Katsuya Ogawa (jap. 小川 勝也, Ogawa Katsuya; * 7. Juli 1963 in Wassamu, Landkreis Kamikawa, Hokkaidō) ist ein japanischer…Katsuya Ogawa (jap. 小川 勝也, Ogawa Katsuya; * 7. Juli 1963 in Wassamu, Landkreis Kamikawa, Hokkaidō) ist ein japanischer Politiker (NFP→DPJ→DFP→parteilos/KDP-Fraktion) und war von 1995 bis 2019 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für Hokkaidō. Ogawa, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Nihon Daigaku, arbeitete nach seinem Studienabschluss als Sekretär des Shūgiinabgeordneten Kunio Hatoyama. Bei der Sangiin-Wahl 1995 trat Ogawa selbst als Kandidat der Neuen Fortschrittspartei in Hokkaidō (zwei Mandate) an und wurde mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Hisamitsu Sugano (SPJ) erstmals ins Parlament gewählt. 1996 trat er der DPJ bei, für die er 2001, 2007 und 2013 jeweils für sechs weitere Jahre bestätigt wurde. Im Sangiin war er unter anderem Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses (2011–2012) und des Grundlagenausschusses (2014–2016). Nach der Regierungsübernahme der Demokraten 2009 war Ogawa zunächst Sonderberater der Premierminister Hatoyama und Kan für die Förderung ländlicher Regionen (農山漁村地域活性化, nōsangyōson chiiki kasseika, wörtlich „Aktivierung von Gebieten mit Bauern-, Berg- und Fischerdörfern“). Von Januar bis September 2011 war Ogawa im umgebildeten Kabinett Kan als Nachfolger von Jun Azumi, der den Vorsitz im DPJ-Komitee für Parlamentsangelegenheiten übernahm, „Vizeminister“ im Verteidigungsministerium. Von 2016 bis 2017 war Ogawa Generalsekretär der DFP-Fraktion. Zur Sangiin-Wahl 2019 trat Ogawa nicht mehr für eine Wiederwahl an.
Yasufumi Tanahashi (jap. 棚橋 泰文 Tanahashi Yasufumi; * 11. Februar 1963 in der Präfektur Gifu) ist ein japanischer…Yasufumi Tanahashi (jap. 棚橋 泰文 Tanahashi Yasufumi; * 11. Februar 1963 in der Präfektur Gifu) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, und ehemaliger Minister. In der LDP gehörte er früher zur Tsushima-Faktion, später zur Tanigaki-Gruppe, seit 2017 zur vergrößerten Asō-Faktion.
Tarō Kōno (jap. 河野 太郎 Kōno Tarō; * 10. Januar 1963 in Hiratsuka, Präfektur Kanagawa) ist ein japanischer Politiker und…Tarō Kōno (jap. 河野 太郎 Kōno Tarō; * 10. Januar 1963 in Hiratsuka, Präfektur Kanagawa) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Parlaments, für den 15. Wahlkreis Kanagawa, Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und unter anderem ehemaliger Außen- und Verteidigungs-, Digitalisierungs- und Polizeiminister. Innerparteilich gehört er zur Asō-Faktion. Kōno studierte nach dem Besuch der angeschlossenen Mittel- und Oberschulen an der Keiō-Universität, anschließend studierte er an der Georgetown University. Während seiner Zeit in den Vereinigten Staaten arbeitete er unter anderem für den demokratischen Senator Alan Cranston und den Abgeordneten Richard Shelby – damals ebenfalls Demokrat. Nach seinem Studienabschluss 1985 arbeitete er ab 1986 für Fuji Xerox, ab 1993 für den Automobilzulieferer Nippon Tanshi. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 wurde Kōno für die LDP im 15. Wahlkreis Kanagawa erstmals ins Parlament gewählt. Den Wahlkreis, der auch nach Neuzuschnitt 2022/2024 seine Heimatstadt Hiratsuka umfasst, gewann er bei der Wahl 2026 zum elften Mal in Folge, durchgehend seit 2012 ohne Gegenkandidaten der jeweiligen Hauptoppositionspartei. Von 2005 bis 2006 war er Staatssekretär im Justizministerium, im Shūgiin war er ab 2008 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. 2009 erklärte er nach dem Rücktritt von Premierminister Tarō Asō seine Kandidatur bei der Wahl des Parteivorsitzenden, unterlag aber deutlich dem erfahreneren Sadakazu Tanigaki. Kōno war außerdem Gastdozent an der Hōsei-Universität, ist ehemaliger Vorsitzender und (Stand: 2021) Ehrenvorsitzender des Leichtathletikverbandes Kanagawa, und bis 2015 des Triathlonverbandes Kanagawa sowie ehemals Vorsitzender und leitender Direktor von K.K. Shōnan Bellmare. Premierminister Shinzō Abe berief Kōno bei der ersten Umbildung seines dritten Kabinetts 2015 zum Vorsitzenden der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Minister beim Kabinettsamt für besondere Aufgaben, namentlich Verbraucher & Lebensmittelsicherheit, Deregulierung und Katastrophenschutz. Er blieb bis zur erneuten Umbildung 2016 im Amt. Am 3. August 2017 wurde er Außenminister im zum dritten Mal umgebildeten Kabinett Abe III. Am 11. September 2019 wechselte Kōno vom Außenministerium in das Verteidigungsministerium. Sein Nachfolger als Außenminister wurde Toshimitsu Motegi. Mit Antritt des Kabinetts Suga im September 2020 übergab er das Verteidigungsministerium an Nobuo Kishi und wurde Minister für Okinawa und die „Nördlichen Territorien“ (Südkurilen). Anfang 2021 erhielt er zusätzlich die neu geschaffene Zuständigkeit für die COVID-19-Impfkampagne. Bei der Wahl des LDP-Vorsitzenden 2021 kandidierte Kōno für die Nachfolge Yoshihide Sugas. Er gewann im ersten Wahlgang das Mitgliedervotum, lag aber unter den Abgeordneten der beiden LDP-Nationalparlamentsfraktionen nur auf dem dritten Platz und unterlag in der resultierenden Stichwahl Fumio Kishida. Anschließend wechselte er als Chef der PR-Abteilung der LDP (広報本部長 kōhō honbu-chō) vom Kabinett in den Parteivorstand. Bei Kishidas erster Kabinettsumbildung seines zweiten Kabinetts im September 2022 kehrte er wieder ins Kabinett zurück, wo er erneut den Ministerposten für Verbraucherschutz & Lebensmittelsicherheit und die 2021 gegründete Digitalisierungsbehörde übernahm. Er blieb bis zum Ende von Kishidas Amtszeit im 2024 im Amt. Bei der folgenden Wahl des Parteivorsitzenden im September 2024 trat Kōno erneut an, schied aber in einem Rekordfeld aus neun Kandidaten im ersten Wahlgang auf dem achten Platz aus.
Takashi Nagao (jap. 長尾 敬 Nagao Takashi; * 29. November 1962 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker…Takashi Nagao (jap. 長尾 敬 Nagao Takashi; * 29. November 1962 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker (Demokratische Partei→Liberaldemokratische Partei) und war bis 2021 für den 14. Wahlkreis von Osaka Mitglied des Abgeordnetenhauses, dem Unterhaus der Nationalversammlung. Von 2018 bis 2019 (Kabinett Shinzō Abe IV (1. Umbildung)) war er parlamentarischer Staatssekretär im Kabinettsamt. Nagao absolvierte 1986 die Ritsumeikan-Universität und wurde anschließend Mitarbeiter der Meiji-Lebensversicherung. 2002 verließ er das Unternehmen und wechselte in die Politik. Als Demokrat kandidierte er bei den Abgeordnetenhauswahlen 2003 und 2005 im Wahlkreis Osaka 14, unterlag aber beide Male dem liberaldemokratischen Amtsinhaber Takashi Tanihata. Erst im dritten Anlauf konnte er sich bei der landesweiten LDP-Erdrutschniederlage 2009 gegen Tanihata klar durchsetzen. Zur Abgeordnetenhauswahl 2012 wechselte Nagao zur LDP. Für diese unterlag er aber in Osaka 14 deutlich Tanihata (nun Nippon Ishin no Kai). 2014 verlor Nagao nur knapp um weniger als 2000 Stimmen und gewann mit dieser knappen Niederlage einen Sitz auf der LDP-Liste bei der Verhältniswahl in Kinki. 2017 gewann er mit weniger als 2000 Stimmen Vorsprung auf Tanihata. 2018 wurde er nach der Kabinettsumbildung des vierten Kabinetts Abe zum parlamentarischen Staatssekretär im Kabinettsamt. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 unterlag Nagao deutlich Hitoshi Aoyagi (Nippon Ishin no Kai) und erreichte mit seinem Mehrheitswahlergebnis nur Platz 21 auf der LDP-Verhältniswahlliste in Kinki bei acht LDP-Sitzen insgesamt.
Hiroshige Sekō (jap. 世耕 弘成 Sekō Hiroshige; * 9. November 1962 in Osaka, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker…Hiroshige Sekō (jap. 世耕 弘成 Sekō Hiroshige; * 9. November 1962 in Osaka, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker (LDP, Abe-Faktion→parteilos/LDP-Fraktion), und seit 2024 Unterhausabgeordneter im nationalen Parlament für den Wahlkreis 2 der politischen Familienheimat Wakayama (Heimatort im heutigen Shingū). Zuvor war er von 1998 bis 2024 Oberhausabgeordneter für Wakayama sowie von 2016 bis 2019 Wirtschaftsminister im dritten und vierten Kabinett Abe. Sekō, der Enkel von Kōichi Sekō (Seiyūkai→…→LPJ→…→LDP), Unterhausabgeordneter aus Wakayama und Ende der 1950er Jahre Wirtschaftsplanungsminister, und Neffe von Masataka Sekō (LDP), Oberhausabgeordneter aus Wakayama und zu Beginn der 1980er Jahre Innenminister, wurde in Ōsaka geboren, wo sein Großvater, sein Vater, sein Onkel und später er selbst zeitweise in der Leitung der Kinki-Universität tätig waren. Er besuchte die der Pädagogischen Hochschule Ōsaka angeschlossene Oberschule, sein Studium an der politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität schloss er 1986 ab. Anschließend wurde er Mitarbeiter von NTT. 1992 absolvierte er ein Graduiertenstudium an der Universität Boston und wurde danach Presseabteilungsleiter bei NTT. In die aktive Politik wechselte Hiroshige Sekō bei der Oberhausnachwahl in Wakayama im November 1998 für den im September verstorbenen Onkel. Er setzte sich mit absoluter Mehrheit gegen den parteilos mit Oppositionsunterstützung kandidierenden, NFP→LP-Politiker und späteren Präfekturparlamentsabgeordneten Shinsuke Hamada und einen Kommunisten durch. Bei den regulären Oberhauswahlen 2001, 2007, 2013 und 2019 wurde Sekō jeweils mit absoluten oder sogar Zweidrittelmehrheiten wiedergewählt. Sekō war 2003–04 (umgebildetes 1. und 2. Kabinett Koizumi) parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für allgemeine Angelegenheiten (Innenministerium), 2005–06 Vorsitzender des zugehörigen Oberhausausschusses, erstmals ab 2002 Vorsitzender des LDP-Präfekturverbandes Wakayama und später in der Nationalpartei unter anderem ab 2010 Vizegeneralsekretär der LDP-Oberhausgruppe und ab 2012 PARC-Vorsitzender der Oberhaus-LDP. Shinzō Abe berief ihn in seiner ersten Regierungszeit 2006 zum Berater des Premierministers (naikaku sōri-daijin hosakan) für Öffentlichkeitsarbeit/PR (kōhō). 2012 wurde er nach dem erneuten Regierungsantritt Abes einer der drei (in der Regel zwei parlamentarische aus den beiden Kammern des Parlaments und ein Beamter) stellvertretender Leiter des Kabinettssekretariats unter Yoshihide Suga. Diese Position behielt Sekō durchgehend bis August 2016, als ihn Abe bei einer Kabinettsumbildung an die Spitze des Ministeriums für Wirtschaft und Industrie berief; von Vorgänger Motoo Hayashi übernahm er auch die beim Kabinettsamt als „Minister für besondere Aufgaben“ angesiedelte Zuständigkeit für die Organisation für Atomkraftentschädigungen und Reaktorstillegungen (genshiryoku songai baishō, hairo tō shien kikō, engl. NDF) sowie einige Zusatzaufgaben ohne eigenständiges Budget, zusätzlich die im wieder aufgenommenen Versuch einer diplomatischen Annäherung an Wladimir Putin neu geschaffene Zuständigkeit für Wirtschaftszusammenarbeit mit Russland. Nach der Wahl 2019 wurde er bei einer Kabinettsumbildung im September 2019 durch Isshū Sugawara ersetzt. Von 2019 bis 2023 war er Generalsekretär der Oberhaus-LDP. Im 2023 öffentlich gewordenen Skandal um schwarze Kassen der Abe-Faktion, die in der Folge aufgelöst wurde, verließ Sekō im April 2024 als einer der Mitverantwortlichen die LDP. Bei der Unterhauswahl 2024 versuchte Sekō im neu zugeschnittenen Wahlkreis Wakayama 2 als unabhängiger Kandidat gegen den von der LDP nominierten Nobuyasu Nikai (Sohn von Toshihiro Nikai, bis dahin Abgeordneter des abgeschafften Wahlkreises 3) und drei weitere Kandidaten den Kammerwechsel. Sein Abgeordnetenmandat im Oberhaus verlor er damit zu Wahlkampfbeginn am 15. Oktober 2024 automatisch. Er gewann mit 44 % der Stimmen gegen Nikai (31 %) und drei weitere Kandidaten. Anschließend schloss er sich vor der ersten Nationalparlamentssitzung nach der Wahl der LDP-Unterhausfraktion an. 2026 wurde er gegen nur einen, kommunistischen Herausforderer ungefährdet wiedergewählt. Sekōs Ehefrau Kumiko, die als Politikerin weiterhin unter ihrem Geburtsnamen als Kumiko Hayashi auftritt, war für die konkurrierende Demokratische Partei von 2004 bis zu ihrer Abwahl 2016 Oberhausabgeordnete für Shiga.
Yasutoshi Nishimura (jap. 西村 康稔 Nishimura Yasutoshi; * 15. Oktober 1962 in Akashi, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer…Yasutoshi Nishimura (jap. 西村 康稔 Nishimura Yasutoshi; * 15. Oktober 1962 in Akashi, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (darin zuletzt Abe-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Hyōgo 9 und ehemaliger Wirtschaftsminister und Staatsminister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik.
Hu Heping (chinesisch 胡和平, Pinyin Hú Hépíng; * 24. Oktober 1962 in Linyi, Shandong) ist ein Politiker der…Hu Heping (chinesisch 胡和平, Pinyin Hú Hépíng; * 24. Oktober 1962 in Linyi, Shandong) ist ein Politiker der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in der Volksrepublik China, der unter anderem von 2016 bis 2018 Gouverneur von Shaanxi und ab 2020 Minister für Kultur und Tourismus im Staatsrat der Volksrepublik China war. Im Dezember 2023 wurde er durch Sun Yeli ersetzt.
Hirohiko Izumida (jap. 泉田 裕彦 Izumida Hirohiko; * 15. September 1962 in Kamo, Präfektur Niigata) ist ein japanischer…Hirohiko Izumida (jap. 泉田 裕彦 Izumida Hirohiko; * 15. September 1962 in Kamo, Präfektur Niigata) ist ein japanischer Politiker. Von 2004 bis 2016 war er Gouverneur von Niigata, von 2017 bis 2024 Mitglied des Abgeordnetenhauses, zuletzt für den Verhältniswahlblock Hokuriku-Shin’etsu.
Hirokazu Matsuno (jap. 松野 博一 Matsuno Hirokazu; * 13. September 1962 in Kisarazu, Chiba) ist ein japanischer Politiker…Hirokazu Matsuno (jap. 松野 博一 Matsuno Hirokazu; * 13. September 1962 in Kisarazu, Chiba) ist ein japanischer Politiker (LDP, bis zur Auflösung Abe-Faktion), Abgeordneter im nationalen Unterhaus für den Wahlkreis 3 der Präfektur Chiba und war von 2021 bis Dezember 2023 Leiter des Kabinettssekretariats. Matsuno, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität, wurde nach seinem Abschluss 1986 Mitarbeiter des Chemie- und Kosmetikartikelherstellers Lion [KK, engl. Corp.], den er aber schon 1988 wieder verließ. Er besuchte anschließend das Matsushita seikei juku, die vom Matsushita-Denki-Sangyō-Konzern (heute: Panasonic) gestiftete Kaderschmiede für Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. Bei der Unterhauswahl 1996 kandidierte Matsuno für die LDP im neuen Einmandatswahlkreis Chiba 3 und unterlag relativ knapp (34,5 % zu 39,9 %) dem ehemaligen Liberaldemokraten Masayuki Okajima (NFP). Bei der Wahl 2000 setzte er sich im zweiten Anlauf gegen Okajima (inzwischen Konservative Partei) durch und zog ins Unterhaus ein. Den Wahlkreis verlor er danach 2003 und 2009 an Okajimas Sohn Kazumasa (Demokratische Partei), wurde aber jeweils im Verhältniswahlblock Süd-Kantō wiedergewählt; 2005 und bei den Wahlen 2012 bis einschließlich 2026 gewann er Chiba 3. Für die Regierung war Matsuno von 2006 bis 2007 (Kabinett Abe I) parlamentarischer Staatssekretär (daijinseimukan) im Sozial- und Arbeitsministerium, von 2008 bis 2009 (Kabinette Fukuda, Asō) Staatssekretär (fukudaijin) im Kultus- und Wissenschaftsministerium, im Unterhaus von 2012 bis 2013 Vorsitzender des Kultus- und Wissenschaftsausschusses, in der Partei unter anderem Vizevorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten (2013/14, 2015/16) und Vizegeneralsekretär (2014/15). Von 2016 bis 2017 war er Kultus- und Wissenschaftsminister im umgebildeten dritten Kabinett Abe. Der neue Premierminister Fumio Kishida berief Matsuno im Oktober 2021 zum Chefkabinettssekretär. Im Dezember 2023 trat er im Skandal um nicht deklarierte politische Gelder der Abe-Faktion wie auch drei weitere Minister und mehrere Staatssekretäre zurück.
Seiji Maehara (jap. 前原 誠司, Maehara Seiji; * 30. April 1962 im Sakyō-ku, Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer…Seiji Maehara (jap. 前原 誠司, Maehara Seiji; * 30. April 1962 im Sakyō-ku, Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer Politiker (Neue Japan-Partei→Minshu no Kaze→Neue Partei Sakigake→Demokratische Partei→Demokratische Fortschrittspartei→parteilos→Partei der Hoffnung→Demokratische Volkspartei→„Vereinigung zur Realisierung kostenloser Bildung“→Nippon Ishin no Kai), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Parlaments, für den 2. Wahlkreis seiner Heimatpräfektur und stellvertretender Parteivorsitzender der Ishin no Kai. Er war von September 2010 bis zum 6. März 2011 Außenminister im Kabinett Kan und von 2005 bis 2006 Parteivorsitzender der Demokraten. In der Demokratischen (Fortschritts-)Partei stand hinter ihm eine eigene Faktion, die Maehara-Gruppe (auch Maehara-Edano-Gruppe; offiziell Ryōunkai). Vom 1. September 2017 bis zum 30. Oktober 2017 war er zudem Parteivorsitzender der Demokratischen Fortschrittspartei.
Jun Azumi (jap. 安住 淳 Azumi Jun; * 17. Januar 1962 in Oshika (heute: Ishinomaki), Präfektur Miyagi) ist ein japanischer…Jun Azumi (jap. 安住 淳 Azumi Jun; * 17. Januar 1962 in Oshika (heute: Ishinomaki), Präfektur Miyagi) ist ein japanischer Politiker (parteilos→NPS→DPJ→DFP→parteilos→KDP→Chūdō), ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin für den 4. Wahlkreis Miyagi und ehemaliger Finanzminister.
Tetsuya Shiokawa (japanisch 塩川鉄也 Shiokawa Tetsuya; * 18. Dezember 1961 in Hidaka, Präfektur Saitama) ist ein…Tetsuya Shiokawa (japanisch 塩川鉄也 Shiokawa Tetsuya; * 18. Dezember 1961 in Hidaka, Präfektur Saitama) ist ein japanischer Politiker der Kommunistischen Partei Japans (KPJ), der seit 2000 Mitglied des Shūgiin, des Unterhauses des Parlaments, ist.
Shinji Hirai (jap. 平井 伸治 Hirai Shinji; * 17. September 1961 in Chiyoda, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker…Shinji Hirai (jap. 平井 伸治 Hirai Shinji; * 17. September 1961 in Chiyoda, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und seit 2007 Gouverneur der Präfektur Tottori. Hirai, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1984 Beamter im Jichi-shō, dem „Ministerium für Selbstverwaltung“. Dort war er unter anderem mehrfach in der Wahlabteilung tätig, von 1990 bis 1993 wurde er in die Präfekturverwaltung von Fukui entsandt, 1995 in die Federal Election Commission, die „Bundeswahlkommission“ der Vereinigten Staaten. 1996 gastierte er an der University of California, Berkeley. 1999 kam Hirai in die Präfekturverwaltung von Tottori und wurde unter Gouverneur Yoshihiro Katayama zunächst Leiter der Abteilung für allgemeine Angelegenheiten (sōmu-bu), 2001 dann Vizegouverneur. Nach einer Amtszeit kehrte er 2005 zunächst in das Sōmu-shō, das „Ministerium für allgemeine Angelegenheiten“, Nachfolger des Jichi-shō, zurück. 2006 übernahm er die Leitung des New Yorker Büros der Jichitai Kokusaika Kyōkai, der „Gesellschaft für Internationalisierung der Gebietskörperschaften“. Als Gouverneur Katayama 2007 ankündigte, nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen, beendete Hirai seine Beamtenlaufbahn und trat bei der Gouverneurswahl am 8. April 2007 als Unabhängiger mit Unterstützung von LDP und Kōmeitō an. Bei Wahlbeteiligung von 61 % konnte er seine einzige Gegenkandidatin, die KPJ-gestützte Unabhängige Atsuko Yamanouchi klar schlagen. Er trat sein Amt am 13. April 2007 an. 2011, 2015, 2019 und 2023 wurde er mit überwältigenden Mehrheiten gegen meist nur einen, kommunistischen Gegenkandidaten wiedergewählt.
Mikio Shimoji (jap. 下地 幹郎 Shimoji Mikio; * 14. August 1961 in Hirara (heute: Miyakojima), Präfektur Okinawa) ist ein…Mikio Shimoji (jap. 下地 幹郎 Shimoji Mikio; * 14. August 1961 in Hirara (heute: Miyakojima), Präfektur Okinawa) ist ein japanischer Politiker (Liberaldemokratische Partei (Hashimoto-Faktion)→parteilos→Sōzō→Neue Volkspartei→Ishin no Tō→Ōsaka Ishin no Kai→Nippon Ishin no Kai→parteilos/subnational durchgehend Sōzō) und ehemaliges Mitglied (1996–2003, 2005–2012, 2014–2021) des Abgeordnetenhauses, des Unterhauses des nationalen Parlaments, für den Verhältniswahlblock Kyūshū, von 2005 bis 2012 für den Mehrheitswahl-Einmandatswahlkreis Okinawa 1. 2012 war er Minister für Katastrophenschutz im Kabinett Noda. Shimoji schloss 1984 sein Studium an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Chūō Gakuin Daigaku ab und arbeitete anschließend in der Privatwirtschaft. Im Dezember 1995, ein Jahr nach der Einführung der Einmandatswahlkreise wurde er Vorsitzender des LDP-Wahlkreisverbands Okinawa 1. Er unterlag bei der Unterhauswahl 1996 zwar im Wahlkreis Taiichi Shiraho (Neue Fortschrittspartei, Ex-Kōmeitō) und Saneyoshi Furuken (KPJ), zog aber über die neu eingeführte Verhältniswahl im Block Kyūshū ins Parlament ein. Bei der Wahl 2000 verzichtete er auf eine Wahlkreiskandidatur gegen Shiraho – die Kōmeitō war nach der Auflösung der NFP wiedergegründet worden und regierte nun in Koalition mit der LDP –, kandidierte nur über die Verhältniswahl und wurde wiedergewählt. Für die LDP war er parlamentarischer Staatssekretär (Seimujikan/Daijinseimukan) in der Behörde für die Entwicklung Okinawas (1998–1999) und im Wirtschaftsministerium (2002). Shimoji trat bei der Wahl 2003 als Unabhängiger in seinem Wahlkreis an, ohne seine Parteizugehörigkeit aufzugeben, aber auch ohne die formale Unterstützung seiner Partei. Er unterlag Shiraho und schied aus dem Parlament aus. 2005 verließ er die LDP ganz und kandidierte bei der Wahl 2005 erneut als Unabhängiger, nun aber mit Unterstützung der Oppositionsparteien DPJ und Shadaitō. Mit knapp 5.000 Stimmen Vorsprung auf Shiraho konnte Shimoji erstmals seinen Wahlkreis gewinnen. Im gleichen Jahr gründete er mit Präfektur- und Kommunalpolitikern aus Okinawa die Partei Sōzō – im rechtlichen Sinne eine „politische Vereinigung“ (seiji dantai), keine Partei (siehe Politische Parteien in Japan#Gesetzliche Regelungen); eine Doppelmitgliedschaft ist daher problemlos. Im nationalen Parlament schloss er sich der Fraktion der Neuen Volkspartei an, die 2005 von aus der LDP vertriebenen Postprivatisierungsgegnern gegründet worden war. 2008 verließ er die Sōzō und trat der Neuen Volkspartei bei, in der er als Vorsitzender des politischen Ausschusses (2009–2010), parlamentarischer Geschäftsführer (seit 2009), Wahlkampfchef (ab 2010) und Generalsekretär (seit 2010) Führungsfunktionen im Parteivorstand übernahm. Bei der Wahl 2009 wurde er als Abgeordneter für die Neue Volkspartei mit DPJ-Unterstützung klar im Wahlkreis wiedergewählt. Im Oktober 2012 berief ihn Premierminister Yoshihiko Noda bei seiner dritten Kabinettsumbildung zum Minister beim Kabinettsbüro für besondere Aufgaben (Katastrophenschutz) und übertrug ihm auch die Zuständigkeit für die Postprivatisierung. Der bisherige Vertreter der Neuen Volkspartei im Kabinett, Tadahiro Matsushita, hatte sich im September 2012 erhängt. 2012 fusionierte der Präfekturverband Okinawa der Neuen Volkspartei mit der Sōzō, und Shimoji übernahm wieder den Parteivorsitz von Sōzō. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Shimoji den Wahlkreis Okinawa 1 an den ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Kōnosuke Kokuba (LDP) und schied erneut aus dem Parlament aus. Er kandidierte erfolglos bei der Gouverneurswahl in Okinawa im November 2014. Im Dezember 2014 bewarb er sich für die Ishin no Tō wieder im Wahlkreis Okinawa 1 für das Abgeordnetenhaus und landete zwar auf dem dritten Platz hinter Kandidaten von KPJ und LDP, gewann aber als drittbester Wahlkreisverlierer unter fünf Doppelkandidaten auf dem Listenplatz 1 den letzten Sitz der Ishin no Tō bei der Verhältniswahl im Block Kyūshū. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2017 verlor er für die Nippon Ishin no Kai wieder Okinawa 1, gewann aber als bester Verlierer unter vier Kandidaten auf dem Ishin-Listenplatz 1 den einzigen Sitz der Partei im Block Kyūshū. Wie Shimoji 2020 zugab, hatte er 2017 vor der Verabschiedung des „Casino-“/Integrated-Resort (IR)-Gesetzes von 2018, das nicht-staatliches Glücksspiel an ausgewählten Casinostandorten erlaubt, Gelder von einem chinesischen Casinobetreiber erhalten. Die Ishin no Kai beantwortete sein Austrittsgesuch mit Ausschluss, und er wollte später in die LDP zurückzukehren; aber die LDP Okinawa lehnte dies letztlich ab. Bei der Wahl des Premierministers im Oktober 2021 stimmte er für den LDP-Parteivorsitzenden Fumio Kishida. Bei der Shūgiin-Wahl 2021 musste er aber als Unabhängiger kandidieren und unterlag in Okinawa 1 auf dem dritten Platz Seiken Akamine (KPJ) und Kōnosuke Kokuba (LDP). Auch 2024 unterlag er in gleicher Konstellation.
Masaaki Mori (jap. 森 正明, Mori Masaaki; * 12. Juli 1961 in der Präfektur Nagasaki) ist ein ehemaliger japanischer…Masaaki Mori (jap. 森 正明, Mori Masaaki; * 12. Juli 1961 in der Präfektur Nagasaki) ist ein ehemaliger japanischer Fußballspieler.
Hiroshi Hase (jap. 馳 浩 Hase Hiroshi; * 5. Mai 1961 im Kreis West-Tonami (heute Stadt Oyabe), Präfektur Toyama) ist ein…Hiroshi Hase (jap. 馳 浩 Hase Hiroshi; * 5. Mai 1961 im Kreis West-Tonami (heute Stadt Oyabe), Präfektur Toyama) ist ein japanischer Politiker und seit März 2022 Gouverneur von Ishikawa. Der ehemalige Ringer und Profiwrestler war von 1995 bis 2021 aus Ishikawa Mitglied beider Kammern des Nationalparlaments und von 2015 bis 2016 Kultus- und Wissenschaftsminister im dritten Kabinett Abe.
Takaaki Tamura (japanisch 田村貴昭 Tamura Takaaki; * 30. April 1961 in Hirakata, Präfektur Osaka) ist ein japanischer…Takaaki Tamura (japanisch 田村貴昭 Tamura Takaaki; * 30. April 1961 in Hirakata, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker der Kommunistischen Partei Japans (KPJ), der seit 2014 Mitglied des Shūgiin, des Unterhauses des Parlaments, ist.
Kazuhiko Aoki (jap. 青木 一彦 Aoki Kazuhiko; * 25. März 1961 in Taisha, Landkreis Hikawa (heute: Izumo), Präfektur Shimane)…Kazuhiko Aoki (jap. 青木 一彦 Aoki Kazuhiko; * 25. März 1961 in Taisha, Landkreis Hikawa (heute: Izumo), Präfektur Shimane) ist ein japanischer Politiker. Für die Liberaldemokratische Partei (LDP; Motegi-Faktion) ist er seit 2010 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des Nationalparlaments. Seit 2016 ist er der erste Vertreter des neu geschaffenen kombinierten Präfekturwahlkreises Tottori-Shimane. Aoki, der Sohn des Abgeordneten Mikio Aoki, studierte an der pädagogischen Fakultät der Waseda-Universität und arbeitete nach mehreren Jahren als Angestellter in der Privatwirtschaft ab 1999 als Sekretär des Kabinettssekretärs, seines Vaters. Ab 2000 war er der erste Sekretär im Abgeordnetenbüro seines Vaters. Als dieser sich vor der Sangiin-Wahl 2010 kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen zurückzog, folgte Aoki ihm als LDP-Kandidat in Shimane. Bei der Wahl konnte Aoki mit rund 222 Tausend Stimmen seinen demokratischen Gegenkandidaten Hirotaka Iwata (rund 151 Tausend) und zwei weitere Bewerber von Minna no Tō und KPJ klar schlagen und ist damit für sechs Jahre als Abgeordneter gewählt. Im Sangiin ist er unter anderem Mitglied des Agrar- und des Rechnungsausschusses. Zur Wahl 2016 verlor Shimane die eigenständige Vertretung im Sangiin. Im neuen kombinierten Einmandatswahlkreis Tottori-Shimane setzte sich Aoki mit knapp 63 % der Stimmen klar gegen Hirohiko Fukushima (34,7 %), den Einheitskandidaten der Opposition, durch. 2022 wurde er ungefährdet wiedergewählt. In der Regierung war er von 2014 bis 2015 (umgebildetes Kabinett Abe II & Abe III) „parlamentarischer Sekretär“, von 2019 bis 2020 (Kabinett Shinzō Abe IV (2. Umbildung)) „Vizeminister“ im Ministerium für Land & Verkehr (englisch „Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus“).
Yoshimasa Hayashi (jap. 林 芳正 Hayashi Yoshimasa; * 19. Januar 1961 in Shimonoseki, Präfektur Yamaguchi) ist ein…Yoshimasa Hayashi (jap. 林 芳正 Hayashi Yoshimasa; * 19. Januar 1961 in Shimonoseki, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Yamaguchi 3 und seit 2025 Minister für Allgemeine Angelegenheiten (Innenminister). Zuvor war er von 2023 bis 2025 Leiter des Kabinettssekretariats, davor von 2021 bis 2023 Außenminister. Vor seinem Kammerwechsel 2021 war er seit 1995 Abgeordneter im Sangiin für Yamaguchi und in dieser Zeit unter anderem Verteidigungs-, Landwirtschafts- und Bildungsminister. In der LDP gehörte er zuletzt der Kishida-Faktion an.
Shuichi Abe (jap. 阿部 守一 Abe Shuichi; * 21. Dezember 1960 in Kunitachi, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker…Shuichi Abe (jap. 阿部 守一 Abe Shuichi; * 21. Dezember 1960 in Kunitachi, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und seit 2010 Gouverneur der Präfektur Nagano.
Ryōsei Akazawa (japanisch 赤沢 亮正 Akazawa Ryōsei; * 18. Dezember 1960 in Bunkyō, Tokio als 森 亮正 Mori Ryōsei) ist ein…Ryōsei Akazawa (japanisch 赤沢 亮正 Akazawa Ryōsei; * 18. Dezember 1960 in Bunkyō, Tokio als 森 亮正 Mori Ryōsei) ist ein japanischer Politiker, seit 2005 Mitglied des Repräsentantenhauses (Unterhaus des Nationalparlaments) für den 2. Wahlkreis von Tottori, seit 2025 Minister für Wirtschaft und Industrie in den Kabinetten Takaichi und war von 2024 bis 2025 Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik in den Kabinetten Ishiba. Er gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin zuletzt der Ishiba-Gruppe. Mori nahm den Familiennamen des mütterlichen Großvaters Masamichi Akazawa an (Repräsentantenhaus, Wahlkreis Tottori, …→DPJ→LDP, in den 1960er Jahren zweimal Minister für Selbstverwaltung und Polizeiminister). Nach seinem Studienabschluss an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio wurde er Beamter im Verkehrsministerium, das bei der Reform der Zentralregierung 2001 im Ministerium für Land & Verkehr (dem englischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus u. ä.) aufging. Zwischenzeitlich erwarb er 2001 an der Cornell-Universität einen MBA. Ab 2002 war er im Ministersekretariat tätig, ab 2004 bei der öffentlichen Nippon Yūsei (der englischen Japan Post). 2005 beendete er seine Karriere im öffentlichen Dienst für den Wechsel in die aktive Politik in der politischen Heimat seines Großvaters. Bei der Repräsentantenhauswahl 2005, der „Postprivatisierungswahl“ von Premierminister Jun’ichirō Koizumi, wurde Akazawa der LDP-„Attentäter“-Kandidat im Wahlkreis Tottori 2 gegen den parteilosen Postprivatisierungsgegner Yoshihiro Kawakami (ehemals LDP, später DP). Er setzte sich mit rund 37 % der Stimmen gegen Kawakami (34 %), den Demokraten Osamu Yamauchi (24 %) und einen Kommunisten durch. Den Sitz verteidigte er 2009 sehr knapp, danach durchgehend bis einschließlich 2024 sicher mit absoluten Mehrheiten. Für das zweite Kabinett Abe war Akazawa 2012 bis 2013 „politischer Ministersekretär“ (englischer parlamentarischer Vizeminister u. v. m.) im Land- & Verkehrsministerium, für das dritte Kabinett Abe 2014 bis 2015 „Vizeminister“ (englischer Staatsminister u. v. m.) im Kabinettsamt. 2016 übernahm er den Vorsitz im Umweltausschuss des Repräsentantenhauses. Von 2020 bis 2021 (Kabinett Suga) war er erneut „Vizeminister“ im Kabinettsamt. Anschließend übernahm er bis 2022 den Vorsitz des Atomkraftsonderausschusses im Repräsentantenhaus. Von 2023 bis 2024 (Kabinett Kishida II (2. Umbildung)) war er „Vizeminister“ im Finanzministerium. 2024 berief ihn der neue Premierminister Shigeru Ishiba als Minister beim Kabinettsamt für besondere Aufgaben (Wirtschafts- und Fiskalpolitik) in sein Kabinett und übertrug ihm auch zahlreiche Zusatzaufgaben, darunter die geplante Einrichtung der neuen Katastrophenschutzbehörde. Unter Nachfolgerin Sanae Takaichi übernahm er 2025 das Ministerium für Wirtschaft und Industrie.
Akiko Kurabayashi (japanisch: Kuribayashi Akiko; japanisch 倉林 明子; * 3. Dezember 1960 in der Stadt Nishi-Aizu, Kreis…Akiko Kurabayashi (japanisch: Kuribayashi Akiko; japanisch 倉林 明子; * 3. Dezember 1960 in der Stadt Nishi-Aizu, Kreis Yama, Präfektur Fukushima) ist eine japanische Politikerin und Mitglied der Kommunistischen Partei Japans.
Yorihisa Matsuno (jap. 松野 頼久 Matsuno Yorihisa; * 19. September 1960) ist ein japanischer Politiker (Neue…Yorihisa Matsuno (jap. 松野 頼久 Matsuno Yorihisa; * 19. September 1960) ist ein japanischer Politiker (Neue Japan-Partei→Neue Fortschrittspartei→From Five→Demokratische Partei→Nippon Ishin no Kai→Ishin no Tō→Demokratische Fortschrittspartei→Partei der Hoffnung) und war von 2000 bis 2017 Abgeordneter im Nationalparlament (Abgeordnetenhaus, Wahlkreis 1 der Präfektur Kumamoto bzw. Verhältniswahlblock Kyūshū). Von 2015 bis 2016 war er Parteivorsitzender der Ishin no Tō. Matsuno, der Sohn von LDP-Verteidigungs- und Arbeitsminister Raizō Matsuno (Abgeordnetenhaus, Kumamoto) und Enkel von Eisenbahnminister Tsuruhei Matsuno (Seiyūkai, Abgeordnetenhaus, Kumamoto, nach dem Krieg LPJ→LDP-Senator aus Kumamoto), studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität, wo er 1987 seinen Abschluss in Politikwissenschaft erwarb. 1990 wurde sein Vater bei der Abgeordnetenhauswahl abgewählt. Im gleichen Wahlkreis gewann Ex-Gouverneur Morihiro Hosokawa 1993 einen Sitz, der mit seiner Neuen Japan-Partei landesweit das LDP-Monopol auf konservative Wahlerfolge in Frage gestellt hatte. Nach der Wahlrechtsreform übernahm Hosokawa erfolgreich den neuen Einmandatswahlkreis Kumamoto 1. Und als er, inzwischen Demokrat, 1998 zurücktrat, sollte Yorihisa Matsuno bei der Nachwahl sein Nachfolger werden, unterlag aber dem Liberaldemokraten Eiichi Iwashita. Erst bei der allgemeinen Abgeordnetenhauswahl 2000 konnte er den Sitz gewinnen und danach dreimal in Folge verteidigen. 2009, nach der Regierungsübernahme der Demokraten, wurde er für das Kabinett Hatoyama stellvertretender Leiter des Kabinettssekretariats. Im innerparteilichen Machtkampf nach Hatoyamas Rücktritt und dem Mehrheitsverlust im Senat 2010 unterstützte Matsuno Ichirō Ozawa gegen Naoto Kan. 2012 verließ Matsuno die Demokratische Partei und beteiligte sich an der Gründung der Nippon Ishin no Kai. Für diese verlor er bei der Wahl im Dezember 2012 den Wahlkreis Kumamoto 1 an Minoru Kihara, gewann aber – vor alle anderen Doppelkandidaten alleine auf den ersten Listenplatz gesetzt – einen Sitz bei der Wahl im Block Kyūshū. 2014 schloss er sich der Ishin no Tō an, diese platzierte ihn bei der Wahl 2014 nicht mehr bevorzugt bei der Wahl im Block und Matsuno teilte sich mit den anderen Doppelkandidaten den Platz 1, führte aber mit einer knappen Niederlage im Wahlkreis dennoch die Ishin-Liste an und war sicher wiedergewählt. Nach dem Rücktritt der Parteigründer Tōru Hashimoto und Ichirō Matsui von der Parteiführung wurde er unter Kenji Eda Generalsekretär. Als Eda im Mai 2015 nach dem gescheiterten Referendum über die Abschaffung der Stadt Ōsaka zurücktrat – der to-Plan, die von Hashimoto angestrebte Umwandlung der Präfekturhauptstadt in Sonderbezirke der Präfektur Ōsaka ähnlich wie in Tokio, gehörte zu den zentralen Zielen der Partei –, wurde Matsuno Edas Nachfolger. Unter seiner Führung kam es über die Frage einer engeren Zusammenarbeit mit den anderen großen Oppositionsparteien anlässlich der Bürgermeisterwahl in der Stadt Yamagata zum endgültigen Bruch mit den Abgeordneten aus Ōsaka um Hashimoto und Matsui; diese verließen im Herbst 2015 die Ishin no Tō, die damit die Position als zweitgrößte Oppositionspartei an die Kommunisten verlor. Danach führte er die Partei in den [für die ehemaligen Demokraten in der Ishin no Tō: Wieder-]Zusammenschluss mit der Demokratischen Partei zur Minshintō („Demokratische Fortschrittspartei“, englisch für einige Tage provisorisch „Demokratische Innovationspartei“, dann „Demokratische Partei“). Dort war er zunächst ohne Position im Parteivorstand; 2017 übernahm er unter Seiji Maehara den Vorsitz im Komitee für Parlamentsangelegenheiten. Für die Abgeordnetenhauswahl 2017 schloss sich Matsuno der Kibō no Tō an. Für diese unterlag er mit 44 % der Stimmen Minoru Kihara (56 %) und erreichte mit diesem Wahlkreisergebnis nur den neunten Platz auf der Kibō-Liste bei der Verhältniswahl in Kyūshū, bei der die Partei nur vier Sitze gewann.
Seiko Noda (jap. 野田 聖子 Noda Seiko; * 3. September 1960 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka als Seiko Shima (島 聖子 Shima…Seiko Noda (jap. 野田 聖子 Noda Seiko; * 3. September 1960 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka als Seiko Shima (島 聖子 Shima Seiko)) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordnete im Shūgiin, des Unterhauses der Kokkai, für den 1. Wahlkreis Gifu, Ministerin für Geburtenrückgang & Geschlechtergleichstellung und für Regionalbelebung (siehe Abenomics) im Kabinett Kishida und unter anderem ehemalige Post- und Innenministerin. Sie gehört innerparteilich schon seit ihrem Parteiwiedereintritt keiner Faktion an.
Sumio Mabuchi (jap. 馬淵 澄夫 Mabuchi Sumio; * 23. August 1960 in Nara, Präfektur Nara) ist ein japanischer Politiker…Sumio Mabuchi (jap. 馬淵 澄夫 Mabuchi Sumio; * 23. August 1960 in Nara, Präfektur Nara) ist ein japanischer Politiker (DPJ→DFP→Kibō→parteilos→DVP→KDP→Chūdō), war von 2003 bis 2017 und von 2019 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin (Abgeordnetenhaus), dem Unterhaus des Kokkai (Nationalparlament), zuletzt für den 1. Wahlkreis seiner Heimatpräfektur und ehemaliger Transportminister.
Yoshihiro Murai (japanisch 村井 嘉浩, Murai Yoshihiro; * 20. August 1960 in Toyonaka, Präfektur Osaka) ist ein japanischer…Yoshihiro Murai (japanisch 村井 嘉浩, Murai Yoshihiro; * 20. August 1960 in Toyonaka, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker und seit 2005 Gouverneur der Präfektur Miyagi. Murai ist ein ehemaliger Angehöriger der Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte. Nach seinem Studienabschluss 1984 an der Bōei Daigakkō („Nationale Verteidigungsakademie“) wurde er Hubschrauberpilot bei der „Heeresfliegergruppe Nordost“ (Tōhoku-hōmen kōkūtai). 1992 verließ er die Selbstverteidigungsstreitkräfte im Rang eines Hauptmanns (1等陸尉, ittō rikui) und besuchte anschließend das Matsushita Seikei Juku (松下政経塾, engl. Matsushita Institute of Government and Management). 1995 wurde Murai im Wahlkreis Miyagino (vier Mandate) für die Liberaldemokratische Partei (LDP) erstmals ins Präfekturparlament von Miyagi gewählt und danach 1999 und 2003 im Amt bestätigt. Von 2002 bis 2005 war er außerdem Generalsekretär der LDP Miyagi. 2005 legte er sein Abgeordnetenmandat und seine Parteizugehörigkeit nieder, um als Unabhängiger bei der Gouverneurswahl für die Nachfolge von Shirō Asano zu kandidieren. Er wurde im Wahlkampf von der LDP unterstützt. Bei der Wahl am 23. Oktober 2005 erhielt Murai rund 363 Tausend Stimmen und lag damit über 50 Tausend Stimmen vor Masuyuki Maeba und deutlich vor dem KPJ-Kandidaten Hidetaka Deura. Eines der Wahlkampfthemen war ein Fonds der Polizei von Miyagi, der dazu dienen sollte, Informanten zu bezahlen, aber von Gouverneur Asano nach Missbrauchsvorwürfen gesperrt worden war. An seinem ersten Tag im Amt reaktivierte Murai den Fonds unter Aufsicht der Rechnungskommission von Miyagi. Weitere Aufgaben seiner ersten Amtszeit als Gouverneur waren eine Reform der Präfekturfinanzen, die geplante Ansiedlung einiger Großbetriebe der Automobilindustrie, die Katastrophenhilfe nach dem Iwate-Miyagi-Nairiku-Erdbeben 2008 und die Sicherheit im Kernkraftwerk Onagawa der Tōhoku Denryoku, nachdem 2007 die Vertuschung eines Zwischenfalls aus dem Jahr 1998 öffentlich geworden war. Bei der Gouverneurswahl am 25. Oktober 2009 wurde Murai gegen den von der Demokratischen Partei unterstützten Yasuo Endō wiedergewählt, ebenso 2013 und 2017. Nach dem großen Beben am 11. März und dem nachfolgenden Tsunami, der verheerende Schäden an der Küste verursachte, tat er sich im Bereich der Planung des Wiederaufbaus besonders hervor mit dem Vorschlag zur Einrichtung von „Fischereilichen Sonderzonen für den Wiederaufbau“ (水産業復興特区, Suisan-gyō fukkō tokku), die kontrovers diskutiert werden.
Kamon Iizumi (jap. 飯泉 嘉門 Iizumi Kamon; * 29. Juli 1960 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker, seit…Kamon Iizumi (jap. 飯泉 嘉門 Iizumi Kamon; * 29. Juli 1960 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker, seit 2026 Mitglied des Abgeordnetenhauses und war von 2003 bis 2023 für fünf Amtszeiten Gouverneur der Präfektur Tokushima. Iizumi, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1984 Beamter im Jichi-shō, dem „Ministerium für Selbstverwaltung“, von dem er unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Nigata, Yamanashi und Saitama sowie im Postministerium entsandt wurde. 2001 kam er schließlich vom Nachfolgeministerium Sōmu-shō als Abteilungsleiter in die Präfekturverwaltung von Tokushima. Dort blieb er bis 2003, als er seine Beamtenlaufbahn beendete und nach dem Misstrauensvotum des Präfekturparlaments gegen den Ex-Sozialdemokraten Tadashi Ōta, seit 2002 nach einem überraschenden Wahlsieg Mitte-links-gestützter Gouverneur des „konservativen Königreichs“ Tokushima, bei den Neuwahlen im Mai 2003 anzutreten. Iizumis Kandidatur wurde von Liberaldemokratischer Partei (LDP) und Kōmeitō unterstützt, er erhielt rund 206.000 Stimmen und hatte damit mehr als 8.000 Stimmen Vorsprung auf Gouverneur Ōta, er löste ihn noch im Mai 2003 ab. 2007 und 2011, als die Gouverneurswahl bei den einheitlichen Regionalwahlen im April durchgeführt wurde, wurde Iizumi jeweils nur gegen die KPJ-Kandidatin Chiyoko Yamamoto im Amt bestätigt. Auch 2015 gewann er überwältigend, nun gegen eine andere kommunistische Herausforderin. Bei der Gouverneurswahl 2019 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) trat neben einem Kommunisten auch der ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete Taiji Kishimoto gegen Iizumi an, aber Iizumi blieb mit 53 % der Stimmen siegreich. Bei der Gouverneurswahl 2023 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) kam es in Tokushima zu einer Spaltung des konservativen Lagers. Die LDP Tokushima unterstützte Iizumis Wiederwahl, aber neben einem kommunistischen Herausforderer traten gleich zwei ehemalige LDP-Nationalabgeordnete an, der ehemalige Senator Tōru Miki und der ehemalige Unterhausabgeordnete Masazumi Gotōda. Iizumi erhielt nur 26,2 % der Stimmen, Miki 30,6 %, Gotōda 40,0 %. Bei der nationalen Abgeordnetenhauswahl 2024 kandidierte Iizumi unabhängig mit Unterstützung der DVP und aus dem Gewerkschaftsbund Rengō im Wahlkreis 2 von Tokushima und unterlag mit 41 % der Stimmen knapp Amtsinhaber Shun’ichi Yamaguchi (43,9 %, LDP). Auch 2026 unterlag er nun als DVP-nominierter Kandidat Yamaguchi, gewann aber als bester Wahlkreisverlierer den einzigen DVP-Sitz bei der Verhältniswahl in Shikoku.
Taku Etō (jap. 江藤 拓 Etō Taku; * 1. Juli 1960 in Kadogawa, Higashi-Usuki, Miyazaki) ist ein japanischer Politiker (LDP…Taku Etō (jap. 江藤 拓 Etō Taku; * 1. Juli 1960 in Kadogawa, Higashi-Usuki, Miyazaki) ist ein japanischer Politiker (LDP, Kamei-Faktion→parteilos→LDP, ohne Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Verhältniswahlblock Kyūshū und zweimaliger Landwirtschaftsminister. Er gehört der Nippon Kaigi an.
Akira Nagatsuma (jap. 長妻 昭 Nagatsuma Akira; * 14. Juni 1960 im Bezirk Nerima (Teil von „Tokio“), Präfektur Tokio) ist…Akira Nagatsuma (jap. 長妻 昭 Nagatsuma Akira; * 14. Juni 1960 im Bezirk Nerima (Teil von „Tokio“), Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker (Heisei Ishin no Kai→Neue Partei Sakigake→Demokratische Partei→Demokratische Fortschrittspartei→Konstitutionell-Demokratische Partei→Chūdō Kaikaku Rengō→Minshu Kaikaku no Kai), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, für den Verhältniswahlblock Tokio und war von September 2009 bis September 2010 Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales, zuerst im Kabinett Hatoyama, dann im Kabinett Kan. Nagatsuma, Absolvent der Keiō-Universität, arbeitete nach seinem Studienabschluss zunächst für Nippon Denki, dann als Journalist für Nikkei Business, die Publikation eines Tochterunternehmens der Nihon Keizai Shimbun-sha. Bei der Wahl von 1995 zum Sangiin, dem Oberhaus, kandidierte Nagatsuma für das Heisei Ishin no Kai (平成維新の会, „Versammlung für eine Heisei-Restauration“), eine reformistische politische Gruppierung, auf dem achten Platz der Verhältniswahlliste. Das Heisei Ishin no Kai erhielt jedoch keine Sitze. Ein Jahr später trat er bei der Shūgiin-Wahl 1996 im neu geschaffenen Einzelwahlkreis Tokio 10 für die Demokratische Partei an, erhielt aber nur den dritthöchsten Stimmenanteil. 2000 wurde Nagatsuma nun im 7. Wahlkreis Tokio, wo er den ehemaligen Minister Shigeru Kasuya (LDP) schlagen konnte, erstmals ins Shūgiin gewählt. Er wurde seither bis einschließlich 2021 siebenmal als Abgeordneter bestätigt – 2005 nur über den Verhältniswahlblock Tokio. Bei der Wahl 2014 gewann Nagatsuma präfekturweit den einzigen Wahlkreis für die Demokraten und einen von nur zwei für die Opposition (der andere war Mito Kakizawa im Wahlkreis 15, damals Ishin no Tō, später unter anderem Demokratische Fortschrittspartei, heute LDP). Nagatsuma trug im Parlament maßgeblich zur Aufdeckung des Skandals um verlorengegangene Rentenaufzeichnungen bei, der den Wahlkampf zur Sangiin-Wahl 2007 bestimmte. Für seine Auseinandersetzung mit Rentenpolitik erhielt er auch den Spitznamen „Mr. Rente“ (ミスター年金, misutā nenkin). Im selben Jahr wurde er im Schattenkabinett der Demokratischen Partei als Schattenminister für Rentenfragen geführt. Nach dem Wahlsieg der Demokratischen Partei 2009 berief ihn Premierminister Yukio Hatoyama als Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales ins Kabinett und übertrug ihm die Zuständigkeit für Rentenreform (nenkin kaikaku). 2010 wurde er unter Premierminister Naoto Kan durch Ritsuo Hosokawa abgelöst. Von 2012 bis 2015 war Nagatsuma einer der stellvertretenden Generalsekretäre (kanjichō daikō) der Demokratischen Partei. 2015 kandidierte er bei der Wahl des Parteivorsitzenden, unterlag aber im ersten Wahlgang Gōshi Hosono und Katsuya Okada, von 2015 bis 2016 war er unter Okada einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden der Demokratischen Partei und der 2016 gegründeten Nachfolgepartei Minshintō. Angesichts der Shūgiin-Wahl 2017 wechselte Nagatsuma in die kurz zuvor neu gegründete Konstitutionell-Demokratische Partei und war bis zu deren Neugründung 2020 [einziger & erster] stellvertretender Vorsitzender (daihyō-daikō), in der „neuen“ KDP wurde er einer von mehreren „Vizevorsitzenden“ (fuku-daihyō; den inzwischen ebenfalls mehreren daihyō-daikō nachgeordnet). Von 2022 bis 2024 führte er unter Kenta Izumi den politischen Forschungsrat der Partei, seitdem ist er einer von drei „stellvertretenden Vorsitzenden“ (daihyō-daikō). Nach der 2022 beschlossenen Neuverteilung von Mandaten, bei der Tokio fünf Sitze hinzugewann, wechselte Nagatsuma in den neuen Wahlkreis 27. Diesen gewann er bei der Wahl 2024 mit absoluter Mehrheit. 2026 unterlag er knapp Yūichi Kurosaki (LDP) und hätte eigentlich auch einen Verhältniswahlsitz verpasst; da die LDP aber zu wenig Kandidaten nominiert hatte, fielen Chūdō in Tokio zwei Verhältniswahlsitze mehr als nach dem Stimmenergebnis zu und Nagatsuma blieb Abgeordneter.
Akira Koike (jap. 小池 晃 Koike Akira; * 9. Juni 1960 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und…Akira Koike (jap. 小池 晃 Koike Akira; * 9. Juni 1960 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker und Generalsekretär der Kommunistischen Partei Japans (KPJ). Er ist seit 1998 mit einer Unterbrechung (2010–2013) Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für die nationale Verhältniswahl. Koike studierte an der medizinischen Fakultät der Tōhoku-Universität und war in Studentenverbänden aktiv, 1985 wurde er Vizevorsitzender von Zengakuren. Nach seinem Studienabschluss 1987 arbeitete er für das Kembun-Azusawa-Krankenhaus in Itabashi, ab 1997 für das Yoyogi-Krankenhaus der Arbeiterkrankenfürsorge Tokio (Tōkyō Rōdōsha Iryōkai). 1998 wurde er Direktor (riji) im Dachverband Min’iren (engl. Japan Federation of Democratic Medical Institutions). Bei der Sangiin-Wahl 1998 wurde Koike auf Platz 6 der KPJ-Liste im Verhältniswahlwahlkreis erstmals ins Nationalparlament gewählt. 2004 wurde er Mitglied des ZK der KPJ und übernahm den Vorsitz des Politikforschungsrats. Bei der Sangiin-Wahl im gleichen Jahr nach der Einführung der Vorzugsstimme erhielt er die zweithöchste Stimmenzahl hinter Generalsekretär Tadayoshi Ichida und war damit für sechs Jahre wiedergewählt. 2007 übernahm er auch den Vorsitz der KPJ-Fraktion im Sangiin. 2010 trat er in der Präfektur Tokio (fünf Mandate) an, erhielt aber nur 552,187 Stimmen und verlor damit den fünften Platz an Kōta Matsuda (Minna no Tō). Im Februar 2011 erklärte er seine Kandidatur bei der Gouverneurswahl in der Präfektur Tokio im April 2011. Mit rund zehn Prozent der Stimmen erreichte er den vierten Platz, er erhielt bei leicht gestiegener Wahlbeteiligung etwa die gleiche Stimmenzahl wie KPJ-Kandidat Manzō Yoshida, ehemaliger Bürgermeister von Adachi, bei der Gouverneurswahl 2007. Bei der Wahl 2013 kandidierte Koike erneut für das Sangiin, nun aber wieder bei der landesweiten Verhältniswahl. Er erhielt 134.325 Präferenzstimmen und damit Listenplatz 1 und zog für eine dritte Amtszeit ins Sangiin ein. Im April 2016 wurde er als Nachfolger von Yoshiki Yamashita zum Generalsekretär der KPJ ernannt. 2019 und 2025 wurde Koike mit jeweils über 100.000 Stimmen auf Platz 1 der Liste für weitere sechs Jahre als Abgeordneter wiedergewählt.
Itsunori Onodera (jap. 小野寺 五典, Onodera Itsunori; * 5. Mai 1960 in Kesennuma, Präfektur Miyagi) ist ein japanischer…Itsunori Onodera (jap. 小野寺 五典, Onodera Itsunori; * 5. Mai 1960 in Kesennuma, Präfektur Miyagi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP; darin bis zur Auflösung Kishida-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Miyagi 5 und ehemaliger Verteidigungsminister.
Kiyomi Tsujimoto (jap. 辻元 清美 Tsujimoto Kiyomi; * 28. April 1960 in Ōyodo, Präfektur Nara) ist eine japanische…Kiyomi Tsujimoto (jap. 辻元 清美 Tsujimoto Kiyomi; * 28. April 1960 in Ōyodo, Präfektur Nara) ist eine japanische Politikerin (SDP→parteilos→SDP→parteilos→DPJ→DFP→KDP) und seit 2022 Verhältniswahlabgeordnete im Sangiin, dem Oberhaus der Kokkai. Davor war sie mit Unterbrechung von 1996 bis 2021 Mitglied im Shūgiin, dem Unterhaus, aus Osaka.
Hideaki Ōmura (jap. 大村 秀章 Ōmura Hideaki; * 9. März 1960 in Hekinan, Präfektur Aichi) ist ein parteiloser japanischer…Hideaki Ōmura (jap. 大村 秀章 Ōmura Hideaki; * 9. März 1960 in Hekinan, Präfektur Aichi) ist ein parteiloser japanischer Politiker, Gouverneur von Aichi und ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Verhältniswahlblock Tōkai. Bis 2010 war er Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin der Nukaga-Faktion. Ōmura studierte Rechtswissenschaft an der Universität Tokio und wurde nach seinem Abschluss 1982 Beamter im Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. 1995 wechselte er in die Politik und übernahm den Vorsitz des LDP-Büros für den 13. Wahlkreis Aichi, den er bei der Shūgiin-Wahl 1996 zwar an Satoshi Shima verlor, aber über den Verhältniswahlblock Tōkai gewählt wurde. Den Wahlkreis konnte er bei den drei folgenden Wahlen gewinnen (im Jahr 2000 um weniger als 400 Stimmen), 2009 unterlag er dem Demokraten Kensuke Ōnishi, wurde aber wieder über den Block als Abgeordneter bestätigt und war danach der einzige LDP-Abgeordnete aus Aichi. 2001 wurde er nach dem Amtsantritt des ersten Kabinetts Koizumi parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, ein Jahr später Vizeminister im Kabinettsbüro, eine Position, die er 2006 im Kabinett Abe erneut erhielt, als er den zum Staatsminister berufenen Yoshimi Watanabe ersetzte. Von 2009 bis 2010 war er Vizeminister im Arbeits- und Sozialministerium. In der LDP war er unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten (2008, 2010) und Vorsitzender des Präfekturverbands Aichi. Im Dezember 2010 verließ er die LDP und legte im Januar 2011 sein Abgeordnetenmandat nieder, um als Unabhängiger bei der Gouverneurswahl in Aichi im Februar 2011 um die Nachfolge von Masaaki Kanda zu kandidieren. Im Wahlkampf setzte sich Ōmura insbesondere für eine Senkung der präfekturalen „Bürgersteuer“ (kenmin-zei) um zehn Prozent ein. Die Wahl am 6. Februar 2011 gewann er mit Unterstützung durch die Kōmeitō und die Regionalpartei Genzei Nippon von Takashi Kawamura, der am gleichen Tag die Bürgermeisterwahl in Nagoya gewann und beim Recall-Referendum die Auflösung des Stadtrates erreichte, gegen zwei Kandidaten, die durch die beiden großen Parteien LDP und DPJ gestützt wurden, und zwei weitere Bewerber. Für die Gouverneurswahl hatte Ōmura eine eigene Partei gegründet, die Nihon-ichi Aichi no Kai (日本一愛知の会, engl. ATJ), die ihn bei der Gouverneurswahl unterstützte und bei der Parlamentswahl in Aichi im April 2011 mit der Genzei Nippon kooperierte, fünf Mandate gewann und anschließend eine gemeinsame Fraktion mit der Genzei Nippon bildete. Im Sommer 2012 gründete Ōmura das Chūkyō Ishin no Kai (中京維新の会), mit dem er ursprünglich durch Kandidatennominierungen bei der vor Herbst 2013 fälligen nächsten Shūgiin-Wahl in die nationale Politik vorstoßen wollte. 2015, 2019 und 2023 wurde Ōmura jeweils mit Zweidrittelmehrheiten wiedergewählt.
Tokihiro Nakamura (jap. 中村 時広 Nakamura Tokihiro; * 25. Januar 1960) ist ein japanischer Politiker und Gouverneur der…Tokihiro Nakamura (jap. 中村 時広 Nakamura Tokihiro; * 25. Januar 1960) ist ein japanischer Politiker und Gouverneur der Präfektur Ehime. Nakamura schloss 1982 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität ab und wurde anschließend Angestellter bei Mitsubishi Shōji. Bereits 1984 wechselte er in die Politik und wurde ins Präfekturparlament von Ehime gewählt. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 versuchte er als Unabhängiger den Wechsel auf die nationale Ebene, erreichte im Dreimandatswahlkreis Ehime 1 aber nur den fünfthöchsten Stimmenanteil. Bei der Wahl 1993 landete er als Kandidat der Neuen Japan-Partei auf Platz drei und zog für eine Legislaturperiode ins Shūgiin ein. Nach der Wahlrechtsreform wurde er aber bereits 1996 für die Neue Fortschrittspartei im neuen Einzelwahlkreis Ehime 1 gegen den ehemaligen Postminister Katsutsugu Sekiya (LDP) knapp abgewählt. 1999 kehrte er in die Lokalpolitik zurück, als er gegen den amtieren Bürgermeister von Matsuyama, Seiichi Tanaka, kandidierte, der 1991 Nakamuras Vater Tokio als Bürgermeister abgelöst hatte. Nakamura gewann und wurde 2003 und 2007, jeweils nur gegen einen Kommunistischen Gegenkandidaten deutlich wiedergewählt. In dieser Zeit war er unter anderem Vizepräsident der nationalen Bürgermeisterkonferenz und Berater des Ministeriums für allgemeine Angelegenheiten. Nachdem im Sommer 2010 Gouverneur Moriyuki Kato vorzeitig zurückgetreten war, trat Nakamura im Oktober vom Bürgermeisteramt zurück, um sich um Katos Nachfolge zu bewerben. Es gelang ihm, die Unterstützung aller Parteien mit Ausnahme der Kommunisten, der Unternehmerverbände und des Gewerkschaftsbunds Rengō zu gewinnen. Die Wahl am 28. November 2010 entschied er mit über 450.000 Stimmen gegen zwei weitere Kandidaten klar für sich und ist damit für vier Jahre als Gouverneur von Ehime gewählt. Bei den Wahlen 2014, 2018 und 2022 wurde er jeweils mit über 80 % der Stimmen ungefährdet im Amt bestätigt.
Yukio Fujimaki (jap. 藤巻 幸夫, Fujimaki Yukio, eigene Schreibung als Unternehmer teilweise 藤巻 幸大; * 5. Januar 1960 in der…Yukio Fujimaki (jap. 藤巻 幸夫, Fujimaki Yukio, eigene Schreibung als Unternehmer teilweise 藤巻 幸大; * 5. Januar 1960 in der Präfektur Tokio; † 15. März 2014 ebenda) war ein japanischer Unternehmer und Politiker und von 2012 bis 2014 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, über die landesweite Verhältniswahl, zunächst für die Minna no Tō, dann die Yui no Tō. Fujimaki studierte an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Sophia-Universität und wurde nach seinem Abschluss 1982 Mitarbeiter des Kaufhauskonzerns Isetan. Dort blieb er bis zum Jahr 2000, danach war er vor allem im Mode- und Bekleidungsbereich unter anderem für die Seven & I-Gruppe und Itō-Yōkadō tätig und gründete eigene Unternehmen, teilweise zusammen mit seinem Halbbruder Takeshi. In die aktive Politik stieß er bei der Sangiin-Wahl 2010 vor, als er für die Minna no Tō als Verhältniswahlkandidat antrat. Er erhielt landesweit 32.161 Vorzugsstimmen und erreichte damit Platz 9 auf der Liste der Minna no Tō, die aber nur sieben Verhältniswahlmandate gewann. Erst als Ende 2012 mehrere Oberhausabgeordnete der Partei zurücktraten, um bei der Unterhauswahl zu kandidieren, wurde Fujimaki als Nachrücker Abgeordneter. Im Sangiin war er unter anderem Mitglied des Ausschusses für Land und Verkehr. Im Dezember 2013 schloss sich Fujimaki der Yui no Tō von Kenji Eda an, die sich im Streit über eine Annäherung der Minna no Tō an die regierende LDP formierte. Kurz darauf wurde er wegen einer akuten Pankreatitis ins Krankenhaus eingeliefert und starb im März 2014 an einem Blutungsschock. Nachrücker für Fujimaki von der Minna no Tō wird voraussichtlich Shigeru Tanaka, ehemaliger Sekretär von Yasuhiro Nakasone. Fujimakis Halbbruder Takeshi wurde 2013 ebenfalls Abgeordneter im Sangiin (Nippon Ishin no Kai, Verhältniswahl).
Denny Tamaki (jap. 玉城 デニー, Tamaki Denī, amtlich: Yasuhiro Tamaki (玉城 康裕, Tamaki Yasuhiro); * 13. Oktober 1959 in…Denny Tamaki (jap. 玉城 デニー, Tamaki Denī, amtlich: Yasuhiro Tamaki (玉城 康裕, Tamaki Yasuhiro); * 13. Oktober 1959 in Yonashiro (heute: Uruma), Präfektur Okinawa) ist ein japanischer Politiker (parteilos→DPJ→LF→Mirai→Seikatsu→LP→parteilos) und seit 2018 Gouverneur der Präfektur Okinawa in Südjapan. Zuvor war er von 2009 bis zu seiner Gouverneurskandidatur Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 3. Wahlkreis Okinawa und von 2002 bis 2005 Abgeordneter im Stadtparlament der Stadt Okinawa.
Kōhei Ōtsuka (jap. 大塚 耕平, Ōtsuka Kōhei; * 5. Oktober 1959 in Nagoya, Präfektur Aichi; † 2. März 2026) war ein…Kōhei Ōtsuka (jap. 大塚 耕平, Ōtsuka Kōhei; * 5. Oktober 1959 in Nagoya, Präfektur Aichi; † 2. März 2026) war ein japanischer Politikwissenschaftler und Politiker, zuletzt der Demokratischen Volkspartei (Kokumin Minshutō). Von 2001 bis 2024 war er Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Aichi und war im Kabinett Hatoyama Vizeminister im Kabinettsbüro und im zum zweiten Mal umgebildeten Kabinett Kan im Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Von Oktober 2017 bis Mai 2018 war er zudem Vorsitzender der Demokratischen Fortschrittspartei.
Shinji Tarutoko (jap. 樽床 伸二, Tarutoko Shinji; * 6. August 1959 in der Präfektur Shimane) ist ein parteiloser…Shinji Tarutoko (jap. 樽床 伸二, Tarutoko Shinji; * 6. August 1959 in der Präfektur Shimane) ist ein parteiloser japanischer Politiker und ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments. 2012 war für mehrere Monate Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Tarutoko, Absolvent der Universität Osaka und des Matsushita Seikei Juku (engl. Matsushita Institute of Government and Management), kandidierte erstmals als Unabhängiger bei der Wahl von 1990 für das Shūgiin, erhielt aber im 7. Wahlkreis Osaka (3 Mandate) nur rund 35 Tausend Stimmen. Bei der Shūgiin-Wahl 1993 landete er als Kandidat der Neuen Japan-Partei auf Platz drei und war somit erstmals gewählt. Seit der Wahlrechtsreform von 1994 tritt er im 12. Wahlkreis Osaka an, den er viermal gewann. Lediglich 2005 unterlag er Tomokatsu Kitagawa (LDP) und verfehlte mit einem schlechten Wahlkreisergebnis auch die Wiederwahl im Verhältniswahlblock Kinki. Nach dem Scheitern der Anti-LDP-Koalition 1994 gehörte Tarutoko zunächst zur Neuen Fortschrittspartei, dann zur From Five von Morihiro Hosokawa und schließlich zur Demokratischen Partei, wo er unter anderem Vorsitzender des Mobilisierungsausschusses und stellvertretender Generalsekretär war. Innerparteilich gehörte er zur Noda-Gruppe. 2001 war er Mitglied als Schattenminister für das MLIT Mitglied des „Next Cabinet“ des Parteivorsitzenden Yukio Hatoyama. Im Shūgiin gehörte er unter anderem dem Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie an. 2009 gewann die Demokratische Partei die Shūgiin-Wahl mit einem Erdrutsch, und Tarutoko kehrte ins Parlament zurück. Er wurde anschließend Vorsitzender des Umweltausschusses des Shūgiin. 2010 kandidierte er bei der Wahl des Parteivorsitzenden gegen Naoto Kan um die Nachfolge des zurückgetretenen Yukio Hatoyama. Er wurde dabei von Teilen der Ozawa-Gruppe des scheidenden Generalsekretärs Ichirō Ozawa unterstützt, unterlag jedoch bei der Abstimmung unter den DPJ-Abgeordneten beider Kammern. Bei der dritten Kabinettsumbildung vom Premierminister Yoshihiko Noda wurde er am 1. Oktober 2012 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 wurde Tarutoko im Wahlkreis Osaka 12 mit 25,5 % der Stimmen nur Dritter hinter Tomokatsu Kitagawa (LDP) und Ryōma Ishii (Minna no Tō); auf der DPJ-Verhältniswahlliste in Kinki (die nur aus Wahlkreiskandidaten bestand, alle auf dem Listenplatz 1) wurde er damit Elfter und verfehlte somit auch die Wiederwahl im Verhältniswahlblock klar. 2014 unterlag er mit 25,2 % der Stimmen erneut Kitagawa (40,0 %). 2016, als die Demokratische Partei in der Demokratischen Fortschrittspartei aufging, verließ er die Partei. Tarutoko hatte ursprünglich für die nächste Wahl zum Shūgiin eine Wahlkreiskandidatur als Unabhängiger geplant. Zur Shūgiin-Wahl 2017 schloss er sich aber der Kibō no Tō, der „Partei der Hoffnung“, um Tokios Gouverneurin Yuriko Koike an. Tarutoko kandidierte nur bei der Verhältniswahl in Kinki und wurde aber, alleine vor die Doppelkandidaten auf den Listenplatz 1 gesetzt, sicher gewählt, obwohl die Partei dort nur rund elf Prozent der Stimmen und drei Sitze gewann. An der Fusion des Großteils der Kibō no Tō mit der Demokratischen Fortschrittspartei beteiligte er sich nicht und wurde parteilos. Im Januar 2019 trat er als Abgeordneter zurück, um bei der durch Kitagawas Tod nötigen Nachwahl im April 2019 wieder für den Mehrheitswahlsitz Osaka 12 zu kandidieren.
Tomoyuki Taira (jap. 平 智之, Taira Tomoyuki; * 10. Juli 1959 im Bezirk Nakagyō, Stadt Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein…Tomoyuki Taira (jap. 平 智之, Taira Tomoyuki; * 10. Juli 1959 im Bezirk Nakagyō, Stadt Kyōto, Präfektur Kyōto) ist ein japanischer Politiker (Demokratische Partei→parteilos (zur Unterhausfraktion Genzei Nippon/Heian)→Minna no Tō→parteilos). Von 2009 bis 2012 war er Abgeordneter im Unterhaus des nationalen Parlaments für den 1. Wahlkreis Kyōto, der Teile der Stadt Kyōto umfasst. Taira, Absolvent der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto und eines Graduiertenstudiums an der UCLA, arbeitete danach als „Talent“ für Fernsehen und Radio in der Region Kansai. Später leitete er einen Denkfabrik in der Bauindustrie und war ab 2006 Dozent an der Kokudo-kōtsuō Daigakkō, der Akademie des MLIT, ab 2008 außerordentlicher Dozent an der Tōyō-Universität. In die Politik wechselte Taira bei der Unterhauswahl 2009, als er für die Demokratische Partei den 1. Wahlkreis Kyōto gewann, der bis dahin mit Bunmei Ibuki seit der Einführung der Einmandatswahlkreise in LDP-Hand gewesen war. In der Partei schloss er sich der Hatoyama-Gruppe an. Im Juni 2012 reichte er in Opposition zur Wiederinbetriebnahme der Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Ōi seinen Parteiaustritt ein, der Anfang Juli 2012 angenommen wurde. Er beteiligte sich später an der Gründung der Unterhausfraktion von Genzei Nippon, im November 2011 wechselte er in die Fraktion der Minna no Tō. Für diese kandidierte er bei der Unterhauswahl im Dezember 2012, wurde aber mit 11,8 % der Stimmen nur Vierter im 1. Wahlkreis Kyōto hinter Bunmei Ibuki (LDP, 33,2 %), Ikuta Tasaka (Ishin, 22,7 %) und Keiji Kokuta (KPJ, 19,8 %). Auf der Liste der Minna no Tō im Block Kinki wurde er damit Fünfter und verfehlte auch eine Wiederwahl über die Verhältniswahl. Nach der Auflösung der Minna no Tō kandidierte er bei der Unterhauswahl 2014 ohne Parteinominierung im Wahlkreis Kyōto 1, landete aber mit 9,5 % der Stimmen wieder nur auf dem vierten Platz hinter Ibuki (40,6 %), Kokuta (29,4 %) und Tasaka (inzwischen Ishin no Tō, 20,0 %), obwohl die Demokratische Partei im Gegensatz zu 2012 keinen eigenen Kandidaten nominiert hatte.
Toshiko Abe (japanisch 阿部 俊子 Abe Toshiko; * 19. Mai 1959 in Ishinomaki, Präfektur Miyagi) ist eine japanische…Toshiko Abe (japanisch 阿部 俊子 Abe Toshiko; * 19. Mai 1959 in Ishinomaki, Präfektur Miyagi) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei LDP (Jiyūminshutō), die seit 2005 Mitglied des Repräsentantenhauses (Shūgiin), des Unterhauses des Parlaments (Kokkai) und ehemalige Bildungsministerin.
Satsuki Katayama (japanisch 片山 さつき Katayama Satsuki; geboren 9. Mai 1959 in Urawa (heute Saitama), Saitama) ist eine…Satsuki Katayama (japanisch 片山 さつき Katayama Satsuki; geboren 9. Mai 1959 in Urawa (heute Saitama), Saitama) ist eine japanische Politikerin und seit 2010 Mitglied im Senat für den Verhältniswahlwahlkreis, davor von 2005 bis 2009 Mitglied im Repräsentantenhaus für Shizuoka 7. Sie ist seit dem 21. Oktober 2025 Finanzministerin in den Kabinetten Takaichi I und Takaichi II.
Takeaki Matsumoto (jap. 松本 剛明 Matsumoto Takeaki; ; * 25. April 1959 in der Präfektur Tokio; † 27. Juli 2026 in Tokio)…Takeaki Matsumoto (jap. 松本 剛明 Matsumoto Takeaki; ; * 25. April 1959 in der Präfektur Tokio; † 27. Juli 2026 in Tokio) war ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, für den 11. Wahlkreis Hyōgo, Minister für Allgemeine Angelegenheiten (englisch „Innere Angelegenheiten und Kommunikation“) und Außenminister. Er war Mitglied der LDP und gehörte dort ab 2017 zur Asō-Faktion.
Norihiko Akagi (jap. 赤城 徳彦, Akagi Norihiko, * 18. April 1959 in Chikusei) ist ein japanischer Politiker. Er war von Mai…Norihiko Akagi (jap. 赤城 徳彦, Akagi Norihiko, * 18. April 1959 in Chikusei) ist ein japanischer Politiker. Er war von Mai 2007 bis zum 1. August 2007 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei.
Nobuo Kishi (jap. 岸 信夫 Kishi Nobuo; * 1. April 1959 in der Präfektur Tokio als Nobuo Abe (安倍 信夫 Abe Nobuo); gemeldet in…Nobuo Kishi (jap. 岸 信夫 Kishi Nobuo; * 1. April 1959 in der Präfektur Tokio als Nobuo Abe (安倍 信夫 Abe Nobuo); gemeldet in Tabuse, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Abe-Faktion) und war von 2012 bis 2023 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, für den 2. Wahlkreis Yamaguchi, davor seit 2004 für Yamaguchi im Sangiin, dem Oberhaus des Nationalparlaments. Von 2020 bis 2022 war er Verteidigungsminister.
Tomomi Inada (jap. 稲田 朋美 Inada Tomomi; * 20. Februar 1959 in Imadate, heute: Echizen, Präfektur Fukui) ist eine…Tomomi Inada (jap. 稲田 朋美 Inada Tomomi; * 20. Februar 1959 in Imadate, heute: Echizen, Präfektur Fukui) ist eine japanische Politikerin, Abgeordnete im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Nationalparlaments, für den 1. Wahlkreis Fukui. Vom 3. August 2016 bis zu ihrem Rücktritt am 28. Juli 2017 war sie im zum zweiten Mal umgebildeten Kabinett Shinzō Abe III Verteidigungsministerin. In der Liberaldemokratischen Partei Japans gehört sie der Abe-Faktion an.
Shinkun Haku (* 8. Dezember 1958 in Shinjuku, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker der Demokratischen…Shinkun Haku (* 8. Dezember 1958 in Shinjuku, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker der Demokratischen Fortschrittspartei und Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments. Haku wurde mit dem koreanischen Namen Baek Jin Hoon als Sohn eines südkoreanischen Vaters und einer japanischen Mutter im Tokioter Bezirk Shinjuku geboren. Nach seinem Studium an der Nihon-Universität arbeitete er ab 1985 für die Chosun Ilbo, eine konservative südkoreanische Zeitung mit ausgeprägter anti-japanischer Haltung, für die er unter anderem die japanische Onlineausgabe initiierte. Daneben kommentierte er häufig koreanische Themen im japanischen Fernsehen. 2003 erwarb er die japanische Staatsbürgerschaft – vor 1985 sah das Gesetz diese nur für Kinder von japanischen Vätern vor. 2004 verließ er die Chosun Ilbo und wandte sich der Politik zu. Bei der Sangiin-Wahl 2004 trat Haku über die Verhältniswahlliste der Demokratischen Partei an, wobei seine Kandidatur von der buddhistischen Laienorganisation Risshō Kōseikai unterstützt wurde. Er erreichte mit über 200.000 Vorzugsstimmen Platz acht auf der Liste und damit ein sicheres Mandat. In seiner ersten Legislaturperiode war er unter anderem Mitglied des Auswärtigen und Verteidigungsausschusses, des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie und des Sonderausschusses für die Entführungsfrage. Bei der Sangiin-Wahl 2010 wurde er bei der Verhältniswahl mit 111.376 Präferenzstimmen und damit Platz 15 auf der Demokratischen Liste bei 16 gewählten relativ knapp wiedergewählt, bei der Wahl 2016 für die neu gegründete Demokratische Fortschrittspartei mit 138.813 Stimmen als elfter und letzter Kandidat bestätigt. Haku setzt sich unter anderem für das Ausländerwahlrecht auf Präfektur- und Kommunalebene und bessere Beziehungen zu Südkorea ein. 2008 unterstützte er einen Gesetzentwurf des Abgeordneten Tarō Kōno für ein liberaleres Staatsbürgerschaftsrecht, das die laut Kōno geschätzt 600.000 bis 700.000 Erwachsenen mit – in Japan de jure unmöglicher – doppelter Staatsbürgerschaft legalisiert hätte. Langfristig plädiert Haku für die Schaffung einer Asiatischen Gemeinschaft ähnlich der heutigen Europäischen Union.
Hiroyuki Nagahama (jap. 長浜 博行, Nagahama Hiroyuki; * 20. Oktober 1958 in Sumida, Tokio) ist ein japanischer Politiker…Hiroyuki Nagahama (jap. 長浜 博行, Nagahama Hiroyuki; * 20. Oktober 1958 in Sumida, Tokio) ist ein japanischer Politiker (NJP→NFP→DPJ→DFP→DVP→parteilos→KDP), Senator für Chiba, ehemaliger Vizepräsident des Senats und war von Oktober bis Dezember 2012 Umweltminister in der Regierung von Premierminister Yoshihiko Noda. Innerhalb der DPJ und DFP war er Mitglied der Noda-Gruppe.
Yasushi Furukawa (jap. 古川 康 Furukawa Yasushi; * 15. Juli 1958 in Karatsu, Präfektur Saga) ist ein japanischer…Yasushi Furukawa (jap. 古川 康 Furukawa Yasushi; * 15. Juli 1958 in Karatsu, Präfektur Saga) ist ein japanischer Politiker. Von 2003 bis 2014 war er Gouverneur von Saga, seitdem sitzt er im Abgeordnetenhaus, dem Unterhaus des Nationalparlaments, derzeit für den Wahlkreis Saga 2. Er ist Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin bis zur Auflösung zur Motegi-Faktion. Furukawa, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Studienabschluss 1977 Beamter im Ministerium für Selbstverwaltung, für das er später unter anderem in den Präfekturverwaltungen von Nagano, Okayama und Nagasaki sowie 1997 unter Mitsuhiro Uesugi als Sekretär des Ministers tätig war. Im Januar 2003 beendete er seine Beamtenlaufbahn, um sich bei den einheitlichen Regionalwahlen im April um die Nachfolge von Sagas Gouverneur Isamu Imoto zu bewerben, der sich nach drei Amtszeiten zurückzog. In einem Feld aus sechs Kandidaten setzte sich Furukawa, dessen Kandidatur von der LDP unterstützt wurde, mit rund 13.000 Stimmen Vorsprung auf den ehemaligen Präfekturparlamentspräsidenten Iwamasa Miyahara durch. 2007 und 2011 wurde er gegen jeweils nur einen Gegenkandidaten, den Kommunisten Masakatsu Hirabayashi, im Amt bestätigt. Zu den kontroversen Themen seiner Amtszeit gehörten seine Genehmigung 2008 für die Einführung von MOX-Brennelementen im Kernkraftwerk Genkai, der Streit um den Isahaya-Damm in der Nachbarpräfektur Nagasaki, gegen dessen Schließung durch die Zentralregierung die örtlichen Fischereigenossenschaften mit Unterstützung Furukawas seit Jahren opponieren (vorläufige Öffnung durch das Kabinett Kan 2010) hatten, und ein Skandal um mangelhafte Fleischexportkontrollen durch die Präfekturbehörden 2009. Während seiner dritten Amtszeit trat Furukawa im November 2014 zurück, um bei der Abgeordnetenhauswahl 2014 einen Wechsel in die nationale Politik zu versuchen. Er kandidierte für die LDP im – 2013 neu zugeschnittenen – Wahlkreis Saga 2 und setzte sich gegen den Demokraten Hiroshi Ōgushi durch. 2017 unterlag er Ōgushi (nun Hoffnungspartei) knapp, gewann aber als bester Wahlkreisverlierer einen der sieben LDP-Sitze bei der Verhältniswahl in Kyūshū. Auch 2021 und 2024 unterlag er Ōgushi (nun KDP) und gewann jeweils einen LDP-Verhältniswahlsitz in Kyūshū. Beim landesweiten LDP-Erdrutschsieg 2026 setzte er sich mit elf Prozentpunkten Vorsprung gegen Ōgushi durch. Anschließend übernahm er den Vorsitz im Shūgiin-Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten. In der Regierung war Furukawa von 2020 bis 2021 (Kabinett Suga) parlamentarischer Staatssekretär im Sōmushō, von 2023 bis 2024 (Kabinett Kishida II (2. Umbildung)) im Land- & Verkehrsministerium, von 2024 bis 2025 (Kabinett Ishiba II) war er dort Vizeminister.
Shigefumi Matsuzawa (jap. 松沢 成文 Matsuzawa Shigefumi; * 2. April 1958 in Kawasaki) ist ein japanischer Politiker…Shigefumi Matsuzawa (jap. 松沢 成文 Matsuzawa Shigefumi; * 2. April 1958 in Kawasaki) ist ein japanischer Politiker (parteilos→JRP→NFP→Stimme des Volkes→GGP→DPJ→parteilos→Minna→Jisedai→parteilos→Kibō→Ishin→parteilos→Ishin) und ist seit 2022 wie zuvor bereits von 2013 bis 2021 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die ostjapanische Präfektur Kanagawa. Davor war er von 2003 bis 2011 Gouverneur von Kanagawa, von 1993 bis 2003 Abgeordneter im Shūgiin, dem nationalen Unterhaus. Von Mai 2018 bis Mai 2019 war er Parteivorsitzender der Kibō no Tō.
Keiichi Ishii (jap. 石井 啓一 Ishii Keiichi; * 20. März 1958 in Toshima, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker. Er…Keiichi Ishii (jap. 石井 啓一 Ishii Keiichi; * 20. März 1958 in Toshima, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker. Er ist seit 1993 mit Unterbrechung (2024–2026) Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für die meiste Zeit für den Verhältniswahlblock Nord-Kantō, seit 2026 Vizepräsident des Shūgiin und war 2024 für kurze Zeit Parteivorsitzender der Kōmeitō. Ishii besuchte die angeschlossene Mittel- und Oberschule der Waseda-Universität, anschließend studierte er an der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio. Nach seinem Abschluss 1981 wurde er Beamter im Bauministerium. 1992 verließ er das Ministerium und wandte sich der Politik zu. Bei der Shūgiin-Wahl 1993 kandidierte Ishii für die Kōmeitō im dreimandatigen Wahlkreis Tokio 5 und wurde mit dem dritthöchsten Stimmenanteil gewählt: um rund 4.000 Stimmen verdrängte er LDP-Amtsinhaber Kōki Kobayashi auf den vierten Platz. Nach der Wahlrechtsreform 1994 kandidierte er über die Verhältniswahl, zunächst in Tokio, seit 2000 in Nord-Kantō, und wurde sechs Mal in Folge wiedergewählt. 2003 wurde er unter dem 2. Kabinett Koizumi Staatssekretär im Finanzministerium. In der Kōmeitō nahm er ab den 1990er Jahren höhere Positionen im Parteivorstand ein; 2000 und erneut 2004 war er Vizevorsitzender im politischen Forschungsrat, 2010 wurde er Nachfolger von Tetsuo Saitō als Vorsitzender des politischen Forschungsrats. Von 2015 bis 2019 war er Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT). Im September 2020 ersetzte er Saitō als Generalsekretär. 2024 zog sich Natsuo Yamaguchi nach 15 Jahren vom Parteivorsitz zurück. Ohne Gegenkandidat wurde Ishii im September 2024 zum Nachfolger gewählt. Bei der im Oktober 2024 folgenden Shūgiin-Wahl 2024 wechselte Ishii ins Mehrheitswahlsegment in den Wahlkreis Saitama 14. Dort unterlag er mit rund 32 % der Stimmen Yoshihiro Suzuki (37 %, DVP). Wenige Tage nach seiner Abwahl kündigte er angesichts der Sitzverluste der Kōmeitō insgesamt und dem Mehrheitsverlust der Regierung seinen Rücktritt vom Parteivorsitz an. Tetsuo Saitō trat im November 2024 seine Nachfolge an. Für die Wahl 2026 vereinigte sich die Kōmeitō im Shūgiin mit der Shūgiin-KDP zum Chūdō Kaikaku Rengō, für den Ishii bei der Verhältniswahl in Nord-Kantō den gesetzten Listenplatz eins vor den Doppelkandidaten erhielt und sicher gewählt war. Anschließend wurde er zum Vizepräsidenten Kammer gewählt und wie üblich fraktionslos.