Kazuyoshi Kaneko (jap. 金子 一義, Kaneko Kazuyoshi; * 20. Dezember 1942 in der Präfektur Gifu) ist ein ehemaliger…Kazuyoshi Kaneko (jap. 金子 一義, Kaneko Kazuyoshi; * 20. Dezember 1942 in der Präfektur Gifu) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin zuletzt der Kishida-Faktion. Er war von 1986 bis 2017 Abgeordneter aus Gifu im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, und zweimal Minister.
Wakio Mitsui (jap. 三井 辨雄, Mitsui Wakio; * 24. November 1942 in Sapporo, Hokkaidō; † 2. April 2021 ebenda) war ein…Wakio Mitsui (jap. 三井 辨雄, Mitsui Wakio; * 24. November 1942 in Sapporo, Hokkaidō; † 2. April 2021 ebenda) war ein japanischer Politiker (Neue Fortschrittspartei→Demokratische Partei (Tarutoko-Gruppe, Ex-Ozawa-Gruppe)). Er war von 2000 bis 2012 Mitglied des Shūgiin, des Unterhauses des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Hokkaidō 2, und 2012 für knapp drei Monate Sozial- und Arbeitsminister im Kabinett Noda. Mitsui schloss sein Studium an der Pharmakologischen Shōwa-Hochschule in Setagaya ab und gründete 1975 die Mitsui Yakuhin K.K. in Sapporo (ohne Verbindung zum gleichnamigen Großunternehmen in Tokio), später die Kōyūkai, eine „medizinische Körperschaft“ (iryō hōjin), die mehrere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in Hokkaidō betreibt. In die Politik stieß Mitsui nach der Wahlrechtsreform bei der Shūgiin-Wahl 1996 vor: Im neuen Einmandatswahlkreis Hokkaidō 3 kandidierte er für die Neue Fortschrittspartei (NFP), unterlag aber knapp dem Liberaldemokraten Gaku Ishizaki und dem Demokraten Satoshi Arai. Nach der Auflösung der NFP schloss er sich der Demokratischen Partei an. Bei der Shūgiin-Wahl 2000 kandidierte er nur im Verhältniswahlblock Hokkaidō und zog erstmals ins Parlament ein. Bei der Wahl 2003 wechselte er in den Wahlkreis 2, den er gegen Amtsinhaber Takamori Yoshikawa (LDP) gewann und 2005 und 2009 verteidigte. In der Demokratischen Partei war er unter anderem Vizegeneralsekretär (2004) und 2006 als „nächster Sozial- und Arbeitsminister“ Mitglied des Schattenkabinetts von Ichirō Ozawa. 2010 schloss er sich der neu gegründeten Faktion von Shinji Tarutoko an. Von 2010 bis 2011 (Kabinett Kan) war Mitsui Staatssekretär im Land- und Verkehrsministerium. Im Oktober 2012 berief ihn Yoshihiko Noda als Sozial- und Arbeitsminister in sein umgebildetes Kabinett. Mit rund 50 Millionen Yen Einkommen gehörte Mitsui 2011 zu den wohlhabendsten Mitgliedern des nationalen Parlaments. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor Mitsui seinen Wahlkreis mit 23,2 % der Stimmen wieder an Takamori Ishikawa (35,0 %), verfehlte damit auch eine Wiederwahl im Verhältniswahlblock und schied aus dem Parlament aus.
Takeo Kawamura (jap. 河村 建夫 Kawamura Takeo; * 10. November 1942 in Hagi, Präfektur Yamaguchi) ist ein ehemaliger…Takeo Kawamura (jap. 河村 建夫 Kawamura Takeo; * 10. November 1942 in Hagi, Präfektur Yamaguchi) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, und ehemaliger Minister. Innerhalb der LDP gehört er der Nikai-Faktion an.
Tadatoshi Akiba (jap. 秋葉 忠利, Akiba Tadatoshi; * 3. November 1942) ist ein japanischer Politiker und war von Februar…Tadatoshi Akiba (jap. 秋葉 忠利, Akiba Tadatoshi; * 3. November 1942) ist ein japanischer Politiker und war von Februar 1999 bis April 2011 Bürgermeister von Hiroshima.
Sōichi Aikawa (japanisch 相川 宗一 Aikawa Sōichi; * 13. September 1942 in Urawa-ku; † 25. Januar 2021 in Saitama) war ein…Sōichi Aikawa (japanisch 相川 宗一 Aikawa Sōichi; * 13. September 1942 in Urawa-ku; † 25. Januar 2021 in Saitama) war ein japanischer Politiker und von 2001 bis 2009 der erste Bürgermeister der Stadt Saitama. Aikawa studierte an der Keiō-Universität und graduierte dort 1965. Bevor er Mai 2001 erster Bürgermeister von Saitama wurde, war Aikawa von Oktober 1980 bis April 1991 Abgeordneter im Parlament der Präfektur Saitama sowie für 10 Jahre, von März 1991 bis April 2001, Bürgermeister der Stadt Urawa. Am 24. Mai 2009 verlor Aikawa, der von der LDP und der Kōmeitō unterstützt worden war, die Bürgermeisterwahl gegen den von der oppositionellen Demokratischen Partei gestützten Hayato Shimizu, der ihn am 27. Mai 2009 ablöste.
Katsusada Hirose (jap. 広瀬 勝貞 Hirose Katsusada; * 25. Juni 1942 in Hita, Präfektur Ōita) ist ein japanischer Politiker…Katsusada Hirose (jap. 広瀬 勝貞 Hirose Katsusada; * 25. Juni 1942 in Hita, Präfektur Ōita) ist ein japanischer Politiker und war von 2003 bis 2023 parteiloser Gouverneur von Ōita. Hirose wurde nach seinem Studienabschluss an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio 1966 Beamter im MITI. 1991 wurde er Sekretär von Premierminister Kiichi Miyazawa, 1996 Leiter des Ministersekretariats, zuletzt war er ab 1999 beamteter Staatssekretär (jimujikan) im MITI, ab 2001 im Nachfolgeministerium METI. 2002 endete seine Beamtenlaufbahn. 2003 zog sich in der Präfektur Ōita Gouverneur Morihiko Hiramatsu nach sechs Amtszeiten zurück. Bei der Wahl im April 2003 kandidierte Hirose mit Unterstützung von LDP, Kōmeitō und Neuer Konservativer Partei und konnte den späteren DPJ-Abgeordneten Shūji Kira sowie den Kommunisten Kōzō Abe bei hoher Wahlbeteiligung mit knapp 49 % der Stimmen schlagen. 2007 und 2011 wurde er jeweils gegen nur einen kommunistischen Gegenkandidaten wiedergewählt. Bei der Wahl 2015 unterstützte die DPJ den ehemaligen nationalen Parlamentsabgeordneten und Bürgermeister der Stadt Ōita Ban Kugimiya als Herausforderer, aber Hirose setzte sich mit 62,2 % der Stimmen gegen Kugimiya (32,4 %) und drei weitere Kandidaten für eine vierte Amtszeit durch. 2019 gewann er mit 80 % der Stimmen gegen zwei Kandidaten. Zur Wahl 2023 zog er sich nach fünf Amtszeiten zurück.
Hiroshi Nakai (jap. 中井 洽, Nakai Hiroshi; * 10. Juni 1942 in Changchun, Republik China (heute: Volksrepublik China); †…Hiroshi Nakai (jap. 中井 洽, Nakai Hiroshi; * 10. Juni 1942 in Changchun, Republik China (heute: Volksrepublik China); † 22. April 2017 in Tokio) war ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, zuletzt für die Demokratische Partei, und Minister. Innerparteilich gehörte er den Ozawa- und Kawabata-Gruppen an.
Eitarō Itoyama (jap. 糸山英太郎, Itoyama Eitarō; * 4. Juni 1942 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Unternehmer und…Eitarō Itoyama (jap. 糸山英太郎, Itoyama Eitarō; * 4. Juni 1942 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Unternehmer und Politiker der Liberaldemokratischen Partei.
Masaaki Yamazaki (jap. 山崎 正昭, Yamazaki Masaaki; * 24. Mai 1942 in Ōno, Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker…Masaaki Yamazaki (jap. 山崎 正昭, Yamazaki Masaaki; * 24. Mai 1942 in Ōno, Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP, Hosoda-Faktion), Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für die Präfektur Fukui und von 2013 bis 2016 Präsident des Sangiin. Yamazaki schloss 1965 sein Studium am politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Institut der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Nihon Daigaku ab und arbeitete anschließend für das Bauunternehmen Yamazaki Kensetsu Kōgyō. 1975 wurde er in das Stadtparlament von Ōno gewählt, 1979 für die erste von vier Amtszeiten ins Präfekturparlament von Fukui. Von 1985 bis 1987 war er Vizepräsident des Parlaments, von 1991 bis 1992 Präsident. Den Wechsel in die nationale Politik vollzog Yamazaki bei der Sangiin-Wahl 1992, als er in Fukui (ein Mandat pro Teilwahl) für die Nachfolge des wenige Monate zuvor verstorbenen Tasaburō Kumagai (LDP) kandidierte. Mit knapp 60 % der Stimmen setzte er sich gegen zwei Kandidaten von Rengō no Kai und KPJ durch. 1998, 2004 und 2010 wurde er jeweils mit absoluter Mehrheit im Amt bestätigt. In der Regierung war Yamazaki von Januar bis November 1996 (Kabinett Hashimoto I) parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, von 2003 bis 2005 (Kabinett Koizumi II samt Umbildung) Vizechef des Kabinettssekretariats. Von 2001 bis 2002 führte er den Vorsitz im Sangiin-Geschäftsordnungsausschuss (sangiin giin un’ei iinkai). In der LDP übernahm er von 2005 bis 2009 die Führung des Präfekturverbandes Fukui; 2006 wurde er außerdem Vizevorsitzender der Machimura-Faktion. Von 2007 bis 2009 war er Generalsekretär der LDP-Sangiin-Fraktion. 2012 wurde Yamazaki zum Nachfolger von Hidehisa Otsuji als Vizepräsident des Sangiin gewählt, nach dem LDP-Sieg bei der Sangiin-Wahl 2013 zum Präsidenten der Kammer – nach sechs Jahren, in denen die Demokratische Partei stärkste Kraft im Sangiin gewesen war und den Präsidenten gestellt hatte. Wie die meisten Sangiin-Präsidenten und -Vizepräsidenten war er von 2012 bis 2016 fraktionslos. Yamazaki ist außerdem seit 1990 Präsident des Skiverbands Fukui (Fukui-ken sukī renmei) und seit 2005 Präsident des Pferdesportverbands Fukui (Fukui-ken bajutsu renmei).
Ichirō Ozawa (jap. 小沢 一郎, Ozawa Ichirō, * 24. Mai 1942 in Shitaya (heute: Taitō), Tokio) ist ein japanischer Politiker…Ichirō Ozawa (jap. 小沢 一郎, Ozawa Ichirō, * 24. Mai 1942 in Shitaya (heute: Taitō), Tokio) ist ein japanischer Politiker (LDP→JRP→NFP→LP→DPJ→LF→Mirai→Seikatsu→LP→DVP→KDP→Chūdō) und war von 1969 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Iwate 3. In der Liberaldemokratischen Partei (LDP) einst Generalsekretär, löste er mit seinem Austritt 1993 den erstmaligen Machtverlust der LDP mit aus. In den 1990er Jahren war er danach einer der Führungspolitiker des Umbaus der Parteienlandschaft und führte zeitweise unter anderem zwei große Parteien, die die schon 1994 wiederhergestellte LDP-Regierung beenden sollten, die Neue Fortschrittspartei (NFP), die vorübergehend weite Teile der zersplitterten Opposition sammelte, und die Demokratische Partei (DPJ). Letztere konnte zwar 2009 tatsächlich die LDP in die Opposition zwingen; aber Ozawa, der kurz zuvor vom Parteivorsitz zurückgetreten war, geriet mehrfach in Konflikt mit der Parteiführung und war von Skandalen betroffen. 2012 verließ er die DPJ in Opposition zur vom Parteivorsitzenden Yoshihiko Noda betriebenen Mehrwertsteuererhöhung. Von Januar 2013 bis April 2019 war er (ab 2015: Ko-)Vorsitzender der Liberalen Partei (bis 2016 Seikatsu no Tō).
Akiko Santō (jap. 山東 昭子, Santō Akiko; * 11. Mai 1942 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der…Akiko Santō (jap. 山東 昭子, Santō Akiko; * 11. Mai 1942 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei und war von 2019 bis 2022 Präsidentin des Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, dem sie dreimal (1974–1992, 1995–1996, 2001–2025) für insgesamt acht Wahlperioden angehörte. In der LDP führte sie von 2015 bis 2017 das Banchō Seisaku Kenkyūjo – sie war die erste Frau an der Spitze einer LDP-Faktion. Von 2007 bis 2010 war sie Vizepräsidentin des Oberhauses, von 1990 bis 1991 Wissenschaftsministerin im zweiten Kabinett Kaifu. Nach ihrem Abschluss der Bunka Gakuin, einer Kunstfachschule in Tokio, und einer Karriere in Radio, Film und Fernsehen, kandidierte sie 1974 im damaligen landesweiten Wahlkreis für die LDP. Mit über 120.000 Stimmen erreichte sie Platz 5 und war mit 32 Jahren als damals jüngste Abgeordnete erstmals gewählt. 1978 wurde sie parlamentarische Staatssekretärin in der Umweltbehörde während der Kabinette von Masayoshi Ōhira. Im Oberhaus war sie in den 1980er Jahren Vorsitzende des Auswärtigen sowie des Umweltausschusses. Seit ihrer dritten Wahl 1986 kandidiert Santō über die Verhältniswahl, die den landesweiten Wahlkreis ersetzte. 1990 wurde Santō erst als sechste Frau Ministerin in einem japanischen Kabinett, als sie Premierminister Toshiki Kaifu bei einer Kabinettsumbildung zur Leiterin der Behörde für Wissenschaft und Technologie berief. 1992 wurde sie abgewählt, kehrte aber 1995 als Nachrücker für den verstorbenen Tetsuo Tanabe ins Parlament zurück. 1996 trat sie zurück und versuchte bei der Wahl im Oktober im neu geschaffenen Einzelwahlkreis Kanagawa 6 einen Wechsel ins Unterhaus, unterlag jedoch dem Demokraten Motohisa Ikeda und dem NFP-Kandidaten Ryūshi Tsuchida. Bei der Wahl 2001 kandidierte sie wieder für das Oberhaus. Sie erhielt 147.568 der neu eingeführten Vorzugsstimmen und erzielte damit Platz 17 auf der LDP-Liste, der angesichts des LDP-Wahlerfolges (20 Verhältniswahlmandate) für eine erneute Wahl ausreichte. Als 2007 die LDP den Status als stärkste Partei und die Regierungskoalition ihre Mehrheit (Nejire Kokkai) verlor, wurde Santō für drei Jahre Vizepräsidentin des Oberhauses – als erste Frau auf dem Posten. Zuletzt wurde Santō als Abgeordnete bei der Wahl 2019 mit 133.645 Stimmen (LDP-Listenplatz 18) zum achten Mal gewählt – öfter als jeder andere Oberhausabgeordnete. Am 1. August 2019 wurde sie einstimmig zur Präsidentin des Sangiin gewählt und ist nach Chikage Ōgi die zweite Frau in diesem Amt und blieb bis zur Wahl 2022 im Amt. Bei der Oberhauswahl 2025 erreichte Santō mit 126.381 Stimmen Platz 15 auf der LDP-Liste und war damit bei zwölf Sitzen für die LDP abgewählt.
Masahiko Yamada (jap. 山田 正彦, Yamada Masahiko; * 8. April 1942 in Fukue (heute: Gotō), Präfektur Nagasaki) ist ein…Masahiko Yamada (jap. 山田 正彦, Yamada Masahiko; * 8. April 1942 in Fukue (heute: Gotō), Präfektur Nagasaki) ist ein japanischer Politiker. Zwischen 1993 und 2012 war er mit Unterbrechung für insgesamt fünf Wahlperioden Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, aus Nagasaki.
Tadamasa Kodaira (jap. 小平 忠正, Kodaira Tadamasa; * 18. März 1942 in Iwamizawa, Hokkaidō) ist ein japanischer Politiker.…Tadamasa Kodaira (jap. 小平 忠正, Kodaira Tadamasa; * 18. März 1942 in Iwamizawa, Hokkaidō) ist ein japanischer Politiker. Er war von 1990 bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Hokkaidō 10 als Mitglied der Demokratischen Partei (darin der Hatoyama- und Ex-DSP-Gruppen). Kodaira, der Sohn des langjährigen DSP-Shūgiinabgeordneten Tadashi Kodaira, wurde nach seinem Studium an der Keiō-Universität Angestellter des Handelshauses Tōmen (heute Teil von Toyota Tsūshō). 1972 verließ er das Unternehmen und gründete in Kurisawa einen Viehzuchtbetrieb. Kodairas Vater wurde bei der Shūgiin-Wahl 1986 im fünfmandatigen Wahlkreis Hokkaidō 4 (der Wahlkreis von unter anderem Yukio Hatoyama und Seiichi Ikehata) abgewählt und zog sich aus der Politik zurück. Bei der nächsten regulären Wahl 1990 trat Tadamasa Kodaira für die DSP im Wahlkreis seines Vaters an und wurde mit dem vierthöchsten Stimmenanteil erstmals gewählt. Er wurde 1993 und seit 1996 fünfmal in Folge im neuen Einzelwahlkreis Hokkaidō 10 wiedergewählt. Die Neue Fortschrittspartei, in der die DSP aufgegangen war, verließ er schon 1995 und schloss sich der Neuen Partei Sakigake seines bisherigen Wahlkreiskonkurrenten Hatoyama an. Während des ersten Kabinetts Hashimoto war er parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium. Nach der Gründung der Demokratischen Partei 1996 wurde Kodaira dort der erste Vorsitzende im Präfekturverband Hokkaidō. Später war er unter anderem Vorsitzender im Kommunikationsausschuss und im Landwirtschaftsausschuss des Shūgiin, 2010 übernahm er den Vorsitz im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten. Im 3. umgebildeten Kabinett Noda wurde Kodaira 2012 Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Minister für Verbraucher und Lebensmittelsicherheit. Nach dem Rücktritt von Keishū Tanaka als Justizminister übernahm er zusätzlich für einige Stunden kommissarisch dessen Posten. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 wurde er als einer von acht Ministern im Kabinett aus dem Parlament gewählt, seinen Wahlkreis verlor er erstmals seit der Einführung der Einmandatswahlkreise an Hisashi Inatsu von der Kōmeitō.
Masahiko Kōmura (jap. 高村 正彦, Kōmura Masahiko; * 15. März 1942 in Shūnan in der Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer…Masahiko Kōmura (jap. 高村 正彦, Kōmura Masahiko; * 15. März 1942 in Shūnan in der Präfektur Yamaguchi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der Partei führte er zunächst gemeinschaftlich, dann alleine von 2000 bis 2012 die Kōmura-Faktion. Von 1980 bis 2017 war er für zwölf Wahlperioden Abgeordneter aus Yamaguchi im Unterhaus, ab den 1990er Jahren gehörte er mehrfach der Regierung an, erstmals von 1994 bis 1995 als Wirtschaftsplanungsminister im Kabinett Murayama. Von 2012 bis 2018 war er stellvertretender Parteivorsitzender.
Shōmei Yokouchi (japanisch 横内 正明, Yokouchi Shōmei; * 2. März 1942 in Nirasaki, Präfektur Yamanashi; † 21. April 2020)…Shōmei Yokouchi (japanisch 横内 正明, Yokouchi Shōmei; * 2. März 1942 in Nirasaki, Präfektur Yamanashi; † 21. April 2020) war ein japanischer Politiker. Er war von 2007 bis 2015 Gouverneur von Yamanashi. Yokouchi, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, wurde nach seinem Abschluss 1964 Beamter im Bauministerium. Dort war er ab 1984 Abteilungsleiter (kachō) in der Straßenabteilung, ab 1995 in der Stadtabteilung. 1990 wurde er stellvertretender Leiter des Ministersekretariats (daijin kambō shingikan). Zur Shūgiin-Wahl 1993 wechselte Yokouchi in die Politik und trat als Unabhängiger im fünfmandatigen Wahlkreis Yamanashi an, der die gesamte Präfektur umfasste. Mit dem vierthöchsten Stimmenanteil wurde er für die erste von insgesamt drei Wahlperioden ins Shūgiin gewählt – ab 1996 für den neuen Einzelwahlkreis Yamanashi 3 – und schloss sich der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an. Während des zweiten Kabinetts Hashimoto war er 1997 parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium, von 2001 bis 2002 „Vizeminister“ für Justiz im ersten Kabinett Koizumi. 2002 legte Yokouchi sein Abgeordnetenmandat nieder, um bei der Gouverneurswahl 2003 in Yamanashi um für die Nachfolge von Ken Amano zu kandidieren, der nicht wieder antrat. In einem Feld aus vier Kandidaten unterlag er aber mit 158 zu 167 Tausend Stimmen Takahiko Yamamoto, der die Unterstützung Amanos und beider großer Parteien genoss. Danach kandidierte Yokouchi bei der Wahl im Juli 2004 über die LDP-Verhältniswahlliste für das Sangiin, erhielt aber nur knapp 114 Tausend Stimmen, erreichte damit den 19. Listenplatz und verfehlte damit einen Sitz, da die LDP nur 15 Verhältniswahlmandate gewann. Bei der nächsten Gouverneurswahl in Yamanashi 2007 kandidierte Yokouchi auf Drängen des Furusato Yamanashi o kangaeru kai („Gesellschaft, die an die Heimat Yamanashi denkt“) erneut, der ehemaligen Unterstützerorganisation von Gouverneurskandidat Yukihiko Inoue in der Wahl 2003, und konnte Yamamoto diesmal mit 235 zu 188 Tausend Stimmen schlagen. Yokouchis erste Amtszeit endete im Februar 2011, bei der Wahl am 30. Januar bewarb er sich als „ainori“-Kandidat, also mit Unterstützung aller großer Parteien mit Ausnahme der KPJ, um eine zweite Amtszeit und wurde bei 42 Prozent Wahlbeteiligung mit 83 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.
Hiroyuki Sonoda (jap. 園田 博之, Sonoda Hiroyuki; * 19. Februar 1942 in Kawaura, Landkreis Amakusa (heute: Amakusa)…Hiroyuki Sonoda (jap. 園田 博之, Sonoda Hiroyuki; * 19. Februar 1942 in Kawaura, Landkreis Amakusa (heute: Amakusa), Präfektur Kumamoto; † 11. November 2018) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Abgeordneter des japanischen Unterhauses für den Verhältniswahlblock Kyūshū. Sonoda, Absolvent der Nihon Daigaku, arbeitete nach seinem Studienabschluss bis 1983 für das Fischereiunternehmen Nichiro Gyogyō K.K. (heute Teil von K.K. Maruha Nichiro Holdings). Nach dem Tode seines Vaters, des Abgeordneten und ehemaligen Außen- und Sozialministers Sunao Sonoda, kandidierte er bei der Wahl 1986 in dessen Unterhauswahlkreis. Den fünfmandatigen 2. Wahlkreis Kumamoto gewann er als Unabhängiger (mit Unterstützung der Fukuda-Faktion) mit 73.252,258 Stimmen auf Platz eins – die „Bruchteilstimmen“ resultierten daraus, dass die Ehefrau seines Vaters, Tenkōkō Sonoda, die bereits 1946 einer der ersten Frauen im Parlament gewesen war, 1986 im gleichen Wahlkreis kandidierte. Sonoda schloss sich zunächst der LDP an. 1993 verließ er die Partei im Vorfeld der Unterhauswahl und beteiligte sich an der Gründung der Neuen Partei Sakigake von Masayoshi Takemura. Dort war er 1993 bis 1994 und 1996 Generalsekretär (daihyō kanji), nach dem Weggang von Naoto Kan und Yukio Hatoyama 1996 weiter für kurze Zeit Generalsekretär (nun kanjichō). In den Kabinetten von Tomiichi Murayama war er dazwischen von 1994 bis 1996 stellvertretender Chefkabinettssekretär. Seit der Wahl von 1996 tritt Sonoda im Einzelwahlkreis Kumamoto 4 an, den er nach seiner Einrichtung sieben Mal in Folge klar für sich entscheiden konnte. Nach der Auflösung (Umbenennung) der Neuen Partei Sakigake 1998 kehrte er 1999 in die LDP zurück und schloss sich der Katō-/Ozata-/Tanigaki-Faktion an. Unter dem Parteivorsitzenden Sadakazu Tanigaki war Sonoda stellvertretender Generalsekretär (kanjichō-dairi) von 2009 bis zum März 2010, als er zurücktrat, was er mit Meinungsverschiedenheiten in der Parteiführung begründete. Im April 2010 verließ Sonoda die LDP und beteiligte sich an der Gründung von Tachiagare Nippon, wo er als Generalsekretär die wichtigste Position hinter den Vorsitzenden Hiranuma und Yosano einnahm. 2012 ging die Partei in der Nippon Ishin no Kai des ehemaligen Gouverneurs von Ōsaka Tōru Hashimoto auf. Für diese konnte Sonoda bei der Unterhauswahl 2012 eines von nur zwei Direktmandaten außerhalb der Präfektur Ōsaka gewinnen. Die großen Parteien hatten keine Gegenkandidaten nominiert, nur der inzwischen parteilose ehemalige Abgeordnete Masayoshi Yagami und eine Kommunistin traten gegen Sonoda an. Im Sommer 2014 begründete Sonoda mit weiteren Abgeordneten um Shintarō Ishihara und Hiranuma die „Partei der nächsten Generation“. 2015 kehrte er ebenso wie Hiranuma in die LDP zurück. Zur Unterhauswahl 2017 verlor Kumamoto einen Unterhauswahlsitz, die LDP-Kandidatur in Kumamoto 4 übernahm Yasushi Kaneko (vorher Wahlkreis 5) und Sonoda wechselte in den Verhältniswahlblock, wo die LDP ihn vor die Doppelkandidaten alleine auf den Listenplatz 1 setzte und er sicher wiedergewählt wurde. Ab Ende 2017 war er wiederholt im Krankenhaus, im 11. November 2018 starb Sonoda an einer Lungenentzündung in einem Tokioter Krankenhaus.
Yasuo Ichikawa (jap. 一川 保夫, Ichikawa Yasuo; * 6. Februar 1942 in Komatsu, Präfektur Ishikawa) ist ein japanischer…Yasuo Ichikawa (jap. 一川 保夫, Ichikawa Yasuo; * 6. Februar 1942 in Komatsu, Präfektur Ishikawa) ist ein japanischer Politiker. Er war Abgeordneter im Präfekturparlament Ishikawa und in beiden Kammern des nationalen Parlaments, zuletzt für die Demokratische Partei (Ozawa-Gruppe), und von 2011 bis 2012 Verteidigungsminister im Kabinett. Ichikawa, der Sohn eines Präfekturparlamentsabgeordneten, studierte an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Mie und wurde anschließend Beamter im Landwirtschaftsministerium. 1990 beendete er seine Beamtenlaufbahn und folgte seinem Vater ins Parlament der Präfektur Ishikawa, in dem er für die Liberaldemokratische Partei (LDP) zwei Amtsperioden saß. 1993 schloss er sich der Erneuerungspartei von Ichirō Ozawa und Tsutomu Hata an. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 kandidierte er für die Neue Fortschrittspartei im neuen Einmandatswahlkreis Ishikawa 2, dem Wahlkreis von Yoshirō Mori. Er verlor zwar, wurde aber über den Verhältniswahlblock Hokuruku-Shin’etsu gewählt, 2000 für die Liberale Partei und 2003 für die Demokratische Partei wiedergewählt. 2005 unterlag er im Wahlkreis zum vierten Mal Yoshirō Mori und verfehlte angesichts des insgesamt schlechten Abschneidens der Demokraten auch die Wiederwahl im Block. Bei der Sangiin-Wahl 2007 kandidierte Ichikawa in Ishikawa für die Nachfolge von Tetsuo Kutsukake (ehemals Liberaldemokrat, nun Demokrat), der nicht erneut kandidierte. Ichikawa gewann mit rund viertausend Stimmen Vorsprung auf den ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Tomitarō Yata (LDP) und zog damit für sechs Jahre ins Sangiin ein. Dort war er unter anderem Vorsitzender des Katastrophenausschusses. In der Demokratischen Partei führt er seit 2010 den Präfekturverband Ishikawa. Im September 2011 berief ihn der dritte Demokratische Premierminister Yoshihiko Noda als Verteidigungsminister in sein Kabinett. Zum Amtsantritt bezeichnete er sich als Amateur in sicherheitspolitischen Fragen, was ein Beleg für das Funktionieren der verfassungsmäßig festgeschriebenen zivilen Kontrolle über die Selbstverteidigungskräfte sei; die Opposition reagierte mit Rücktrittsforderungen. Im November blieb er einem Empfang des Kaiserlichen Hofes für das bhutanische Königspaar fern, um bei einer Parteiveranstaltung politische Spenden zu sammeln. Nach mehreren umstrittenen Äußerungen im November und Dezember 2011 im Zusammenhang mit der US-Militärpräsenz in Okinawa verabschiedete das Sangiin im Dezember 2012 eine rechtlich nicht zum Rücktritt zwingende „Rügeresolution“ (monseki ketsugi). Im Januar 2012 wurde er bei einer Kabinettsumbildung durch Naoki Tanaka (ebenfalls Ozawa-Gruppe) ersetzt. Kurz darauf wurde er Generalsekretär der Sangiin-Fraktion der Demokratischen Partei. Bei der Sangiin-Wahl 2013 unterlag Ichikawa deutlich dem Liberaldemokraten Shūji Yamada. 2014 kandidierte er wieder für das Shūgiin, aber nur bei der Verhältniswahl im Block Hokuriku-Shin’etsu auf dem den Doppelkandidaten nachgeordneten Platz 14 der demokratischen Liste – aussichtslos: nur zwei der Doppelkandidaten gewannen ihre Wahlkreise und bei der Verhältniswahl gewannen die Demokraten drei Sitze.
Michihiko Kano (jap. 鹿野 道彦, Kano Michihiko; * 24. Januar 1942 in Yamagata, Präfektur Yamagata; † 21. Oktober 2021) war…Michihiko Kano (jap. 鹿野 道彦, Kano Michihiko; * 24. Januar 1942 in Yamagata, Präfektur Yamagata; † 21. Oktober 2021) war ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei (DPJ). Er war bis 2012 Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, für den 1. Wahlkreis Yamagata und von September 2010 bis Juni 2012 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei in den Kabinetten Kan, 1. Umbildung, 2. Umbildung, Noda und 1. Umbildung.
Jun’ichirō Koizumi (japanisch 小泉 純一郎 Koizumi Jun’ichirō; * 8. Januar 1942 in Yokosuka, Japan) ist ein japanischer…Jun’ichirō Koizumi (japanisch 小泉 純一郎 Koizumi Jun’ichirō; * 8. Januar 1942 in Yokosuka, Japan) ist ein japanischer Politiker. Er war von 2001 bis 2006 Vorsitzender der Regierungspartei LDP und Premierminister Japans.
Lee Myung-bak (koreanisch 이명박, Aussprache: [i.mjʌŋ.bak̚], * 19. Dezember 1941 in Osaka, Präfektur Osaka, Japan) ist ein…Lee Myung-bak (koreanisch 이명박, Aussprache: [i.mjʌŋ.bak̚], * 19. Dezember 1941 in Osaka, Präfektur Osaka, Japan) ist ein südkoreanischer Politiker. Er amtierte vom 25. Februar 2008 bis zum 24. Februar 2013 als Präsident Südkoreas, zuvor war er Bürgermeister von Seoul. Er ist Mitglied der konservativen Saenuri-Partei. Lee sprach sich in programmatischer Hinsicht für eine stärkere Marktorientierung in der Wirtschaft und eine kompromisslosere Linie gegenüber Nordkorea aus.
Takeshi Noda (jap. 野田 毅 Noda Takeshi; * 3. Oktober 1941 in Tokio, Tokio (heute Suginami, Tokio) als 小立毅 Kodachi…Takeshi Noda (jap. 野田 毅 Noda Takeshi; * 3. Oktober 1941 in Tokio, Tokio (heute Suginami, Tokio) als 小立毅 Kodachi Takeshi) ist ein japanischer Politiker und war bis 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Kumamoto 2 und mehrfach Minister. Durchgehend seit den 2000er Jahren gehört er der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin zuletzt der Ishihara-Faktion; vorherige Zugehörigkeiten waren LDP→Kōshikai→„Liberaler Reformbund“→NFP→LP→KP→Konservativer Klub. Kodachi, Sohn eines 1945 verstorbenen Professors an der Nihon Daigaku, schloss 1964 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio ab und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. 1968 wurde er von seinem Schwiegervater adoptiert, dem Abgeordneten Takeo Noda aus Kumamoto (vor 1963 aus Kanagawa; Minseitō→Yokusan Seijikai→…→DVP→…→DPJ→LDP). Dieser starb 1972, und bei der Abgeordnetenhauswahl 1972 bewarb sich Noda im damaligen Fünfmandatswahlkreis Kumamoto 1 als einer von fünf LDP-Kandidaten erfolgreich für die Nachfolge. Er wurde danach bis einschließlich 2017 15-mal in Folge wiedergewählt, nach der Wahlrechtsreform ab 1996 im neuen Einmandatswahlkreis Kumamoto 2, 2003 und 2009 nur im Verhältniswahlblock Kyūshū. Im Juni 1989 wurde Noda Bauminister im Kabinett Uno, das aber nach der Senatswahlniederlage im Juli schon im August wieder zurücktrat. Im Kabinett Miyazawa war er 1991–92 Wirtschaftsplanungsminister. Als die LDP 1994 die Große Koalition schloss, verließ Noda mit anderen Gegnern der Zusammenarbeit mit den Sozialisten die LDP und wurde letztlich Mitglied der NFP. Bei deren Auflösung schloss er sich der Liberalen Partei an. Nach der Senatswahl 1998 ging die LP eine Regierungskoalition mit der LDP ein, und Noda wurde Anfang 1999 im Koalitionskabinett Obuchi bis Oktober 1999 Minister für Selbstverwaltung und Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit. Bei der Spaltung der LP über den Verbleib in der Koalition im Jahr 2000 gehörte er zu den Befürwortern einer Fortsetzung der Regierungszusammenarbeit, den Gründern der Konservativen Partei. Dort war er zunächst Generalsekretär, ab 2001 Parteivorsitzender. Als die Konservative Partei aber 2002 weitgehend in der Neuen Konservativen Partei aufging, verließ er mit einigen anderen Mitgliedern stattdessen die Partei (übergangsweise Hoshu Club, „Konservativer Klub“) und kehrte in die LDP zurück. Dort sollte er sich zunächst nach der „Costa-Rica-Methode“ (コスタリカ方式 kosuta rika hōshiki) die Kandidatur Kumamoto 2 mit Takeshi Hayashida alternierend teilen und kandidierte 2003 und 2009 nur im Verhältniswahlblock Kyūshū. Nach der Niederlage Hayashidas 2009 wurde Noda der alleinige LDP-Kandidat in Kumamoto 2. Für die Abgeordnetenhauswahl 2017 wollte die LDP Japan eigentlich den über 30 Jahre jüngeren ehemaligen Finanzministeriumsbeamten Daisuke Nishino im Wahlkreis Kumamoto 2 nominieren, aber die LDP Kumamoto lehnte dies ab, und die Nationalpartei fügte sich letztlich dem Präfekturverband: Nishino kandidierte als Unabhängiger (34,5 %), Noda blieb mit 47,5 % der Stimmen siegreich. Bei der Wahl 2021 erhielt Nishino wieder als Unabhängiger, aber mit Unterstützung einzelner LDP-Politiker, vor allem Makoto Koga aus der Nachbarpräfektur Fukuoka, 60 % der Stimmen, Noda nur noch 33 % und war klar abgewählt.
Satsuki Eda (japanisch 江田 五月, Eda Satsuki; * 22. Mai 1941 in Nagaoka, Saiden, Jōtō-gun (heute: Nagaoka, Naka-ku…Satsuki Eda (japanisch 江田 五月, Eda Satsuki; * 22. Mai 1941 in Nagaoka, Saiden, Jōtō-gun (heute: Nagaoka, Naka-ku, Okayama), Präfektur Okayama; † 28. Juli 2021 in Okayama) war ein japanischer Politiker (Shakai shimin rengō („Sozialistischer Bürgerbund“)→Shakaiminshu rengō („Sozialdemokratischer Bund“)→Nihon Shintō („Neue Japan-Partei“)→Shinshintō („Neue Fortschrittspartei“)→parteilos→Minshutō („Demokratische Partei“)→Minshintō („Demokratische Fortschrittspartei“)). Von 1977 bis 2016 war er mit nur zwei Unterbrechungen Mitglied im Nationalparlament, zuletzt ab 1998 für seine Heimatpräfektur Okayama im Oberhaus, dem er von 2007 bis 2010 als Präsident vorsaß. Im Anti-LDP-Koalitionskabinett Hosokawa 1993–1994 und erneut im Kabinett Kan 2011 war Eda Minister.
Takebe Tsutomu (japanisch 武部 勤; * 1. Mai 1941 in Shari, Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der…Takebe Tsutomu (japanisch 武部 勤; * 1. Mai 1941 in Shari, Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Er war unter anderem zwischen 2001 und 2002 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei sowie von 2004 bis 2006 Generalsekretär der LDP.
Seishirō Etō (jap. 衛藤 征士郎 Etō Seishirō; * 29. April 1941 in der Stadt Kusu, Landkreis Kusu, Präfektur Ōita, nach…Seishirō Etō (jap. 衛藤 征士郎 Etō Seishirō; * 29. April 1941 in der Stadt Kusu, Landkreis Kusu, Präfektur Ōita, nach anderen Angaben in Zenranan-dō/Jeollanam-do („Provinz“/„Präfektur“ Süd-Zenra/-Jeolla; damals inkl. Gwangju und Jeju), Chōsen/Korea) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin bis zur Auflösung der Abe-Faktion. Er war ohne Unterbrechung von 1983 bis 2024 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, zuletzt für den 2. Wahlkreis Ōita. Von 2009 bis 2012 war er Shūgiin-Vizepräsident, von 1995 bis 1996 Verteidigungsminister seines Landes.
Satoshi Morimoto (jap. 森本 敏, Morimoto Satoshi; * 15. März 1941 in Tokio, Präfektur Tokio) ist ein japanischer…Satoshi Morimoto (jap. 森本 敏, Morimoto Satoshi; * 15. März 1941 in Tokio, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Wissenschaftler, ehemaliger Soldat und Beamter und war von Juni bis Dezember 2012 Verteidigungsminister im Kabinett Noda (2. und 3. Umbildung). Morimoto besuchte Grund- und Mittelschule in Ashiya in der Präfektur Hyōgo, anschließend eine Oberschule in Toyonaka in der Präfektur Ōsaka. Er absolvierte danach die Verteidigungsakademie (Bōei Daigakkō) und trat dann in die Luftselbstverteidigungsstreitkräfte ein. 1977 wurde er in das Sicherheitsvertragsbüro der Amerikaabteilung des Außenministeriums entsandt. Zwei Jahre später verließ er den Dienst der Selbstverteidigungsstreitkräfte und wechselte ganz ins Außenministerium, für das er unter anderem in der Botschaft in Washington tätig war und ein Graduiertenstudium an der Tufts University absolvierte. Seit den 1990er Jahren übernahm er vermehrt Forschungs- und Lehraufträge, unter anderem an der Keiō-Universität, der Chūō-Universität und seit 2000 als Professor an der Takushoku-Universität. Von August bis September 2009 war er Berater des Verteidigungsministers (bōei-daijin hosakan, ein neu geschaffenes Amt) Yasukazu Hamada (Liberaldemokrat aus der Präfektur Chiba). 2012 wurde Morimoto von Premierminister Yoshihiko Noda (Demokrat aus der Präfektur Chiba) bei einer Kabinettsumbildung zum Nachfolger von Verteidigungsminister Naoki Tanaka berufen, der nach einer Rügeresolution des Sangiin abberufen worden war. Erstmals wurde kein Politiker als Verteidigungsminister berufen, Oppositionspolitiker kritisierten seine Berufung als Beleg für die mangelnde sicherheitspolitische Kompetenz der regierenden Demokratischen Partei.
Tsuneo Suzuki (jap. 鈴木 恒夫, Suzuki Tsuneo; * 10. Februar 1941 in Yokohama) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Für…Tsuneo Suzuki (jap. 鈴木 恒夫, Suzuki Tsuneo; * 10. Februar 1941 in Yokohama) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Für die Liberaldemokratische Partei (LDP) war er von 1986 bis 2009 mit Unterbrechung Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, und 2008 Minister für Bildung, Sport, Wissenschaft und Technologie. Innerhalb der LDP gehörte er zur Asō-Faktion.
Yorikane Masumoto (jap. 桝本 賴兼, Masumoto Yorikane; * 29. Januar 1941 in Mandschukuo) ist ein japanischer Politiker und…Yorikane Masumoto (jap. 桝本 賴兼, Masumoto Yorikane; * 29. Januar 1941 in Mandschukuo) ist ein japanischer Politiker und war von Februar 1996 bis Februar 2008 der 25. Bürgermeister von Kyōto. Masumoto wurde 1941 in der Mandschurei geboren. Im Alter von vier Jahren kehrten er und seine Eltern nach Japan zurück und ließen sich in der Präfektur Kyōto nieder. Masumoto wuchs in Kumihama auf, einer Gemeinde, die 2004 in der Stadt Kyōtango aufging. Masumoto studierte an der Chūō-Universität, an deren Jurafakultät er 1963 graduierte. 1996 wurde er erstmals zum Bürgermeister von Kyōto gewählt. In dieser Funktion war er auch Präsident der 1994 gegründeten Liga Historischer Städte (League of Historical Cities, LHC).
Yoriko Kawaguchi (jap. 川口 順子, Kawaguchi Yoriko; * 14. Januar 1941 in Tokio) ist eine japanische Politikerin der…Yoriko Kawaguchi (jap. 川口 順子, Kawaguchi Yoriko; * 14. Januar 1941 in Tokio) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP, ohne Faktion) und ehemalige Ministerin. Sie war von 2005 bis 2013 Abgeordnete des Sangiin, des japanischen Oberhauses.
Takahiro Yokomichi (jap. 横路 孝弘, Yokomichi Takahiro; * 3. Januar 1941 in Sapporo, Hokkaidō; † 2. Februar 2023) war ein…Takahiro Yokomichi (jap. 横路 孝弘, Yokomichi Takahiro; * 3. Januar 1941 in Sapporo, Hokkaidō; † 2. Februar 2023) war ein japanischer Politiker und war von 1996 bis 2017 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 1. Wahlkreis Hokkaidō. Von 1983 bis 1995 war er Gouverneur von Hokkaidō, von 2005 bis 2009 Shūgiin-Vizepräsident, anschließend bis 2012 -Präsident. Von 2016 bis 2017 gehörte er zur Demokratischen Fortschrittspartei (engl. DP), innerhalb der Partei führte er die Yokomichi-Gruppe (offiziell: 新政局懇談会, Shin-seikyoku Kondankai), die ihren Ursprung in der Demokratischen Partei (engl. DPJ) hatte und ursprünglich überwiegend aus ehemaligen Sozialdemokraten bzw. Sozialisten bestand.
Motohisa Ikeda (jap. 池田 元久, Ikeda Motohisa; * 20. Dezember 1940 in Fujisawa, Präfektur Kanagawa; † 22. Januar 2024 in…Motohisa Ikeda (jap. 池田 元久, Ikeda Motohisa; * 20. Dezember 1940 in Fujisawa, Präfektur Kanagawa; † 22. Januar 2024 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Demokratischen Partei (Kan-Gruppe) und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, für den 6. Wahlkreis Kanagawa. Ikeda arbeitete nach seinem Studienabschluss 1964 an der politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität für den öffentlichen Rundfunksender NHK. 1989 verließ er den Sender, um in die Politik zu wechseln. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 bewarb er sich als Kandidat der Sozialistischen Partei Japans (SPJ) im viermandatigen Wahlkreis Kanagawa 4 und wurde mit dem dritthöchsten Stimmenanteil gewählt. Allerdings verfehlte er bei der Wahl 1993 – der Wahlkreis war auf fünf Mandate aufgestockt worden – den fünfthöchsten Stimmenanteil um rund 3.500 Stimmen. 1994 wurde er Dozent an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der Universität Kanagawa. Nach der Wahlrechtsreform kandidierte Ikeda seit 1996 für die Demokratische Partei im neuen Einzelwahlkreis Kanagawa 6, der Teile der Stadt Yokohama umfasst. Nach zwei Siegen verlor er den Wahlkreis 2003 an Isamu Ueda (Kōmeitō), wurde aber noch über den Verhältniswahlblock Süd-Kantō wiedergewählt. 2005 musste er zunächst erneut aus dem Shūgiin ausscheiden, kehrte aber 2006 nach dem Rücktritt von Hisayasu Nagata im Livedoor-Skandal als Nachrücker ins Parlament zurück. Beim demokratischen Wahlsieg 2009 konnte er seinen Wahlkreis zurückgewinnen. Im Shūgiin war er unter anderem Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses (2002–2004) und des Disziplinarausschusses (2007–2009). 2010 wurde er nach Antritt des neuen Premierministers Naoto Kan zunächst „Vizeminister“ im Finanzministerium, im September 2010 dann im Wirtschaftsministerium. Von 2011 bis 2012 war er Vorsitzender des Shūgiin-Sozialausschusses. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 erhielt er in seinem Wahlkreis nur den dritthöchsten Stimmenanteil und verlor den Wahlkreissitz erneut an Isamu Ueda; als siebtbester Wahlkreisverlierer auf der Liste der Demokraten in Süd-Kantō verfehlte er auch ein Verhältniswahlmandat.
Fumio Kyūma (jap. 久間 章生, Kyūma Fumio; * 4. Dezember 1940 in Minami-Shimabara) ist ein japanischer Politiker und war von…Fumio Kyūma (jap. 久間 章生, Kyūma Fumio; * 4. Dezember 1940 in Minami-Shimabara) ist ein japanischer Politiker und war von 1980 bis 2009 im japanischen Parlament vertreten. Im Jahre 2007 fungierte er als erster offizieller Verteidigungsminister des Landes. Kyūma schloss 1964 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tokyo ab. 1971 wurde er in das Parlament der Präfektur Nagasaki gewählt. Auch zwischen 1996 und 1998 war er für die Landesverteidigung zuständig, allerdings wurde dieser Politikbereich erst im Jahr 2007 in den Kabinettsrang des Ministeriums erhoben. Kyūmas Amtszeit als Verteidigungsminister fand durch Äußerungen zum Atombombenabwurf auf Nagasaki ein schnelles Ende. Am 30. Juni 2007 bekundete er in einer Rede in der Reitaku-Universität, dass er im Laufe seines Lebens akzeptiert habe, dass der Atombombenabwurf zur Beendigung des Krieges nötig gewesen sei. Obwohl er durch diese Aussage bereits das japanische Tabu über die Atombombenabwürfe herausgefordert hatte, machte er sich dabei eine in der japanischen Gesellschaft verbreitete, hauptsächlich fatalistisch geprägte Haltung zu eigen, die als Shikata ga nai („Es ist nicht zu ändern.“, „Da kann man nichts machen.“) bekannt ist. Diese Hinnahme gesellschaftlich relevanter Ereignisse ist als mögliches Hemmnis für den Aufbau und den Erhalt des allgemeinen zivilgesellschaftlichen Engagements in der öffentlichen Diskussion präsent. Kyūma hielt eine Entschuldigung trotz Protesten von vielen Seiten für nicht notwendig und versuchte zunächst, seine Aussagen zu relativieren und einzuordnen. Seine am 1. Juli ausgesprochene Entschuldigung wurde daher kaum noch wahrgenommen, sodass er sich am 3. Juli zum Rücktritt entschloss, um nach eigener Aussage den Ruf des Premierministers Shinzō Abe nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Am 4. Juli ernannte Abe Yuriko Koike zu Kyūmas Nachfolgerin. Kyūma steht, wie Premier Abe und weitere Kabinett- und LDP-Parteimitglieder, der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi nahe.
Yoshitada Kōnoike (japanisch 鴻池 祥肇, Kōnoike Yoshitada; * 28. November 1940 in Amagasaki, Präfektur Hyōgo; † 25.…Yoshitada Kōnoike (japanisch 鴻池 祥肇, Kōnoike Yoshitada; * 28. November 1940 in Amagasaki, Präfektur Hyōgo; † 25. Dezember 2018) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter des Sangiin, des Oberhauses, und früherer Minister für Katastrophenschutz. In der LDP gehörte er zur Asō-Faktion. Von 2008 bis 2009 war er stellvertretender Chefkabinettssekretär im Kabinett Asō.
Kansei Nakano (jap. 中野 寛成, Nakano Kansei; * 26. November 1940 in Nagasaki, Präfektur Nagasaki) ist ein ehemaliger…Kansei Nakano (jap. 中野 寛成, Nakano Kansei; * 26. November 1940 in Nagasaki, Präfektur Nagasaki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Demokratischen Partei (Kawabata-Gruppe), Abgeordneter im Shūgiin für den 8. Wahlkreis Osaka und ehemaliger Minister.
Yoshinobu Ishikawa (japanisch 石川 嘉延 Ishikawa Yoshinobu; * 24. November 1940 in Sazuka, Ogasa-gun (heute: Kakegawa)…Yoshinobu Ishikawa (japanisch 石川 嘉延 Ishikawa Yoshinobu; * 24. November 1940 in Sazuka, Ogasa-gun (heute: Kakegawa), Präfektur Shizuoka) ist ein japanischer Politiker und ehemaliger Gouverneur der Präfektur Shizuoka.
Kōki Ishii (jap. 石井 紘基, Ishii Kōki; * 6. November 1940 in Tokio; † 25. Oktober 2002 ebenda) war ein japanischer…Kōki Ishii (jap. 石井 紘基, Ishii Kōki; * 6. November 1940 in Tokio; † 25. Oktober 2002 ebenda) war ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments. Ishii studierte an der Chūō-Universität, wo er sich in der studentischen Selbstverwaltung engagierte, dem Graduiertenkolleg der Waseda-Universität und an der Lomonossow-Universität und wurde später Sekretär von Satsuki Eda, dem Sohn des Ex-Sozialisten Saburō Eda. 1978 beteiligte er sich mit Eda, Naoto Kan und anderen an der Gründung des Shakaiminshu Rengō („Sozialdemokratischer Bund“, SDF). 1992 wurde er Mitglied der Nihon Shintō (JNP), für die er bei der Shūgiin-Wahl 1993 – der letzten nach altem Wahlrecht in Mehrmandatswahlkreisen – im viermandatigen Wahlkreis Tokio 3 antrat. Mit 23,6 % der Stimmen erzielte er den höchsten Stimmenanteil. Für das Kabinett Hata wurde er 1994 parlamentarischer Staatssekretär in der „Behörde für allgemeine Angelegenheiten“. Nach dem Zusammenbruch der Anti-LDP-Koalition 1994 beteiligte er sich nicht an der Gründung der Shinshintō (NFP), sondern schloss sich zunächst dem Jiyū Rengō („Liberale Liga“, LL) an, den er 1995 zeitweise als Parteivorsitzender führte. Später wechselte er zur Shintō Sakigake (NPH) und 1996 zur neugegründeten Minshutō (DPJ). Nach der Wahlrechtsreform kandidierte er 1996 im neuen Einmandatswahlkreis Tokio 6, wo er zwar Tetsundo Iwakuni (NFP) und Takao Ochi (LDP) unterlag, aber ein Mandat bei der neu eingeführten Verhältniswahl im Block Tokio. 2000 gewann er das Wahlkreismandat. 2002 wurde er in Setagaya von einem Rechtsradikalen erstochen. Seinen Wahlkreis gewann bei der resultierenden Nachwahl Yōko Komiyama (DPJ).
Hidehisa Otsuji (japanisch 尾辻 秀久 Otsuji Hidehisa; * 2. Oktober 1940 in Kagoshima) ist ein japanischer Politiker (LDP…Hidehisa Otsuji (japanisch 尾辻 秀久 Otsuji Hidehisa; * 2. Oktober 1940 in Kagoshima) ist ein japanischer Politiker (LDP, bis zur Auflösung Motegi-Faktion), ehemaliger Senator für Kagoshima, Vize- und von 2022 bis 2024 Präsident des Senats sowie ehemaliger Sozial- und Arbeitsminister. Otsuji, der Sohn eines kaiserlichen Marineoffiziers auf dem 1943 nahe der Salomonen gesunkenen Zerstörers Yūgiri, besuchte die mit der Wiederbewaffnung eingerichtete Verteidigungsakademie (bōei daigakkō). Er brach das Studium ab, nachdem auch seine Mutter gestorben war, um seiner Schwester Nori (später Abgeordnete im Präfekturparlament Kagoshima) ein Studium zu ermöglichen. Ein später 1964 begonnenes Studium an der Universität Tokio nahm er nach einer mehrjährigen Weltreise 1966 bis 1971 nicht wieder auf. In die aktive Politik trat Otsuji 1979 ein, als er für die erste von zwei Wahlperioden ins Präfekturparlament gewählt wurde. Bei der Repräsentantenhauswahl 1986 versuchte er den Wechsel in die Nationalpolitik: Im damaligen SNTV-Viermandatswahlkreis Kagoshima 1 kandidierte er ohne Parteinominierung, landete aber nur auf dem sechsten Platz hinter fünf Kandidaten von LDP und SPJ. Bei der Senatswahl 1989 trat er für die LDP im Verhältniswahlwahlkreis an und war auf Listenplatz 9 trotz nur 15 Sitzen für die LDP relativ sicher gewählt. 1995 auf Platz 6 wiedergewählt, erhielt er bei den Wahlen 2001 und 2007 nach der Einführung der Vorzugsstimmen bei der Verhältniswahl landesweit jeweils über 200.000 Stimmen und erreichte damit jeweils den siebten Platz auf der LDP-Liste. Als sich Yoshito Kajiya zur Wahl 2013 aus der Politik zurückzog, übernahm Otsuji die LDP-Mehrheitswahlkandidatur im heimatlichen Kagoshima und gewann gegen zersplitterte Opposition souverän mit absoluter Mehrheit. 2019 erhielt er gegen Chihiro Gōhara als Einheitskandidat der Opposition und den unabhängig kandidierenden ehemaligen Bürgermeister von Kirishima Shūji Maeda nur rund 47 % der Stimmen, war aber mit immer noch deutlichem Vorsprung von knapp 80.000 Stimmen auf Gōhara wiedergewählt. Im Senat war Otsuji 1998 bis 1999 Vorsitzender des damaligen „Volkssozialausschusses“ (kokumin-fukushi-iinkai), von 2006 bis 2007 Vorsitzender des Haushaltsausschusses. Im umgebildeten zweiten und im dritten Kabinett Koizumi war er von 2004 bis 2005 Sozial- und Arbeitsminister. Nach der Wahlniederlage 2007, als die LDP erstmals seit der Gründung nicht mehr stärkste Partei im Senat war, übernahm Otsuji den Vorsitz der Generalversammlung der LDP-Senatoren (Sangiin giin-sōkai; bedeutender als und nahezu, aber nicht ganz identisch mit der Fraktion im engeren Sinne). Nach der Wahl 2010 wurde Otsuji zum Vizepräsidenten des Senats gewählt, trat aber schon vor Ende der Wahlperiode 2012 zurück, um bis 2015 den Vorsitz der Nippon Izokukai, des japanischen Verbandes der Kriegshinterbliebenen, von Makoto Koga (ebenfalls LDP-Politiker) zu übernehmen. Nach der Senatswahl 2022 wurde er als Nachfolger von Akiko Santō zum Präsidenten gewählt. In seine Amtszeit als Präsident fiel der Ausschluss von Yoshikazu Higashitani (als YouTuber GaaSyy), dem ersten Ausschluss eines Abgeordneten einer Kammer des Nationalparlaments seit 1951. Im Oktober 2024 kündigte Otsuji aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug vom Präsidium an. In der nächsten, 215. Nationalparlamentssitzung wurde am 11. November 2024 Masakazu Sekiguchi zu seinem Nachfolger gewählt. Zur Wahl 2025 trat Otsuji nicht mehr an; seinen Sitz gewann seine Tochter und ehemalige Abgeordnetensekretärin Tomomi (ohne Parteinominierung mit KDP-Unterstützung; 2026 zur Fraktion Team Mirai/Mushozoku no kai) gegen den ehemaligen Verhältniswahlsenator Shūkō Sonoda (LDP).
Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und…Tarō Asō (jap. 麻生 太郎 Asō Tarō; * 20. September 1940 in Iizuka, Präfektur Fukuoka) ist ein japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des Nationalparlaments, für den 8. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka und Vizepräsident (fuku-sōsai) der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Innerhalb der LDP führt er die Asō-Faktion, die nach dem Kickbackskandal 2024 einzige in bisheriger Form verbliebene LDP-Faktion. Von September 2008 bis September 2009 war er der Premierminister Japans und LDP-Vorsitzender und war von 2012 bis 2021 Finanzminister. Zudem ist er Sonderberater der ultranationalistisch geprägten Nippon Kaigi.
Makoto Koga (jap. 古賀 誠, Koga Makoto; * 5. August 1940 in Setaka (heute: Miyama), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger…Makoto Koga (jap. 古賀 誠, Koga Makoto; * 5. August 1940 in Setaka (heute: Miyama), Präfektur Fukuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Von 2006 bis 2012 führte er in der LDP die Koga-Faktion (offiziell: Kōchikai). Ab 1980 gehörte Koga für den fünfmandatigen 3. Wahlkreis der Präfektur Fukuoka, ab 1996 für den Einmandatswahlkreis 7 dem Unterhaus an und war durchgehenden Mitglied des Kōchikai, das sich im November 2000 in die späteren Tanigaki- und Koga-Faktionen spaltete und 2008 wieder vereinigte. Von 1996 bis 1997 war Koga Verkehrsminister, in der LDP von 1998 bis 2000 Vorsitzender des Ausschusses für Parlamentsangelegenheiten, von 2000 bis 2001 Generalsekretär und von 2007 bis 2009 Vorsitzender des Wahlkampfausschusses. Bei der Unterhauswahl 2012 kandidierte er nicht mehr für ein weiteres Mandat. Seinen Wahlkreis übernahm für die LDP sein bisheriger Abgeordnetensekretär Satoshi Fujimaru.
Naoki Tanaka (jap. 田中 直紀, Tanaka Naoki; * 19. Juni 1940 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa als 鈴木 直紀, Suzuki Naoki) ist…Naoki Tanaka (jap. 田中 直紀, Tanaka Naoki; * 19. Juni 1940 in Kanazawa, Präfektur Ishikawa als 鈴木 直紀, Suzuki Naoki) ist ein japanischer Politiker. Er war von 1998 bis 2016 für drei Perioden Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für die Präfektur Niigata, zuletzt als Mitglied der Demokratischen Fortschrittspartei. Naoki Suzuki, der Sohn des Politikers Naoto Suzuki, wuchs in Tokio auf, studierte an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität Politikwissenschaft und wurde nach seinem Abschluss 1965 Angestellter von Nippon Kōkan K.K. (engl. NKK Corp.; heute JFE Engineering K.K.). Er heiratete 1969 Makiko Tanaka, die Tochter von LDP-Generalsekretär Kakuei Tanaka (Tanaka-Faktion, später Parteivorsitzender-Premierminister), dessen Familiennamen er annahm. 1981 verließ er Nippon Kōkan und übernahm Leitungsfunktionen in verschiedenen Unternehmen, darunter auch im Vorstand von Echigo Kōtsū, einem Reisebus- und Immobilienunternehmen der Tanaka-Familie in der Präfektur Niigata, eine Position, die er bis heute hält. 1983 wechselte Tanaka in die Politik: Bei der Wahl 1983 zum Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, wurde er im dreimandatigen 3. Wahlkreis Fukushima als LDP-Kandidat erstmals gewählt. 1986 wiedergewählt, verlor er 1990 den dritten Platz und damit sein Mandat um rund 200 Stimmen an Gōji Sakamoto (LDP, Abe-Faktion). 1993, nach dem Rückzug des langjährigen LDP-Kandidaten und ehemaligen Sozialministers Kunikichi Saitō (Miyazawa-Faktion), wurde Tanaka als einer von nur zwei LDP-Kandidaten noch einmal wiedergewählt, bevor er 1996 nach neuem Wahlrecht den Einzelwahlkreis Fukushima 5 an Gōji Sakamoto (inzwischen NFP) verlor und damit abgewählt wurde. Von 1989 war Tanaka parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium unter dem ersten Kabinett Kaifu. Bei der Sangiin-Wahl 1998 kandidierte Tanaka als Unabhängiger mit Unterstützung seiner Frau und einzelner anderer Abgeordneter in der Präfektur Niigata (zwei Mandate je Wahl) und wurde mit dem höchsten Stimmenanteil gewählt. Er schloss sich danach wieder der LDP an und wurde 2001 Vizeminister im Landwirtschaftsministerium (bis September 2001). 2004 noch als LDP-Kandidat wiedergewählt, verließ er später die LDP und trat 2009 gemeinsam mit seiner Frau der DPJ bei, für die er 2010 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt wurde. Im Sangiin war Tanaka unter anderem Vorsitzender des Auswärtigen und Verteidigungsausschusses (2009–2010) und des Ethiksonderausschusses (ab 2010). Vom 13. Januar bis 4. Juni 2012 war er als Verteidigungsminister im ersten umgebildeten Noda-Kabinett. Bei der Sangiin-Wahl 2016 wechselte Tanaka in den nationalen Verhältniswahlkreis. Niigata wurde 2016 Einmandatswahlkreis, und die Demokratische Fortschrittspartei, in der die DPJ im Frühjahr 2016 aufging, einigte sich später mit drei weiteren Oppositionsparteien auf Yūko Mori – bis 2013 in der anderen Klasse für Niigata im Oberhaus – als (erfolgreiche) Einheitskandidatin der Opposition. Im Verhältniswahlkreis erhielt Tanaka mit 86.596 Stimmen nur den 16. Platz auf der Liste der Fortschrittspartei und schied somit bei nur elf Verhältniswahlsitzen insgesamt aus dem Sangiin aus.
Keiichi Tsuruoka (jap. 鶴岡 啓一, Tsuruoka Keiichi; * 18. Mai 1940 in Chiba, Präfektur Chiba) ist ein japanischer Politiker…Keiichi Tsuruoka (jap. 鶴岡 啓一, Tsuruoka Keiichi; * 18. Mai 1940 in Chiba, Präfektur Chiba) ist ein japanischer Politiker und war von Juli 2001 bis Mai 2009 Bürgermeister der Stadt Chiba. Am 22. April 2009 wurde er unter Korruptionsverdacht verhaftet. Tsuruoka studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Innenministerium. Von 1989 wurde er in die Behörde für Staatsland entsandt. Ab 1990 arbeitete er im Vorstand der Betreibergesellschaft der Tōkyō-wan-Aqua-Line, ab 1994 dann in der Stadtverwaltung von Chiba. Als Bürgermeister Asahi Matsui sich 2001 zurückzog, kandidierte Tsuruoka mit Unterstützung von LDP, Kōmeitō und Konservativer Partei für seine Nachfolge. Er siegte mit rund 36 % der abgegebenen Stimmen. 2005 wurde er für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Im Dezember 2008 kündigte er an, bei der Bürgermeisterwahl am 14. Juni 2009 nicht wieder zu kandidieren. Im April 2009 wurde Tsuruoka im Rahmen von Korruptionsermittlungen der Polizei der Präfektur Tokio festgenommen. Das Bauunternehmen Azuma Kigyō mit Sitz in Kōtō soll ihm im Gegenzug für die bevorzugte Berücksichtigung bei der Vergabe eines Straßenbauauftrags 1 Million Yen (rund 8.000 Euro) gezahlt haben. Tsuruoka ist der erste verhaftete Bürgermeister einer japanischen Großstadt seit 1993, als der Bürgermeister von Sendai in einem Zenekon-Skandal angeklagt wurde. Am 1. Mai 2009 trat Tsuruoka vom Bürgermeisteramt zurück. Am 13. Mai 2009 wurde formell Anklage gegen ihn erhoben.
Takeki Manabe (jap. 真鍋 武紀, Manabe Takeki; * 3. April 1940 in Shimotakaoka, Landkreis Kita (heute: Miki), Präfektur…Takeki Manabe (jap. 真鍋 武紀, Manabe Takeki; * 3. April 1940 in Shimotakaoka, Landkreis Kita (heute: Miki), Präfektur Kagawa) ist ein parteiloser japanischer Politiker und von 1998 bis 2010 Gouverneur von Kagawa. Manabe, Absolvent der Universität Tokio, wurde in seinem Abschlussjahr 1963 Beamter im Ministerium für Landwirtschaft und Forsten. In den 1990er Jahren war er auch für die Umweltbehörde und das Kokusai Kyōryoku Jigyōdan, eine quasistaatliche Körperschaft, die die japanische Entwicklungshilfe koordiniert, tätig. 1998 kandidierte Manabe bei der Gouverneurswahl in seiner Heimatpräfektur Kagawa um die Nachfolge von Jōichi Hirai, der nach zwölfjähriger Amtszeit nicht mehr antrat. Gegen drei weitere unabhängige Kandidaten konnte sich Manabe bei niedriger Wahlbeteiligung von 39,3 % klar durchsetzen. In seiner ersten Amtszeit erzielte er eine Einigung über die Entsorgung von Industrieabfällen die auf Teshima in Tonoshō illegal entsorgt worden waren. 2002 und 2006 wurde er souverän für jeweils vier weitere Jahre im Amt bestätigt, zuletzt mit Unterstützung von LDP und Kōmeitō. 2009 kündigte Manabe seinen Rückzug aus dem Amt an: Bei der Gouverneurswahl im August 2010 wurde Keizō Hamada zu seinem Nachfolger gewählt.
Atsuo Nakamura (jap. 中村 敦夫, Nakamura Atsuo; * 18. Februar 1940 in Tokio, Präfektur Tokio, Japan) ist ein japanischer…Atsuo Nakamura (jap. 中村 敦夫, Nakamura Atsuo; * 18. Februar 1940 in Tokio, Präfektur Tokio, Japan) ist ein japanischer Schauspieler und Politiker.
Kyōko Nakayama (jap. 中山 恭子, Nakayama Kyōko; * 26. Januar 1940 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin…Kyōko Nakayama (jap. 中山 恭子, Nakayama Kyōko; * 26. Januar 1940 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin (LDP→Taiyō→Kokoro→Kibō). Sie war von 2007 bis 2019 Abgeordnete im Sangiin, dem Oberhaus des Nationalparlaments, für den nationalen Verhältniswahlkreis, und 2008 Ministerin im Kabinett Fukuda.
Hisaoki Kamei (jap. 亀井 久興, Kamei Hisaoki; * 8. November 1939 in Shibuya, Präfektur Tokio; gemeldet in Tsuwano…Hisaoki Kamei (jap. 亀井 久興, Kamei Hisaoki; * 8. November 1939 in Shibuya, Präfektur Tokio; gemeldet in Tsuwano, Präfektur Shimane) ist ein japanischer Politiker. Er war bis 2009 Abgeordneter des Shūgiin und Generalsekretär der Neuen Volkspartei. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft an der Gakushūin wurde Kamei 1962 Mitarbeiter bei Nippon Yūsen. Ein Jahr später wurde er Sekretär des Shūgiin-Abgeordneten Matsuda Takechiyo. Ab 1967 arbeitete er für Yoshida Kōgyō, wo er 1969 Vorstand wurde. 1974 errang Kamei als Kandidat der Liberaldemokratischen Partei (LDP) ein Mandat im Sangiin und wurde 1980 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. 1978 wurde erstmals Staatssekretär im Postministerium, 1982 im Ausschuss für internationalen Handel und Industrie erstmals Ausschussvorsitzender. Bei der Shūgiin-Wahl 1990 wurde Kamei im Wahlkreis Shimane erstmals ins Shūgiin gewählt und seither fünfmal wiedergewählt, nach der Wahlkreisreform von 1994 im 3. Wahlkreis Shimane. In der Partei gehörte Kamei zunächst zum Kōchikai, 1999 gehörte er zu den Gründern des Taiyūkai von Yōhei Kōno. Von 1997 bis 1998 war Kamei als Leiter der Behörde für Staatsland Minister im 2. Kabinett von Ryūtarō Hashimoto. 2002 wurde die Zahl der Wahlkreise in Shimane auf zwei reduziert, das innerparteiliche Rennen um die Kandidatur im 2. Wahlkreis Shimane verlor Kamei gegen Wataru Takeshita, den Bruder von Ex-Premier Takeshita Noboru. 2003 wurde er über den Verhältniswahlblock Chūgoku wiedergewählt. Vor der Shūgiin-Wahl 2005 verließ Kamei als Gegner der von Premierminister Koizumi geplanten Postprivatisierung die LDP und wurde Mitgründer und Generalsekretär der Neuen Volkspartei. Koizumis Politik bezeichnete er als „autoritär“. Kamei kandidierte im 2. Wahlkreis gegen Takeshita, erhielt aber nur den zweithöchsten Stimmenanteil und wurde erneut nur über die Verhältniswahlliste wiedergewählt. 2009 verlor Kamei ebenso wie der Parteivorsitzende Tamisuke Watanuki seinen Sitz im Shūgiin. Sein Nachfolger als Generalsekretär der Neuen Volkspartei wurde Shōzaburō Jimi. Kamei ist der 3. Sohn von Graf Kamei Koretate, ein Nachfahre des Daimyō Kamei Korenori. Sein Großvater mütterlicherseits war der Schriftsteller und Abgeordnete des Kizokuin Graf Arima Yorichika. Seine älteste Tochter ist die Sangiin-Abgeordnete Akiko Kamei (Neue Volkspartei).
Hirokazu Nakaima (jap. 仲井眞 弘多, Nakaima Hirokazu; * 19. August 1939 in Osaka; gemeldet in Naha, Präfektur Okinawa) ist…Hirokazu Nakaima (jap. 仲井眞 弘多, Nakaima Hirokazu; * 19. August 1939 in Osaka; gemeldet in Naha, Präfektur Okinawa) ist ein japanischer Politiker und war von 2006 bis 2014 parteiloser Gouverneur von Okinawa.
Takeo Hiranuma (jap. 平沼 赳夫, Hiranuma Takeo; * 3. August 1939 im Bezirk Shibuya, Tokio, Präfektur Tokio) ist ein…Takeo Hiranuma (jap. 平沼 赳夫, Hiranuma Takeo; * 3. August 1939 im Bezirk Shibuya, Tokio, Präfektur Tokio) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Von 1980 bis 2017 war er für zwölf Wahlperioden Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den Wahlkreis Okayama 3 (vor 1996 Okayama 1). Als langjähriges Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP) war er Minister in mehreren Kabinetten und saß verschiedenen Shūgiin-Ausschüssen vor, bevor er die Partei 2005 verließ, aber 2015 wieder in die LDP zurückkehrte. Hiranuma wurde nach Abschluss seines Studiums an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität 1962 Angestellter des Textilunternehmens Nittō Bōseki, wo er bis 1973 blieb. Seine ersten Kandidaturen für das Shūgiin im damaligen Fünfmandatswahlkreis Okayama 1 scheiterten: 1976 als Parteiloser und 1979 für die LDP. Von 1978 bis 1980 war er Sekretär von Landwirtschaftsminister Ichirō Nakagawa. Im nächsten Versuch bei der Shūgiin-Wahl 1980 erzielte er den höchsten Stimmenanteil im Wahlkreis und wurde dort bis zur Wahlrechtsreform viermal in Folge wiedergewählt, seither sechsmal im Einzelwahlkreis Okayama 3 bestätigt. In der LDP schloss er sich der Nakagawa-Faktion von Ichirō Nakagawa an, die später von Shintarō Ishihara übernommen wurde und schließlich 1984 der Fukuda-Faktion beitrat. In den 1990er Jahren folgte er Shizuka Kamei ins Shisuikai. 1987 wurde Hiranuma parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Finanzministerium, in den 1990er Jahren übernahm er den Vorsitz in verschiedenen Shūgiin-Ausschüssen (Finanzen 1991, Landwirtschaft 1993, Geschäftsordnungsausschuss 1996–1997). Im Kabinett Murayama war er von 1995 bis 1996 als Verkehrsminister erstmals Minister. Im Jahr 2000 übernahm er im Kabinett Mori II das MITI und blieb auch im Nachfolgeministerium METI und unter Moris Nachfolger Jun’ichirō Koizumi bis 2003 Minister. 2005 stimmte Hiranuma gegen Koizumis Postprivatisierungsgesetz und musste bei den Neuwahlen 2005 als Parteiloser antreten; die LDP stellte Toshiko Abe als „Attentäter“-Kandidatin auf, aber Hiranuma verteidigte sein Wahlkreismandat klar. Anders als die meisten Postprivatisierungs„rebellen“ kehrte er später nicht in die LDP zurück und schloss sich auch nicht den neuen Parteien der „Rebellen“ NVP oder NPJ an. Für die Shūgiin-Wahl 2009 stellte er stattdessen eine eigene Gruppe von Kandidaten als Hiranuma-Gruppe zusammen. Nach der Wahl gründete er mit zwei weiteren Abgeordneten eine gemeinsame Fraktion. 2010 verließ Hiranuma die Hiranuma-Gruppe und gründete gemeinsam mit weiteren ehemaligen LDP-Politikern Tachiagare Nippon („Steh auf, Japan!“), die er danach als Vorsitzender führte. Anfang 2012 kündigte Hiranuma gemeinsam mit Shizuka Kamei (NVP) und Shintarō Ishihara (parteilos) die Gründung einer neuen Partei an, der sich nach Hoffnung der Initiatoren auch zahlreiche konservative Abgeordnete der beiden großen Parteien anschließen sollten. Im November 2012 begründete er zusammen mit Ishihara die Taiyō no Tō („Partei der Sonne“), die wenige Tage später in der Nippon Ishin no Kai von Tōru Hashimoto, dem ehemaligen Gouverneur von Ōsaka, aufging. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verteidigte Hiranuma seinen Wahlkreis gegen die Liberaldemokratin Toshiko Abe und gewann damit eines von nur zwei Wahlkreismandaten der Ishin no Kai außerhalb der Präfektur Ōsaka. 2014 begründete er mit Ishihara die Jisedai no Tō („Partei der nächsten Generation“), in der er Parteivorsitzender war. Hiranuma war Vorsitzender der Parlamentariergruppe im Nationalparlament der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi (Nippon kaigi Kokkai giin kondankai), der auch Premier Abe, eine Reihe weiterer Minister und zahlreiche Abgeordnete vor allem, aber nicht nur, der LDP angehören. Zur Wahl 2017 zog sich Hiranuma aus dem Abgeordnetenhaus zurück. Sein Sohn Shōjirō bewarb sich als einer von zwei konservativen Kandidaten ohne LDP-Nominierung für die Nachfolge im Sitz Okayama 3, unterlag aber knapp um weniger als 4000 Stimmen Toshiko Abe, für die die LDP eine Wahlempfehlung abgegeben hatte und die nach erfolgreicher Wahl rückwirkend nachnominiert wurde. Im zweiten Anlauf siegte Shōjirō als unabhängiger Herausforderer bei der Wahl 2021 gegen Abe und trat anschließend der LDP-Fraktion bei.
Kōichi Katō (jap. 加藤 紘一, Katō Kōichi; * 17. Juni 1939 in Tsuruoka, Präfektur Yamagata; † 9. September 2016 in der…Kōichi Katō (jap. 加藤 紘一, Katō Kōichi; * 17. Juni 1939 in Tsuruoka, Präfektur Yamagata; † 9. September 2016 in der Präfektur Tokio) war ein japanischer Politiker, Shūgiin-Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Minister und Generalsekretär der LDP. Innerhalb der Partei gehörte er seit 2005 nicht mehr zu einer Faktion.
Wataru Asō (jap. 麻生 渡, Asō Wataru; * 15. Mai 1939 in Tobata, Präfektur Fukuoka (heute der Tobata-ku von Kitakyūshū); †…Wataru Asō (jap. 麻生 渡, Asō Wataru; * 15. Mai 1939 in Tobata, Präfektur Fukuoka (heute der Tobata-ku von Kitakyūshū); † 15. März 2025 in Fukuoka) war von 1995 bis 2011 parteiloser Gouverneur der japanischen Präfektur Fukuoka. Von 2005 bis 2011 war er außerdem Präsident der „Nationalen Gouverneurskonferenz“. Asō studierte an der Universität Kyōto und war anschließend Beamter im MITI. Zwischenzeitlich war er für das Außenministerium in London tätig, ab 1992 leitete er zwei Jahre lang das Patentamt. 1995 trat er erstmals erfolgreich bei den Gouverneurswahlen von Fukuoka an und wurde seither dreimal bestätigt. Zuletzt setzte er sich bei den einheitlichen Regionalwahlen 2007 gegen den von DPJ und SDP unterstützten Shūji Inatomi deutlich mit 1,12 Millionen zu 666.000 Stimmen durch. 2011 zog sich Asō zurück, zu seinem Nachfolger wurde Hiroshi Ogawa gewählt.
Okiharu Yasuoka (jap. 保岡 興治, Yasuoka Okiharu; * 11. Mai 1939 in der Präfektur Tokio; gemeldet in Uken auf Amami-Ōshima…Okiharu Yasuoka (jap. 保岡 興治, Yasuoka Okiharu; * 11. Mai 1939 in der Präfektur Tokio; gemeldet in Uken auf Amami-Ōshima, Präfektur Kagoshima; † 19. April 2019 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem japanischen Unterhaus, und war zweimal Justizminister im Kabinett. Innerparteilich gehörte er zuletzt der Ishihara-Faktion an.
Yoshiko Shiotani (jap. 潮谷 義子, Shiotani Yoshiko; * 5. April 1939 in der Präfektur Saga) war von 2000 bis 2008 parteilose…Yoshiko Shiotani (jap. 潮谷 義子, Shiotani Yoshiko; * 5. April 1939 in der Präfektur Saga) war von 2000 bis 2008 parteilose Gouverneurin der japanischen Präfektur Kumamoto. Sie war landesweit die zweite Frau im Gouverneursamt nach Fusae Ōta (Präfektur Osaka, 2000–2008).