Toshihiro Nikai (jap. 二階 俊博 Nikai Toshihiro; * 17. Februar 1939 in Gobō, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer…Toshihiro Nikai (jap. 二階 俊博 Nikai Toshihiro; * 17. Februar 1939 in Gobō, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer Politiker. Durchgehend von 1983 bis 2024 war er Abgeordneter im Unterhaus des Nationalparlaments. Er war mehrfach Minister und von 2016 bis 2021 Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der LDP führte er ab 2012 die vormalige Ibuki-, nun Nikai-Faktion. Vorher war er von 2003 bis 2009 Vorsitzender der Atarashii Nami („Neue Welle“; meist Nikai-Gruppe) aus früheren Mitgliedern der Neuen Konservativen Partei.
Tadahiro Matsushita (jap. 松下 忠洋, Matsushita Tadahiro; * 9. Februar 1939 in Sendai (heute: Satsumasendai), Präfektur…Tadahiro Matsushita (jap. 松下 忠洋, Matsushita Tadahiro; * 9. Februar 1939 in Sendai (heute: Satsumasendai), Präfektur Kagoshima; † 10. September 2012 in Kōtō/Tokio, Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker der Neuen Volkspartei (NVP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, für den 3. Wahlkreis Kagoshima und Minister im Kabinett Noda. Er wurde am 10. September 2012 tot in seiner Wohnung im Stadtteil Shinonome aufgefunden.
Chūichi Date (japanisch 伊達 忠一 Date Chūichi; * 20. Januar 1939 in Ashibetsu, Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer…Chūichi Date (japanisch 伊達 忠一 Date Chūichi; * 20. Januar 1939 in Ashibetsu, Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Machimura-Faktion). Von 2001 bis 2019 war er für drei Mandatsperioden Abgeordneter für Hokkaidō im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, zuletzt von 2016 bis 2019 Präsident der Kammer.
Takehiko Endō (jap. 遠藤 武彦 Endō Takehiko; * 5. Oktober 1938; † 27. Dezember 2019) war ein japanischer Politiker, der…Takehiko Endō (jap. 遠藤 武彦 Endō Takehiko; * 5. Oktober 1938; † 27. Dezember 2019) war ein japanischer Politiker, der zuletzt der Liberaldemokratischen Partei angehörte und für den 2. Wahlkreis Yamagata (vor der Wahlrechtsreform SNTV-Viermandatswahlkreis Yamagata 1) im Repräsentantenhaus des japanischen Parlaments saß. Am 3. September 2007 trat er aufgrund eines Finanzskandals vom Amt des Landwirtschaftsministers zurück, nur acht Tage nach seiner Ernennung. Masatoshi Wakabayashi wurde erneut Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei. Der aus Yonezawa, Präfektur Yamagata, stammende Absolvent der Chūō-Universität wurde 1975 für die erste seiner drei Amtszeiten in das Präfekturparlament Yamagata und 1986 zum ersten Mal in das Repräsentantenhaus gewählt. Er verlor seinen Sitz 1993, wurde aber drei Jahre später wiedergewählt. Am 27. Dezember 2019 starb Endo in einem Krankenhaus in der Präfektur Yamagata an einer interstitiellen Lungenentzündung.
Makoto Taki (jap. 滝 実, Taki Makoto; * 15. September 1938 in Tokio, Präfektur Tokio) ist ein ehemaliger japanischer…Makoto Taki (jap. 滝 実, Taki Makoto; * 15. September 1938 in Tokio, Präfektur Tokio) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Demokratischen Partei (ohne Faktion). Er war bis 2012 Mitglied des Abgeordnetenhauses, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 2. Wahlkreis Nara und 2012 Justizminister im zum zweiten Mal und dritten Mal umgebildeten Kabinett Noda. Taki, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1962 Beamter im Ministerium für Selbstverwaltung, für das er unter anderem in der Präfekturverwaltung von Nara und in der Abteilung für Steuerangelegenheiten (zeimu-kyoku) tätig war. 1981 wurde er unter Gouverneur Shigekiyo Ueda Vizegouverneur von Nara. 1995 übernahm er die Leitung der nationalen Feuer- und Katastrophenschutzbehörde. Seine Beamtenlaufbahn endete 1996, als er in die Politik wechselte. Bei der Abgeordnetenhauswahl 1996 kandidierte Taki für die Liberaldemokratische Partei (LDP) im 2. Wahlkreis Nara und gewann mit rund 41 % der Stimmen. In der LDP schloss er sich der späteren Hashimoto-Faktion des damaligen Parteivorsitzenden Ryūtarō Hashimoto an. Nach der Restrukturierung der Zentralregierung 2001 erhielt er das neu geschaffene Amt eines seimujikan (parlamentarischer Staatssekretär) im ebenfalls neu eingerichteten Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten, dem Nachfolger des Ministeriums für Selbstverwaltung; die Position hielt er bis April 2001 und erneut von Januar bis September 2002. Bei der Wahl 2003 verlor Taki seinen Wahlkreis an den Demokraten Tetsuji Nakamura (Ozawa-Gruppe), wurde aber über den Verhältniswahlblock Kinki wiedergewählt. Von 2004 bis 2005 (Kabinett Koizumi II (Umbildung)) war er Staatssekretär (fuku-daijin) im Justizministerium. Als Gegner der vom Parteivorsitzenden-Premierminister Jun’ichirō Koizumi betriebenen Postprivatisierung, kündigte Taki seinen Rücktritt als Staatssekretär an und stimmte im „Postparlament“ gegen das Postprivatisierungsgesetz. Bei den resultierenden Neuwahlen kandidierte er für die Neue Partei Japan von Yasuo Tanaka, verlor seinen Wahlkreis zwar abgeschlagen auf Platz drei, erhielt aber das einzige Verhältniswahlmandat der Partei in Kinki. In der neuen Partei wurde er zunächst Vizevorsitzender, später Vorsitzender des Exekutivrates (sōmukai). Im Sommer 2007 verließ Taki die Neue Partei Japan im Streit mit Yasuo Tanaka über das Wahlprogramm für die Rätehauswahlen 2007 und schloss sich im Dezember desselben Jahres der Demokratischen Partei an. Für diese konnte er bei der Abgeordnetenhauswahl 2009 seinen Wahlkreis zurückgewinnen. Anschließend wurde er Vorsitzender des Justizausschusses, 2010 wechselte er in den Parteivorstand, 2011 erneut in den Vorstand des Justizausschusses. Im September 2011 wurde er nach dem Antritt des Kabinetts Noda wieder Staatssekretär im Justizministerium, im Juni 2012 löste er bei einer Kabinettsumbildung Justizminister Toshio Ogawa ab. Bei der dritten Umbildung am 1. Oktober 2012 wurde er wiederum durch Keishū Tanaka ersetzt. Nach dessen Rücktritt übernahm Taki den Posten wieder am 24. Oktober desselben Jahres. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2012 kandidierte Taki nicht mehr für ein Mandat.
Kaoru Yosano (jap. 与謝野 馨, Yosano Kaoru; * 22. August 1938 in Chiyoda; † 21. Mai 2017 in der Präfektur Tokio) war ein…Kaoru Yosano (jap. 与謝野 馨, Yosano Kaoru; * 22. August 1938 in Chiyoda; † 21. Mai 2017 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker. Bis 2012 war er Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, dem er mit Unterbrechungen seit 1976 angehört hatte. Seit den 1990er Jahren war er Minister in mehreren Kabinett zuletzt 2011 im Kabinett Kan. Er war bis 2010 Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), innerhalb derer er keiner Faktion angehörte, danach bis 2011 Mitglied von Tachiagare Nippon, 2011 vorübergehend parteiloses Mitglied der Fraktion der Demokratischen Partei.
Koji Futada (jap. 二田 孝治 Futada Kōji; * 4. Mai 1938) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei und…Koji Futada (jap. 二田 孝治 Futada Kōji; * 4. Mai 1938) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei und Mitglied des Sangiins. Er stammt aus dem Bezirk Minamiakita, Präfektur Akita, und ist Absolvent der Chuo-Universität. Im Jahr 1975 wurde er zum ersten Mal in das Parlament der Präfektur Akita und 1986 zum ersten Mal in das Oberhaus der Kokkai gewählt.
Katsuhito Asano (jap. 浅野 勝人, Asano Katsuhito; * 19. April 1938 in Toyohashi, Präfektur Aichi, Japan) ist ein ehemaliger…Katsuhito Asano (jap. 浅野 勝人, Asano Katsuhito; * 19. April 1938 in Toyohashi, Präfektur Aichi, Japan) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Abgeordneter des Sangiin, des Oberhauses, für Aichi. In der LDP gehörte er zur Asō-Faktion.
Katsutsugu Sekiya (jap. 関谷 勝嗣 Sekiya Katsutsugu; * 6. März 1938, Matsuyama, Ehime) ist ein japanischer Politiker und…Katsutsugu Sekiya (jap. 関谷 勝嗣 Sekiya Katsutsugu; * 6. März 1938, Matsuyama, Ehime) ist ein japanischer Politiker und Mitglied der liberaldemokratischen Partei Japans. Katsutsugu Sekiya studierte an der Chuo-Universität sowie der Universität Osaka. Er hatte während seiner politischen Laufbahn mehrere Ministerposten in der japanischen Regierung inne. Ab 1976 war er in direkter Nachfolge seines Vaters Katsutoshi mehrjähriges Mitglied im japanischen Unterhaus für den Dreimandatswahlkreis Ehime 1, nach der Wahlrechtsreform der 1990er Jahre noch bis zur Wahl 2000 für den neuen Einzelwahlkreis Ehime 1. Bei der Nachwahl im Juni 2000 für den zurückgetretenen Senator von Ehime Yasuhisa Shiozaki, der auf Sekiyas Sitz im Abgeordnetenhaus wechselte, kandidierte Sekiya erfolgreich und wurde auch bei der regulären Wahl 2001 wiedergewählt, unterlag aber schließlich bei der Wahl 2007 dem Oppositionskandidaten Toshirō Tomochika. Katsutsugu Sekiya setzte sich für die diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Mikronesien ein und gilt außerdem als prominenter Funkamateur.
Keishū Tanaka (jap. 田中 慶秋, Tanaka Keishū; * 6. März 1938 in Namie, Präfektur Fukushima; † 4. Januar 2022 in Yokohama…Keishū Tanaka (jap. 田中 慶秋, Tanaka Keishū; * 6. März 1938 in Namie, Präfektur Fukushima; † 4. Januar 2022 in Yokohama, Präfektur Kanagawa) war ein japanischer Politiker und mit Unterbrechungen von 1983 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus Kanagawa, zuletzt als Mitglied der Demokratischen Partei (Ex-DSP-Gruppe). 2012 war er für mehrere Wochen Justizminister im umgebildeten Kabinett Noda.
Bunmei Ibuki (jap. 伊吹 文明 Ibuki Bunmei; * 9. Januar 1938 in Kyōto) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Er war von…Bunmei Ibuki (jap. 伊吹 文明 Ibuki Bunmei; * 9. Januar 1938 in Kyōto) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Er war von 1983 bis 2021 durchgehend Mitglied und 2012–14 Präsident des Unterhauses des Nationalparlaments, mehrfach Minister und von 2007 bis 2008 Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der Partei führte er von 2005 bis 2012 die Ibuki-Faktion (offiziell: Shisuikai). Ibuki studierte bis 1960 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kyōto. Anschließend war er Beamter im Finanzministerium. 1983 wurde er erstmals im damaligen SNTV-Fünfmandatswahlkreis 1 der Präfektur Kyōto ins Unterhaus gewählt und danach elfmal bestätigt, nach der Einführung von Einmandatswahlkreisen in den 1990er Jahren im neuen Einmandatswahlkreis Kyōto 1, bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 nur im Verhältniswahlblock Kinki. Von September 1997 bis Juli 1998 war er Arbeitsminister im Kabinett von Ryūtarō Hashimoto. Unter Premierminister Yoshirō Mori war er zwischen 2000 und 2001 Vorsitzender der Nationalen Kommission für öffentliche Sicherheit und Staatsminister für Katastrophenschutz. Von 2006 bis 2007 war Ibuki Bildungsminister im Kabinett von Shinzō Abe. Kurz nach seinem Amtsantritt hatte er sich dagegen ausgesprochen, Englisch als Fremdsprache verpflichtend in die Lehrpläne japanischer Grundschulen aufzunehmen: „Es gibt keinen Grund Englisch zu lernen, solange die Kinder nicht schönes Japanisch sprechen“. Nach Abes Rücktritt wurde er unter dem Parteivorsitzenden Yasuo Fukuda, den seine Faktion bei der Wahl gegen Tarō Asō unterstützt hatte, Generalsekretär der LDP. Bei der Kabinettsumbildung am 1. August 2008 ernannte Fukuda Ibuki zum Finanzminister, Nachfolger als Generalsekretär wurde Tarō Asō. Als dieser einen Monat später zum Parteivorsitzenden und Premierminister gewählt wurde, ersetzte er Ibuki durch Shōichi Nakagawa. Im neuen Kabinett war Ibukis Einfluss gewachsen: die Ibuki-Faktion war dort mit drei Ministern vertreten. Bei der für die LDP verheerenden Unterhauswahl 2009 verlor Ibuki seinen Wahlkreis an den Demokraten Tomoyuki Taira, wurde aber über den Verhältniswahlblock Kinki wiedergewählt. Bei der Unterhauswahl 2012 erhielt Ibuki weniger Stimmen als 2009, konnte seinen Wahlkreis mit weniger als einem Drittel der Stimmen aber in einem zersplitterten Kandidatenfeld zurückgewinnen. Anschließend wurde er zum Präsidenten des Unterhauses gewählt. Den Vorsitz der bisherigen Ibuki-Faktion übernahm Toshihiro Nikai. Ibuki ist, wie Premier Abe und weitere Kabinett- und LDP-Parteimitglieder, Mitglied der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi. Zur Unterhauswahl 2021 zog sich Ibuki aus der Politik zurück. Ibukis Ehefrau Yūko ist eine Enkelin von Takahashi Ryūtarō, dem Eigentümer des Baseball-Teams Takahashi Unions, Vorsitzenden des japanischen Fußballverbandes, Ryokufūkai-Oberhausabgeordneten und Ministers für Internationalen Handel und Industrie der Nachkriegszeit.
Takeshi Maeda (jap. 前田 武志, Maeda Takeshi; * 22. Oktober 1937 in Totsukawa, Landkreis Yoshino, Präfektur Nara) ist ein…Takeshi Maeda (jap. 前田 武志, Maeda Takeshi; * 22. Oktober 1937 in Totsukawa, Landkreis Yoshino, Präfektur Nara) ist ein japanischer Politiker (Liberaldemokratische Partei→Shinseitō→Shinshintō→Taiyōtō→Minseitō→Demokratische Partei→Minshintō), ehemaliger Abgeordneter in beiden Kammern des Nationalparlaments und ehemaliger Minister für Land, Infrastruktur und Verkehr im Kabinett Noda. Maeda, der Neffe von Ex-Wissenschafts- und Technologieminister Masao Maeda (LDP, Tanaka-Faktion), studierte an der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto. Dort schloss er ein Graduiertenstudium an und wurde danach Beamter im Bauministerium. Als sich sein Onkel zur Shūgiin-Wahl 1983 aus der Politik zurückzog, verließ Maeda das Ministerium und bewarb sich in dessen Wahlkreis Nara, der bei fünf Abgeordneten die gesamte Präfektur umfasste, mit Unterstützung der Tanaka-Faktion um die Nachfolge. Maeda landete aber als einer von vier konservativen Kandidaten (neben Maeda Seisuke Okuno (ohne Faktion), Chōzaburō Kakita (parteilos) und Yasushi Hattori (Suzuki-Faktion)) auf dem achten und damit letzten Platz. Bei der Wahl 1986 gelang ihm im zweiten Anlauf mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Okuno der Einzug ins Shūgiin. Unter dem Kabinett Miyazawa wurde er 1991 Staatssekretär (seimujikan) in der Staatslandbehörde. Im Wahlkreis Nara wurde Maeda bis zur Einführung der Einzelwahlkreise zweimal wiedergewählt, danach 1996 einmal im Wahlkreis Nara 4, den er aber im Jahr 2000 an Ryōtarō Tanose (LDP) verlor. Er hatte sich 1992 der Hata-Ozawa-Faktion angeschlossen und sich 1993 an der Gründung der Erneuerungspartei beteiligt. In den Parteiumbildungen der folgenden Jahre gehörte er der Neuen Fortschrittspartei, der Taiyōtō („Sonnenpartei“), der Minseitō und damit seit 1998 der Demokratischen Partei an. Nach seiner Abwahl im Jahr 2000 versuchte Maeda bei der Sangiin-Wahl 2001 als Kandidat der Demokratischen Partei in der Präfektur Nara den Wechsel in die zweite Kammer, unterlag aber um rund 30 Tausend Stimmen Shōgo Arai (LDP). 2003 kandidierte er bei der Gouverneurswahl in Nara, konnte aber bei hoher Wahlbeteiligung Amtsinhaber Yoshiya Kakimoto nicht bezwingen. 2004 kandidierte er über die landesweite Verhältniswahl erneut für das Sangiin und gewann mit 110.043 Stimmen den 18. von 19 Verhältniswahlsitzen der Demokraten. 2010 wurde er mit 118.248,469 Präferenzstimmen (Platz 13) für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Neben mehreren Parteiämtern führte Maeda seit den späten 1990er Jahren mehrfach den Vorsitz in Parlamentsausschüssen (1998 im Shūgiin-Ausschuss für Okinawa und die Nördlichen Territorien, 1999–2000 im Shūgiin-Kommunikationsausschuss, 2006–2007 im Sangiin-Ausschuss für „grundlegende nationale Politik“ und ab 2010 im Sangiin-Haushaltsausschuss). Im September 2011 wurde er als Nachfolger von Verkehrsminister Akihiro Ōhata ins Kabinett Noda berufen. Bei einer Kabinettsumbildung im Juni 2012 wurde er durch Yūichirō Hata ersetzt. Bei der Sangiin-Wahl 2016 erhielt Maeda noch 59.853 Stimmen, erreichte damit nur den 19. Platz auf der Liste der Demokratischen Fortschrittspartei, die im nationalen Verhältniswahlkreis nur elf Sitze gewann, und war somit abgewählt.
Shin’ya Izumi (jap. 泉 信也, Izumi Shin’ya; * 1. August 1937 in Yoshii (heute: Ukiha), Präfektur Fukuoka) ist ein…Shin’ya Izumi (jap. 泉 信也, Izumi Shin’ya; * 1. August 1937 in Yoshii (heute: Ukiha), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Minister. Er war bis 2010 Abgeordneter des Sangiin, des japanischen Oberhauses, und gehörte innerparteilich der Nikai-Gruppe an. Izumi studierte bis 1962 Bauingenieurwesen an der Kyūshū-Universität, anschließend war er Beamter im Verkehrsministerium. Bei der Sangiin-Wahl 1992 wurde Izumi erstmals für die LDP ins Parlament gewählt. 1993 wechselte er zur Erneuerungspartei, anschließend in die Neue Fortschrittspartei. Nach deren Auflösung gehörte er ab 1998 der Liberalen Partei, ab 2000 der Konservativen Partei an, bevor er schließlich 2003 mit den verbleibenden Abgeordneten seiner Partei in die LDP zurückkehrte. Izumi war mehrfach Staatssekretär, bevor ihn Premierminister Shinzō Abe im August 2007 bei seiner Kabinettsumbildung zum Vorsitzenden der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Staatsminister für Katastrophenschutz und Lebensmittelsicherheit berief. Yasuo Fukuda übernahm ihn einen Monat später in sein Kabinett, ersetzte ihn aber bei der Kabinettsumbildung im August 2008 durch Motoo Hayashi. Bei der Sangiin-Wahl 2010 trat Izumi nicht mehr an.
Ryūtarō Hashimoto (jap. 橋本 龍太郎, Hashimoto Ryūtarō; * 29. Juli 1937 in Shibuya, Tokio; † 1. Juli 2006 in Tokio) war ein…Ryūtarō Hashimoto (jap. 橋本 龍太郎, Hashimoto Ryūtarō; * 29. Juli 1937 in Shibuya, Tokio; † 1. Juli 2006 in Tokio) war ein japanischer Politiker und der 53. Premierminister seines Landes. Hashimotos Vater war der ehemalige Bildungsminister und LDP-Abgeordnete Hashimoto Ryōgo. Nach dem Studium an der Keiō-Universität arbeitete Hashimoto zunächst für eine Textilfirma. 1963 wurde er erstmals für die Liberaldemokratische Partei (LDP) im zweiten Wahlkreis von Okayama, dem Wahlkreis seines gerade verstorbenen Vaters, ins japanische Unterhaus gewählt. Er diente in zwei Amtszeiten (11. Januar bis 7. November 1996 und 7. November 1996 bis 30. Juli 1998) als Premierminister. Dabei führte er Finanzreformen durch, um den Staatshaushalt zu konsolidieren, schwächte damit jedoch den ohnehin zurückgehenden Konsum der Japaner zusätzlich. Insbesondere die Erhöhung der Mehrwertsteuer im April 1997 bescherte der LDP einen Stimmenrückgang bei der folgenden Oberhauswahl 1998. Hashimoto nahm das Ergebnis zum Anlass, als Regierungschef zurückzutreten. Er leitete danach die damals größte Faktion innerhalb der regierenden Liberaldemokratischen Partei, das Heisei Kenkyūkai. 2001 unterlag er dem späteren Premierminister Jun’ichirō Koizumi in den Wahlen um den Vorsitz der LDP. Im Juli 2005 trat er nach einem Spendenskandal auch als Fraktionsvorsitzender zurück. Im September 2005 zog er sich dann aus gesundheitlichen Gründen fast ganz aus der Politik zurück. Hashimoto leitete von 2004 bis zu seinem Tod ein Beratungsgremium für den Generalsekretär der Vereinten Nationen zu Wasser- und Abwasserfragen (United Nations Secretary General’s Advisory Board on Water and Sanitation, UNSGAB). Hashimotos Sohn Gaku Hashimoto ist ebenfalls LDP-Politiker der Tsushima-Faktion und Unterhausabgeordneter. Hashimoto betrieb den Kampfsport Kendo und erreichte den 6. Dan. 1998 stiftete er aus Anerkennung der Arbeit nordamerikanischer Kampfsportler zwei Trophäen für das alljährlich an der Harvard University stattfindende Shoryuhai.
Aichi Kazuo (japanisch 愛知 和男; Geburtsname: Nakada Kazuo; * 20. Juli 1937 in Tokio; † 3. Mai 2024 ebenda) war ein…Aichi Kazuo (japanisch 愛知 和男; Geburtsname: Nakada Kazuo; * 20. Juli 1937 in Tokio; † 3. Mai 2024 ebenda) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der unter anderem zwischen 1990 und 1991 Generaldirektor der Umweltbehörde sowie von 1993 bis 1994 Generaldirektor der Verteidigungsbehörde war.
Yoshirō Mori (japanisch 森 喜朗, Mori Yoshirō; * 14. Juli 1937 in Neagari (heute Nomi)) ist ein japanischer Politiker und…Yoshirō Mori (japanisch 森 喜朗, Mori Yoshirō; * 14. Juli 1937 in Neagari (heute Nomi)) ist ein japanischer Politiker und war von 1969 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Parlaments, für die Liberaldemokratische Partei (LDP). Vom 5. April 2000 bis 26. April 2001 amtierte er als 55. Premierminister Japans. 2014 wurde er Präsident des Komitees für die Olympischen Sommerspiele 2020, die wegen der COVID-19-Pandemie verschoben wurden. Aufgrund eines Sexismus-Skandals um seine Person trat er von diesem Posten am 12. Februar 2021 zurück.
Keizō Obuchi (jap. 小渕 恵三, Obuchi Keizō; * 25. Juni 1937 in Nakanojo, Gunma; † 14. Mai 2000 in Bunkyō, Tokio) war ein…Keizō Obuchi (jap. 小渕 恵三, Obuchi Keizō; * 25. Juni 1937 in Nakanojo, Gunma; † 14. Mai 2000 in Bunkyō, Tokio) war ein japanischer Politiker, der von 1998 bis 2000 Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und vom 30. Juli 1998 bis zum 5. April 2000 der 54. Premierminister Japans war.
Yukihiko Ikeda (jap. 池田 行彦, Ikeda Yukihiko, geb. Awane, 粟根; * 13. Mai 1937 in Kōbe; † 28. Januar 2004 in Tokio) war ein…Yukihiko Ikeda (jap. 池田 行彦, Ikeda Yukihiko, geb. Awane, 粟根; * 13. Mai 1937 in Kōbe; † 28. Januar 2004 in Tokio) war ein japanischer Politiker. Er gehörte als Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei (LDP) über 25 Jahre lang dem Shūgiin an und war unter anderem Außen- und Verteidigungsminister seines Landes. Ikeda wuchs in Kōbe, Hiroshima und Tokio auf, 1945 erlebte er den Atombombenabwurf und das Kriegsende in einem abgelegenen Bergdorf außerhalb von Hiroshima, wohin er im Juli 1945 mit seiner Mutter geflohen war. Er absolvierte 1961 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. 1964 wurde er ins Außenministerium entsandt, für das er ein Jahr später als Vizekonsul in New York City tätig war. 1969 heiratete er Noriko Ikeda, die Tochter des ehemaligen Premierministers Ikeda Hayato, und nahm dessen Namen an. Zurück im Finanzministerium arbeitete Ikeda unter anderem am Aufbau der Japan Foundation mit und wurde schließlich 1974 Sekretär von Finanzminister Ōhira Masayoshi. Ikeda verließ 1975 das Ministerium, um bei der Shūgiin-Wahl 1976 zu kandidieren. Im 2. Wahlkreis Hiroshima wurde er für die LDP gewählt und später zehnmal wiedergewählt. Innerparteilich schloss er sich der Ōhira-Faktion an. 1981 wurde er für ein Jahr stellvertretender Kabinettssekretär, von 1986 saß er dem Finanzausschuss des Shūgiin vor. 1989 wurde er als Leiter der Behörde für Management und Koordination erstmals Minister im kurzlebigen Kabinett Uno, ein Jahr später wurde er stellvertretender Generalsekretär der LDP und im Dezember 1990 dann Leiter der Verteidigungsbehörde im 2. Kabinett Kaifu. 1996 ernannte ihn Premierminister Ryūtarō Hashimoto zum Außenminister. In dieser Funktion machte er unter anderem Schlagzeilen, als er kurz nach Amtsantritt im Februar 1996 die japanischen Ansprüche auf den umstrittenen Liancourt-Felsen bekräftigte. In seine Amtszeit fiel auch das Geiseldrama in der japanischen Botschaft in Lima. Bei der Kabinettsumbildung im September 1997 wurde Ikeda durch Keizō Obuchi abgelöst, der ein Jahr später Premierminister wurde. Unter dessen Parteivorsitz erhielt er eines der drei wichtigsten Parteiämter der LDP, zuerst den Vorsitz des Politikforschungsrates (PARC), dann den Vorsitz des Exekutivrates. Als der Vorsitzende seiner Faktion, Katō Kōichi, 2000 versuchte, die Parteiführung zu stürzen, gehörte Ikeda zu seinen einflussreichsten Gegnern in der Faktion und half Yoshirō Mori, der den verstorbenen Obuchi ersetzt hatte, die sogenannte „Katō-Rebellion“ niederzuschlagen. 2004 starb Ikeda im Alter von 66 Jahren an Darmkrebs. Seinen Parlamentssitz gewann der Mann seiner Nichte, Minoru Terada (LDP, Koga-Faktion), bei einer Nachwahl.
Jin Murai (jap. 村井 仁, Murai Jin; * 28. März 1937 in Kiso-Fukushima (heute: Kiso), Präfektur Nagano) ist ein japanischer…Jin Murai (jap. 村井 仁, Murai Jin; * 28. März 1937 in Kiso-Fukushima (heute: Kiso), Präfektur Nagano) ist ein japanischer Politiker und von 2006 bis 2010 parteiloser Gouverneur der Präfektur Nagano. Zuvor war er Shūgiin-Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei und als Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit Minister im Kabinett Koizumi. Murai schloss 1959 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tokio ab und wurde anschließend Beamter im MITI. Zwischenzeitlich war er für die japanischen Botschaften in Lagos und Canberra tätig. Bei der Shūgiin-Wahl 1986 kandidierte er erfolgreich für die LDP im 4. Wahlkreis Nagano für das Shūgiin und wurde danach fünfmal wiedergewählt. Von 1991 bis 1992 war er parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. 1993 wechselte er zur Erneuerungspartei, später zur Neuen Fortschrittspartei. Nach deren Auflösung kehrte er in die LDP zurück. Premierminister Jun’ichirō Koizumi ernannte ihn 2001 zum Vorsitzenden der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Staatsminister für Katastrophenschutz. Bei der Shūgiin-Wahl 2005 trat Murai nicht mehr an, um 2006 als Parteiloser bei der Gouverneurswahl in Nagano anzutreten. Seine Kandidatur gegen den Amtsinhaber Yasuo Tanaka wurde von den damaligen Regierungsparteien LDP und Kōmeitō unterstützt. Er gewann die Wahl mit 612.725 zu 534.229 Stimmen. Eine umstrittene Maßnahme seiner Amtszeit war die Aufhebung eines Moratoriums auf Dammbauten, das Tanaka erlassen hatte. Auch schaffte er das demonstrativ eingerichtete gläserne Büro seines Vorgängers ab.
Tsukasa Hosaka (jap. 保坂 司, Hosaka Tsukasa; * 3. März 1937 in der Präfektur Yamanashi; † 21. Januar 2018) war ein…Tsukasa Hosaka (jap. 保坂 司, Hosaka Tsukasa; * 3. März 1937 in der Präfektur Yamanashi; † 21. Januar 2018) war ein japanischer Fußballspieler.
Takehisa Matsubara (jap. 松原 武久, Matsubara Takehisa; * 26. Januar 1937 in Owariasahi, Präfektur Aichi) war von 1997 bis…Takehisa Matsubara (jap. 松原 武久, Matsubara Takehisa; * 26. Januar 1937 in Owariasahi, Präfektur Aichi) war von 1997 bis 2009 Bürgermeister der Stadt Nagoya. Matsubara studierte an der Aichi-Gakugei-Universität (heute Pädagogische Hochschule Aichi). Später war er als Lehrer und im Bildungswesen tätig. Im April 1997 wurde Matsubara erstmals zum Bürgermeister von Nagoya gewählt. 2001 und 2005 wurde er im Amt bestätigt. Im Dezember 2003 wurde er zum Vorsitzenden der Mayors Association of Designated Cities gewählt, im April 2006 erfolgte seine Wiederwahl. 2008 kündigte Matsubara seinen Rückzug aus dem Amt nach der laufenden Amtszeit an, am 26. April 2009 gewann Takashi Kawamura die Wahl um seine Nachfolge.
Yōhei Kōno (japanisch 河野 洋平, Kōno Yōhei; * 15. Januar 1937 in Hiratsuka; † 8. Juni 2026) war ein japanischer Politiker…Yōhei Kōno (japanisch 河野 洋平, Kōno Yōhei; * 15. Januar 1937 in Hiratsuka; † 8. Juni 2026) war ein japanischer Politiker, Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei, Minister und Präsident des Shūgiin, des japanischen Unterhauses. Seine Entschuldigung bei den euphemistisch als „Trostfrauen“ bezeichneten Frauen und Mädchen, die während des Zweiten Weltkriegs unter Beteiligung des japanischen Militärs zwangsprostituiert worden waren, trug zur Verbesserung des Verhältnisses zu den asiatischen Nachbarstaaten bei.
Taku Yamasaki (jap. 山﨑 拓 Yamasaki Taku; * 11. Dezember 1936 in Dalian, Kaiserreich Japan/Mandschukuo (heute…Taku Yamasaki (jap. 山﨑 拓 Yamasaki Taku; * 11. Dezember 1936 in Dalian, Kaiserreich Japan/Mandschukuo (heute: Volksrepublik China)) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und ehemaliger Bauminister. Innerhalb der Partei führte er die Yamasaki-Faktion (derzeit Ishihara-Faktion genannt) mit derzeit 13 Mitgliedern im Unterhaus und einem im Oberhaus. Im Jahr 2015 war er Spitzenberater der Fraktion. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Waseda-Universität, das er 1959 abschloss, arbeitete er fünf Jahre lang für den Reifenhersteller Bridgestone. Danach wandte er sich der Politik zu: 1967 wurde in das Präfekturparlament von Fukuoka gewählt. 1969 kandidierte er ohne Erfolg als Parteiloser für das Unterhaus, drei Jahre später wurde er im damaligen 1. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka ins Unterhaus gewählt und (als LDP-Mitglied) siebenmal wiedergewählt. (Seit einer Neuorganisation der Wahlkreise 1996 tritt Yamasaki im 2. Wahlkreis von Fukuoka an. Dort wurde er 2005 zum vierten Mal bestätigt.) 1978 wurde Yamasaki parlamentarischer Staatssekretär, zuerst im Gesundheitsministerium, dann in der Verteidigungsbehörde (dem heutigen Verteidigungsministerium). 1984 wurde er stellvertretender Chef des Kabinettssekretariats, später war er im Wechsel mit verschiedenen Parteiämtern Leiter der Verteidigungsagentur (Kabinett Uno) und Bauminister (Kabinett Miyazawa). Innerhalb der LDP gehörte Yamasaki anfangs der Nakasone- bzw. Watanabe-Faktion an. 1998 verließ er sie und gründete mit 37 Abgeordneten seine eigene Faktion, was vier Monate später zur Auflösung der Watanabe-Faktion führte. Deren Reste schlossen sich dem Shisuikai, der heutigen Ibuki-Faktion, an. Taku Yamasaki galt als enger Vertrauter von Jun’ichirō Koizumi; zusammen mit Kōichi Katō wurden sie in Japan als YKK bezeichnet. Als Koizumi 2001 den Partei- und Regierungsvorsitz übernahm, ernannte er Yamasaki zum LDP-Generalsekretär, vor der Wahl 2003 dann zum stellvertretenden Parteivorsitzenden. Bei der Unterhauswahl 2003 verlor Yamasaki aber unter dem Einfluss eines Sex-Skandals seinen Wahlkreis an den demokratischen Herausforderer Jun'ichirō Koga und trat anschließend zurück. Koga, ein ehemaliger Tennisprofi, der nach dem Wahlsieg als Hoffnungsträger der DPJ galt, trat wenige Monate später selbst zurück, weil er falsche Angaben über seine akademische Karriere in den USA gemacht hatte. 2004 wurde Yamasaki Sonderberater des Premierministers (内閣総理大臣補佐官, Naikaku Sōri-daijin Hosakan), bei den Neuwahlen 2005 gewann er seinen Wahlkreis zurück. Seit dem Ende der Koizumi-Ära war er Vorsitzender verschiedener Parteigremien. Im Zusammenhang mit dem Bestechungsskandal um die Rüstungsfirma Yamada Yōkō tauchte Taku Yamasakis Name während der Parlamentsanhörung des ehemaligen Verteidigungsstaatssekretärs Takemasa Moriya auf, Yamasaki streitet aber jede Verbindung ab. Bei der LDP-Wahlniederlage bei der Unterhauswahl 2009 verlor Yamasaki seinen Sitz, bleibt aber nach Absprache mit Faktionsgeneralsekretär Nobuteru Ishihara zunächst Vorsitzender seiner Faktion.
Shizuka Kamei (jap. 亀井 静香, Kamei Shizuka; * 1. November 1936 in Yamanouchikita, Präfektur Hiroshima (heute: Shōbara))…Shizuka Kamei (jap. 亀井 静香, Kamei Shizuka; * 1. November 1936 in Yamanouchikita, Präfektur Hiroshima (heute: Shōbara)) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war zuletzt fraktionsloser Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 6. Wahlkreis Hiroshima. Bis 2005 gehörte er als Faktionsführer zu den führenden Politikern der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und war zweimal Minister. Danach gehörte er der abgespaltenen Neuen Volkspartei an, die er von 2009 bis 2012 als Vorsitzender führte. In den Koalitionskabinetten Hatoyama und Kan war er erneut Minister.
Hisako Ōishi (jap. 大石尚子, Ōishi Hisako; * 26. August 1936 in Etajima, Präfektur Hiroshima; † 4. Januar 2012 in der…Hisako Ōishi (jap. 大石尚子, Ōishi Hisako; * 26. August 1936 in Etajima, Präfektur Hiroshima; † 4. Januar 2012 in der Präfektur Tokio) war eine japanische Politikerin der Demokratisch-Sozialistische Partei (DSP) sowie später der Demokratischen Partei (DPJ), die sowohl Mitglied des Shūgiin (Unterhauses) als auch des Sangiin (Oberhauses) war.
Yasuo Fukuda (japanisch 福田 康夫, Fukuda Yasuo; * 16. Juli 1936 im Setagaya-ku, Tokio, gemeldet in Takasaki, Präfektur…Yasuo Fukuda (japanisch 福田 康夫, Fukuda Yasuo; * 16. Juli 1936 im Setagaya-ku, Tokio, gemeldet in Takasaki, Präfektur Gunma; † 22. Oktober 2026 in Tokio) war ein japanischer Politiker der LDP. Von September 2007 bis September 2008 war er der 58. Premierminister Japans.
Tetsuzō Fuyushiba (jap. 冬柴 鐵三, Fuyushiba Tetsuzō; * 29. Juni 1936 in Mukden, China (heute: Shenyang, Provinz Liaoning…Tetsuzō Fuyushiba (jap. 冬柴 鐵三, Fuyushiba Tetsuzō; * 29. Juni 1936 in Mukden, China (heute: Shenyang, Provinz Liaoning, Volksrepublik China); † 5. Dezember 2011 in Amagasaki, Japan) war ein japanischer Politiker der Kōmeitō, Minister und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus.
Azuma Koshiishi (jap. 輿石 東, Koshiishi Azuma; * 14. Mai 1936 in Nirasaki, Präfektur Yamanashi, Japan) ist ein ehemaliger…Azuma Koshiishi (jap. 輿石 東, Koshiishi Azuma; * 14. Mai 1936 in Nirasaki, Präfektur Yamanashi, Japan) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (Sozialistische Partei Japans→Sozialdemokratische Partei→Demokratische Partei, Yokomichi-Gruppe→Demokratische Fortschrittspartei) und war Abgeordneter in beiden Kammern des nationalen Parlaments, von 2013 bis 2016 Oberhausvizepräsident. Koshiishi, Absolvent der staatlichen Tsuru Tanki Daigaku („Kurzuniversität Tsuru“), arbeitete zunächst als Grundschullehrer. In den 1980er Jahren stieg er in der Lehrergewerkschaft Yamanashi auf. Ab 1986 war er Vorsitzender des Gewerkschaftsverbandes Rengō Yamanashi. Seit der Wahl von 1990 gehörte Koshiishi als Kandidat der Sozialistischen Partei Japans für Yamanashi dem Shūgiin, dem Unterhaus an. 1996 wurde er im neu geschaffenen 1. Wahlkreis Yamanashi als Kandidat der neuen Demokratischen Partei abgewählt. 1998 wurde er als Unabhängiger für Yamanashi (ein Sitz pro Wahl) ins Sangiin gewählt und 2004 nun wieder für die Demokratische Partei im Amt bestätigt. Im Sangiin war er von 2003 bis 2004 Vorsitzender des Verkehrsausschusses. 2010 wurde er mit knappem Vorsprung auf die Liberaldemokratin Noriko Miyagawa wiedergewählt. Ab 2004 war Koshiishi Generalsekretär (kanjichō), von 2006 bis 2013 dann Vorsitzender der Sangiin-Fraktion der Demokratischen Partei. Im Parteivorstand war er von 2007 bis 2009 stellvertretender Parteivorsitzender (daihyō daikō), von 2011 bis 2012 Generalsekretär unter Yoshihiko Noda. Nach der Sangiin-Wahl 2013, bei der die Demokraten den Status als stärkste Partei nach sechs Jahren an die Liberaldemokraten verloren, wurde Koshiishi zum Vizepräsidenten gewählt. Zur Wahl 2016 trat er nicht mehr an.
Yoshiyuki Kamei (jap. 亀井 善之, Kamei Yoshiyuki; * 30. April 1936 in Isehara, Präfektur Kanagawa; † 12. Mai 2006 in Tokio)…Yoshiyuki Kamei (jap. 亀井 善之, Kamei Yoshiyuki; * 30. April 1936 in Isehara, Präfektur Kanagawa; † 12. Mai 2006 in Tokio) war ein japanischer Politiker, Abgeordneter des Shūgiin und Minister im japanischen Kabinett.
Takeo Nishioka (jap. 西岡 武夫, Nishioka Takeo; * 12. Februar 1936 in Nagasaki, Präfektur Nagasaki; † 5. November 2011 in…Takeo Nishioka (jap. 西岡 武夫, Nishioka Takeo; * 12. Februar 1936 in Nagasaki, Präfektur Nagasaki; † 5. November 2011 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker und seit 2010 Präsident des Sangiin, des Oberhauses des japanischen Parlaments. Er gehörte der Demokratischen Partei (DPJ) und darin der Ozawa-Gruppe an; seit seiner Wahl zum Präsidenten war er formal fraktionslos.
Kiyoko Ono (* 4. Februar 1936 in Iwanuma als Kiyoko Oizumi; † 13. März 2021 in Tokio) war eine japanische Turnerin und…Kiyoko Ono (* 4. Februar 1936 in Iwanuma als Kiyoko Oizumi; † 13. März 2021 in Tokio) war eine japanische Turnerin und Politikerin.
Takashi Sasagawa (jap. 笹川 堯, Sasagawa Takashi; * 5. Oktober 1935 in Bunkyō, Präfektur Tokio, gemeldet in Kiryū…Takashi Sasagawa (jap. 笹川 堯, Sasagawa Takashi; * 5. Oktober 1935 in Bunkyō, Präfektur Tokio, gemeldet in Kiryū, Präfektur Gunma) ist ein japanischer Politiker, ehemaliger Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, und von 2008 bis 2009 Vorsitzender des Exekutivrats (sōmukai) der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerparteilich gehörte er zur Tsushima-Faktion.
Toranosuke Katayama (jap. 片山 虎之助, Katayama Toranosuke; * 2. August 1935 in Kasaoka, Präfektur Okayama; † 18. Dezember…Toranosuke Katayama (jap. 片山 虎之助, Katayama Toranosuke; * 2. August 1935 in Kasaoka, Präfektur Okayama; † 18. Dezember 2025) war ein japanischer Politiker der Nippon Ishin no Kai, ehemaliger Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des Parlaments, und ehemaliger Minister.
Masami Tanabu (jap. 田名部 匡省, Tanabu Masami; * 7. Dezember 1934 in Hachinohe, Präfektur Aomori; † 26. März 2025 ebenda)…Masami Tanabu (jap. 田名部 匡省, Tanabu Masami; * 7. Dezember 1934 in Hachinohe, Präfektur Aomori; † 26. März 2025 ebenda) war ein japanischer Eishockeyspieler, -trainer und Politiker. Bis 2010 war er für die Demokratische Partei (DPJ) Abgeordneter des Sangiin, des Oberhauses, und war von 1991 bis 1993 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei im Kabinett. Als Eishockeyspieler nahm Tanabu zweimal an Olympischen Winterspielen teil, bei den Spielen von Sapporo trainierte er 1972 die Nationalmannschaft.
Kōsuke Hori (jap. 保利 耕輔 Hori Kōsuke; * 23. September 1934 in der Präfektur Tokio; † 4. November 2023) war ein…Kōsuke Hori (jap. 保利 耕輔 Hori Kōsuke; * 23. September 1934 in der Präfektur Tokio; † 4. November 2023) war ein japanischer Politiker (LDP, ohne Faktion), er war bis 2014 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, für den Wahlkreis Saga 3 und zweimal Minister.
Moriyuki Kato (jap. 加戸 守行, Kato Moriyuki; * 18. September 1934 in Dairen, Region Kantō, Mandschukuo/Kaiserreich Japan…Moriyuki Kato (jap. 加戸 守行, Kato Moriyuki; * 18. September 1934 in Dairen, Region Kantō, Mandschukuo/Kaiserreich Japan; † 21. März 2020) war ein japanischer Politiker. Er war von 1999 bis Dezember 2010 Gouverneur der Präfektur Ehime.
Masatoshi Wakabayashi (jap. 若林 正俊, Wakabayashi Masatoshi; * 4. Juli 1934 in Shinonoi (heute: Nagano), Präfektur Nagano…Masatoshi Wakabayashi (jap. 若林 正俊, Wakabayashi Masatoshi; * 4. Juli 1934 in Shinonoi (heute: Nagano), Präfektur Nagano; † 11. November 2023 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Minister. Er war zuletzt Abgeordneter des Sangiin, des japanischen Oberhauses, für den Wahlkreis Nagano und gehörte innerhalb der LDP der Machimura-Faktion an. Wakabayashi war Absolvent der Universität Tokio und wurde nach Abschluss seines Studiums 1957 Beamter im Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. 1983 verließ er das Ministerium und wurde erstmals ins Shūgiin, das Unterhaus, gewählt. Von 1989 bis 1990 war Wakabayashi parlamentarischer Staatssekretär in der Behörde für Management und Koordination. Nachdem er 1990 seinen Sitz verloren hatte, wurde er bei der Shūgiin-Wahl 1993 wiedergewählt. 1996 wurde er unter neuem Wahlrecht wieder abgewählt. 1998 wurde Wakabayashi schließlich ins Sangiin gewählt und schloss sich der Machimura-Faktion an. Im Kabinett von Premierminister Shinzō Abe wurde Wakabayashi 2006 zum Umweltminister berufen, wobei er nach dem Selbstmord von Toshikatsu Matsuoka und dem Rücktritt von Norihiko Akagi jeweils kommissarisch das Landwirtschaftsministerium mitübernahm. Nach der Kabinettsumbildung im August 2006 gehörte er dem Kabinett zunächst nicht mehr an, wurde aber nach dem Rücktritt von Takehiko Endō dessen Nachfolger als Landwirtschaftsminister. Premierminister Yasuo Fukuda beließ ihn bei Amtsantritt auf seinem Posten, ersetzte ihn aber im August 2008 durch Seiichi Ōta. Im April 2010 reichte er seinen Rücktritt als Abgeordneter ein, nachdem bekannt geworden war, dass er bei (elektronischen) Abstimmungen für den abwesenden Fraktionskollegen Mikio Aoki ohne dessen Zustimmung abgestimmt hatte. Seinen Sitz gewann bei der regulären Wahl im Juli 2010 sein ältester Sohn Kenta.
Mikio Aoki (jap. 青木 幹雄, Aoki Mikio; * 8. Juni 1934 in Taisha, Landkreis Hikawa (heute: Izumo), Präfektur Shimane; † 11.…Mikio Aoki (jap. 青木 幹雄, Aoki Mikio; * 8. Juni 1934 in Taisha, Landkreis Hikawa (heute: Izumo), Präfektur Shimane; † 11. Juni 2023) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus, und Minister. Innerparteilich gehörte er der Tsushima-Faktion an. Aoki, der sein Studium an der Waseda-Universität abbrach, wurde 1958 Sekretär des Shūgiin-Abgeordneten Noboru Takeshita – ebenfalls aus Shimane. Nach kurzer Tätigkeit als Direktor in der Fischereigenossenschaft Taisha wurde er 1967 für die erste von fünf Legislaturperioden ins Präfekturparlament Shimane gewählt. Von 1983 bis 1984 war er Vizepräsident des Parlaments von Shimane. Bei der Sangiin-Wahl 1986 trat Aoki als Kandidat der LDP in Shimane an und löste damit Hisaoki Kamei ab, der bei der gleichzeitig stattfindenden Shūgiin-Wahl einen Wechsel ins Unterhaus versuchte, aber knapp verfehlte. Aoki gewann den Einzelwahlkreis Shimane deutlich. In der LDP-Fraktion beteiligte er sich an der Gründung der Takeshita-Faktion, die sich 1987 von der Tanaka-Faktion löste. Sein Abgeordnetenmandat konnte er 1992, 1998 und 2004 verteidigen. 1991 war Aoki parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Finanzministerium, 1994 übernahm er den Vorsitz im Sangiin-Ausschuss für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. Nach der Wahl 1998 übernahm er den Posten des Generalsekretärs der LDP-Sangiin-Fraktion. 1999 wurde er ins Kabinett Obuchi berufen, wo er Hiromu Nonaka als Chefkabinettssekretär und Minister für die Entwicklung Okinawas ablöste. Nach Obuchis Schlaganfall war er damit für einige Tage geschäftsführender Premierminister. Im nachfolgenden 1. Kabinett Mori blieb er bis Juli 2000 Minister. Von 2004 bis 2007 übernahm Aoki den Fraktionsvorsitz der LDP im Sangiin. Vor der Sangiin-Wahl 2010 kündigte er angesichts eines leichten Schlaganfalls und eines Krankenhausaufenthalts kurzfristig an, nicht für eine fünfte Amtszeit kandidieren zu wollen. Sein Abgeordnetenmandat gewann sein ältester Sohn Kazuhiko.
Wakako Hironaka (jap. 広中 和歌子, Hironaka Wakako; * 11. Mai 1934 in Tokio) ist eine ehemalige japanische…Wakako Hironaka (jap. 広中 和歌子, Hironaka Wakako; * 11. Mai 1934 in Tokio) ist eine ehemalige japanische Oberhausabgeordnete der Demokratischen Partei (DPJ) und war von 1993 bis 1994 japanische Ministerin als Leiterin der Umweltbehörde. Innerhalb der Partei gehörte sie zur Hata-Gruppe. Hironaka studierte Englische Literatur an der Frauenuniversität Ochanomizu. Anschließend erwarb sie einen Master in Anthropologie an der Brandeis University in Massachusetts. Bei der Wahl von 1986 wurde sie erstmals über die Verhältniswahl für die Kōmeitō ins Oberhaus gewählt und 1992 bestätigt. 1993 wurde sie im Kabinett Hosokawa zur Leiterin der Umweltbehörde berufen. Nach der Auflösung der Kōmeitō beteiligte sich Hironaka 1994 an der Gründung der Shinshintō, nach deren Auflösung dann an der Bildung der Stimme des Volkes (国民の声, Kokumin no Koe). Bei der Oberhauswahl 1998 wurde sie als Unabhängige für Chiba gewählt. Später schloss sie sich der DPJ an und war von Oktober bis Dezember 2002 sowie von 2005 bis 2006 stellvertretende Parteivorsitzende. Bei der Sangiin-Wahl 2010 kandidierte Hironaka auf der DPJ-Verhältniswahlliste, erhielt aber nur 28.629 Präferenzstimmen landesweit und verfehlte eine Wiederwahl. Hironaka hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht und übersetzt. Sie ist mit dem Mathematiker Heisuke Hironaka verheiratet und hat zwei Kinder.
Ikuo Kamei (japanisch 亀井 郁夫, Kamei Ikuo; * 1. November 1933 in Shōbara, Präfektur Hiroshima; † 15. Mai 2019) war ein…Ikuo Kamei (japanisch 亀井 郁夫, Kamei Ikuo; * 1. November 1933 in Shōbara, Präfektur Hiroshima; † 15. Mai 2019) war ein japanischer Politiker. Für zwei Amtsperioden repräsentierte er die Präfektur Hiroshima im Sangiin, zunächst für die Liberaldemokratische Partei (LDP), ab 2005 für die Neue Volkspartei. Kamei studierte Rechtswissenschaft an der Universität Tokio und wurde nach seinem Abschluss 1957 Angestellter von Asahi Kasei. Dort war er von 1983 bis 1986 einer der Direktoren (torishimariyaku), bevor er das Unternehmen verließ und in die Politik wechselte. 1987 wurde er für den Landkreis Hiba ins Präfekturparlament Hiroshima gewählt, 1991 im Amt bestätigt. 1993 legte er sein Mandat nieder, um bei der Gouverneurswahl für die Nachfolge von Toranosuke Takeshita zu kandidieren, unterlag jedoch Yūzan Fujita. 1998 wechselte er in die nationale Politik, als er sich bei der Sangiin-Wahl erfolgreich um eines der beiden Mandate der Präfektur Hiroshima bewarb. 2002 war er im ersten Kabinett Koizumi parlamentarischer Staatssekretär (daijin-seimukan) im Kabinettsbüro. 2004 wurde er als Abgeordneter wiedergewählt. Als Gegner der Privatisierung der öffentlichen Post, die von Premierminister Jun’ichirō Koizumi betrieben wurde, unterstützte er 2005 den stellvertretenden Parteivorsitzenden der Neuen Volkspartei, seinen Bruder Shizuka, im Wahlkampf für die Shūgiin-Neuwahlen gegen den von Koizumi nominierten „Attentäter“-Kandidaten Takafumi Horie. Bei der erneuten Abstimmung über das Postprivatisierungsgesetz im Sangiin enthielt er sich durch Abwesenheit. Sein Parteiausschlussverfahren wegen der Unterstützung für die Postprivatisierungsrebellen verzögerte sich aber durch einen Einspruch, weil es sein eigener Bruder gewesen war, den er unterstützt hatte. Der LDP-Exekutivrat bestätigte jedoch im Dezember 2005 den Parteiausschluss, Kamei trat danach der Neuen Volkspartei bei. Er wurde in der neuen Partei Vizevorsitzender, später führte er auch die Sangiin-Fraktion. Zur Wahl 2010 trat er nicht mehr an und zog sich aus der Politik zurück.
Kōji Omi (jap. 尾身 幸次, Omi Kōji; * 14. Dezember 1932 in Numata, Präfektur Gunma; † 14. April 2022) war ein japanischer…Kōji Omi (jap. 尾身 幸次, Omi Kōji; * 14. Dezember 1932 in Numata, Präfektur Gunma; † 14. April 2022) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Von 2006 bis 2007 war er Finanzminister im ersten Kabinett von Premierminister Shinzō Abe. Omi gehörte innerhalb der Partei der Machimura-Faktion an.
Akiko Dōmoto (jap. 堂本 暁子, Dōmoto Akiko; * 31. Juli 1932 in Kalifornien) ist eine japanische Politikerin. Sie war von…Akiko Dōmoto (jap. 堂本 暁子, Dōmoto Akiko; * 31. Juli 1932 in Kalifornien) ist eine japanische Politikerin. Sie war von 2001 bis 2009 parteilose Gouverneurin der japanischen Präfektur Chiba. Dōmoto studierte bis 1959 an der Tōkyō Joshi Daigaku und arbeitete anschließend für den Fernsehsender TBS. Für ihren Dokumentarfilm Baby Hotel erhielt sie 1980 mehrere Preise. 1989 wurde sie für die Sozialistische Partei Japans ins Sangiin gewählt. Später wechselte sie zur Neuen Partei Sakigake. Von 1994 bis 2000 vertrat sie die japanische Regierung bei der Weltnaturschutzunion, ab 1997 als stellvertretende Vorsitzende. 2001 kandidierte Dōmoto erfolgreich als Unabhängige bei der Gouverneurswahl in Chiba. Sie war landesweit erst die dritte Frau im Gouverneursamt nach Fusae Ōta (Osaka, 2000–2008) und Yoshiko Shiotani (Kumamoto, 2000–2008). Bei ihrer Wiederwahl 2005 wurde Dōmoto von der DPJ, der Kōmeitō, der SDP und dem Bürgernetzwerk Chiba unterstützt. Bei der Gouverneurswahl am 29. März 2009 kandidierte Dōmoto nicht für eine dritte Amtszeit. Ihr Nachfolger wurde Kensaku Morita.
Hirohisa Fujii (japanisch 藤井 裕久, Fujii Hirohisa; * 24. Juni 1932 in Tokio, Präfektur Tokio; † 10. Juli 2022) war ein…Hirohisa Fujii (japanisch 藤井 裕久, Fujii Hirohisa; * 24. Juni 1932 in Tokio, Präfektur Tokio; † 10. Juli 2022) war ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus. Er war zweimal Finanzminister seines Landes. Innerparteilich gehörte er zur Ozawa-Gruppe aus ehemaligen Mitgliedern der Liberalen Partei um Ichirō Ozawa. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Tokio wurde Fujii 1955 Beamter im Finanzministerium. Für die Chefkabinettssekretäre Noboru Takeshita und Susumu Nikadō war er 1971 und 1972 Sekretär im Kabinettssekretariat. 1973 verließ er endgültig das Finanzministerium und wechselte in die Politik. Bei der Wahl zum Sangiin, dem Oberhaus, 1977 wurde Fujii als Kandidat der Liberaldemokratischen Partei (LDP) im nationalen Wahlkreis mit dem 45. Stimmenanteil erstmals ins Parlament gewählt. 1981 wurde er parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Finanzministerium, 1984 Vorsitzender des Finanzausschusses im Sangiin. Bei der Shūgiin-Wahl 1986 kandidierte Fujii im 3. Wahlkreis Kanagawa (4 Mandate), erhielt aber nur den fünfthöchsten Stimmenanteil. Im zweiten Anlauf 1990 gelang ihm mit dem vierthöchsten Stimmenanteil der Einzug ins Shūgiin. Nach der Wahlrechtsreform war Fujii ab 1996 Abgeordneter für den 14. Wahlkreis Kanagawa. 2005 abgewählt, erklärte er zunächst seinen Rückzug aus der Politik, kehrte aber 2007 als Nachrücker im Verhältniswahlblock Süd-Kantō ins Parlament zurück. Dort wurde er 2009 wiedergewählt. 1993 verließ Fujii die LDP und wechselte zur Erneuerungspartei. Während der Anti-LDP-Koalition war er in den Kabinetten Hosokawa und Hata Finanzminister. Nach dem Scheitern der Koalition gehörte er in den 1990er Jahren zur Neuen Fortschrittspartei, zur Liberalen Partei und schließlich ab 2003 zur Demokratischen Partei. Dort war er unter anderem Generalsekretär, „geschäftsführender Vorsitzender“ (daihyō daikō) und zuletzt ab 2007 einer der „Höchsten Berater“ (saikō komon) sowie Vorsitzender des Forschungsrates für Steuerpolitik (zaisei-chōsakai-chō). 2009 wurde Fujii von Premierminister Yukio Hatoyama als Finanzminister in sein Kabinett berufen. Nach Verabschiedung des Haushaltsentwurfes für das Fiskaljahr 2010 im Kabinett, aber vor den im Januar 2010 beginnenden Haushaltsberatungen im Parlament erklärte Fujii die Absicht, aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten zu wollen. Um den Haushalt – den bis dahin größten der japanischen Geschichte – rasch verabschieden zu können, bat Premierminister Hatoyama Fujii, weiter im Amt zu bleiben. Am 6. Januar 2010 nahm Hatoyama Fujiis Rücktritt jedoch an. Vizepremier Naoto Kan wurde einen Tag später sein Nachfolger. Ein Jahr später, im Januar 2011, berief ihn Naoto Kan, inzwischen Parteivorsitzender und Premierminister, bei einer Kabinettsumbildung als stellvertretenden Chefkabinettssekretär, im März 2011 dann als Sonderberater des Premierministers. Nach dem Antritt von Kans Nachfolger Yoshihiko Noda als Parteivorsitzender-Premierminister war Fujii einer der „höchsten Berater“ (saikō komon) der Demokratischen Partei. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 kandidierte Fujii nicht mehr und erklärte erneut seinen Rückzug aus der Politik. Er starb am 10. Juli 2022 im Alter von 90 Jahren.
Yasushi Akashi (jap. 明石 康 Akashi Yasushi; * 19. Januar 1931 in der Stadt Ōgida, Kreis Nord-Akita (heute Ortsteil…Yasushi Akashi (jap. 明石 康 Akashi Yasushi; * 19. Januar 1931 in der Stadt Ōgida, Kreis Nord-Akita (heute Ortsteil Hinaimachi-Ōgita der Stadt Ōdate), Präfektur Akita) ist ein japanischer Diplomat und UN-Funktionär.
Toshiki Kaifu (jap. 海部 俊樹 Kaifu Toshiki; * 2. Januar 1931 in Nagoya; † 9. Januar 2022) war ein japanischer Politiker…Toshiki Kaifu (jap. 海部 俊樹 Kaifu Toshiki; * 2. Januar 1931 in Nagoya; † 9. Januar 2022) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Er war von 9. August 1989 bis November 1991 der 48. Premierminister Japans und war Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, für den 9. Wahlkreis der Präfektur Aichi. Er gehörte der Nikai-Faktion an.
Akiyuki Nosaka (jap. 野坂 昭如, Nosaka Akiyuki; * 10. Oktober 1930 in Kamakura; † 9. Dezember 2015 in Chiyoda) war ein…Akiyuki Nosaka (jap. 野坂 昭如, Nosaka Akiyuki; * 10. Oktober 1930 in Kamakura; † 9. Dezember 2015 in Chiyoda) war ein japanischer Schriftsteller, Sänger, Lyriker und Politiker. Als Werbetexter für das Fernsehen benutzte er das Pseudonym Yukio Aki (阿木 由紀夫, Aki Yukio), als Chansonnier den Namen Claude Nosaka.
Akito Arima (japanisch 有馬 朗人, Arima Akito; * 13. September 1930 in Osaka, Japan; † 7. Dezember 2020 in Tokio) war ein…Akito Arima (japanisch 有馬 朗人, Arima Akito; * 13. September 1930 in Osaka, Japan; † 7. Dezember 2020 in Tokio) war ein japanischer theoretischer Kernphysiker und Politiker (Liberaldemokratische Partei).