Jirō Akama (japanisch 赤間 二郎 Akama Jirō; * 27. März 1968 in Sagamihara City, Kanagawa Prefecture) ist ein japanischer…Jirō Akama (japanisch 赤間 二郎 Akama Jirō; * 27. März 1968 in Sagamihara City, Kanagawa Prefecture) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei LDP (Jiyūminshutō), mit Unterbrechung (2009–2012) seit 2005 Mitglied des Repräsentantenhauses (Shūgiin), des Unterhauses des Parlaments (Kokkai), und seit 2025 Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit (Polizeiminister) und Minister für besondere Aufgaben (Katastrophenschutz, Maritimes) in den Kabinetten Takaichi I & II.
Shigeru Ishiba (jap. 石破 茂 Ishiba Shigeru; * 4. Februar 1957 in Kōge, Landkreis Yazu, Präfektur Tottori) ist ein…Shigeru Ishiba (jap. 石破 茂 Ishiba Shigeru; * 4. Februar 1957 in Kōge, Landkreis Yazu, Präfektur Tottori) ist ein japanischer Politiker. Von September 2024 bis Oktober 2025 war er Vorsitzender der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP). Vom 1. Oktober 2024 bis zum 21. Oktober 2025 war er Premierminister Japans. Zuvor war er zweimalig Verteidigungsminister und Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Seit 1986 ist er Abgeordneter im Unterhaus für den 1. Wahlkreis der Präfektur Tottori. Innerhalb der LDP gehörte er früher der Nukaga-Faktion an und führte von 2015 formal bis 2020 die Ishiba-Faktion.
Kōji Satō (japanisch 佐藤 公治 Satō Kōji; * 28. Juli 1959 in der Stadt Mukaishima, Kreis Mitsugi (seit 2005 zur Stadt…Kōji Satō (japanisch 佐藤 公治 Satō Kōji; * 28. Juli 1959 in der Stadt Mukaishima, Kreis Mitsugi (seit 2005 zur Stadt Onomichi), Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker, und ehemaliges Mitglied beider Kammern des Nationalparlaments aus Hiroshima. Bisherige Parteizugehörigkeiten Satōs waren Neue Fortschrittspartei (NFP)→Liberale Partei (LP)→Demokratische Partei (DP)→Kokumin no Seikatsu ga Daiichi→Nippon Mirai no Tō→Seikatsu no tō→Liberale Partei→Kibō no Tō→parteilos→Konstitutionell-Demokratische Partei (KDP)→Chūdō Kaikaku Rengō (Chūdō). Er führt außerdem die Regionalpartei/„politische Gruppierung“ kesshū Hiroshima (結集ひろしま, etwa „Sammlung Hiroshima“), die mehrfach Mitte-links-Kandidaten bei Nationalwahlen in Hiroshima unterstützt hat. Satō studierte Politik an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität und wurde anschließend Mitarbeiter der Werbeagentur Dentsū. Später war er Sekretär für seinen Vater, den Unterhausabgeordneten (LDP→Shinseitō→NFP) und mehrfachen Minister Moriyoshi Satō. Nachdem dieser 1993 gestorben war, kandidierte Kōji Satō bei der nächsten Abgeordnetenhauswahl 1996, zugleich der ersten nach der Einführung der FPTP-Einmandatswahlkreise, als NFP-Kandidat im neuen Einmandatswahlkreis Hiroshima 6, zu dem auch sein Heimatlandkreis Mitsugi und die Stadt Onomichi gehörten. Er unterlag Shizuka Kamei (LDP). Kamei besiegte ihn auch bei den Wahlen 2000 und 2003, er gewann aber jeweils einen Sitz im Verhältniswahlblock Chūgoku, 2000 für die LP, 2003 für die DP. Bei der Postprivatisiserungswahl 2005, als Shizuka Kamei als einer der Wortführer der Postprivatisierungsgegner für die Neue Volkspartei (NVP) kandidierte und die LDP Takafumi Horie als „Attentäter“-Kandidaten in Hiroshima 6 unterstützte, landete Satō mit nur 25,6 % der Stimmen auf Platz 3 und verpasste mit dieser Niederlage auch eine Wiederwahl bei der Verhältniswahl. Bei der Senatswahl 2007 kandidierte Satō in Hiroshima (Zweimandatswahlkeis) als einziger DP-Kandidat, nun mit Unterstützung von Kamei und der NVP, und war mit 43,9 % der Stimmen klar auf Platz 1 vor Kensei Mizote (LDP) und vier Wahlverlierern gewählt. Von 2010 bis 2011 saß er dem Senatsausschuss für Auswärtiges und Verteidigung vor. Gegen Ende der Regierungszeit der Demokratischen Partei stimmte Satō im Sommer 2012 gegen die unter Yoshihiko Noda zusammen mit Teilen der Opposition beschlossene Mehrwertsteuererhöhung, verließ die Partei und schloss sich der Kokumin no Seikatsu ga Daiichi von Ichirō Ozawa an. Für deren indirekten Nachfolger Seikatsu no Tō war er 2013 Generalsekretär der Senatsfraktion und bestritt schließlich die Wahl 2013, bei der er mit 12 % der Stimmen auf Platz 4 hinter Kandidaten der beiden großen Parteien und der Nippon Ishin no Kai abgewählt wurde. Zur Abgeordnetenhauswahl 2017 versuchte Satō für die neue „Partei der Hoffnung“ erneut den Kammerwechsel und setzte sich im Wahlkreis Hiroshima 6 um die Nachfolge von Shizuka Kamei mit absoluter Mehrheit gegen Toshifumi Kojima (LDP) und einen KPJ-Kandidaten durch. 2021 verteidigte er den Sitz für die KDP knapp gegen Kojima, die KPJ hatte auf eine eigene Nominierung verzichtet. In der KDP führte er von 2020 bis 2025 den Präfekturverband Hiroshima. Nach der Neuordnung der Abgeordnetenhauswahlkreise 2022 wurde Satō als künftiger KDP-Kandidat im neuen Wahlkreis 5 festgelegt, der fortan die Stadt Onomichi umfasst. Er gewann bei der letztlich 2024 durchgeführten Abgeordnetenhauswahl mit 14 Punkten Vorsprung auf Kojima. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2026 unterlag er als Kandidat des durch den Zusammenschluss mit der Kōmeitō gebildeten Chūdō Kaikaku Rengō dem kurzfristig festgelegten LDP-Kandidaten Shin Yamamoto um sieben Prozentpunkte.
Takashi Kawamura (jap. 河村 たかし Kawamura Takashi; * 3. November 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi, Japan) ist ein…Takashi Kawamura (jap. 河村 たかし Kawamura Takashi; * 3. November 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi, Japan) ist ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den Wahlkreis Aichi 1, und Vorsitzender der Regionalpartei Genzei Nippon. Von 2009 bis 2024 war er Bürgermeister der Stadt Nagoya und davor von 1993 bis 2009 bereits Abgeordneter für Aichi 1. Kawamura arbeitete nach seinem Studium an der Hitotsubashi-Universität im väterlichen Papierrecyclingbetrieb Kawamura Shōji. Nach einer ersten erfolglosen Kandidatur als Unabhängiger in der Shūgiin-Wahl 1990 erhielt er im zweiten Anlauf 1993, nun als Kandidat der Neuen Japan-Partei, im viermandatigen Wahlkreis Aichi 1 den höchsten Stimmenanteil und zog ins Shūgiin ein. Während der Neuformierung der japanischen Parteienlandschaft in den 1990er Jahren gehörte Kawamura der Neuen Fortschrittspartei, der Liberalen Partei und schließlich ab 1998 der Demokratischen Partei an. Nach der Wahlrechtsreform kandidierte er ab 1996 viermal erfolgreich im Einzelwahlkreis Aichi 1, der Teile von Nagoya umfasst und als demokratische Hochburg gilt. Im April 2009 legte Kawamura sein Abgeordnetenmandat nieder, um bei der Bürgermeisterwahl in Nagoya am 26. April für die Nachfolge von Takehisa Matsubara zu kandidieren. Er trat als Unabhängiger an, wurde aber von den Demokraten unterstützt. Sein Hauptkonkurrent Masahiko Hosokawa genoss die Unterstützung der nationalen Regierungsparteien LDP und Kōmeitō. Im Wahlkampf setzte sich Kawamura für eine Senkung der kommunalen Steuern und der städtischen Personalausgaben ein. Er erhielt über eine halbe Million Stimmen und konnte Hosokawa (rund 283.000 Stimmen) und zwei weitere Kandidaten klar von sich distanzieren. Das Wahlergebnis wurde von Teilen der Demokraten als Stärkung des durch einen Spendenskandal beschädigten Vorsitzenden Ichirō Ozawa gesehen. Die Umsetzung seiner Wahlversprechen brachte Kawamura in Konflikt mit dem Stadtrat, der die Senkung der kommunalen „Bürgersteuer“ (jūmin-zei) um zehn Prozent nur auf der Grundlage jährlicher Überprüfungen billigte und die Reduzierung der Bezüge der Mitglieder und die Verkleinerung des Stadtrats ablehnte. Kawamura initiierte 2010 ein Verfahren zur Auflösung des Stadtrats. Im Oktober 2010 reichten die Anhänger Kawamuras die Petition mit den nötigen Unterschriften von einem Fünftel der Wähler ein, um ein Referendum über die Auflösung des Stadtrates in die Wege zu leiten. Allerdings wurden zunächst über 100.000 Unterschriften im November 2010 für ungültig erklärt. Kawamura kündigte daraufhin seinen baldigen Rücktritt an, um bei Neuwahlen – gleichzeitig mit den Gouverneurswahlen in Aichi am 6. Februar 2011 – ein klares Mandat für seine Reformvorhaben zu erhalten. Eine nochmalige Überprüfung durch die Wahlaufsichtskommission der Stadt Nagoya stellte im Dezember 2010 jedoch fest, dass doch genügend gültige Stimmen vorhanden waren. Die Abstimmung, die erste ihrer Art in einer „Großstadt per Regierungserlass“ (seirei shitei toshi), fand ebenfalls am 6. Februar 2011 statt und wurde bei Wahlbeteiligung von 54 % angenommen, die Neuwahlen für den Stadtrat finden innerhalb von 40 Tagen statt. Die Demokratische Stadtratsfraktion hat sich gegen Kawamura gestellt und unterstützte bei den Bürgermeisterwahlen die Kandidatur des ehemaligen Shūgiin-Abgeordneten Yoshihiro Ishida, ehemals Bürgermeister von Inuyama. Kawamura gewann die Wahl deutlich gegen Ishida und zwei weitere Kandidaten. Im April 2010 gründete Kawamura die Partei Genzei Nippon (減税日本, „Steuersenkung Japan“), die bei Stadtratsneuwahlen eine absolute Mehrheit anstrebt und bei den Gouverneurswahlen in Aichi die erfolgreiche Kandidatur des ehemaligen Shūgiin-Abgeordneten Hideaki Ōmura (ehemals LDP) unterstützte. Anfang August 2019 forderte Bürgermeister Kawamura nach einem Besuch öffentlich die Schließung einer im Rahmen der Aichi-Triennale in Nagoya stattgefundenen Ausstellung "Nach der Meinungsfreiheit", welche u. a. mit einer "Trostfrauen-Statue" an die ca. 200.000 insbesondere koreanischen Sexsklavinnen des japanischen Militärs in den 1930er und 1940er Jahren erinnerte. Diese Forderung, die er mit der Behauptung begründete, die Figur "verletze die Gefühle der Japaner", führte zu Terror-Drohungen zahlreicher Rechtsextremisten, u. a. mit dem Hinweis, man werde einen Benzinkanister einschmuggeln und die Figur anzünden. Die folgende Schließung der Ausstellung durch die Veranstalter wurde mit Sicherheitsbedenken begründet, obwohl zuvor der Gouverneur der Präfektur Aichi Hideaki Ōmura das Verlangen des Bürgermeisters als "vermutlich verfassungswidrig" bezeichnet hatte. Bürger und Verleger verlangten die Wiedereröffnung der Ausstellung. Kawamura war 2020 in einen Skandal um eine Petition zur Absetzung des Präfekturgouverneurs Hideaki Ōmura verwickelt. Kawamura gab zu, angeboten zu haben, 34.000 Unterschriften aus einer früheren Petition im Jahr 2011 zu „recyceln“. Im August 2021 erregte Kawamura erneut internationales Aufsehen, nachdem er in die Goldmedaille einer Siegerin der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio biss. Bei der Shūgiin-Wahl 2024 versuchte Kawamura als Kandidat der Konservativen Partei Japans (Nippon Hoshutō) im Wahlkreis Aichi 1 die Rückkehr in die Nationalpolitik. Das Bürgermeisteramt verlor er damit zu Wahlkampfbeginn (=Kandidatur für inkompatibles Amt) am 15. Oktober 2024 automatisch, nachdem das Stadtparlament die Zustimmung zu seinem Rücktritt versagt hatte. Er setzte sich mit rund 47 % der Stimmen gegen Kandidaten beider großer Parteien durch. Die aus seiner Rückkehr in die Nationalpolitik resultierende Bürgermeisterwahl in Nagoya im November 2024 gewann sein ehemaliger Vizebürgermeister und Genzei-Generalsekretär Ichirō Hirosawa mit absoluter Mehrheit. 2025 überwarfen sich Kawamura und die Genzei Nippon mit der Konservativen Partei, er reichte im Oktober seinen Parteiaustritt ein, der schließlich im Januar 2026 mit Parteiausschluss beantwortet wurde. Für die Shūgiin-Wahl 2026 gründete die Genzei Nippon zusammen mit dem Yūkoku Rengō („Patriotischer Bund“) um den Ex-Demokraten Kazuhiro Haraguchi aus Saga das Bündnis Genzei Nippon – Yūkoku Rengō (減税日本・ゆうこく連合); aber Kawamura, der Aichi 1 mit 42,5 % der Stimmen verteidigte, war nach der Wahl der einzige Abgeordnete, und die Partei verpasste auch die für den rechtlichen Parteistatus nötigen 2 % der Stimmen in einem der beiden Wahlsegmente. Kawamura wurde fraktionslos.
Yutaka Banno (jap. 伴野 豊, Banno Yutaka; * 1. Januar 1961 in Tōkai, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker…Yutaka Banno (jap. 伴野 豊, Banno Yutaka; * 1. Januar 1961 in Tōkai, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker (DPJ→DFP→DVP→KDP→Chūdō). Er war zwischen 2000 und 2026 mit Unterbrechungen (2012–14, 2017–21) Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, für den 8. Wahlkreis von Aichi oder den Verhältniswahlblock Tōkai.
Shōichi Kondō (jap. 近藤 昭一, Kondō Shōichi; * 26. Mai 1958 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker…Shōichi Kondō (jap. 近藤 昭一, Kondō Shōichi; * 26. Mai 1958 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker (Neue Partei Sakigake (engl. NPH, NPS u. a.)→Demokratische Partei (engl. DPJ)→Demokratische Fortschrittspartei (engl. DP)→Konstitutionell-Demokratische Partei (engl. CDP)→Chūdō Kaikaku Rengō) und war von 1996 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, zuletzt für den 3. Wahlkreis von Aichi. In der DPJ führte er zunächst zusammen mit Hideo Hiraoka später alleine eine Faktion, die Kondō-[Hiraoka-]Gruppe, offiziell Liberal no Kai („Versammlung der Liberalen“); in der KDP sitzt er der ursprünglich von Hirotaka Akamatsu gegründeten Gruppe Sanctuary (サンクチュアリ sankuchuari, Kondō-Gruppe) vor. Kondō, der Sohn eines Abgeordneten des Rates der Stadt Nagoya, studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Jōchi Daigaku (Sophia-Universität), ab 1981 vorübergehend am Běijīng yǔyánxuéyuàn („Peking-Sprachinstitut“), der heutigen Universität für Sprache und Kultur Peking. Nach seinem Studienabschluss 1984 arbeitete er für die Chūnichi Shimbun-sha, wo er in der Kulturabteilung tätig war. 1993 verließ er den Verlag, um sich der Politik zuzuwenden. 1994 trat Kondō der Neuen Partei Sakigake bei, wo er als Vorsitzender des „Vorberatungsrates“ (jumbikai) am Aufbau des Präfekturverbandes Aichi mitwirkte. 1996 beteiligte er sich wie viele Mitglieder der Partei an der Gründung der DPJ. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte er für die DPJ im neuen Einzelwahlkreis Aichi 3. Kondō erreichte zwar nur den dritten Platz, wurde aber durch ein relativ gutes Wahlkreisergebnis („Verlustquote“ 73,08 %) über die neu eingeführte Verhältniswahl im Block Tōkai gewählt. Den Wahlkreis konnte er ab 2000 vier Mal in Folge für sich gewinnen. In der Demokratischen Partei gehörte Kondō 2003 unter Naoto Kan dem „nächsten Kabinett“, dem Schattenkabinett der Demokraten, mit Zuständigkeit für Umwelt an. 2006 übernahm er den Vorsitz des Präfekturverbandes Aichi. Nach dem demokratischen Wahlsieg 2009 übernahm er zunächst den Vorsitz im Shūgiin-Innenausschuss („Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten“). Von September 2010 bis 2011 war er Staatssekretär („Vizeminister“) im Umweltministerium. Kondō führt das „Konstitutionalistische Forum“ (立憲フォーラム Rikken fōramu), eine Parlamentariergruppe aus vor allem demokratischen (später hauptsächlich KDP) und sozialdemokratischen Mitgliedern des Nationalparlaments, die 2013 gegründet wurde um eine vom damaligen 96. Ministerpräsidenten Shinzō Abe (LDP) angestrebte Änderung von Artikel 96 der Verfassung, der die (sehr hohe) Hürde für Verfassungsänderungen festlegt, und damit auch dessen weitergehende Verfassungsänderungspläne zu verhindern. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Kondō seinen Wahlkreis um knapp 4.000 Stimmen an Yoshitaka Ikeda (LDP), gewann aber eines der vier DPJ-Verhältniswahlmandate in Tōkai. Von 2012 bis 2013 war er Vorsitzender des Shūgiin-Disziplinarausschusses. Bei der Wahl 2014 erholten sich die Wahlergebnisse der Demokraten in ihrer einstigen Hochburg Aichi etwas – sie gewann wieder sechs der 15 Sitze – und Kondō gewann den Wahlkreis zurück und verteidigte ihn danach bis einschließlich 2024. Angesichts der Shūgiin-Wahl 2017 wechselte Kondō in die kurz zuvor neu gegründete Konstitutionell-Demokratische Partei und war bis 2018 einer von zunächst zwei stellvertretenden Vorsitzenden (fuku-daihyō) und Wahlkampfchef der Partei. Im Shūgiin übernahm Kondō nach dem Mehrheitsverlust der Regierung bei der Wahl 2024 den Vorsitz im Umweltausschuss. 2025 löste ihn Kenta Izumi ab. Bei der Shūgiin-Wahl 2026 unterlag er für den für die Wahl durch den Zusammenschluss mit der Kōmeitō gegründeten Chūdō Kaikaku Rengō („zentristischer Reformbund“) mit über elf Prozentpunkten Rückstand Yoshihiko Mizuno (LDP) und verpasste damit auch einen der vier Chūdō-Verhältniswahlsitze in Tōkai.
Junji Suzuki (japanisch 鈴木 淳司 Suzuki Junji; * 7. April 1958 in Seto, Aichi) ist ein japanischer Politiker (LDP, zuletzt…Junji Suzuki (japanisch 鈴木 淳司 Suzuki Junji; * 7. April 1958 in Seto, Aichi) ist ein japanischer Politiker (LDP, zuletzt Abe-Faktion), seit 2003 mit Unterbrechungen (2009–12, 2024–26) Mitglied des Abgeordnetenhauses für den 7. Wahlkreis von Aichi oder den Verhältniswahlblock Tōkai und war von September bis Dezember 2023 Minister für allgemeine Angelegenheiten (Sōmu-daijin, in englischsprachigen Ländern „Minister für innere Angelegenheiten und Kommunikation“). Suzuki absolvierte nach seinem Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität das Matsushita Seikei Juku, die vom Matsushita-Denki-Konzerngründer (heute: Panasonic) gestiftete Kaderschmiede für Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. Bei den einheitlichen Präfektur- & Kommunalwahlen 1991 kandidierte er erfolgreich für das Stadtparlament von Seto, 1995 wurde er wiedergewählt. 1999 trat er nicht mehr an und versuchte bei der Abgeordnetenhauswahl 2000 den Wechsel in die Nationalpolitik: Für die LDP kandidierte er im Wahlkreis Aichi 7, den er sich nach der „Costa-Rica-Methode“ mit Takashi Aoyama (NFP→Konservative Partei→LDP, Etō-Kamei-Faktion) teilen sollte, unterlag aber dem Demokraten Kenji Kobayashi. Im zweiten Anlauf gelang Suzuki bei der Wahl 2003, nun nach der „Costa-Rica“-Alternation bei der Verhältniswahl im Regionalwahlkreis Tōkai, der Einzug ins Unterhaus des Nationalparlaments. Ab 2005 war er der einzige LDP-Kandidat für Aichi 7 und wurde dort zunächst wiedergewählt, unterlag aber bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 der Demokratin Shiori Yamao. 2012 gewann er den Sitz zurück; bei den Wahlen 2014 und 2017 unterlag er Yamao, konnte aber jeweils mit relativ knappen Niederlagen einen Verhältniswahlsitz in Tōkai gewinnen. Nach Yamaos Rückzug gewann Suzuki bei der Wahl 2021 deutlich gegen Kazuyoshi Morimoto (KDP; vorher Aichi 15). Für die Regierung war Suzuki von 2008 bis 2009 (umgebildetes Kabinett Fukuda & Kabinett Asō) parlamentarischer Sekretär im Ministerium für allgemeine Angelegenheiten. In der LDP leitete er von 2014 bis 2015 den PARC-Unterausschuss für Wirtschaft & Industrie, anschließend war er für das dritte Kabinett Abe bis 2016 Vizeminister im Ministerium für Wirtschaft & Industrie. Im Abgeordnetenhaus saß er von 2016 bis 2017 dem Justizausschuss vor. Von 2018 bis 2019 (Kabinett Shinzō Abe IV (1. Umbildung)) war Suzuki Vizeminister im Ministerium für allgemeine Angelegenheiten. Im September 2023 berief Fumio Kishida bei einer Kabinettsumbildung Suzuki als zuständigen Minister erstmals in ein Kabinett. Schon im Dezember 2023 trat er wie drei weitere Minister und mehrere Staatssekretäre der Abe-Faktion im Skandal um schwarze Kassen der Faktion zurück. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2024 unterlag Suzuki im Wahlkreis Aichi 7 deutlich der DVP-Kandidatin Saria Hino. Im Zuge des Kickback-Skandals war er von einer Doppelkandidatur bei der Verhältniswahl ausgeschlossen, hätte mit seiner klaren Mehrheitswahlniederlage (Sekihairitsu 63,9 %) aber auch einen Verhältniswahlsitz auf der LDP-Liste im Block Tōkai verpasst. 2026 unterlag er Hino um nur rund sechs Prozentpunkte und gewann damit den zweiten der zehn LDP-Verhältniswahlsitze in Tōkai.
Gōshi Hosono (jap. 細野 豪志 Hosono Gōshi; * 21. August 1971 in Ōmihachiman, Präfektur Shiga) ist ein japanischer Politiker…Gōshi Hosono (jap. 細野 豪志 Hosono Gōshi; * 21. August 1971 in Ōmihachiman, Präfektur Shiga) ist ein japanischer Politiker (DPJ→DFP→parteilos→Partei der Hoffnung→parteilos→parteiloses Mitglied der Nikai-Faktion der LDP→LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 5. Wahlkreis von Shizuoka und seit 2026 Wiederaufbau- und Katatstrophenschutzminister.
Tetsurō Fukuyama (jap. 福山 哲郎 Fukuyama Tetsurō; * 19. Januar 1962 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker…Tetsurō Fukuyama (jap. 福山 哲郎 Fukuyama Tetsurō; * 19. Januar 1962 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und Generalsekretär der Konstitutionell-Demokratischen Partei und Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Kyōto. Fukuyama schloss 1985 sein Rechtsstudium an der Dōshisha-Universität ab und wurde anschließend Angestellter des Wertpapierunternehmens Daiwa Shōken. 1990 besuchte er im 11. Jahrgang das Matsushita Seikei Juku (松下政経塾, engl. Matsushita Institute of Government and Management), 1991 besuchte er in Sri Lanka Projekte der Sarvodaya-Shramadana-Bewegung, wo er auch dem Gründer und Gandhi-Friedenspreisträger Ariyaratne begegnete. Zurück in Japan wirkte er ab 1992 am Aufbau regionaler Zweigstellen des Matsushita Seikei Juku mit, bis 1995 erwarb er am Graduiertenkolleg der Universität Kyōto den Mastergrad (shūshi). Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte Fukuyama für die („alte“) Demokratische Partei im 1. Wahlkreis Kyōto, dem Wahlkreis von Bummei Ibuki, landete aber abgeschlagen auf Platz vier. Er übernahm danach in der Demokratischen Partei Führungsfunktionen im Präfekturverband Kyōto – ab 2002 als Vorsitzender – und engagierte sich vor allem in Fragen der Umwelt- und Klimapolitik – er leitete später unter anderem die „Hauptabteilung für Maßnahmen gegen die globale Erwärmung“ (地球温暖化対策本部, chikyū ondanka taisaku hombu) der Partei. Bei der Sangiin-Wahl 1998 trat Fukuyama in der Präfektur Kyōto (zwei Mandate) als Unabhängiger an und wurde noch vor der Kommunistin Tokiko Nishiyama mit dem höchsten Stimmenanteil ins Sangiin gewählt. 1999 trat er der („neuen“) Demokratischen Partei formal bei, für die er 2004 und 2010 jeweils wieder mit dem höchsten Stimmenanteil in Kyōto wiedergewählt wurde. Von 2005 bis 2006 leitete er den Umweltausschuss des Sangiin. Im Juni 2008 war er maßgeblich an der Einbringung des Entwurfes für ein „Grundlagengesetz zur Bekämpfung der globalen Erwärmung“ (地球温暖化対策基本法, chikyū ondanka taisaku kihon-hō) beteiligt, das für die CO2-Emissionen ein Reduktionsziel von 25 % gegenüber 1990 bis 2020 formulierte. Diese Forderung wurde auch in das Wahlprogramm 2009 der Demokratischen Partei aufgenommen, nach der erfolgreichen Regierungsübernahme aber wieder in Frage gestellt. Der Gesetzentwurf wurde 2009 in modifizierter Form erneut eingebracht, 2010 in erneut veränderter Form vom Kabinett beschlossen, aber im Parlament nicht abschließend beraten. Nach Antritt des demokratisch geführten Kabinetts Hatoyama wurde Fukuyama 2009 Vizeminister im Außenministerium, von 2010 bis 2011 war er unter Premierminister Naoto Kan stellvertretender Chefkabinettssekretär. Von 2011 bis 2013 war er Vorsitzender des Auswärtigen und Verteidigungsausschusses (gaikō-bōei-iinkai) im Sangiin. In der Demokratischen Partei übernahm er von 2014 bis 2015 den Vorsitz des politischen Forschungsrates. 2016 wurde Fukuyama für die neu gegründete Minshintō nur noch mit dem zweithöchsten Stimmenanteil (36,9 %) hinter dem Liberaldemokraten Satoshi Ninoyu (40,0 %), aber sicherem Vorsprung auf den Kommunisten Toshitaka Ōkawara (20,0 %) für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Kurz nach der Gründung der Konstitutionell-Demokratischen Partei schloss er sich dieser an und wurde zum Generalsekretär der Partei ernannt. 2021 ersetzte ihn unter dem neuen Parteivorsitzenden Izumi Chinami Nishimura. Bei der Wahl 2022 verteidigte er den zweiten Platz mit nur noch 26,5 % der Stimmen relativ knapp vor Yūko Kusui (24,8 %) von der Nippon Ishin no Kai.
Tamayo Marukawa (jap. 丸川 珠代, Marukawa Tamayo, eigentlich 大塚 珠代, Ōtsuka Tamayo; * 19. Januar 1971 in Kōbe, Präfektur…Tamayo Marukawa (jap. 丸川 珠代, Marukawa Tamayo, eigentlich 大塚 珠代, Ōtsuka Tamayo; * 19. Januar 1971 in Kōbe, Präfektur Hyōgo) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP, darin bis zur Auflösung Abe-Faktion). Von 2007 bis 2024 vertrat sie die Präfektur Tokio im Oberhaus des Nationalparlaments und war unter anderem Umwelt- und Olympiaministerin. Seit 2026 vertritt sie den Wahlkreis Tokio 7 im Unterhaus.
Hirofumi Yoshimura (jap. 吉村 洋文 Yoshimura Hirofumi; * 17. Juni 1975 in Kawachi-Nagano, Präfektur Osaka) ist ein…Hirofumi Yoshimura (jap. 吉村 洋文 Yoshimura Hirofumi; * 17. Juni 1975 in Kawachi-Nagano, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker und seit 2019 Gouverneur von Osaka. Davor war er seit 2015 Bürgermeister der Stadt Osaka. Im Dezember 2024 wurde er zum Vorsitzenden der Nippon Ishin no Kai gewählt. Schon seit 2020 führt er die Präfekturpartei Ōsaka Ishin no Kai von Gouverneursvorgänger Ichirō Matsui und Bürgermeistervorgänger Tōru Hashimoto. In der daraus hervorgegangenen Nationalpartei war er von 2019 bis 2022 „Vizevorsitzender“ (fuku-daihyō), danach bis 2024 „Kovorsitzender“ (kyōdō-daihyō; anders als bei anderen Parteien gibt es dort nicht mehrere gleichberechtigte „Kovorsitzende“, sondern einen einzigen Vorsitzenden und einen einzigen „Kovorsitzenden“ als eine Art Stellvertreterposition über dem oder den „Vizevorsitzenden“). Vor seiner aktiven politischen Karriere war Yoshimura seit 2000 Anwalt, sein Studium an der Universität Kyūshū schloss er 1998 ab. Für die Osaka Ishin no Kai war er von 2011 bis 2014 Abgeordneter des Dreimandatswahlkreises Bezirk Nord (Kita-ku) im Stadtparlament von Osaka, anschließend von 2014 bis 2015 für die assoziierte Nationalpartei (Ishin no Tō→Ōsaka Ishin no Kai) Mitglied des Shūgiin, des Unterhauses des Nationalparlaments, über den Verhältniswahlblock Kinki – bei der Mehrheitswahl hatte er den 4. Wahlkreis der Präfektur Osaka, der nördliche Teile der Stadt Osaka umfasst, relativ knapp an den Liberaldemokraten Yasuhide Nakayama verloren. Im Mai 2015 scheiterte knapp das erste Referendum über den von der Ishin no Kai verfolgten, sogenannten Ōsaka-to-Plan (Osaka-to-kōsō), der Umwandlung Osakas von einer -fu ([historisch: Stadt-]Präfektur) in eine -to ([~Metropol-/Hauptstadt-]Präfektur) wie Tokio, in der die Ōsaka-shi (Stadt Osaka) abgeschafft und durch „Sonderbezirke“ ersetzt wird. Nach der Abstimmungsniederlage kündigte Tōru Hashimoto seinen Rückzug vom Bürgermeisteramt zur regulären Wahl im November 2015 an, und Yoshimura sollte der Ishin-Kandidat für die Nachfolge werden. Die Bürgermeisterwahl 2015 gewann er gegen den von Liberaldemokraten, Demokraten und Kommunisten unterstützten ehemaligen Stadtparlamentsabgeordneten Akira Yanagimoto mit rund 190.000 Stimmen Vorsprung deutlich. Im März 2019 traten Yoshimura als Bürgermeister der Stadt und Matsui als Gouverneur der Präfektur gleichzeitig zurück, um bei Neuwahlen gleichzeitig mit den Präfekturparlaments- und Stadtparlamentswahlen (Teil der einheitlichen Regionalwahlen im April 2019) ein neues Mandat für eine erneute Volksabstimmung über die Abschaffung der Stadt Osaka zu gewinnen. Um sogenannte denaoshi senkyo (~„Neuanfangswahlen“) zu vermeiden und für volle vier Jahre gewählt zu sein, kandidierte dabei Matsui als Stadtbürgermeister und Yoshimura als Präfekturgouverneur. Yoshimura gewann klar mit rund 64 % der Stimmen gegen den ehemaligen Vizegouverneur Tadakazu Konishi, der von den etablierten Parteien und dem größten Gewerkschaftsbund Rengō unterstützt wurde. Das Referendum über die Abschaffung der Stadt Osaka scheiterte 2020 knapp. Während der COVID-19-Pandemie gelang es Yoshimura und seiner Partei wie auch manchen anderen Gouverneuren, sich in Ablehnung der Maßnahmen der Nationalregierung zu profilieren, im Falle Yoshimuras zum Teil auch mit wissenschaftlich fragwürdigen Behauptungen. Bei der Gouverneurswahl 2023 wurde Yoshimura mit 73,7 % der Stimmen gegen fünf Kandidaten für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Nachdem sich Nobuyuki Baba nach den schwachen Ishin-Ergebnissen bei der Shūgiin-Wahl 2024 vom Parteivorsitz zurückgezogen hatte, setzte sich Yoshimura bei der Wahl zum Parteivorsitzenden im Dezember 2024 gegen den Sangiin-Abgeordneten für und ehemaligen Gouverneur von Kanagawa Shigefumi Matsuzawa und zwei Shūgiin-Abgeordnete mit großem Abstand durch: Er erhielt 8547 Stimmen, Matsuzawa 1066, Ryūna Kanemura 635, Seiki Soramoto 492. Stimmberechtigt waren separat, aber anders als bei den anderen großen Parteien nicht besonders gewichtete 846 „Sonderparteimitglieder“ (tokubetsu tōin: Präfekturgouverneure, Gemeindebürgermeister, National-, Präfektur-, Gemeindeabgeordnete und feststehende -kandidaten) und rund 25.000 gewöhnliche Parteimitglieder, davon über die Hälfte in Osaka. Hirofumi Yoshimura vereinbarte am 20. Oktober 2025 mit Sanae Takaichi, der Vorsitzenden der regierenden Liberaldemokratischen Partei Japans, die Bildung einer Regierungskoalition.
Miki Takeo (jap. 三木 武夫; * 17. März 1907 in Yoshida, Donari (heute: Awa); † 14. November 1988 in Tokio) war ein…Miki Takeo (jap. 三木 武夫; * 17. März 1907 in Yoshida, Donari (heute: Awa); † 14. November 1988 in Tokio) war ein japanischer Politiker und von 1974 bis 1976 der 41. Premierminister Japans und Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (LDP).
Sanae Takaichi (jap. 高市 早苗 Takaichi Sanae; * 7. März 1961 in Yamatokōriyama) ist eine japanische Politikerin. Seit…Sanae Takaichi (jap. 高市 早苗 Takaichi Sanae; * 7. März 1961 in Yamatokōriyama) ist eine japanische Politikerin. Seit Oktober 2025 ist sie Vorsitzende der LDP. Am 21. Oktober 2025 wurde Takaichi zur Premierministerin von Japan gewählt. Damit ist sie die erste Frau in diesem Amt in der Geschichte Japans.
Masatoshi Ishida (jap. 石田 真敏 Ishida Masatoshi; * 11. April 1952 in Kainan, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer…Masatoshi Ishida (jap. 石田 真敏 Ishida Masatoshi; * 11. April 1952 in Kainan, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP, darin zuletzt Kishida-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Verhältniswahlwahlkreis Kinki und ehemaliger Innenminister.
Hideo Hiraoka (jap. 平岡 秀夫 Hiraoka Hideo; * 14. Januar 1954 in Iwakuni, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer…Hideo Hiraoka (jap. 平岡 秀夫 Hiraoka Hideo; * 14. Januar 1954 in Iwakuni, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker. Er war von 2000 bis 2012 und von 2024 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für die Liste der Konstitutionell-Demokratische Partei (KDP) im Verhältniswahlblock Chūgoku. Als Mitglied der Demokratischen Partei, in der er gemeinsam mit Shōichi Kondō eine Faktion führte, die Hiraoka-Kondō-Gruppe, war er während der Regierungszeit der Demokraten von 2011 bis 2012 Justizminister. Hiraoka absolvierte 1976 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. In seiner Beamtenlaufbahn war er unter anderem in der japanischen Botschaft in Indien, im Legislativbüro des Kabinetts und im nationalen Finanzamt tätig, in Behörden und Außenstellen des Finanzministeriums übernahm er verschiedene Abteilungsleiterpositionen. 1998 ließ er sich als Anwalt registrieren und nahm kurz darauf eine politische Karriere auf: 1999 kandidierte er für das Bürgermeisteramt in Iwakuni, unterlag aber Katusuke Ihara, einem ehemaligen Beamten des Arbeitsministeriums. Bei der Shūgiin-Wahl 2000 kandidierte Hiraoka für die Demokratische Partei im Wahlkreis Yamaguchi 2 und konnte Ex-Wirtschaftsminister Shinji Satō (LDP) um rund 7.000 Stimmen übertreffen. 2005 verlor er den Wahlkreis knapp an Yoshihiko Fukuda (LDP), wurde aber über den Verhältniswahlblock Chūgoku wiedergewählt. Als Fukuda 2008 für seine (erfolgreiche) Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl in Iwakuni zurücktrat, gewann Hiraoka bei der Nachwahl seinen Wahlkreis zurück und konnte ihn bei der regulären Wahl 2009 verteidigen. 2002 und 2006 war er Mitglied im „nächsten Kabinett“, dem Schattenkabinett der Demokratischen Partei, mehrfach führte er den Vizevorsitz in wichtigen Parteigremien. Im Juni 2010 wurde Hiraoka unter dem Kabinett Kan Staatssekretär (fukudaijin) im Kabinettsbüro, anschließend im Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Im September 2011 wurde er als Justizminister ins Kabinett Noda berufen, im Januar 2012 bei einer Kabinettsumbildung durch Toshio Ogawa ersetzt. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor er den 2. Wahlkreis an Nobuo Kishi (Liberaldemokratische Partei), bis dahin Sangiinabgeordneter und Bruder des LDP-Vorsitzenden Shinzō Abe (1. Wahlkreis), und verfehlte mit einer Wahlkreisverlustquote von 50,5 % als Achtplatzierter unter 18 Kandidaten auf dem DPJ-Listenplatz 1 auch eine Wiederwahl im Block Chūgoku deutlich. Bei der Nachwahl in Yamaguchi zum Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, bewarb sich Hiraoka im April 2013 als formal unabhängiger Kandidat mit Wahlempfehlung durch Demokratische Partei und Midori no Kaze und Unterstützung durch die Sozialdemokratische Partei für den durch Nobuo Kishis Rücktritt freigewordenen Sitz. Er unterlag dem früheren langjährigen Bürgermeister von Shimonoseki Kiyoshi Ejima (LDP), dem Sohn des ehemaligen Sangiinabgeordneten für Yamaguchi, Atsushi Ejima. Bei der Shūgiin-Wahl 2014 kandidierte er wieder für die Demokratische Partei im Wahlkreis 2, unterlag Kishi etwas weniger deutlich, aber immer noch entfernt von einer Wiederwahl im Block (Kishi 58,4 %, Hiraoka 34,9 %→Wahlkreisverlustquote 59,7 %→Sechster von neun demokratischen Doppelkandidaten auf dem Listenplatz 1; den zweiten und letzten Sitz der Demokraten bei der Verhältniswahl in Chūgoku gewann 2014 mit einer Wahlkreisverlustquote von 79,9 % Keisuke Tsumura aus Okayama). Nach dem Rücktritt von Nobuo Kishi kandidierte Hiraoka ohne Parteinominierung als Oppositionskandidat im Wahlkreis Yamaguchi 2 bei der resultierenden Nachwahl im April 2023, unterlag aber mit 47,5 % der Stimmen relativ knapp Kishis Sohn Nobuchiyo (LDP – Kōmeitō; 52,5 %). Bei der allgemeinen Wahl 2024 unterlag er Kishi sehr knapp um weniger als 2.000 Stimmen, gewann damit (Sekihairitsu 98,3 %) aber den ersten der drei Sitze der KDP bei der Verhältniswahl in Chūgoku. 2026 wurde er erneut abgewählt.
Tsugumasa Muraoka (jap. 村岡 嗣政, Muraoka Tsugumasa; * 7. Dezember 1972 in Ube, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer…Tsugumasa Muraoka (jap. 村岡 嗣政, Muraoka Tsugumasa; * 7. Dezember 1972 in Ube, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker und seit dem 25. Februar 2014 Gouverneur von Yamaguchi. Muraoka, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, arbeitete nach seinem Abschluss 1996 für das Ministerium für Selbstverwaltung, einem Vorläufer des heutigen Ministeriums für allgemeine Angelegenheiten. Er war unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Hokkaidō und Kōchi, in der Verwaltung der Stadt Hiroshima und zuletzt in der Abteilung tätig, die für die Finanzen der Gebietskörperschaften zuständig ist (jichi-zaisei-kyoku). Als im Januar 2014 der Gouverneur seiner Heimatpräfektur, Shigetarō Yamamoto, zurücktrat, verließ Muraoka das Ministerium, um bei der vorgezogenen Gouverneurswahl im Februar 2014 zu kandidieren. Liberaldemokratische Partei und Kōmeitō unterstützten seine Kandidatur, gegen zwei Kandidaten setzte er sich mit mehr als 60 % der Stimmen durch.
Yoshinori Suematsu (jap. 末松 義規 Suematsu Yoshinori; * 5. Dezember 1956 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist ein…Yoshinori Suematsu (jap. 末松 義規 Suematsu Yoshinori; * 5. Dezember 1956 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und ehemaliger (1996–2012, 2017–2026) Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus der Präfektur Tokio. Von 2010 bis 2012 war er Staatssekretär und Berater des Premierministers für die Kabinette Kan und Noda. Suematsu wurde nach Abschluss seines Studiums an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität 1980 Beamter im Außenministerium. 1986 absolvierte er ein Graduiertenstudium an der Princeton University. 1994 verließ er das Ministerium und kandidierte als Unabhängiger bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Chōfu im Westen der Präfektur Tokio, unterlag aber Amtsinhaber Katsuyuki Yoshio. Bei der Shūgiin-Wahl 1996, der ersten nach neuem Wahlrecht, trat er im neuen Einzelwahlkreis Tokio 19 im Westen der Präfektur Tokio in der politischen Heimat Naoto Kans für die gerade gegründete Demokratische Partei an und gewann gegen Kōichirō Watanabe (NFP, später DPJ, Ozawa-Gruppe, zuletzt KDP) und vier weitere Kandidaten. Den Wahlkreis konnte er danach dreimal gewinnen, nur beim LDP-Erdrutschsieg 2005 unterlag er Yōhei Matsumoto (LDP, Ibuki-Faktion), wurde aber über den Verhältniswahlblock Tokio wiedergewählt. Bereits ab Ende der 1990er Jahre übernahm Suematsu Stellvertreterposten in Gremien des Parteivorstands, 2006 war Suematsu in Ichirō Ozawas zweitem Schattenkabinett „nächster Umweltminister“. Ab 2002 war er außerdem Generalsekretär des Präfekturverbands Tokio der Demokratischen Partei. Im September 2010 berief ihn Naoto Kan bei einer Kabinettsumbildung als Fukudaijin ins Kabinettsbüro. 2011 wurde er unter Kans Nachfolger Yoshihiko Noda zunächst Berater des Premierministers, 2012 erneut Staatssekretär. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Suematsu seinen Wahlkreis erneut an Yōhei Matsumoto und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der Partei auch eine Wiederwahl im Block Tokio, errang mit seiner relativ knappen Wahlkreisniederlage (sekihairitsu 80,3 %) aber den 4. Listenplatz und war der erste potentielle Nachrücker der Demokraten im Block Tokio. Auch 2014 verlor er den Mehrheitswahlkreis relativ knapp (sekihairitsu 81,3 %) und war im Verhältniswahlblock als 5. auf der demokratischen Liste der zweite potentielle Nachrücker. Für die Shūgiin-Wahl 2017 schloss er sich wie Naoto Kan der Konstitutionell-Demokratischen Partei (KDP) an, er unterlag Matsumoto noch knapper (sekihairitsu 94,0 %), und gewann als zweitbester Wahlkreisverlierer einen der vier KDP-Sitze bei der Verhältniswahl in Tokio. 2021 setzte er sich knapp gegen Matsumoto durch und verteidigte den Sitz 2024. Beim LDP-Erdrutschsieg 2026 unterlag er als Kandidat des durch den Zusammenschluss von KDP und Kōmeitō gegründeten Chūdō Kaikaku Rengō Yōhei Matsumoto deutlich und verpasste auch einen Verhältniswahlsitz klar (sekihairitsu 58 %, effektiver Listenplatz 21 bei fünf Sitzen).
Kazuhiro Haraguchi (jap. 原口 一博 Haraguchi Kazuhiro; * 2. Juli 1959 in Saga, Präfektur Saga) ist ein japanischer…Kazuhiro Haraguchi (jap. 原口 一博 Haraguchi Kazuhiro; * 2. Juli 1959 in Saga, Präfektur Saga) ist ein japanischer Politiker (parteilos→Liberaldemokratische Partei (LDP)→Erneuerungspartei→Neue Fortschrittspartei (NFP)→Kokumin no Koe (~„Stimme des Volkes“)→Minseitō (~„Demokratische Partei“/„Partei für demokratische Politik“)→Demokratische Partei→Demokratische Fortschrittspartei→Demokratische Volkspartei→Konstitutionell-Demokratische Partei→Genzei Nippon – Yūkoku Rengō), und war von 1996 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, zuletzt für den 1. Wahlkreis seiner Heimatpräfektur und ehemaliger Minister. 2026 wurde er neben Takashi Kawamura Kovorsitzender von Genzei Nippon – Yūkoku Rengō.
Takeshi Iwaya (jap. 岩屋 毅 Iwaya Takeshi; * 24. August 1957 in Beppu, Präfektur Ōita) ist ein japanischer Politiker der…Takeshi Iwaya (jap. 岩屋 毅 Iwaya Takeshi; * 24. August 1957 in Beppu, Präfektur Ōita) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Asō-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Ōita 3 und ehemaliger Außen- und Verteidigungsminister.
Yura Halim (eigentlicher Name: Pengiran Haji Mohamed Yusuf bin Pengiran Abdul Rahim; * 2. Mai 1923; † 11. April 2016)…Yura Halim (eigentlicher Name: Pengiran Haji Mohamed Yusuf bin Pengiran Abdul Rahim; * 2. Mai 1923; † 11. April 2016) war ein bruneiischer Beamter, Diplomat und Poet. Er war bis zu seinem Lebensende Mitglied des Legislativen Rates.
Lü Yiwen (chinesisch 呂毅文 ‚Lü Yi-Wen‘; geboren 1897 in der Provinz Fengtian, Jinzhou; gestorben Oktober 1950 in Simao in…Lü Yiwen (chinesisch 呂毅文 ‚Lü Yi-Wen‘; geboren 1897 in der Provinz Fengtian, Jinzhou; gestorben Oktober 1950 in Simao in Yunnan), auch bekannt als Yíwén sowie Lu I-Wen, war Politiker und erster Gesandter im Deutschen Reich für das 1932 gegründete Mandschukuo. Zusammen mit seinem Sekretär Wang Tifu rettete er in Deutschland während des Holocausts zahlreiche Juden. Er und Wang Tifu werden deshalb auch als „Schindler der Mandschurei“ bezeichnet. Seine Amtszeit in Deutschland währte vom 16. August 1938 bis 11. Juni 1945. In den Jahren nach 1945 setzte sich Lü aktiv gegen die kommunistische Entwicklung im neuen China ein.
Sugiura Jūgō (japanisch 杉浦 重剛, auch Sugiura Shigetake gelesen; geboren 19. April 1855 in Zeze, Provinz Ōmi; gestorben…Sugiura Jūgō (japanisch 杉浦 重剛, auch Sugiura Shigetake gelesen; geboren 19. April 1855 in Zeze, Provinz Ōmi; gestorben 13. Februar 1924) war ein japanischer Erzieher und Denker.
Kumoi Tatsuo (japanisch 雲井 龍雄, eigentlich Kojima Tatsusaburō (小島 龍三郎); geboren 12. Mai 1844 in der Provinz Dewa…Kumoi Tatsuo (japanisch 雲井 龍雄, eigentlich Kojima Tatsusaburō (小島 龍三郎); geboren 12. Mai 1844 in der Provinz Dewa; gestorben 17. Februar 1871 in Tokio) war ein japanischer Patriot am Ende der Edo-Zeit.