Tadahiko Itō (japanisch 伊藤 忠彦 Itō Tadahiko; * 11. Juli 1964 in Nagoya, Aichi) ist ein japanischer Politiker, Mitglied…Tadahiko Itō (japanisch 伊藤 忠彦 Itō Tadahiko; * 11. Juli 1964 in Nagoya, Aichi) ist ein japanischer Politiker, Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Aichi 8 und war von 2024 bis 2025 Wiederaufbauminister in den Kabinetten Ishiba. Er gehört heute der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin bis zur Auflösung 2024 der Nikai-Faktion. Itō besuchte die der Waseda-Universität angeschlossene Oberschule und studierte anschließend an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität. Nach seinem Abschluss 1986 wurde er Angestellter bei Dentsū, wo er bis 1994 blieb. Danach wurde er Sekretär des Abgeordneten Masayoshi Takemura von der Shintō Sakigake, in dieser Zeit Finanzminister der Großen Koalition. Bei der Rätehauswahl 1995 kandidierte Itō selbst auf Platz 9 der Sakigake-Liste im landesweiten Verhältniswahlwahlkreis, die Partei gewann dort aber nur zwei Sitze. Bei der Abgeordnetenhauswahl 1996 trat er im Verhältniswahlblock Kinki auf Platz 4 der Sakigake-Liste an, die aber ohne Sitz blieb. 1997 wurde er Sekretär des LDP-Abgeordneten Keizō Obuchi, in dieser Zeit Außenminister. Erstmals erfolgreich kandidierte Itō bei der Präfekturparlamentswahl in Aichi 1999 (Teil der einheitlichen Wahlen), als er ohne Parteinominierung im Einmandatswahlkreis Stadt Chita (Chitashi-ku) antrat und gewann. 2003 verteidigte er seinen Sitz, nun als LDP-Kandidat. 2005 trat er für den Wechsel in die Nationalpolitik zurück. Er kandidierte bei der Abgeordnetenhauswahl 2005 für die LDP im Wahlkreis Aichi 8, zu dem unter anderem Stadt und Kreis Chita gehören, gegen den demokratischen Amtsinhaber Yutaka Banno und setzte sich relativ knapp durch. Bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 unterlag er Banno deutlich und schied aus dem Abgeordnetenhaus aus. Bei der DP-Erdrutschniederlage 2012 gewann er den Sitz zurück und verteidigte ihn danach zunächst bis einschließlich 2021 dreimal in Folge. Für die Regierung war Itō von 2013 bis 2014 (Kabinett Abe II) politischer Staatssekretär im Kabinettsamt und dem Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten, von 2016 bis 2018 (Abe III (2. Umbildung) bis Abe IV) Vizeminister im Kabinettsamt und dem Umweltministerium. Im Abgeordnetenhaus saß er von 2021 bis 2022 dem Sonderausschuss für den Wiederaufbau nach dem „Großen Ostjapanischen Erdbeben“ vor, anschließend bis 2023 dem Justizausschuss. In der nationalen LDP wurde er 2019 Vizegeneralsekretär. Im Oktober 2024 berief der neue Ministerpräsident Shigeru Ishiba Itō als Wiederaufbauminister in sein erstes Kabinett. Bei der bald folgenden Abgeordnetenhauswahl 2024 verlor er den Wahlkreis Aichi 8 an Yutaka Banno (inzwischen KDP). Mit einer relativ deutlichen Mehrheitswahlniederlage landete er nur auf Platz 7 der LDP-Liste im Block Tōkai, der nach dem Verhältniswahlstimmenergebnis nur sechs Sitze zugestanden hätten; da die DVP aber zu wenige Kandidaten in Tōkai nominiert hatte, wurden zwei ihrer Sitze an LDP und KDP umverteilt. Itō blieb damit Abgeordneter und anschließend auch im zweiten Kabinett Ishiba bis 2025 Minister. Beim LDP-Erdrutschsieg 2026 setzte sich Itō mit über 18 Prozentpunkten Vorsprung gegen Banno (inzwischen Chūdō) durch.
Kōji Yamamura (jap. 山村浩二 Yamamura Kōji; * 4. Juni 1964 in Nagoya, Japan) ist ein japanischer Animationsfilm-Regisseur.…Kōji Yamamura (jap. 山村浩二 Yamamura Kōji; * 4. Juni 1964 in Nagoya, Japan) ist ein japanischer Animationsfilm-Regisseur. Im Alter von dreizehn Jahren realisierte er seinen ersten Trickfilm. Yamamura studierte Malerei an der Tokyo Zokei Universität in Tokio und beendete sein Studium dort 1987. Unter dem Einfluss kanadischer und russischer Animationskünstler entstanden Filme wie One Night Serenade. 1993 gründete er zusammen mit seiner Frau Sanae die Firma Yamamura Animation Production. Bisheriger Höhepunkt seiner Karriere war das Jahr 2003, in dem sein Werk Der Mann mit der Kirsche auf dem Kopf (頭山) sowohl für die Kategorie Bester animierter Kurzfilm bei der Oscarverleihung 2003 nominiert wurde, wie auch den Cristal d’Annecy, den wichtigsten Preis des Festival d’Animation Annecy, gewann. Dieser zehnminütige Film handelt von einem Mann, auf dessen Kopf ein Kirschbaum wächst. Mit Kafka: Inaka Isha erschien 2007 eine Umsetzung von Franz Kafkas Erzählung Ein Landarzt. Für diese gewann er den Hauptpreis auf dem Ottawa International Animation Festival, auf dem Hiroshima Kokusai Animation Festival, den Ōfuji-Noburō-Preis und den Grand Prix beim Trickfilmfestival Stuttgart. Seine Werke sind von starker Individualität geprägt und technisch sehr vielfältig.
Kōji Kondō (jap. 近藤 浩治, Kondō Kōji; * 13. August 1961 in Nagoya) ist ein japanischer Komponist. Er ist bekannt für…Kōji Kondō (jap. 近藤 浩治, Kondō Kōji; * 13. August 1961 in Nagoya) ist ein japanischer Komponist. Er ist bekannt für seine Arbeit an vielen Videospielen der Firma Nintendo. Kondō leitete die aus Komponisten, Soundkünstlern sowie -programmierern bestehende Soundgruppe von Nintendos Entwicklungsabteilung Nintendo Entertainment Analysis & Development, seit September 2015 Nintendo Entertainment Planning & Development.
Hisashi Nozawa (jap. 野沢 尚, Nozawa Hisashi; * 7. Mai 1960 in Nagoya; † 28. Juni 2004 in Tokio) war ein japanischer…Hisashi Nozawa (jap. 野沢 尚, Nozawa Hisashi; * 7. Mai 1960 in Nagoya; † 28. Juni 2004 in Tokio) war ein japanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Nozawa begann bereits während seiner Schulzeit 8-mm-Filme zu drehen und gewann nach dem Abschluss eines Filmstudiums 1983 den Kido-Preis. 1985 debütierte er als Drehbuchautor für die Fernsehserie Koroshite, Anasha. Es folgten weitere Drehbücher für Fernsehen und Film; so schrieb er das Buch für Takeshi Kitanos Debütfilm Violent Cop. Als Romanautor erhielt Nozawa 1997 den Edogawa-Rampo-Preis für Hasen no marisu. Mit dem Yoshikawa-Eiji-Preis für junge Autoren wurde er 2001 für den Roman Shinku ausgezeichnet, der 2005 verfilmt wurde. Für den Roman Hanran no boyaju erhielt er im Folgejahr den Preis des japanischen Kulturministeriums.
Kōhei Ōtsuka (jap. 大塚 耕平, Ōtsuka Kōhei; * 5. Oktober 1959 in Nagoya, Präfektur Aichi; † 2. März 2026) war ein…Kōhei Ōtsuka (jap. 大塚 耕平, Ōtsuka Kōhei; * 5. Oktober 1959 in Nagoya, Präfektur Aichi; † 2. März 2026) war ein japanischer Politikwissenschaftler und Politiker, zuletzt der Demokratischen Volkspartei (Kokumin Minshutō). Von 2001 bis 2024 war er Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Aichi und war im Kabinett Hatoyama Vizeminister im Kabinettsbüro und im zum zweiten Mal umgebildeten Kabinett Kan im Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Von Oktober 2017 bis Mai 2018 war er zudem Vorsitzender der Demokratischen Fortschrittspartei.
Kenji Fukaya (jap. 深谷 賢治, Fukaya Kenji; * 12. März 1959 Präfektur Kanagawa in Japan) ist ein japanischer Mathematiker…Kenji Fukaya (jap. 深谷 賢治, Fukaya Kenji; * 12. März 1959 Präfektur Kanagawa in Japan) ist ein japanischer Mathematiker, der sich mit Symplektischer Geometrie und Differentialgeometrie (Riemannsche Geometrie) befasst.
Tomoko Akane (赤根 智子, * 28. Juni 1956) ist eine japanische Juristin, Hochschullehrerin und Präsidentin des…Tomoko Akane (赤根 智子, * 28. Juni 1956) ist eine japanische Juristin, Hochschullehrerin und Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH).
Akio Toyoda (japanisch 豊田 章男 Toyoda Akio; * 3. Mai 1956 in Nagoya) ist Aufsichtsratsvorsitzender und war bis zum 31.…Akio Toyoda (japanisch 豊田 章男 Toyoda Akio; * 3. Mai 1956 in Nagoya) ist Aufsichtsratsvorsitzender und war bis zum 31. März 2023 der Chief Executive Officer (daihyō-torishimariyaku-shachō, dt. „leitender Direktor und Präsident“) des japanischen Automobilkonzerns Toyota (Toyota Jidōsha K.K.).
Arimasa Ōsawa (jap. 大沢 在昌, Ōsawa Arimasa; * 8. März 1956 in Nagoya, Japan) ist ein japanischer Autor von…Arimasa Ōsawa (jap. 大沢 在昌, Ōsawa Arimasa; * 8. März 1956 in Nagoya, Japan) ist ein japanischer Autor von hardboiled-Detektivromanen und Thrillern. Er brach ein Studium an der Keiō-Universität ab. Schon als Schüler veröffentlichte Ōsawa erste Texte, hatte später mit seinen Kriminalromanen zunächst wenig Erfolg, obwohl er bereits 1979 den ersten Preis für Kriminalroman-Debütanten gewann. Mit dem ersten Band der Hai von Shinjuku-Reihe (1990ff.) gelang ihm schließlich der Durchbruch. Seitdem gehört Ōsawa zu den erfolgreichsten Krimiautoren Japans. Neben Der Hai von Shinjuku ist Ōsawa auch der Autor zweier weiterer Krimireihen, über den Privatdetektiv Ko Sakuma (1980–2000) und Arubaito (1986–2004). Auf Deutsch erschienen bisher der erste und zweite Teil der Hai von Shinjuku-Reihe im auf japanische Literatur spezialisierten cass Verlag in der Übersetzung von Katja Busson.
Eri Ōno, auch Eri Ohno, (jap. 大野 えり, Ōno Eri; * 23. Januar 1955 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist eine japanische Pop-…Eri Ōno, auch Eri Ohno, (jap. 大野 えり, Ōno Eri; * 23. Januar 1955 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist eine japanische Pop-, Funk- und Jazzsängerin. Eri Ohno spielte 1979 ihr Debütalbum Feeling Your Love und die Single „Trad Man“ (Better Days) ein, gefolgt von mehreren Alben bei den Plattenlabels Denon und Nippon Columbia, bei denen sie u. a. von Isoo Fukui, Terumasa Hino, Koichi Matsukase, Takashi Ohi, Kiyoshi Sugimoto und Masahiko Satoh begleitet wurde. Das Album Eri, My Dear (1982) nahm sie mit Toshiyuki Daitoku (Keyboards), Cecil McBee (Bass) und Billy Hart (Schlagzeug) auf. Mit Hank Jones, Eddie Gomez und Jimmy Cobb entstand 1983 in Tokyo ein Album mit Songs von Cole Porter wie „I Get a Kick Out of You“, „Love for Sale“ oder „Night and Day“. Der Jazz-Diskograf Tom Lord führt zwischen 1973 und 1983 ihr Beteiligung an neun Aufnahmesessions auf. In späteren Jahren verlagerte sie sich mit Produktionen wie L'Eveil (1986) und Sweet Love (2006) stilistisch mehr auf Soul- und Popmusik, u. a. in Kooperation mit DJ Krush (Reminisce und Mind Games, 2000).
Shigefumi Mori (japanisch 森 重文, Mori Shigefumi; * 23. Februar 1951 in Nagoya, Japan) ist ein japanischer Mathematiker…Shigefumi Mori (japanisch 森 重文, Mori Shigefumi; * 23. Februar 1951 in Nagoya, Japan) ist ein japanischer Mathematiker, der für seine Arbeiten in algebraischer Geometrie 1990 die Fields-Medaille erhielt.
Toshio Suzuki (jap. 鈴木敏夫, Suzuki Toshio; * 19. August 1948 in Nagoya, Aichi, Japan) ist ein japanischer Filmproduzent…Toshio Suzuki (jap. 鈴木敏夫, Suzuki Toshio; * 19. August 1948 in Nagoya, Aichi, Japan) ist ein japanischer Filmproduzent und Mitgründer des Anime-Studios Ghibli, dessen Vorsitzender er von 2005 bis 2008 war. Zahlreiche Erfolge in Japan machten ihn zu einem der erfolgreichsten Produzenten Japans. 2003 gewann er zusammen mit Regisseur Hayao Miyazaki für den Film Chihiros Reise ins Zauberland den Oscar; diesen Erfolg konnten beide im Jahr 2024 mit Der Junge und der Reiher wiederholen. Die Filme Das wandelnde Schloss (2004), Wie der Wind sich hebt (2013) und Die rote Schildkröte (2016) waren ebenfalls für den Oscar nominiert. Bei den ebenfalls Oscar-nominierten Produktionen Die Legende der Prinzessin Kaguya (2013) und Erinnerungen an Marnie (2014) war er neben Yoshiaki Nishimura als Co-Produzent tätig. 2014 wurde er durch das Magazin Gentlemen’s Quarterly als Men of the Year ausgezeichnet. Laut Oscar-Preisträger Hayao Miyazaki gäbe es Studio Ghibli ohne Suzuki in seiner heutigen Form nicht.
Hirotaka Akamatsu (jap. 赤松 広隆 Akamatsu Hirotaka; * 3. Mai 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer…Hirotaka Akamatsu (jap. 赤松 広隆 Akamatsu Hirotaka; * 3. Mai 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker (SPJ→SDP→DPJ→DFP→KDP), ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, zuletzt für den 5. Wahlkreis von Aichi, und ehemaliger Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei. Von 2012 bis 2014 und von 2017 bis 2021 war er Vizepräsident des Shūgiin.
Hiroyuki Sakaki (jap. 榊 裕之, Sakaki Hiroyuki; * 6. Oktober 1944 in der Präfektur Aichi) ist ein japanischer Physiker und…Hiroyuki Sakaki (jap. 榊 裕之, Sakaki Hiroyuki; * 6. Oktober 1944 in der Präfektur Aichi) ist ein japanischer Physiker und Elektrotechniker im Bereich der Festkörperelektronik. Sakaki machte 1968 den Bachelor of Science und 1970 den MS, dem 1973 der Ph.D. in Elektrotechnik folgte. Alle Titel wurden an der Universität Tokio erworben. Von 1973 bis 1987 war er Associate Professor am Institute of Industrial Science der Universität Tokio. Seit 1987 ist Sakaki Professor ebenda. Zwischenzeitlich war er von 1976 bis 1977 als Gastwissenschaftler am IBM Watson Research Center. Von 1988 bis 1998 war er an der gleichen Universität Professor am Research Center for Advanced Science and Technology und zusätzlich von 1988 bis 1993 Direktor des JST ERATO Project für „Quantum Wave“ und von 1993 bis 1998 Co-Direktor des JST ICORP Project für „Quantum Transition“. 2000 wurde er Fellow der American Physical Society.
Katsuhiko Kondo (japanisch 近藤 勝彦 Kondō Katsuhiko; * 1944) ist ein japanischer Botaniker, der als Professor für Botanik…Katsuhiko Kondo (japanisch 近藤 勝彦 Kondō Katsuhiko; * 1944) ist ein japanischer Botaniker, der als Professor für Botanik an der Universität Hiroshima arbeitete. Den größten Teil seiner Arbeit verbrachte er mit der Erforschung fleischfressender Pflanzenarten.
Toshihide Masukawa (japanisch 益川 敏英, Masukawa Toshihide; manchmal auch Maskawa romanisiert; * 7. Februar 1940 in…Toshihide Masukawa (japanisch 益川 敏英, Masukawa Toshihide; manchmal auch Maskawa romanisiert; * 7. Februar 1940 in Nagoya, Präfektur Aichi; † 23. Juli 2021 in Kyoto) war ein japanischer Physiker, der durch seine Arbeiten an der CP-Verletzung bekannt wurde. Er erhielt im Jahr 2008 den Nobelpreis für Physik.
Kōichi Katō (jap. 加藤 紘一, Katō Kōichi; * 17. Juni 1939 in Tsuruoka, Präfektur Yamagata; † 9. September 2016 in der…Kōichi Katō (jap. 加藤 紘一, Katō Kōichi; * 17. Juni 1939 in Tsuruoka, Präfektur Yamagata; † 9. September 2016 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker, Shūgiin-Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Minister und Generalsekretär der LDP. Innerhalb der Partei gehörte er seit 2005 nicht mehr zu einer Faktion.
Yoshito Kishi (* 13. April 1937 in Nagoya, Japan; † 9. Januar 2023) war ein japanischer Chemiker und…Yoshito Kishi (* 13. April 1937 in Nagoya, Japan; † 9. Januar 2023) war ein japanischer Chemiker und Morris-Loeb-Professor für Chemie an der Harvard University. Er ist bekannt für seine Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Synthese und der Totalsynthese von Naturstoffen. Kishi studierte Chemie an der Universität Nagoya, an der er auch seinen BS und Ph.D. erwarb, sowie eine Assistenzprofessur innehatte. Es folgte ein Postdoc-Aufenthalt an der Harvard University bei Robert B. Woodward. Im Jahr 1974 wurde er Professor für Chemie an der Harvard University; eine Position, die er bis zu seiner Emeritierung 2009 innehatte. 1985 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen. Die Forschungsinteressen von Kishi waren die Synthese von komplexen Naturstoffen. In seiner Arbeitsgruppe wurden unter anderem Synthesen von Palytoxin, Mycoactonen, Halichondrinen, Saxitoxin und Tetrodotoxin entwickelt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt er für die Synthese von Palytoxin, die aufgrund der Komplexität des Moleküls mit seinen 64 stereogenen Zentren als eine der größten Leistungen in der chemischen Synthese gilt. Kishi entwickelte die von Hitoshi Nozaki und Tamejiro Hiyama eingeführte neue metallorganische Kupplungsreaktion, die Nozaki-Hiyama-Kishi-Reaktion, mit diesen zur Anwendungsreife. Kishi wollte die Reaktion in der Synthese von Palytoxin anwenden, sie war aber unzuverlässig, da sie stark von der Art der verwendeten Chrompräparate abhing. Schließlich konnte Kishi das darauf zurückführen, dass kleine Mengen Nickel notwendig waren (reine Chrompräparate erzielten deshalb schlechte Ergebnisse). 1979 gelang ihm die erste Totalsynthese von Monensin. 1980 erhielt er den American Chemical Society Award for Creative Work in Synthetic Organic Chemistry, 1995 die Prelog-Medaille, 2001 den Tetrahedron-Preis und den Ernest Guenther Award, 2018 den Ryōji-Noyori-Preis. Kishi starb am 9. Januar 2023 im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.
Shūsaku Arakawa (japanisch 荒川 修作, Arakawa Shūsaku; * 6. Juli 1936 in Nagoya, Japan; † 18. Mai 2010 in New York City)…Shūsaku Arakawa (japanisch 荒川 修作, Arakawa Shūsaku; * 6. Juli 1936 in Nagoya, Japan; † 18. Mai 2010 in New York City) war ein japanischer Maler, Grafiker und Architekt.
Tadaaki Kuwayama (japanisch 桑山 忠明, Kuwayama Tadaaki; * 4. März 1932 in Nagoya, Japan; † 18. August 2023 in New York…Tadaaki Kuwayama (japanisch 桑山 忠明, Kuwayama Tadaaki; * 4. März 1932 in Nagoya, Japan; † 18. August 2023 in New York City, New York, Vereinigte Staaten) war ein japanischer Maler der abstrakten Richtung, der in den Vereinigten Staaten lebte und wirkte.
Toshiki Kaifu (jap. 海部 俊樹 Kaifu Toshiki; * 2. Januar 1931 in Nagoya; † 9. Januar 2022) war ein japanischer Politiker…Toshiki Kaifu (jap. 海部 俊樹 Kaifu Toshiki; * 2. Januar 1931 in Nagoya; † 9. Januar 2022) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Er war von 9. August 1989 bis November 1991 der 48. Premierminister Japans und war Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, für den 9. Wahlkreis der Präfektur Aichi. Er gehörte der Nikai-Faktion an.
Shōmei Tōmatsu (japanisch 東松 照明, Tōmatsu Shōmei; * 16. Januar 1930 in Nagoya, Aichi; † 14. Dezember 2012 in Naha…Shōmei Tōmatsu (japanisch 東松 照明, Tōmatsu Shōmei; * 16. Januar 1930 in Nagoya, Aichi; † 14. Dezember 2012 in Naha, Okinawa) war ein japanischer Fotograf. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte er durch sein thematisch vielfältiges und stilistisch einflussreiches Werk internationale Bedeutung.
Shōichirō Toyoda AC, KBE (jap. 豊田 章一郞, Toyoda Shōichirō; * 27. Februar 1925 in der Präfektur Aichi; † 14. Februar 2023)…Shōichirō Toyoda AC, KBE (jap. 豊田 章一郞, Toyoda Shōichirō; * 27. Februar 1925 in der Präfektur Aichi; † 14. Februar 2023) war ein japanischer Manager, der von 1992 bis 1999 als Vorsitzender (daihyō-torishimariyaku-kaichō) von Toyota und von 1994 bis 1998 als Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Nippon Keidanren agiert hat. Er ist ein Sohn des Firmengründers Toyoda Kiichirō.
Akio Morita (japanisch 盛田 昭夫; * 26. Januar 1921 in Tokoname; † 3. Oktober 1999 in Tokio) war ein japanischer…Akio Morita (japanisch 盛田 昭夫; * 26. Januar 1921 in Tokoname; † 3. Oktober 1999 in Tokio) war ein japanischer Unternehmer. Zusammen mit Ibuka Masaru gründete er den international agierenden japanischen Elektronikkonzern Sony.
Toyoda Eiji AC (jap. 豊田 英二; * 12. September 1913 in Kinjō, Nishikasugai-gun (heute: Horibata-chō, Nishi-ku, Nagoya)…Toyoda Eiji AC (jap. 豊田 英二; * 12. September 1913 in Kinjō, Nishikasugai-gun (heute: Horibata-chō, Nishi-ku, Nagoya), Präfektur Aichi; † 17. September 2013 in Toyota) war ein japanischer Manager und Chief Executive Officer (daihyō-torishimariyaku-shachō; „leitender Direktor und Präsident“) des japanischen Automobilkonzerns Toyota (Toyota Jidōsha K.K.).
Wadachi Kiyoo (japanisch 和達 清夫, Transkription nach JSL: Wadati Kiyoo; * 8. September 1902 in Nagoya; † 5. Januar 1995…Wadachi Kiyoo (japanisch 和達 清夫, Transkription nach JSL: Wadati Kiyoo; * 8. September 1902 in Nagoya; † 5. Januar 1995 in Tokio) war ein japanischer Seismologe.
Kitawaki Noboru (japanisch 北脇 昇; geb. 4. Juni 1901 in Nagoya; gest. 18. Dezember 1951 in Kioto) war ein japanischer…Kitawaki Noboru (japanisch 北脇 昇; geb. 4. Juni 1901 in Nagoya; gest. 18. Dezember 1951 in Kioto) war ein japanischer Maler des Surrealismus während der Shōwa-Zeit.
Hotta Shōzō (japanisch 堀田 庄三; geboren 23. Januar 1899 in Nagoya (Präfektur Aichi); gestorben 18. Dezember 1990) war ein…Hotta Shōzō (japanisch 堀田 庄三; geboren 23. Januar 1899 in Nagoya (Präfektur Aichi); gestorben 18. Dezember 1990) war ein japanischer Bankmanager.
Shinichi Suzuki (japanisch 鈴木 鎮一 Suzuki Shin’ichi; * 17. Oktober 1898 in Nagoya; † 26. Januar 1998 ebenda) war ein…Shinichi Suzuki (japanisch 鈴木 鎮一 Suzuki Shin’ichi; * 17. Oktober 1898 in Nagoya; † 26. Januar 1998 ebenda) war ein japanischer Violinist und Musikpädagoge.
Itō Ren (japanisch 伊藤 廉, eigentliche Lesung des Vornamens: Kiyoshi; geb. 7. Oktober 1898 in Nagoya; gest. 24. Januar…Itō Ren (japanisch 伊藤 廉, eigentliche Lesung des Vornamens: Kiyoshi; geb. 7. Oktober 1898 in Nagoya; gest. 24. Januar 1983) war ein japanischer Maler der Yōga-Richtung während der Shōwa-Zeit.
Toyoda Kiichirō (jap. 豊田 喜一郎; * 11. Juni 1894; † 27. März 1952) war ein japanischer Industrieller und der Sohn von…Toyoda Kiichirō (jap. 豊田 喜一郎; * 11. Juni 1894; † 27. März 1952) war ein japanischer Industrieller und der Sohn von Toyoda Sakichi, dem Gründer der Toyoda Loom Works. Sein Vater veranlasste ihn kurz vor seinem Tod, ein Automobilwerk aufzubauen, was zu jenem Zeitpunkt durchaus als risikoreiches Unternehmen betrachtet werden durfte. Toyoda Kiichirō erschuf die Firma, die später einmal die Toyota Motor Corporation werden sollte. Wegen Rückgang von Umsatz und Gewinn zog er sich im Jahre 1948 aus der Firma zurück; er starb vier Jahre später. Im Jahre 1957 wurde sein Cousin und Vertrauter Toyoda Eiji der Unternehmensleiter der Toyota Motor Corporation und führte die erfolgreiche weltweite Expansion und den Start von Japans bekannter Nobelmarke Lexus. Kiichirōs Sohn Shōichirō Toyoda (1925–2023) war von 1992 bis 1999 Chief Executive Officer (jap. daihyō-torishimariyaku-shachō) von Toyota, dessen ältester Sohn Akio Toyoda (* 1956) bekleidet diese Position von 2009 bis 2023.
Sakurai Shōzō (桜井 省三; * 27. Juni 1889; † 7. Juli 1985) war ein Generalleutnant in der Kaiserlich Japanischen Armee…Sakurai Shōzō (桜井 省三; * 27. Juni 1889; † 7. Juli 1985) war ein Generalleutnant in der Kaiserlich Japanischen Armee während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges und im Zweiten Weltkrieg.
Kanamori Tokujirō (japanisch 金森 徳次郎; geboren 17. März 1886 in Nagoya (Präfektur Aichi); gestorben 16. Juni 1959 in…Kanamori Tokujirō (japanisch 金森 徳次郎; geboren 17. März 1886 in Nagoya (Präfektur Aichi); gestorben 16. Juni 1959 in Tokio) war ein japanischer Rechtsgelehrter, Regierungsbeamter und Politiker.
Ikai Tane (jap. 猪飼 たね; * 18. Januar 1879 in Kansei, Landkreis Aichi (heute Minato-ku, Nagoya); † 12. Juli 1995 in…Ikai Tane (jap. 猪飼 たね; * 18. Januar 1879 in Kansei, Landkreis Aichi (heute Minato-ku, Nagoya); † 12. Juli 1995 in Nagoya, Japan) war eine japanische Supercentenarian und 1994–1997 der zweitälteste Mensch aller Zeiten.
General Matsui Iwane (jap. 松井 石根 Matsui Iwane; * 27. Juli 1878 in der Provinz Owari, Präfektur Aichi; † 23. Dezember…General Matsui Iwane (jap. 松井 石根 Matsui Iwane; * 27. Juli 1878 in der Provinz Owari, Präfektur Aichi; † 23. Dezember 1948 im Sugamo-Gefängnis, Tokio) war der kommandierende General der japanischen Truppen, die 1937 für das Massaker von Nanjing im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg verantwortlich waren. Matsui selbst war über die Kriegsverbrechen zutiefst empört, setzte sich aber nicht genügend für den Schutz der chinesischen Zivilbevölkerung ein. Er wurde deswegen während der Tokioter Prozesse zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Inada Ryūkichi (japanisch 稲田 龍吉 auch Inada Ryōkichi gelesen, geboren am 18. März 1874 in Nagoya, gestorben am 27.…Inada Ryūkichi (japanisch 稲田 龍吉 auch Inada Ryōkichi gelesen, geboren am 18. März 1874 in Nagoya, gestorben am 27. Februar 1950 in Tokio) war ein japanischer Bakteriologe.
Natsumi Andō (jap. 安藤 なつみ, Andō Natsumi; * 27. Januar 1970 in der Präfektur Aichi) ist eine japanische…Natsumi Andō (jap. 安藤 なつみ, Andō Natsumi; * 27. Januar 1970 in der Präfektur Aichi) ist eine japanische Manga-Zeichnerin. Ihre Manga richten sich an junge Mädchen und sind somit dem Shōjo-Genre zuzuordnen. International bekannt wurde sie durch den Kriminal-Manga Zodiac Private Investigator (十二宮でつかまえて, Jūnikyū de Tsukamaete; 2001–2003 4 Bände). Ihren ersten Comic veröffentlichte sie 1995 im Manga-Magazin Nakayoshi, für das sie auch den Großteil ihrer anderen Werke zeichnete. 2001 begann sie mit der Arbeit an ihrer vierteiligen Serie Zodiac Private Investigator, die unter anderem auch ins Deutsche, Französische und Englische übersetzt wurde. Weitere Erfolge gelangen ihr mit Smile de Ikō (スマイルでいこう; 1999, 2 Bände), Maria-ppoino! (マリアっぽいの!; 2000–2001, 2 Bände), Wild Damon (ワイルドだもん♥; 2003–2004, 3 Bände), Kitchen no Ohime-sama (キッチンのお姫さま; 2004–2008, 10 Bände) und Arisa (2009–2012). Von 2016 bis 2021 erschien ihre Serie Rache schmeckt süß. Für Kitchen no Ohime-sama gewann sie 2006 den Kodansha-Manga-Preis in der Kategorie Kinder.
Takashi Kawamura (jap. 河村 たかし Kawamura Takashi; * 3. November 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi, Japan) ist ein…Takashi Kawamura (jap. 河村 たかし Kawamura Takashi; * 3. November 1948 in Nagoya, Präfektur Aichi, Japan) ist ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den Wahlkreis Aichi 1, und Vorsitzender der Regionalpartei Genzei Nippon. Von 2009 bis 2024 war er Bürgermeister der Stadt Nagoya und davor von 1993 bis 2009 bereits Abgeordneter für Aichi 1. Kawamura arbeitete nach seinem Studium an der Hitotsubashi-Universität im väterlichen Papierrecyclingbetrieb Kawamura Shōji. Nach einer ersten erfolglosen Kandidatur als Unabhängiger in der Shūgiin-Wahl 1990 erhielt er im zweiten Anlauf 1993, nun als Kandidat der Neuen Japan-Partei, im viermandatigen Wahlkreis Aichi 1 den höchsten Stimmenanteil und zog ins Shūgiin ein. Während der Neuformierung der japanischen Parteienlandschaft in den 1990er Jahren gehörte Kawamura der Neuen Fortschrittspartei, der Liberalen Partei und schließlich ab 1998 der Demokratischen Partei an. Nach der Wahlrechtsreform kandidierte er ab 1996 viermal erfolgreich im Einzelwahlkreis Aichi 1, der Teile von Nagoya umfasst und als demokratische Hochburg gilt. Im April 2009 legte Kawamura sein Abgeordnetenmandat nieder, um bei der Bürgermeisterwahl in Nagoya am 26. April für die Nachfolge von Takehisa Matsubara zu kandidieren. Er trat als Unabhängiger an, wurde aber von den Demokraten unterstützt. Sein Hauptkonkurrent Masahiko Hosokawa genoss die Unterstützung der nationalen Regierungsparteien LDP und Kōmeitō. Im Wahlkampf setzte sich Kawamura für eine Senkung der kommunalen Steuern und der städtischen Personalausgaben ein. Er erhielt über eine halbe Million Stimmen und konnte Hosokawa (rund 283.000 Stimmen) und zwei weitere Kandidaten klar von sich distanzieren. Das Wahlergebnis wurde von Teilen der Demokraten als Stärkung des durch einen Spendenskandal beschädigten Vorsitzenden Ichirō Ozawa gesehen. Die Umsetzung seiner Wahlversprechen brachte Kawamura in Konflikt mit dem Stadtrat, der die Senkung der kommunalen „Bürgersteuer“ (jūmin-zei) um zehn Prozent nur auf der Grundlage jährlicher Überprüfungen billigte und die Reduzierung der Bezüge der Mitglieder und die Verkleinerung des Stadtrats ablehnte. Kawamura initiierte 2010 ein Verfahren zur Auflösung des Stadtrats. Im Oktober 2010 reichten die Anhänger Kawamuras die Petition mit den nötigen Unterschriften von einem Fünftel der Wähler ein, um ein Referendum über die Auflösung des Stadtrates in die Wege zu leiten. Allerdings wurden zunächst über 100.000 Unterschriften im November 2010 für ungültig erklärt. Kawamura kündigte daraufhin seinen baldigen Rücktritt an, um bei Neuwahlen – gleichzeitig mit den Gouverneurswahlen in Aichi am 6. Februar 2011 – ein klares Mandat für seine Reformvorhaben zu erhalten. Eine nochmalige Überprüfung durch die Wahlaufsichtskommission der Stadt Nagoya stellte im Dezember 2010 jedoch fest, dass doch genügend gültige Stimmen vorhanden waren. Die Abstimmung, die erste ihrer Art in einer „Großstadt per Regierungserlass“ (seirei shitei toshi), fand ebenfalls am 6. Februar 2011 statt und wurde bei Wahlbeteiligung von 54 % angenommen, die Neuwahlen für den Stadtrat finden innerhalb von 40 Tagen statt. Die Demokratische Stadtratsfraktion hat sich gegen Kawamura gestellt und unterstützte bei den Bürgermeisterwahlen die Kandidatur des ehemaligen Shūgiin-Abgeordneten Yoshihiro Ishida, ehemals Bürgermeister von Inuyama. Kawamura gewann die Wahl deutlich gegen Ishida und zwei weitere Kandidaten. Im April 2010 gründete Kawamura die Partei Genzei Nippon (減税日本, „Steuersenkung Japan“), die bei Stadtratsneuwahlen eine absolute Mehrheit anstrebt und bei den Gouverneurswahlen in Aichi die erfolgreiche Kandidatur des ehemaligen Shūgiin-Abgeordneten Hideaki Ōmura (ehemals LDP) unterstützte. Anfang August 2019 forderte Bürgermeister Kawamura nach einem Besuch öffentlich die Schließung einer im Rahmen der Aichi-Triennale in Nagoya stattgefundenen Ausstellung "Nach der Meinungsfreiheit", welche u. a. mit einer "Trostfrauen-Statue" an die ca. 200.000 insbesondere koreanischen Sexsklavinnen des japanischen Militärs in den 1930er und 1940er Jahren erinnerte. Diese Forderung, die er mit der Behauptung begründete, die Figur "verletze die Gefühle der Japaner", führte zu Terror-Drohungen zahlreicher Rechtsextremisten, u. a. mit dem Hinweis, man werde einen Benzinkanister einschmuggeln und die Figur anzünden. Die folgende Schließung der Ausstellung durch die Veranstalter wurde mit Sicherheitsbedenken begründet, obwohl zuvor der Gouverneur der Präfektur Aichi Hideaki Ōmura das Verlangen des Bürgermeisters als "vermutlich verfassungswidrig" bezeichnet hatte. Bürger und Verleger verlangten die Wiedereröffnung der Ausstellung. Kawamura war 2020 in einen Skandal um eine Petition zur Absetzung des Präfekturgouverneurs Hideaki Ōmura verwickelt. Kawamura gab zu, angeboten zu haben, 34.000 Unterschriften aus einer früheren Petition im Jahr 2011 zu „recyceln“. Im August 2021 erregte Kawamura erneut internationales Aufsehen, nachdem er in die Goldmedaille einer Siegerin der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio biss. Bei der Shūgiin-Wahl 2024 versuchte Kawamura als Kandidat der Konservativen Partei Japans (Nippon Hoshutō) im Wahlkreis Aichi 1 die Rückkehr in die Nationalpolitik. Das Bürgermeisteramt verlor er damit zu Wahlkampfbeginn (=Kandidatur für inkompatibles Amt) am 15. Oktober 2024 automatisch, nachdem das Stadtparlament die Zustimmung zu seinem Rücktritt versagt hatte. Er setzte sich mit rund 47 % der Stimmen gegen Kandidaten beider großer Parteien durch. Die aus seiner Rückkehr in die Nationalpolitik resultierende Bürgermeisterwahl in Nagoya im November 2024 gewann sein ehemaliger Vizebürgermeister und Genzei-Generalsekretär Ichirō Hirosawa mit absoluter Mehrheit. 2025 überwarfen sich Kawamura und die Genzei Nippon mit der Konservativen Partei, er reichte im Oktober seinen Parteiaustritt ein, der schließlich im Januar 2026 mit Parteiausschluss beantwortet wurde. Für die Shūgiin-Wahl 2026 gründete die Genzei Nippon zusammen mit dem Yūkoku Rengō („Patriotischer Bund“) um den Ex-Demokraten Kazuhiro Haraguchi aus Saga das Bündnis Genzei Nippon – Yūkoku Rengō (減税日本・ゆうこく連合); aber Kawamura, der Aichi 1 mit 42,5 % der Stimmen verteidigte, war nach der Wahl der einzige Abgeordnete, und die Partei verpasste auch die für den rechtlichen Parteistatus nötigen 2 % der Stimmen in einem der beiden Wahlsegmente. Kawamura wurde fraktionslos.
Shōichi Kondō (jap. 近藤 昭一, Kondō Shōichi; * 26. Mai 1958 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker…Shōichi Kondō (jap. 近藤 昭一, Kondō Shōichi; * 26. Mai 1958 in Nagoya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker (Neue Partei Sakigake (engl. NPH, NPS u. a.)→Demokratische Partei (engl. DPJ)→Demokratische Fortschrittspartei (engl. DP)→Konstitutionell-Demokratische Partei (engl. CDP)→Chūdō Kaikaku Rengō) und war von 1996 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, zuletzt für den 3. Wahlkreis von Aichi. In der DPJ führte er zunächst zusammen mit Hideo Hiraoka später alleine eine Faktion, die Kondō-[Hiraoka-]Gruppe, offiziell Liberal no Kai („Versammlung der Liberalen“); in der KDP sitzt er der ursprünglich von Hirotaka Akamatsu gegründeten Gruppe Sanctuary (サンクチュアリ sankuchuari, Kondō-Gruppe) vor. Kondō, der Sohn eines Abgeordneten des Rates der Stadt Nagoya, studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Jōchi Daigaku (Sophia-Universität), ab 1981 vorübergehend am Běijīng yǔyánxuéyuàn („Peking-Sprachinstitut“), der heutigen Universität für Sprache und Kultur Peking. Nach seinem Studienabschluss 1984 arbeitete er für die Chūnichi Shimbun-sha, wo er in der Kulturabteilung tätig war. 1993 verließ er den Verlag, um sich der Politik zuzuwenden. 1994 trat Kondō der Neuen Partei Sakigake bei, wo er als Vorsitzender des „Vorberatungsrates“ (jumbikai) am Aufbau des Präfekturverbandes Aichi mitwirkte. 1996 beteiligte er sich wie viele Mitglieder der Partei an der Gründung der DPJ. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte er für die DPJ im neuen Einzelwahlkreis Aichi 3. Kondō erreichte zwar nur den dritten Platz, wurde aber durch ein relativ gutes Wahlkreisergebnis („Verlustquote“ 73,08 %) über die neu eingeführte Verhältniswahl im Block Tōkai gewählt. Den Wahlkreis konnte er ab 2000 vier Mal in Folge für sich gewinnen. In der Demokratischen Partei gehörte Kondō 2003 unter Naoto Kan dem „nächsten Kabinett“, dem Schattenkabinett der Demokraten, mit Zuständigkeit für Umwelt an. 2006 übernahm er den Vorsitz des Präfekturverbandes Aichi. Nach dem demokratischen Wahlsieg 2009 übernahm er zunächst den Vorsitz im Shūgiin-Innenausschuss („Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten“). Von September 2010 bis 2011 war er Staatssekretär („Vizeminister“) im Umweltministerium. Kondō führt das „Konstitutionalistische Forum“ (立憲フォーラム Rikken fōramu), eine Parlamentariergruppe aus vor allem demokratischen (später hauptsächlich KDP) und sozialdemokratischen Mitgliedern des Nationalparlaments, die 2013 gegründet wurde um eine vom damaligen 96. Ministerpräsidenten Shinzō Abe (LDP) angestrebte Änderung von Artikel 96 der Verfassung, der die (sehr hohe) Hürde für Verfassungsänderungen festlegt, und damit auch dessen weitergehende Verfassungsänderungspläne zu verhindern. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Kondō seinen Wahlkreis um knapp 4.000 Stimmen an Yoshitaka Ikeda (LDP), gewann aber eines der vier DPJ-Verhältniswahlmandate in Tōkai. Von 2012 bis 2013 war er Vorsitzender des Shūgiin-Disziplinarausschusses. Bei der Wahl 2014 erholten sich die Wahlergebnisse der Demokraten in ihrer einstigen Hochburg Aichi etwas – sie gewann wieder sechs der 15 Sitze – und Kondō gewann den Wahlkreis zurück und verteidigte ihn danach bis einschließlich 2024. Angesichts der Shūgiin-Wahl 2017 wechselte Kondō in die kurz zuvor neu gegründete Konstitutionell-Demokratische Partei und war bis 2018 einer von zunächst zwei stellvertretenden Vorsitzenden (fuku-daihyō) und Wahlkampfchef der Partei. Im Shūgiin übernahm Kondō nach dem Mehrheitsverlust der Regierung bei der Wahl 2024 den Vorsitz im Umweltausschuss. 2025 löste ihn Kenta Izumi ab. Bei der Shūgiin-Wahl 2026 unterlag er für den für die Wahl durch den Zusammenschluss mit der Kōmeitō gegründeten Chūdō Kaikaku Rengō („zentristischer Reformbund“) mit über elf Prozentpunkten Rückstand Yoshihiko Mizuno (LDP) und verpasste damit auch einen der vier Chūdō-Verhältniswahlsitze in Tōkai.
Miyoshi Katō (jap. 加藤 美喜, Katō Miyoshi; * 31. Juli 1962) ist eine ehemalige japanische Eisschnellläuferin und…Miyoshi Katō (jap. 加藤 美喜, Katō Miyoshi; * 31. Juli 1962) ist eine ehemalige japanische Eisschnellläuferin und Shorttrackerin.
Mao Asada (jap. 浅田 真央, Asada Mao; * 25. September 1990 in Nagoya) ist eine ehemalige japanische Eiskunstläuferin, die…Mao Asada (jap. 浅田 真央, Asada Mao; * 25. September 1990 in Nagoya) ist eine ehemalige japanische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Weltmeisterin von 2008, 2010 und 2014. Mao Asada galt als „Wunderkind“ im Eiskunstlaufen. Mit 12 Jahren versuchte sie das erste Mal bei den Japanischen Meisterschaften einen dreifachen Axel. Asada ist außerdem die erste Frau, die zwei dreifache Axel im selben Programm bei einem ISU-Wettbewerb gestanden hat. Sie erreichte dies beim 2008–2009 Grand Prix of Figure Skating Finale. Sie hat bereits drei Grand-Prix-Finale gewonnen. An den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin durfte sie nicht teilnehmen, weil sie mit 14 Jahren am entscheidenden Stichtag zu jung war. 2007 errang Asada bei den Weltmeisterschaften im eigenen Land die Silbermedaille hinter ihrer Mannschaftskollegin Miki Andō. Die bisher erfolgreichste Saison absolvierte sie im Winter 2007/08, als sie die Trophée Eric Bompard gewann und bei den Vier-Kontinente-Meisterschaften und bei Skate Canada jeweils den ersten Platz belegte. Wenig später konnte Asada auch die Welttitelkämpfe 2008 im schwedischen Göteborg für sich entscheiden, als sie durch ihre Kürleistung die nach dem Kurzprogramm führende italienische Europameisterin Carolina Kostner auf Platz zwei verwies. Ähnlich erfolgreich war sie auch 2009/10, als sie ebenfalls Vier-Kontinente-Meisterin und Weltmeisterin wurde sowie hinter Kim Yu-na die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen holte. Asada ist sechsfache japanische Meisterin (2006–2009, 2011–2012). Ihre Schwester Mai war ebenfalls Eiskunstläuferin, die bei Juniorenweltmeisterschaften zwei Mal den vierten Rang belegen konnte.
Miki Andō (jap. 安藤 美姫, Andō Miki; * 18. Dezember 1987 in Nagoya) ist eine ehemalige japanische Eiskunstläuferin, die im…Miki Andō (jap. 安藤 美姫, Andō Miki; * 18. Dezember 1987 in Nagoya) ist eine ehemalige japanische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startete. Sie ist die Weltmeisterin von 2007 und 2011.
Kanako Murakami (jap. 村上 佳菜子, Murakami Kanako; * 7. November 1994 in Nagoya) ist eine japanische Eiskunstläuferin, die…Kanako Murakami (jap. 村上 佳菜子, Murakami Kanako; * 7. November 1994 in Nagoya) ist eine japanische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf startet. Murakami wurde 2010 in Den Haag Juniorenweltmeisterin. Im gleichen Jahr gewann sie bei Skate America und damit ihren ersten Grand-Prix-Wettbewerb bei den Senioren. Sie qualifizierte sich damit erstmals für das Grand-Prix-Finale der Senioren und errang die Bronzemedaille. Im Jahr 2011 schaffte es Murakami erstmals auf das Podium bei den Japanischen Meisterschaften der Senioren. Damit qualifizierte sie sich für ihre erste Weltmeisterschaft, die sie auf dem achten Platz beendete. 2012 verbesserte sie sich bei der Weltmeisterschaft auf den fünften Platz. Außerdem war sie in diesem Jahr Teil des japanischen Teams, das die World Team Trophy gewann. 2013 errang Murakami mit Bronze ihre erste Medaille bei Vier-Kontinente-Meisterschaften. Bei der Weltmeisterschaft konnte sie sich mit ihrem vierten Platz, im Vergleich zum Vorjahr, erneut verbessern. Sie stellte dabei persönliche Bestleistungen in allen Segmenten und der Gesamtleistung auf.
Kazuko Sugiyama (jap. 杉山 佳寿子, Sugiyama Kazuko; * 9. April 1947 in Nagoya als Kazuko Shibukawa (渋川 佳寿子, Shibukawa…Kazuko Sugiyama (jap. 杉山 佳寿子, Sugiyama Kazuko; * 9. April 1947 in Nagoya als Kazuko Shibukawa (渋川 佳寿子, Shibukawa Kazuko)) ist eine japanische Synchronsprecherin (Seiyū), die für die Agentur Aoni Production arbeitet.