Ichirō Satake (jap. 佐武 一郎, Satake Ichirō; * 1927 in der Präfektur Yamaguchi, Japan; † 10. Oktober 2014 in Tokyo) war…Ichirō Satake (jap. 佐武 一郎, Satake Ichirō; * 1927 in der Präfektur Yamaguchi, Japan; † 10. Oktober 2014 in Tokyo) war ein japanischer Mathematiker. Satake promovierte 1950 an der Universität Tokio. Er war Professor an der University of Chicago und ab etwa 1970 an der University of California, Berkeley. 1958 bis 1960 und 1967 war er am Institute for Advanced Study. Satake arbeitete über algebraische Gruppen und ihre Klassifizierung. 1957 gab er eine Kompaktifizierung des siegelschen oberen Halbraums in mehreren komplexen Dimensionen an. Nach ihm ist die Satake-Kompaktifizierung durch die Wirkung arithmetischer Gruppen definierter symmetrischer Räume benannt. Satake ist am 10. Oktober 2014 an Respiratorischer Insuffizienz verstorben.
Yutaka Taniyama (jap. 谷山 豊, Taniyama Yutaka, eigentlich Taniyama Toyo; * 12. November 1927 in Kisai bei Tokio; † 17.…Yutaka Taniyama (jap. 谷山 豊, Taniyama Yutaka, eigentlich Taniyama Toyo; * 12. November 1927 in Kisai bei Tokio; † 17. November 1958 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker.
Hida Takeyuki (japanisch 飛田 武幸 Hida Takeyuki; * 12. November 1927 in Okazaki; † 29. Dezember 2017 in Tokio) war ein…Hida Takeyuki (japanisch 飛田 武幸 Hida Takeyuki; * 12. November 1927 in Okazaki; † 29. Dezember 2017 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit stochastischer Analysis insbesondere der Stochastik auf unendlichdimensionalen Räumen beschäftigte. Er gilt als der Begründer der White-Noise-Analysis, welche ihm zu Ehren auch als Hida-Kalkül bezeichnet wird.
Masayoshi Nagata (jap. 永田 雅宜, Nagata Masayoshi; * 9. Februar 1927 in der Präfektur Aichi; † 27. August 2008 in Kyōto)…Masayoshi Nagata (jap. 永田 雅宜, Nagata Masayoshi; * 9. Februar 1927 in der Präfektur Aichi; † 27. August 2008 in Kyōto) war ein japanischer Mathematiker, der für seine Arbeit in der kommutativen Algebra und der algebraischen Geometrie bekannt ist. Er war Professor an der Universität Kyōto.
Nagayoshi Iwahori (jap. 岩堀 長慶, Iwahori Nagayoshi; * 1926 in Japan; † 29. Mai 2011) war ein japanischer Mathematiker…Nagayoshi Iwahori (jap. 岩堀 長慶, Iwahori Nagayoshi; * 1926 in Japan; † 29. Mai 2011) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Algebra und speziell Algebraischen Gruppen, Lie-Gruppen und Lie-Algebren befasste. Iwahori wurde 1960/61 bei Shokichi Iyanaga an der Universität Tokio promoviert (リー環の実既約表現について, Lie-kan no jitsukiyaku hōgen ni tsuite, engl. On real irreducible representations of Lie algebras). Als Post-Doktorand war er 1960 bis 1962 am Institute for Advanced Study (IAS). Er war ab 1964 Professor an der Universität Tokio. 1986 wurde er emeritiert. Er unterrichtete danach an der Sophia-Universität. Iwahori-Hecke-Algebren, auch Hecke-Algebren genannt, was allerdings mehrdeutig ist, sind nach Iwahori und Erich Hecke benannt. Sie sind einparametrige Deformationen der Gruppenalgebra von Coxeter-Gruppen und spielen eine Rolle in der Theorie Artinscher Zopfgruppen und Quantengruppen und in der Konstruktion von Knoteninvarianten durch Vaughan Jones. Außerdem sind Iwahori-Untergruppen algebraischer Gruppen über lokalen Körpern nach ihm benannt. 2007 erhielt er den Orden des Heiligen Schatzes.
Suzuki Michio (jap. 鈴木 通夫; * 2. Oktober 1926 in Chiba; † 31. Mai 1998 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker, der…Suzuki Michio (jap. 鈴木 通夫; * 2. Oktober 1926 in Chiba; † 31. Mai 1998 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit der Theorie endlicher Gruppen beschäftigte.
Takeuti Gaisi (jap. 竹内 外史, Takeuchi Gaishi; * 25. Januar 1926 in Kizu, Präfektur Ishikawa, Japan; † 10. Mai 2017) war…Takeuti Gaisi (jap. 竹内 外史, Takeuchi Gaishi; * 25. Januar 1926 in Kizu, Präfektur Ishikawa, Japan; † 10. Mai 2017) war ein japanischer mathematischer Logiker, bekannt für Beiträge zur Beweistheorie. Takeuti wurde 1956 an der Universität Tokio in mathematischer Logik promoviert. Er war ab 1950 zuerst Assistenzprofessor, später Professor an der Pädagogischen Universität Tokio und ab 1966 Professor an der University of Illinois at Urbana-Champaign. 1996 wurde er emeritiert. Takeutis Ziel in den 1950er Jahren war es, Widerspruchsfreiheitsbeweise für formale Systeme zu gewinnen, die die Analysis umfassen. Hierzu entwickelte er Methoden von Gerhard Gentzen weiter (unter anderem führte er ordinal diagrams ein). Takeuti gelang 1967 der Widerspruchsfreiheitsbeweis der Π 1 1 {\displaystyle \Pi _{1}^{1}} -Analysis (der Teil der Analysis, in der die Komprehension auf beliebige Formeln mit höchstens einem Mengenquantor eingeschränkt ist). Das war nach Kurt Schütte der erste Widerspruchsfreiheitsbeweis eines wesentlich imprädikativen Teils der Mathematik und Analysis. Takeutis Vermutung von 1953 besagt, dass im Logikkalkül endlicher Stufe die Schnittregel gilt (siehe Gentzenscher Hauptsatz). Sie wurde für den Kalkül 2. Stufe von William W. Tait (1966) und Dag Prawitz (1967, für höhere Ordnung 1969) und unabhängig von Takahashi Motoo (1967, auch höhere Ordnung) und Jean-Yves Girard bewiesen. Von Takeuti stammten zwei Lehrbücher und Standardwerke, eines zur Beweistheorie und eines zur axiomatischen Mengenlehre. Anfang der 1950er Jahre befasste er sich auch mit Homotopietheorie und Knotentheorie (er hielt 1952/53 ein Seminar ab, das sein Doktorand Kunio Murasagi besuchte). 1959/60, 1966 bis 1968 und 1971 bis 1972 war er am Institute for Advanced Study bei Kurt Gödel. 2003 bis 2009 war er Präsident der Kurt Gödel Society. 1998 erhielt er die tschechische Bolzano-Medaille und er erhielt den Okawa-Preis für Veröffentlichungen. 1982 erhielt er den Asahi-Preis.
Nomizu Katsumi (jap. 野水 克己; * 1. Dezember 1924 in Ōsaka; † 5. November 2008 in Providence (Rhode Island)) war ein…Nomizu Katsumi (jap. 野水 克己; * 1. Dezember 1924 in Ōsaka; † 5. November 2008 in Providence (Rhode Island)) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Differentialgeometrie befasste.
Kuranishi Masatake (jap. 倉西 正武; * 19. Juli 1924 in Tokio, Präfektur Tokio; † 22. Juni 2021) war ein japanischer…Kuranishi Masatake (jap. 倉西 正武; * 19. Juli 1924 in Tokio, Präfektur Tokio; † 22. Juni 2021) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit komplexer Analysis, partiellen Differentialgleichungen und Differentialgeometrie beschäftigte.
Jun-Ichi Igusa (jap. 井草 準一, Igusa Jun’ichi; * 30. Januar 1924 in Maebashi, Präfektur Gunma, Japan; † 24. November 2013…Jun-Ichi Igusa (jap. 井草 準一, Igusa Jun’ichi; * 30. Januar 1924 in Maebashi, Präfektur Gunma, Japan; † 24. November 2013 in Baltimore, Maryland) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit algebraischer Geometrie und Zahlentheorie beschäftigte.
Hidehiko Yamabe (jap. 山辺 英彦, Yamabe Hidehiko; * 22. August 1923 in Ashiya, Präfektur Hyōgo; † 20. November 1960 in…Hidehiko Yamabe (jap. 山辺 英彦, Yamabe Hidehiko; * 22. August 1923 in Ashiya, Präfektur Hyōgo; † 20. November 1960 in Evanston, Illinois) war ein japanischer Mathematiker.
Rimhak Ree (auch Im-hak Ree zitiert, * 18. Dezember 1922 in Hamhung; † 9. Februar 2005 in Vancouver) war ein…Rimhak Ree (auch Im-hak Ree zitiert, * 18. Dezember 1922 in Hamhung; † 9. Februar 2005 in Vancouver) war ein koreanisch-kanadischer Mathematiker, der sich insbesondere mit Gruppentheorie befasste, speziell mit endlichen Gruppen.
Matsushita Shin’ichi (jap. 松下 眞一 oder 松下 真一; * 1. Oktober 1922 in Ibaraki, Präfektur Osaka; † 25. Dezember 1990) war…Matsushita Shin’ichi (jap. 松下 眞一 oder 松下 真一; * 1. Oktober 1922 in Ibaraki, Präfektur Osaka; † 25. Dezember 1990) war ein japanischer Komponist und Mathematiker. Matsushita studierte an der Universität Kyūshū Mathematik und daneben privat Musik. 1958 wurde er Mitarbeiter des elektronischen Studios in Osaka, später war er zugleich Professor für Mathematik und Mitarbeiter der Fakultät für Musik der Städtischen Universität Osaka. Er komponierte vorzugsweise Werke in kammermusikalischer Besetzung, in denen er häufig elektronische Instrumente oder auch Tonbänder einsetzte.
Matsushima Yozō (jap. 松島 与三; * 21. Februar 1921 in Sakai, Präfektur Osaka; † 9. April 1983 in Osaka) war ein…Matsushima Yozō (jap. 松島 与三; * 21. Februar 1921 in Sakai, Präfektur Osaka; † 9. April 1983 in Osaka) war ein japanischer Mathematiker.
Azumaya Gorō (jap. 東屋 五郎; * 26. Februar 1920 in Yokohama; † 8. Juli 2010) war ein japanischer Mathematiker, der sich…Azumaya Gorō (jap. 東屋 五郎; * 26. Februar 1920 in Yokohama; † 8. Juli 2010) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Algebra beschäftigte.
Iwasawa Kenkichi (jap. 岩澤 健吉; * 11. September 1917 in Shinshuku, Kiryū; † 26. Oktober 1998 in Tokio) war ein…Iwasawa Kenkichi (jap. 岩澤 健吉; * 11. September 1917 in Shinshuku, Kiryū; † 26. Oktober 1998 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker, der grundlegende Beiträge zur algebraischen Zahlentheorie, speziell der Theorie der Kreisteilungskörper, lieferte. Außerdem befasste er sich mit topologischen Gruppen und Lie-Gruppen.
Tosio Kato (jap. 加藤 敏夫, Katō Toshio; * 25. August 1917 in Kanuma; † 2. Oktober 1999 in Oakland, Kalifornien) war ein…Tosio Kato (jap. 加藤 敏夫, Katō Toshio; * 25. August 1917 in Kanuma; † 2. Oktober 1999 in Oakland, Kalifornien) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit partiellen Differentialgleichungen, mathematischer Physik und Funktionalanalysis beschäftigte.
Itō Kiyoshi (japanisch 伊藤 清; * 7. September 1915 in Hokusei-chō (heute Inabe), Präfektur Mie; † 10. November 2008 in…Itō Kiyoshi (japanisch 伊藤 清; * 7. September 1915 in Hokusei-chō (heute Inabe), Präfektur Mie; † 10. November 2008 in Kyōto) war ein japanischer Mathematiker, der sich vor allem mit der Stochastik beschäftigte. Itō leistete fundamentale Beiträge zur Theorie der stochastischen Prozesse und begründete die stochastische Analysis.
Kodaira Kunihiko (japanisch 小平 邦彦; * 16. März 1915 in der Präfektur Tokio; † 26. Juli 1997 in Kōfu) war ein japanischer…Kodaira Kunihiko (japanisch 小平 邦彦; * 16. März 1915 in der Präfektur Tokio; † 26. Juli 1997 in Kōfu) war ein japanischer Mathematiker, der 1954 wegen besonderer Verdienste um die Mathematik mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde.
Tadashi Nakayama, auch Tadasi Nakayama, Tadasi Nakamura (jap. 中山 正, Nakayama Tadashi; * 26. Juli 1912 in der Präfektur…Tadashi Nakayama, auch Tadasi Nakayama, Tadasi Nakamura (jap. 中山 正, Nakayama Tadashi; * 26. Juli 1912 in der Präfektur Tokio; † 5. Juni 1964 in Nagoya) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Algebra beschäftigte.
Shizuo Kakutani (jap. 角谷 静夫, Kakutani Shizuo; * 28. August 1911 in der Präfektur Osaka; † 17. August 2004 in New Haven…Shizuo Kakutani (jap. 角谷 静夫, Kakutani Shizuo; * 28. August 1911 in der Präfektur Osaka; † 17. August 2004 in New Haven, Connecticut) war ein japanisch-amerikanischer Mathematiker.
Tadao Tannaka (japanisch 淡中 忠郎, Tannaka Tadao; * 27. Dezember 1908 in Matsuyama, Präfektur Ehime, Japan; † 25. Oktober…Tadao Tannaka (japanisch 淡中 忠郎, Tannaka Tadao; * 27. Dezember 1908 in Matsuyama, Präfektur Ehime, Japan; † 25. Oktober 1986 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker. Tannaka machte 1932 seinen Bachelor-Abschluss an der Kaiserlichen Universität Tōhoku, der späteren Universität Tōhoku. 1934 wurde er dort Dozent, 1942 Assistenzprofessor und 1945 Professor. 1941 promovierte er an der Universität Tōhoku. 1972 emeritierte er dort und war dann bis 1981 Professor an der Tōhoku-Gakuin-Universität. 1955/57 war er am Institute for Advanced Study und 1955 war er einer der Organisatoren des Internationalen Symposiums für algebraische Zahlentheorie in Tokio und Nikkō, bei dem es auch zu folgenreichen Kontakten zwischen André Weil und japanischen Zahlentheoretikern wie Gorō Shimura und Yutaka Taniyama kam. Er war auch langjähriges Mitglied im Leitungsrat der Japanischen Mathematischen Gesellschaft und Mitherausgeber der Tōhoku sūgaku zasshi (engl. Tohoku Mathematical Journal). Er beschäftigte sich vor allem mit algebraischer Zahlentheorie und bewies zum Beispiel Verallgemeinerungen des Hauptidealsatzes der Klassenkörpertheorie. Nach Tannaka sind mehrere Konzepte benannt (Tannaka-Kategorie, Tannaka-Krein-Dualität bzw. Tannaka-Dualität). Sie haben ihren Ursprung in einer Arbeit von Tannaka 1939, in der er untersuchte, wie eine kompakte (nicht-kommutative) Gruppe aus der Menge ihrer Darstellungen rekonstruiert werden kann, was im kommutativen Fall durch den Dualitätssatz von Pontrjagin beschrieben wird (Rekonstruktion einer abelschen Gruppe aus der Gruppe ihrer Charaktere). Im Westen wurde das zum Beispiel von Claude Chevalley in den 1940er Jahren aufgegriffen. Anwendung fanden die Konzepte in der Formulierung der Kategorientheorie in der algebraischen Geometrie der Schule von Alexander Grothendieck und seiner Theorie der Motive in den 1960er Jahren und in den 1990er Jahren in der Theorie der Quantengruppen.
Iyanaga Shōkichi (jap. 弥永 昌吉; * 2. April 1906 in Tokio; † 1. Juni 2006 ebenda) war ein japanischer Mathematiker, der…Iyanaga Shōkichi (jap. 弥永 昌吉; * 2. April 1906 in Tokio; † 1. Juni 2006 ebenda) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Zahlentheorie beschäftigte.
Sigekatu Kuroda (jap. 黒田 成勝, Kuroda Shigekatsu; * 11. November 1905 in der Präfektur Tokio; † 3. November 1972 in…Sigekatu Kuroda (jap. 黒田 成勝, Kuroda Shigekatsu; * 11. November 1905 in der Präfektur Tokio; † 3. November 1972 in Baltimore) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Zahlentheorie und mathematischer Logik befasste. Kuroda studierte Mathematik an der Kaiserlichen Universität Tokio mit dem Abschluss 1928. Er war Schüler von Teiji Takagi, dem berühmten Zahlentheoretiker. Da Kuroda sich aber zunächst den Grundlagen der Mathematik und der mathematischen Logik zuwandte, brachte ihm dies Karrierenachteile, da dieses Gebiet damals in Japan ein Außenseiter-Fach war. Er war ab 1932 Assistent an der Universität Tokio und wurde 1933 Professor an der Frauenuniversität Ochanomizu in Tokio. 1942 wurde er Professor an der neu gegründeten Universität Nagoya. 1945 erhielt er einen Doktortitel der Universität Tokio. 1953/54 war er Dekan an der Universität Nagoya. 1962 war er Gastprofessor an der University of Maryland, wo er ab 1963 bis zu seiner Emeritierung 1972 Professor war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er ein Vertreter des Intuitionismus von L. E. J. Brouwer. 1954 war er Gastredner auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Amsterdam (On the intuitionistic and formalistic theory of real numbers). 1955/56 war er am Institute for Advanced Study, wo er auch Kurt Gödel traf (den er 1960 nochmals bei einem Besuch in Princeton traf). Neben Grundlagen der Mathematik befasste er sich mit algebraischer Zahlentheorie und in den USA in den 1960er Jahren mit numerischen Computerberechnungen in der algebraischen Zahlentheorie (Berechnung von Klassenzahlen). Er war mit der Tochter Yaeko von Teiji Takagi verheiratet, mit der er drei Söhne hatte, die alle Mathematiker wurden, darunter Sige-Yuki Kuroda (1934–2009), Professor für Linguistik an der University of California, San Diego. Zuletzt gab er die Gesammelten Werke seines Lehrers Takagi heraus, die 1973 erschienen. Er war einer der Gründer und Herausgeber des Nagoya Mathematical Journal.
Kawaguchi Akitsugu (jap. 河口 商次; * 8. April 1902 in der Präfektur Kumamoto; † 30. Juli 1984) war ein japanischer…Kawaguchi Akitsugu (jap. 河口 商次; * 8. April 1902 in der Präfektur Kumamoto; † 30. Juli 1984) war ein japanischer Mathematiker und Hochschullehrer.
Su Buqing, chin. 苏步青 (* 23. September 1902 in Pingyang, Provinz Zhejiang; † 17. März 2003 in Shanghai), war ein…Su Buqing, chin. 苏步青 (* 23. September 1902 in Pingyang, Provinz Zhejiang; † 17. März 2003 in Shanghai), war ein chinesischer Mathematiker. Aufgrund seiner Pionierleistungen wurde er der "erste Geometer im Orient" genannt. Nach dem Abschluss an einer Mittelschule reiste er nach Japan, um sich dort weitergehende Kenntnisse anzueignen. Dort studierte er zuerst an der Industriehochschule in Tokio und danach an der Nordöstlichen Kaiserlichen Universität. Hier graduierte er 1927 und erlange vier Jahre später den Doktortitel. Während des Studiums beschäftigte Buqing sich mit allgemeinen gekrümmten Flächen und fand viermal kegelförmige Flächen. Mathematiker bezeichneten seine Entdeckung als "Sus kegelförmige Flächen". Nach der Promotion lehnte er es ab, weiter in Japan zu bleiben und ging entschlossen wieder ins Reich der Mitte zurück. An der Zhejiang-Universität nahm er eine Lehrtätigkeit auf. 1952 wurde er Dekan an der Fudan-Universität, welche ihn 31 Jahre später zum Ehrenpräsidenten ernannte. Sechzig Jahre lang vermittelte er Studenten mathematisches Wissen. In jüngeren Jahren konzentrierte sich Buqings Forschungstätigkeit vor allem auf affine und projektive Differentialgeometrie. Nach 1950 lag der Schwerpunkt auf der Differentialgeometrie generalisierter Räume, konjugierten Netze und computerunterstützten geometrischen Konstruktionen. Er gab über zehn Monographien heraus, darunter "Affine Differentialgeometrie". Seine Arbeiten würdigte man u. a. mit dem Preis der nationalen Wissenschaftskonferenz und dem zweiten Preis für nationalen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt. Er war ab 1955 Mitglied der mathematischen und physikalischen Abteilung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des ständigen Ausschusses der Akademie, weiterhin Ehrenpräsident des zentralen Komitees der Chinesischen Demokratischen Liga, Vizevorsitzender der siebten und achten CPPCC und des Zentralen Komitees der Chinesischen Demokratischen Liga. Außerdem saß er im ständigen Ausschuss des fünften und sechsten Nationalen Volkskongresses. Ihm zu Ehren will das chinesische Bildungsministerium ab 2007 aller vier Jahre den Su Buqing-Preis an bedeutende Mathematiker verleihen.
Shōda Kenjirō (japanisch 正田 建次郎; * 25. Februar 1902 in Tatebayashi, Präfektur Gunma, Japanisches Kaiserreich; † 20.…Shōda Kenjirō (japanisch 正田 建次郎; * 25. Februar 1902 in Tatebayashi, Präfektur Gunma, Japanisches Kaiserreich; † 20. März 1977 in Ashikaga) war ein japanischer Mathematiker, der sich mit Algebra befasste.
Oka Kiyoshi (japanisch 岡 潔; * 19. April 1901 in Osaka, Japan; † 1. März 1978 in Nara, Japan) war ein japanischer…Oka Kiyoshi (japanisch 岡 潔; * 19. April 1901 in Osaka, Japan; † 1. März 1978 in Nara, Japan) war ein japanischer Mathematiker, der grundlegende Beiträge zur Theorie der Funktionen mehrerer komplexer Variabler leistete.
Toda Jōsei (jap. 戸田 城聖) (* 11. Februar 1900 in der Präfektur Ishikawa, Japan; † 2. April 1958 in Tokio) war Pädagoge…Toda Jōsei (jap. 戸田 城聖) (* 11. Februar 1900 in der Präfektur Ishikawa, Japan; † 2. April 1958 in Tokio) war Pädagoge und Verleger. Er war Mitbegründer und zweiter Präsident der Soka Gakkai, der heutigen Sōka Gakkai International (SGI).
Morimoto Seigo (jap. 森本 清吾; * 26. Januar 1900 Maebashi, Präfektur Gunma; † 19. Juni 1954) war ein japanischer…Morimoto Seigo (jap. 森本 清吾; * 26. Januar 1900 Maebashi, Präfektur Gunma; † 19. Juni 1954) war ein japanischer Mathematiker.
Sōichi Kakeya (japanisch 掛谷 宗一, Kakeya Sōichi; * 18. Januar 1886 in der Präfektur Hiroshima; † 9. Januar 1947) war ein…Sōichi Kakeya (japanisch 掛谷 宗一, Kakeya Sōichi; * 18. Januar 1886 in der Präfektur Hiroshima; † 9. Januar 1947) war ein japanischer Mathematiker, bekannt für das Kakeya-Nadelproblem, die Kakeya-Vermutung und den Satz von Kakeya.
Sono Masazō (jap. 園 正造; * 1. Januar 1886 in Kyōto; † 24. November 1969 in Okazaki) war ein japanischer Mathematiker und…Sono Masazō (jap. 園 正造; * 1. Januar 1886 in Kyōto; † 24. November 1969 in Okazaki) war ein japanischer Mathematiker und Begründer der mathematischen Schule an der Universität Kyoto. Sono war ein Schüler von Kawai Jittaro an der Universität Kyōto und ging nach seinem Abschluss 1910 ab 1919 nach Europa, wo er am Collège de France Vorlesungen hörte. 1920 kehrte er zurück und wurde 1921 Professor in Kyoto. Auf Anregung von Kawai spezialisierte er sich auf Algebra und war einer derjenigen, die die moderne abstrakte Algebra in Japan einführten. Einer seiner Schüler, Akizuki Yasuo (1902–1984), setzte die algebraische Tradition in Kyoto fort und wurde dort 1948 Professor (er war auch ein enger Freund von Oka Kiyoshi). Die Algebra-Schule in Kyoto wandte sich später der algebraischen Geometrie zu und aus ihr gingen die Fields-Medaillen-Gewinner Hironaka Heisuke und Mori Shigefumi hervor. Er verfasste 1965 eine zweibändige Abhandlung über die Zeitrechnung der Chronik Nihon Shoki. 1968 wurde Sono als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten ausgezeichnet. Seine Pionierarbeit zur Separabilität fand später breite Anwendung in der Wirtschaftstheorie.
Ogura Kinnosuke (japanisch 小倉 金之助; * 14. März 1885 in Sakata (Präfektur Yamagata); † 21. Oktober 1962 in Tōkyō) war ein…Ogura Kinnosuke (japanisch 小倉 金之助; * 14. März 1885 in Sakata (Präfektur Yamagata); † 21. Oktober 1962 in Tōkyō) war ein japanischer Mathematiker, Mathematikdidaktiker und Mathematikhistoriker, der in den 1920er Jahren einflussreich in der Reform des mathematischen Unterrichts in Japan war.
Kubota Tadahiko (jap. 窪田 忠彦; * 27. Februar 1885 in Shiba, Stadt Tokio; † 31. Oktober 1952 in Tokio) war ein japanischer…Kubota Tadahiko (jap. 窪田 忠彦; * 27. Februar 1885 in Shiba, Stadt Tokio; † 31. Oktober 1952 in Tokio) war ein japanischer Mathematiker und Hochschullehrer.
Fujiwara Matsusaburō (jap. 藤原 松三郎; * 14. Februar 1881 in Tsu; † 12. Oktober 1946 in Fukushima) war ein japanischer…Fujiwara Matsusaburō (jap. 藤原 松三郎; * 14. Februar 1881 in Tsu; † 12. Oktober 1946 in Fukushima) war ein japanischer Mathematiker.
Takagi Teiji (japanisch 高木 貞治; * 21. April 1875 im Dorf Kazuya, Kreis Ōno, Provinz Mino, heute Motosu, Präfektur Gifu…Takagi Teiji (japanisch 高木 貞治; * 21. April 1875 im Dorf Kazuya, Kreis Ōno, Provinz Mino, heute Motosu, Präfektur Gifu; † 19. Februar 1960 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Zahlentheoretiker.
Hayashi Tsuruichi (japanisch 林 鶴一; * 13. Juni 1873 in Tokushima, Präfektur Tokushima; † 4. Oktober 1935 in Matsue…Hayashi Tsuruichi (japanisch 林 鶴一; * 13. Juni 1873 in Tokushima, Präfektur Tokushima; † 4. Oktober 1935 in Matsue, Präfektur Shimane) war ein japanischer Mathematiker.
Fujisawa Rikitarō (jap. 藤沢 利喜太郎; * 12. Oktober 1861 (traditionell: Bunkyū 1/9/9) in der Provinz Sado (heute: Präfektur…Fujisawa Rikitarō (jap. 藤沢 利喜太郎; * 12. Oktober 1861 (traditionell: Bunkyū 1/9/9) in der Provinz Sado (heute: Präfektur Niigata); † 23. Dezember 1933) war ein japanischer Mathematiker.
Danshaku Kikuchi Dairoku (japanisch 菊池 大麓; * 17. März 1855 in Edo (heute: Tokio); † 19. August 1917 in Chigasaki) war…Danshaku Kikuchi Dairoku (japanisch 菊池 大麓; * 17. März 1855 in Edo (heute: Tokio); † 19. August 1917 in Chigasaki) war ein japanischer Mathematiker, Kultusminister, Professor an der Kaiserlichen Universität Tokio und ab 1890 ernanntes Mitglied im Herrenhauses des kaiserlichen Reichstages.
Tamagawa Tsuneo (jap. 玉河 恒夫; * 11. Dezember 1925 in Tokio, Japan; † 30. Dezember 2017 in New Haven, Connecticut) war…Tamagawa Tsuneo (jap. 玉河 恒夫; * 11. Dezember 1925 in Tokio, Japan; † 30. Dezember 2017 in New Haven, Connecticut) war ein japanischer, in den USA lehrender Mathematiker. Tamagawa wurde 1954 an der Universität Tokio bei Iyanaga Shōkichi promoviert. Danach war er am Institute for Advanced Study (1955/6, auch 1958, 1970). Seit 1963 war er Professor in Yale. Tamagawa beschäftigte sich u. a. mit Zahlentheorie. Er führte nach ihm benannte Maße für algebraische Gruppen über Zahlkörpern ein (Tamagawa-Zahlen), die eine große Rolle in Vermutungen der arithmetischen algebraischen Geometrie wie denen von Spencer Bloch und Kazuya Kato und in der Theorie der quadratischen Formen (neue Interpretation der analytischen Klassenzahlformel von Carl Ludwig Siegel im Fall orthogonaler Gruppen) spielen. Sei G eine zusammenhängende lineare algebraische Gruppe zum Beispiel über den rationalen Zahlen. Das invariante Volumen des Faktorraums der Adelgruppe nach der diskreten Untergruppe der Hauptadele ist die Tamagawa-Zahl von G. Methoden zur Berechnung von Tamagawa-Zahlen entwickelten unter anderem Takashi Ono und André Weil. Zu seinen Doktoranden zählten Doris Schattschneider und Audrey Terras.
Morihiko Saitō (jap. 斎藤 盛彦, Saitō Morihiko; * 1961) ist ein japanischer Mathematiker, der sich mit algebraischer…Morihiko Saitō (jap. 斎藤 盛彦, Saitō Morihiko; * 1961) ist ein japanischer Mathematiker, der sich mit algebraischer Analysis (Theorie der D-Moduln auf algebraischen Varietäten) und Algebraischer Geometrie befasst. Saito ist Professor am Research Institute for Mathematical Sciences (RIMS) der Universität Kyōto. Er führte 1988/1990 die Theorie der gemischten Hodge-Moduln (Mixed Hodge Modules) ein, aufbauend auf der Theorie der D-Moduln in der Algebraischen Analysis, der Theorie perverser Garben und der Theorie der Variation von Hodge-Strukturen und gemischter Hodge-Strukturen (eingeführt von Pierre Deligne) in der Algebraischen Geometrie. Das führte unter anderem zu einer Erweiterung der fundamentalen Sätze von Beilinson, Bernstein, Deligne, Ofer Gabber über perverse Garben in positiver Charakteristik zu Charakteristik 0. Die Theorie der Hodge-D-Moduln bildete den Ausgangspunkt für die Theorie der Twistor-D-Moduln von Claude Sabbah und Takurō Mochizuki, die zu einer weiteren Verallgemeinerung der Sätze von Beilinson-Bernstein-Deligne-Gabber durch Mochizuki führte. Er befasst sich mit der Anwendung der Theorie gemischter Hodge-Strukturen und Module in der Algebraischen Geometrie, zum Beispiel Theorie der Singularitäten. Er war Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress 1990 in Kyoto (Mixed Hodge Modules and Applications). 1991 erhielt er den Frühlingspreis der Japanischen Mathematischen Gesellschaft.