi Iga (jap. 伊賀 健一, Iga Kenichi; * 15. Juni 1940 in Hiroshima) ist ein japanischer Elektroingenieur, der sich insbesondere mit Halbleiterlasern beschäftigt hat.
Hideki Shirakawa (japanisch 白川英樹 Shirakawa Hideki, * 20. August 1936 in Tokio, Japan; † 24. August 2026 in Yokohama)…Hideki Shirakawa (japanisch 白川英樹 Shirakawa Hideki, * 20. August 1936 in Tokio, Japan; † 24. August 2026 in Yokohama) war ein japanischer Chemiker. Zusammen mit Alan J. Heeger und Alan MacDiarmid erhielt er im Jahr 2000 den Chemie-Nobelpreis für die Entdeckung und Entwicklung leitfähiger Polymere. Im selben Jahr wurde er mit dem japanischen Kulturorden ausgezeichnet. Ausgangspunkt für seine bahnbrechenden Arbeiten war seine (angeblich zufällige) Entdeckung, dass sich die elektrische Leitfähigkeit von Polyacetylen durch Dotierung um mehrere Größenordnungen erhöhen lässt. Leitfähige Polymere werden beispielsweise als antistatische Verpackungen für empfindliche elektronische Bauteile verwendet. Die aktuelle Forschung zielt insbesondere auf die Entwicklung von Halbleitern auf Polymerbasis für die Herstellung günstiger elektronischer Komponenten („Organische Elektronik“) wie Transistoren, Leuchtdioden, Organischen Solarzellen (OPV) und biegsamen Leiterbahnen. Hideki Shirakawa arbeitete bis zum Frühjahr 2000 an der Universität Tsukuba. 2001 wurde er Mitglied der Japanischen Akademie der Wissenschaften.
Yasuharu Suematsu (japanisch 末松 安晴, Suematsu Yasuhara; geb. 22. September 1932 in Nakatsu, Präfektur Gifu) ist ein…Yasuharu Suematsu (japanisch 末松 安晴, Suematsu Yasuhara; geb. 22. September 1932 in Nakatsu, Präfektur Gifu) ist ein japanischer Ingenieur der Nachrichtentechnik.
Shōji Hayashi (japanisch 林 昌二, Hayashi Shōji; geboren 23. September 1928 in Tokio; gestorben 30. November 2011) war ein…Shōji Hayashi (japanisch 林 昌二, Hayashi Shōji; geboren 23. September 1928 in Tokio; gestorben 30. November 2011) war ein japanischer Architekt der Shōwa-Zeit.
Teruaki Mukaiyama (japanisch 向山 光昭, Mukaiyama Teruaki; * 5. Januar 1927 in Ina, Präfektur Nagano; † 17. November 2018)…Teruaki Mukaiyama (japanisch 向山 光昭, Mukaiyama Teruaki; * 5. Januar 1927 in Ina, Präfektur Nagano; † 17. November 2018) war ein japanischer Chemiker, der sich mit Organischer Chemie, speziell organischer Synthese, befasste.
Yoshimoto Takaaki (japanisch 吉本 隆明; auch Onyomi: Yoshimoto Ryūmei; * 25. November 1924 in Tsukishima, Chūō, Präfektur…Yoshimoto Takaaki (japanisch 吉本 隆明; auch Onyomi: Yoshimoto Ryūmei; * 25. November 1924 in Tsukishima, Chūō, Präfektur Tokio; † 16. März 2012 in Bunkyō, Präfektur Tokio) war ein japanischer Lyriker, Literaturkritiker und Philosoph. Der Sohn eines Schiffszimmermanns studierte von 1944 bis 1947 Elektrochemie an der Technischen Hochschule Tokio. Von 1952 bis 1956 arbeitete er für die Tōyō-Tintenfabrik, von der er wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten entlassen wurde. Als Kritiker wurde er 1956 mit einer Schrift über Bungakusha no sensō sekinin (文学者の戦争責任, dt. „Die Kriegsverantwortung der Literaten“) bekannt, die er gemeinsam mit Takei Teruo (武井 昭夫; 1927–2010) verfasst hatte. Anfang der 1960er Jahre engagierte er sich in der Bewegung gegen den Japanisch-amerikanischen Sicherheitsvertrag, zwischen 1968 und 1970 sympathisierte er mit der Studentenbewegung in Japan, auf die er großen Einfluss hatte. Als Philosoph rezipierte er Werke wie die von Marx und Hegel, wobei er sich vom Marxismus kritisch distanzierte. Seit den 1980er Jahren orientierte er sich am französischen Poststrukturalismus. Seine einflussreichsten Werke waren Gengo ni totte bi towa nani ka (言語にとって美とはなにか, „Was ist das Schöne für die Literatur?“; 1965), die Shinteki genjō ron josetsu (心的現象論序説, „Einleitung in die Welt der psychischen Phänomene“; 1971) und die Kyōdō gensō ron (共同幻想論, „Abhandlung über die gemeinschaftlichen Vorstellungen“; 1966–67). Yoshimoto ist der Vater der Schriftstellerin Banana Yoshimoto und der Mangazeichnerin Haruno Yoiko.
Bekku Sadao (japanisch 別宮貞雄, Lesart auch Betsumiya Sadao; * 24. Mai 1922 in Tokio; † 12. Januar 2012 in Mitaka) war ein…Bekku Sadao (japanisch 別宮貞雄, Lesart auch Betsumiya Sadao; * 24. Mai 1922 in Tokio; † 12. Januar 2012 in Mitaka) war ein japanischer Komponist und Hochschullehrer.
Shimaoka Tatsuzō (jap. 島岡 達三; * 27. Oktober 1919 im Stadtbezirk Minato, Präfektur Tokio; † 11. Dezember 2007 in Mashiko…Shimaoka Tatsuzō (jap. 島岡 達三; * 27. Oktober 1919 im Stadtbezirk Minato, Präfektur Tokio; † 11. Dezember 2007 in Mashiko (Tochigi)) war ein japanischer Töpfer und Kunsthandwerker. Er wurde 1996 als Lebender Nationalschatz für das Wichtige Immaterielle Kulturgut „Keramikherstellung“ deklariert. Schüler Shimaokas sind u. a. Shoichi Kamiya, Ken Matsuzaki und Lee Love sowie die deutschen Studiokeramiker Gerd Knäpper und Sebastian Scheid. Tatsuzō wurde 1919 als ältester Sohn des Kordelmachers Yonekichi Shimaoka in Tokio geboren. Von 1939 an studierte er an der Technischen Hochschule Tokio, die er 1941 abschloss. 1942 nahm er in einer Pionierkompanie am Burmafeldzug teil und geriet bei Nakhon Nayok in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr 1946 begann er umgehend mit seiner Lehre als Töpfer bei Hamada Shōji. Nach seiner Ausbildung arbeitete Shimaoka zunächst drei Jahre für das Keramik Forschungszentrum der Präfektur Tochigi, dann eröffnete er 1953 seine eigene Töpferei und ein Jahr später seine erste Ausstellung eigener Werke. 1964 erhielt er den Preis des Museums für Japanische Volkskunst (日本民藝館). Tatsuzō Shimaoka zeigte seine Werke in vielen Ausstellung rund um die Welt, darunter eine Ausstellung in Boston 1974, eine im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 1977 und Ausstellungen im Victoria and Albert Museum, im Metropolitan Museum of Art und im Israel-Museum. Tatsuzō Shimaoka wurde am 10. Mai 1996 für seine Keramiken im Jōmon zōgan-Stil zum Lebenden Nationalschatz ernannt. Keramiken mit der Jōmon zōgan-Technik wurden in der koreanischen Joseon-Dynastie hergestellt. Dazu werden mit Schnüren, die in unterschiedlicher Art und mit verschiedener Oberflächenbeschaffenheit auf Stäbchen aufgewickelt sind, Muster in den Ton eingedrückt. Diese Abdrücke werden mit hellem Schlicker aufgefüllt, sodass sich Shimaokas glasierte Keramiken in der Regel durch eine leicht reliefierte und dekorartig strukturierte sowie farblich nuancierte Oberfläche auszeichnen, auf die dann oft mit dem Pinsel Eisenglasur-Kürzel aufgemalt oder nach dem Brand anschließend aufgemalte farbliche Akzente in Rot, Gelb und Grün in einem zweiten, niedrigeren Brand aufgebracht werden. Daneben werden gleichermaßen mit Jōmon zōgan-Technik bearbeitete, aber unglasierte Gefäße in einem japanischen Holzbrandofen gebrannt, in dem sie durch Aschenanflug eine quasi-natürliche, ungleichmäßig gefärbte Oberfläche erhalten. Wie sein Lehrer Hamada Shōji hat er außerdem die europäische Technik des Salzbrandes mit Kobalt- und Mangan-Dekoren adaptiert. 1999 wurde Shimaoka mit dem Orden der Aufgehenden Sonne (Verdienstklasse Offizier) ausgezeichnet. 2007 starb er im Alter von 88 Jahren an Leberversagen in Mashiko.
Kiyoshi Seike (japanisch 清家 清 Seike Kiyoshi; geboren 13. Dezember 1918 in Kioto; gestorben 8. April 2005) war ein…Kiyoshi Seike (japanisch 清家 清 Seike Kiyoshi; geboren 13. Dezember 1918 in Kioto; gestorben 8. April 2005) war ein japanischer Architekt der Shōwa-Zeit.
Yoshimi Kondō (japanisch 近藤 芳美, Kondō Yoshimi; * 5. Mai 1913 in Korea; † 21. Juni 2006 in Tokio, Japan) war ein…Yoshimi Kondō (japanisch 近藤 芳美, Kondō Yoshimi; * 5. Mai 1913 in Korea; † 21. Juni 2006 in Tokio, Japan) war ein japanischer Dichter.
Horiuchi Masakazu (japanisch 堀内 正和; geboren 27. März 1911 in Kyōto; gestorben 13. April 2001 in Tōkyō) war ein…Horiuchi Masakazu (japanisch 堀内 正和; geboren 27. März 1911 in Kyōto; gestorben 13. April 2001 in Tōkyō) war ein japanischer Bildhauer der Shōwa-Zeit.
Taniguchi Yoshirō (japanisch 谷口 吉郎; geboren 24. Juni 1904 in der Präfektur Ishikawa; gestorben 2. Februar 1979) war ein…Taniguchi Yoshirō (japanisch 谷口 吉郎; geboren 24. Juni 1904 in der Präfektur Ishikawa; gestorben 2. Februar 1979) war ein japanischer Architekt der Shōwa-Zeit.
Su Buqing, chin. 苏步青 (* 23. September 1902 in Pingyang, Provinz Zhejiang; † 17. März 2003 in Shanghai), war ein…Su Buqing, chin. 苏步青 (* 23. September 1902 in Pingyang, Provinz Zhejiang; † 17. März 2003 in Shanghai), war ein chinesischer Mathematiker. Aufgrund seiner Pionierleistungen wurde er der "erste Geometer im Orient" genannt. Nach dem Abschluss an einer Mittelschule reiste er nach Japan, um sich dort weitergehende Kenntnisse anzueignen. Dort studierte er zuerst an der Industriehochschule in Tokio und danach an der Nordöstlichen Kaiserlichen Universität. Hier graduierte er 1927 und erlange vier Jahre später den Doktortitel. Während des Studiums beschäftigte Buqing sich mit allgemeinen gekrümmten Flächen und fand viermal kegelförmige Flächen. Mathematiker bezeichneten seine Entdeckung als "Sus kegelförmige Flächen". Nach der Promotion lehnte er es ab, weiter in Japan zu bleiben und ging entschlossen wieder ins Reich der Mitte zurück. An der Zhejiang-Universität nahm er eine Lehrtätigkeit auf. 1952 wurde er Dekan an der Fudan-Universität, welche ihn 31 Jahre später zum Ehrenpräsidenten ernannte. Sechzig Jahre lang vermittelte er Studenten mathematisches Wissen. In jüngeren Jahren konzentrierte sich Buqings Forschungstätigkeit vor allem auf affine und projektive Differentialgeometrie. Nach 1950 lag der Schwerpunkt auf der Differentialgeometrie generalisierter Räume, konjugierten Netze und computerunterstützten geometrischen Konstruktionen. Er gab über zehn Monographien heraus, darunter "Affine Differentialgeometrie". Seine Arbeiten würdigte man u. a. mit dem Preis der nationalen Wissenschaftskonferenz und dem zweiten Preis für nationalen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt. Er war ab 1955 Mitglied der mathematischen und physikalischen Abteilung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des ständigen Ausschusses der Akademie, weiterhin Ehrenpräsident des zentralen Komitees der Chinesischen Demokratischen Liga, Vizevorsitzender der siebten und achten CPPCC und des Zentralen Komitees der Chinesischen Demokratischen Liga. Außerdem saß er im ständigen Ausschuss des fünften und sechsten Nationalen Volkskongresses. Ihm zu Ehren will das chinesische Bildungsministerium ab 2007 aller vier Jahre den Su Buqing-Preis an bedeutende Mathematiker verleihen.
Koga Issaku (japanisch 古賀 逸策, im Ausland auch Issac Koga; geboren 5. Dezember 1899 in Tosu (Präfektur Saga); gestorben…Koga Issaku (japanisch 古賀 逸策, im Ausland auch Issac Koga; geboren 5. Dezember 1899 in Tosu (Präfektur Saga); gestorben 2. September 1982) war ein japanischer Elektroingenieur.
Kagami Kōzō (japanisch 各務 鉱三; geb. 7. März 1896 in der Präfektur Gifu; gest. 3. Dezember 1985) war ein japanischer…Kagami Kōzō (japanisch 各務 鉱三; geb. 7. März 1896 in der Präfektur Gifu; gest. 3. Dezember 1985) war ein japanischer Glaskünstler während der Shōwa-Zeit.
Serizawa Keisuke (japanisch 芹沢 銈介, Kyūjitai: 芹澤 銈介; * 13. Mai 1895 in Aoi-ku, (heute: Shizuoka) in der Präfektur…Serizawa Keisuke (japanisch 芹沢 銈介, Kyūjitai: 芹澤 銈介; * 13. Mai 1895 in Aoi-ku, (heute: Shizuoka) in der Präfektur Shizuoka; † 5. April 1984) war ein japanischer Färber, Kunsthandwerker und Vater des Archäologen Serizawa Chōsuke. Er wurde als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten geehrt, wurde 1956 als Lebender Nationalschatz für das Wichtige immaterielle Kulturgut „Färben mittels Katazome-Technik“ (型絵染) deklariert und Ehrenbürger der Stadt Shizuoka. Zudem war er maßgeblich an der „Volkskunstbewegung“ (民芸運動, Mingei Undō) beteiligt.
Hamada Shōji (japanisch 浜田 庄司, Kyūjitai: 濱田 庄司; * 9. Dezember 1894 in Takatsu (heute: Kawasaki), Präfektur Kanagawa; †…Hamada Shōji (japanisch 浜田 庄司, Kyūjitai: 濱田 庄司; * 9. Dezember 1894 in Takatsu (heute: Kawasaki), Präfektur Kanagawa; † 5. Januar 1978 in Mashiko, Präfektur Tochigi) war ein japanischer Töpfer und Kunstkeramiker. Er wurde 1955 zum Lebenden Nationalschatz in der Sparte des immateriellen Kulturguts „Keramik“ für seine Mashiko-Keramik erklärt und mit dem kaiserlichen Kulturorden ausgezeichnet. Hamada Shōji ist vor allem in der englischsprachigen Welt (in Großbritannien, in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Neuseeland und Australien) zu einer zentralen und stilbildenden Figur für die Entwicklung der Modernen Keramik, mithin einer der bedeutendsten Keramiker des 20. Jahrhunderts geworden.
Kawai Kanjirō (jap. 河井 寛次郎, mitunter auch 河井 寬次郎, in Yasugi, Landkreis Nogi, Präfektur Shimane; * 24. August 1890; †…Kawai Kanjirō (jap. 河井 寛次郎, mitunter auch 河井 寬次郎, in Yasugi, Landkreis Nogi, Präfektur Shimane; * 24. August 1890; † 18. November 1966) war ein japanischer Töpfer der Shōwa-Zeit.
Hashimoto Masujirō (jap. 橋本 増治郎; * 28. April 1875 in Hashira (heute: Okazaki), Präfektur Aichi; † 18. Januar 1944) war…Hashimoto Masujirō (jap. 橋本 増治郎; * 28. April 1875 in Hashira (heute: Okazaki), Präfektur Aichi; † 18. Januar 1944) war ein japanischer Maschinenbauingenieur und Gründer der Kaishinsha, die ein Vorläufer des heutigen Automobilherstellers Nissan war.