Chang-ting Hsieh (chinesisch 謝長廷 / 谢长廷, Pinyin Xiè Chángtíng, W.-G. Hsieh Ch'ang T'ing, Pe̍h-ōe-jī Siā Tiông-têng, *…Chang-ting Hsieh (chinesisch 謝長廷 / 谢长廷, Pinyin Xiè Chángtíng, W.-G. Hsieh Ch'ang T'ing, Pe̍h-ōe-jī Siā Tiông-têng, * 18. Mai 1946 in Dadaocheng, Bezirk Datong, Taipeh), anglisiert Frank Hsieh, ist taiwanischer Politiker und war vom 1. Februar 2005 bis zum 25. Januar 2006 Premierminister der Republik China (Taiwan). Von 2016 bis 2024 war er der diplomatische Vertreter des Taipei Wirtschafts- und Kulturbüro (amtlich englisch Taipei Economic and Cultural Representative Office) von Taiwan in Japan. Seit August 2024 gehört er dem offiziellen Beraterstab des taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te an.
Fumiko Hayashi (jap. 林 文子, Hayashi Fumiko; * 5. Mai 1946 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin und…Fumiko Hayashi (jap. 林 文子, Hayashi Fumiko; * 5. Mai 1946 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin und ehemalige Managerin. Sie war von 2009 bis 2021 Bürgermeisterin von Yokohama. Vorher war sie Präsidentin von BMW Tokyo und Vizevorsitzende der japanischen Supermarktkette Daei. Hayashi arbeitete nach dem Abschluss der Aoyama-Oberschule der Präfektur Tokio (Tōkyōtoritsu Aoyama kōtō-gakkō) für Tōyō Rayon, Matsushita Denki Sangyō und Tateishi Denki. Ab 1987 arbeitete sie für BMW Tōkyō, das sie ab 2003 als leitende Direktorin (daihyō-torishimariyaku-shachō) leitete. 2005 wechselte sie zu Daiei, 2008 zu Nissan Jidōsha, deren Tokioter Verkaufstochter sie bis 2009 leitete. In der von Forbes aufgestellten Rangliste der 100 mächtigsten Frauen steht sie auf Platz 39. Sie ist somit die am höchsten eingestufte Japanerin. Im August 2009, gleichzeitig mit der nationalen Unterhauswahl, wurde sie mit Unterstützung der Demokratischen Partei als Nachfolgerin des zurückgetretenen Hiroshi Nakada zur Bürgermeisterin der Stadt Yokohama gewählt. Das Amt trat sie am 1. September 2009 an. 2013 und 2017 wurde sie mit großen Mehrheiten wiedergewählt. Bei der Wahl 2021 landete sie in einem mit relativ prominenten Kandidaten besetzten und nationalpolitisch aufgeladenen Wahlkampf mit nur rund 13 % der Stimmen hinter dem von den nationalen Mitte-links-Oppositionsparteien unterstützten Kandidaten Takeharu Yamanaka (34 %) und dem vom nationalen LDP-Vorsitzenden und lokalem Abgeordneten (Wahlkreis Kanagawa 2) Yoshihide Suga unterstützten ehemaligen Minister Hachirō Okonogi (22 %) nur auf dem dritten Platz. Sie war eine von nur zwei Kandidaten, die die Fortführung der von ihr eingeleiteten Planung für ein Integrated Resort (IR), einen auf ein Casino zentrierten Freizeitkomplex, unterstützte. Das Casino, von Befürwortern als Jobmaschine, Touristenmagnet und Steuereinnahmenbringer gepriesen, von Gegnern als potentieller Kriminalitätsherd, Förderer des – abgesehen von regulierten staatlichen Lotterien/Sportwetten und Grauzonen (Pachinko) bis vor kurzem illegalen – Glücksspiels und Investitionsfalle für besser anders einzusetzende Mittel verurteilt, war neben der fortgesetzten Covid-19-Pandemie ein zentrales Wahlkampfthema.
Kazuya Maruyama (jap. 丸山 和也, Maruyama Kazuya; * 23. Januar 1946 in Shingū, Landkreis Ibo (heute: Tatsuno), Präfektur…Kazuya Maruyama (jap. 丸山 和也, Maruyama Kazuya; * 23. Januar 1946 in Shingū, Landkreis Ibo (heute: Tatsuno), Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Rätehaus, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, über die nationale Verhältniswahlliste der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Maruyama absolvierte 1969 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Waseda Daigaku und war von 1970 bis 1971 im in der Einwanderungsabteilung (nyūkoku-kanri-kyoku) des Justizministeriums tätig. Nach Abschluss der „Justizausbildungsstätte“ (Shihō Kenshūjo) des Obersten Gerichtshofs registrierte er sich 1973 als Anwalt. Von 1975 bis 1980 war er in den Vereinigten Staaten, wo er einen Master of Laws an der University of Washington erwarb und in einem Anwaltsbüro in Los Angeles arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Japan 1980 war er weiter als Anwalt tätig, schwerpunktmäßig im Auftrag von Unternehmen in internationalen Rechtsangelegenheiten. Den Wechsel in die nationale Politik versuchte Maruyama erstmals bei der Sangiin-Wahl 1989, als er über die erfolglose Verhältniswahlliste des Shinsei Club kandidierte. Später trat er auch als Kommentator für Nachrichtenprogramme und in Showprogrammen im Fernsehen auf. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte er für die LDP bei der Verhältniswahl, erhielt landesweit 272.347,455 Stimmen und wurde somit auf Listenplatz 4 gewählt. Im Sangiin war er unter anderem Mitglied des Justiz- und des Rechnungsausschusses. Für die vorgezogene Gouverneurswahl in der Präfektur Ōsaka nach dem Rücktritt von Tōru Hashimoto bat der LDP-Präfekturverband Maruyama im Oktober 2011 um eine Kandidatur. Nachdem er zunächst abgelehnt und die LDP Ōsaka sich bereits mit Demokratischer Partei und Kōmeitō auf die Unterstützung von Kaoru Kurata als gemeinsamen Gegenkandidaten gegen den von Hashimotos Ōsaka Ishin no Kai unterstützten Ichirō Matsui verständigt hatte, erklärte Maruyama knapp zwei Wochen vor Beginn der Wahlperiode doch seine Kandidatur, zog diese aber wenige Tage später wieder zurück. 2012 übernahm Maruyama den Vorsitz im Kultus- und Wissenschaftsausschuss des Sangiin. Bei der Sangiin-Wahl 2013 erhielt er 153.303 Stimmen und erreichte damit den 14. Platz auf der LDP-Liste, der für eine Wiederwahl ausreichte, da die LDP 18 Verhältniswahlmandate gewann.
Masaaki Ōsawa (jap. 大澤 正明, Ōsawa Masaaki; * 21. Januar 1946 in Ojima, Landkreis Nitta (heute: Ōta), Präfektur Gunma)…Masaaki Ōsawa (jap. 大澤 正明, Ōsawa Masaaki; * 21. Januar 1946 in Ojima, Landkreis Nitta (heute: Ōta), Präfektur Gunma) ist ein japanischer Politiker und war von 2007 bis 2019 Gouverneur von Gunma.
Zembē Mizoguchi (jap. 溝口 善兵衛, Mizoguchi Zembē; * 20. Januar 1946 in Masuda, Präfektur Shimane; † 20. August 2024) war…Zembē Mizoguchi (jap. 溝口 善兵衛, Mizoguchi Zembē; * 20. Januar 1946 in Masuda, Präfektur Shimane; † 20. August 2024) war ein japanischer Politiker und von 2007 bis April 2019 Gouverneur von Shimane. Mizoguchi, Absolvent der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1968 Beamter im Finanzministerium, wo er 1998 die Leitung des Ministersekretariats (daijin-kambō) und 1999 die Leitung der Internationalen Abteilung (kokusai-kyoku) übernahm. 1985 wurde er vorübergehend in die Weltbank entsandt. 2003 wurde er zaimukan (früher sanjikan, im Finanzministerium eine Position unterhalb der beamteten Staatssekretäre), 2004 übernahm er die Leitung des Kokusai Kin’yū Jōhō Centre („Berichtszentrum für internationale Finanzen“, englisch Japan Center for International Finance), einer vom Finanzministerium eingerichteten Stiftung. 2007 bewarb sich Mizoguchi bei den einheitlichen Regionalwahlen im April in seiner Heimatpräfektur Shimane um die Nachfolge von Gouverneur Nobuyoshi Sumita. Mit formaler Unterstützung von LDP und Kōmeitō, aber gegen nur einen KPJ-Gegenkandidaten gewann er die Wahl mit rund 80 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl 2011 wurde er in der gleichen Kandidatenkonstellation für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Wie sein Vorgänger unterstützte er die japanischen Ansprüche auf Takeshima/Dokdo – seit 2006 begeht die Präfekturverwaltung jedes Jahr einen „Takeshima-Tag“, um dies zu bekräftigen. 2010 genehmigte er gegen die Proteste einzelner Anwohnergruppen den Betrieb des Kernkraftwerks Shimane in Matsue, das wegen Sicherheitsmängeln für Monate abgeschaltet worden war. Nach drei Amtsperioden als Gouverneur ging er im April 2024 in den Ruhestand. Mizoguchi starb am 20. August 2024 im Alter von 78 Jahren.
Yoshito Sengoku (jap. 仙谷 由人, Sengoku Yoshito; * 15. Januar 1946 in Tokushima, Präfektur Tokushima; † 11. Oktober 2018…Yoshito Sengoku (jap. 仙谷 由人, Sengoku Yoshito; * 15. Januar 1946 in Tokushima, Präfektur Tokushima; † 11. Oktober 2018 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker (SPJ→SDP→DPJ→DFP) und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments. Von 2010 bis 2011 war er Chefkabinettssekretär im Kabinett Kan.
Kimiko Kurihara (jap. 栗原 君子, Kurihara Kimiko; * 13. Januar 1946 in der Präfektur Hiroshima) ist eine japanische…Kimiko Kurihara (jap. 栗原 君子, Kurihara Kimiko; * 13. Januar 1946 in der Präfektur Hiroshima) ist eine japanische Politikerin, ehemalige Abgeordnete des Sangiin, des Oberhauses, und seit 2005 Vorsitzende der Neuen Sozialistischen Partei (Shin-Shakaitō). Kurihara wurde bei der Sangiin-Wahl 1992 in ihrer Heimatpräfektur Hiroshima (zwei Mandate) für Goken, Hiroshima no Kai (護憲・ヒロシマの会, „Versammlung Schutz der Verfassung, Hiroshima“) ins Sangiin gewählt und schloss sich anschließend der Sozialistischen Partei Japans (SPJ) an. Anfang 1996 beteiligte sie sich nicht an der Gründung der Sozialdemokratischen Partei von Tomiichi Murayama, sondern folgte stattdessen Osamu Yatabe in die Neue Sozialistische Partei, in der sich Anhänger der traditionellen (Oppositions-)Linie der SPJ sammelten: Gegner der Selbstverteidigungsstreitkräfte und des Sicherheitsvertrages, der Einführung der Einzelwahlkreise und der Atomkraft. 1998 erhielt sie in Hiroshima weniger als zehn Prozent der Stimmen und verlor somit ihr Mandat. Eine erneute Kandidatur 2001 scheiterte: Kurihara erzielte in einem kleineren Kandidatenfeld zwar den vierthöchsten Stimmenanteil, aber mit über 300.000 Stimmen Rückstand auf Platz zwei. Im Mai 2005 übernahm Kurihara den Parteivorsitz von Tatsukuni Komori. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte sie erneut, diesmal auf der Verhältniswahlliste des 9-jō net („Netzwerk Artikel 9“), die aber landesweit weniger als ein halbes Prozent der Verhältniswahlstimmen erhielt. Kurihara erhielt dabei 17.884 Vorzugsstimmen. Das 9-jō net war unter Beteiligung von Neuer Sozialistischer Partei und dem „Grünen Tisch“ (Midori no Tēburu; inzwischen Teil der „Grünen Zukunft“) für die Wahlen 2007 eingerichtet worden.
Yoshiaki Takaki (jap. 髙木 義明, Takaki Yoshiaki; * 22. Dezember 1945 in Shimonoseki, Präfektur Yamaguchi) ist ein…Yoshiaki Takaki (jap. 髙木 義明, Takaki Yoshiaki; * 22. Dezember 1945 in Shimonoseki, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker (Demokratisch-Sozialistische Partei→Neue Fortschrittspartei→Shintō Yūai→Demokratische Partei→Demokratische Fortschrittspartei). Von 1990 bis 2017 war er für neun Wahlperioden Mitglied des Abgeordnetenhauses, davor seit 1987 Mitglied des Präfekturparlaments von Nagasaki, davor seit 1975 Mitglied des Stadtparlaments von Nagasaki. Von 2010 bis 2011 war er Minister für Bildung, Wissenschaft und Technologie im Kabinett Kan (erste und zweite Umbildung). Takaki arbeitete nach seinem Oberschulabschluss 1964 auf der Werft Nagasaki von Mitsubishi Jūkōgyō, wo er sich in der Gewerkschaft engagierte. 1975 wurde er für die erste von drei Amtszeiten in den Stadtrat von Nagasaki gewählt. 1987 kandidierte er erfolgreich für das Präfekturparlament Nagasaki. Vor Ende seiner ersten Amtszeit wechselte er in die nationale Politik und trat bei der Shūgiin-Wahl 1990 für die Demokratisch-Sozialistische Partei im alten fünfmandatigen Wahlkreis Nagasaki 1 an, dem Wahlkreis von Takeo Nishioka und Fumio Kyūma, zu dem auch die Stadt Nagasaki gehörte. Takaki wurde mit dem dritthöchsten Stimmenanteil erstmals ins Shūgiin gewählt und seither achtmal im Amt bestätigt – nach der Wahlrechtsreform zunächst 1996 für die Neue Fortschrittspartei (NFP) im Verhältniswahlblock Kyūshū, ab 2000 viermal im neuen Einzelwahlkreis Nagasaki 1 sowie 2012 und 2014, als er den Wahlkreis knapp an den Liberaldemokraten Tsutomu Tomioka verlor, wieder nur im Block. Im Shūgiin war er Vorsitzender des Sonderausschusses für Kohleförderung (1998/99), des Sicherheitsausschusses (1998–2001) und des Agrarausschusses (2004). Nach der Auflösung der NFP 1997 gehörte Takaki zur Shintō Yūai, der „Neuen Partei Brüderlichkeit“, von Kansei Nakano, die im April 1998 Teil der „neuen“ Demokratischen Partei wurde. Dort war er unter anderem Vorsitzender des Präfekturverbandes Nagasaki, ab 2005 unter Seiji Maehara Vizevorsitzender (fuku-daijin), unter Ichirō Ozawa von 2006 bis 2007 Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten und von 2007 bis 2009 erneut Vizevorsitzender. Seit 2012 ist er unter Banri Kaieda wieder Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten. Im September 2010 unterstützte er den unterlegenen Ozawa gegen Naoto Kan bei der Wahl des Parteivorsitzenden und wurde als einer von wenigen Anhängern Ozawas als Minister in Kans umgebildetes Kabinett berufen. Der neue Parteivorsitzende und Premierminister Yoshihiko Noda berücksichtigte ihn nicht für sein neues Kabinett vom 2. September 2011. In der Demokratischen Partei übernahm er 2013 den Vorsitz der Demokratisch-Sozialistischen Gesellschaft (vormals Kawabata-Gruppe). Bei der Abgeordnetenhauswahl 2017 kandidierte Takaki nicht für eine Wiederwahl. Seinen Verzicht hatte er im September 2017 angekündigt, der Präfekturverband Nagasaki der Demokratischen Fortschrittspartei legte Takeo Nishiokas Tochter Hideko als Nachfolgekandidatin im Wahlkreis Nagasaki 1 fest – Nishioka kandidierte (und gewann) letztlich für die Partei der Hoffnung.
Takakazu Ishii (jap. 石井 隆一, Ishii Takakazu, eigentlich 石井 一; * 15. Dezember 1945 in Toyama, Präfektur Toyama) ist ein…Takakazu Ishii (jap. 石井 隆一, Ishii Takakazu, eigentlich 石井 一; * 15. Dezember 1945 in Toyama, Präfektur Toyama) ist ein japanischer Politiker, ehemaliger Beamter und seit 2004 Gouverneur von Toyama. Ishii wurde nach seinem Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio Beamter im „Ministerium für Selbstverwaltung“, nach der Reform der Zentralregierung 2001 dann im „Ministerium für allgemeine Angelegenheiten“. Dort war er zuletzt unter anderem shingikan (Position unter den Staatssekretären), Leiter der Abteilung für Kommunal- und Präfektursteuern und ab 2002 Leiter der Shōbō-chō, der nationalen Feuer- und Katastrophenschutzbehörde. 2004 zog sich in der Präfektur Toyama Gouverneur Yutaka Nakaoki nach 24 Jahren im Amt zurück. Ishii beendete seine Beamtenlaufbahn und bewarb sich um die Nachfolge. Seine Kandidatur wurde von den großen Parteien, dem Gewerkschaftsbund Rengō Toyama und dem örtlichen Verband der landwirtschaftlichen Kooperativen (JA Group) unterstützt. Gegen nur einen KPJ-gestützten Gegenkandidaten erhielt er bei niedriger Wahlbeteiligung über 250,000 Stimmen und war sicher gewählt, 2008 wurde er noch deutlicher im Amt bestätigt – wieder gegen nur einen kommunistisch-gestützten Herausforderer.
Masahiro Ishii (jap. 石井 正弘 Ishii Masahiro; * 29. November 1945 im Jōtō-gun (heute Okayama-shi), Okayama-ken) ist ein…Masahiro Ishii (jap. 石井 正弘 Ishii Masahiro; * 29. November 1945 im Jōtō-gun (heute Okayama-shi), Okayama-ken) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und war von 2013 bis 2025 Abgeordneter im Oberhaus für Okayama. Von 1996 bis 2012 war er Gouverneur von Okayama. Ishii schloss 1969 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio ab und wurde anschließend Beamter im Bauministerium. 1996 beendete er seine Beamtenlaufbahn und wandte sich der Politik zu, als sich in seiner Heimatpräfektur Okayama Gouverneur Shirō Nagano nach 24 Jahren aus dem Amt zurückzog. Bei der Gouverneurswahl im Oktober 1996 hatte Ishii die Unterstützung der Liberaldemokratischen Partei. Wichtigster Gegenkandidat war der NFP-gestützte ehemalige nationale Abgeordnete Satsuki Eda, außerdem kandidierten ein Kommunist und der nationalistische Unabhängige Kiyoshi Tsujiyama, der später als „Dauerkandidat“ noch bei zahlreichen Präfektur- und Kommunalwahlen antrat. Bei einer relativ hohen Wahlbeteiligung von 62 Prozent erhielt Ishii nicht ganz 6.000 Stimmen (0,6 % Anteil) mehr als sein Konkurrent Eda. Seither wurde er dreimal mit breiter Unterstützung aus den großen Parteien jeweils gegen nur einen KPJ-gestützten Herausforderer wiedergewählt. Zur Gouverneurswahl 2012 zog er sich zurück, zu seinem Nachfolger wurde Ryūta Ibaragi gewählt. Bei der Oberhauswahl 2013 kandidierte Ishii in Okayama (ein Mandat pro Wahl) für die LDP mit Kōmeitō-Unterstützung. Mit 65,5 % der Stimmen setzte er sich deutlich gegen den ehemaligen Unterhausabgeordneten Takashi Takai (parteilos mit Unterstützung von DPJ, SDP und Midori no Kaze), der 24,1 % der Stimmen erhielt, und zwei weitere Kandidaten durch. 2019 wurde er mit knapp 60 % der Stimmen wiedergewählt. Im Oberhaus saß er 2016 dem Rechnungsausschuss, von 2018 bis 2019 dem Kabinettsausschuss vor. Für die Kabinette Kishida I & II war er von 2021 bis 2022 Vizeminister im Kabinettsamt und dem Ministerium für Wirtschaft und Industrie. Zur Wahl 2025 trat Ishii nicht mehr an und zog sich aus der Politik zurück.
Hirofumi Nakasone (jap. 中曽根 弘文, Nakasone Hirofumi; * 28. November 1945 in Takasaki, Präfektur Gunma) ist ein…Hirofumi Nakasone (jap. 中曽根 弘文, Nakasone Hirofumi; * 28. November 1945 in Takasaki, Präfektur Gunma) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter des Sangiin, dem Oberhaus, und war von September 2008 bis September 2009 Außenminister seines Landes. Innerhalb der LDP gehört er der Ibuki-Faktion an.
Masaru Hashimoto (jap. 橋本 昌, Hashimoto Masaru; * 19. November 1945 in Tōkai, Naka-gun, Präfektur Ibaraki) ist ein…Masaru Hashimoto (jap. 橋本 昌, Hashimoto Masaru; * 19. November 1945 in Tōkai, Naka-gun, Präfektur Ibaraki) ist ein japanischer Politiker und diente als Gouverneur der Präfektur Ibaraki von 1993 bis 2017. Hashimoto studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tokio. Nach seinem Abschluss 1969 wurde er Beamter im Innenministerium. Zeitweise arbeitete er auch für die Behörde für Staatsland sowie die Feuer- und Katastrophenschutzbehörde. 1993 verließ Hashimoto das Ministerium, um für das Gouverneursamt zu kandidieren, nachdem der seit 1975 amtierende Gouverneur Takeuchi Fujio wegen des „Zenekon-Korruptionsskandals“ zurückgetreten war. Mit Unterstützung von LDP, Erneuerungspartei, Neuer Japan-Partei und Neuer Partei Sakigake gewann er die Wahl am 26. September 1993. Er wurde seither fünfmal wiedergewählt, zuletzt am 8. September 2013. Am 27. August 2017 unterlag er jedoch dem von LDP und Kōmeitō unterstützten Kandidaten Kazuhiko Ōigawa, einen ehemaligen MITI-Beamten und IT-Manager. Umstritten war 2000 Hashimotos Zustimmung zur geplanten Wiederaufnahme des Betriebs der in seinem Heimatort Tōkai gelegenen Wiederaufbereitungsanlage in der es 1997 gebrannt hatte. Die Inbetriebnahme war bereits mehrfach verschoben worden, nachdem es 1999 in einer Brennstoffverarbeitungsanlage in Tōkai zum Nuklearunfall von Tōkaimura gekommen war.
Shōzaburō Jimi (jap. 自見 庄三郎, Jimi Shōzaburō; * 5. November 1945 in Kokura (heute: Kitakyūshū), Präfektur Fukuoka) ist…Shōzaburō Jimi (jap. 自見 庄三郎, Jimi Shōzaburō; * 5. November 1945 in Kokura (heute: Kitakyūshū), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Von 1983 bis 2005 und von 2007 bis 2013 war er Abgeordneter im Nationalparlament, zunächst im Abgeordnetenhaus (Unterhaus), dann im Rätehaus (Oberhaus). In den Kabinetten Kan und Noda war er von 2010 bis 2012 Minister für den Finanzsektor und die Reform des Postwesens. Von 2012 bis 2013 war er Vorsitzender der Neuen Volkspartei. Jimi schloss 1970 sein Medizinstudium an der Kyūshū-Universität ab, anschließend absolvierte er dort ein Aufbaustudium als medizinischer Forscher und erwarb den Doktorgrad. Nach einem 1980 begonnenen Forschungsaufenthalt an der Harvard School of Public Health, kehrte er 1982 als Dozent an die Universität Kyūshū zurück. Bei der Wahl im Dezember 1983 zum Shūgiin, dem Unterhaus, kandidierte Jimi selbst und wurde im SNTV-Viermandatswahlkreis Fukuoka 4 für die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit dem dritthöchsten Stimmenanteil erstmals gewählt. In der LDP schloss er sich der Nakasone-Faktion des damals amtierenden Premiers Yasuhiro Nakasone an. Für das Shūgiin wurde danach sechs Mal in Folge wiedergewählt, ab 1996 im Einzelwahlkreis Fukuoka 10. Ab Ende der 1980er Jahre erhielt Jimi Führungspositionen in der Partei und in mehreren Kabinetten: 1989 war er parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) in der Landbehörde, 1990 im MITI. 1995 übernahm er den Vorsitz im Kommunikationsausschuss des Shūgiin, später im selben Jahr den stellvertretenden Vorsitz des Politikforschungsrates der LDP. Ein Jahr später war er stellvertretender Generalsekretär. Premierminister Ryūtarō Hashimoto berief ihn 1997 als Postminister in sein zweites Kabinett. Während des innerparteilichen Streits um die japanische Staatspost 2005 gehörte Jimi zu den sogenannten „Rebellen“, den Gegnern der vom Parteivorsitzenden Jun’ichirō Koizumi betriebenen Privatisierung. Bei der von Koizumi vorzeitig veranlassten Shūgiin-Wahl 2005 trat Jimi als Unabhängiger an und verlor seinen Wahlkreis an die „Attentäter“-Kandidatin Kyōko Nishikawa. Er schloss sich der aus LDP-„Rebellen“ entstandenen Neuen Volkspartei von Tamisuke Watanuki an und kehrte bei der Sangiin-Wahl 2007 über die nationale Verhältniswahl ins Parlament zurück: Mit über 117.000 Vorzugsstimmen konnte er den ersten Platz auf der Liste und damit den einzigen Verhältniswahlsitz der Partei erobern. Er übernahm anschließend den stellvertretenden Parteivorsitz, 2008 auch das Amt des Vorsitzenden des Politikforschungsrates. Als die Neue Volkspartei bei der Shūgiin-Wahl 2009 die Sitze des Parteivorsitzenden Watanuki und von Generalsekretär Hisaoki Kamei verlor, berief der neue Parteivorsitzende Shizuka Kamei Jimi zum Generalsekretär. Kamei wurde in einer Koalitionsregierung mit der Demokratischen Partei Minister, trat aber im Juni 2010 im Streit über die Revision der Postprivatisierung zurück, woraufhin Premierminister Naoto Kan Jimi zum Nachfolger als Minister berief. Yoshihiko Noda übernahm ihn am 2. September 2011 auf diesen Posten in sein neues Kabinett. Er blieb bis zu einer Kabinettsumbildung im Juni 2012 Minister. Im April 2012 übernahm Jimi nach dem Sturz und anschließenden Austritt von Shizuka Kamei den Parteivorsitz der Neuen Volkspartei, den er bis zur Auflösung der Partei im Frühjahr 2013 behielt. Bei der Sangiin-Wahl 2013 kandidierte Jimi nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Abgeordneter.
Seiichi Ōta (jap. 太田 誠一, Ōta Seiichi; * 30. Oktober 1945 in Fukuoka; † 4. Dezember 2024 in Tokio) war ein japanischer…Seiichi Ōta (jap. 太田 誠一, Ōta Seiichi; * 30. Oktober 1945 in Fukuoka; † 4. Dezember 2024 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Er war bis 2009 Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, und war von August bis September 2008 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei im Kabinett. Innerhalb der LDP gehörte er zur Koga-Faktion.
Masayuki Naoshima (jap. 直嶋 正行, Naoshima Masayuki; * 23. Oktober 1945 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer…Masayuki Naoshima (jap. 直嶋 正行, Naoshima Masayuki; * 23. Oktober 1945 in Ikeda, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker der Minshintō, ehemaliger Abgeordneter des Sangiin, des japanischen Oberhauses, und ehemaliger Wirtschaftsminister seines Landes. In der Partei gehört er zur Kawabata-Gruppe. Nach dem Abschluss seines Studiums an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Kōbe 1971 arbeitete Naoshima für Toyota Motor. Ab 1984 übernahm er Führungsfunktionen beim „Alljapanischen Verband der Arbeitergewerkschaften in der Automobilindustrie“ (kurz: Jidōsha-Sōren/JAW), 1991 wurde er stellvertretender Vorsitzender. 1992 wechselte Naoshima in die Politik und wurde als Kandidat der Demokratisch-Sozialistischen Partei (DSP) über die Verhältniswahlliste erstmals ins Sangiin gewählt. 1994 wurde er Mitglied der Neuen Fortschrittspartei, 1998 dann zunächst Mitglied der „Neuen Brüderlichkeitspartei“, bevor diese schließlich Teil der Demokratischen Partei wurde. Für die DPJ wurde Naoshima bei den Wahlen von 1998 und 2004 wiedergewählt. Im Sangiin war Naoshima Mitglied verschiedener Ausschüsse, unter anderem im Finanz-, Verkehrs- und Haushaltsausschuss sowie im Sonderausschuss für die Verfassung. In der Demokratischen Partei gehörte er seit 1999 mehreren Schattenkabinetten als Schatten-Vize-Minister (Staatssekretär) an. 2007 übernahm er den Vorsitz des Politikforschungsrats und wurde außerdem als „der nächste Kabinettssekretär“ vorgestellt. Nach der Regierungsübernahme der Demokraten im September 2009 wurde Naoshima als Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie ins Kabinett Hatoyama berufen. Unter Hatoyamas Nachfolger Naoto Kan wurde er in dessen Kabinett zunächst übernommen, im September 2010 durch Akihiro Ōhata ersetzt. Bei der Sangiin-Wahl 2016 trat Naoshima nach vier Amtszeiten nicht mehr an.
Akihiro Ōta (jap. 太田 昭宏 Ōta Akihiro; * 6. Oktober 1945 in Shinshiro, Präfektur Aichi) ist ein ehemaliger japanischer…Akihiro Ōta (jap. 太田 昭宏 Ōta Akihiro; * 6. Oktober 1945 in Shinshiro, Präfektur Aichi) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Kōmeitō, Unterhausabgeordneter für den 12. Wahlkreis Tokio. Er war von 2006 bis 2009 Parteivorsitzender der Kōmeitō und von 2012 bis 2015 Land- und Verkehrsminister. Ōta schloss 1971 sein Studium an der Universität Kyōto ab und wurde anschließend Journalist bei der Kōmei Shimbun, der Parteizeitung der Kōmeitō. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 kandidierte er erstmals, wurde aber erst drei Jahre später im 9. Wahlkreis Tokio gewählt. Nach der Auflösung der Kōmeitō gehörte er zur Shinshintō, 1994 wurde er stellvertretender Generalsekretär. Nach dem Ende der Shinshintō gehörte er zur (Neuen) Kōmeitō, für die er ab 2000 mit Unterstützung der Liberaldemokratischen Partei (LDP) im 12. Wahlkreis Tokio dreimal wiedergewählt wurde. Im September 2006 wurde Ōta ohne Gegenstimmen zum Parteivorsitzenden der Kōmeitō gewählt. Eine seiner zentralen Forderungen an den Koalitionspartner LDP und den neuen Premierminister Shinzō Abe war die nach Unterlassung von zukünftigen Besuchen im Yasukuni-Schrein. Auch die bereits von dessen Vorgänger Koizumi geforderte Änderung der pazifistischen Nachkriegsverfassung lehnte er strikt ab und forderte gleichzeitig eine Beschleunigung des innenpolitischen Reformprogramms. Bereits vor der Sangiin-Wahl 2007, die der Regierungskoalition eine klare Niederlage beibrachte, bekräftige Ōta, die Koalition fortsetzen zu wollen. Eines der Wahlkampfthemen war ein Skandal um verlorengegangene Aufzeichnungen über Rentenansprüche; in diesem Zusammenhang hatte Ōta den ehemaligen Sozialministern Kan (DPJ), Koizumi (LDP) und Sakaguchi (Kōmeitō) eine Mitverantwortung zugewiesen. Bei der Unterhauswahl 2009, bei der die Komeitō herbe Verluste einstecken musste, verlor Ōta nicht nur seinen Wahlkreis an die Demokratin Ai Aoki, sondern auch seinen Sitz im Parlament, da er nicht über einen Listenplatz in einem Verhältnisbezirk abgesichert war. Er trat daraufhin vom Parteivorsitz zurück. Bei der Unterhauswahl 2012 gewann er den 12. Wahlkreis Tokio souverän mit 51,0 % der Stimmen und kehrte ins Unterhaus zurück. In der folgenden, erneuten LDP-Kōmeitō-Koalition war er unter Premier Shinzō Abe bis 2015 Land-, Infrastruktur- und Verkehrsminister. 2014 und 2017 wurde er mit sicheren Mehrheiten wiedergewählt. Bei der Unterhauswahl 2021 trat Ōta nicht mehr an.
Itchō Itō (jap. 伊藤 一長 Itō Itchō; * 23. August 1945 in Nagato, Präfektur Yamaguchi; † 18. April 2007 in Nagasaki) war…Itchō Itō (jap. 伊藤 一長 Itō Itchō; * 23. August 1945 in Nagato, Präfektur Yamaguchi; † 18. April 2007 in Nagasaki) war ein japanischer Politiker und von 1995 bis zu seinem Tod Bürgermeister von Nagasaki. Sein bürgerlicher Name war Kazunaga Itō (伊藤 一長 Itō Kazunaga), die Kun-Lesung der verwendeten Schriftzeichen, während er für sein politisches Leben die On-Lesung Itchō Itō verwendete. Am 17. April 2007 wurde Itō nach einer Wahlkampfveranstaltung von Tetsuya Shiroo (城尾哲弥 Shiroo Tetsuya, † 22. Januar 2020), Mitglied der Yakuza-Gruppe Yamaguchi-gumi, niedergeschossen. Itō wurde in das Klinikum der medizinischen und zahnmedizinischen Fakultät der Universität Nagasaki gebracht, wo er am Morgen des 18. April infolge seines hohen Blutverlustes starb. Der Attentäter wurde in erster Instanz zum Tode verurteilt, in zweiter Instanz wurde die Strafe auf lebenslange Freiheitsstrafe reduziert. Itō war der zweite Bürgermeister von Nagasaki, der einem Attentat zum Opfer fiel. Bereits 1990 wurde der damalige Bürgermeister Motoshima Hitoshi niedergeschossen, überlebte jedoch. Itō, der der regierenden Liberaldemokratischen Partei nahestand, war während seiner Amtszeit als entschiedener Atomwaffengegner auch auf internationaler Ebene bekannt geworden. Zudem kritisierte er das Gedenken von Kriegsverbrechern im Yasukuni-Schrein.
Toshizō Ido (jap. 井戸 敏三, Ido Toshizō; * 10. August 1945 in Shingū, Ibo-gun (heute: Tatsuno), Präfektur Hyōgo) ist ein…Toshizō Ido (jap. 井戸 敏三, Ido Toshizō; * 10. August 1945 in Shingū, Ibo-gun (heute: Tatsuno), Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker parteiloser Gouverneur der Präfektur Hyōgo (2001–2021). Ido schloss 1968 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio ab. Anschließend wurde er Beamter im Innenministerium. 1996 wurde er Stellvertreter des langjährigen Gouverneurs von Hyōgo, Toshitami Kaihara. Als dieser 2001 vorzeitig zurücktrat, um sich um seine pflegebedürftige Frau zu kümmern, kandidierte Ido für seine Nachfolge. Die Gouverneurswahl fand am selben Tag wie die Oberhauswahlen statt, am 29. Juli 2001. Ido besiegte mit Unterstützung seines Vorgängers und von LDP, Kōmeitō und Liberaler Partei unter anderem Toyochika Komuro, zuvor Präsident der Himeji Dokkyō Daigaku, und Toyoaki Washida, zuvor Professor an der Universität Kōbe. Er kündigte an, die Wiederaufbaupolitik seines Vorgängers nach dem Erdbeben von Kōbe 1995 fortsetzen zu wollen. 2008 geriet Ido landesweit in die Schlagzeilen, als er ein mögliches schweres Erdbeben in der Kantō-Region als Entwicklungschance für die Kansai-Region bezeichnete. Ido wurde bei der Gouverneurswahl am 5. Juli 2009 mit breiter Unterstützung durch LDP, Kōmeitō, SDP und DPJ Hyōgo für eine dritte Amtszeit wiedergewählt, 2013 für eine vierte bestätigt.
Kantoku Teruya (jap. 照屋 寛徳 Teruya Kantoku; * 24. Juli 1945 auf Saipan, Völkerbundsmandat; † 15. April 2022 Nishihara…Kantoku Teruya (jap. 照屋 寛徳 Teruya Kantoku; * 24. Juli 1945 auf Saipan, Völkerbundsmandat; † 15. April 2022 Nishihara, Präfektur Okinawa, Japan) war ein japanischer Politiker, Vorstandsmitglied der Sozialdemokratischen Partei (SDP) und Abgeordneter aus Okinawa in beiden Kammern des Nationalparlaments.
Tsuyoshi Saitō (jap. 斎藤 勁, Saitō Tsuyoshi; * 10. Juli 1945 in Yokohama, Präfektur Kanagawa) ist ein japanischer…Tsuyoshi Saitō (jap. 斎藤 勁, Saitō Tsuyoshi; * 10. Juli 1945 in Yokohama, Präfektur Kanagawa) ist ein japanischer Politiker (Sozialistische Partei Japans→Sozialdemokratische Partei→Demokratische Partei, darin zur Hiraoka-Kondō-Gruppe). Er war von 1995 bis 2005 Abgeordneter im Rätehaus, von 2009 bis 2012 im Abgeordnetenhaus. Saitō arbeitete nach Abschluss der Mittelschule für die Stadtverwaltung von Yokohama. Bereits berufstätig absolvierte er die Städtische Handelsoberschule Yokohama und ein Abendstudium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kanagawa. 1987 wurde Saitō in den Stadtrat gewählt. Bei der Wahl 1995 zum Rätehaus kandidierte er für die Sozialistische Partei Japans in Kanagawa (drei Mandate) und wurde mit dem dritthöchsten Stimmenanteil gewählt. 1996 beteiligte er sich an der Gründung der Demokratischen Partei, für die er 2001 wieder mit dem dritthöchsten Stimmenanteil für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde. Von 1999 bis 2000 saß er dem Verkehrs- und Kommunikationsausschuss vor. 2005 legte Saitō sein Mandat nieder, um bei der „Postprivatisierungswahl“ im 11. Wahlkreis Kanagawa gegen Jun’ichirō Koizumi selbst für das Abgeordnetenhaus zu kandidieren. Er unterlag mit rund 51 zu 197 Tausend Stimmen Koizumi und verfehlte damit auch eine Wahl über den Verhältniswahlblock Süd-Kantō. 2007 kandidierte er über die nationale Verhältniswahl erneut für das Rätehaus, konnte aber mit nur 44.529 Präferenzstimmen trotz des guten Abschneidens der Demokraten kein Mandat gewinnen. 2009 bewarb er sich – diesmal nur über den Block Süd-Kantō – erneut für das Abgeordnetenhaus und wurde über Listenplatz 10 gewählt. 2011 wurde er unter Premierminister Yoshihiko Noda (Kabinett Noda (2. Umbildung)) neben Hiroyuki Nagahama (Rätehaus) und Makoto Taketoshi (beamtet) stellvertretender Leiter des Kabinettssekretariats. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 wurde Saitō abgewählt: Im 1. Wahlkreis Yamanashi wurde er nur Dritter hinter Noriko Miyagawa (LDP) und Sakihito Ozawa (Nippon Ishin no Kai) und verfehlte mit seinem Wahlkreisergebnis auch eine Wiederwahl im Block Süd-Kantō deutlich.
Masanori Tanimoto (jap. 谷本 正憲 Tanimoto Masanori; * 16. April 1945 in Nishiwaki, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer…Masanori Tanimoto (jap. 谷本 正憲 Tanimoto Masanori; * 16. April 1945 in Nishiwaki, Präfektur Hyōgo) ist ein japanischer Politiker und war von 1994 bis 2022 Gouverneur der Präfektur Ishikawa. Tanimoto, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto, arbeitete ab 1968 für das Ministerium für Selbstverwaltung. Während seiner Zeit beim Ministerium war er unter anderem für die Verwaltungen von Ibaraki und Shimane und als Hilfsbürgermeister (joyaku) der Stadt Miyazaki tätig. 1991 wurde er Vizegouverneur von Ishikawa. Als der Gouverneur von Ishikawa, Yōichi Nakanishi, 1994 vor Ablauf seiner achten Amtszeit verstarb, bewarb sich Tanimoto um seine Nachfolge. Bei der Wahl am 27. März 1994 konnte er sich mit Unterstützung mehrerer Parteien (Shinseitō, Kōmeitō, Neue Japan-Partei, DSP, SPJ) knapp gegen den LDP-gestützten Hiroshi Ishikawa durchsetzen. Er wurde zuletzt mit Unterstützung der Präfekturverbände von LDP, Kōmeitō, Demokratischer Partei uns SDP am 16. März 2014 für eine sechste Amtszeit und 2018 für seine siebte Amtszeit wiedergewählt. Ab 2005 war er zeitweise Vizepräsident der Nationalen Gouverneurskonferenz. Mit der Abwahl von Masaru Hashimoto in Ibaraki 2017 wurde Tanimoto der landesweit dienstälteste Gouverneur. Zur Gouverneurswahl im März 2022 trat Tanimoto nicht mehr an. Nachfolger wurde der ehemalige Nationalpolitiker und Profiwrestler Hiroshi Hase.
Hiroshi Moriyama (jap. korrekt 森山 𥙿 Moriyama Hiroshi, elektronisch wird die Schreibung von Hiroshi oft als 裕…Hiroshi Moriyama (jap. korrekt 森山 𥙿 Moriyama Hiroshi, elektronisch wird die Schreibung von Hiroshi oft als 裕 wiedergegeben; * 8. April 1945 in Kanoya, Präfektur Kagoshima) ist ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin (Abgeordnetenhaus), dem Unterhaus der Kokkai (Nationalversammlung), für den 4. Wahlkreis (vor einer Neuordnung 2017: 5. Wahlkreis) der Präfektur Kagoshima und war von 2015 bis 2016 Landwirtschaftsminister im umgebildeten dritten Kabinett von Shinzō Abe. Moriyama gehört derzeit der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin führte er von 2021 bis zur formalen Auflösung 2024 seine kleine, eigene Faktion. Von 2024 bis 2025 war er LDP-Generalsekretär. Moriyama, Absolvent der Nisshin-Oberschule der Präfektur Kagoshima in Abendkursen, wurde bei einer Nachwahl 1975 ins Parlament der Stadt Kagoshima gewählt, für das er danach sechsmal in Folge wiedergewählt wurde. Ab 1982 war er Parlamentspräsident, 1997 auch Vorsitzender der Stadtparlamentspräsidentenkonferenz Kyūshū (Kyūshū shigikai gichōkai). 1998 wechselte er in die nationale Politik und kandidierte bei der Wahl im Juli in der Präfektur Kagoshima (damals zwei Sitze pro Teilwahl) für das Sangiin (Rätehaus), das Oberhaus des Nationalparlaments, neben dem erfahrenen Kichio Inoue als einer von zwei LDP-Kandidaten. Bei günstiger Stimmenverteilung (Moriyama 27,9 % der Stimmen, Inoue 27,0 %) gelang es der LDP 1998 erstmals seit 1986, beide Sitze Kagoshimas zu gewinnen und den parteilosen (ex-SPJ) Amtsinhaber Kazuto Kamiyama (26,1 %) auf Platz drei zu verdrängen. Von 2003 bis 2004 war Moriyama für das umgebildete erste Kabinett Koizumi parlamentarischer Sekretär (daijin seimukan) im Finanzministerium. Als 2004 Sadanori Yamanaka starb, der langjährige Abgeordnete für den 5. Shūgiin-Wahlkreis der Präfektur Kagoshima, bewarb sich Moriyama bei der resultierenden Nachwahl am 25. April und wurde gegen Kandidaten von DPJ und KPJ mit Vierfünftelmehrheit gewählt. Im Postparlament von 2005, als Teile der LDP gegen die vom Vorsitzenden Jun’ichirō Koizumi verfolgte Privatisierung der Staatspost rebellierten, stimmte Moriyama gegen das Privatisierungsgesetz und musste bei der resultierenden Shūgiin-Wahl 2005 ohne LDP-Nominierung antreten, konnte seinen Sitz aber mit über 60 % der Stimmen gegen einen LDP-„Attentäter“-Kandidaten und einen Kommunisten halten. Er kehrte 2006 in die LDP zurück, für die er seitdem viermal wiedergewählt wurde: 2009 – gegen den landesweiten Erdrutsch für die Demokraten und trotz Nominierungsverzichts der Kommunisten – deutlich (61,1 %) gegen den Demokraten Shinsuke Amiya (37,6 %), 2012 und 2014 jeweils ohne Gegenkandidat der bürgerlichen Parteien gegen nur einen, kommunistischen Kandidaten. Zur Wahl 2017 verlor Kagoshima einen Sitz, Moriyama kandidiert nun im neuen Wahlkreis 4, der sich nur wenig vom alten Wahlkreis 5 unterscheidet. Mit über 70 % der Stimmen setzte er sich gegen den Sozialdemokraten Masakazu Noro durch. Auch 2021 und 2024 gewann er mit Zweidrittelmehrheiten ohne Gegenkandidat der Hauptoppositionsparteien, 2026 mit über 62 % der Stimmen gegen Kandidaten von DVP, Sanseitō und SDP. Von 2007 bis 2008 war Moriyama während der Kabinette Abe und Fukuda Vizeminister (fuku-daijin) im Finanzministerium. Von 2012 bis 2013 saß er dem Shūgiin-Ausschuss für Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft vor. Im Oktober 2015 berief ihn Abe an die Spitze des zugehörigen Ministeriums. 2016 löste ihn bei einer erneuten Kabinettsumbildung Yūji Yamamoto ab. Vom 3. August 2017 bis Oktober 2021 war er der Vorsitzende des Ausschusses für Parlamentsangelegenheiten der LDP (自由民主党国会対策委員長 Jiyūminshutō kokkai taisaku iin-chō). Nach der Abwahl Nobuteru Ishiharas bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 übernahm Moriyama im Dezember die Führung der bisherigen Ishihara-Faktion. Wie die meisten LDP-Faktionen löste sich die Moriyama-Faktion im Zuge des Kickback-Skandals um schwarze Kassen aus Faktionsfundraisingparties 2024 zumindest als [zu eigenen politischen Spendeneinnahmen berechtigte] „politische Gruppierung“ (seiji dantai) formal auf. Nach einer Umbildung von Kabinett und Parteiführung im September 2023 besetzte Moriyama unter dem Parteivorsitzenden Fumio Kishida als Vorsitzender des sōmukai (wörtl. „Rat für allgemeine Angelegenheiten“; auch Exekutivrat etc.) eines der „drei Parteiämter“. Unter Kishidas Nachfolger Shigeru Ishiba war er von 2024 bis 2025 Generalsekretär.
Sadakazu Tanigaki (jap. 谷垣 禎一, Tanigaki Sadakazu; * 7. März 1945 in Fukuchiyama, Präfektur Kyōto) ist ein ehemaliger…Sadakazu Tanigaki (jap. 谷垣 禎一, Tanigaki Sadakazu; * 7. März 1945 in Fukuchiyama, Präfektur Kyōto) ist ein ehemaliger japanischer Politiker und war 12 Amtszeiten lang Abgeordneter im Unterhaus des nationalen Parlaments. Von 2009 bis 2012 war er Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und führte innerhalb der Partei von 2005 bis 2008 die Tanigaki-Faktion, den kleineren Teil des 2000 gespaltenen Kōchikai, bevor die beiden Gruppen sich im Mai 2008 wieder zusammenschlossen. Er war unter anderem Justiz-, Finanz- und Verkehrsminister seines Landes. Von 2014 bis 2016 war er zudem Generalsekretär der LDP.
Toshikatsu Matsuoka (jap. 松岡 利勝, Matsuoka Toshikatsu; * 25. Februar 1945 in Aso, Präfektur Kumamoto; † 28. Mai 2007 in…Toshikatsu Matsuoka (jap. 松岡 利勝, Matsuoka Toshikatsu; * 25. Februar 1945 in Aso, Präfektur Kumamoto; † 28. Mai 2007 in Tokio) war ein japanischer Politiker.
Hiroko Nakayama (jap. 中山 弘子, Nakayama Hiroko; * 6. Februar 1945 in Luodong (Ratō), Landkreis Yilan (Giran-ken), Taiwan…Hiroko Nakayama (jap. 中山 弘子, Nakayama Hiroko; * 6. Februar 1945 in Luodong (Ratō), Landkreis Yilan (Giran-ken), Taiwan, Japanisches Kaiserreich) ist eine japanische Politikerin. Sie war von 2002 bis 2014 für drei Amtszeiten Bürgermeisterin von Shinjuku, ein „Sonderbezirk“ (tokubetsu-ku, engl. "city") und der Verwaltungssitz der Präfektur Tokio. Nakayama wurde im letzten Kriegsjahr in der japanischen Kolonie Taiwan geboren. Nach Kriegsende wuchs sie in der Heimat ihres Vaters in der Präfektur Gunma auf. Sie absolvierte die präfekturbetriebene Numata-Mädchenoberschule (Gunma kenritsu Numata joshi kōtō gakkō) und studierte anschließend an der Nihon Joshi Daigaku. Nach ihrem Abschluss wurde sie 1967 Beamtin in der Präfekturverwaltung Tokio, wo sie unter anderem zur Büroleiterin (kyokuchō) der Sekretariate der Revisoren und der Personalkommission aufstieg. 2002 verließ sie die Präfekturverwaltung für ihren Wechsel in die Politik. Bei der rücktrittsbedingt vorgezogenen Bürgermeisterwahl in Shinjuku im November 2002 kandidierte Nakayama mit Unterstützung von LDP, DPJ und Kōmeitō und setzte sich bei historisch niedriger Wahlbeteiligung von 25 % gegen zwei Kandidaten durch. Sie war die erste Frau als Bürgermeister eines Tokioter Sonderbezirks, die dritte unter allen Städten in Tokio und damals eine von nur sechs Bürgermeisterinnen von kreisfreien Städten oder Sonderbezirken landesweit. 2006 und zuletzt 2010 mit Unterstützung von LDP, Kōmeitō und Tachiagare Nippon wurde sie wiedergewählt. 2014 kandidierte sie nicht für eine Wiederwahl und wurde im Dezember 2014 von Ken’ichi Yoshizumi abgelöst.
Tatsuo Kawabata (jap. 川端 達夫, Kawabata Tatsuo; * 24. Januar 1945 im Landkreis Gamou (heute: Ōmihachiman), Präfektur…Tatsuo Kawabata (jap. 川端 達夫, Kawabata Tatsuo; * 24. Januar 1945 im Landkreis Gamou (heute: Ōmihachiman), Präfektur Shiga) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (Demokratisch-Sozialistische Partei (DSP)→Neue Fortschrittspartei (NFP)→parteilos→NFP→Shintō Yūai→Demokratische Partei (engl. DPJ)→Demokratische Fortschrittspartei (engl. DP)). Er gehörte für den Block Kinki von 1986 bis 2017 mit einer Unterbrechung (2012–2014) dem Shūgiin, dem Unterhaus, an und war von 2009 bis 2010 Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, Staatsminister für Wissenschafts- und Technologiepolitik, zuerst im Kabinett Yukio Hatoyama, dann im Kabinett Kan, sowie von 2011 bis 2012 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation im Kabinett Noda. In der DPJ war er Namensgeber einer eigenen Faktion, der Kawabata-Gruppe (offiziell: 民社協会, Minsha Kyōkai, „Demokratisch-Sozialistische Gesellschaft“; später und heute in der DP Takaki-Gruppe) aus ehemaligen Mitgliedern der Demokratisch-Sozialistischen Partei. Kawabata, Absolvent der Universität Kyōto, wurde erstmals bei der Shūgiin-Wahl 1986 für die Demokratisch-Sozialistische Partei im Wahlkreis Shiga ins Parlament gewählt und danach achtmal wiedergewählt – seit 1996 im Einzelwahlkreis Shiga 1 bzw. 2005, als Nachrücker 2014 und 2014 im Verhältniswahlblock Kinki. 1994 schloss er sich wie die übrigen Abgeordneten seiner Partei der NFP an, die er 1995 vorübergehend wieder verließ. Nach der Auflösung der Shinshintō zum Jahresende 1997 gehörte er zunächst der „Neuen Partei Brüderlichkeit“ (Shintō Yūāi) an, mit der er 1998 der Demokratischen Partei beitrat. Von 1999 bis 2000 und erneut 2004 war Kawabata Vorsitzender des Komitees für Parlamentsangelegenheiten (kokkai taisaku iinkai) der DPJ. 2004 wurde er unter dem Parteivorsitzenden Katsuya Okada Generalsekretär. Nach der Shūgiin-Wahl 2005, bei der er selbst seinen Wahlkreis verlor und nur über den Verhältniswahlblock Kinki wiedergewählt wurde, trat er ebenso wie Okada zurück. Ab 2006 war er einer der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Im September 2009 berief ihn Premierminister Yukio Hatoyama als Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie in sein Kabinett. Die Zuständigkeit für Wissenschafts- und Technologiepolitik übernahm er am 7. Januar 2010 von Naoto Kan. Unter Premierminister Naoto Kan behielt er die Position bis zur Kabinettsumbildung im September 2010, als er durch Yoshiaki Takaki (Kawabata-Gruppe) abgelöst wurde. 2010 übernahm er den Vorsitz im Geschäftsordnungsausschuss des Shūgiin (giin-un’ei-iinkai). Nach der Ablösung Kans durch Yoshihiko Noda wurde er am 2. September 2011 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation in dessen Kabinett, verlor diesen aber bei der dritten Kabinettsumbildung am 1. Oktober 2012. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 unterlag er im Wahlkreis Shiga 1 um rund 6.000 Stimmen dem Liberaldemokraten Toshitaka Ōoka und verfehlte auch ein Verhältniswahlmandat knapp, war aber der erste potentielle Nachrücker der Demokraten im Block Kinki. Im Mai 2014 rückte Kawabata für Taizō Mikazuki nach, der für seine Kandidatur bei der Gouverneurswahl in Shiga zurückgetreten war. Bei der Neuwahl im Dezember 2014 unterlag er Ōoka erneut, gewann aber gleich den zweiten (von vier) Verhältniswahlsitzen der Demokraten in Kinki. Anschließend wurde er als Nachfolger von Hirotaka Akamatsu zum Vizepräsidenten des Shūgiin gewählt und war als solcher seitdem fraktionslos. Im September 2017 gab er bekannt, seine politische Karriere zu beenden und nicht bei der Shūgiin-Wahl 2017 für eine weitere Amtszeit als Abgeordneter zu kandidieren. Akamatsu wurde anschließend erneut zum Vizepräsidenten gewählt.
Shōgo Arai (jap. 荒井 正吾, Arai Shōgo; * 18. Januar 1945 in Yao, Präfektur Osaka) ist ein parteiloser japanischer…Shōgo Arai (jap. 荒井 正吾, Arai Shōgo; * 18. Januar 1945 in Yao, Präfektur Osaka) ist ein parteiloser japanischer Politiker, ehemaliger Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Nara und von 2007 bis 2023 Gouverneur von Nara. Arai schloss 1968 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio ab und wurde Beamter im Verkehrsministerium. 1972 absolvierte er ein Graduiertenstudium an der Maxwell School of Citizenship and Public Affairs der Syracuse University, in den 1990er Jahren stieg er im Ministerium zu Abteilungsleiterpositionen auf. 1999 wurde er Leiter der Kaijō Hoan-chō, der damals dem Verkehrsministerium unterstellten Behörde der japanischen Küstenwache. 2001 trat er zurück, beendete seine Beamtenlaufbahn und wandte sich der Politik zu. Bei der Sangiin-Wahl 2001 bewarb sich Arai als Kandidat der Liberaldemokratischen Partei (LDP) für das einzige Mandat in der Präfektur Nara und konnte den Demokraten Takeshi Maeda um rund 30.000 Stimmen schlagen. 2003 war er unter dem zweiten Kabinett Koizumi parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium. Im Sangiin war er ab 2006 Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Im März 2007 legte er sein Abgeordnetenmandat nieder, um sich bei den einheitlichen Regionalwahlen im April um die Nachfolge von Naras Gouverneur Yoshiya Kakimoto zu bewerben, der sich nach vier Amtszeiten zurückzog. Mit formaler Unterstützung von LDP und Kōmeitō, aber nur gegen eine kommunistische Gegenkandidatin erhielt er zwei Drittel der Stimmen. Ein Thema seiner Amtszeit ist die von Osakas Gouverneur Tōru Hashimoto vorangetriebene Schaffung eines „Zweckverbands Kansai“, an dessen Gründung sich Nara unter Gouverneur Arai anders als die anderen Präfekturen der Region zunächst nicht beteiligte (Beitritt erst im Dezember 2015). Er begründete dies mit der geringeren Wirtschafts- und Finanzkraft seiner Präfektur, hatte aber auch Zweifel am Nutzen der neuen Verwaltungsstruktur. Der Zweckverband Kansai, der nach dem Tōhoku-Erdbeben 2011 eine gemeinsame Reaktion der Präfekturen Kansais, z. B. bei der Aufnahme der Evakuierten aus dem Katastrophengebiet erlaubte, war auch ein Thema von Arais Wiederwahlkampf bei der Gouverneurswahl 2011. Bei der Wahl wurde er – diesmal gegen zwei Kandidaten, darunter ein von Hashimoto unterstützter Unabhängiger – mit rund 50 % der Stimmen für weitere vier Jahre wiedergewählt. Auch 2015 gegen Makoto Yamashita und 2019 gegen den Ex-Nationalabgeordneten Kiyoshige Maekawa wurde er wiedergewählt. Bei der Gouverneurswahl 2023 (immer noch Teil der einheitlichen Wahlen im April) landete Arai mit Unterstützung aus der DVP mit 16 % der Stimmen nur noch auf dem dritten Platz hinter dem nun von der Nippon Ishin no Kai nominierten Makoto Yamashita und dem von den beiden großen etablierten Nationalparteien LDP und KDP unterstützten Shō Hiraki und war damit nach vier Amtszeiten abgewählt.
Issei Nishikawa (jap. 西川 一誠 Nishikawa Issei, eigentlich Nishikawa Kazumi; * 2. Januar 1945 in Asahi (heute: Echizen)…Issei Nishikawa (jap. 西川 一誠 Nishikawa Issei, eigentlich Nishikawa Kazumi; * 2. Januar 1945 in Asahi (heute: Echizen), Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker und war von 2003 bis 2019 für vier Amtszeiten Gouverneur von Fukui. Nishikawa absolvierte 1968 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto und wurde anschließend Beamter im Ministerium für Selbstverwaltung, wo er Ende der 1980er Jahre in Leitungspositionen aufstieg. Zuletzt war er ab 1992 Leiter der Planungsabteilung (kikaku-ka), ab 1994 stellvertretender Leiter des Sekretariats des Ministers für Staatsland. 1995 wurde er unter Yukio Kurita Vizegouverneur der Präfektur Fukui. Als Kurita sich 2003 nach vier Amtszeiten zurückzog, bewarb sich Nishikawa bei den einheitlichen Regionalwahlen im April um die Nachfolge, erhielt rund 53 % der Stimmen und konnte den ehemaligen Diplomaten Bundō Takagi und den Kommunisten Tomoichirō Yamakawa schlagen. 2007 und 2011 wurde er als De-facto-Allparteienkandidat jeweils nur gegen einen kommunistischen Gegenkandidaten klar für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Wie bereits unter Vorgänger Kurita z. B. nach dem Zwischenfall im schnellen Brüter Monju ist die Nuklearsicherheit besonders nach Unfällen ein wiederkehrendes Thema seiner Wahlkämpfe, da Fukui die Präfektur mit den meisten Kernreaktoren (15) im Land ist. Bei der Gouverneurswahl 2019 unterlag Nishikawa dem von der nationalen LDP unterstützten Tatsuji Sugimoto, von 2013 bis 2016 Vizegouverneur unter Nishikawa.
Sadatoshi Kumagai (japanisch 熊谷 貞俊 Kumagai Sadatoshi; * 1. Januar 1945) ist ein japanischer Wissenschaftler und…Sadatoshi Kumagai (japanisch 熊谷 貞俊 Kumagai Sadatoshi; * 1. Januar 1945) ist ein japanischer Wissenschaftler und Politiker. Er kandidierte 2008 für den Gouverneursposten der Präfektur Osaka und war von 2009 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, für die Parteien von Ichirō Ozawa (Demokratische Partei, Kokumin no Seikatsu ga Daiichi, Nippon Mirai no Tō). Bis Dezember 2007 war Kumagai Professor für Systems und Electric Power Engineering an der Universität Osaka. Er verließ die Universität, um als Parteiloser bei der Gouverneurswahl am 27. Januar 2008 anzutreten. Er wurde von der Demokratischen Partei, der Sozialdemokratischen Partei und der Neuen Partei Japan unterstützt. Seine Hauptkonkurrenten im Wahlkampf waren der Staranwalt Tōru Hashimoto, der von der Regierungspartei LDP unterstützt wurde, und der KPJ-gestützte Professor Shōji Umeda, nachdem die amtierende Gouverneurin Fusae Ōta angekündigt hatte, nicht wieder anzutreten. Im Oktober 2007 hatte bereits ein LDP-Kandidat die Bürgermeisterwahl von Osaka an den oppositionsgestützten Kunio Hiramatsu verloren. Bei der landesweit beachteten Wahl unterlag er aber deutlich Hashimoto, der fast doppelt so viele Stimmen erhielt wie er (Hashimoto 1.832.857, Kumagai 999.082, Umeda 518.563). Bei der Wahl am 30. August 2009 wurde Kumagai über die Liste der Demokratischen Partei im Verhältniswahlblock Kinki ins Shūgiin gewählt. Im Februar 2011 gehörte Kumagai zur Minshutō Seiken Kōtai ni Sekinin o motsu Kai, einer Gruppe von 16 demokratischen Abgeordneten, die wegen des innerparteilichen Disziplinarverfahrens gegen Ichirō Ozawa drohten, gegen die Haushaltsgesetze der eigenen Regierung zu stimmen. 2012 folgte er Ozawa zusammen mit weiteren Gegnern der von der Parteiführung verfolgten Verdopplung der Mehrwertsteuer aus der Demokratischen Partei in die Kokumin no Seikatsu ga Daiichi, dann die Nippon Mirai no Tō. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 trat er erneut nur über den Verhältniswahlblock an: Hinter zwölf Wahlkreiskandidaten, die sich den Listenplatz 1 teilten, kandidierte er auf Platz 13; die Mirai no Tō gewann nur ein Verhältniswahlmandat in Kinki.
Nobutaka Machimura (jap. 町村 信孝, Machimura Nobutaka; * 17. Oktober 1944 in Ebetsu; † 1. Juni 2015 in Tokio) war ein…Nobutaka Machimura (jap. 町村 信孝, Machimura Nobutaka; * 17. Oktober 1944 in Ebetsu; † 1. Juni 2015 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei und Außenminister seines Landes. Innerhalb der LDP führte er seit 2006 die Machimura-Faktion (2007 bis 2009 gemeinsam mit Hidenao Nakagawa und Shūzen Tanigawa).
Naoki Minezaki (jap. 峰崎 直樹, Minezaki Naoki; * 14. Oktober 1944 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist ein ehemaliger…Naoki Minezaki (jap. 峰崎 直樹, Minezaki Naoki; * 14. Oktober 1944 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Von 1992 bis 2010 war er Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für Hokkaidō, zuletzt als Mitglied der Demokratischen Partei (DPJ), darin der Yokomichi-Gruppe aus ehemaligen Sozialisten. Von 2009 bis 2010 war er Staatssekretär (fuku-daijin, „Vizeminister“) im Finanzministerium.
Seiji Mataichi (jap. 又市 征治, Mataichi Seiji; * 18. Juli 1944 in Toyama, Präfektur Toyama; † 18. September 2023 ebenda)…Seiji Mataichi (jap. 又市 征治, Mataichi Seiji; * 18. Juli 1944 in Toyama, Präfektur Toyama; † 18. September 2023 ebenda) war ein japanischer Politiker der Sozialdemokratischen Partei. Er war von Februar 2018 bis Februar 2020 deren Vorsitzender sowie von 2001 bis 2019 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für den nationalen Verhältniswahlkreis.
Kōichirō Watanabe (jap. 渡辺 浩一郎, Watanabe Kōichirō; * 31. Mai 1944 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer…Kōichirō Watanabe (jap. 渡辺 浩一郎, Watanabe Kōichirō; * 31. Mai 1944 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker. Er gehörte von 1993 bis 1996 und von 2009 bis 2012 dem Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, aus der Präfektur Tokio an. Watanabe schloss 1968 sein Architekturstudium an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Nihon Daigaku ab. Nach zwei Jahren Forschung am Institut für Stadtplanung der Universität Tokio arbeitete er für Taisei Kensetsu. 1974 legte er die Staatsprüfung als „Architekt erster Klasse“ (ikkyū kenchikushi) ab. 1979 erwarb er an der Nihon Daigaku den Doktorgrad und war anschließend für die damalige Tōkyō-to kaiyō kankyō hozen kyōkai (東京都海洋環境保全協会, „Gesellschaft für maritimen Umweltschutz der Präfektur Tokio“) tätig. 1990 wurde Watanabe Sekretär des Abgeordneten Hirohisa Fujii. Bei der Shūgiin-Wahl 1993 kandidierte er selbst für die Neue Japan-Partei (NJP) im viermandatigen Wahlkreis Tokio 7 und wurde mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Naoto Kan (Shaminren) erstmals ins Shūgiin gewählt. Er übernahm anschließend den Vorsitz der Generalversammlung der NJP-Abgeordneten beider Kammern. In den Parteiumbildungen der 1990er Jahre folgte Watanabe Ichirō Ozawa in die Neue Fortschrittspartei, dann die Liberale Partei, für die er aber bei den Wahlen 1996 und 2000 den neuen Einzelwahlkreis Tokio 19 an Yoshinori Suematsu (DPJ) verlor. 2002 wurde er mit dem Beitritt der Liberalen Partei zur DPJ selbst Mitglied der DPJ, darin der Ozawa-Gruppe, für die er die Kandidatur im 11. Wahlkreis Tokio übernahm, den Hakubun Shimomura (LDP) bei den Wahlen 2003 und 2005 aber souverän verteidigte. Erst beim DPJ-Erdrutschsieg 2009, als Watanabe nicht mehr in einem Wahlkreis antrat, zog er über den Verhältniswahlblock Tokio ein zweites Mal ins Shūgiin ein. Im Februar 2011 kündigte er gemeinsam mit 15 weiteren Anhängern Ozawas den Austritt aus der DPJ-Shūgiin-Fraktion ab. Zusammen wollten sie die Parteiführung unter Druck setzen, keine Disziplinarmaßnahmen gegen Ozawa zu ergreifen. Sie blieben zunächst Parteimitglieder, gründeten aber unter Watanabes Vorsitz eine eigene Gruppe, das Minshutō Seiken Kōtai ni Sekinin o motsu Kai (dt. etwa „Versammlung, die Verantwortung für die Regierungsübernahme durch die Demokratische Partei übernimmt“), und drohten die Haushaltsgesetze für das im April 2011 beginnende Fiskaljahr zu blockieren – wegen des „verdrehten Parlaments“ und der ablehnenden Haltung der Opposition braucht die Regierung zur Verabschiedung von Gesetzen (nicht des Haushalts an sich) eine Zweidrittelmehrheit im Shūgiin, die sie zusammen mit der SDP erreichen könnte, ohne die 16 Ozawa-Anhänger aber sicher verfehlt. Im Dezember 2011 verließ Watanabe zusammen mit anderen Anhängern Ozawas endgültig die Partei, in der Shintō Kizuna war Watanabe Generalsekretär. 2012 wurde die Partei vor der Shūgiin-Wahl 2012 Teil der Nippon Mirai no Tō Ozawas. Für diese kandidierte Watanabe nun im 19. Wahlkreis Tokio, erhielt dort aber nur 7,6 % der Stimmen und war damit auch für eine Wiederwahl über die Verhältniswahl disqualifiziert.
Genjirō Kaneko (jap. 金子 原二郎 Kaneko Genjirō; * 8. Mai 1944 in Ikitsuki, Landkreis Kitamatsuura (heute: Hirado)…Genjirō Kaneko (jap. 金子 原二郎 Kaneko Genjirō; * 8. Mai 1944 in Ikitsuki, Landkreis Kitamatsuura (heute: Hirado), Präfektur Nagasaki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker Von 1998 bis 2010 war er parteiloser Gouverneur von Nagasaki. Davor seit 1983 im Abgeordnetenhaus und danach bis 2022 im Senat war er Abgeordneter im Nationalparlament für Nagasaki als Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin zuletzt der Kishida-Faktion. Von 2021 bis 2022 war er Minister für Landwirtschaft, Forst und Fischerei im ersten und zweiten Kabinett Kishida.
Kunishige Kamamoto (jap. 釜本 邦茂, Kamamoto Kunishige; * 15. April 1944 in Kyōto; † 10. August 2025) war ein japanischer…Kunishige Kamamoto (jap. 釜本 邦茂, Kamamoto Kunishige; * 15. April 1944 in Kyōto; † 10. August 2025) war ein japanischer Fußballspieler und -trainer sowie Funktionär und Politiker.
Hiroyuki Hosoda (jap. 細田 博之 Hosoda Hiroyuki; * 5. April 1944 in Matsue, Präfektur Shimane; † 10. November 2023 in…Hiroyuki Hosoda (jap. 細田 博之 Hosoda Hiroyuki; * 5. April 1944 in Matsue, Präfektur Shimane; † 10. November 2023 in Tokyo) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Shimane 1. Von 2021 bis 2023 war er Präsident der Kammer und wie die meisten Präsidenten und Vizepräsidenten fraktionslos. In der LDP führte er von 2014 bis 2021 die zahlenmäßig stärkste Faktion, die Hosoda-Faktion, die heutige Abe-Faktion.
Tomiko Okazaki (jap. 岡崎 トミ子, Okazaki Tomiko; * 16. Februar 1944 in Fukushima, Präfektur Fukushima; † 19. März 2017 in…Tomiko Okazaki (jap. 岡崎 トミ子, Okazaki Tomiko; * 16. Februar 1944 in Fukushima, Präfektur Fukushima; † 19. März 2017 in Sendai, Präfektur Miyagi) war eine japanische Politikerin der Demokratischen Partei. Sie war zwischen 1990 und 2013 mit einer Unterbrechung Abgeordnete in beiden Kammern des Parlaments, von 2010 bis 2011 Ministerin im Kabinett Kan.
Hidenao Nakagawa (jap. 中川 秀直, Nakagawa Hidenao; * 2. Februar 1944 in Shinjuku, Präfektur Tokio als Hidenao Satō (佐藤 秀直…Hidenao Nakagawa (jap. 中川 秀直, Nakagawa Hidenao; * 2. Februar 1944 in Shinjuku, Präfektur Tokio als Hidenao Satō (佐藤 秀直, Satō Hidenao)) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Abgeordneter des Shūgiin, dem Unterhaus. Er war unter anderem Co-Vorsitzender der Machimura-Faktion, Minister und LDP-Generalsekretär.
Makiko Tanaka (japanisch 田中 真紀子, Tanaka Makiko; * 14. Januar 1944 in Tokio) ist eine japanische Politikerin der…Makiko Tanaka (japanisch 田中 真紀子, Tanaka Makiko; * 14. Januar 1944 in Tokio) ist eine japanische Politikerin der Demokratischen Partei (DPJ). Sie war von 1993 bis 2012 Abgeordnete im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus Niigata und Wissenschafts- (1994–1995), Außen- (2001–2002) und Bildungs- und Wissenschaftsministerin (2012).
Fukushirō Nukaga (jap. 額賀 福志郎 Nukaga Fukushirō; * 11. Januar 1944 im Namegata-gun (heute: Namegata-shi), Ibaraki) ist…Fukushirō Nukaga (jap. 額賀 福志郎 Nukaga Fukushirō; * 11. Januar 1944 im Namegata-gun (heute: Namegata-shi), Ibaraki) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und ehemaliger Minister. Er ist seit 1983 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, durchgehend seit 2012 für den Wahlkreis Ibaraki 2 und war von 2023 bis 2026 Präsident des Shūgiin. Innerhalb der LDP führte er von 2009 bis 2018 das Heisei Kenkyūkai, die spätere Motegi-Faktion, an.
Kenji Hirata (jap. 平田 健二, Hirata Kenji; * 4. Januar 1944 in Kakamigahara, Präfektur Gifu) ist ein ehemaliger…Kenji Hirata (jap. 平田 健二, Hirata Kenji; * 4. Januar 1944 in Kakamigahara, Präfektur Gifu) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Demokratischen Partei (Kawabata-Gruppe) und war von 2011 bis 2013 Präsident des Sangiin, des Oberhauses des nationalen Parlaments. Hirata absolvierte 1961 die Asahi Kasei Kōka Gakuin (旭化成工科学院) die „technische Akademie von Asahi Kasei“ und arbeitete anschließend für das Unternehmen. Er übernahm später Führungsfunktionen in der Textilgewerkschaft Zensen Dōmei, einem Mitglied des DSP-nahen Gewerkschaftsbundes Dōmei (seit 1989 Teil von Rengō): Ab 1973 leitete er den Präfekturverband Ibaraki, ab 1984 den Präfekturverband Mie und 1989 den Präfekturverband Gifu. Ab 1989 übernahm er Führungsfunktionen beim Rengō Gifu. Bei der Sangiin-Wahl 1995, die während der Großen Koalition zwischen SPJ und LDP stattfand, kandidierte Hirata für die Neue Fortschrittspartei (NFP) in der Präfektur Gifu, die erstmals zwei Abgeordnete ins Rätehaus wählte. Er konnte den sozialistischen Amtsinhaber Shōya Iwasaki übertreffen und wurde mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Ex-Arbeitsminister Akira Ōno (LDP) gewählt. 2001 und 2007 wurde er jeweils ebenfalls mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter konservativen Kandidaten im Amt bestätigt. Nach der Auflösung der NFP wurde Hirata Mitglied der Shintō Yūai („NeuePartei Brüderlichkeit“) von Kansei Nakano und damit 1998 der Demokratischen Partei. Dort war er unter anderem 2001 stellvertretender Generalsekretär und ab 2003 Vorsitzender des Präfekturverbandes Gifu. Nach der Machtübernahme 2009 wurde Hirata Vorsitzender des Ausschusses für Parlamentsangelegenheiten, 2010 Generalsekretär der Demokratischen Sangiin-Fraktion. 2011 wurde Hirata zum Nachfolger des verstorbenen Sangiinpräsidenten Takeo Nishioka gewählt. Vor der Sangiin-Wahl 2013 erklärte er im März 2013 seinen Rückzug aus der Politik und kandidierte nach drei Amtszeiten als Abgeordneter nicht mehr für eine Wiederwahl.
Yamato Inaba (japanisch 稲葉 大和 Inaba Yamato; * 12. November 1943) ist ein japanischer Politiker der…Yamato Inaba (japanisch 稲葉 大和 Inaba Yamato; * 12. November 1943) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Watanabe-Faktion, später Yamasaki-Faktion) und ehemaliges Mitglied im Shūgiin (Abgeordnetenhaus), dem Unterhaus des japanischen Parlaments (Kokkai).
Ryōtarō Tanose (jap. 田野瀬 良太郎 Tanose Ryōtarō; * 31. Oktober 1943 in Gojō, Präfektur Nara) ist ein ehemaliger japanischer…Ryōtarō Tanose (jap. 田野瀬 良太郎 Tanose Ryōtarō; * 31. Oktober 1943 in Gojō, Präfektur Nara) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Bis 2012 vertrat er den 4. Wahlkreis Nara für die Liberaldemokratische Partei (LDP) im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments. Innerparteilich hatte er der Yamasaki-Faktion angehört. Tanose, Absolvent der Technischen Universität Nagoya, begann seine politische Karriere im Alter von 30 Jahren, als er 1973 für die erste von zwei Amtsperioden in den Stadtrat von Gojō gewählt wurde. Danach eröffnete er die Takayoshi-Kindertagesstätte (Takayoshi hoikuen) in Gojō. Als LDP-Kandidat wurde er 1983 ins Präfekturparlament gewählt und 1987 bestätigt. 1986 begründete Tanose die Nishi-Yamato-Gakuen-Oberschule, deren Trägerstiftung heute von seinem Sohn geleitet wird. Der Wechsel in die nationale Politik gelang Tanose im zweiten Anlauf bei der Shūgiin-Wahl 1993: Im SNTV-Fünfmandatswahlkreis Nara erhielt er als einer von zwei LDP-Kandidaten neben Ex-Justizminister Seisuke Okuno knapp den fünfthöchsten Stimmenanteil. Seit der Wahlrechtsreform von 1994 tritt er im Einzelwahlkreis Nara 4 an, den er 1996 knapp verlor (Wiederwahl über die neu eingeführte Verhältniswahl), danach ab 2000 viermal in Folge gewann. Im Shūgiin war Tanose unter anderem Mitglied der Verkehrs- und Kultusausschüsse sowie 2001 des Sonderausschusses zur Verlegung des Parlaments. Im zweiten Kabinett Koizumi war er von 2004 bis 2005 Staatssekretär („Vizeminister“) im Finanzministerium unter Sadakazu Tanigaki. Nach der LDP-Niederlage bei der Shūgiin-Wahl 2009 berief der neue Parteivorsitzende Sadakazu Tanigaki, dessen Wahl Tanose unterstützt hatte, ihn als Vorsitzenden des Exekutivrats (sōmukai) in der engeren Kreis der Parteiführung. 2010 wurde er durch Yuriko Koike abgelöst. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 kandidierte er nicht mehr, seinen Wahlkreis übernahm für die LDP sein Sohn Taidō.
Jin’en Nagase (jap. 長勢 甚遠 Nagase Jin’en; * 3. Oktober 1943 in Toyama) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der…Jin’en Nagase (jap. 長勢 甚遠 Nagase Jin’en; * 3. Oktober 1943 in Toyama) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin für den 1. Wahlkreis Toyama und ehemaliger Justizminister. Innerhalb der LDP gehörte er zur Machimura-Faktion. Nagase studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tokio. Nach seinem Abschluss 1966 wurde er Beamter im Arbeitsministerium. 1988 verließ er das Ministerium und kandidierte 1990 erfolgreich für das Shūgiin. Nach mehreren Ausschusspositionen, einer kurzen Zeit als stellvertretender LDP-Generalsekretär und verschiedenen Staatssekretärsposten berief ihn Premierminister Shinzō Abe 2006 als Justizminister in sein Kabinett. In Nagases elfmonatiger Amtszeit als Justizminister wurden zehn zum Tode verurteilte gehängt, er war damit der Justizminister mit den meisten Hinrichtungen seit 20 Jahren. Das vom Kokkai verabschiedete Gesetz zur Senkung des Mindestalters für Jugendhaftstrafen auf „etwa 12“ interpretierte er als nach unten auslegungsfähig. Nagase ließ mehrere politische Flüchtlinge in öffentlich diskutierten und vor Gericht strittigen Fällen abschieben. Er setzte sich zugleich für eine grundsätzliche Reform des japanischen Gastarbeiterprogramms (外国人研修制度, wörtl. „Ausländer-Ausbildungssystem“) ein, wonach der Zugang für ausländische Arbeiter liberalisiert aber zeitlich begrenzt werden sollte; im August 2007 wurde bekannt, dass sein Büro 2006 eine Spende in Höhe von 500.000 Yen von einer Organisation erhalten hatte, die für die Anwerbung billiger ausländischer Arbeitskräfte eintritt. Bei der Kabinettsumbildung im August 2007 wurde Nagase durch Kunio Hatoyama ersetzt. Bei der Shūgiin-Wahl 2009 verlor er erstmals seinen Wahlkreis an den Demokraten Muneaki Murai und wurde nur über den Verhältniswahlblock Hokuriku-Shin’etsu wiedergewählt. Zur Shūgiin-Wahl 2012 kandidierte Nagase nicht mehr und zog sich aus der Politik zurück.
Ritsuo Hosokawa (jap. 細川 律夫, Hosokawa Ritsuo; * 8. August 1943 in Gohoku (heute: Ino), Präfektur Kōchi) ist ein…Ritsuo Hosokawa (jap. 細川 律夫, Hosokawa Ritsuo; * 8. August 1943 in Gohoku (heute: Ino), Präfektur Kōchi) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Demokratischen Partei, ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, für den 3. Wahlkreis Saitama und war von September 2010 bis September 2011 Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Hosokawa schloss 1966 sein Rechtsstudium an der Meiji-Universität ab, später folgte die Anwaltsprüfung. 1974 wurde er bei der Anwaltskammer Saitama registriert. 1981 eröffnete er eine Anwaltskanzlei in Koshigaya im Osten Saitamas, für die er auch nach seinem Eintritt in die Politik aktiv war. Bei der Shūgiin-Wahl 1983 bewarb er sich im dreimandatigen Wahlkreis Saitama 4, zu dem auch Koshigaya gehörte, für die Sozialistische Partei Japans (SPJ) erstmals um ein Mandat, landete aber hinter einem Kōmeitō- und drei LDP-Kandidaten nur auf Platz fünf. Im zweiten Anlauf bei den Wahlen 1986, bei denen der Wahlkreis ein Mandat mehr erhielt, verfehlte er den vierten Platz um rund 2.000 Stimmen. Erst im dritten Versuch 1990 wurde er Abgeordneter, wobei er mit über 200.000 Stimmen Top tōsen, also die Wahl mit den meisten Stimmen unter den Wahlkreiskandidaten erreichte. Er wurde danach sechsmal in Folge wiedergewählt, nach der Wahlrechtsreform von 1994 im neuen Einzelwahlkreis Saitama 3 bzw. im Verhältniswahlblock Nord-Kantō. 1996 beteiligte sich Hosokawa an der Gründung der Demokratischen Partei, im Dezember desselben Jahres übernahm er den Vorsitz des Präfekturverbandes Saitama. Später war er unter anderem als Verantwortlicher für Nord-Kantō Mitglied des Vorstandes und gehörte mehreren Schattenkabinetten von Yukio Hatoyama und Ichirō Ozawa an, zuletzt 2009 als „der nächste Justizminister“. Im Shūgiin führte er von 1999 bis 2000 den Vorsitz im Umweltausschuss, 2005 war er Minderheitsführer im Haushaltsausschuss. Intensiv beschäftigte er sich mit der Situation ausländischer Arbeiter in Japan und arbeitete während des „verdrehten Parlaments“ 2009 mit Regierungsvertreter Yasuhisa Shiozaki (LDP) an einem Gesetzentwurf zur verschärften Bekämpfung illegaler Einwanderung. Er ist außerdem ein Befürworter des Kommunal- und Präfekturwahlrechts für Ausländer. Nach dem demokratischen Wahlsieg bei der Shūgiin-Wahl 2009, bei der Hosokawa selbst seinen Wahlkreis mit einem deutlichen Ergebnis von Hiroshi Imai (LDP) zurückgewann, wurde er in der Regierung von Yukio Hatoyama als Staatssekretär (fuku-daijin, „Vizeminister“) ins Sozialministerium berufen. Im September übernahm er im umgebildeten Kabinett von Naoto Kan den Ministerposten von Akira Nagatsuma, den er bis zum 2. September 2011 innehielt. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 wurde Hosokawa nach 22 Jahren als Abgeordneter abgewählt: Den 3. Wahlkreis Saitama verlor er an Hitoshi Kikawada (LDP) und erzielte mit seiner – gemessen am verheerenden Abschneiden von Kandidaten der Demokratischen Partei insgesamt – relativ knappen Wahlkreisniederlage den fünften Rang auf der Liste der Demokraten in Nord-Kantō. Da die Partei dort mit 15,1 % der Verhältniswahlstimmen nur drei der 20 Verhältniswahlmandate gewann (2009 waren es 42,1 % und zehn Sitze), genügte das nicht zu einer Wiederwahl über den Block. 2014 kandidierte er noch einmal erfolglos und erklärte anschließend seinen Rückzug aus der aktiven Politik.
Nariaki Nakayama (jap. 中山 成彬 Nakayama Nariaki; * 7. Juni 1943 in Kobayashi, Präfektur Miyazaki) ist ein ehemaliger…Nariaki Nakayama (jap. 中山 成彬 Nakayama Nariaki; * 7. Juni 1943 in Kobayashi, Präfektur Miyazaki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (LDP→Tachiagare Nippon→Ishin→Kokoro→Kibō→parteilos). Er gehörte mit mehreren Unterbrechungen zwischen 1986 und 2021 für insgesamt acht Wahlperioden dem Shūgiin an, dem Unterhaus des nationalen Parlaments. Als Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), in der er der Machimura-Faktion angehörte, war er in den 2000er Jahren Bildungs- und Verkehrsminister. Nakayama steht der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi nahe.
Kenji Yamaoka (japanisch 山岡 賢次 Yamaoka Kenji; * 25. April 1943 in der Präfektur Tochigi) ist ein japanischer Politiker…Kenji Yamaoka (japanisch 山岡 賢次 Yamaoka Kenji; * 25. April 1943 in der Präfektur Tochigi) ist ein japanischer Politiker in der Liberalen Partei, ehemaliger Abgeordneter des Shūgiin für den 4. Wahlkreis Tochigi und ehemaliger Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit.
Sekinari Nii (jap. 二井 関成, Nii Sekinari; * 20. März 1943 in Mine, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker und…Sekinari Nii (jap. 二井 関成, Nii Sekinari; * 20. März 1943 in Mine, Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker und war von 1996 bis 2012 Gouverneur von Yamaguchi. Nii wurde nach Abschluss seines Studiums an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio 1966 Beamter im Ministerium für Selbstverwaltung. Ab 1982 lehrte er auch an der Shōbō-Daigakkō, der Akademie der nationalen Feuerwehrbehörde. Ab 1983 war er bei der Nihon Shōbō Kyōkai, der „japanischen Feuerwehrgesellschaft“, ab 1984 in der Präfekturverwaltung von Yamaguchi tätig, zuletzt ab 1994 als Leiter der Finanzabteilung (suitōchō), einem der „drei [wichtigen] Ämter“ einer Präfekturverwaltung. 1996 beendete Nii seine Beamtenlaufbahn und wandte sich der Politik zu. Bei der Gouverneurswahl in Yamaguchi im August 1996 trat Gouverneur Tohoru Hirai nach fünf Amtszeiten nicht wieder an. Hirai unterstützte die Kandidatur des ehemaligen nationalen Abgeordneten und Ministers Akira Fukida, obwohl dieser von den Oppositionsparteien NFP und Kōmei unterstützt wurde. Nii hatte die formale Unterstützung der LDP, de facto vor allem der Mitsuzuka-Faktion, und konnte Fukida, den ehemaligen nationalen Abgeordneten Katsuhiko Ozawa (unterstützt von der Neuen Partei Sakigake) sowie zwei Kandidaten für die Liberale Liga und die KPJ schlagen. Danach wurde er dreimal jeweils nur gegen einen KPJ-Kandidaten im Amt bestätigt. Bei der Wahl 2012 kandidierte er nicht mehr, zu Niis Nachfolger wurde mit seiner Unterstützung Shigetarō Yamamoto gewählt.
Tadayoshi Ichida (jap. 市田 忠義 Ichida Tadayoshi; * 28. Dezember 1942 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer…Tadayoshi Ichida (jap. 市田 忠義 Ichida Tadayoshi; * 28. Dezember 1942 in der Präfektur Osaka) ist ein japanischer Politiker. Von 1998 bis 2022 war er Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für den Verhältniswahlwahlkreis, von 2000 bis 2014 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Japans (KPJ). Ichida, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Ritsumeikan-Universität, ist seit seiner Studentenzeit 1963 KPJ-Mitglied. Seit 1971 war er Vollzeitmitarbeiter der Partei. 1988 übernahm er den Vorsitz der KPJ in der Präfektur Kyōto (bis 1997), 1994 wurde er Mitglied des ständigen Exekutivkomitees (jōnin kambukai) des Zentralkomitees (ZK). Bei der Sangiin-Wahl 1998 wurde Ichida auf dem Listenplatz 2 der KPJ über die landesweite Verhältniswahl ins Sangiin gewählt und nach der Einführung der Vorzugsstimme 2004 und 2010 jeweils mit dem höchsten Stimmenanteil aller KPJ-Kandidaten im Amt bestätigt. In der Partei übernahm er 1999 die Leitung des Wahlkampfbüros (senkyotaisakukyoku), 2000 wurde er Nachfolger von Kazuo Shii als Leiter des Sekretariats (shokikyoku-chō) des ZK. Nach der Wahl 2010 übernahm er vom abgewählten Akira Koike zusätzlich den Vorsitz der KPJ-Fraktion im Sangiin. 2014 löste ihn Yoshiki Yamashita als Generalsekretär ab, er wurde einer der „Vizevorsitzenden“ (fuku-iinchō). 2015 kündigte Ichida an, bei der Sangiin-Wahl 2016 nicht mehr kandidieren zu wollen, entschied sich aber auf Bitten der Partei hin doch für eine weitere Amtszeit und wurde mit dem höchsten Stimmenanteil aller KPJ-Kandidaten in der nationalen Verhältniswahl wiedergewählt. Zur 2022 trat er schließlich nicht mehr an.
Kōya Nishikawa (jap. 西川 公也, Nishikawa Kōya; * 26. Dezember 1942 in der Stadt Ujiie, heute Teil der kreisfreien Stadt…Kōya Nishikawa (jap. 西川 公也, Nishikawa Kōya; * 26. Dezember 1942 in der Stadt Ujiie, heute Teil der kreisfreien Stadt Sakura, Kreis Shioya, Präfektur Tochigi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Nikai-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den Verhältniswahlblock Nord-Kantō und ehemaliger Landwirtschaftsminister. Nishikawa wurde nach seinem Studium an der landwirtschaftlichen Fakultät der Tōkyō Nōkō Daigaku und am dortigen Graduiertenkolleg 1967 Mitarbeiter der Präfekturverwaltung von Tochigi. 1979 wurde er für die erste von fünf Perioden ins Präfekturparlament von Tochigi gewählt. Von 1993 bis 1994 war er Präsident des Präfekturparlaments. 1996 trat er zurück, um in die nationale Politik zu wechseln. Bei der Shūgiin-Wahl 1996, der ersten nach der Einführung der Einmandatswahlkreise und der Verhältniswahlssitze, kandidierte Nishikawa im Wahlkreis Tochigi 2 für die LDP und setzte sich mit absoluter Mehrheit gegen den Ex-Sozialisten Mamoru Kobayashi (nun Demokratische Partei, bis dahin einer der fünf Abgeordneten für den alten Wahlkreis 1) und zwei weitere Kandidaten durch. Den Sitz konnte er 2000 knapp gegen Kobayashi verteidigen. 2001 wurde er für das zweite Kabinett Mori daijin seimukan (der untere der beiden neu eingeführten parlamentarischen Staatssekretärsposten) im ebenfalls 2001 neu eingerichteten Kabinettsamt (naikakufu). Für die nachfolgenden Kabinette von Jun’ichirō Koizumi wurde Nishikawa 2002 parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, 2003 wieder im Kabinettsamt, 2004 dort dann fukudaijin („Vizeminister“, das obere der beiden parlamentarischen Ämter unter dem Minister). Bei Shūgiin-Wahlen hatte Nishikawa inzwischen den Wahlkreis Tochigi 2 Justizministerin Mayumi Moriyama überlassen, die die unter Koizumi eingeführte Altersgrenze für LDP-Verhältniswahlkandidaten überschritt, und kandidierte nur noch im Verhältniswahlblock Nord-Kantō, wo er in einer Gruppe von vor die Doppelkandidaten gesetzten Verhältniswahlkandidaten an der Spitze der LDP-Liste 2003 und 2005 sicher wiedergewählt wurde. Für die Shūgiin-Wahl 2009 wollte Moriyama zunächst in den nordöstlich benachbarten Wahlkreis 3 des aus der LDP ausgetretenen Yoshimi Watanabe wechseln, zog sich aber letztlich aus der Politik zurück. Nishikawa übernahm wieder die LDP-Kandidatur im Wahlkreis 2, wo er jedoch bei der Wahl deutlich (36 % zu 63 %) dem ehemaligen Gouverneur Akio Fukuda unterlag, der für die Demokratische Partei antrat. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 erhielt Nishikawa rund 56.000 Stimmen, nochmal über 9.000 Stimmen weniger als 2009, gewann aber trotzdem mit 38,6 % den Wahlkreis, da die Wahlbeteiligung deutlich gesunken war und die Minna no Tō von Yoshimi Watanabe ebenfalls einen konkurrenzfähigen Kandidaten für Tochigi 2 nominiert hatte, und zog erneut ins Unterhaus ein. Er wurde 2013 Vorsitzender des TPP-Komitees (tīpīpī taisaku iinkai, TPP対策委員会) der LDP. Bei einer Kabinettsumbildung im September 2014 berief ihn Shinzō Abe an die Spitze des Ministeriums für Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft. Bei der Wahl im Dezember des gleichen Jahres erhielt er zwar mehr Stimmen als 2012 (>62.000, 46,5 %), unterlag aber um rund 200 Stimmen Akio Fukuda; mit der sehr knappen Niederlage führte er die LDP-Verhältniswahlliste im Block Nord-Kantō an und gewann dort einen Sitz. Shinzō Abe übernahm Nishikawa zunächst in sein drittes Kabinett, aber er trat im Februar 2015 über einen Spendenskandal zurück.