Yūki Kawauchi (jap. 川内 優輝, Kawauchi Yūki; * 5. März 1987 in Setagaya-ku, Präfektur Tokio) ist ein japanischer…Yūki Kawauchi (jap. 川内 優輝, Kawauchi Yūki; * 5. März 1987 in Setagaya-ku, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Langstreckenläufer, der sich auf die Marathondistanz spezialisiert hat. Anfang 2011 erlangte er Bekanntheit in Japan, als er sich beim Tokio-Marathon in 2:08:37 Stunden als Dritter der Gesamtwertung und bester Japaner für die Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu qualifizierte. Besondere mediale Aufmerksamkeit wurde ihm zuteil, weil er – anders als andere japanische Läufer seines Leistungsniveaus – in Vollzeit arbeitete. Üblicherweise sind Spitzenläufer in Japan als Profis bei Firmenmannschaften angestellt. Obwohl Kawauchi durch seine Berufstätigkeit bedingt nur ein wöchentliches Trainingspensum von 150 Kilometern und damit deutlich weniger als die Firmenläufer erreicht, lief er in Tokio die schnellste Marathonzeit eines Japaners seit 2008. Den geringen Trainingsumfang kompensiert er allerdings durch eine vergleichsweise extrem hohe Anzahl an Wettkampfteilnahmen. Zwischen November 2009 und Mai 2014 bestritt er 35 Marathonläufe, davon 34 unter 2:20 Stunden und sieben unter 2:10 Stunden. Kawauchi verzichtet bewusst auf einen Trainer und Sponsoren.
Sayako Kuroda (jap. 黒田 清子, Kuroda Sayako; * 18. April 1969) ist das dritte Kind und die einzige Tochter von Kaiser…Sayako Kuroda (jap. 黒田 清子, Kuroda Sayako; * 18. April 1969) ist das dritte Kind und die einzige Tochter von Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko von Japan. Am 15. November 2005 heiratete sie Yoshiki Kuroda, wodurch sie ihren kaiserlichen Titel aufgab und, wie von gesetzlichen Bestimmungen aus dem Jahr 1947 vorgeschrieben, das japanische Kaiserhaus verlassen musste. Zuvor wurde sie nach der kaiserlichen Tradition mit dem Titel Prinzessin Nori (紀宮, Nori-no-miya) angesprochen, und zwar in der Regel als Ihre Kaiserliche Hoheit Prinzessin Sayako (von Japan) (紀宮清子内親王, Nori-no-miya Sayako-naishinnō).
Kōshō Niwano (jap. 庭野 光祥, Niwano Kōshō, bürgerlich Mitsuyo Niwano (庭野 光代)) ist die Vize-Präsidentin und designierte…Kōshō Niwano (jap. 庭野 光祥, Niwano Kōshō, bürgerlich Mitsuyo Niwano (庭野 光代)) ist die Vize-Präsidentin und designierte Nachfolgerin des derzeitigen Präsidenten der Risshō Kōseikai (dt. „Gesellschaft für Aufrichtung von Recht und mitmenschlichen Beziehungen“) aus der Reiyūkai, einem Zweig des Nichiren-Buddhismus, hervorgegangenen neureligiöse Erscheinung des japanischen Buddhismus. Der buddhistische Name Kōshō wurde ihr von ihrem Vater und Großvater gegeben und Mitgliedern der Gemeinschaft ist sie als Kōshō-sama bekannt, wobei -sama eine Anrede für hochstehende Personen ist. Sie ist die Enkelin des Gründers Nikkyō Niwano (1906–1999) und älteste Tochter von dessen ältestem Sohn, Nichiko Niwano, d. h. der beiden aufeinander folgenden Präsidenten der religiösen Gemeinschaft Risshō Kōseikai, die am 5. März 1938 durch Nikkyō Niwano (1906–1999) und Myōkō Naganuma (1898–1957) gegründet wurde. Kōshō Niwano wurde 1994 vom derzeitigen amtierenden Präsidenten der Gemeinschaft als seine Nachfolgerin bestimmt, gemäß der Nachfolgeregel für die Zukunft wird sie damit nach ihrem Vater das Amt des Präsidenten übernehmen. Sie besitzt einen Abschluss von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Gakushūin-Universität. Im Zentrum der religiösen Gemeinschaft steht das Lotus-Sutra, der wichtigsten Schrift des Mahayana-Buddhismus, wozu auch sie ein Buch verfasst hat. Sie ist ein Vertreter des Buddhismus im neunköpfigen Direktorium des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien. Sie ist Mutter von vier Kindern.
Kenta Tsugami (jap. 津上 研太, Tsugami Kenta; * 20. August 1965) ist ein japanischer Jazzmusiker (Saxophone). Kenta Tsugami…Kenta Tsugami (jap. 津上 研太, Tsugami Kenta; * 20. August 1965) ist ein japanischer Jazzmusiker (Saxophone). Kenta Tsugami hatte Unterricht bei Yoshio Otomo und George Otsuka, als er das College besuchte; 1987 trat er erstmals als professioneller Musiker mit Otsuka und Ryōjirō Furusawa auf. In den folgenden Jahren spielte er u. a. mit Imawano Kyoshiro, Akira Sakata, ab den 1990er-Jahren u. a. mit Kurumi Shimizu (Kurumisan 1995/96) und ab Ende des Jahrzehnts in Otomo Yoshihides New Jazz Ensemble und New Jazz Quintet. Außerdem gehörte er der Formation Date Course Pentagon Royal Garden an und witkte bei Aufnahmen von Yosuke Yamashita (Dr. Kanzo, 1998), Aketagawa Shoji & Aketa Nishiogi Sentimental Philharmony Orchestra (Small Papillon, 1999), Chie Ayado und Naruyoshi Kikuchi (Degustation A Jazz, 2004) mit. 2000 gründete er die Band Bozo, für die er auch komponierte und arrangierte. Der Formation gehörten Hiroshi Minami (Piano), Hiroaki Mizutani (Bass) und Akira Sotoyama (Schlagzeug) an; ein erstes Album erschien auf Body Electric Records. Im Bereich des Jazz listet ihn Tom Lord zwischen 1995 und 2006 bei elf Aufnahmesessions.
Prinz Norihito von Takamado, japanisch 高円宮憲仁親王 Takamado-no-miya Norihito-shinnō, (* 29. Dezember 1954 in Tokio; † 21.…Prinz Norihito von Takamado, japanisch 高円宮憲仁親王 Takamado-no-miya Norihito-shinnō, (* 29. Dezember 1954 in Tokio; † 21. November 2002 in Shinjuku, Tokio) war der dritte Sohn des Prinzen Mikasa (Takahito). Er war ein Cousin des japanischen Kaisers Akihito, Mitglied des japanischen Kaiserhauses und stand zuletzt bis zu seinem Tod auf Platz sieben der Thronfolge auf den Chrysanthementhron.
Keiko Nagaoka (jap. 永岡 桂子 Nagaoka Keiko; * 8. Dezember 1953 in Shibuya, Tokio) ist eine japanische Politikerin…Keiko Nagaoka (jap. 永岡 桂子 Nagaoka Keiko; * 8. Dezember 1953 in Shibuya, Tokio) ist eine japanische Politikerin, Mitglied im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den Verhältniswahlwahlkreis Nord-Kantō und war von 2022 bis 2023 Kultus- und Wissenschaftsministerin (im englischsprachigen Ausland Ministerin für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie). Sie gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin der Asō-Faktion. Nagaoka schloss 1976 ihr Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Gakushūin-Universität ab. 1978 heiratete sie Yōji Nagaoka, damals Beamter im Land-, Forst- und Fischereiwirtschaftsministerium, später erfolgloser NFP-Unterhauskandidat und schließlich LDP-Abgeordneter aus Ibaraki. Nach dem Selbstmord ihres Mannes während des Streits um die Postprivatisierung 2005 übernahm sie kurzfristig dessen LDP-Kandidatur im Wahlkreis Ibaraki 7 bei der Shūgiin-Wahl 2005. Sie unterlag dem Unabhängigen Kishirō Nakamura (ehemaliger LDP-Bauminister), gewann aber einen Verhältniswahlsitz in Nord-Kantō, ebenso bei den Wahlen 2009, 2012, 2014 und 2017 – ab 2012 kandidierte Nakamura mit Wahlempfehlung der Kōmeitō, und Ibaraki 7 war einer der wenigen Wahlkreise, in dem die beiden Koalitionsparteien explizit verschiedene Kandidaten unterstützten. Erst bei der Wahl 2021, nachdem Nakamura der KDP beigetreten war und die Kōmeitō Nagaoka unterstützte, konnte sie das Mehrheitswahlmandat gewinnen. Bei den Shūgiin-Wahlen 2024 und 2026 unterlag sie Nakamuras Sohn Hayato, gewann aber jeweils einen LDP-Verhältniswahlsitz in Nord-Kantō. In der Regierung war Nagaoka von 2006 bis 2007 (erstes Kabinett Abe) „parlamentarische Ministersekretärin“ (daijin-seimukan) im Landwirtschaftsministerium. Von 2014 bis 2015 (umgebildetes zweites und drittes Kabinett Abe) war sie „Vizeministerin“ (fuku-daijin) im Sozial- und Arbeitsministerium, von 2018 bis 2019 (umgebildetes viertes Kabinett Abe) im Kultus- und Wissenschaftsministerium. Dazwischen führte sie von 2016 bis 2017 den zugehörigen Ausschuss im Shūgiin. Von 2020 bis 2021 saß sie dem Sonderausschuss für Verbraucherfragen vor. In der Partei war sie von 2019 bis 2020 eine der zahlreichen „Vizegeneralsekretäre“ (fuku-kanjichō; bei der LDP den nur drei kanjichō-dairi nachgeordnet). Im umgebildeten zweiten Kabinett Kishida wurde Nagaoka im August 2022 an die Spitze des Kultus- und Wissenschaftsministeriums berufen. Im September 2023 wurde sie bei einer erneuten Kabinettsumbildung durch Masahito Moriyama ersetzt.
Yoshiki Tanaka (jap. 田中 芳樹, Tanaka Yoshiki, richtiger Name 田中 美樹 Tanaka Yoshiki; * 22. Oktober 1952 in Hondo, Kumamoto)…Yoshiki Tanaka (jap. 田中 芳樹, Tanaka Yoshiki, richtiger Name 田中 美樹 Tanaka Yoshiki; * 22. Oktober 1952 in Hondo, Kumamoto) ist ein japanischer Schriftsteller. Tanaka studierte an der Gakushūin-Universität japanische Sprache und Literatur und promovierte später dort. Seine bekanntesten Werke sind die Fantasy-Roman-Reihe Arslan Senki, auch bekannt als The Heroic Legend of Arslan, die Space-Opera-Serie Ginga Eiyū Densetsu, auch bekannt als Legend of the Galactic Heroes, und Sōryūden, auch bekannt als Sohryuden: Legend of the Dragon Kings. Alle diese Serien wurden sowohl als Anime adaptiert als auch als Manga umgesetzt.
Fusanosuke Natsume (jap. 夏目 房之介, Natsume Fusanosuke ; * 18. August 1950) ist ein japanischer Mangaka und…Fusanosuke Natsume (jap. 夏目 房之介, Natsume Fusanosuke ; * 18. August 1950) ist ein japanischer Mangaka und Manga-Kritiker. Der Enkel des Schriftstellers Natsume Sōseki studierte an der Aoyama-Gakuin-Universität. Er verfasste Bücher und Essays wie Tezuka Osamu no bōken („Die Abenteuer des Tezuka Osamu“) und Manga/Sekai/Senryaku (Manga/Welt/Strategie). Für seine Arbeit als Mangakritiker erhielt er 1999 den Spezialpreis des Osamu-Tezuka-Kulturpreises.
Prinz Yoshihito von Katsura (jap. 桂宮 宜仁親王 Katsura-no-miya Yoshihito-shinnō; * 11. Februar 1948; † 8. Juni 2014 in…Prinz Yoshihito von Katsura (jap. 桂宮 宜仁親王 Katsura-no-miya Yoshihito-shinnō; * 11. Februar 1948; † 8. Juni 2014 in Tokio) gehörte dem japanischen Kaiserhaus an. Sein Prädikat lautete Seine Kaiserliche Hoheit Prinz Katsura (Yoshihito).
Michihiko Kano (jap. 鹿野 道彦, Kano Michihiko; * 24. Januar 1942 in Yamagata, Präfektur Yamagata; † 21. Oktober 2021) war…Michihiko Kano (jap. 鹿野 道彦, Kano Michihiko; * 24. Januar 1942 in Yamagata, Präfektur Yamagata; † 21. Oktober 2021) war ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei (DPJ). Er war bis 2012 Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, für den 1. Wahlkreis Yamagata und von September 2010 bis Juni 2012 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei in den Kabinetten Kan, 1. Umbildung, 2. Umbildung, Noda und 1. Umbildung.
Seishirō Endō (japanisch 遠藤 征四郎, Endō Seishirō; * 1942) ist ein japanischer Aikidō-Lehrer (Shihan) des Aikikai im Range…Seishirō Endō (japanisch 遠藤 征四郎, Endō Seishirō; * 1942) ist ein japanischer Aikidō-Lehrer (Shihan) des Aikikai im Range eines 8. Dan. Endō gehört zu den wenigen lebenden Personen, die unmittelbar unter Aikidō-Gründer Morihei Ueshiba studiert haben. Seishirō Endō begann 1963 mit dem Aikido an der Universität Gakushūin und benennt Kisshōmaru Ueshiba, Kisaburō Ōsawa und Seigo Yamaguchi als seine drei Väter des Aikido. Er trainierte im Aikikai Hombu Dojo gemeinsam mit anderen Lehrmeistern einschließlich Hiroshi Tada, Mitsunari Kanai und Yasuo Kobayashi. Als Endō 30 Jahre alt war, renkte er sich seine rechte Schulter aus, was der Anlass für seinen sanfteren Aikidō-Stil war. 1993 gründete er das Saku Dōjō (佐久道場) in seiner Heimatstadt Saku.
Kōji Nakamoto (jap. 中本 浩二, Nakamoto Kōji ; * 5. Juli 1941 in Shibuya, Präfektur Tokio; † 19. Oktober 2022 in Yokohama…Kōji Nakamoto (jap. 中本 浩二, Nakamoto Kōji ; * 5. Juli 1941 in Shibuya, Präfektur Tokio; † 19. Oktober 2022 in Yokohama, Präfektur Kanagawa) war ein japanischer Schauspieler und Komiker. Nakamoto war Mitglied der Comedy-Truppe The Drifters (ザ・ドリフターズ). Mit dieser Gruppe nahm er an der Fernsehsendung Hachiji Da Yo! Zen'in Shūgō! (8時だョ!全員集合) von 1969 bis 1985. Er starb am 19. Oktober 2022 im Alter von 81 Jahren bei einem Verkehrsunfall.
Toshiyuki Hosokawa (jap. 細川 俊之, Hosokawa Toshiyuki; * 15. Dezember 1940 in Kitakyūshū, Japan; † 14. Januar 2011 in…Toshiyuki Hosokawa (jap. 細川 俊之, Hosokawa Toshiyuki; * 15. Dezember 1940 in Kitakyūshū, Japan; † 14. Januar 2011 in Tokyo) war ein japanischer Schauspieler und Radiomoderator.
Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und…Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den 8. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka und Vizepräsident (fuku-sōsai) der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der LDP führt er die Asō-Faktion, die nach dem Kickbackskandal 2024 einzige in bisheriger Form verbliebene LDP-Faktion. Von September 2008 bis September 2009 war er der Premierminister Japans und LDP-Vorsitzender und war von 2012 bis 2021 Finanzminister. Zudem ist er Sonderberater der ultranationalistisch geprägten Nippon Kaigi.
Hisaoki Kamei (jap. 亀井 久興, Kamei Hisaoki; * 8. November 1939 in Shibuya, Präfektur Tokio; gemeldet in Tsuwano…Hisaoki Kamei (jap. 亀井 久興, Kamei Hisaoki; * 8. November 1939 in Shibuya, Präfektur Tokio; gemeldet in Tsuwano, Präfektur Shimane) ist ein japanischer Politiker. Er war bis 2009 Abgeordneter des Shūgiin und Generalsekretär der Neuen Volkspartei. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft an der Gakushūin wurde Kamei 1962 Mitarbeiter bei Nippon Yūsen. Ein Jahr später wurde er Sekretär des Shūgiin-Abgeordneten Matsuda Takechiyo. Ab 1967 arbeitete er für Yoshida Kōgyō, wo er 1969 Vorstand wurde. 1974 errang Kamei als Kandidat der Liberaldemokratischen Partei (LDP) ein Mandat im Sangiin und wurde 1980 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. 1978 wurde erstmals Staatssekretär im Postministerium, 1982 im Ausschuss für internationalen Handel und Industrie erstmals Ausschussvorsitzender. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 wurde Kamei im Wahlkreis Shimane erstmals ins Shūgiin gewählt und seither fünfmal wiedergewählt, nach der Wahlkreisreform von 1994 im 3. Wahlkreis Shimane. In der Partei gehörte Kamei zunächst zum Kōchikai, 1999 gehörte er zu den Gründern des Taiyūkai von Yōhei Kōno. Von 1997 bis 1998 war Kamei als Leiter der Behörde für Staatsland Minister im 2. Kabinett von Ryūtarō Hashimoto. 2002 wurde die Zahl der Wahlkreise in Shimane auf zwei reduziert, das innerparteiliche Rennen um die Kandidatur im 2. Wahlkreis Shimane verlor Kamei gegen Wataru Takeshita, den Bruder von Ex-Premier Takeshita Noboru. 2003 wurde er über den Verhältniswahlblock Chūgoku wiedergewählt. Vor der Shūgiin-Wahl 2005 verließ Kamei als Gegner der von Premierminister Koizumi geplanten Postprivatisierung die LDP und wurde Mitgründer und Generalsekretär der Neuen Volkspartei. Koizumis Politik bezeichnete er als „autoritär“. Kamei kandidierte im 2. Wahlkreis gegen Takeshita, erhielt aber nur den zweithöchsten Stimmenanteil und wurde erneut nur über die Verhältniswahlliste wiedergewählt. 2009 verlor Kamei ebenso wie der Parteivorsitzende Tamisuke Watanuki seinen Sitz im Shūgiin. Sein Nachfolger als Generalsekretär der Neuen Volkspartei wurde Shōzaburō Jimi. Kamei ist der 3. Sohn von Graf Kamei Koretate, ein Nachfahre des Daimyō Kamei Korenori. Sein Großvater mütterlicherseits war der Schriftsteller und Abgeordnete des Kizokuin Graf Arima Yorichika. Seine älteste Tochter ist die Sangiin-Abgeordnete Akiko Kamei (Neue Volkspartei).
Tadateru Konoé (jap. 近衞 忠煇, Konoe Tadateru; * 8. Mai 1939 in der Präfektur Tokio als Moriteru Hosokawa (細川 護煇, Hosokawa…Tadateru Konoé (jap. 近衞 忠煇, Konoe Tadateru; * 8. Mai 1939 in der Präfektur Tokio als Moriteru Hosokawa (細川 護煇, Hosokawa Moriteru); † 23. Mai 2026) war ein japanischer Funktionär der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Er erwarb 1962 einen Abschluss in Politikwissenschaften an der Gakushūin-Universität und absolvierte 1964 ein Studium an der London School of Economics im Bereich der internationalen Beziehungen. Ab 1964 war er in verschiedenen Positionen für die nationale Rotkreuz-Gesellschaft Japans tätig, unter anderem 1988 als Generalsekretär, von 1991 bis 2005 als Vizepräsident und ab 2005 als Präsident. In der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften war er von 1981 bis 1985 Direktor des Büros für Katastrophenvorsorge, von 1985 bis 1993 Mitglied der Finanzkommission und von 2005 bis 2009 Vizepräsident. Von 1995 bis 2003 gehörte er der Ständigen Kommission der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung an, die zwischen den alle vier Jahre stattfindenden internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenzen das höchste Organ der Bewegung ist. Von 2009 bis 2017 fungierte er in Nachfolge des Spaniers Juan Manuel Suárez Del Toro Rivero als erster Vertreter eines asiatischen Landes als Präsident der Internationalen Föderation.
Takako Shimazu (* 2. März 1939) ist die jüngere Schwester von Akihito, des emeritierten Kaisers von Japan, und Masahito…Takako Shimazu (* 2. März 1939) ist die jüngere Schwester von Akihito, des emeritierten Kaisers von Japan, und Masahito Hitachi sowie die Tante des amtierenden Tennō, Naruhito. 1960 heiratete sie einen Bürgerlichen und musste wegen des 1947 verabschiedeten Gesetzes über die kaiserliche Familie auf ihren Adelsstatus verzichten.
Kunihiko Sugano (jap. 菅野 邦彦, Sugano Kunihiko; * 13. November 1936 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer…Kunihiko Sugano (jap. 菅野 邦彦, Sugano Kunihiko; * 13. November 1936 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Jazzpianist. Sugano spielte ab den 1950er-Jahren in der Tokioter Jazzszene u. a. mit George Kawaguchis The Big 4, Isao Suzuki, ferner arbeitete er mit eigenen Formationen wie dem Kunihiko Sugano Quartet und dem Kunihiko Sugano Trio (u. a. mit Eizō Honda). Unter eigenem Namen legte er in den späten 1960er- und 1970er-Jahren Alben wie Finger Popping (1968, mit Yoshio Ikeda, Hiroshi Yamazaki), Love Is a Many Splendored Thing (TBM, 1974, mit Yoichi Kobayashi, Teruhiko Takada, Yoichi Ogawa), Hullo Again (1981, mit Satoshi Kosugi, Joe Jones Jr.) vor. Mit Eiji Kitamura entstand 1973 das gemeinsame Produktion Collaboration (mit Masanaga Harada und Hiroshi Sunaga); mit dem Bassisten Isao Suzuki nahm er 1980 das Duoalbum Sincerely Yours auf. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1967 und 2011 an 10 Aufnahmesessions beteiligt. Der Tontechniker Okihiko Sugano ist sein älterer Bruder.
Kōichi Toyosaki (jap. 豊崎 光一, Toyosaki Kōichi; * 20. Dezember 1935 in Tokio; † 12. Juni 1989) war ein japanischer…Kōichi Toyosaki (jap. 豊崎 光一, Toyosaki Kōichi; * 20. Dezember 1935 in Tokio; † 12. Juni 1989) war ein japanischer Frankoromanist. Toyosaki studierte bis 1959 Romanistik an der Gakushūin Daigaku in Tokio und war dann drei Jahre (1960-3) in Paris zu Forschungszwecken. Nach seiner Rückkehr wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Er übersetzte französische Werke u. a. von Jean-Marie Gustave Le Clézio, Pierre Klossowski, Michel Foucault, Maurice Blanchot und Gilles Deleuze ins Japanische. Sein besonderes Interesse galt dem französischen Ethnologen, Schriftsteller und Schiffsarzt Victor Segalen und dem französischen Dichter Comte de Lautréamont, dessen gesammelte Werke er ins Japanische übersetzte.
Prinz Masahito von Hitachi (jap. 常陸宮正仁親王, Hitachi-no-miya Masahito-shinnō; * 28. November 1935 in Tokio) ist ein…Prinz Masahito von Hitachi (jap. 常陸宮正仁親王, Hitachi-no-miya Masahito-shinnō; * 28. November 1935 in Tokio) ist ein Mitglied des japanischen Kaiserhauses und der jüngere Bruder des ehemaligen Kaisers Akihito sowie der Onkel des amtierenden Tenno, Naruhito. Er ist der ältere Bruder von Takako Shimazu. Prinz Hitachi ist der zweite Sohn und das sechste Kind von Kaiser Shōwa und Kaiserin Kōjun. Nach der Amtsübernahme durch Naruhito am 1. Mai 2019 ist er der dritte in der Thronfolge. Prinz Hitachi ist mit Prinzessin Hanako von Hitachi verheiratet und ist bekannt für seine Wohltätigkeit und sein Interesse an der Krebsforschung. Prinz Hitachi ist im Kaiserpalast Tokio geboren. Sein ursprünglicher Titel war Prinz Yoshi (義宮正仁, Yoshi-no-miya Masahito). Er besuchte die Grundschule und die Oberschule in der Gakushūin-Universität. In den späten Kriegsjahren wurde er 1944 mit seinem Bruder, dem damaligen Kronprinzen, nach Nikkō evakuiert, um vor den amerikanischen Bombardements auf Tokio sicher zu sein. Nach dem Krieg von 1947 bis 1950 erhielten er, sein Bruder, und seine Schwestern Prinzessinnen Kazuko, Atsuko und Takako Privatunterricht auf Englisch von der Amerikanerin Elizabeth Gray Vining. Prinz Yoshi studierte Chemie an der Gakushuin-Universität und schloss erfolgreich 1958 ab. Er studierte weiter an der wissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio. 1969 wurde er Forschungsassistent der Japanischen Stiftung für Krebsforschung. Am 30. September 1964 heiratete er Tsugaru Hanako, die vierte Tochter des verstorbenen Grafen Tsugaru Yoshitaka. Tsugaru Yoshitaka war ein Graf aus dem 1947 formell abgeschafften Adel (kazoku) und ein Nachfahre der Daimyō-Familie, die auf der Burg Hirosaki in der Präfektur Aomori residierte. Einen Tag nach der Hochzeit verlieh Kaiser Shōwa seinem zweiten Sohn den Titel Hitachi-no-miya (常陸宮). Der Prinz erhielt davor vom kaiserlichen Hofamt die Erlaubnis, eine Seitenlinie der kaiserlichen Familie zu gründen. Durch die Hochzeit wurde seine Frau Prinzessin Hitachi. Prinz und Prinzessin Hitachi haben keine Kinder. Der Prinz und die Prinzessin sind Präsidenten von verschiedenen Organisationen, die sich mit dem internationalen Austausch befassen, sowie Ehrenvorsitzende von Organisationen, die sich Schwerbehinderten, dem Schutz der Natur u. Ä. widmen. Prinz Hitachi ist Präsident oder Ehrenvorsitzender von mindestens 14 Organisationen.
Ōyō Mitsunobu (japanisch 光延 旺洋 Mitsunobu Ōyō; * 1934 in Tokio; † 2003) war ein japanischer Chemiker (organische…Ōyō Mitsunobu (japanisch 光延 旺洋 Mitsunobu Ōyō; * 1934 in Tokio; † 2003) war ein japanischer Chemiker (organische Synthese). Er führte 1967 die nach ihm benannte Mitsunobu-Reaktion ein. Mitsunobu studierte an der Universität Gakushuin in Tokio mit dem Bachelor-Abschluss und ab 1959 am Tokyo Institute of Technology, an dem er 1966 bei Teruaki Mukaiyama promovierte. Er lehrte an der Aoyama Gakuin University in Tokio. Er befasste sich mit Chemie von Nukleosiden und Nukleotiden und stereoselektiven Reaktionen. Die nach ihm benannte Mitsunobu-Reaktion ist eine Substitution von (primären oder sekundären) Alkoholen mit Nukleophilen (in der ursprünglichen Reaktion eine Veresterung) und fand weite Verbreitung und Anwendung besonders in Naturstoffsynthesen und Biochemie. Sie läuft unter relativ milden Bedingungen ab und ist stereospezifisch. Es ist eine Oxidations-Reduktions-Kondensation, wobei Triphenylphosphin oxidiert und DEA zu seinem Hydrazin reduziert wird (Reagenzien mit ähnlicher Funktion wie Triphenylphosphin und DEA in der ursprünglichen Version der Reaktion werden als Mitsunobu-Reagenzien bezeichnet). Mitsunobu führte die Reaktion 1967 ein und entwickelte bald darauf mehrere Varianten. Allein zwischen 1996 und 2008 erschienen laut SciFinder 1615 Arbeiten mit Mitsunobu reaction im Titel, davon 186 Patente.
Makoto Iida (japanisch Iida Makoto, 飯田 亮; geboren am 1. April 1933 in Tokio; gestorben am 7. Januar 2023) war ein…Makoto Iida (japanisch Iida Makoto, 飯田 亮; geboren am 1. April 1933 in Tokio; gestorben am 7. Januar 2023) war ein japanischer Unternehmer im Sicherheitsbereich.
Yoko Ono (japanisch 小野 洋子 Ono Yōko; * 18. Februar 1933 in der Präfektur Tokio, Kaiserreich Japan) ist eine…Yoko Ono (japanisch 小野 洋子 Ono Yōko; * 18. Februar 1933 in der Präfektur Tokio, Kaiserreich Japan) ist eine japanisch-US-amerikanische Künstlerin, Filmemacherin, Experimental-Komponistin und Sängerin. Sie gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der Fluxus-Bewegung. Bereits vor ihrer Ehe mit dem „Beatle“ John Lennon hatte sich Ono Anfang der 1960er Jahre in Künstlerkreisen einen Namen gemacht und trat zunehmend als Friedens- und Menschenrechtsaktivistin auf. Der Vorname Yoko bedeutet Ozeankind.
Akira Yoshimura (japanisch 吉村昭, Yoshimura Akira; * 1. Mai 1927 in Nippori, Kitatoshima-gun (heute: Higashi-Nippori…Akira Yoshimura (japanisch 吉村昭, Yoshimura Akira; * 1. Mai 1927 in Nippori, Kitatoshima-gun (heute: Higashi-Nippori, Arakawa), Präfektur Tokio; † 31. Juli 2006) war ein japanischer Schriftsteller. Er war verheiratet mit der Schriftstellerin Tsumura Setsuko. Von 1999 bis 2000 war er interimistisch geschäftsführender Direktor der japanischen Schriftstellervereinigung. Außerdem war er P.E.N.-Mitglied. Von seinen über 20 Romanen sind insbesondere Unauslöschlich und Schiffbruch international bekannt und auch ins Deutsche übersetzt. In seinem Roman Hagoku (dt. „Ausbruch“) beschreibt er die wahre Geschichte des Mörders Yoshie Shiratori (1907–1979), dem viermal ein Ausbruch aus dem Gefängnis gelang und der sich in Japan zu einem Antihelden entwickelte. Der Roman gewann 1984 den Yomiuri-Literaturpreis. Yoshimura gilt als herausragender Vertreter der dokumentarischen Literatur (記録文学, kiroku bungaku) und des historischen Romans (歴史小説, rekishi shōsetsu). Anders als sein Schriftstellerkollege Shiba Ryōtarō war Yoshimura hingegen an gesammelten Fakten orientiert und weniger an der fiktionalen Ausgestaltung.
Kōshaku Kuroda Nagamichi (jap. 黒田 長礼; * 24. November 1889 in Akasaka, Tokio; † 16. April 1978 ebenda) war ein…Kōshaku Kuroda Nagamichi (jap. 黒田 長礼; * 24. November 1889 in Akasaka, Tokio; † 16. April 1978 ebenda) war ein japanischer Ornithologe. Kuroda ist ein Nachfahre der Daimyōs des Lehens Fukuoka, der im Jahre 1600 von Kuroda Nagamasa begründet wurde. Er zeigte schon in seiner Kindheit Interesse an der Vogelbeobachtung. Auf dem Anwesen seiner Familie befand sich ein großer Ententeich, wo sich jährlich tausende Wildenten versammelten. Kuroda wurde zunächst an der Gakushūin-Universität ausgebildet und während seines Zoologie-Studiums an der Kaiserlichen Universität Tokyo (heute Universität Tokyo) besuchte er 1916 Korea, wo er eines der letzten Exemplare der heute vermutlich ausgestorbenen Schopfkasarka sammelte. 1917 verfasste er die wissenschaftliche Erstbeschreibung über die Art. In der Folgezeit unternahm Kuroda zahlreiche Reisen zu den Ogasawara-Inseln, Daitō-Inseln und den Ryūkyū-Inseln und erforschte dort die Vogelwelt. Über seine Forschungsarbeit auf Ryūkyū schrieb er 1924 seine Doktorarbeit. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1939 erbte er den Familiensitz und erhielt den Adelstitel eines Kōshaku (Markgraf). Von 1947 bis 1963 war Kuroda Präsident der Japanischen Ornithologischen Gesellschaft. Kuroda war einer der herausragendsten Ornithologen Japans im 20. Jahrhundert. Er schrieb zahlreiche wissenschaftliche Artikel über Säugetiere und Vögel in renommierten internationalen Journalen wie dem Bulletin of the British Ornithologists' Club. Zu Kurodas Standardwerken zählen Birds of the Island of Java (2 Bände, 1933–36), Passeres (1933) und Parrots of the World in Life Colours (1975). Nagamichi Kurodas Sohn Nagahisa (1916–2009) war ebenfalls ein bekannter Ornithologe.
Ichinohe Hyōe (jap. 一戸 兵衛; * 2. August 1855 in Hirosaki; † 2. September 1931 in Shibuya, Tokio) war ein General der…Ichinohe Hyōe (jap. 一戸 兵衛; * 2. August 1855 in Hirosaki; † 2. September 1931 in Shibuya, Tokio) war ein General der Kaiserlich Japanischen Armee. Er war bekannt dafür, dass Truppen unter seinem Kommando durch ausgeklügelte Planung im Vergleich nur sehr geringe Verluste erlitten.
Hakushaku Nogi Maresuke (jap. 乃木 希典; * 25. Dezember 1849 in Edo; † 13. September 1912 in Akasaka, Tokio) war General…Hakushaku Nogi Maresuke (jap. 乃木 希典; * 25. Dezember 1849 in Edo; † 13. September 1912 in Akasaka, Tokio) war General der Kaiserlich Japanischen Armee.
Tetsuya Kakihara (jap. 柿原 徹也, Kakihara Tetsuya; * 24. Dezember 1982 in Düsseldorf, Deutschland) ist ein japanischer…Tetsuya Kakihara (jap. 柿原 徹也, Kakihara Tetsuya; * 24. Dezember 1982 in Düsseldorf, Deutschland) ist ein japanischer Seiyū und Sänger. Als Seiyū steht er bei der Agentur 81produce unter Vertrag, als Sänger beim Label Kiramune. Seit Juni 2013 ist er selbständig. In Deutschland aufgewachsen spricht er neben Japanisch auch fließend Deutsch und Englisch.
Akiko Kamei (japanisch 亀井 亜紀子 Kamei Akiko; * 14. Mai 1965 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin (Neue…Akiko Kamei (japanisch 亀井 亜紀子 Kamei Akiko; * 14. Mai 1965 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin (Neue Volkspartei→parteilos→Grüner Wind→Demokratische Fortschrittspartei→Konstitutionell-Demokratische Partei→Chūdō Kaikaku Rengō). Von 2017 bis 2021 und von 2024 bis 2026 war sie Abgeordnete im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Shimane 1. Von 2007 bis 2013 war sie eine der beiden Vertreter der Präfektur Shimane im Sangiin, dem nationalen Oberhaus. Kamei, die Tochter von Hisaoki Kamei (Neue Volkspartei) und damit Nachfahrin der ehemaligen Grafenfamilie Kamei, absolvierte die rechtswissenschaftliche Fakultät der Gakushūin Daigaku und das Carleton University. Sie arbeitete nach ihrer Rückkehr nach Japan als Englischübersetzerin, später als Abgeordnetensekretärin ihres Vaters. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte sie für die Partei ihres Vaters mit DPJ-SDP-Unterstützung in Shimane (ein Mandat je Wahl), konnte den LDP-Amtsinhaber Shuntarō Kageyama um rund 30 Tausend Stimmen übertreffen und zog ins Sangiin ein. Dort war sie unter anderem Mitglied im Rechnungs- und im Landwirtschaftsausschuss; in der Neuen Volkspartei war sie Generalsekretärin der Sangiin-Fraktion und von 2010 bis 2012 Vorsitzende des Politikforschungsrates. 2012 verließ sie die Neue Volkspartei und beteiligte sich an der Gründung von Midori no Kaze, wo sie zunächst eine der vier Kovorsitzenden, ab Januar 2013 Generalsekretärin war. Bei der Sangiin-Wahl 2013 verlor sie ihren Sitz an den Liberaldemokraten Saburō Shimada. Im Mai 2016 trat Kamei der Minshintō bei, die sie für die 48. allgemeine Wahl zum Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, als Kandidatin im Wahlkreis Shimane 1 festlegte. Vor der tatsächlichen Wahl im Oktober 2017 spaltete sich die Minshintō. Kamei kandidierte nun nominiert von der Konstitutionell-Demokratischen Partei mit Sozialdemokratischer Wahlempfehlung und unterlag zwar LDP-Amtsinhaber Hiroyuki Hosoda, gewann aber als beste Verliererin einen der beiden KDP-Sitze bei der Verhältniswahl in Chūgoku. Bei der Wahl 2021 unterlag sie Hosoda wieder und verpasste angesichts insgesamt mehr knapper KDP-Mehrheitswahlverlierer mit ihrem Wahlkreisergebnis auf Platz 4 der KDP-Verhältniswahlliste auch eine Wiederwahl im Block. Nach Hosodas Tod im November 2023 trat Kamei mit KDP-Nominierung bei der resultierenden Nachwahl im April 2024 gegen den ehemaligen Nationalbeamten Norimasa Nishikori (LDP) erneut in Shimane 1 für das Abgeordnetenhaus an und setzte sich mit rund 59 % der Stimmen durch. Bei der allgemeinen Wahl im Oktober 2024 verteidigte sie den Sitz mit absoluter Mehrheit gegen die vormalige LDP-Verhältniswahlabgeordnete Emiko Takagai und eine Kandidatin der KPJ, die Shimane 1 erstmals seit 2014 wieder eigenständig bestritt. Bei der Shūgiin-Wahl 2026 unterlag sie als Kandidatin des durch den Zusammenschluss mit der Kōmeitō entstandenen Chūdō Kaikaku Rengō („Zentristischer Reformbund“) mit 37,7 % der Stimmen deutlich Emiko Takagai (51,0 %; LDP) und verpasste auch einen der beiden Chūdō-Verhältniswahlsitze in Chūgoku.
Marina Inoue (japanisch 井上 麻里奈 Inoue Marina; * 20. Januar 1985 in Musashino, Präfektur Tokio) ist eine japanische…Marina Inoue (japanisch 井上 麻里奈 Inoue Marina; * 20. Januar 1985 in Musashino, Präfektur Tokio) ist eine japanische Synchronsprecherin (Seiyū) und Sängerin.