Akiko Horikawa (japanisch 堀川 朗子 Horikawa Akiko; * 11. Oktober 1986 in Ōmuta, Präfektur Fukuoka) ist eine japanische…Akiko Horikawa (japanisch 堀川 朗子 Horikawa Akiko; * 11. Oktober 1986 in Ōmuta, Präfektur Fukuoka) ist eine japanische Politikerin der Kommunistischen Partei Japans (KPJ), die von 2024 bis 2026 Mitglied des Shūgiin, des Unterhauses des Parlaments, ist.
Tani Ryōko (jap. 谷 亮子, Tani Ryōko; * 6. September 1975 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; geborene Tamura Ryōko, 田村 亮子) ist…Tani Ryōko (jap. 谷 亮子, Tani Ryōko; * 6. September 1975 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; geborene Tamura Ryōko, 田村 亮子) ist eine der erfolgreichsten japanischen Judoka und Politikerin. Sie ist zweifache Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin. Tani begann im Alter von acht Jahren mit dem Judo. Auf internationaler Bühne machte sie erstmals 1991 bei den Judo-Weltmeisterschaften in Barcelona auf sich aufmerksam, als sie im Alter von 15 Jahren sich erst im Finale der Britin Karen Briggs geschlagen geben musste. Von 1993 an gewann sie bei sieben von acht ausgetragenen Weltmeisterschaften den Titel in ihrer Gewichtsklasse Extraleichtgewicht. Bei Olympischen Spielen musste sich Tani 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta jeweils mit der Silbermedaille zufriedengeben. Bei den Spielen 2000 in Sydney siegte sie im Finale gegen die Russin Ljubow Bruletowa und wurde erstmals in ihrer Karriere Olympiasiegerin. Ihren Titel konnte sie 2004 erfolgreich verteidigen. 2008 in Peking gewann sie die Bronzemedaille. Tani ist in Japan unter dem Spitznamen Yawara-chan bekannt. Das Wort yawara bezieht sich auf eine bekannte Figur aus Naoki Urasawas Judo-Manga Yawara!. Seit 2003 ist sie mit dem japanischen Baseballspieler Yoshitomo Tani verheiratet, der 2004 ebenfalls an den Olympischen Spielen teilnahm. Bei der Oberhauswahl 2010 trat Tani als Kandidatin der Demokratischen Partei auf der Verhältniswahlliste an, erreichte mit landesweit über 350 Tausend Vorzugsstimmen den zweiten Listenplatz und war für sechs Jahre als Abgeordnete gewählt. Ihre Judokarriere wollte sie zunächst parallel fortsetzen und plante, sich für die Olympischen Sommerspiele 2012 zu qualifizieren. Am 15. Oktober 2010 gab sie ihren Rücktritt als Sportlerin bekannt. Im Sommer 2012 reichte Tani gemeinsam mit weiteren Gegnern der geplanten Verdopplung der Mehrwertsteuer um Ichirō Ozawa ihren Parteiaustritt ein. Sie schloss sich Ozawas neuer Partei Kokumin no Seikatsu ga Daiichi (später →Japanische Zukunftspartei→Seikatsu no Tō) an. Bei der Oberhauswahl 2016 kandidierte sie nicht für eine Wiederwahl.
Ryōta Takeda (jap. 武田 良太 Takeda Ryōta; * 1. April 1968 in der Stadt Fukuchi, Kreis Tagawa, Präfektur Fukuoka) ist ein…Ryōta Takeda (jap. 武田 良太 Takeda Ryōta; * 1. April 1968 in der Stadt Fukuchi, Kreis Tagawa, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker (LDP→parteilos/zur Fraktion Group Kaikaku→LDP→parteilos→LDP, darin zuletzt Nikai-Faktion). Er ist seit 2003 mit Unterbrechung (2024–26) Mitglied des Abgeordnetenhauses (Unterhaus des Nationalparlaments) für den 11. Wahlkreis Fukuoka und war von 2019 bis 2021 Minister im Kabinett, zunächst bis 2020 für Katastrophenschutz und Polizei, danach als Innenminister. Seit 2026 führt er in der LDP die Takeda-Gruppe (Takeda group 武田グループ, formal 総合安全保障研究会 sōgo anzen hoshō kenkyūkai, „Allgemeiner Sicherheitsforschungsrat“), eine der informelleren Gruppen, die sich im Zuge der formalen Auflösung der meisten Faktionen gebildet haben; sie besteht vor allem aus ehemaligen Mitgliedern der Nikai-Faktion. Takeda, der Neffe von Rokusuke Tanaka (1963–1985 LDP-Unterhausabgeordneter für den früheren SNTV-Viermandatswahlkreis Fukuoka 4 und unter anderem Minister im MITI und dem Kabinettssekretariat), studierte englische Literatur an der Waseda-Universität. 1992 wurde er Sekretär für den Unterhausabgeordneten Shizuka Kamei (damals LDP, Hiroshima). Mit nur 25 Jahren trat er bei Unterhauswahl 1993 selbst als LDP-Kandidat im früheren Wahlkreis seines Onkels an, landete aber mit 3,2 % der Stimmen nur auf dem siebten und letzten Platz, die vier Sitze gingen an zwei Amtsinhaber (Shōzaburō Jimi, LDP und Sekisuke Nakanishi, SPJ) und zwei neue Abgeordnete von Erneuerungspartei (Kōzō Yamamoto) und Kōmeitō (Kazuo Hirotomo). Nach der Umstellung des Wahlsystems auf Einmandatswahlkreise kandidiert Takeda im neuen Wahlkreis 11, zu dem unter anderem auch Kreis und Stadt Tagawa gehören. 1996 unterlag er Yamamoto (nun NFP) und Nakanishi (nun SDP), 2000 landete er vor Nakanishi, aber hinter Yamamoto (nun parteilos). Vor der Wahl 2003 war Yamamoto der LDP beigetreten; als unabhängiger Kandidat trat Takeda erneut an und setzte sich durch. Zusammen mit vier anderen neuen konservativen parteilosen Abgeordneten gründete er zunächst die Group Kaikaku (グループ改革, „Group Reform“), trat aber 2004 der LDP bei. 2005 stimmte er wie viele LDP-Abgeordnete gegen die von Premierminister Koizumi geplante Postprivatisierung und musste bei der aus der Rebellion resultierenden „Postprivatisierungswahl“ 2005 wieder unabhängig kandidieren, verteidigte Fukuoka 11 aber hauchdünn mit weniger als 500 Stimmen Vorsprung auf Yamamoto, der einen LDP-Sitz bei der Verhältniswahl in Kyūshū gewann. Er stimmte im zweiten Anlauf der Postprivatisierung zu und konnte voll in die LDP zurückkehren. Von 2008 bis 2009 war er parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2009, als er sich souverän gegen Kandidaten von SDP und KPJ durchsetzte, gewann Takeda Fukuoka 11 zum ersten Mal als LDP-Kandidat; Yamamoto wechselte in den Verhältniswahlblock, später in den Wahlkreis 10. Den Sitz hielt Takeda bei drei folgenden Wahlen ungefährdet gegen wechselnde Herausforderer verschiedener Parteien. 2012 wurde er Vorsitzender des Sicherheitsausschusses (anzen-hoshō-iinkai) im Abgeordnetenhaus, 2013 bei der Halbzeitauswechslung der meisten Staatssekretäre unter dem Kabinett Shinzō Abe II „Vizeminister“ im Verteidigungsministerium. Nach der Oberhauswahl 2019 berief Shinzō Abe Takeda bei einer Kabinettsumbildung zum öffentlichen Sicherheits- (Polizei) und Katastrophenschutzminister. Unter Nachfolger Yoshihide Suga wechselte er 2020 im Kabinett Suga in das Ministerium für allgemeine Angelegenheiten. (Sōmu-shō; ist ein Innenministerium, heißt in Japan aber nicht so. Das Ministerium für innere Angelegenheiten, zuständig unter anderem für zentralistische Regional- und zeitweise auch Kolonialverwaltung, Polizei, Medienzensur, Geheimpolizei und Staatsreligion, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zerschlagen. In englischer Übersetzung durch die japanischen Ministerialbeamten heißt das Sōmu-shō dagegen Ministry of Internal Affairs and Communications.) Im Oktober 2021 wurde er durch Yasushi Kaneko abgelöst. Im Zuge des LDP-Skandals um Kickbacks aus Faktionsfundraisern 2023/24 wurde Takeda parteiintern für ein Jahr von Parteiämtern suspendiert und war bei der Abgeordnetenhauswahl 2024 von einer Doppelkandidatur ausgeschlossen. Er unterlag mit rund 43 % der Stimmen Tomonobu Murakami (45 %; inzwischen Nippon Ishin no Kai) und schied aus dem Abgeordnetenhaus aus. Beim landesweiten LDP-Erdrutschsieg 2026 gewann er den Sitz zurück.
Seiko Noda (jap. 野田 聖子 Noda Seiko; * 3. September 1960 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka als Seiko Shima (島 聖子 Shima…Seiko Noda (jap. 野田 聖子 Noda Seiko; * 3. September 1960 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka als Seiko Shima (島 聖子 Shima Seiko)) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordnete im Shūgiin, des Unterhauses der Kokkai, für den 1. Wahlkreis Gifu, Ministerin für Geburtenrückgang & Geschlechtergleichstellung und für Regionalbelebung (siehe Abenomics) im Kabinett Kishida und unter anderem ehemalige Post- und Innenministerin. Sie gehört innerparteilich schon seit ihrem Parteiwiedereintritt keiner Faktion an.
Michiyo Takagi (jap. 高木 美智代, Takagi Michiyo; * 13. September 1952 in der späteren Stadt Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka)…Michiyo Takagi (jap. 高木 美智代, Takagi Michiyo; * 13. September 1952 in der späteren Stadt Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist eine ehemalige japanische Politikerin der Kōmeitō und war von 2003 bis 2021 Abgeordnete für den Verhältniswahlblock Tokio im Abgeordnetenhaus (Shūgiin), dem Unterhaus der Nationalversammlung (Kokkai). Takagi studierte ab 1971 im ersten Jahrgang der neu gegründeten Sōka Daigaku, nach ihrem Abschluss 1975 war sie Journalistin für die ebenfalls mit der Sōka Gakkai verbundene Zeitung Seikyō Shimbun. Bei der Shūgiin-Wahl 2003 kandidierte sie bei der Verhältniswahl in Tokio auf Platz 2 der Kōmeitō-Liste und wurde gewählt, dort wurde sie seither fünfmal in Folge wiedergewählt. Im Abgeordnetenhaus war sie von 2009 bis 2010 Vorsitzende des Sonderausschusses für Jugendfragen, 2016 Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie. Von 2006 bis 2007 (Kabinett Shinzō Abe I) war sie im zugehörigen Ministerium parlamentarische Staatssekretärin (daijinseimukan). 2017 wurde sie für das umgebildete dritte Kabinett Abe Staatssekretärin (fuku-daijin) im Sozial- und Arbeitsministerium (engl. MHLW). Zur Shūgiin-Wahl 2021 trat Takagi nicht mehr an.
Yōichi Masuzoe (jap. 舛添 要一 Masuzoe Yōichi; * 29. November 1947 in Yahata (heute: Kitakyūshū)) ist ein japanischer…Yōichi Masuzoe (jap. 舛添 要一 Masuzoe Yōichi; * 29. November 1947 in Yahata (heute: Kitakyūshū)) ist ein japanischer Politiker und ehemaliger Gouverneur der Präfektur Tokio. Von 2001 bis 2013 war er Oberhausabgeordneter und von September 2007 bis 2009 Minister für Gesundheit und Arbeit im Kabinett. Masuzoe ist Absolvent der Universität Tōkyō. Nach Forschungsaufenthalten in Paris und Genf lehrte er von 1979 bis 1994 Politikwissenschaften an der Universität Tōkyō. In den 90er Jahren unternahm er erste Schritte in der Politik; unter anderem kandidierte er 1999 für den Gouverneursposten in der Hauptstadtpräfektur Tōkyō, erreichte aber nur den dritthöchsten Stimmenanteil hinter Shintarō Ishihara (parteilos) und Kunio Hatoyama (damals DPJ). Im Jahr 2001 wurde Masuzoe über die Verhältniswahlliste der Liberaldemokratischen Partei (LDP) ins Oberhaus gewählt. Er gehörte zu den LDP-Abgeordneten, die nicht faktionsgebunden sind. Während des Skandals um verlorengegangene und undokumentierte Rentenansprüche im Oberhauswahlkampf 2007 kritisierte er die Regierung Shinzō Abe für die schleppende Aufarbeitung und wurde trotz der massiven Verluste der LDP wiedergewählt. Bei der Regierungsumbildung im August ernannte ihn Abe überraschend zum Minister für Gesundheit und Arbeit und übertrug ihm somit die Verantwortung für die Bewältigung des Rentenskandals. Masuzoe kündigte an, sein politisches Überleben an dieses Vorhaben zu knüpfen. Abes Nachfolger Fukuda und Asō beließen Masuzoe auf seinem Posten, den er bis zum Regierungswechsel 2009 behielt. Im April 2010 verließ Masuzoe die LDP und gründete zusammen mit drei Mitgliedern des Kaikaku Club und den ebenfalls aus der LDP ausgetretenen Abgeordneten Tetsurō Yano und Masakatsu Koike eine neue Partei, die Shintō Kaikaku, deren erster Vorsitzender er wurde. Bei der Oberhauswahl im Juli 2013 kandidierte er nicht mehr für eine Wiederwahl und trat anschließend vom Parteivorsitz zurück. Bei der Gouverneurswahl in Tokio 2014 kandidierte Masuzoe mit Unterstützung aus Mitte-rechts-Parteien und Gewerkschaften. Er setzte sich mit rund 43 % der Stimmen klar gegen Kenji Utsunomiya, Morihiro Hosokawa und 13 weitere Kandidaten durch. Am 15. Juni 2016 gab Masuzoe bekannt, aufgrund eines Finanzskandals mit Wirkung zum 21. Juni zurückzutreten, nachdem bekannt wurde, dass er mit Steuergeldern luxuriöse Auslandsreisen und Ausflüge finanzierte. Die Neuwahlen sollen zusammen mit mehreren Nachwahlen zum Präfekturparlament am 31. Juli stattfinden.
Kiyoshi Ueda (jap. 上田 清司 Ueda Kiyoshi; * 15. Mai 1948 in Fukuoka) ist ein japanischer Politiker (Neuer Liberaler…Kiyoshi Ueda (jap. 上田 清司 Ueda Kiyoshi; * 15. Mai 1948 in Fukuoka) ist ein japanischer Politiker (Neuer Liberaler Klub→Liberaldemokratische Partei→Erneuerungspartei→Neue Fortschrittspartei→From Five→Minseitō→Demokratische Partei→parteilos, später mit Unterbrechung zur DVP-Fraktion→DVP) und seit 2019 Mitglied im Rätehaus, dem Oberhaus des Nationalparlaments, für die Präfektur Saitama. Von 2003 bis 2019 war er Gouverneur von Saitama.
Kōriki Jōjima (japanisch 城島 光力 Jōjima Kōriki, eigentlich und bis 2005 auch bei Wahlen 城島 正光 Jōjima Masamitsu; * 1.…Kōriki Jōjima (japanisch 城島 光力 Jōjima Kōriki, eigentlich und bis 2005 auch bei Wahlen 城島 正光 Jōjima Masamitsu; * 1. Januar 1947 in Yanagawa, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei (DPJ). Er war von 1996 bis 2012 Mitglied des Shūgiin, zuletzt für den Wahlkreis Kanagawa 10, und von Oktober bis Dezember 2012 Finanzminister im Kabinett Noda. Jōjima, Absolvent der La-Salle-Oberschule in Kagoshima und der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, arbeitete nach seinem Studienabschluss 1970 für Ajinomoto, wo er 25 Jahre lang blieb. Dort übernahm er später auch Führungspositionen in der Ajinomoto-Unternehmensgewerkschaft. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 wechselte Jōjima in die Politik: Für Ichirō Ozawas Neue Fortschrittspartei (NFP) kandidierte er im Verhältniswahlblock Tokio auf Listenplatz 1 und war sicher gewählt. Nach der Auflösung der NFP kam er 1998 über Kansei Nakanos Shintō Yūai zur „neuen“ DPJ. Für diese übernahm er bei den Wahlen 2000, 2003 und 2005 die Kandidatur im Wahlkreis Tokio 13 gegen Ichirō Kamoshita (LDP), konnte sich aber nur 2003 durchsetzen. 2000 wurde er über den Verhältniswahlblock wiedergewählt, 2005 verlor er sein Mandat. Für die Wahl 2009 übernahm er den Wahlkreis Kanagawa 10, der Teile der Stadt Kawasaki umfasst, und zog gegen Kazunori Tanaka (LDP) erneut ins Parlament ein. Jōjima war 2002 Mitglied des „nächsten Kabinetts“, des DPJ-Schattenkabinetts von Naoto Kan. Höhere Vorstandspositionen in der Nationalpartei übernahm er nach dem Regierungswechsel 2009: 2010 wurde er unter Naoto Kan stellvertretender Vorsitzender im politischen Planungsausschuss, 2011 unter Yoshihiko Noda stellvertretender Generalsekretär. Im Januar 2012 berief ihn Noda bei einer Umbildung von Parteiführung und Kabinett zum Vorsitzenden des Komitees für Parlamentsangelegenheiten. Er ist seit 2011 außerdem Vorsitzender des DPJ-Präfekturverbandes Kanagawa. Bei einer Partei- und Kabinettsumbildung im Oktober 2012 ersetzte er Finanzminister Jun Azumi, der in die Parteiführung wechselte. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 erhielt Jōjima im 10. Wahlkreis Kanagawa nur 21,9 % der Stimmen und unterlag damit Kazunori Tanaka (LDP, 37,5 %). Eine Wiederwahl über den Verhältniswahlblock verfehlte er damit ebenfalls und wurde wie sieben weitere amtierende Minister im Kabinett Noda abgewählt. 2014 erhielt er zwar wieder mehr Stimmen, unterlag Tanaka aber noch klarer, der eine absolute Mehrheit der Stimmen gewann. 2015 kündigte er seinen Rückzug aus der aktiven Nationalpolitik an.
Shōzaburō Jimi (jap. 自見 庄三郎, Jimi Shōzaburō; * 5. November 1945 in Kokura (heute: Kitakyūshū), Präfektur Fukuoka) ist…Shōzaburō Jimi (jap. 自見 庄三郎, Jimi Shōzaburō; * 5. November 1945 in Kokura (heute: Kitakyūshū), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Von 1983 bis 2005 und von 2007 bis 2013 war er Abgeordneter im Nationalparlament, zunächst im Abgeordnetenhaus (Unterhaus), dann im Rätehaus (Oberhaus). In den Kabinetten Kan und Noda war er von 2010 bis 2012 Minister für den Finanzsektor und die Reform des Postwesens. Von 2012 bis 2013 war er Vorsitzender der Neuen Volkspartei. Jimi schloss 1970 sein Medizinstudium an der Kyūshū-Universität ab, anschließend absolvierte er dort ein Aufbaustudium als medizinischer Forscher und erwarb den Doktorgrad. Nach einem 1980 begonnenen Forschungsaufenthalt an der Harvard School of Public Health, kehrte er 1982 als Dozent an die Universität Kyūshū zurück. Bei der Wahl im Dezember 1983 zum Shūgiin, dem Unterhaus, kandidierte Jimi selbst und wurde im SNTV-Viermandatswahlkreis Fukuoka 4 für die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit dem dritthöchsten Stimmenanteil erstmals gewählt. In der LDP schloss er sich der Nakasone-Faktion des damals amtierenden Premiers Yasuhiro Nakasone an. Für das Shūgiin wurde danach sechs Mal in Folge wiedergewählt, ab 1996 im Einzelwahlkreis Fukuoka 10. Ab Ende der 1980er Jahre erhielt Jimi Führungspositionen in der Partei und in mehreren Kabinetten: 1989 war er parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) in der Landbehörde, 1990 im MITI. 1995 übernahm er den Vorsitz im Kommunikationsausschuss des Shūgiin, später im selben Jahr den stellvertretenden Vorsitz des Politikforschungsrates der LDP. Ein Jahr später war er stellvertretender Generalsekretär. Premierminister Ryūtarō Hashimoto berief ihn 1997 als Postminister in sein zweites Kabinett. Während des innerparteilichen Streits um die japanische Staatspost 2005 gehörte Jimi zu den sogenannten „Rebellen“, den Gegnern der vom Parteivorsitzenden Jun’ichirō Koizumi betriebenen Privatisierung. Bei der von Koizumi vorzeitig veranlassten Shūgiin-Wahl 2005 trat Jimi als Unabhängiger an und verlor seinen Wahlkreis an die „Attentäter“-Kandidatin Kyōko Nishikawa. Er schloss sich der aus LDP-„Rebellen“ entstandenen Neuen Volkspartei von Tamisuke Watanuki an und kehrte bei der Sangiin-Wahl 2007 über die nationale Verhältniswahl ins Parlament zurück: Mit über 117.000 Vorzugsstimmen konnte er den ersten Platz auf der Liste und damit den einzigen Verhältniswahlsitz der Partei erobern. Er übernahm anschließend den stellvertretenden Parteivorsitz, 2008 auch das Amt des Vorsitzenden des Politikforschungsrates. Als die Neue Volkspartei bei der Shūgiin-Wahl 2009 die Sitze des Parteivorsitzenden Watanuki und von Generalsekretär Hisaoki Kamei verlor, berief der neue Parteivorsitzende Shizuka Kamei Jimi zum Generalsekretär. Kamei wurde in einer Koalitionsregierung mit der Demokratischen Partei Minister, trat aber im Juni 2010 im Streit über die Revision der Postprivatisierung zurück, woraufhin Premierminister Naoto Kan Jimi zum Nachfolger als Minister berief. Yoshihiko Noda übernahm ihn am 2. September 2011 auf diesen Posten in sein neues Kabinett. Er blieb bis zu einer Kabinettsumbildung im Juni 2012 Minister. Im April 2012 übernahm Jimi nach dem Sturz und anschließenden Austritt von Shizuka Kamei den Parteivorsitz der Neuen Volkspartei, den er bis zur Auflösung der Partei im Frühjahr 2013 behielt. Bei der Sangiin-Wahl 2013 kandidierte Jimi nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Abgeordneter.
Seiichi Ōta (jap. 太田 誠一, Ōta Seiichi; * 30. Oktober 1945 in Fukuoka; † 4. Dezember 2024 in Tokio) war ein japanischer…Seiichi Ōta (jap. 太田 誠一, Ōta Seiichi; * 30. Oktober 1945 in Fukuoka; † 4. Dezember 2024 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Er war bis 2009 Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, und war von August bis September 2008 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei im Kabinett. Innerhalb der LDP gehörte er zur Koga-Faktion.
Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und…Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den 8. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka und Vizepräsident (fuku-sōsai) der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der LDP führt er die Asō-Faktion, die nach dem Kickbackskandal 2024 einzige in bisheriger Form verbliebene LDP-Faktion. Von September 2008 bis September 2009 war er der Premierminister Japans und LDP-Vorsitzender und war von 2012 bis 2021 Finanzminister. Zudem ist er Sonderberater der ultranationalistisch geprägten Nippon Kaigi.
Makoto Koga (jap. 古賀 誠, Koga Makoto; * 5. August 1940 in Setaka (heute: Miyama), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger…Makoto Koga (jap. 古賀 誠, Koga Makoto; * 5. August 1940 in Setaka (heute: Miyama), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Von 2006 bis 2012 führte er in der LDP die Koga-Faktion (offiziell: Kōchikai). Ab 1980 gehörte Koga für den fünfmandatigen 3. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka, ab 1996 für den Einmandatswahlkreis 7 dem Unterhaus an und war durchgehenden Mitglied des Kōchikai, das sich im November 2000 in die späteren Tanigaki- und Koga-Faktionen spaltete und 2008 wieder vereinigte. Von 1996 bis 1997 war Koga Verkehrsminister, in der LDP von 1998 bis 2000 Vorsitzender des Ausschusses für Parlamentsangelegenheiten, von 2000 bis 2001 Generalsekretär und von 2007 bis 2009 Vorsitzender des Wahlkampfausschusses. Bei der Unterhauswahl 2012 kandidierte er nicht mehr für ein weiteres Mandat. Seinen Wahlkreis übernahm für die LDP sein bisheriger Abgeordnetensekretär Satoshi Fujimaru.
Wataru Asō (jap. 麻生 渡, Asō Wataru; * 15. Mai 1939 in Tobata, Präfektur Fukuoka (heute der Tobata-ku von Kitakyūshū); †…Wataru Asō (jap. 麻生 渡, Asō Wataru; * 15. Mai 1939 in Tobata, Präfektur Fukuoka (heute der Tobata-ku von Kitakyūshū); † 15. März 2025 in Fukuoka) war von 1995 bis 2011 parteiloser Gouverneur der japanischen Präfektur Fukuoka. Von 2005 bis 2011 war er außerdem Präsident der „Nationalen Gouverneurskonferenz“. Asō studierte an der Universität Kyōto und war anschließend Beamter im MITI. Zwischenzeitlich war er für das Außenministerium in London tätig, ab 1992 leitete er zwei Jahre lang das Patentamt. 1995 trat er erstmals erfolgreich bei den Gouverneurswahlen von Fukuoka an und wurde seither dreimal bestätigt. Zuletzt setzte er sich bei den einheitlichen Regionalwahlen 2007 gegen den von DPJ und SDP unterstützten Shūji Inatomi deutlich mit 1,12 Millionen zu 666.000 Stimmen durch. 2011 zog sich Asō zurück, zu seinem Nachfolger wurde Hiroshi Ogawa gewählt.
Shin’ya Izumi (jap. 泉 信也, Izumi Shin’ya; * 1. August 1937 in Yoshii (heute: Ukiha), Präfektur Fukuoka) ist ein…Shin’ya Izumi (jap. 泉 信也, Izumi Shin’ya; * 1. August 1937 in Yoshii (heute: Ukiha), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Minister. Er war bis 2010 Abgeordneter des Sangiin, des japanischen Oberhauses, und gehörte innerparteilich der Nikai-Gruppe an. Izumi studierte bis 1962 Bauingenieurwesen an der Kyūshū-Universität, anschließend war er Beamter im Verkehrsministerium. Bei der Sangiin-Wahl 1992 wurde Izumi erstmals für die LDP ins Parlament gewählt. 1993 wechselte er zur Erneuerungspartei, anschließend in die Neue Fortschrittspartei. Nach deren Auflösung gehörte er ab 1998 der Liberalen Partei, ab 2000 der Konservativen Partei an, bevor er schließlich 2003 mit den verbleibenden Abgeordneten seiner Partei in die LDP zurückkehrte. Izumi war mehrfach Staatssekretär, bevor ihn Premierminister Shinzō Abe im August 2007 bei seiner Kabinettsumbildung zum Vorsitzenden der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Staatsminister für Katastrophenschutz und Lebensmittelsicherheit berief. Yasuo Fukuda übernahm ihn einen Monat später in sein Kabinett, ersetzte ihn aber bei der Kabinettsumbildung im August 2008 durch Motoo Hayashi. Bei der Sangiin-Wahl 2010 trat Izumi nicht mehr an.
Asō Takakichi (japanisch 麻生 太賀吉; * 29. September 1911 in Iizuka, Präfektur Fukuoka; † 2. Dezember 1980) war ein…Asō Takakichi (japanisch 麻生 太賀吉; * 29. September 1911 in Iizuka, Präfektur Fukuoka; † 2. Dezember 1980) war ein japanischer Unternehmer und Politiker. Er leitete über 40 Jahre lang das Familienunternehmen K.K. Asō. Zwischen 1949 und 1955 war er Abgeordneter des Shūgiin, des japanischen Unterhauses, für die Liberale Partei.
Akama Bunzō (japanisch 赤間 文三; * 31. Mai 1899 in Tsuyazaki, Präfektur Fukuoka; † 2. Mai 1973) war ein japanischer…Akama Bunzō (japanisch 赤間 文三; * 31. Mai 1899 in Tsuyazaki, Präfektur Fukuoka; † 2. Mai 1973) war ein japanischer Politiker der Liberalen Partei und später der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der unter anderem von 1947 bis 1959 Gouverneur von Osaka sowie zwischen 1967 und 1968 Justizminister war.
Ishii Mitsujirō (japanisch 石井 光次郎; geboren 18. August 1889 in Kurume, Präfektur Fukuoka; gestorben 20. September 1981…Ishii Mitsujirō (japanisch 石井 光次郎; geboren 18. August 1889 in Kurume, Präfektur Fukuoka; gestorben 20. September 1981 in Tokio) war ein japanischer Politiker, Mitglied des Abgeordnetenhauses aus Fukuoka, mehrfach Minister und 1955 Mitgründer der Liberaldemokratischen Partei (LDP), in der er ab 1956 nach dem Tod von Ogata Taketora auch eine eigene Faktion führte.
Nakano Seigō (japanisch 中野 正剛; geb. 12. Februar 1886 in Fukuoka (Nishiminatochō); gest. 27. Oktober 1943) war ein…Nakano Seigō (japanisch 中野 正剛; geb. 12. Februar 1886 in Fukuoka (Nishiminatochō); gest. 27. Oktober 1943) war ein japanischer Politiker während der Taishō- und Shōwa-Zeit.
Ishibashi Ningetsu (japanisch 石橋 忍月; eigentlich Ishibashi Tomokichi (石橋 友吉), * 1. September 1865 in der Provinz…Ishibashi Ningetsu (japanisch 石橋 忍月; eigentlich Ishibashi Tomokichi (石橋 友吉), * 1. September 1865 in der Provinz Chikugo; † 1. Februar 1926) war ein japanischer Literaturkritiker und Schriftsteller.
Shishaku Suematsu Kenchō (jap. 末松 謙澄; * 30. September 1855 in Maeda (Provinz Buzen); † 5. Oktober 1920 in Tokio) war…Shishaku Suematsu Kenchō (jap. 末松 謙澄; * 30. September 1855 in Maeda (Provinz Buzen); † 5. Oktober 1920 in Tokio) war ein japanischer Autor, Unternehmer und Politiker.
Hakushaku Kaneko Kentarō (jap. 金子 賢太郎; * 13. März 1853 in Fukuoka; † 16. Mai 1942 in Hayama) war ein japanischer…Hakushaku Kaneko Kentarō (jap. 金子 賢太郎; * 13. März 1853 in Fukuoka; † 16. Mai 1942 in Hayama) war ein japanischer Politiker während der Meiji-Zeit. 1900 wurde er zum Baron (Danshaku), 1907 zum Vizegraf (Shishaku) und 1934 zum Graf (Hakushaku) ernannt.
Ryū Matsumoto (jap. 松本 龍, Matsumoto Ryū; * 17. Mai 1951 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; † 21. Juli 2018 ebenda) war ein…Ryū Matsumoto (jap. 松本 龍, Matsumoto Ryū; * 17. Mai 1951 in Fukuoka, Präfektur Fukuoka; † 21. Juli 2018 ebenda) war ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei (Yokomichi-Gruppe) und von 1990 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Parlaments. In den zum ersten und zweiten Mal umgebildeten Kabinetten von Naoto Kan war er Umweltminister und Staatsminister für Katastrophenschutz. Matsumoto studierte Politikwissenschaft an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Chūō-Universität und wurde 1980 Sekretär im Abgeordnetenbüro seines Vaters. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 trat Matsumoto selbst als Kandidat der Sozialistischen Partei Japans (SPJ) im damaligen SNTV-Fünfmandatswahlkreis Fukuoka 1 an, als sich der langjährige dortige SPJ-Abgeordnete Tadashi Kawano aus der Politik zurückzog. Matsumoto wurde mit dem zweithöchsten Stimmenanteil gewählt, 1993 bestätigt und ab 1996 für die Demokratische Partei fünfmal im neuen Einzelwahlkreis Fukuoka 1 wiedergewählt. Im Shūgiin war er unter anderem 1996 Vorsitzender des Sonderausschusses für die Verlegung des Parlaments und 2000 Vorsitzender des Umweltausschusses. In der Demokratischen Partei war er 2001 Vorsitzender der Wahlstrategiekommission sowie 2009 und 2010 Vorsitzender der Generalversammlung beider Parlamentsfraktionen. Im September 2010 berief der Parteivorsitzende Naoto Kan Matsumoto als Umweltminister und Staatsminister für Katastrophenschutz in sein umgebildetes Kabinett. Im Juni 2011 gab er das Umweltministerium an Justizminister Satsuki Eda ab und erhielt die neu geschaffene Zuständigkeit für die „Maßnahmen zum Wiederaufbau nach dem Großen Ostjapanischen Erdbeben“ (東日本大震災復興対策, Higashi-Nihon daishinsai fukkō taisaku). Er blieb acht Tage im Amt, bis er durch Äußerungen gegenüber den Gouverneuren der betroffenen Präfekturen Iwate und Miyagi einen öffentlichen Aufschrei auslöste und zurücktritt. Nachfolger als Katastrophenschutz- und Wiederaufbauminister wurde der bisherige Staatssekretär Tatsuo Hirano. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 erhielt Matsumoto im Wahlkreis Fukuoka 1 36.632 Stimmen, mit 18,3 % nur der dritthöchste Stimmenanteil hinter Takahiro Inoue (LDP) und Hibiki Takeuchi (Minna no Tō). Mit diesem Wahlkreisergebnis landete er auf der Verhältniswahlliste der Demokraten in Kyūshū abgeschlagen auf dem 19. Platz und verfehlte auch eine Wiederwahl im Block deutlich. Bei der Shūgiin-Wahl 2014 trat er nicht mehr an und starb am 21. Juli 2018 in einem Krankenhaus in Fukuoka im Alter von 67 Jahren an Lungenkrebs.
Yoshinori Suematsu (jap. 末松 義規 Suematsu Yoshinori; * 5. Dezember 1956 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist ein…Yoshinori Suematsu (jap. 末松 義規 Suematsu Yoshinori; * 5. Dezember 1956 in Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und ehemaliger (1996–2012, 2017–2026) Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus der Präfektur Tokio. Von 2010 bis 2012 war er Staatssekretär und Berater des Premierministers für die Kabinette Kan und Noda. Suematsu wurde nach Abschluss seines Studiums an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität 1980 Beamter im Außenministerium. 1986 absolvierte er ein Graduiertenstudium an der Princeton University. 1994 verließ er das Ministerium und kandidierte als Unabhängiger bei der Bürgermeisterwahl in der Stadt Chōfu im Westen der Präfektur Tokio, unterlag aber Amtsinhaber Katsuyuki Yoshio. Bei der Shūgiin-Wahl 1996, der ersten nach neuem Wahlrecht, trat er im neuen Einzelwahlkreis Tokio 19 im Westen der Präfektur Tokio in der politischen Heimat Naoto Kans für die gerade gegründete Demokratische Partei an und gewann gegen Kōichirō Watanabe (NFP, später DPJ, Ozawa-Gruppe, zuletzt KDP) und vier weitere Kandidaten. Den Wahlkreis konnte er danach dreimal gewinnen, nur beim LDP-Erdrutschsieg 2005 unterlag er Yōhei Matsumoto (LDP, Ibuki-Faktion), wurde aber über den Verhältniswahlblock Tokio wiedergewählt. Bereits ab Ende der 1990er Jahre übernahm Suematsu Stellvertreterposten in Gremien des Parteivorstands, 2006 war Suematsu in Ichirō Ozawas zweitem Schattenkabinett „nächster Umweltminister“. Ab 2002 war er außerdem Generalsekretär des Präfekturverbands Tokio der Demokratischen Partei. Im September 2010 berief ihn Naoto Kan bei einer Kabinettsumbildung als Fukudaijin ins Kabinettsbüro. 2011 wurde er unter Kans Nachfolger Yoshihiko Noda zunächst Berater des Premierministers, 2012 erneut Staatssekretär. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Suematsu seinen Wahlkreis erneut an Yōhei Matsumoto und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der Partei auch eine Wiederwahl im Block Tokio, errang mit seiner relativ knappen Wahlkreisniederlage (sekihairitsu 80,3 %) aber den 4. Listenplatz und war der erste potentielle Nachrücker der Demokraten im Block Tokio. Auch 2014 verlor er den Mehrheitswahlkreis relativ knapp (sekihairitsu 81,3 %) und war im Verhältniswahlblock als 5. auf der demokratischen Liste der zweite potentielle Nachrücker. Für die Shūgiin-Wahl 2017 schloss er sich wie Naoto Kan der Konstitutionell-Demokratischen Partei (KDP) an, er unterlag Matsumoto noch knapper (sekihairitsu 94,0 %), und gewann als zweitbester Wahlkreisverlierer einen der vier KDP-Sitze bei der Verhältniswahl in Tokio. 2021 setzte er sich knapp gegen Matsumoto durch und verteidigte den Sitz 2024. Beim LDP-Erdrutschsieg 2026 unterlag er als Kandidat des durch den Zusammenschluss von KDP und Kōmeitō gegründeten Chūdō Kaikaku Rengō Yōhei Matsumoto deutlich und verpasste auch einen Verhältniswahlsitz klar (sekihairitsu 58 %, effektiver Listenplatz 21 bei fünf Sitzen).