Prinz Fumihito, Prinz Akishino, Kronprinz von Japan (japanisch 秋篠宮文仁親王, Akishino-no-miya Fumihito-shinnō; * 30.…Prinz Fumihito, Prinz Akishino, Kronprinz von Japan (japanisch 秋篠宮文仁親王, Akishino-no-miya Fumihito-shinnō; * 30. November 1965 in Tokio) ist der jüngere Bruder Kaiser Naruhitos von Japan, des 126. Tennō, und seit der Abdankung seines Vaters Akihito am 30. April 2019 Erster in der Thronfolge. Seit seiner Heirat im Juni 1990 trägt er den Titel Akishino-no-miya und ist Oberhaupt eines eigenen Zweiges des japanischen Kaiserhauses.
Kaiser Naruhito [naɺ̠ɯçito] (japanisch 徳仁; * 23. Februar 1960 in Tokio, Japan) ist der Kaiser von Japan (Tennō). Er…Kaiser Naruhito [naɺ̠ɯçito] (japanisch 徳仁; * 23. Februar 1960 in Tokio, Japan) ist der Kaiser von Japan (Tennō). Er bestieg am 1. Mai 2019 den Chrysanthementhron und wurde am 22. Oktober 2019 offiziell zum 126. Tennō ausgerufen. Naruhito ist der älteste Sohn seines Vorgängers Akihito und Michiko. Seine Regierungsdevise trägt den Namen Reiwa (令和, „schöne Harmonie“).
Prinz Norihito von Takamado, japanisch 高円宮憲仁親王 Takamado-no-miya Norihito-shinnō, (* 29. Dezember 1954 in Tokio; † 21.…Prinz Norihito von Takamado, japanisch 高円宮憲仁親王 Takamado-no-miya Norihito-shinnō, (* 29. Dezember 1954 in Tokio; † 21. November 2002 in Shinjuku, Tokio) war der dritte Sohn des Prinzen Mikasa (Takahito). Er war ein Cousin des japanischen Kaisers Akihito, Mitglied des japanischen Kaiserhauses und stand zuletzt bis zu seinem Tod auf Platz sieben der Thronfolge auf den Chrysanthementhron.
Kunio Hatoyama (jap. 鳩山 邦夫 Hatoyama Kunio; * 13. September 1948 in der Präfektur Tokio; † 21. Juni 2016 ebenda) war ein…Kunio Hatoyama (jap. 鳩山 邦夫 Hatoyama Kunio; * 13. September 1948 in der Präfektur Tokio; † 21. Juni 2016 ebenda) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, und ehemaliger Minister.
Prinz Yoshihito von Katsura (jap. 桂宮 宜仁親王 Katsura-no-miya Yoshihito-shinnō; * 11. Februar 1948; † 8. Juni 2014 in…Prinz Yoshihito von Katsura (jap. 桂宮 宜仁親王 Katsura-no-miya Yoshihito-shinnō; * 11. Februar 1948; † 8. Juni 2014 in Tokio) gehörte dem japanischen Kaiserhaus an. Sein Prädikat lautete Seine Kaiserliche Hoheit Prinz Katsura (Yoshihito).
Yukio Hatoyama (amerikanisch () für japanisch 鳩山 由紀夫 Hatoyama Yukio; * 11. Februar 1947 in Bunkyō, Tokio) ist ein…Yukio Hatoyama (amerikanisch () für japanisch 鳩山 由紀夫 Hatoyama Yukio; * 11. Februar 1947 in Bunkyō, Tokio) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, für den 9. Wahlkreis Hokkaidō. Er war vom 16. September 2009 bis zum 8. Juni 2010 der 60. Premierminister von Japan und mehrfach Vorsitzender der Demokratischen Partei (DPJ), zuletzt von 2009 bis 2010. Innerparteilich stand hinter Hatoyama eine eigene Faktion, die Hatoyama-Gruppe (offiziell: 政権公約を実現する会, seiken kōyaku o jitsugen suru kai, dt. „Versammlung zur Umsetzung des Wahlprogramms“).
Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und…Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den 8. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka und Vizepräsident (fuku-sōsai) der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der LDP führt er die Asō-Faktion, die nach dem Kickbackskandal 2024 einzige in bisheriger Form verbliebene LDP-Faktion. Von September 2008 bis September 2009 war er der Premierminister Japans und LDP-Vorsitzender und war von 2012 bis 2021 Finanzminister. Zudem ist er Sonderberater der ultranationalistisch geprägten Nippon Kaigi.
Hisaoki Kamei (jap. 亀井 久興, Kamei Hisaoki; * 8. November 1939 in Shibuya, Präfektur Tokio; gemeldet in Tsuwano…Hisaoki Kamei (jap. 亀井 久興, Kamei Hisaoki; * 8. November 1939 in Shibuya, Präfektur Tokio; gemeldet in Tsuwano, Präfektur Shimane) ist ein japanischer Politiker. Er war bis 2009 Abgeordneter des Shūgiin und Generalsekretär der Neuen Volkspartei. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft an der Gakushūin wurde Kamei 1962 Mitarbeiter bei Nippon Yūsen. Ein Jahr später wurde er Sekretär des Shūgiin-Abgeordneten Matsuda Takechiyo. Ab 1967 arbeitete er für Yoshida Kōgyō, wo er 1969 Vorstand wurde. 1974 errang Kamei als Kandidat der Liberaldemokratischen Partei (LDP) ein Mandat im Sangiin und wurde 1980 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. 1978 wurde erstmals Staatssekretär im Postministerium, 1982 im Ausschuss für internationalen Handel und Industrie erstmals Ausschussvorsitzender. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 wurde Kamei im Wahlkreis Shimane erstmals ins Shūgiin gewählt und seither fünfmal wiedergewählt, nach der Wahlkreisreform von 1994 im 3. Wahlkreis Shimane. In der Partei gehörte Kamei zunächst zum Kōchikai, 1999 gehörte er zu den Gründern des Taiyūkai von Yōhei Kōno. Von 1997 bis 1998 war Kamei als Leiter der Behörde für Staatsland Minister im 2. Kabinett von Ryūtarō Hashimoto. 2002 wurde die Zahl der Wahlkreise in Shimane auf zwei reduziert, das innerparteiliche Rennen um die Kandidatur im 2. Wahlkreis Shimane verlor Kamei gegen Wataru Takeshita, den Bruder von Ex-Premier Takeshita Noboru. 2003 wurde er über den Verhältniswahlblock Chūgoku wiedergewählt. Vor der Shūgiin-Wahl 2005 verließ Kamei als Gegner der von Premierminister Koizumi geplanten Postprivatisierung die LDP und wurde Mitgründer und Generalsekretär der Neuen Volkspartei. Koizumis Politik bezeichnete er als „autoritär“. Kamei kandidierte im 2. Wahlkreis gegen Takeshita, erhielt aber nur den zweithöchsten Stimmenanteil und wurde erneut nur über die Verhältniswahlliste wiedergewählt. 2009 verlor Kamei ebenso wie der Parteivorsitzende Tamisuke Watanuki seinen Sitz im Shūgiin. Sein Nachfolger als Generalsekretär der Neuen Volkspartei wurde Shōzaburō Jimi. Kamei ist der 3. Sohn von Graf Kamei Koretate, ein Nachfahre des Daimyō Kamei Korenori. Sein Großvater mütterlicherseits war der Schriftsteller und Abgeordnete des Kizokuin Graf Arima Yorichika. Seine älteste Tochter ist die Sangiin-Abgeordnete Akiko Kamei (Neue Volkspartei).
Tadateru Konoé (jap. 近衞 忠煇, Konoe Tadateru; * 8. Mai 1939 in der Präfektur Tokio als Moriteru Hosokawa (細川 護煇, Hosokawa…Tadateru Konoé (jap. 近衞 忠煇, Konoe Tadateru; * 8. Mai 1939 in der Präfektur Tokio als Moriteru Hosokawa (細川 護煇, Hosokawa Moriteru); † 23. Mai 2026) war ein japanischer Funktionär der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Er erwarb 1962 einen Abschluss in Politikwissenschaften an der Gakushūin-Universität und absolvierte 1964 ein Studium an der London School of Economics im Bereich der internationalen Beziehungen. Ab 1964 war er in verschiedenen Positionen für die nationale Rotkreuz-Gesellschaft Japans tätig, unter anderem 1988 als Generalsekretär, von 1991 bis 2005 als Vizepräsident und ab 2005 als Präsident. In der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften war er von 1981 bis 1985 Direktor des Büros für Katastrophenvorsorge, von 1985 bis 1993 Mitglied der Finanzkommission und von 2005 bis 2009 Vizepräsident. Von 1995 bis 2003 gehörte er der Ständigen Kommission der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung an, die zwischen den alle vier Jahre stattfindenden internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenzen das höchste Organ der Bewegung ist. Von 2009 bis 2017 fungierte er in Nachfolge des Spaniers Juan Manuel Suárez Del Toro Rivero als erster Vertreter eines asiatischen Landes als Präsident der Internationalen Föderation.
Kōichirō Matsuura (jap. 松浦 晃一郎, Matsuura Kōichirō; * 29. September 1937 in Tokio) ist ein japanischer Diplomat. Er war…Kōichirō Matsuura (jap. 松浦 晃一郎, Matsuura Kōichirō; * 29. September 1937 in Tokio) ist ein japanischer Diplomat. Er war von 1999 bis 2009 Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). Er studierte von 1956 bis 1959 Rechtswissenschaften an der Universität Tokio und von 1959 bis 1961 Wirtschaftswissenschaften am Haverford College (Pennsylvania). Er ist seit 1959 Diplomat in japanischen Diensten. Von 1994 bis 1999 war er japanischer Botschafter in Frankreich sowie (zugleich) Andorra und Dschibuti. Von 1998 bis 1999 war er Vorsitzender des Komitees für das Erbe der Welt (World Heritage Committee). Seit 1990 verfasste er mehrere Werke zum Thema Diplomatie, Umweltschutz und Politik. Von 2000 bis 2008 gehörte er der Jury des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises an.
Keizō Obuchi (jap. 小渕 恵三, Obuchi Keizō; * 25. Juni 1937 in Nakanojo, Gunma; † 14. Mai 2000 in Bunkyō, Tokio) war ein…Keizō Obuchi (jap. 小渕 恵三, Obuchi Keizō; * 25. Juni 1937 in Nakanojo, Gunma; † 14. Mai 2000 in Bunkyō, Tokio) war ein japanischer Politiker, der von 1998 bis 2000 Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und vom 30. Juli 1998 bis zum 5. April 2000 der 54. Premierminister Japans war.
Shunji Yanai (jap. 柳井俊二, Yanai Shunji; * 15. Januar 1937 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Jurist und…Shunji Yanai (jap. 柳井俊二, Yanai Shunji; * 15. Januar 1937 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Jurist und Diplomat. Er war von 2005 bis 2023 Richter am Internationalen Seegerichtshof und war von Oktober 2011 bis September 2014 dessen Präsident.
Shigehiko Hasumi (japanisch 蓮実 重彦, Hasumi Shigehiko; * 29. April 1936 in Tokio) ist ein japanischer…Shigehiko Hasumi (japanisch 蓮実 重彦, Hasumi Shigehiko; * 29. April 1936 in Tokio) ist ein japanischer Literaturwissenschaftler, Kultur- und Filmkritiker.
Prinz Masahito von Hitachi (jap. 常陸宮正仁親王, Hitachi-no-miya Masahito-shinnō; * 28. November 1935 in Tokio) ist ein…Prinz Masahito von Hitachi (jap. 常陸宮正仁親王, Hitachi-no-miya Masahito-shinnō; * 28. November 1935 in Tokio) ist ein Mitglied des japanischen Kaiserhauses und der jüngere Bruder des ehemaligen Kaisers Akihito sowie der Onkel des amtierenden Tenno, Naruhito. Er ist der ältere Bruder von Takako Shimazu. Prinz Hitachi ist der zweite Sohn und das sechste Kind von Kaiser Shōwa und Kaiserin Kōjun. Nach der Amtsübernahme durch Naruhito am 1. Mai 2019 ist er der dritte in der Thronfolge. Prinz Hitachi ist mit Prinzessin Hanako von Hitachi verheiratet und ist bekannt für seine Wohltätigkeit und sein Interesse an der Krebsforschung. Prinz Hitachi ist im Kaiserpalast Tokio geboren. Sein ursprünglicher Titel war Prinz Yoshi (義宮正仁, Yoshi-no-miya Masahito). Er besuchte die Grundschule und die Oberschule in der Gakushūin-Universität. In den späten Kriegsjahren wurde er 1944 mit seinem Bruder, dem damaligen Kronprinzen, nach Nikkō evakuiert, um vor den amerikanischen Bombardements auf Tokio sicher zu sein. Nach dem Krieg von 1947 bis 1950 erhielten er, sein Bruder, und seine Schwestern Prinzessinnen Kazuko, Atsuko und Takako Privatunterricht auf Englisch von der Amerikanerin Elizabeth Gray Vining. Prinz Yoshi studierte Chemie an der Gakushuin-Universität und schloss erfolgreich 1958 ab. Er studierte weiter an der wissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio. 1969 wurde er Forschungsassistent der Japanischen Stiftung für Krebsforschung. Am 30. September 1964 heiratete er Tsugaru Hanako, die vierte Tochter des verstorbenen Grafen Tsugaru Yoshitaka. Tsugaru Yoshitaka war ein Graf aus dem 1947 formell abgeschafften Adel (kazoku) und ein Nachfahre der Daimyō-Familie, die auf der Burg Hirosaki in der Präfektur Aomori residierte. Einen Tag nach der Hochzeit verlieh Kaiser Shōwa seinem zweiten Sohn den Titel Hitachi-no-miya (常陸宮). Der Prinz erhielt davor vom kaiserlichen Hofamt die Erlaubnis, eine Seitenlinie der kaiserlichen Familie zu gründen. Durch die Hochzeit wurde seine Frau Prinzessin Hitachi. Prinz und Prinzessin Hitachi haben keine Kinder. Der Prinz und die Prinzessin sind Präsidenten von verschiedenen Organisationen, die sich mit dem internationalen Austausch befassen, sowie Ehrenvorsitzende von Organisationen, die sich Schwerbehinderten, dem Schutz der Natur u. Ä. widmen. Prinz Hitachi ist Präsident oder Ehrenvorsitzender von mindestens 14 Organisationen.
Thomas T. Sekine (* 22. November 1933 in Tokio; † 16. Januar 2022) war ein japanischer Ökonom und gilt als einer der…Thomas T. Sekine (* 22. November 1933 in Tokio; † 16. Januar 2022) war ein japanischer Ökonom und gilt als einer der bedeutendsten Theoretiker auf dem Gebiet der marxschen Werttheorie. Sein Hauptwerk The Dialectic of Capital erschien 1986. Er war ein Schüler von Kozo Uno.
Hiroyuki Iwaki (japanisch 岩城 宏之, Iwaki Hiroyuki; geboren am 6. September 1932 in Tokio; gestorben am 23. Juni 2006…Hiroyuki Iwaki (japanisch 岩城 宏之, Iwaki Hiroyuki; geboren am 6. September 1932 in Tokio; gestorben am 23. Juni 2006 daselbst) war ein japanischer Dirigent.
Den Hideo (japanisch 田 英夫; geboren 9. Juni 1923 in Tokio; gestorben 13. November 2009) war ein japanischer Journalist…Den Hideo (japanisch 田 英夫; geboren 9. Juni 1923 in Tokio; gestorben 13. November 2009) war ein japanischer Journalist und Politiker.
Prinz Mikasa (Takahito) von Japan (japanisch 三笠宮崇仁親王, Mikasa-no-miya Takahito-shinnō; * 2. Dezember 1915 in Tokio; †…Prinz Mikasa (Takahito) von Japan (japanisch 三笠宮崇仁親王, Mikasa-no-miya Takahito-shinnō; * 2. Dezember 1915 in Tokio; † 27. Oktober 2016 ebenda) war der vierte und jüngste Sohn des japanischen Kaisers Taishō und der Kaiserin Teimei. Er war der jüngere Bruder des Kaisers Hirohito und der letzte überlebende Onkel des Kaisers Akihito. Der Prinz diente im Zweiten Weltkrieg als Offizier in der Kaiserlich Japanischen Armee, nach dem Krieg etablierte er sich als Gelehrter und Dozent für Nahoststudien und Semitische Sprachen. Sein offizieller Titel war „Prinz“ (jap. 親王 shinnō), sein Prädikat „Seine Kaiserliche Hoheit“ (jap. 殿下 denka).
Nabeshima Naotsugu (jap. 鍋島 直紹; * 19. Mai 1912 in Kashima, Präfektur Saga in Japan; † 16. November 1981 in Tokio) war…Nabeshima Naotsugu (jap. 鍋島 直紹; * 19. Mai 1912 in Kashima, Präfektur Saga in Japan; † 16. November 1981 in Tokio) war Gouverneur der Präfektur Saga, Staatsminister und Erforscher der Geschichte des japanischen Porzellans.
Prinz Nobuhito von Takamatsu (japanisch 高松宮宣仁親王 Takamatsu-no-miya Nobuhito-shinnō, * 3. Januar 1905 in Tokio; † 3.…Prinz Nobuhito von Takamatsu (japanisch 高松宮宣仁親王 Takamatsu-no-miya Nobuhito-shinnō, * 3. Januar 1905 in Tokio; † 3. Februar 1987 in Shibuya, Tokio) war der dritte Sohn von Kaiser Taishō (Yoshihito) und Kaiserin Teimei und der jüngere Bruder des Kaisers Shōwa (Hirohito). Takamatsu heiratete am 4. Februar 1930 Tokugawa Kikuko, die Tochter von Tokugawa Yoshihisa. Er wurde Oberhaupt des Prinzenhauses (shinnōke) Takamatsu-no-miya (ehemals Arisugawa-no-miya), einer der vier kaiserlichen Zweigfamilien, die erbberechtigt auf den Chrysanthemen-Thron waren, im Falle eines fehlenden Nachfolgers aus dem Haupthaus, allerdings blieb seine Ehe kinderlos. Ab Mitte der 1920er Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges diente Prinz Takamatsu in der Kaiserlich Japanischen Marine. Er verließ sie 1945 im Rang eines Kapitäns zur See (jap. kaigun taisa). Nach dem Krieg wurde Takamatsu Prinz Ehrenamtlicher verschiedener Organisationen für den internationalen kulturellen Austausch in den Bereichen Kunst, Sport und Medizin. Wegen seiner Tätigkeit als Mitglied des Kaiserlichen Haushalts bleibt er in Japan in Erinnerung. Der Kunstpreis Praemium Imperiale wurde 1989 zu seinem Andenken gestiftet.
Hachisuka Masauji, 18. Marquis Hachisuka (jap. 蜂須賀 正氏; * 15. Februar 1903 in der Präfektur Tokio; † 14. Mai 1953 in…Hachisuka Masauji, 18. Marquis Hachisuka (jap. 蜂須賀 正氏; * 15. Februar 1903 in der Präfektur Tokio; † 14. Mai 1953 in Atami) war ein japanischer Ornithologe, Flieger und Mitglied des japanischen Oberhauses.
Prinz Chichibu Yasuhito (japanisch 秩父宮雍仁親王 Chichibu-no-miya Yasuhito-shinnō; * 25. Juni 1902 in Tokio als Atsu-no-miya…Prinz Chichibu Yasuhito (japanisch 秩父宮雍仁親王 Chichibu-no-miya Yasuhito-shinnō; * 25. Juni 1902 in Tokio als Atsu-no-miya Yasuhito-shinnō; † 4. Januar 1953 in Fujisawa) war der zweite Sohn des Tennō Taishō und Bruder des Tennō Shōwa und damit Mitglied des japanischen Kaiserhauses. Wie viele andere Mitglieder des Kaiserhauses dieser Zeit war auch er ein General in der Kaiserlich Japanischen Armee.
Yamashina Yoshimaro (jap. 山階 芳麿; * 5. Juli 1900 in Kōjimachi, Tokio (heute: Chiyoda, Tokio); † 28. Januar 1989 in…Yamashina Yoshimaro (jap. 山階 芳麿; * 5. Juli 1900 in Kōjimachi, Tokio (heute: Chiyoda, Tokio); † 28. Januar 1989 in Tokio) war ein japanischer Ornithologe. Er ist der Gründer des Yamashina-Instituts für Ornithologie.
Konoe Hidemaro (jap. 近衛 秀麿; * 18. November 1898 in Tokio; † 4. September 1973 ebenda), veraltet: Konoye Hidemaro, war…Konoe Hidemaro (jap. 近衛 秀麿; * 18. November 1898 in Tokio; † 4. September 1973 ebenda), veraltet: Konoye Hidemaro, war ein japanischer Dirigent symphonischer Orchester, der auch als Komponist klassischer Musik reüssierte.
Fürst Konoe Fumimaro (japanisch 近衞 文麿, Konoe Fumimaro, veraltet auch Konoye; * 12. Oktober 1891 in Kōjimachi, Tokio…Fürst Konoe Fumimaro (japanisch 近衞 文麿, Konoe Fumimaro, veraltet auch Konoye; * 12. Oktober 1891 in Kōjimachi, Tokio (heute Chiyoda); † 16. Dezember 1945) war ein japanischer Politiker und der 34. (4. Juni 1937–5. Januar 1939), 38. (22. Juli 1940–18. Juli 1941) und 39. (18. Juli–17. Oktober 1941) Premierminister von Japan sowie Gründer der Partei Taisei Yokusankai.
Ishiwata Sōtarō (japanisch 石渡 荘太郎; geboren 9. Oktober 1891 in Tokio; gestorben 4. November 1950) war ein japanischer…Ishiwata Sōtarō (japanisch 石渡 荘太郎; geboren 9. Oktober 1891 in Tokio; gestorben 4. November 1950) war ein japanischer Bürokrat und Politiker während der Shōwa-Zeit.
Kido Kōichi (japanisch 木戸 幸一; * 18. Juli 1889; † 6. April 1977) war ein japanischer Politiker und verurteilter…Kido Kōichi (japanisch 木戸 幸一; * 18. Juli 1889; † 6. April 1977) war ein japanischer Politiker und verurteilter Kriegsverbrecher. Marquis Kido Kōichi wurde 1889 als Sohn des Oberhofmarschalls Kido Takamasa und als Enkel von Kido Takayoshi geboren. Seine Grundausbildung erhielt er an der Hofschule im kaiserlichen Palast. Nach Abschluss seines Jurastudiums an der Universität Kyōto im Jahre Taishō 4 trat Kido seinen Dienst im Ministerium für Wirtschaft und Handel an und war in den folgenden Jahren u. a. Abteilungsleiter der Dienststelle Maschinenbau und Leiter der Abteilung Rechnungswesen, Leiter der Dienststelle für Rationalisierung der Industrie, leitender Sekretär des Lordsiegelbewahrers und Berater im kaiserlichen Hofamt. Im Jahre Shōwa 8 (1933) empfahl Saionji Kinmochi (1849–1940) Kido als Vorsitzenden für die Abteilung des Hofamtes, welche mit Fragen der kaiserlichen Familie, kaiserlichen Konferenzen etc. befasst war (kunaishō-sōchitsuryō). Als im Jahre Shōwa 12 (1937) Konoe Fumimaro ein Kabinett bildete, wurde Kido Minister für Erziehung, 1938 für Wohlfahrt, um nach dem Rücktritt des Kabinetts als Abgeordneter des Oberhauses zu fungieren. Im Kabinett Hiranuma Kiichirō war Kido Innenminister. 1940 trat Kido sein Amt als Lordsiegelbewahrer (naidaijin) an. Kido pflegte stets die Empfehlung für einen neuen Premier, die der Genrō Saionji gegenüber dem Kaiser aussprach, zu unterstützen. Nach dem Rücktritt des Kabinetts Yonai Mitsumasa aber folgte Kido dem Rat der Jūshin (ehemalige Premierminister) und empfahl Konoe als Ministerpräsidenten. Hiernach spielte Kidos Meinung und Urteil bei der Wahl eines neuen Premiers eine wichtige Rolle. So konnte 1941 Hideki Tōjō Premierminister als Nachfolger Konoes werden. Wegen seines politischen Einflusses und wegen seiner Rolle am Hofe, aber auch zum Schutze des Kaisers wurde Kido vor das Tokioter Tribunal geladen. Kido wurde somit in Stellvertretung des Kaisers vor dem Kriegsverbrechertribunal angeklagt. Sein Tagebuch diente während des Prozesses nicht nur der Staatsanwaltschaft als Beweismittel, sondern auch dem Kaiser zu dessen Schutz vor einer Anklage. Außerdem übte Kido darin schonungslose Kritik am Militär, das er für den Krieg verantwortlich machte, und stellte es dadurch in einen Gegensatz zum friedlichen und friedliebenden Kaiser. Dies veranlasste die Militärs Mutō Akira, Satō Kenryō und Hashimoto Kingorō zu bösen Vorwürfen gegen Kido. Nichtsdestoweniger gilt das Tagebuch Kidos als wertvolle Quelle zum Verständnis der Shōwa-Zeit. Vor dem Tokioter Kriegsverbrechertribunal wurde Kido als Kriegsverbrecher der Kategorie A zu lebenslanger Haft verurteilt, allerdings aus Krankheitsgründen 1953 nach dem Abzug der Alliierten aus Japan unter Hausarrest gestellt und 1955 von der Regierung begnadigt. Er lebte sehr zurückgezogen und scheute die Öffentlichkeit. Kido schrieb Briefe aus dem Gefängnis an den Kaiser. Darin bat er den Kaiser, keine weiteren Kriegsverbrecher vor japanische Gerichte zu stellen, da diese sogenannten Kriegsverbrecher loyale und ehrenhafte Untertanen seien, die ihrer Nation gedient hätten. Er verstarb 1977. „Kidos Tagebuch“ (木戸日記), das er 1966 publizierte, und das die Ereignisse von Januar 1931 bis Dezember 1945 umfasst, ist eine bedeutende Quelle für die Geschichte des Pazifikkriegs in Japan.
Yanagi Muneyoshi (japanisch 柳 宗悦; 21. März 1889 in Tokio – 3. Mai 1961; im Westen bei gleicher Schreibweise auch Yanagi…Yanagi Muneyoshi (japanisch 柳 宗悦; 21. März 1889 in Tokio – 3. Mai 1961; im Westen bei gleicher Schreibweise auch Yanagi Sōetsu gelesen) war ein japanischer Kunstkritiker, Religionsphilosoph und Mitbegründer der japanischen Volkskunst-Bewegung. Er war verheiratet mit der Sängerin Kaneko Yanagi, geborene Nakashima.
Satomi Ton (japanisch 里見 弴; * 14. Juli 1888 in Yokohama; † 21. Januar 1983) war ein japanischer Schriftsteller. Satomi…Satomi Ton (japanisch 里見 弴; * 14. Juli 1888 in Yokohama; † 21. Januar 1983) war ein japanischer Schriftsteller. Satomi wurde in die einflussreiche Familie Arishima geboren, jedoch von der Familie seiner Mutter adoptiert. Daher war sein bürgerlicher Name Yamanouchi Hideo (山内 英夫). Auch seine älteren Brüder Arishima Takeo und Arishima Ikuma wurden als Schriftsteller bekannt. Trotz der Adoption wuchs er bei seinen Eltern auf. Nach dem Besuch der Gakushūin-Oberschule studierte Satomi an der Universität Tokio, ohne jedoch einen Abschluss zu erlangen. Aus dem Jahre 1909 sind einige Radierungen überliefert, die auf einen Kursus bei Bernard Leach zurückgehen und die ein bildnerisches Talent erkennen lassen. 1910 gründete er mit seinen Brüdern und den Schriftstellern Mushanokōji Saneatsu und Shiga Naoya die Künstlergruppe Shirakaba. Er erweckte das Interesse Izumi Kyōkas, dessen Schüler er wurde. Satomis Romane zeichnen sich durch genaue psychologische Beobachtung und realistische Dialoge aus. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Zenshin Akushin (善心悪心), Tajō Busshin (多情仏心), Anjō-ke no Kyōdai (安城家の兄弟) und Gokuraku Tombo (極楽とんぼ). 1959 wurde Satomi mit dem Kulturorden ausgezeichnet.
Prinz Higashikuni Naruhiko (jap. 東久邇宮 稔彦王, Higashikuni-no-miya Naruhiko-ō bzw. 東久邇 稔彦, Higashikuni Naruhiko; * 3.…Prinz Higashikuni Naruhiko (jap. 東久邇宮 稔彦王, Higashikuni-no-miya Naruhiko-ō bzw. 東久邇 稔彦, Higashikuni Naruhiko; * 3. Dezember 1887 in Kyōto; † 26. Januar 1990 in Tokio) war ein japanischer Politiker und vom 17. August 1945 bis zum 9. Oktober 1945 der 43. Premierminister von Japan. Er war Kaiser Hirohitos Onkel, das einzige Mitglied der japanischen Kaiserfamilie, das jemals ein Kabinett leitete, und der Premierminister mit der kürzesten Amtszeit – genau 54 Tage – in der Geschichte Japans.
Prinz Asaka Yasuhiko (jap. 朝香宮鳩彦王 Asaka-no-miya Yasuhiko-ō; * 2. Oktober 1887 in Kyōto; † 12. April 1981 in Atami) war…Prinz Asaka Yasuhiko (jap. 朝香宮鳩彦王 Asaka-no-miya Yasuhiko-ō; * 2. Oktober 1887 in Kyōto; † 12. April 1981 in Atami) war der Gründer eines weiteren Zweiges der japanischen Kaiserfamilie und ein General der Japanischen Armee. Ihm wird als Kommandeur der Truppen, die im Dezember 1937 Nanking eroberten, eine führende Rolle beim Massaker von Nanking vorgeworfen, wofür er jedoch nie rechtlich belangt wurde.
Mushanokōji Saneatsu (japanisch 武者小路 実篤, auch: Musha (無車), Futōō (不倒翁), u. a.; * 12. Mai 1885 im Stadtteil Kōjimachi…Mushanokōji Saneatsu (japanisch 武者小路 実篤, auch: Musha (無車), Futōō (不倒翁), u. a.; * 12. Mai 1885 im Stadtteil Kōjimachi von Tokio; † 9. April 1976 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Schriftsteller und Maler.
Arima Yoriyasu (japanisch 有馬 頼寧; geboren 17. Dezember 1884 in Tokio; gestorben 9. Januar 1957 daselbst) war ein…Arima Yoriyasu (japanisch 有馬 頼寧; geboren 17. Dezember 1884 in Tokio; gestorben 9. Januar 1957 daselbst) war ein japanischer Politiker und Landwirtschaftsexperte.
Shiga Naoya (japanisch 志賀 直哉; * 20. Februar 1883 in Ishinomaki in der japanischen Präfektur Miyagi; † 21. Oktober 1971…Shiga Naoya (japanisch 志賀 直哉; * 20. Februar 1883 in Ishinomaki in der japanischen Präfektur Miyagi; † 21. Oktober 1971 in Atami in der japanischen Präfektur Shizuoka) gehört zu den bedeutendsten japanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts.
Ōkouchi Masatoshi (japanisch 大河内 正敏; geboren 6. Dezember 1878 in Tōkyō; gestorben 29. August 1952 ebenda) war ein…Ōkouchi Masatoshi (japanisch 大河内 正敏; geboren 6. Dezember 1878 in Tōkyō; gestorben 29. August 1952 ebenda) war ein japanischer Naturwissenschaftler und Unternehmer.
Arishima Takeo (japanisch 有島 武郎; * 4. März 1878 in Tokio; † 9. Juni 1923 in Karuizawa) war ein japanischer…Arishima Takeo (japanisch 有島 武郎; * 4. März 1878 in Tokio; † 9. Juni 1923 in Karuizawa) war ein japanischer Schriftsteller, der von der „humanistisch“ orientierten Shirakaba-Gruppe geprägt wurde, aufgrund seiner Ausbildung und seines sozialpolitischen Interesses aber bald eine Sonderstellung einnahm. Für Stephen W. Kohl war er „probably the most brilliant and enigmatic member“ (wahrscheinlich das brillanteste und rätselhafteste Mitglied) von Shirakaba. Mit 45 beging Takeo gemeinsam mit einer Geliebten Suizid.
Taishō (jap. 大正天皇) (* 31. August 1879 in Tokio; † 25. Dezember 1926 in Hayama) war der 123. Tennō des Japanischen…Taishō (jap. 大正天皇) (* 31. August 1879 in Tokio; † 25. Dezember 1926 in Hayama) war der 123. Tennō des Japanischen Kaiserreichs und der zweite der modernen Periode. Offiziell regierte er von 1912 bis 1926 (Taishō-Zeit), allerdings war er seit 1921 regierungsunfähig und Kronprinz Hirohito übte die Regentschaft für ihn aus. Sein Eigenname war Yoshihito (嘉仁), die Herrschaft stand unter der Devise Taishō („große Gerechtigkeit“).
Mishima Yukio (japanisch 三島 由紀夫; im Deutschen Yukio Mishima; * 14. Januar 1925 in Tokio als Hiraoka Kimitake (平岡 公威); †…Mishima Yukio (japanisch 三島 由紀夫; im Deutschen Yukio Mishima; * 14. Januar 1925 in Tokio als Hiraoka Kimitake (平岡 公威); † 25. November 1970 ebenda) war ein japanischer Schriftsteller, Poet, Bühnenautor, Regisseur, Schauspieler, Model, Ultranationalist, Ikone der extremen Rechten und Anführer eines gescheiterten Putschversuches, der letztendlich in seinem Suizid endete. Mishima schrieb Romane, Drehbücher, Schauspiele, Erzählungen, Gedichte sowie ein Libretto und gilt als einer der repräsentativsten Schriftsteller der japanischen Nachkriegsliteratur. Er wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert. Seine avantgardistischen Werke sind durch ein weitgefächertes Vokabular, vielschichtige Metaphern, die Fusion traditionaler japanischer mit moderner westlicher Literatur und seine Obsession hinsichtlich der Einheit von Schönheit, Erotik und Tod charakterisiert. Mishimas politische Tätigkeiten machen ihn bis heute zu einer kontroversen Figur. In seinen späteren Jahren verstärkten sich seine politischen Tendenzen und er gründete die Tatenokai (盾の会, wörtlich: „Schildgesellschaft“, nach der englischen Übersetzung Shield Society von Mishima selbst auch mit SS abgekürzt), eine paramilitärische Organisation, die die Macht des Kaisers wiederherstellen wollte. Er war gegen die Verwestlichung Japans, da er das Gefühl hatte, dass der Einfluss des Westens mit Ideen wie dem Materialismus das Land korrumpierte und seines wesentlichen „Geistes“ (kokutai) beraubte. Er war ebenfalls ein erklärter Feind sowohl der Ordnung der Nachkriegsdemokratie als auch des Kommunismus und der japanischen Linken. Er bekannte sich offen zu den Werten des Shintō. Sein politisches Weltbild fasste er in seinem Essay Verteidigung einer Kultur zusammen. Am 25. November 1970 besuchten vier Mitglieder der Tatenokai die Ichigaya-Garnison der Selbstverteidigungsstreitkräfte (heute das Hauptquartier des Verteidigungsministeriums), nahmen den Kommandanten als Geisel, hielten auf dem Balkon eine Rede, in der sie zum Umsturz aufriefen, und begingen unter Umständen rituellen Selbstmord. Der Vorfall hatte einen großen Einfluss sowohl auf die Gesellschaft als auch auf die literarische Welt und trug maßgeblich zur Geburt der Neuen Rechten bei. Der Putschversuch wurde nachher als „Mishima-Vorfall“ weltweit bekannt. Sein Werk umfasst die Romane Bekenntnisse einer Maske, Der Klang der Wellen, Der Tempelbrand, Nach dem Bankett, Der Seemann, der die See verriet, die Kurzgeschichte Patriotismus sowie seinen autobiografischen Essay Sonne und Stahl. Auch in der Theaterszene konnte er sich durch international gepriesene Werke wie Rokumeikan, Madame de Sade und Mein Freund Hitler etablieren; seine Theatersammlung Fünf moderne Nō-Spiele gilt allgemeinhin als das Werk, das traditionelles japanisches Theater auch im Ausland salonfähig gemacht hat. Sein Opus magnum entstand zwischen 1965 und 1970 in Form der Roman-Tetralogie Das Meer der Fruchtbarkeit, bestehend aus Schnee im Frühling, Unter dem Sturmgott, Der Tempel der Morgendämmerung und Die Todesmale des Engels. Mishima sollte 1968 als erster japanischer Autor mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet werden. Der Preis wurde jedoch aus politischen Gründen noch vor der Verleihung zurückgezogen. Zur Ehrung seines Lebenswerkes wurde 1988 der Mishima-Preis eingeführt, der seither jährlich vergeben wird.