Tanakadate Aikitsu (japanisch 田中舘 愛橘, eigene Romanisierung: Tanakadate Aikitu; geb. 18. September 1856 in Ninohe…Tanakadate Aikitsu (japanisch 田中舘 愛橘, eigene Romanisierung: Tanakadate Aikitu; geb. 18. September 1856 in Ninohe (Präfektur Iwate), gest. 21. Mai 1952) war ein japanischer Geophysiker mit breitem wissenschaftlichen Interesse. Er beschäftigte sich zeit seines Lebens mit der Romanisierung des Japanischen.
Katsunobu Oide (jap. 生出 勝宣, Oide Katsunobu; * 1952 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Physiker, der sich mit…Katsunobu Oide (jap. 生出 勝宣, Oide Katsunobu; * 1952 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Physiker, der sich mit Teilchenbeschleunigern beschäftigt. Oide baute als Schüler um 1967 mit Freunden einen Computer aus Relais, die er von seinem Vater hatte, der bei der japanischen Telefongesellschaft arbeitete. Er studierte an der Universität Tokio, wo er 1975 seinen Bachelor und 1977 seinen Master-Abschluss in Physik machte. 1980 wurde er dort über Gravitationswellenexperimente promoviert. Ab 1981 war er in der Beschleunigerabteilung des KEK in Tsukuba, wo er den Rest seiner Karriere blieb. Anfangs war er an der Entwicklung des TRISTAN Beschleunigers (ein 30 GeV Elektron-Positron Collider, die erste japanische Großbeschleuniger-Anlage) beteiligt. Danach entwickelte er Computer-Codes für die Berechnung der Endstufen-Fokussierung in Linearbeschleunigern und war in diesem Zusammenhang auch 1988/89 am SLAC. In den 1990er Jahren war er an der Beschleunigerentwicklung für die B-Mesonenfabrik am KEK (KEKB) beteiligt, ab 1997 als Leiter. KEKB ist ein asymmetrischer Elektron-Positron Collider mit zwei Ringen jeweils für Elektronen (Energie 8 GeV) und Positronen (Energie 3,5 GeV). An ihm wurde das Belle-Experiment ausgeführt. 2004 erhielt er den Robert R. Wilson Prize. 1989 erhielt er den Nishikawa-Preis für seine Forschung zur Messung der finalen Konvergenz bei Linearbeschleunigern, 2001 gemeinsam mit Fumihiko Takasaki den Nishina-Preis für die Entdeckung der CP-Verletzung beim B-Mesonenzerfall und 2002 gemeinsam mit Shin’ichi Kurokawa und Atsushi Enomoto den Suwa-Preis für die Realisierung von Hoch-Luminosität am KEKB. 2023 wurde Oide mit dem Rolf-Wideröe-Preis der European Physical Society ausgezeichnet.
Katsuhiko Umehara (jap. 梅原 克彦, Umehara Katsuhiko; * 29. März 1954 in Sendai) ist ein japanischer Politiker und war von…Katsuhiko Umehara (jap. 梅原 克彦, Umehara Katsuhiko; * 29. März 1954 in Sendai) ist ein japanischer Politiker und war von 2005 bis 2009 Bürgermeister von Sendai. Umehara studierte an der Universität Tokyo und graduierte an deren Jurafakultät 1978. Danach war er im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, sowie in der Privatwirtschaft tätig. Aus beruflichen Gründen hielt er sich einige Jahre in Thailand und den Vereinigten Staaten auf, weswegen Umehara fließend englisch spricht. 2005 wurde er zum Bürgermeister seiner Geburtsstadt Sendai gewählt. 2009 kandidierte er nicht für eine zweite Amtszeit. Als Hobby betreibt er neben Schwimmen und seinem Interesse für archäologische Ruinen Judo und ist Träger des Schwarzen Gürtels.
Kazuhide Uekusa (jap. 植草 一秀, Uekusa Kazuhide; * 18. Dezember 1960 in Tokio) ist ein japanischer…Kazuhide Uekusa (jap. 植草 一秀, Uekusa Kazuhide; * 18. Dezember 1960 in Tokio) ist ein japanischer Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsanalyst, ehemaliger Professor an der Waseda-Universität und Vorsitzender des von ihm gegründeten Three-Nations Research Institute Co., Ltd. Er ist Autor mehrerer finanzpolitischer Fachbücher. Neben seiner Tätigkeit als Kommentator im japanischen Fernsehen wurde er besonders durch seine von ihm bestrittene Verwicklung in einen Skandal um sexuelle Belästigung bekannt, die das Ende seiner Karriere bedeutete.
Tamagawa Tsuneo (jap. 玉河 恒夫; * 11. Dezember 1925 in Tokio, Japan; † 30. Dezember 2017 in New Haven, Connecticut) war…Tamagawa Tsuneo (jap. 玉河 恒夫; * 11. Dezember 1925 in Tokio, Japan; † 30. Dezember 2017 in New Haven, Connecticut) war ein japanischer, in den USA lehrender Mathematiker. Tamagawa wurde 1954 an der Universität Tokio bei Iyanaga Shōkichi promoviert. Danach war er am Institute for Advanced Study (1955/6, auch 1958, 1970). Seit 1963 war er Professor in Yale. Tamagawa beschäftigte sich u. a. mit Zahlentheorie. Er führte nach ihm benannte Maße für algebraische Gruppen über Zahlkörpern ein (Tamagawa-Zahlen), die eine große Rolle in Vermutungen der arithmetischen algebraischen Geometrie wie denen von Spencer Bloch und Kazuya Kato und in der Theorie der quadratischen Formen (neue Interpretation der analytischen Klassenzahlformel von Carl Ludwig Siegel im Fall orthogonaler Gruppen) spielen. Sei G eine zusammenhängende lineare algebraische Gruppe zum Beispiel über den rationalen Zahlen. Das invariante Volumen des Faktorraums der Adelgruppe nach der diskreten Untergruppe der Hauptadele ist die Tamagawa-Zahl von G. Methoden zur Berechnung von Tamagawa-Zahlen entwickelten unter anderem Takashi Ono und André Weil. Zu seinen Doktoranden zählten Doris Schattschneider und Audrey Terras.
Mishima Yukio (japanisch 三島 由紀夫; im Deutschen Yukio Mishima; * 14. Januar 1925 in Tokio als Hiraoka Kimitake (平岡 公威); †…Mishima Yukio (japanisch 三島 由紀夫; im Deutschen Yukio Mishima; * 14. Januar 1925 in Tokio als Hiraoka Kimitake (平岡 公威); † 25. November 1970 ebenda) war ein japanischer Schriftsteller, Poet, Bühnenautor, Regisseur, Schauspieler, Model, Ultranationalist, Ikone der extremen Rechten und Anführer eines gescheiterten Putschversuches, der letztendlich in seinem Suizid endete. Mishima schrieb Romane, Drehbücher, Schauspiele, Erzählungen, Gedichte sowie ein Libretto und gilt als einer der repräsentativsten Schriftsteller der japanischen Nachkriegsliteratur. Er wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert. Seine avantgardistischen Werke sind durch ein weitgefächertes Vokabular, vielschichtige Metaphern, die Fusion traditionaler japanischer mit moderner westlicher Literatur und seine Obsession hinsichtlich der Einheit von Schönheit, Erotik und Tod charakterisiert. Mishimas politische Tätigkeiten machen ihn bis heute zu einer kontroversen Figur. In seinen späteren Jahren verstärkten sich seine politischen Tendenzen und er gründete die Tatenokai (盾の会, wörtlich: „Schildgesellschaft“, nach der englischen Übersetzung Shield Society von Mishima selbst auch mit SS abgekürzt), eine paramilitärische Organisation, die die Macht des Kaisers wiederherstellen wollte. Er war gegen die Verwestlichung Japans, da er das Gefühl hatte, dass der Einfluss des Westens mit Ideen wie dem Materialismus das Land korrumpierte und seines wesentlichen „Geistes“ (kokutai) beraubte. Er war ebenfalls ein erklärter Feind sowohl der Ordnung der Nachkriegsdemokratie als auch des Kommunismus und der japanischen Linken. Er bekannte sich offen zu den Werten des Shintō. Sein politisches Weltbild fasste er in seinem Essay Verteidigung einer Kultur zusammen. Am 25. November 1970 besuchten vier Mitglieder der Tatenokai die Ichigaya-Garnison der Selbstverteidigungsstreitkräfte (heute das Hauptquartier des Verteidigungsministeriums), nahmen den Kommandanten als Geisel, hielten auf dem Balkon eine Rede, in der sie zum Umsturz aufriefen, und begingen unter Umständen rituellen Selbstmord. Der Vorfall hatte einen großen Einfluss sowohl auf die Gesellschaft als auch auf die literarische Welt und trug maßgeblich zur Geburt der Neuen Rechten bei. Der Putschversuch wurde nachher als „Mishima-Vorfall“ weltweit bekannt. Sein Werk umfasst die Romane Bekenntnisse einer Maske, Der Klang der Wellen, Der Tempelbrand, Nach dem Bankett, Der Seemann, der die See verriet, die Kurzgeschichte Patriotismus sowie seinen autobiografischen Essay Sonne und Stahl. Auch in der Theaterszene konnte er sich durch international gepriesene Werke wie Rokumeikan, Madame de Sade und Mein Freund Hitler etablieren; seine Theatersammlung Fünf moderne Nō-Spiele gilt allgemeinhin als das Werk, das traditionelles japanisches Theater auch im Ausland salonfähig gemacht hat. Sein Opus magnum entstand zwischen 1965 und 1970 in Form der Roman-Tetralogie Das Meer der Fruchtbarkeit, bestehend aus Schnee im Frühling, Unter dem Sturmgott, Der Tempel der Morgendämmerung und Die Todesmale des Engels. Mishima sollte 1968 als erster japanischer Autor mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet werden. Der Preis wurde jedoch aus politischen Gründen noch vor der Verleihung zurückgezogen. Zur Ehrung seines Lebenswerkes wurde 1988 der Mishima-Preis eingeführt, der seither jährlich vergeben wird.
Tamayo Marukawa (jap. 丸川 珠代, Marukawa Tamayo, eigentlich 大塚 珠代, Ōtsuka Tamayo; * 19. Januar 1971 in Kōbe, Präfektur…Tamayo Marukawa (jap. 丸川 珠代, Marukawa Tamayo, eigentlich 大塚 珠代, Ōtsuka Tamayo; * 19. Januar 1971 in Kōbe, Präfektur Hyōgo) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP, darin bis zur Auflösung Abe-Faktion). Von 2007 bis 2024 vertrat sie die Präfektur Tokio im Oberhaus des Nationalparlaments und war unter anderem Umwelt- und Olympiaministerin. Seit 2026 vertritt sie den Wahlkreis Tokio 7 im Unterhaus.
Kajii Motojirō (japanische 梶井 基次郎; * 17. Februar 1901 in der Präfektur Osaka; † 24. März 1932) war ein japanischer…Kajii Motojirō (japanische 梶井 基次郎; * 17. Februar 1901 in der Präfektur Osaka; † 24. März 1932) war ein japanischer Schriftsteller.
Kawabata Yasunari (japanisch 川端 康成, Kawabata Yasunari; * 11. Juni 1899 in Osaka; † 16. April 1972 in Zushi) war ein…Kawabata Yasunari (japanisch 川端 康成, Kawabata Yasunari; * 11. Juni 1899 in Osaka; † 16. April 1972 in Zushi) war ein japanischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger 1968. Von dem Preisgeld verleiht seit 1974 die Kawabata-Gedenk-Stiftung (川端康成記念会, Kawabata-Yasunari-Kinenkai) den Kawabata-Yasunari-Literaturpreis.
Hideo Hiraoka (jap. 平岡 秀夫 Hiraoka Hideo; * 14. Januar 1954 in Iwakuni, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer…Hideo Hiraoka (jap. 平岡 秀夫 Hiraoka Hideo; * 14. Januar 1954 in Iwakuni, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker. Er war von 2000 bis 2012 und von 2024 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für die Liste der Konstitutionell-Demokratische Partei (KDP) im Verhältniswahlblock Chūgoku. Als Mitglied der Demokratischen Partei, in der er gemeinsam mit Shōichi Kondō eine Faktion führte, die Hiraoka-Kondō-Gruppe, war er während der Regierungszeit der Demokraten von 2011 bis 2012 Justizminister. Hiraoka absolvierte 1976 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. In seiner Beamtenlaufbahn war er unter anderem in der japanischen Botschaft in Indien, im Legislativbüro des Kabinetts und im nationalen Finanzamt tätig, in Behörden und Außenstellen des Finanzministeriums übernahm er verschiedene Abteilungsleiterpositionen. 1998 ließ er sich als Anwalt registrieren und nahm kurz darauf eine politische Karriere auf: 1999 kandidierte er für das Bürgermeisteramt in Iwakuni, unterlag aber Katusuke Ihara, einem ehemaligen Beamten des Arbeitsministeriums. Bei der Shūgiin-Wahl 2000 kandidierte Hiraoka für die Demokratische Partei im Wahlkreis Yamaguchi 2 und konnte Ex-Wirtschaftsminister Shinji Satō (LDP) um rund 7.000 Stimmen übertreffen. 2005 verlor er den Wahlkreis knapp an Yoshihiko Fukuda (LDP), wurde aber über den Verhältniswahlblock Chūgoku wiedergewählt. Als Fukuda 2008 für seine (erfolgreiche) Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl in Iwakuni zurücktrat, gewann Hiraoka bei der Nachwahl seinen Wahlkreis zurück und konnte ihn bei der regulären Wahl 2009 verteidigen. 2002 und 2006 war er Mitglied im „nächsten Kabinett“, dem Schattenkabinett der Demokratischen Partei, mehrfach führte er den Vizevorsitz in wichtigen Parteigremien. Im Juni 2010 wurde Hiraoka unter dem Kabinett Kan Staatssekretär (fukudaijin) im Kabinettsbüro, anschließend im Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Im September 2011 wurde er als Justizminister ins Kabinett Noda berufen, im Januar 2012 bei einer Kabinettsumbildung durch Toshio Ogawa ersetzt. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor er den 2. Wahlkreis an Nobuo Kishi (Liberaldemokratische Partei), bis dahin Sangiinabgeordneter und Bruder des LDP-Vorsitzenden Shinzō Abe (1. Wahlkreis), und verfehlte mit einer Wahlkreisverlustquote von 50,5 % als Achtplatzierter unter 18 Kandidaten auf dem DPJ-Listenplatz 1 auch eine Wiederwahl im Block Chūgoku deutlich. Bei der Nachwahl in Yamaguchi zum Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, bewarb sich Hiraoka im April 2013 als formal unabhängiger Kandidat mit Wahlempfehlung durch Demokratische Partei und Midori no Kaze und Unterstützung durch die Sozialdemokratische Partei für den durch Nobuo Kishis Rücktritt freigewordenen Sitz. Er unterlag dem früheren langjährigen Bürgermeister von Shimonoseki Kiyoshi Ejima (LDP), dem Sohn des ehemaligen Sangiinabgeordneten für Yamaguchi, Atsushi Ejima. Bei der Shūgiin-Wahl 2014 kandidierte er wieder für die Demokratische Partei im Wahlkreis 2, unterlag Kishi etwas weniger deutlich, aber immer noch entfernt von einer Wiederwahl im Block (Kishi 58,4 %, Hiraoka 34,9 %→Wahlkreisverlustquote 59,7 %→Sechster von neun demokratischen Doppelkandidaten auf dem Listenplatz 1; den zweiten und letzten Sitz der Demokraten bei der Verhältniswahl in Chūgoku gewann 2014 mit einer Wahlkreisverlustquote von 79,9 % Keisuke Tsumura aus Okayama). Nach dem Rücktritt von Nobuo Kishi kandidierte Hiraoka ohne Parteinominierung als Oppositionskandidat im Wahlkreis Yamaguchi 2 bei der resultierenden Nachwahl im April 2023, unterlag aber mit 47,5 % der Stimmen relativ knapp Kishis Sohn Nobuchiyo (LDP – Kōmeitō; 52,5 %). Bei der allgemeinen Wahl 2024 unterlag er Kishi sehr knapp um weniger als 2.000 Stimmen, gewann damit (Sekihairitsu 98,3 %) aber den ersten der drei Sitze der KDP bei der Verhältniswahl in Chūgoku. 2026 wurde er erneut abgewählt.
Tsugumasa Muraoka (jap. 村岡 嗣政, Muraoka Tsugumasa; * 7. Dezember 1972 in Ube, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer…Tsugumasa Muraoka (jap. 村岡 嗣政, Muraoka Tsugumasa; * 7. Dezember 1972 in Ube, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker und seit dem 25. Februar 2014 Gouverneur von Yamaguchi. Muraoka, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, arbeitete nach seinem Abschluss 1996 für das Ministerium für Selbstverwaltung, einem Vorläufer des heutigen Ministeriums für allgemeine Angelegenheiten. Er war unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Hokkaidō und Kōchi, in der Verwaltung der Stadt Hiroshima und zuletzt in der Abteilung tätig, die für die Finanzen der Gebietskörperschaften zuständig ist (jichi-zaisei-kyoku). Als im Januar 2014 der Gouverneur seiner Heimatpräfektur, Shigetarō Yamamoto, zurücktrat, verließ Muraoka das Ministerium, um bei der vorgezogenen Gouverneurswahl im Februar 2014 zu kandidieren. Liberaldemokratische Partei und Kōmeitō unterstützten seine Kandidatur, gegen zwei Kandidaten setzte er sich mit mehr als 60 % der Stimmen durch.
Morihiko Saitō (jap. 斎藤 盛彦, Saitō Morihiko; * 1961) ist ein japanischer Mathematiker, der sich mit algebraischer…Morihiko Saitō (jap. 斎藤 盛彦, Saitō Morihiko; * 1961) ist ein japanischer Mathematiker, der sich mit algebraischer Analysis (Theorie der D-Moduln auf algebraischen Varietäten) und Algebraischer Geometrie befasst. Saito ist Professor am Research Institute for Mathematical Sciences (RIMS) der Universität Kyōto. Er führte 1988/1990 die Theorie der gemischten Hodge-Moduln (Mixed Hodge Modules) ein, aufbauend auf der Theorie der D-Moduln in der Algebraischen Analysis, der Theorie perverser Garben und der Theorie der Variation von Hodge-Strukturen und gemischter Hodge-Strukturen (eingeführt von Pierre Deligne) in der Algebraischen Geometrie. Das führte unter anderem zu einer Erweiterung der fundamentalen Sätze von Beilinson, Bernstein, Deligne, Ofer Gabber über perverse Garben in positiver Charakteristik zu Charakteristik 0. Die Theorie der Hodge-D-Moduln bildete den Ausgangspunkt für die Theorie der Twistor-D-Moduln von Claude Sabbah und Takurō Mochizuki, die zu einer weiteren Verallgemeinerung der Sätze von Beilinson-Bernstein-Deligne-Gabber durch Mochizuki führte. Er befasst sich mit der Anwendung der Theorie gemischter Hodge-Strukturen und Module in der Algebraischen Geometrie, zum Beispiel Theorie der Singularitäten. Er war Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress 1990 in Kyoto (Mixed Hodge Modules and Applications). 1991 erhielt er den Frühlingspreis der Japanischen Mathematischen Gesellschaft.
Kazuhiro Haraguchi (jap. 原口 一博 Haraguchi Kazuhiro; * 2. Juli 1959 in Saga, Präfektur Saga) ist ein japanischer…Kazuhiro Haraguchi (jap. 原口 一博 Haraguchi Kazuhiro; * 2. Juli 1959 in Saga, Präfektur Saga) ist ein japanischer Politiker (parteilos→Liberaldemokratische Partei (LDP)→Erneuerungspartei→Neue Fortschrittspartei (NFP)→Kokumin no Koe (~„Stimme des Volkes“)→Minseitō (~„Demokratische Partei“/„Partei für demokratische Politik“)→Demokratische Partei→Demokratische Fortschrittspartei→Demokratische Volkspartei→Konstitutionell-Demokratische Partei→Genzei Nippon – Yūkoku Rengō), und war von 1996 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, zuletzt für den 1. Wahlkreis seiner Heimatpräfektur und ehemaliger Minister. 2026 wurde er neben Takashi Kawamura Kovorsitzender von Genzei Nippon – Yūkoku Rengō.
Kōshō Ōtani (jap. 大谷 光照 Ōtani Kōshō, auch Kosho Ohtani; * 1911 in Kyōto; † 14. Juni 2002 ebenda) war ein Abt (門主…Kōshō Ōtani (jap. 大谷 光照 Ōtani Kōshō, auch Kosho Ohtani; * 1911 in Kyōto; † 14. Juni 2002 ebenda) war ein Abt (門主, Monshu) des japanischen Tempels Nishi Hongan-ji und das 23. Oberhaupt der buddhistischen Schule Jōdo-Shinshū Honganji-ha.
Ōmori Fusakichi (japanisch 大森 房吉; geboren 30. Oktober 1868 in Fukui (Provinz Echizen); gestorben 8. November 1923 in…Ōmori Fusakichi (japanisch 大森 房吉; geboren 30. Oktober 1868 in Fukui (Provinz Echizen); gestorben 8. November 1923 in Tokio) war ein japanischer Seismologe, Entwickler der Ōmoriskala und Entdecker des Omori-Gesetzes.
Nagaoka Hantarō (japanisch 長岡 半太郎; * 18. August 1865 in Ōmura (Nagasaki); † 11. Dezember 1950 in Tokio) war ein…Nagaoka Hantarō (japanisch 長岡 半太郎; * 18. August 1865 in Ōmura (Nagasaki); † 11. Dezember 1950 in Tokio) war ein japanischer Physiker. Er studierte zunächst ab 1884 an der Universität Tokio Mathematik und Physik, unter anderem bei den damals dort lehrenden englischen Physikern James Alfred Ewing, Cargill Gilston Knott (besonders über Magnetismus). Nach dem Abschluss 1887 ging er nach Europa, wo er unter anderem 1893 bis 1896 in Berlin bei Max Planck, Hermann von Helmholtz und August Kundt hörte und bei Ludwig Boltzmann in Wien sowie in München. Bei der Rückkehr nach Japan wurde er 1896 ordentlicher Professor für theoretische Physik an der Universität Tokio. Ab 1916 war er Direktor des Physik-Instituts. Sein Spezialgebiet war der Magnetismus, wobei er ab 1900 mit Kotaro Honda zusammenarbeitete. Im Jahr 1904 entwickelte er ein frühes „Planeten-Modell“ des Atoms („saturnian theory“), welches das Atom als große, positiv geladene Kugel beschreibt, die von den negativ geladenen Elektronen umkreist wird. 1906 wurde er Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. 1910 war er Leiter der Gründungskonferenz (von japanischen Auslandsstudenten und Wissenschaftlern) der Universität Tōhoku in Paris, die nach dem Vorbild der Universität Göttingen errichtet werden sollte. Von 1916 bis zu seiner Emeritierung 1926 war Nagaoka der Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Tokio und arbeitete gleichzeitig am privaten Forschungsinstitut Riken (1917 bis 1946). Von 1931 bis 1934 war er Präsident der Universität von Osaka. 1939 bis 1948 war er Präsident der Japanischen Akademie der Wissenschaften. Nagaoka gilt als einer der Pioniere der Physik in Japan, der ihren Anschluss an den europäischen und US-amerikanischen Forschungsstand wesentlich förderte. Er gehört zu den ersten, die vom Kaiser mit dem neu geschaffenen Kulturorden 1937 ausgezeichnet wurden. Zu seinen Schülern zählt der theoretische Physiker Jun Ishihara. Nach Nagaoka wurde ein Krater auf dem Mond benannt.