Ikkō Nakatsuka (jap. 中塚 一宏, Nakatsuka Ikkō; * 4. April 1965 in der Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer…Ikkō Nakatsuka (jap. 中塚 一宏, Nakatsuka Ikkō; * 4. April 1965 in der Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer Politiker (Liberale Partei→Demokratische Partei (Ex-Ozawa-Gruppe)). Er war bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem nationalen Unterhaus, für den 12. Wahlkreis Kanagawa und Minister im Kabinett Noda. Nakatsuka, Absolvent der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto, arbeitete nach seinem Abschluss als Privatsekretär für den Abgeordneten aus Aichi und ehemaligen Minister Hyōsuke Niwa (Liberaldemokratische Partei), später als Abgeordnetensekretär für Yukio Hoshino, Abgeordneter aus Niigata. Wie Hoshino folgte Nakatsuka Ichirō Ozawa 1993 aus der Liberaldemokratischen in die Erneuerungspartei, 1994 in die Neue Fortschrittspartei. Nach Hoshinos Abwahl 1996 und der Auflösung der Neuen Fortschrittspartei 1997 arbeitete er für die Parteizentrale der Liberalen Partei Ozawas. Bei der Shūgiin-Wahl 2000 kandidierte Nakatsuka für die Liberale Partei im Verhältniswahlblock Kinki und zog ins Shūgiin ein. Nach dem Beitritt der Liberalen zur Demokratischen Partei wechselte er bei der Shūgiin-Wahl 2003 nach Kanagawa in den Wahlkreis 12, wo Amtsinhaber Yōichiro Esaki die Demokratische Partei 2002 verlassen hatte. Gegen den Liberaldemokraten Ikuzō Sakurai, die Sozialdemokratin Tomoko Abe und zwei weitere Kandidaten setzte sich Nakatsuka durch. In der Demokratischen Partei war er danach unter anderem Vizevorsitzender des Politikforschungsrates und Vizegeneralsekretär. Bei den Neuwahlen zur Postprivatisierung 2005 unterlag Nakatsuka Sakurai deutlich im Wahlkreis – Kanagawa ist die Heimatpräfektur des damaligen LDP-Vorsitzenden/Premierministers Jun’ichirō Koizumi – und verfehlte auch eine Wiederwahl im Block Südkantō. Beim Demokratischen Wahlsieg bei der Shūgiin-Wahl 2009 gewann Nakatsuka den Wahlkreis zurück. 2011 wurde er unter dem Parteivorsitzenden/Premierminister Yoshihiko Noda Staatssekretär (Fukudaijin) im Kabinettsamt, wo er unter anderem die Zuständigkeit für die Finanzbehörde (Kin’yū-chō) erhielt. Bei Nodas dritter Kabinettsumbildung im Oktober 2012 wurde Nakatsuka zum Minister für besondere Aufgaben beim Kabinettsamt für den Finanzsektor, „neues Gemeinwesen“ (atarashii kōkyō: Die Beteiligung von Privatsektor und Zivilgesellschaft an bisher vorwiegend öffentlichen Aufgaben), Geburtenrückgang und Geschlechtergleichstellung ins Kabinett berufen. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor er seinen Wahlkreis erneut, nun an den LDP-Newcomer Tsuyoshi Hoshino, und landete noch hinter Tomoko Abe (Mirai no Tō) nur auf dem dritten Platz. Auch im Block Süd-Kantō reichte es als Sechster auf der Demokratischen Liste nicht für eine Wiederwahl.
Seiji Maehara (jap. 前原 誠司, Maehara Seiji; * 30. April 1962 im Sakyō-ku, Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer…Seiji Maehara (jap. 前原 誠司, Maehara Seiji; * 30. April 1962 im Sakyō-ku, Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer Politiker (Neue Japan-Partei→Minshu no Kaze→Neue Partei Sakigake→Demokratische Partei→Demokratische Fortschrittspartei→parteilos→Partei der Hoffnung→Demokratische Volkspartei→„Vereinigung zur Realisierung kostenloser Bildung“→Nippon Ishin no Kai), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Parlaments, für den 2. Wahlkreis seiner Heimatpräfektur und stellvertretender Parteivorsitzender der Ishin no Kai. Er war von September 2010 bis zum 6. März 2011 Außenminister im Kabinett Kan und von 2005 bis 2006 Parteivorsitzender der Demokraten. In der Demokratischen (Fortschritts-)Partei stand hinter ihm eine eigene Faktion, die Maehara-Gruppe (auch Maehara-Edano-Gruppe; offiziell Ryōunkai). Vom 1. September 2017 bis zum 30. Oktober 2017 war er zudem Parteivorsitzender der Demokratischen Fortschrittspartei.
Mikishi Daimon (japanisch 大門 実紀史 Daimon Mikishi; * 10. Januar 1956 in Kita-ku, Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein…Mikishi Daimon (japanisch 大門 実紀史 Daimon Mikishi; * 10. Januar 1956 in Kita-ku, Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer Politiker der Kommunistischen Partei Japans (KPJ), der von 2001 bis 2021 Mitglied des Sangiin, des Oberhauses des Parlaments, war sowie seit 2024 wieder Mitglied des Sangiin ist.
Heita Kawakatsu (jap. 川勝 平太 Kawakatsu Heita; * 16. August 1948) ist ein japanischer Wissenschaftler, Politiker und war…Heita Kawakatsu (jap. 川勝 平太 Kawakatsu Heita; * 16. August 1948) ist ein japanischer Wissenschaftler, Politiker und war von 2009 bis 2024 Gouverneur der Präfektur Shizuoka. Kawakatsu, Absolvent der Waseda-Universität mit einem Ph.D der University of Oxford, war seit 1990 Professor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität. Ab 1998 lehrte er am interuniversitären International Research Center for Japanese Studies in Kyōto. Seit den 1990er Jahren gehörte er verschiedenen Expertengremien der Regierung an, 2006 war Kawakatsu Mitglied der kyōiku saisei kaigi (教育再生会議, „Konferenz zur Revitalisierung der Bildung“), einem Gremium, das das Kabinett Abe zu Reformen des Bildungswesens beriet. 2007 wurde er Rektor der Shizuoka Bunka Geijutsu Daigaku (静岡文化芸術大学, „Universität für Kultur und Kunst Shizuoka“), die er 2009 verließ, um bei der Wahl zum Gouverneur von Shizuoka zu kandidieren. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat er mehrere Bücher zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte veröffentlicht. Bei der Gouverneurswahl am 5. Juli 2009 konnte Kawakatsu, der von den drei Oppositionsparteien Demokratische Partei, Sozialdemokratische Partei und Neue Volkspartei unterstützt wurde, die ehemalige Oberhausabgeordnete Yukiko Sakamoto knapp schlagen, die von den Regierungsparteien Liberaldemokratische Partei und Kōmeitō getragen wurde. Er hatte im Wahlkampf versprochen, sich für die Reduzierung der 2,3 Billionen Yen (17 Mrd. Euro, Stand: Juli 2009) Schulden der Präfektur und eine Verbesserung des Bildungssystems einzusetzen. Kawakatsu wurde Nachfolger von Yoshinobu Ishikawa, der bereits im Juni 2009 zurückgetreten war und nicht zur Wiederwahl stand. Bei der Gouverneurswahl 2013 wurde Kawakatsu gegen einen LDP-gestützten Kandidaten und einen Kommunisten mit Zweidrittelmehrheit wiedergewählt. 2017 setzte er sich mit rund 60 % der Stimmen gegen die Olympiamedaillengewinnerin, Sport- und Bildungspolitikerin Noriko Mizoguchi durch. 2021 gewann er gegen den ehemaligen LDP-Senator Shigeki Iwai. Ein landesweit beachtetes Thema seiner Amtszeit ist der Streit mit der JR Tōkai über den Bau der Trasse der Chūō-Shinkansen durch Shizuoka. Im April 2024 kündigte er nach Äußerungen über den intellektuellen Wert verschiedener Berufsgruppen, die zu zahlreichen Beschwerden aus der Öffentlichkeit führten, seinen Rücktritt an, den er ursprünglich bei der regulären Präfekturparlamentssitzungsperiode im Juni 2024 einreichen wollte, dann aber wenige Tage später mit Verweis auf die Bauverzögerung bei der Chūō-Shinkansen sofort einreichte. Der Rücktritt wurde einen Monat später mit dem gesetzlichen Wahlkampfbeginn der Wahl eines Nachfolgers wirksam.
Sadakazu Tanigaki (jap. 谷垣 禎一, Tanigaki Sadakazu; * 7. März 1945 in Fukuchiyama, Präfektur Kyōto) ist ein ehemaliger…Sadakazu Tanigaki (jap. 谷垣 禎一, Tanigaki Sadakazu; * 7. März 1945 in Fukuchiyama, Präfektur Kyōto) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war 12 Amtszeiten lang Abgeordneter im Unterhaus des nationalen Parlaments. Von 2009 bis 2012 war er Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und führte innerhalb der Partei von 2005 bis 2008 die Tanigaki-Faktion, den kleineren Teil des 2000 gespaltenen Kōchikai, bevor die beiden Gruppen sich im Mai 2008 wieder zusammenschlossen. Er war unter anderem Justiz-, Finanz- und Verkehrsminister seines Landes. Von 2014 bis 2016 war er zudem Generalsekretär der LDP.
Bunmei Ibuki (jap. 伊吹 文明 Ibuki Bunmei; * 9. Januar 1938 in Kyōto) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Er war von…Bunmei Ibuki (jap. 伊吹 文明 Ibuki Bunmei; * 9. Januar 1938 in Kyōto) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Er war von 1983 bis 2021 durchgehend Mitglied und 2012–14 Präsident des Unterhauses des Nationalparlaments, mehrfach Minister und von 2007 bis 2008 Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der Partei führte er von 2005 bis 2012 die Ibuki-Faktion (offiziell: Shisuikai). Ibuki studierte bis 1960 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kyōto. Anschließend war er Beamter im Finanzministerium. 1983 wurde er erstmals im damaligen SNTV-Fünfmandatswahlkreis 1 der Präfektur Kyōto ins Unterhaus gewählt und danach elfmal bestätigt, nach der Einführung von Einmandatswahlkreisen in den 1990er Jahren im neuen Einmandatswahlkreis Kyōto 1, bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 nur im Verhältniswahlblock Kinki. Von September 1997 bis Juli 1998 war er Arbeitsminister im Kabinett von Ryūtarō Hashimoto. Unter Premierminister Yoshirō Mori war er zwischen 2000 und 2001 Vorsitzender der Nationalen Kommission für öffentliche Sicherheit und Staatsminister für Katastrophenschutz. Von 2006 bis 2007 war Ibuki Bildungsminister im Kabinett von Shinzō Abe. Kurz nach seinem Amtsantritt hatte er sich dagegen ausgesprochen, Englisch als Fremdsprache verpflichtend in die Lehrpläne japanischer Grundschulen aufzunehmen: „Es gibt keinen Grund Englisch zu lernen, solange die Kinder nicht schönes Japanisch sprechen“. Nach Abes Rücktritt wurde er unter dem Parteivorsitzenden Yasuo Fukuda, den seine Faktion bei der Wahl gegen Tarō Asō unterstützt hatte, Generalsekretär der LDP. Bei der Kabinettsumbildung am 1. August 2008 ernannte Fukuda Ibuki zum Finanzminister, Nachfolger als Generalsekretär wurde Tarō Asō. Als dieser einen Monat später zum Parteivorsitzenden und Premierminister gewählt wurde, ersetzte er Ibuki durch Shōichi Nakagawa. Im neuen Kabinett war Ibukis Einfluss gewachsen: die Ibuki-Faktion war dort mit drei Ministern vertreten. Bei der für die LDP verheerenden Unterhauswahl 2009 verlor Ibuki seinen Wahlkreis an den Demokraten Tomoyuki Taira, wurde aber über den Verhältniswahlblock Kinki wiedergewählt. Bei der Unterhauswahl 2012 erhielt Ibuki weniger Stimmen als 2009, konnte seinen Wahlkreis mit weniger als einem Drittel der Stimmen aber in einem zersplitterten Kandidatenfeld zurückgewinnen. Anschließend wurde er zum Präsidenten des Unterhauses gewählt. Den Vorsitz der bisherigen Ibuki-Faktion übernahm Toshihiro Nikai. Ibuki ist, wie Premier Abe und weitere Kabinett- und LDP-Parteimitglieder, Mitglied der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi. Zur Unterhauswahl 2021 zog sich Ibuki aus der Politik zurück. Ibukis Ehefrau Yūko ist eine Enkelin von Takahashi Ryūtarō, dem Eigentümer des Baseball-Teams Takahashi Unions, Vorsitzenden des japanischen Fußballverbandes, Ryokufūkai-Oberhausabgeordneten und Ministers für Internationalen Handel und Industrie der Nachkriegszeit.
Nonaka Hiromu (jap. 野中 広務; * 20. Oktober 1925 in Sonobe, Landkreis Funai (heute: Nantan), Präfektur Kyōto; † 26. Januar…Nonaka Hiromu (jap. 野中 広務; * 20. Oktober 1925 in Sonobe, Landkreis Funai (heute: Nantan), Präfektur Kyōto; † 26. Januar 2018 in Kyōto) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP).
Hayashida Yukio (jap. 林田 悠紀夫; * 26. November 1915 in Maizuru, Präfektur Kyōto; † 11. November 2007 in Setagaya, Tokio)…Hayashida Yukio (jap. 林田 悠紀夫; * 26. November 1915 in Maizuru, Präfektur Kyōto; † 11. November 2007 in Setagaya, Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der unter anderem zwischen 1978 und 1986 Gouverneur der Präfektur Kyōto sowie von 1987 bis 1988 Justizminister war.
Sutō Hideo (japanisch 周東 英雄; geboren 27. Januar 1898 im Ōtsu-gun (heute Nagato-shi, Yamaguchi-ken); gestorben 8. August…Sutō Hideo (japanisch 周東 英雄; geboren 27. Januar 1898 im Ōtsu-gun (heute Nagato-shi, Yamaguchi-ken); gestorben 8. August 1981) war ein japanischer Politiker, zwischen 1947 und 1969 mit Unterbrechung für acht Wahlperioden Mitglied des Repräsentantenhauses für den 1. Wahlkreis von Yamaguchi und Minister in mehreren Kabinetten.
Danshaku Itō Toshiyoshi (jap. 伊藤雋吉; * 28. März 1840 in Kyōto, Japan; † 10. April 1921) war ein japanischer Seeoffizier…Danshaku Itō Toshiyoshi (jap. 伊藤雋吉; * 28. März 1840 in Kyōto, Japan; † 10. April 1921) war ein japanischer Seeoffizier der Kaiserlich Japanischen Marine und zuletzt Vizeadmiral, der unter anderem 1889 erster Chef des Admiralstabes sowie von 1890 bis 1898 Vize-Marineminister war.
Prinz Arisugawa Taruhito (jap. 有栖川宮熾仁親王 Arisugawa-no-miya Taruhito-shinnō; * 13. März 1835 in Kyōto; † 15. Januar 1895…Prinz Arisugawa Taruhito (jap. 有栖川宮熾仁親王 Arisugawa-no-miya Taruhito-shinnō; * 13. März 1835 in Kyōto; † 15. Januar 1895 in Kōbe) war seit dem 9. September 1871 das 9. Oberhaupt der Arisugawa-no-miya-Thronfolgerlinie (有栖川宮家) des japanischen Kaiserhauses und ein Offizier in der Kaiserlich Japanischen Armee.
Gōshi Hosono (jap. 細野 豪志 Hosono Gōshi; * 21. August 1971 in Ōmihachiman, Präfektur Shiga) ist ein japanischer Politiker…Gōshi Hosono (jap. 細野 豪志 Hosono Gōshi; * 21. August 1971 in Ōmihachiman, Präfektur Shiga) ist ein japanischer Politiker (DPJ→DFP→parteilos→Partei der Hoffnung→parteilos→parteiloses Mitglied der Nikai-Faktion der LDP→LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 5. Wahlkreis von Shizuoka und seit 2026 Wiederaufbau- und Katatstrophenschutzminister.