Shōichi Nakagawa (jap. 中川 昭一, Nakagawa Shōichi; * 19. Juli 1953 in Shibuya, Präfektur Tokio, gemeldet in Hiroo…Shōichi Nakagawa (jap. 中川 昭一, Nakagawa Shōichi; * 19. Juli 1953 in Shibuya, Präfektur Tokio, gemeldet in Hiroo, Hokkaidō; † 3. Oktober 2009 in Tokio, Japan) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter des Shūgiin, dem Unterhaus, und war von September 2008 bis 17. Februar 2009 Finanzminister seines Landes. Innerhalb der LDP gehörte er der Ibuki-Faktion an.
Katsuya Okada (jap. 岡田 克也 Okada Katsuya; * 14. Juli 1953 in Yokkaichi, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker…Katsuya Okada (jap. 岡田 克也 Okada Katsuya; * 14. Juli 1953 in Yokkaichi, Präfektur Mie) ist ein japanischer Politiker (LDP→Erneuerungspartei→Stimme des Volkes→Minseitō→DP→DFP→parteilos→KDP→Chūdō Kaikaku Rengō; lokal zeitweise zum Mie minshu rengō) und war von 1990 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 3. Wahlkreis Mie. Von 2004 bis 2005 und ab 2015 war er Vorsitzender der Demokratischen Partei, anschließend bis September 2016 Vorsitzender der nachfolgenden Demokratischen Fortschrittspartei. In den Kabinetten Hatoyama, Kan und Noda war er von 2009 bis 2010 und 2012 Minister, unter anderem als Außen- und Vizepremierminister.
Masakazu Sekiguchi (japanisch 関口 昌一 Sekiguchi Masakazu; * 4. Juni 1953 in Minano, Kreis Chichibu, Saitama) ist ein…Masakazu Sekiguchi (japanisch 関口 昌一 Sekiguchi Masakazu; * 4. Juni 1953 in Minano, Kreis Chichibu, Saitama) ist ein japanischer Politiker (Liberaldemokratische Partei (LDP), darin zuletzt Motegi-Faktion; seit seiner Wahl zum Präsidenten fraktionslos), seit 2003 Senator für Saitama im Nationalparlament und seit 2024 Senatspräsident. Von 2019 bis 2024 führte er die Gruppe der LDP-Senatoren (Sangiin giin-sōkai; bedeutender als und nahezu, aber nicht ganz identisch mit der Fraktion im engeren Sinn). Sekiguchi, der älteste Sohn von Keizō Sekiguchi (LDP-Senator für den Verhältniswahlwahlkreis und Präsident der Präfekturzahnärztekammer Saitama), studierte an der zahnmedizinischen Jōsai-Universität (Jōsai shika daigaku; heute Teil der Meikai-Universität) und war anschließend in der elterlichen Praxis in Minano tätig. In die aktive Politik trat er bei den einheitlichen Wahlen 1995 ein, als er für die erste von drei Wahlperioden ins Präfekturparlament Saitama gewählt wurde. Kurz nach seiner dritten Wahl wechselte er in die Nationalpolitik: Takujirō Hamada war für seine Gouverneurswahlkandidatur zurückgetreten, und Sekiguchi kandidierte für die LDP bei der resultierenden Nachwahl im Oktober 2003. Mit 42,8 % der Stimmen setzte er sich knapp gegen die Demokratin Chiyako Shimada (41,9 %) und eine Kommunistin durch. Den Sitz verteidigte er danach bei den regulären Wahlen 2004, 2010, 2016 und 2022 viermal in Folge; ab 2010 erzielte er jeweils den höchsten Stimmenanteil. Im Senat war er von 2007 bis 2008 Vorsitzender des Kultus- und Wissenschaftsausschusses sowie für das erste Kabinett Abe von 2006 bis 2007 parlamentarischer Sekretär im Außenministerium. 2013 wurde er für das zweite Kabinett Abe Vizeminister für allgemeine Angelegenheiten und im Kabinettsamt. 2017 übernahm er die Führung des Komitees für Parlamentsangelegenheiten der Senats-LDP, 2019 deren Vorsitz. Im November 2024 wurde Sekiguchi als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Hidehisa Otsuji (ebenfalls Ex-Motegi-Faktion) zum Präsidenten des Senats gewählt. Die Führung der Senats-LDP übernahm Keizō Takemi.
Tomikazu Fukuda (jap. 福田 富一 Fukuda Tomikazu; * 21. Mai 1953 in Imaichi (heute: Nikkō), Präfektur Tochigi) ist ein…Tomikazu Fukuda (jap. 福田 富一 Fukuda Tomikazu; * 21. Mai 1953 in Imaichi (heute: Nikkō), Präfektur Tochigi) ist ein japanischer Politiker und seit 2004 Gouverneur der Präfektur Tochigi.
Shun’ichi Suzuki (jap. 鈴木 俊一 Suzuki Shun’ichi; * 13. April 1953 im Bezirk Suginami, Präfektur Tokio) ist ein…Shun’ichi Suzuki (jap. 鈴木 俊一 Suzuki Shun’ichi; * 13. April 1953 im Bezirk Suginami, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker, Mitglied im Shūgiin (Abgeordnetenhaus) für den 2. Wahlkreis der Präfektur Iwate, Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und ehemaliger Finanzminister, Umwelt- und Olympiaminister. In der LDP gehört er seit einigen Jahren der Asō-Faktion an, nachdem er ursprünglich lange Mitglied der Suzuki- →… →Kishida-Faktion gewesen war. Suzuki, der Sohn des Abgeordneten und späteren LDP-Vorsitzenden und Premierministers Zenkō Suzuki, studierte an der pädagogischen Fakultät der Waseda-Universität. Danach war er unter anderem Sekretär des Präsidenten und Funktionär des landesweiten Verbandes der Fischereigenossenschaften (全国漁業協同組合連合会 zenkoku gyogyō kyōdō kumiai rengōkai) und Abgeordnetensekretär seines Vaters. Zur Shūgiin-Wahl 1990 zog sich sein Vater zurück, und Suzuki kandidierte für die LDP im damaligen Viermandatswahlkreis Iwate 1 für die Nachfolge. Er setzte sich vor zwei SPJ-, zwei weiteren LDP-Kandidaten, einem konservativen Unabhängigen und einem Kommunisten auf dem ersten Platz durch. 1993 wurde er auf dem zweiten Platz wiedergewählt. Seit der Wahlrechtsreform der 1990er Jahre kandidiert er im neuen Einmandatswahlkreis Iwate 2. Diesen gewann er bis einschließlich 2026 zehnmal, obwohl sich Iwate (die politische Heimat von Ichirō Ozawa) ab den 1990er Jahren insgesamt für lange Zeit zur Oppositionshochburg entwickelt hat; nur bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 unterlag Suzuki dem Demokraten Kōji Hata und schied für eine Wahlperiode bis 2012 aus dem Abgeordnetenhaus aus. Im Shūgiin war Suzuki unter anderem Vorsitzender des Sozial- und Arbeitsausschusses (2001–2002) und des Außenausschusses (2013–2014). In der Regierung wurde Suzuki im November 1996 nach Ende der Großen Koalition (zweites Kabinett Hashimoto) politischer Staatssekretär (seimu jikan) im Sozialministerium unter Minister Jun’ichirō Koizumi. Erstmals Minister war er als Umweltminister von 2002 bis 2003 im ersten Kabinett Koizumi. Während des zweiten Kabinetts Abe war er zwischen 2012 und 2013 fuku-daijin/„Vizeminister“ im Außenministerium. Von 2017 bis 2018 und erneut 2019 war er „Olympiaminister“ nach dem Sondermaßnahmengesetz für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio 2020 (die letztlich erst 2021 stattfanden) im dritten und vierten Kabinett Abe. In der LDP gehörte er unter Abe von 2019 bis 2020 zuletzt als Vorsitzender des Exekutivrats (sōmukai, wörtl. „Rat für allgemeine Angelegenheiten“) zum engsten Kreis der Parteiführung. 2021 berief ihn Fumio Kishida an die Spitze des Finanzministeriums und gleichzeitig zum zuständigen Minister beim Kabinettsamt für die Kin’yū-chō, die „Finanz[sektor]behörde“. Er blieb von 2021 bis 2024 im Amt (erstes und zweites Kabinett Kishida inklusive Umbildungen). 2024 übernahm Suzuki unter dem LDP-Vorsitzenden Shigeru Ishiba zum zweiten Mal den Exekutivrat der Partei. Unter Nachfolgerin Sanae Takaichi wurde er 2025 Generalsekretär.
Kazuyuki Hamada (jap. 浜田 和幸, Hamada Kazuyuki; * 17. März 1953 in Yonago, Präfektur Tottori) ist ein japanischer…Kazuyuki Hamada (jap. 浜田 和幸, Hamada Kazuyuki; * 17. März 1953 in Yonago, Präfektur Tottori) ist ein japanischer Politiker. Von 2010 bis 2016 war er einer der beiden Vertreter Tottoris im Sangiin, dem Oberhaus des Parlaments. Bis 2011 gehörte er zur Liberaldemokratischen Partei (LDP), von 2011 bis zur Auflösung 2013 zur Neuen Volkspartei, danach war er parteiloses Mitglied der Shintō-Kaikaku-Fraktion, ab 2014 der „Partei der nächsten Generation“, 2016 kurzzeitig der Ōsaka Ishin no Kai. Hamada, Absolvent der Fremdsprachen-Universität Tokyo, wurde nach seinem Abschluss Angestellter bei Shin-Nippon Seitetsu (engl. Nippon Steel). Später erwarb er einen Ph.D. an der George Washington University und forschte ab 1987 am Center for Strategic and International Studies. 1997 gründete er das Kokusai mirai kagaku kenkyūjo (国際未来科学研究所, „Institut für internationale Zukunftsforschung“). Bei der Sangiin-Wahl 2010 wechselte Hamada in die Politik und übernahm die LDP-Kandidatur in Tottori, wo Amtsinhaber Kōtarō Tamura 2009 von der LDP zur Demokratischen Partei gewechselt war. Hamada erhielt über 150 Tausend Stimmen und gewann mit mehr als 20.000 Stimmen Vorsprung auf die Demokratin Mari Sakano. Im Juni 2011 reichte Hamada seinen Parteiaustritt ein, nachdem ihm im demokratisch geführten Kabinett Kan die Position eines parlamentarischen Staatssekretärs angeboten worden war. Am 27. Juni trat er die Position im „Ministerium für allgemeine Angelegenheiten“ an. Am 5. Juli 2011 schloss die LDP Hamada aus. Unter dem Kabinett Noda wechselte Hamada im September 2011 ins Außenministerium. Im Dezember 2011 schloss er sich der Neuen Volkspartei an, wo er im April 2012 den Vorsitz des politischen Forschungsrates von der entlassenen Akiko Kamei übernahm. Im Dezember 2012 wurde Hamada Nachfolger von Generalsekretär Mikio Shimoji, der seinen Sitz im Parlament (Shūgiin, Okinawa 1) verloren hatte. Er blieb bis zur Auflösung der NVP Generalsekretär. Im Sommer 2013 schloss sich Hamada der Fraktion Shintō Kaikaku – Mushozoku no Kai an. 2014 trat er der Jisedai-→Kokoro-Partei bei, die er 2016 wieder verließ. Bei der bevorstehenden Sangiin-Wahl 2016 verlor Tottori seine eigenständige Vertretung und bildet fortan mit dem benachbarten Shimane einen gemeinsamen Einmandatswahlkreis, beide Präfekturen sind ländlich-konservative Hochburgen, eine Wiederwahl gegen den LDP-Kandidaten Kazuhiko Aoki (bis 2016 der Vertreter Shimanes) war unwahrscheinlich, zumal sich vier Oppositionsparteien auf eine Einheitsfrontstrategie verständigt hatten. Hamada wollte für die Wahl der Ōsaka Ishin no Kai beitreten und in den nationalen Verhältniswahlkreis wechseln. Um einer Versammlung der Ishin-Abgeordneten aus dem Präfekturparlament von Osaka, der Keimzelle der Partei, beizuwohnen und innerparteiliche Unterstützung zu gewinnen, blieb er am 27. Mai 2016 einer Sangiin-Sitzung fern, bei der unter anderem über Hilfsmaßnahmen nach den Kumamoto-Erdbeben 2016 abgestimmt wurde – nach Angaben der Partei ohne deren Zustimmung. In der Folge entzog ihm die Parteiführung die Unterstützung, er trat kurz vor der Wahl wieder aus der Ishin no Kai aus. Bei der Wahl 2016 kandidierte Hamada nun parteilos im Sechsmandatswahlkreis Tokio, wo er mit 0,5 % der Stimmen abgeschlagen auf dem 16. Platz abgewählt war.
Kazuo Kitagawa (japanisch 北側 一雄 Kitagawa Kazuo; * 2. März 1953 in Osaka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker…Kazuo Kitagawa (japanisch 北側 一雄 Kitagawa Kazuo; * 2. März 1953 in Osaka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (Kōmeitō → Kōmei shintō → Shinshintō → Shintō Heiwa → Kōmeitō). Von 1990 bis 2024 war er mit Unterbrechung Mitglied des Abgeordnetenhauses (Unterhaus des Nationalparlaments), ab 1996 für den Wahlkreis Osaka 16, von 2004 bis 2006 war er Minister für Staatsland & Verkehr in den Kabinetten Koizumi II und III. Kitagawa, der Sohn von Yoshikazu Kitagawa (Kōmeitō-Abgeordneter für den SNTV-Dreimandatswahlkreis Osaka 6), besuchte die der Sōka-Universität angeschlossene Sōka-Oberschule, studierte anschließend an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Sōka-Universität und wurde Anwalt. In die aktive Politik trat er zur Abgeordnetenhauswahl 1990 ein, als er für die Kōmeitō im SNTV-Viermandatswahkreis Osaka 5 kandidierte, zu dem vor allem die Stadt Sakai gehörte. Er wurde mit dem dritthöchsten Stimmenanteil gewählt, 1993, als der Wahlkreis Osaka 5 auf fünf Sitze vergrößert wurde, auf Platz 2 wiedergewählt. Für das Kabinett Hosokawa war er 1993–1994 parlamentarischer Staatssekretär (seimu jikan) im Finanzministerium. Nach dem Scheitern der Anti-LDP-Koalition wurde er wie die meisten Kōmeitō-Abgeordneten im Abgeordnetenhaus Mitglied der Neuen Fortschrittspartei und beteiligte sich anschließend an der Wiedergründung der Kōmeitō. Seit der Wahlrechtsreform der 1990er Jahre bestreitet Kitagawa den FPTP-Einmandatswahlkreis Osaka 16, der Teile der Stadt Sakai umfasst. Diesen gewann er 1996 für die NFP, und danach meistens für die rekonstituierte, „neue“ Kōmeitō; nur bei der Erdrutschniederlage der LDP-Kōmeitō-Regierung in der Wahl 2009 unterlag er dem Demokraten Hiroyuki Moriyama und schied bis 2012 aus dem Parlament aus. Im Abgeordnetenhaus war er von 1999 bis 2000 Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft & Technologie, von 2012 bis 2013 des Ausschusses für Allgemeine Angelegenheiten. In der Kōmeitō führte er nach dem Eintritt in die Regierungskoalition mit der LDP von 2000 bis 2004 den politischen Forschungsrat, von 2006 bis 2009 war er Generalsekretär. 2004, als die Kōmeitō bei der Umbildung des zweiten Kabinetts Koizumi anstelle des Sozialministeriums das Infrastrukturministerium übernahm, wurde Kitagawa bis 2006 (Kabinett Koizumi III inklusive Umbildung) Minister. Ab 2017 war er in der Kōmeitō einer der Vizeparteivorsitzenden und gleichzeitig „Vorsitzender des Zentralvorstandes“ (中央幹事会会長 chūō-kanjikai kaichō; bei der Reorganisation 2014 neu entstandene Position). Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl 2024 kündigte Kitagawa im Oktober 2024 seinen Rückzug an. Seinen Wahlkreis sollte für die Regierungskoalition die bisherige langjährige Kōmeitō-Rätehausabgeordnete Kanae Yamamoto übernehmen, die ihn aber an Masaki Kuroda von der Nippon Ishin no Kai verlor.
Yōko Kamikawa (japanisch 上川 陽子 Kamikawa Yōko; * 1. März 1953 in Shizuoka, Präfektur Shizuoka) ist eine japanische…Yōko Kamikawa (japanisch 上川 陽子 Kamikawa Yōko; * 1. März 1953 in Shizuoka, Präfektur Shizuoka) ist eine japanische Politikerin (heute Liberaldemokratische Partei, darin bis zur Auflösung Kishida-Faktion), Abgeordnete im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, für den 1. Wahlkreis der Präfektur Shizuoka und ehemalige Außen- und mehrfache Justizministerin. Kamikawa studierte bis 1977 Internationale Beziehungen an der Universität Tokio. Anschließend arbeitete sie für das Mitsubishi-Forschungsinstitut. 1988 erwarb sie als Fulbright-Studentin einen Master an der Harvard Kennedy School. In dieser Zeit war sie auch Mitarbeiterin des US-Senators Max Baucus. Danach war sie Präsidentin des Globalink-Forschungsinstituts. Ab 2000 gehörte Kamikawa für den 1. Wahlkreis Shizuoka dem Shūgiin an (2003 bis 2005 über Verhältniswahl in Tōkai). Innerhalb der LDP schloss sie sich der damaligen Koga-, zuletzt Kishida-Faktion an. Ab November 2005 war Kamikawa parlamentarische Staatssekretärin (daijin seimukan, engl. parliamentary secretary) im Sōmushō („Ministerium für Allgemeine Angelegenheiten“, engl. „Ministerium für Innere Angelegenheiten und Kommunikation“). Premierminister Shinzō Abe berief sie im August 2007 bei seiner Regierungsumbildung zur Staatsministerin für Geschlechtergleichstellung und die Bekämpfung des Geburtenrückgangs. Wie viele Minister in Abes Kabinett musste sie Fehler in ihren Jahresberichten über politische Gelder zugeben. Premierminister Yasuo Fukuda übernahm Kamikawa in sein Kabinett, berücksichtigte sie aber nicht mehr bei der Kabinettsumbildung im August 2008. Bei der Shūgiin-Wahl 2009 verlor Kamikawa ihren Wahlkreis an Seishū Makino (Demokratische Partei) und verfehlte auch die Wiederwahl über den Verhältniswahlblock Tōkai. Bei der Wahl 2012 verschlechterte sich ihr Ergebnis im Wahlkreis Shizuoka 1 nur leicht (2009: 96.096 Stimmen 37,6 %; 2012: 81.278, 36,2 %), sie konnte sich gegen ein nun zersplittertes Kandidatenfeld durchsetzen und zog zum vierten Mal ins Shūgiin ein. Sie verteidigte den Sitz danach bis einschließlich 2026 fünfmal in Folge. Von September 2013 bis September 2014 war Kamikawa im Sōmushō „Vizeministerin“ (fuku-daijin, engl. Regierungsübersetzung derzeit „state minister“; nicht zu verwechseln mit „minister of state“ für kokumu daijin oder „minister of state“ für naikaku-fu tokumei tantō daijin). Anschließend übernahm sie zunächst den Vorsitz im Shūgiin-Sozial- und Arbeitsausschuss. Im Oktober 2014 berief Shinzō Abe Kamikawa erneut ins Kabinett, wo sie die zurückgetretene Justizministerin Midori Matsushima ersetzte und diesen Posten bis ins einschließlich dritte Kabinett Abe behielt. Von der Kabinettsumbildung vom 3. August 2017 bis zur Kabinettsumbildung im Oktober 2018 war sie erneut Justizministerin. Im 2. umgebildeten 2. Kabinett Kishida wurde sie im September 2023 zur Außenministerin ernannt und blieb bis zum Ende von Kishidas Amtszeit im Amt. Bei der folgenden Wahl des LDP-Vorsitzenden trat Kamikawa selbst an, schied aber in einem Rekordfeld aus neun Kandidaten im ersten Wahlgang auf dem siebten Platz aus.
Keiji Furuya (jap. 古屋 圭司 Furuya Keiji; * 1. November 1952 in Chiyoda, Präfektur Tokio als Matsumoto Keiji (松本 圭司)) ist…Keiji Furuya (jap. 古屋 圭司 Furuya Keiji; * 1. November 1952 in Chiyoda, Präfektur Tokio als Matsumoto Keiji (松本 圭司)) ist ein japanischer Politiker (Liberaldemokratische Partei (LDP)→parteilos→LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 5. Wahlkreis der Präfektur Gifu und ehemaliger Minister (Polizei, Katastrophenschutz). Furuya, der Neffe von Tōru Furuya (Shūgiinabgeordneter, Minister) und Großneffe von Yoshitaka Furuya (Präfekturparlamentsabgeordneter in Gifu, Shūgiinabgeordneter), wurde in Tokio geboren, aber in der Stadt Ena im heimatlichen Gifu ins Familienregister eingetragen. Nach dem Besuch der angeschlossenen Oberschule studierte er an der Seikei-Universität in Musashino, wo er 1976 seinen Abschluss an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erwarb. Anschließend wurde er Angestellter des Versicherungsunternehmens Taishō Kaijō Kasai Hoken (heute: Mitsui Sumitomo Kaijō Kasai Hoken, englisch Mitsui Sumitomo Insurance). 1984 verließ er das Unternehmen und wurde Sekretär von Shintarō Abe, Shūgiinabgeordneter aus Yamaguchi und damals Außenminister. 1985 wurde er Sekretär seines Onkels und Adoptivvaters, Tōru Furuya, damals Selbstverwaltungsminister und Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit. Zur Shūgiin-Wahl 1990 zog sich Tōru Furuya aus der Politik zurück, Keiji bewarb sich als LDP-Kandidat im damaligen viermandatigen Wahlkreis Gifu 2 um seine Nachfolge: Mit dem dritthöchsten Stimmenanteil hinter zwei Liberaldemokraten und vor zwei Sozialisten zog er erstmals ins Parlament ein. In der LDP schloss er sich der Abe-Faktion seines früheren Arbeitgebers an, der er danach bis zur Wahl des Parteivorsitzenden 1998 angehörte (danach: Kamei-Faktion, heute: ohne Faktion). Bei der Shūgiin-Wahl 1993 wurde er mit dem vierthöchsten Stimmenanteil und rund 6.000 Stimmen Vorsprung auf einen Herausforderer aus der Neuen Japan-Partei wiedergewählt. Seit der Wahlrechtsreform kandidiert Furuya im neuen Einmandatswahlkreis Gifu 5, den er zunächst dreimal klar für die LDP gewann. 2005 stimmte er im Shūgiin gegen die von Premierminister Jun’ichirō Koizumi angestrebte Postprivatisierung und musste bei der resultierenden Neuwahl ohne LDP-Unterstützung antreten, die Partei stellte als „Attentäter“-Kandidaten den damals 30-jährigen Parteifunktionär Takaaki Wani auf. Aber Furuya verteidigte sein Mandat mit mehr als 30.000 Vorsprung auf Wani und zwei weitere Kandidaten. Ende 2006 kehrte Furuya in die LDP zurück. Bei der Shūgiin-Wahl 2009 gehörte der Wahlkreis Gifu 5 zu den Wahlkreisen, in denen die Kommunistische Partei auf eine Nominierung verzichtete: In einem Zwei-Kandidaten-Rennen gegen den Demokraten Yoshinobu Achiha unterlag Furuya um rund 14.000 Stimmen, gewann mit dieser vergleichsweise knappen Wahlkreisniederlage aber ein Verhältniswahlmandat im Block Tōkai. 2012 gewann er seinen Wahlkreis souverän zurück und verteidigte ihn durchgehend bis einschließlich 2026. Während der großen Koalition war Furuya von 1995 bis 1996 (umgebildetes Kabinett Murayama) parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium. Häufiger in Führungsfunktionen in Partei, Parlament und Regierung wurde er in den 2000er berufen: 2000 war er Vorsitzender im Shūgiin-Ausschuss für Handel und Industrie (shōkō iinkai), 2002 bis 2003 Vorsitzender im Kultur- und Wissenschaftsausschuss. Dazwischen war er von 2001 bis 2002 (Kabinett Koizumi I) Vizeminister im neu geschaffenen Wirtschafts- und Industrieministerium. In der LDP war er unter anderem Vizevorsitzender des PARC (2000–2001 und 2007–2008) und Vizegeneralsekretär (2003–2004). Im Dezember 2012 berief ihn Shinzō Abe als Vorsitzender der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Minister für besondere Aufgaben beim Kabinettsamt (Katastrophenschutz) in sein zweites Kabinett, er ist außerdem für die Entführungsproblematik zuständig und übernahm die neue Zuständigkeit für kokudo kyōjinka (国土強靱化, etwa „Stärkung der Zähigkeit des Landes“), mit der die Infrastrukturmaßnahmen zum Katastrophenschutz nach dem gleichnamigen Gesetz koordiniert werden sollen. Bei einer Kabinettsumbildung im September 2014 wurde er durch Eriko Yamatani abgelöst. Von 2017 bis 2018 führte Furuya den Shūgiin-Geschäftsordnungsausschuss. Seit 2026 ist er Vorsitzender des Shūgiin-„Verfassungsprüfungsausschusses“ (kenpō shinsakai). Seit 2017 ist Furuya als Nachfolger von Takeo Hiranuma Vorsitzender der Nippon Kaigi Kokkai giin kondankai, der Nationalparlamentsabgeordneten-Parlamentariergruppe der gesellschafts- und verfassungspolitisch ultrakonservativen Nippon Kaigi.
Ryūji Koizumi (japanisch 小泉 龍司 Koizumi Ryūji; * 17. September 1952 in Tokio, familienregistriert in Chichibu, Saitama)…Ryūji Koizumi (japanisch 小泉 龍司 Koizumi Ryūji; * 17. September 1952 in Tokio, familienregistriert in Chichibu, Saitama) ist ein japanischer Politiker (parteilos→Liberaldemokratische Partei (LDP)→parteilos/Hiranuma-Gruppe→partei- und fraktionslos, Nikai-Faktion→LDP, bis zur Auflösung Nikai-Faktion), mit Unterbrechung seit dem Jahr 2000 Mitglied des Repräsentantenhauses (Unterhaus der Nationalversammlung) für den 11. Wahlkreis Saitama und ehemaliger Justizminister. Koizumi wurde nach seinem Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio Beamter im Finanzministerium. In seiner Zeit als Beamter absolvierte er auch ein Graduiertenstudium an der Columbia-Universität. 1996 beendete er seine Beamtenkarriere für den Wechsel in die Politik. Bei der Repräsentantenhauswahl 1996, der ersten nach der Wahlrechtsreform, kandidierte Koizumi ohne Parteinominierung im neuen FPTP-Wahlkreis Saitama 11, landete aber hinter Takuji Katō (LDP) und Taneaki Tanami (parteilos mit NFP-DP-Unterstützung) nur auf dem dritten Platz. Im zweiten Anlauf konnte er sich bei der Wahl 2000 gegen Katō durchsetzen und trat einige Monate später der LDP bei, für die er 2003 souverän wiedergewählt wurde. Im „Post-Parlament“ 2005 stimmte Koizumi gegen das Postprivatisierungsgesetz der Regierung von Jun’ichirō Koizumi und musste bei der resultierenden Repräsentantenhauswahl ohne Parteinominierung antreten. Die LDP stellte als „Attentäter-Kandidaten“ Etsuji Arai auf, der Koizumi um rund zwei Prozentpunkte schlug. Bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 kandidierte Koizumi mit Unterstützung von Takeo Hiranuma und aus dem Gewerkschaftsbund Rengō Saitama, während die Mitte-links-Opposition auf eine Nominierung in Saitama 11 verzichtete, und Koizumi gewann den Sitz mit Zweidrittelmehrheit zurück. Anschließend schloss er sich der um Hiranuma formierten Fraktion kokueki to kokumin no seikatsu o mamoru kai (informell Hiranuma-Gruppe) an und übernahm nach Hiranumas Austritt 2010 deren Vorsitz. 2011 kehrte er in die LDP-Fraktion zurück, blieb aber zunächst weiter parteilos und gewann Saitama 11 bei den Wahlen 2012, 2014 und 2017 klar gegen Tomohiro Konno (zweimal LDP-nominiert, 2017 unabhängig mit LDP-Wahlempfehlung). Ab 2014 nahm er bereits als „Sondermitglied“ (tokubetsu kaiin) an Sitzungen der Nikai-Faktion teil. Nach der Wahl 2017 wurde er schließlich von der LDP nachnominiert und kehrte in die Partei zurück. Bei den Repräsentantenhauswahlen 2021, 2024 und 2026 wurde er für die LDP wiedergewählt. Bei der zweiten Umbildung des zweiten Kabinetts Kishida im September 2023 wurde Koizumi zum Justizminister ernannt und blieb bis zum Ende von Kishidas Amtszeit im Oktober 2024 im Amt.
Michiyo Takagi (jap. 高木 美智代, Takagi Michiyo; * 13. September 1952 in der späteren Stadt Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka)…Michiyo Takagi (jap. 高木 美智代, Takagi Michiyo; * 13. September 1952 in der späteren Stadt Kitakyūshū, Präfektur Fukuoka) ist eine ehemalige japanische Politikerin der Kōmeitō und war von 2003 bis 2021 Abgeordnete für den Verhältniswahlblock Tokio im Abgeordnetenhaus (Shūgiin), dem Unterhaus der Nationalversammlung (Kokkai). Takagi studierte ab 1971 im ersten Jahrgang der neu gegründeten Sōka Daigaku, nach ihrem Abschluss 1975 war sie Journalistin für die ebenfalls mit der Sōka Gakkai verbundene Zeitung Seikyō Shimbun. Bei der Shūgiin-Wahl 2003 kandidierte sie bei der Verhältniswahl in Tokio auf Platz 2 der Kōmeitō-Liste und wurde gewählt, dort wurde sie seither fünfmal in Folge wiedergewählt. Im Abgeordnetenhaus war sie von 2009 bis 2010 Vorsitzende des Sonderausschusses für Jugendfragen, 2016 Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie. Von 2006 bis 2007 (Kabinett Shinzō Abe I) war sie im zugehörigen Ministerium parlamentarische Staatssekretärin (daijinseimukan). 2017 wurde sie für das umgebildete dritte Kabinett Abe Staatssekretärin (fuku-daijin) im Sozial- und Arbeitsministerium (engl. MHLW). Zur Shūgiin-Wahl 2021 trat Takagi nicht mehr an.
Yuriko Koike (jap. 小池 百合子, Koike Yuriko; * 15. Juli 1952 in Ashiya, Präfektur Hyōgo, Japan) ist eine japanische…Yuriko Koike (jap. 小池 百合子, Koike Yuriko; * 15. Juli 1952 in Ashiya, Präfektur Hyōgo, Japan) ist eine japanische Politikerin (NJP→NFP→LP→KP→LDP→ToFi→ToFi/Kibō→ToFi) und seit 2016 Gouverneurin der Präfektur Tokio in Ostjapan. Von 1992 bis 1993 war sie Mitglied des Oberhauses für den nationalen Verhältniswahlkreis und von 1993 bis 2016 Mitglied des Unterhauses, zunächst aus Hyōgo ([Mehrmandats-]Wahlkreis 2→Wahlkreis 6) und ab 2005 aus Tokio (Wahlkreis 10). Die Zeitschrift Time führte sie 2017 als eine der weltweit einhundert einflussreichsten Persönlichkeiten auf.
Natsuo Yamaguchi (jap. 山口 那津男, Yamaguchi Natsuo; * 12. Juli 1952 in Nakaminato (heute: Hitachinaka), Präfektur Ibaraki)…Natsuo Yamaguchi (jap. 山口 那津男, Yamaguchi Natsuo; * 12. Juli 1952 in Nakaminato (heute: Hitachinaka), Präfektur Ibaraki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker, Abgeordneter in beiden Kammern des Nationalparlaments (1990–1996 im Shūgiin, 2001–2025 im Sangiin) und war von 2009 bis 2024 Parteivorsitzender der Kōmeitō. Von 1993 bis 1994 war er im Kabinett Hosokawa parlamentarischer Vizeminister in der Verteidigungsbehörde.
Tsutomu Satō (jap. 佐藤 勉, Satō Tsutomu; * 20. Juni 1952 in Mibu, Präfektur Tochigi) ist ein japanischer Politiker der…Tsutomu Satō (jap. 佐藤 勉, Satō Tsutomu; * 20. Juni 1952 in Mibu, Präfektur Tochigi) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter des Shūgiin, des Unterhauses, und ehemaliger Minister. Innerhalb der LDP gehörte er ursprünglich der Koga-Faktion, später der Tanigaki-Gruppe an, war danach ab 2017 Mitglied der Asō-Faktion, als sich diese durch den Beitritt der Santō-Faktion vergrößerte und er und einige weitere Abgeordnete aus der Tanigaki-Gruppe sich der Fusion anschlossen, und ist seit 2022 ohne Faktion.
Yūji Yamamoto (jap. 山本 有二 Yamamoto Yūji; * 11. Mai 1952 in Kōchi, Präfektur Kōchi) ist ein japanischer Politiker, war…Yūji Yamamoto (jap. 山本 有二 Yamamoto Yūji; * 11. Mai 1952 in Kōchi, Präfektur Kōchi) ist ein japanischer Politiker, war durchgehend von 1990 bis 2024 Mitglied des Repräsentantenhauses, des Unterhauses des nationalen Parlaments, zuletzt für den Verhältniswahlkreis Shikoku und ehemaliger Minister für Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft (2016–2017) und für den Finanzsektor (2006–2007). Er gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin zuletzt der Ishiba-Faktion. Yamamoto, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Waseda-Universität, wurde zunächst Anwalt. 1985 kandidierte er erfolgreich für das Parlament von Kōchi-ken, dem er nur bis 1987 angehörte. In die nationale Politik wechselte er bei der Repräsentantenhauswahl 1990, als er für die LDP im damaligen SNTV-Fünfmandatswahlkreis Kōchi (damals einer der präfekturweiten Wahlkreise, zenken-ku) kandidierte, in dem 1990 mehrere Amtsinhaber nicht mehr antraten. Er wurde mit dem dritthöchsten Stimmenanteil (13,3 %) hinter Masanori Gotō (SPJ) und Gen Nakatani (LDP) gewählt, 1993 mit dem fünfthöchsten wiedergewählt. 1996 während der großen Koalition war Yamamoto für das erste Kabinett Hashimoto parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Selbstverwaltungsministerium. Nach der Wahlrechtsreform kandidierte Yamamoto seit 1996 zunächst im neuen Einmandatswahlkreis Kōchi 3, den er sechsmal in Folge souverän gewann, nach dessen Abschaffung zur Wahl 2014 im neuen Wahlkreis 2, den er 2014 mit absoluter Mehrheit gewann. 2017 unterlag er relativ klar mit 43,5 % der Stimmen dem ohne Parteinominierung kandidierenden ehemaligen demokratischen Senator Hajime Hirota (56,5 %), gewann aber den dritten (und letzten) LDP-Sitz bei der Verhältniswahl in Shikoku. Bei der Wahl 2021 übernahm Ex-Gouverneur Masanao Ozaki (erfolgreich) die LDP-Mehrheitswahlkandidatur Kōchi 2, und Yamamoto wechselte ganz in den Verhältniswahlblock Shikoku, wo er alleine vor die Doppelkandidaten auf Platz 1 der LDP-Liste gesetzt und sicher wiedergewählt wurde. Besonders ab den 2000er Jahren übernahm Yamamoto vermehrt Führungsposten in Parlament, Partei und Regierung: Im Repräsentantenhaus war er Vorsitzender mehrerer Ausschüsse (Wirtschaft & Industrie 2001–02, Justiz 2002–03, Disziplinarausschuss 2010–12, Haushaltsausschuss 2012–13), von 1999 bis 2000 für das umgebildete Kabinett Obuchi parlamentarischer Staatssekretär (daijinseimukan) im Justizministerium, für das zweite Kabinett Koizumi 2003–04 Staatssekretär/„Vizeminister“ (fukudaijin) im Finanzministerium, in der LDP anschließend Vizevorsitzender im parlamentarischen Geschäftsausschuss, ab 2005 Vorsitzender des LDP-Präfekturverbands Kōchi und schließlich von 2006 bis 2007 erstmals Minister im ersten Kabinett Shinzō Abe, in das er als für den Finanzsektor zuständiger Minister für besondere Aufgaben beim Kabinettsamt berufen wurde. Im August 2016 berief ihn Abe bei einer Kabinettsumbildung zum Landwirtschaftsminister. Bei einer erneuten Umbildung im August 2017 wurde er durch Ken Saitō ersetzt. Bei der Repräsentantenhauswahl 2024 kandidierte Yamamoto nur noch hinter den Doppelkandidaten im Verhältniswahlblock Shikoku auf dem ursprünglichen LDP-Listenplatz 10 und schied aus dem Repräsentantenhaus aus, wurde aber im Ergebnis auf Platz 4 der LDP-Liste der erste potentielle Nachrücker für den Fall einer Vakanz unter den drei Wahlsiegern.
Seiichirō Murakami (japanisch 村上誠一郎 Murakami Seiichirō; * 11. Mai 1952 in der Stadt Miyakubo, Kreis Ochi (heute Stadt…Seiichirō Murakami (japanisch 村上誠一郎 Murakami Seiichirō; * 11. Mai 1952 in der Stadt Miyakubo, Kreis Ochi (heute Stadt Imabari), Präfektur Ehime) ist ein japanischer Politiker, seit 1986 Mitglied des Abgeordnetenhauses, dem Unterhaus der Nationalversammlung, für den Verhältniswahlblock Shikoku, und ehemaliger Innen- und Deregulierungsminister. Er gehört durchgehend der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin heute keiner Faktion mehr an; bis 2010 war er Mitglied der Kōmoto- → Kōmura-Faktion (ehemalige Fortschrittspartei/Miki-Faktion). Murakami ist der Urenkel von Monshirō Murakami (Kenseikai-Abgeordneter aus Ehime, Bürgermeister von Imabari), Neffe von Kōtarō Murakami (LDP-Senator für den landesweiten Wahlkreis) und Sohn von Shinjirō Murakami (LDP-Abgeordneter für den SNTV-Dreimandatswahlkreis Ehime 2, Miki-Faktion), der 1972 gestorben war. 1977 schloss Seiichirō Murakami sein Politikstudium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio ab. Bei der Abgeordnetenhauswahl 1983 kandidierte er ohne Parteinominierung im Wahlkreis Ehime 2 und landete mit 17 % der Stimmen zwar vor Kishitaka Ihara (LDP, Ex-Tanaka-Faktion) aber hinter den drei amtierenden Abgeordneten Ihei Ochi (LDP, Nakasone-Faktion), Takatoshi Fujita (SPJ) und Kiyoshi Mori (LDP, Abe-Faktion → Nakagawa-Gruppe) nur auf dem vierten Platz. Nachdem sich Ihara aus der Politik zurückgezogen hatte, konnte Murakami bei der Wahl 1986 mit LDP-Nominierung antreten und gewann den zweiten Sitz, als die LDP unter Yasuhiro Nakasone im landesweiten Erdrutschsieg erstmals seit 1967 alle drei Sitze von Ehime 2 gewann. Bei den Wahlen 1990 und 1993 verteidigte Murakami seinen Sitz; nach der Wahlrechtsreform übernahm er den neuen FPTP-Einmandatswahlkreis Ehime 2, den er bis einschließlich 2021 neunmal in Folge gewann. Im Abgeordnetenhaus war Murakami von 1994 bis 1995 Vorsitzender des Sonderausschusses zur Steinkohleförderung, von 1997 bis 1998 Vorsitzender des Finanzausschusses. Nach der Reform der Zentralregierung 2001 wurde er bis 2002 (Kabinett Mori II & Kabinett Koizumi I) neben Masatoshi Wakabayashi der erste fuku-daijin („Vizeminister“) im umbenannten Finanzministerium. Von 2004 bis 2005 (Kabinett Koizumi II (Umbildung) und Kabinett Koizumi II) war er für Deregulierung und der als eine Reaktion auf die asiatische Finanzkrise eingerichtete „Organisation zur Wiederbelebung der Industrie“ (sangyō saisei kikō) Minister für besondere Aufgaben beim Kabinettsamt. Im Oktober 2024 berief ihn der neue Premierminister Shigeru Ishiba als Minister für allgemeine Angelegenheiten (engl. „innere Angelegenheiten und Kommunikation“) in sein Kabinett. Bei der kurz darauf folgenden Abgeordnetenhauswahl 2024 verlor Ehime einen Wahlkreis, und Murakami kandidierte nur im Verhältniswahlblock Shikoku, wo er vor die Doppelkandidaten alleine auf Platz 1 der LDP-Liste gesetzt wurde und damit sicher wiedergewählt war. Dort wurde er auch 2026, nun auf dem den Doppelkandidaten nachgeordneten Listenplatz 10, wiedergewählt.
Kuniko Inoguchi (jap. 猪口 邦子 Inoguchi Kuniko; * 3. Mai 1952 in Ichikawa, Chiba) ist eine japanische Politikerin…Kuniko Inoguchi (jap. 猪口 邦子 Inoguchi Kuniko; * 3. Mai 1952 in Ichikawa, Chiba) ist eine japanische Politikerin (Liberaldemokratische Partei, Asō-Faktion) und seit 2010 Senatorin für Chiba. Von 2005 bis 2009 war sie Abgeordnete im Unterhaus für den Verhältniswahlblock Tokio, von 2005 bis 2006 Ministerin für Geburtenrückgang und Geschlechtergleichstellung. Sie studierte an der Sophia-Universität. Danach war sie Hochschullehrerin und Professorin der Rechtswissenschaften an dieser Universität. Dazwischen studierte sie an der Yale University. Im Jahr 2004 wechselte sie in die Politik und übernahm zunächst eine Funktion in der Japan Association for International Relations. Von 2005 bis 2006 war sie Staatsministerin für Geschlechtergleichstellung und Geburtenrückgang im 3. Kabinett Koizumi. Seit der Wahl 2010 vertritt Inoguchi als LDP-Kandidatin ihre Heimatpräfektur Chiba (Dreimandatswahlkreis) im Senat. 2010 erhielt sie den zweithöchsten Stimmenanteil hinter dem Demokraten Hiroyuki Konishi, während der zweite LDP-Kandidat, Amtsinhaber Kazuyasu Shiina auf Platz fünf abgewählt wurde; 2016 erhielt sie den höchsten Stimmenanteil vor Taichirō Motoe (LDP), 2022 den zweithöchsten hinter Neuling Shōichi Usui (LDP), vorher Präfekturparlamentsabgeordneter. Im Senat führte Inoguchi von 2012 bis 2013 den Sonderausschuss für Okinawa und die „Nördlichen Territorien“. Kuniko Inoguchi ist mit dem Professor Takashi Inoguchi verheiratet und hat zwei Töchter.
Yoshimi Watanabe (jap. 渡辺 喜美 Watanabe Yoshimi; * 17. März 1952 in Nishi-Nasuno, Nasu (heute Nasu-Shiobara), Tochigi)…Yoshimi Watanabe (jap. 渡辺 喜美 Watanabe Yoshimi; * 17. März 1952 in Nishi-Nasuno, Nasu (heute Nasu-Shiobara), Tochigi) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Zuletzt war er von 2016 bis 2022 Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, für den nationalen Verhältniswahlkreis. Von 1996 bis 2014 war er Abgeordneter im Shūgiin, dem nationalen Unterhaus, für den 3. Wahlkreis Tochigi. Er ist heute national parteilos und führt die Sangiin-Fraktion Minna no Tō; außerdem gründete er für die einheitlichen Präfektur- und Kommunalwahlen 2019 eine gleichnamige Regionalpartei. Von 2009 bis 2014 war er Vorsitzender der nationalen Minna no Tō („Partei aller“), von 2016 bis 2017 gehörte er der Nippon Ishin no Kai an. Er hatte im Januar 2009 die Liberaldemokratische Partei (LDP) verlassen, für die er von 2007 bis 2008 Minister im Kabinett war.
Tetsuo Saitō (jap. 斉藤 鉄夫 Saitō Tetsuo; * 5. Februar 1952 in Hasemi (heute: Ōnan), Landkreis Ōchi, Präfektur Shimane)…Tetsuo Saitō (jap. 斉藤 鉄夫 Saitō Tetsuo; * 5. Februar 1952 in Hasemi (heute: Ōnan), Landkreis Ōchi, Präfektur Shimane) ist ein japanischer Politiker, Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus der Kokkai, für den Verhältniswahlblock Chūgoku und ehemaliger Parteivorsitzender der Kōmeitō. In den Kabinetten Kishida und Ishiba I war er von 2021 bis 2024 Minister für Land und Verkehr (kokudo-kōtsū-daijin, engl. Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus), in den Kabinetten Fukuda und Asō von 2008 bis 2009 Umweltminister.
Keizō Hamada (jap. 浜田 恵造, Hamada Keizō; * 10. Januar 1952 in Kan’onji, Präfektur Kagawa) ist ein japanischer Politiker.…Keizō Hamada (jap. 浜田 恵造, Hamada Keizō; * 10. Januar 1952 in Kan’onji, Präfektur Kagawa) ist ein japanischer Politiker. Von 2010 bis 2022 war er für drei Amtszeiten Gouverneur von Kagawa. Hamada ist Absolvent der Universität Tokio und wurde nach seinem Studienabschluss 1975 Beamter im Finanzministerium. Von 1990 bis 1996 leitete er die Abteilung für allgemeine Angelegenheiten (sōmu-kyoku) in der Präfekturverwaltung von Yamagata, ab 2002 die regionale Außenstelle Tōkai des Finanzministeriums (Tōkai zaimu-kyoku) und von 2007 bis 2008 die Tokioter Zollbehörde (Tōkyō zeikan) mit Zuständigkeit für sieben ostjapanische Präfekturen. 2009 beendete er seine Beamtenlaufbahn. 2010 kandidierte Hamada als Unabhängiger bei der Gouverneurswahl in Kagawa um die Nachfolge von Takeki Manabe, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antrat. Seine Kandidatur wurde formal von keiner Partei getragen, erhielt aber Unterstützung aus den vier wichtigsten Fraktionen im Präfekturparlament (LDP, DP, Kōmeitō, SDP) sowie dem Gewerkschaftsbund Rengō Kagawa. Hauptthema im Wahlkampf waren die Wirtschafts- und Beschäftigungssituation in Kagawa. Die Wahl am 29. August 2010 entschied Hamada bei niedriger Wahlbeteiligung von knapp 37 % gegen die Unabhängige Satoko Watanabe, eine ehemalige Präfekturparlamentsabgeordnete, und einen KPJ-gestützten Kandidaten mit rund 46 % der Stimmen für sich. 2014 und 2018 wurde Hamada jeweils gegen nur einen, kommunistischen Herausforderer klar im Amt bestätigt. Zur Wahl 2022 trat er nicht mehr an.
Hiroya Masuda (jap. 増田 寛也, Masuda Hiroya; * 20. Dezember 1951 in Setagaya, Tokio) ist ein parteiloser japanischer…Hiroya Masuda (jap. 増田 寛也, Masuda Hiroya; * 20. Dezember 1951 in Setagaya, Tokio) ist ein parteiloser japanischer Politiker und war zwischen August 2007 und September 2008 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Anders als die meisten Minister gehörte er nicht dem Parlament an. Masuda ist Absolvent der Universität Tokio und war anschließend Beamter im Bauministerium. Von 1995 bis 2007 war er Gouverneur der Präfektur Iwate. Premierminister Shinzō Abe ernannte ihn kurz vor seinem Rücktritt zum Innenminister. Unmittelbar darauf musste Masuda zugeben, während seines Wahlkampfs als Gouverneur 2003 eine Spende nicht korrekt verbucht zu haben. Sein Ministerium ist auch für die Umsetzung des Gesetzes zur Parteifinanzierung zuständig. Im September 2008 übernahm ihn Premierminister Tarō Asō nicht in sein Kabinett, sein Nachfolger wurde Kunio Hatoyama.
Keizō Takemi (japanisch 武見 敬三 Takemi Keizō; * 5. November 1951 im Bezirk Minato der Präfektur Tokio) ist ein…Keizō Takemi (japanisch 武見 敬三 Takemi Keizō; * 5. November 1951 im Bezirk Minato der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker (Liberaldemokratische Partei (Japan), Asō-Faktion), und war mit Unterbrechung (2007–2012) von 1995 bis 2025 Mitglied des Rätehauses, des Oberhauses des Nationalparlaments, zuletzt ab 2013 für seine Heimatpräfektur Tokio und war von 2023 bis 2024 Sozial- und Arbeitsminister im umgebildeten zweiten Kabinett Kishida.
Masaaki Kanda (jap. 神田 真秋, Kanda Masaaki; * 1. Oktober 1951 in Ichinomiya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer…Masaaki Kanda (jap. 神田 真秋, Kanda Masaaki; * 1. Oktober 1951 in Ichinomiya, Präfektur Aichi) ist ein japanischer Politiker und war von 1999 bis 2011 Gouverneur der Präfektur Aichi. Kanda studierte Rechtswissenschaften an der Chūō-Universität. Ab 1976 arbeitete er als Anwalt in Nagoya. Von 1991 bis 1998 war er Bürgermeister seiner Heimatstadt Ichinomiya. 1999 gewann er die Gouverneurswahlen mit Unterstützung aller großen Parteien mit Ausnahme der KPJ im ersten Anlauf, nachdem Reiji Suzuki nach 16 Jahren Amtszeit nicht mehr antrat, um sich der Vorbereitung der Expo 2005 zu widmen. Bei seiner dritten Wiederwahl 2007 setzte Kanda sich mit der Unterstützung von LDP und Kōmeitō gegen den von DPJ, SDP und Neuer Partei Japan gestützten Yoshihiro Ishida (Bürgermeister von Inuyama) durch. 2011 trat Kanda nicht wieder an, zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige LDP-Shūgiin-Abgeordnete Hideaki Ōmura gewählt. Von 1999 bis zur Einstellung des Betriebs 2006 war Kanda Vorstandsvorsitzender von Tōkadai Shin-Kōtsū K.K., der Betreibergesellschaft des Peoplemovers Peachliner, die zu 46 % im Besitz der Präfektur Aichi war.
Carlos Holmes Trujillo García (* 23. September 1951 in Cartago; † 26. Januar 2021 in Bogotá) war ein kolumbianischer…Carlos Holmes Trujillo García (* 23. September 1951 in Cartago; † 26. Januar 2021 in Bogotá) war ein kolumbianischer Politiker (PLC, Centro Democrático). Er bekleidete mehrere Ministerämter, unter anderem war er Außen- und Verteidigungsminister der Landes.
Yoshihiro Katayama (jap. 片山 善博, Katayama Yoshihiro; * 29. Juli 1951 in Seto (heute: Okayama), Präfektur Okayama) ist…Yoshihiro Katayama (jap. 片山 善博, Katayama Yoshihiro; * 29. Juli 1951 in Seto (heute: Okayama), Präfektur Okayama) ist ein parteiloser japanischer Politiker. Von 1999 bis 2007 war er Gouverneur von Tottori, von September 2010 bis September 2011 Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Katayama wurde 1974 nach seinem Rechtsstudium an der Universität Tokio Beamter im „Ministerium für Selbstverwaltung“, für das er erstmals 1980 in der Präfekturverwaltung von Tottori tätig war und vorübergehend unter anderem im nationalen Finanzamt und der Behörde für Staatsland arbeitete. 1998 verließ er das Ministerium und wechselte in die Politik. Bei der Gouverneurswahl in Tottori 1999 bewarb sich Katayama um die Nachfolge von Yūji Nishio. Er gewann die Wahl und setzte Reformen wie die Veröffentlichung von Dokumenten über bisher geheime Fonds der Präfekturpolizei durch, setzte sich für die Reduzierung von durch die Zentralregierung finanzierte Großprojekte ein und forderte das Kommunalwahlrecht für Ausländer. In seine erste Amtszeit fiel außerdem das „West-Tottori-Erdbeben“ (Tottori-ken-seibu-jishin), in dessen Folge er einen Unterstützungsfonds für ältere Obdachlose einrichtete und sich für zentralstaatlich finanzierten Wiederaufbau von Wohnungen einsetzte. Ähnlich wie Yasuo Tanaka, von 2000 bis 2006 Gouverneur von Nagano, wurde Katayama für seine Reformagenda gelobt, aber auch für seinen tendenziell autokratischen Führungsstil kritisiert. Nach zwei Amtszeiten – 2003 wurde er mangels Gegenkandidat ohne Abstimmung bestätigt – kandidierte er bei der Wahl 2007 nicht mehr, sein Nachfolger wurde Shinji Hirai, von 2001 bis 2005 Vizegouverneur unter Katayama. 2007 wurde Katayama Professor an der Keiō-Universität, außerdem war er außerordentlicher Professor an der Universität Tottori. Nach der Regierungsübernahme der Demokratischen Partei in Tokio 2009 wurde er Mitglied der neu geschaffenen „Konferenz zur Erneuerung der Verwaltung“ (gyōsei sasshin kaigi; engl. Government Revitalization Unit), die einzelne Haushaltsposten der Zentralregierung einer öffentlichen Überprüfung unterzieht. Im September 2010 berief ihn Premierminister Naoto Kan als Minister für Innere Angelegenheiten und Kommunikation und Staatsminister für die „Beförderung der Souveränität der Regionen“ (chiiki shuken suishin) in sein umgebildetes Kabinett. Nach der Ablösung Kans durch Yoshihiko Noda fand keine Berücksichtigung für dessen Kabinett vom 2. September 2011.
Akira Satō (jap. 左藤 章 Satō Akira; * 12. Juli 1951 in der Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker der…Akira Satō (jap. 左藤 章 Satō Akira; * 12. Juli 1951 in der Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Kishida-Faktion) und ehemaliger Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 2. Wahlkreis Osaka. Satō arbeitete nach seinem Studium an der Universität Fukui für das Textilunternehmen Seiren. 1979 wurde er Sekretär für seinen Schwiegervater, den Shūgiinabgeordneten Megumu Satō. Dieser verließ 1993 die LDP und folgte Ichirō Ozawa in die Erneuerungspartei und die Neue Fortschrittspartei (NFP). Nach der Wahlrechtsreform kandidierte Akira Satō selbst bei der Shūgiin-Wahl 1996 für die NFP im Block Kinki bei der neu eingeführten Verhältniswahl, konnte aber keinen Sitz gewinnen. Sein Schwiegervater gewann unterdessen den neuen Einmandatswahlkreis Ōsaka 2 für die NFP; er wurde nach der Auflösung der NFP Mitglied der Minseitō, kehrte dann aber in die LDP zurück. Zur Shūgiin-Wahl 2000 zog er sich aus der Politik zurück, Akira Satō übernahm die Wahlkreiskandidatur und setzte sich durch. 2003 wurde er wiedergewählt. Bei der „Postprivatisierungswahl“ 2005 gehörte Satō zu den „Rebellen“, den Gegnern der vom Parteivorsitzenden Jun’ichirō Koizumi betriebenen Postprivatisierung, und musste ohne LDP-Unterstützung kandidieren. Er verlor seinen Sitz knapp an die LDP-„Attentäter“-Kandidatin Shika Kawajō. 2009 kandidierte er erneut als Parteiloser, unterlag aber erneut, nun dem Demokraten Hitoshi Hagihara. Erst bei der Shūgiin-Wahl 2012 konnte Satō – nun wieder als LDP-Kandidat – den Wahlkreis gewinnen und erneut ins Shūgiin einziehen; er war einer von nur drei LDP-Abgeordneten aus den 19 Wahlkreisen der Präfektur. Anschließend war er bis September 2013 für das zweite Kabinett Abe parlamentarischer Staatssekretär (daijin seimukan) im Verteidigungsministerium. Er übernahm im Oktober 2013 die Führung der verteidigungspolitischen Abteilung der LDP. Von September 2014 bis Oktober 2015 (umgebildetes zweites und drittes Kabinett Abe) war er Vizeminister (fukudaijin) im Verteidigungsministerium. 2014 wurde mit 46,5 % der Stimmen als Abgeordneter für Ōsaka 2 wiedergewählt. Bei der Shūgiin-Wahl 2021 unterlag Satō in Osaka 2 mit 32,5 % der Stimmen klar Tadashi Morishima (48,5 %; Nippon Ishin no Kai) und erreichte mit diesem Mehrheitswahlergebnis auch nur den 12. Platz auf der LDP-Verhältniswahlliste im Block Kinki, die acht Sitze gewann. 2024 kandidierte er erneut und unterlag Morishima (44 %) wieder mit rund 30 % der Stimmen.
Fusae Ōta (jap. 太田 房江, Ōta Fusae, gelegentlich von ihr selbst als Ohta romanisiert; eigentlich verheiratet 齊藤 房江, Saitō…Fusae Ōta (jap. 太田 房江, Ōta Fusae, gelegentlich von ihr selbst als Ohta romanisiert; eigentlich verheiratet 齊藤 房江, Saitō Fusae; * 2. Juni 1951 in Kure, Präfektur Hiroshima) ist eine japanische Politikerin, Abgeordnete im japanischen Oberhaus für die Präfektur Osaka und ehemalige Gouverneurin von Osaka. Sie war landesweit die erste Frau im Gouverneursamt. Ōta studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tokio. Nach ihrem Abschluss 1976 wurde sie Beamtin im MITI. 1997 verließ sie das Ministerium und wurde stellvertretende Gouverneurin von Okayama. Nach zwei Jahren kehrte sie als Sekretärin des Ministers (大臣官房, daijin kambō) ins MITI zurück. Nachdem der Gouverneur von Osaka, Knock Yokoyama, 1999 wegen sexueller Belästigung zurücktreten musste, kündigte Ōta ihre Kandidatur an, die von nationaler LDP, DPJ, Kōmeitō und Liberaler Partei unterstützt wurde. Die Wahlen am 6. Februar 2000 gewann sie mit rund 1,4 Millionen Stimmen (45,98 %) gegen Makoto Ajisaka (KPJ-gestützt, 33,99 %), Tatsuo Hiraoka (mit Unterstützung der LDP Osaka, 19,14 %) und Seizō Hideyoshi Hashiba (0,89 %), wobei die Wahlbeteiligung mit 44,5 % ein historisches Tief erreichte. 2004 wurde sie mit zusätzlicher Unterstützung der SDP und 56,18 % der Stimmen wiedergewählt. Nach einem Finanzskandal um die Fleischfirma Hannan Corp. und Kritik der LDP an gemeinsamen Wahlkampfauftritten mit Oppositionspolitikern der DPJ bei der Bürgermeisterwahl in Osaka verlor Ōta 2007 die Unterstützung von Parteien und Wirtschaftsverbänden. Im Dezember kündigte sie an, 2008 nicht wieder zu kandidieren. Bei der Oberhauswahl 2013 kandidierte Ōta für die LDP bei der landesweiten Verhältniswahl. Sie erhielt 77.173 Präferenzstimmen und landete damit auf dem 18. LDP-Listenplatz, dem letzten, der für eine Wahl ausreichte. Von 2015 bis 2016 war Ōta für das umgebildete dritte Kabinett Abe Staatssekretärin (daijin seimukan) im Sozial- und Arbeitsministerium. Für die Oberhauswahl 2019 wechselte sie in den Präfekturwahlkreis Osaka, nachdem dort der LDP-Abgeordnete Takuji Yanagimoto 2018 seinen Rückzug zur nächsten Wahl erklärt hatte. Mit 16 % der Stimmen hinter drei Kandidaten von Nippon Ishin no Kai und Kōmeitō, aber rund fünf Prozentpunkten Vorsprung auf die Kandidaten der Mitte-links-Opposition gewann sie den vierten der vier Sitze Osakas. Für die Oberhauswahl 2025 wollte die LDP sie zunächst trotz interner Meinungsverschiedenheiten in/mit der LDP Osaka wieder nominieren, aber sie erklärte kurz vor der Wahl ihren Rückzug.
Emiko Okuyama (jap. 奥山 恵美子, Okuyama Emiko; * 23. Juni 1951 in Akita, Präfektur Akita) ist eine japanische Politikerin…Emiko Okuyama (jap. 奥山 恵美子, Okuyama Emiko; * 23. Juni 1951 in Akita, Präfektur Akita) ist eine japanische Politikerin und war von 2009 bis 2017 Bürgermeisterin der Stadt Sendai. Okuyama, Absolventin der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tōhoku, arbeitete nach ihrem Abschluss 1975 in der Stadtverwaltung von Sendai. 2005 wurde sie Schulrätin (kyōiku-chō) im Bildungsausschuss der Stadt, 2007 Vizebürgermeisterin (fuku-shichō). 2009 verließ sie die Stadtverwaltung, um sich für die Nachfolge von Katsuhiko Umehara zu bewerben, der nicht für eine zweite Amtszeit kandidierte. Die Bürgermeisterwahl am 26. Juli 2009 gewann Okuyama mit Unterstützung von Demokratischer und Sozialdemokratischer Partei und zahlreicher Mitglieder des Stadtrates mit 161.546 Stimmen (45,1 %) gegen fünf weitere Kandidaten, die alle Stimmenanteile unter 20 Prozent erhielten. Sie trat ihr Amt im August 2009 an und wurde damit landesweit die erste Frau als Bürgermeisterin einer seirei shitei toshi, also einer „regierungsdesignierten Großstadt“, oder einer Präfekturhauptstadt. 2011 wurde Sendai schwer vom Tōhoku-Erdbeben und dem resultierenden Tsunami getroffen, und die Bewältigung der Folgen bestimmten weitgehend den Rest ihrer Amtszeit. 2013 wurde sie gegen den kommunistischen Herausforderer Tatsuya Kadono mit Zweidrittelmehrheit im Amt bestätigt, die Wahlbeteiligung erreichte ein Rekordtief. 2017 trat sie nicht mehr an.
Mieko Yoshimura (jap. 吉村 美栄子 Yoshimura Mieko; * 1951 in Ōe, Landkreis Nishimurayama, Präfektur Yamagata) ist eine…Mieko Yoshimura (jap. 吉村 美栄子 Yoshimura Mieko; * 1951 in Ōe, Landkreis Nishimurayama, Präfektur Yamagata) ist eine parteilose japanische Politikerin und seit Februar 2009 Gouverneurin der Präfektur Yamagata.
Shōzō Azuma (jap. 東 祥三, Azuma Shōzō; * 1. Mai 1951 in Shinjuku, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker. Er war…Shōzō Azuma (jap. 東 祥三, Azuma Shōzō; * 1. Mai 1951 in Shinjuku, Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker. Er war bis 2012 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 15. Wahlkreis Tokio, zuletzt als Mitglied der Nippon Mirai no Tō. Azuma absolvierte 1975 die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Sōka-Universität, an der er 1983 auch den Doktorgrad (hakushi) erwarb. Bis 1988 war er für Sonderorganisationen der Vereinten Nationen tätig, darunter die ONUDI. 1990 kandidierte er in Nachfolge von Shigetake Arishima als Kōmeitō-Kandidat im damaligen Viermandatswahlkreis Tokio 6 für das Shūgiin und wurde mit dem vierthöchsten Stimmenanteil gewählt, 1993 mit dem dritthöchsten Stimmenanteil wiedergewählt. Unter der Anti-LDP-Koalition die in Form des Kabinetts Hosokawa 1993 die Regierung übernahm, wurde Azuma parlamentarischer Staatssekretär im Außenministerium unter Tsutomu Hata. Nach der Auflösung der Kōmeitō 1994 gehörte Azuma wie die meisten Parteimitglieder zur Neuen Fortschrittspartei, folgte danach aber Ichirō Ozawa in die Liberale Partei und schließlich die Demokratische Partei, in der er zur Ozawa-Gruppe gehörte. Nach der Wahlrechtsreform kandidierte er zunächst 1996 nur im Verhältniswahlblock Tokio, den er bis 2003 repräsentierte, ab 2000 auch im neuen Einzelwahlkreis Tokio 15, den er aber deutlich verlor, so dass er 2003 auch die Wiederwahl im Verhältniswahlblock verfehlte – 2003 setzte die Demokratische Partei alle 24 Wahlkreiskandidaten im Block Tokio auf den Listenplatz 1 – und aus dem Parlament ausschied. Erst beim demokratischen Erdrutschsieg in der Shūgiin-Wahl 2009 konnte Azuma den LDP-Amtsinhaber Ben Kimura um rund 15,000 Stimmen schlagen, den Wahlkreis erstmals gewinnen und wieder ins Parlament einziehen. Von 2009 bis 2010 saß Azuma dem Shūgiin-Ausschuss für Wirtschaft und Industrie vor. Im September 2010 wurde er von Naoto Kan bei einer Kabinettsumbildung zum „Vizeminister“ im Kabinettsbüro berufen. Die Position behielt er bis 2011. Von 2011 bis 2012 war er Vorsitzender des Shūgiin-Sicherheitsausschusses (anzen-hoshō-iinkai). Im Sommer 2012 folgte Azuma Ichirō Ozawa zusammen mit weiteren Gegnern der vom Parteivorsitzenden Yoshihiko Noda geplanten Mehrwertsteuererhöhung aus der Demokratischen Partei in die Kokumin no Seikatsu ga Daiichi. In der neuen Partei war er Generalsekretär. Vor der Shūgiin-Wahl 2012 schloss er sich zusammen mit den meisten Anhängern Ozawas der Nippon Mirai no Tō an. Bei der Wahl wurde er mit rund 28.500 Stimmen nur Vierter in seinem Wahlkreis und verfehlte auch eine Wiederwahl über den Block Tokio, wo die Partei nur ein Mandat gewann. Bei der Wahl 2013 bewarb er sich für das Sangiin, das Oberhaus des nationalen Parlaments. Im nationalen Verhältniswahlkreis kandidierte er für Ozawas Seikatsu no Tō, erhielt aber mit 33.146 Stimmen nur den fünften Platz, und die Partei gewann bei der Verhältniswahl ohnehin null Sitze.
Takumi Nemoto (jap. 根本 匠 Nemoto Takumi; * 7. März 1951 in Kōriyama, Präfektur Fukushima) ist ein japanischer Politiker…Takumi Nemoto (jap. 根本 匠 Nemoto Takumi; * 7. März 1951 in Kōriyama, Präfektur Fukushima) ist ein japanischer Politiker (LDP, darin zuletzt Kishida-Faktion). Von 1993 bis 2024 war er mit Unterbrechung (2009–12) Mitglied des Abgeordnetenhauses, dem Unterhaus des Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Fukushima 2, und war unter anderem Wiederaufbauminister und Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Nemoto wurde nach Abschluss seines Studiums an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio 1974 Beamter im Bauministerium. 1991 verließ er das Ministerium und kandidierte bei der Abgeordnetenhauswahl 1993 im damaligen viermandatigen Wahlkreis Fukushima 1. Mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Tokunosuke Kaneko (Erneuerungspartei) und noch vor Amtsinhaber Teruhiko Mashiko (LDP) und dem zum zweiten Mal antretenden Tatsuo Satō (LDP) gewann Nemoto ein Mandat. Nach der Wahlrechtsreform wurde er seit 1996 im neuen Einmandatswahlkreis Fukushima 2 fünfmal bestätigt. Nur bei der LDP-Erdrutschniederlage 2009 unterlag er der Demokratin Kazumi Ōta und verfehlte auch eine Wiederwahl im Verhältniswahlblock Tōhoku. Nemoto war unter anderem parlamentarischer Staatssekretär im Sozialministerium (Kabinett Obuchi und 1. Umbildung, 1998–1999), Berater des Premierministers und gleichzeitig Vizeminister im Kabinettsamt (Kabinett Koizumi I (1. Umbildung), 2002–2003). Von 2003 bis 2004 saß er dem Ausschuss für Wirtschaft und Industrie im Abgeordnetenhaus vor. Nach seiner Rückkehr ins Abgeordnetenhaus bei der Wahl 2012 berief ihn Ministerpräsident Shinzō Abe als Wiederaufbauminister in sein zweites Kabinett. Bei der Kabinettsumbildung im September 2014 wurde er durch Wataru Takeshita abgelöst. Von Oktober 2018 bis September 2019 war er im zum ersten Mal umgebildeten vierten Kabinett Abe Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Im September 2024 kündigte er seinen Rückzug zur nächsten allgemeinen Abgeordnetenhauswahl an. Bei der bereits im Oktober folgenden Wahl kandidierte sein Sohn Taku mit LDP-Nominierung im neu zugeschnittenen Wahlkreis Fukushima 2 und unterlag zwar Kōichirō Genba (KDP, vorher alter Wahlkreis 3), gewann aber mit einer hinreichend knappen Niederlage den fünften und letzten LDP-Sitz bei der Verhältniswahl in Tōhoku.
Hōdō Nakamura (jap. 中村 法道 Nakamura Hōdō; * 29. November 1950 in Arie (heute: Minami-Shimabara), Präfektur Nagasaki) ist…Hōdō Nakamura (jap. 中村 法道 Nakamura Hōdō; * 29. November 1950 in Arie (heute: Minami-Shimabara), Präfektur Nagasaki) ist ein japanischer Politiker und war von 2010 bis 2022 Gouverneur von Nagasaki.
Yasuhisa Shiozaki (jap. 塩崎 恭久 Shiozaki Yasuhisa; * 7. November 1950 in Matsuyama, Präfektur Ehime) ist ein japanischer…Yasuhisa Shiozaki (jap. 塩崎 恭久 Shiozaki Yasuhisa; * 7. November 1950 in Matsuyama, Präfektur Ehime) ist ein japanischer Politiker der LDP. Er war von 1993 bis 1995 und von 2000 bis 2021 Abgeordneter im Shūgiin für den Wahlkreis Ehime 1 und in der Regierung 2006–07 Chefkabinettssekretär und 2014–17 Sozial- und Arbeitsminister. Innerhalb der LDP gehörte Shiozaki der Kishida-Faktion an.
Yoshinobu Nisaka (jap. 仁坂吉伸, Nisaka Yoshinobu; * 2. Oktober 1950 in Wakayama, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer…Yoshinobu Nisaka (jap. 仁坂吉伸, Nisaka Yoshinobu; * 2. Oktober 1950 in Wakayama, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer Politiker und seit 2006 Gouverneur der Präfektur Wakayama.
Takeshi Onaga (jap. 翁長 雄志, Onaga Takeshi; * 2. Oktober 1950 in Miwashi (heute: Naha), Präfektur Okinawa; † 8. August…Takeshi Onaga (jap. 翁長 雄志, Onaga Takeshi; * 2. Oktober 1950 in Miwashi (heute: Naha), Präfektur Okinawa; † 8. August 2018 in Urasoe) war ein japanischer Politiker (LDP→parteilos) und von 2014 bis 2018 Gouverneur der Präfektur Okinawa. Zuvor war er von 1992 bis 1996 Abgeordneter im Präfekturparlament von Okinawa und von 2000 bis 2014 Bürgermeister von Naha.
Eriko Yamatani (jap. 山谷 えり子 Yamatani Eriko; * 19. September 1950 in Musashino, Präfektur Tokio) ist eine japanische…Eriko Yamatani (jap. 山谷 えり子 Yamatani Eriko; * 19. September 1950 in Musashino, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei (LDP), und Abgeordnete im Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, über die landesweite Verhältniswahl. Von 2014 bis 2015 war sie Vorsitzende der Nationalen Kommission für Öffentliche Sicherheit und Katastrophenschutzministerin im zweiten Kabinett Abe. Innerhalb der LDP gehört sie zur Hosoda-Faktion. Yamatani studierte Psychologie an der Seishin-Frauenuniversität (Universität vom Heiligen Herzen). Nach ihrem Abschluss 1973 wurde sie wie ihr Vater Journalistin für die Sankei Shimbun und den zugehörigen Fernsehsender. Bei der Sangiin-Wahl 1989 war sie Kandidatin auf der Liste der Demokratisch-Sozialistischen Partei, wurde jedoch nicht gewählt. Bei der Shūgiin-Wahl 2000 wurde Yamatani für die Demokratische Partei im Verhältniswahlblock Tōkai gewählt, wo sie alleine vor den Doppelkandidaten auf Platz 1 der demokratischen Liste kandidierte. Gemeinsam mit Hiroshi Kumagai verließ sie 2002 die Demokraten und beteiligte sich an der Gründung der Neuen Konservativen Partei, die 2003 der LDP beitrat. Bei der Shūgiin-Wahl 2003 hatte sie für die Neue Konservative Partei im Wahlkreis Tokio 4 kandidiert, unterlag aber klar den Kandidaten der beiden großen Parteien. Bei der Sangiin-Wahl 2004 wurde Yamatani über die Verhältniswahl als LDP-Kandidatin mit 242.043 Stimmen (LDP-Listenplatz 6) gewählt. Im November 2005 wurde Yamatani Staatssekretärin im Kabinettsbüro. Premierminister Shinzō Abe ernannte sie bei Amtsantritt 2006 zur Sonderberaterin für Bildungsreform, sein Nachfolger Yasuo Fukuda beließ sie auf dieser Position, die sie bis zu Fukudas Rücktritt im August 2008 behielt. Von 2009 bis 2010 saß sie dem Umweltausschuss im Sangiin vor. Bei der Sangiin-Wahl 2010 erzielte sie mit über 250.000 Stimmen den dritten Platz auf der LDP-Verhältniswahlliste und wurde sicher wiedergewählt. Unter Sadakazu Tanigaki gehörte sie zeitweise dem Schattenkabinett der LDP an. Nach der erneuten Regierungsübernahme der Liberaldemokraten übernahm Yamatani 2012 den Vorsitz des Sangiin-Sonderausschusses für Entwicklungshilfe, 2013 wurde sie PARC-Vorsitzende in der LDP-Fraktion im Sangiin. Im September 2014 berief sie Shinzō Abe bei einer Kabinettsumbildung zur Vorsitzenden der öffentlichen Sicherheitskommission und Ministerin beim Kabinettsbüro für Katastrophenschutz und übertrug ihr weitere Aufgaben: die Entführungen durch Nordkorea und die Katastrophenschutzmaßnahmen nach dem Gesetz zur „Stärkung der Zähigkeit des Landes“ von Vorgänger Keiji Furuya sowie maritime und Territorialfragen (vorher bei Ichita Yamamoto). Yamatani steht, wie Premier Abe und weitere Kabinett- und LDP-Parteimitglieder, der als revisionistisch geltenden Nippon Kaigi nahe.
Masaharu Nakagawa (jap. 中川 正春 Nakagawa Masaharu; * 10. Juni 1950 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein ehemaliger…Masaharu Nakagawa (jap. 中川 正春 Nakagawa Masaharu; * 10. Juni 1950 in Matsusaka, Präfektur Mie) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (LDP→NJP→NFP→Kokumin no Koe→GGP→DPJ→DFP→parteilos→KDP) und war durchgehend von 1996 bis 2024 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, zuletzt für den Verhältniswahlblock Tōkai und ehemaliger Minister.
Yukiko Kada (jap. 嘉田 由紀子 Kada Yukiko; * 18. Mai 1950 in Honjō, Präfektur Saitama) ist eine japanische Politikerin und…Yukiko Kada (jap. 嘉田 由紀子 Kada Yukiko; * 18. Mai 1950 in Honjō, Präfektur Saitama) ist eine japanische Politikerin und seit 2019 Mitglied im Senat, dem Oberhaus des Nationalparlaments, zunächst eine Amtszeit für die Präfektur Shiga, seit 2025 für den Verhältniswahlwahlkreis. Von 2006 bis 2014 war sie Gouverneurin von Shiga. Seit 2024 ist sie Mitglied der Nippon Ishin no Kai. Kada ist Absolventin der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Kyōto. Während ihres Studiums lebte sie 1972 für ein halbes Jahr in Tansania. Nach ihrem Abschluss 1973 setzte sie ihre Studien an der University of Wisconsin fort. Anschließend blieb sie in der Forschung, zunächst am Biwa-See-Forschungsinstitut, später an der Kyōto-Seika-Universität, wo sie seit 2000 Professorin für Umweltsoziologie war. 2006 verließ sie die Universität, um zur Wahl für den Gouverneursposten in Shiga anzutreten. Zu ihren Forderungen im Wahlkampf gehörten unter anderem Baustopps für neue Shinkansen-Bahnhöfe, Dammprojekte und eine Mülldeponie in Shiga. Ihre Kandidatur wurde von der Sozialdemokratischen Partei (SDP) unterstützt. Bei der Wahl am 2. Juli 2006 setzte sie sich mit 217.842 Stimmen gegen den Amtsinhaber Yoshitsugu Kunimatsu (185.344 Stimmen) durch, der von der LDP, der DPJ und der Kōmeitō unterstützt wurde. Sie war die erste weibliche Gouverneurin der Präfektur Shiga, die fünfte landesweit. Bei der Wahl 2010 wurde sie mit Unterstützung von DPJ und SDP mit 63 % der Stimmen wiedergewählt. Im November 2012 gründete Kada für die Shūgiin-Wahl 2012 die Nippon Mirai no Tō („Zukunftspartei Japans“), die einen Atomausstieg, eine Reduzierung der Benachteiligung von Frauen in der japanischen Arbeitswelt und bessere Bedingungen für Familien mit Kindern anstrebte. Die Partei versammelte viele, überwiegend vorher aus den Regierungsparteien ausgetretene Abgeordnete, insbesondere die DPJ-Abspaltung von Ichirō Ozawa, spaltete sich aber kurz nach der Wahl wieder, bei der sie von 62 auf 9 Sitze zurückfiel. In der Partei verblieb nur eine Abgeordnete. In Shiga wurde Kada wegen ihrer Doppelrolle in nationaler und Präfekturpolitik kritisiert und trat im Januar 2013 vom Parteivorsitz zurück. Zur Gouverneurswahl 2014 zog sich Kada nach zwei Amtszeiten zurück, der von ihr unterstützte Taizō Mikazuki wurde zu ihrem Nachfolger gewählt. Seit 2014 führt sie die Präfekturpartei Team Shiga (チームしが chīmu Shiga). Bei der Repräsentantenhauswahl 2017 trat Kada als unabhängige Oppositionskandidatin im Wahlkreis Shiga 1 an, unterlag aber knapp um rund 5.000 Stimmen LDP-Amtsinhaber Toshitaka Ōoka. Bei der Senatswahl 2019 kandidierte Kada in Shiga für die linke Opposition (KDP, DVP, KPJ, SDP) und gewann knapp mit rund 14.000 Stimmen Vorsprung gegen LDP-Vorgänger Takeshi Ninoyu. Anschließend gründete sie zusammen mit der ebenfalls neu gewählten Oppositionsabgeordneten Takako Nagae aus Ehime die Fraktion Hekisuikai (碧水会). Diese löste sich im August 2022 auf, Kada wurde kurz darauf Mitglied der DVP-Fraktion. Im Juni 2023 trat sie auch der Partei bei. Im Dezember 2023 wurde sie Mitglied der Kyōiku mushōka o jitsugen suru kai (教育無償化を実現する会, „Vereinigung zur Realisierung kostenloser Bildung“), die im Januar 2024 eine Fraktionsgemeinschaft mit der Ishin no Kai bildete und im Oktober 2024 dorthin fusionierte. Für die Senatswahl 2025 wechselte Kada in den landesweiten Verhältniswahlwahlkreis, wo sie über 100.000 Stimmen erhielt und damit den ersten der vier Ishin-Sitze gewann.
Yōichi Miyazawa (jap. 宮澤 洋一 Miyazawa Yōichi; * 24. April 1950 in Fukuyama, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer…Yōichi Miyazawa (jap. 宮澤 洋一 Miyazawa Yōichi; * 24. April 1950 in Fukuyama, Präfektur Hiroshima) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Sangiin für Hiroshima und war von 2014 bis 2015 Wirtschaftsminister im zweiten und dritten Kabinett Abe. In der LDP gehört er der Kishida-Faktion an. Miyazawa schloss 1974 sein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Tokio ab und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. Ab 1976 studierte er an der Universität Harvard, wo er einen MPA erwarb. 1992 wurde er Chefsekretär des Premierministers, seines Onkels Kiichi Miyazawa. 1993 beendete er seine Beamtenlaufbahn. Im Januar 1994 wurde Miyazawa politischer Sekretär seines Onkels. Als dieser im Jahr 2000 seinen Wahlkreis für das Shūgiin, den 7. Wahlkreis Hiroshima aufgab und in den Verhältniswahlblock wechselte, trat er dessen Nachfolge an. Den Wahlkreis gewann Miyazawa deutlich gegen den Demokraten Toshimasa Yamada und zog für die erste von drei Legislaturperioden ins Shūgiin ein. Dort war er unter anderem Mitglied des Auswärtigen sowie des Sozial- und Gesundheitsausschusses. Im umgebildeten Kabinett Fukuda war er 2008 Staatssekretär (fuku-daijin, „Vizeminister“) im Kabinettsbüro. Bei der Shūgiin-Wahl 2009 verfehlte er gegen Takashi Wada die Wiederwahl. Bei der Sangiin-Wahl 2010 kandidierte Miyazawa in seiner Heimatpräfektur Hiroshima (Zweimandatswahlkreis), erhielt über eine halbe Million Stimmen und war damit für sechs Jahre als Sangiin-Abgeordneter gewählt. Im Oktober 2014 wurde er Nachfolger der zurückgetretenen Yūko Obuchi (Shūgiin, Gunma, Nukaga-Faktion) als Minister für Wirtschaft und Industrie und Minister beim Kabinettsamt für die Organisation für Atomkraftentschädigungen. 2016 und 2022 wurde er jeweils mit dem höchsten Stimmenanteil wiedergewählt. Von 2018 bis 2019 saß er dem Sangiin-Sonderausschuss für Verbraucherschutz vor. In der LDP führt er von 2015 bis 2019 und seit 2021 den Forschungsausschuss für das Steuersystem (税制調査会 zeisei chōsakai).
Yukihisa Fujita (jap. 藤田 幸久, Fujita Yukihisa; * 19. April 1950 in Hitachi, Präfektur Ibaraki) ist ein japanischer…Yukihisa Fujita (jap. 藤田 幸久, Fujita Yukihisa; * 19. April 1950 in Hitachi, Präfektur Ibaraki) ist ein japanischer Politiker (DPJ→DFP→DVP→KDP), von 2007 bis 2019 Abgeordneter für die Präfektur Ibaraki im Sangiin, dem japanischen Oberhaus, und von 2011 bis 2012 Vizeminister im Finanzministerium (Kabinett Noda).
Shun’ichi Yamaguchi (japanisch 山口 俊一 Yamaguchi Shun’ichi; * 28. Februar 1950 in Ikeda-chō, Miyoshi-gun (heute…Shun’ichi Yamaguchi (japanisch 山口 俊一 Yamaguchi Shun’ichi; * 28. Februar 1950 in Ikeda-chō, Miyoshi-gun (heute: Miyoshi-shi), Tokushima-ken) ist ein japanischer Politiker, in 13. Wahlperiode Abgeordneter im Unterhaus des Nationalparlaments, wo er heute den 2. Wahlkreis von Tokushima vertritt, und war von 2014 bis 2015 Minister im zweiten Kabinett Abe. Er gehört heute zur Asō-Faktion der Liberaldemokratischen Partei (LDP).
Ryū Shionoya (jap. 塩谷 立 Shionoya Ryū; * 18. Februar 1950 in Hamamatsu, Präfektur Shizuoka) ist ein ehemaliger…Ryū Shionoya (jap. 塩谷 立 Shionoya Ryū; * 18. Februar 1950 in Hamamatsu, Präfektur Shizuoka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Er war zuletzt partei- und fraktionsloser Abgeordneter für den Verhältniswahlblock Tōkai im Shūgiin, dem Unterhaus der Nationalversammlung, bis 2024 war er Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin der Abe-Faktion. Dem Shūgiin gehörte er mit Unterbrechungen von 1990 bis 2024 an, von 2008 bis 2009 war er Bildungsminister.
Toshiaki Endō (jap. 遠藤 利明 Endō Toshiaki; * 17. Januar 1950 im Kreis Süd-Murayama (heute: kreisfreie Stadt Kaminoyama)…Toshiaki Endō (jap. 遠藤 利明 Endō Toshiaki; * 17. Januar 1950 im Kreis Süd-Murayama (heute: kreisfreie Stadt Kaminoyama), Präfektur Yamagata) ist ein japanischer Politiker (LDP, darin zuletzt Tanigaki-Gruppe), im Parlament ehemaliger Unterhausabgeordneter für den 1. Wahlkreis Yamagata, ehemaliger Olympiaminister und seit 2023 Präsident des japanischen Sportdachverbandes. Endō, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Zentraluniversität, wurde 1983 für die erste von zwei Wahlperioden ins Präfekturparlament von Yamagata gewählt. 1990 trat er für einen Wechsel in die nationale Politik bei der Unterhauswahl 1990 zurück, bei der er im damaligen Viermandatswahlkreis Yamagata 1 als Unabhängiger kandidierte, aber mit weniger als 8 % der Stimmen nur Fünfter hinter einem Sozialisten und vier Liberaldemokraten wurde. Im zweiten Anlauf bei der Wahl 1993 gelang ihm mit dem dritthöchsten Stimmenanteil (18,3 %) der Sprung ins Nationalparlament. Er trat wieder der LDP bei. Seit der Wahlrechtsreform kandidiert Endō im neuen Einmandatswahlkreis Yamagata 1, wo er aber zunächst zweimal dem reformkonservativen ehemaligen Landwirtschaftsminister Michihiko Kano (LDP→…→NFP→…→DPJ) unterlag. 1996 gewann er noch einen Sitz bei der Verhältniswahl im Block Tōhoku, 2000 verpasste er auch dort die Wiederwahl. Von 1998 bis 1999 war er für das Kabinett Obuchi parlamentarischer Staatssekretär im Bauministerium. Bei der Unterhauswahl 2003 konnte Endō sich erstmals gegen Kano durchsetzen, 2005 mit absoluter Mehrheit. 2006 wurde er für das erste Kabinett Abe „Vizeminister“ im MEXT. Bei der LDP-Erdrutschniederlage in der Wahl 2009 unterlag Endō Kano um weniger als 2.000 Stimmen, erreichte aber mit dieser knappen Wahlkreisniederlage den dritten Platz auf der LDP-Liste und damit die Wiederwahl im Verhältniswahlblock Tōhoku. Durchgehend von 2012 bis 2024 gewann er Yamagata 1 souverän mit absoluten Mehrheiten. Von 2008 bis 2009 saß Endō dem Unterhausausschuss für Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft vor. Im Juni 2015 berief ihn Shinzō Abe auf den nach dem Olympiasondermaßnahmengesetz (voller Name: Heisei 32-nen Tōkyō Orimpikku kyōgi taikai・Tōkyō Pararimpikku kyōgi taikai tokubetsu sochi hō) neu eingerichteten Ministerposten für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio 2020 in das dritte Kabinett Abe. Bei einer Kabinettsumbildung im August 2016 löste ihn Tamayo Marukawa ab. Er war danach einer der Vizepräsidenten des Organisationskomitees der Olympischen Spiele. In der LDP führte er unter Fumio Kishida von 2021 bis 2022 den Wahlkampfausschuss, danach bis 2023 den Exekutivrat (sōmukai, wörtl. „Rat für allgemeine Angelegenheiten“). Zur Wahl 2026 erklärte Endō seinen Rückzug, den Wahlkreis Yamagata 1 übernahm (erfolgreich) sein ältester Sohn Hiroaki, vorher LDP-Präfekturparlamentsabgeordneter. 2023 wurde Endō Präsident (kaichō) der „japanischen Sportgesellschaft“ (Nihon Sports Kyōkai, bis 2018 Nihon taiiku kyōkai; engl. Übersetzungen mehrfach wechselnd, zuletzt „Japan Sport Association“, JSPO), der erst seit 1989 organisatorisch vom nationalen Olympischen Komitee getrennten Dachorganisation des japanischen Sports.
Kensaku Morita (jap. 森田 健作, Morita Kensaku; * 16. Dezember 1949 in Ōta, Präfektur Tokio als Suzuki Eiji (鈴木 栄治)) ist…Kensaku Morita (jap. 森田 健作, Morita Kensaku; * 16. Dezember 1949 in Ōta, Präfektur Tokio als Suzuki Eiji (鈴木 栄治)) ist ein japanischer Schauspieler und Politiker. Er ist seit 2009 Gouverneur von Chiba.
Akira Gunji (jap. 郡司 彰 Gunji Akira; * 11. Dezember 1949 in Mito, Ibaraki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker…Akira Gunji (jap. 郡司 彰 Gunji Akira; * 11. Dezember 1949 in Mito, Ibaraki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker (DPJ→DFP→partei- und fraktionslos→parteiloses Mitglied der KDP-Fraktion→KDP). Von 1998 bis 2022 war er Senator für Ibaraki, von 2016 bis 2019 Vizepräsident des Senats. In der umgebildeten Regierung von Premierminister Yoshihiko Noda war er von Juni bis Dezember 2012 Landwirtschaftsminister.
Mitsuhide Iwaki (jap. 岩城 光英, Iwaki Mitsuhide; * 4. Dezember 1949 in Iwaki, Präfektur Fukushima) ist ein japanischer…Mitsuhide Iwaki (jap. 岩城 光英, Iwaki Mitsuhide; * 4. Dezember 1949 in Iwaki, Präfektur Fukushima) ist ein japanischer Politiker. Er war von 1998 bis 2016 Senator für Fukushima, Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP; Hosoda-Faktion) und von 2015 bis 2016 Justizminister im dritten Kabinett Abe. Iwaki, Absolvent der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Sophia-Universität, wurde nach seinem Abschluss Mitarbeiter des Getränkekonzerns Suntory. Nach dem Tod seines Vaters kehrte er 1974 in die Heimat zurück, arbeitete unter anderem als Wachmann und eröffnete ein Juku. 1979 kandidierte er bei einer Nachwahl erstmals für das Stadtparlament von Iwaki, wurde aber erst im zweiten Anlauf bei der regulären Wahl 1980 gewählt. In seiner zweiten Amtszeit trat er 1986 für eine (erfolgreiche) Kandidatur zum Präfekturparlament von Fukushima zurück. Kurz nach seiner Wiederwahl 1990 starb der Bürgermeister von Iwaki, Takeo Nakata, und Iwaki trat als Abgeordneter zurück, um für die Nachfolge zu kandidieren. Er setzte sich gegen den ehemaligen sozialistischen Unterhausabgeordneten Noboru Kōsaka durch und wurde für die erste von zwei Amtszeiten zum Bürgermeister von Iwaki gewählt. In die nationale Politik wechselte Iwaki zur Senatswahl 1998, bei der er in Fukushima (damals zwei Senatoren pro Teilwahl) als einer von zwei LDP-Kandidaten antrat, den zweithöchsten Stimmenanteil (24,9 %) hinter dem parteilosen (DPJ, SDP, Kōmeitō) Yūhei Satō (32,6 %) erzielte und LDP-Amtsinhaber Shizuo Satō (23,6 %) auf den dritten Platz verdrängte. Er wurde 2004 und 2010 – die LDP nominierte in beiden Wahlen nur noch einen Kandidaten in Fukushima – jeweils mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter einem demokratischen Kandidaten aber sicherem Vorsprung auf Platz drei wiedergewählt. Von 2005 bis 2006 saß er dem Landwirtschaftsausschuss des Senats vor, 2012–2014 dem Geschäftsordnungsausschuss (giin un’ei iinkai). 2002 bis 2003 war Iwaki parlamentarischer Staatssekretär im MLIT für das Kabinett Koizumi, von 2007 bis 2008 stellvertretender Leiter des Kabinettssekretariats für die Kabinette Abe und Fukuda. Im Oktober 2015 berief ihn Shinzō Abe als Justizminister erstmals in ein Kabinett. Bei der Senatswahl im Juli 2016 verlor die Präfektur Fukushima einen Sitz. Iwaki unterlag seinem bisherigen Mitsenator Teruhiko Mashiko um rund drei Prozentpunkte. Er blieb bis zur Kabinettsumbildung im August 2016 Minister.
Osamu Fujimura (jap. 藤村 修, Fujimura Osamu; * 3. November 1949 in Osaka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der…Osamu Fujimura (jap. 藤村 修, Fujimura Osamu; * 3. November 1949 in Osaka) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Demokratischen Partei (Noda-Gruppe). Er war bis 2012 Leiter des Kabinettssekretariats im Kabinett Noda und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 7. Wahlkreis der Präfektur Osaka.
Katsutoshi Kaneda (jap. 金田 勝年, Kaneda Katsutoshi; * 4. Oktober 1949 in Shōwa, Landkreis Süd-Akita, Präfektur Akita) ist…Katsutoshi Kaneda (jap. 金田 勝年, Kaneda Katsutoshi; * 4. Oktober 1949 in Shōwa, Landkreis Süd-Akita, Präfektur Akita) ist ein ehemaliger japanischer Politiker. Von 2009 bis 2024 war er Abgeordneter aus Akita im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, von 1995 bis 2007 Abgeordneter für Akita im Sangiin, dem nationalen Oberhaus, von 2013 bis 2014 Justizminister. Er gehört der Liberaldemokratischen Partei (LDP) an, darin zuletzt bis zur Auflösung der Nikai-Faktion. Kaneda wurde nach seinem Studium an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hitotsubashi-Universität 1973 Beamter im Finanzministerium. Für dieses war er vor allem in der Haushaltsabteilung (shukei-kyoku; bearbeitet zentral die Budgetanfragen aller Ministerien) tätig, 1990/91 war er vorübergehend als Gastforscher an der Princeton-Universität. 1995 beendete er seine Beamtenkarriere und wandte sich der Politik zu. Bei der regulären Wahl 1995 zum Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, kandidierte Kaneda in seiner Heimatpräfektur Akita (ein Mandat pro Wahl) für die LDP und setzte sich mit 38,1 % der Stimmen gegen den sozialistischen Amtsinhaber Akio Hosoya (33,9 %) durch, zwei Kandidaten der Opposition lagen abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier. Bei der Wahl 2001 wurde er mit absoluter Mehrheit wiedergewählt. Von 2002 bis 2003 war er Vorsitzender des Sozial- und Arbeitsausschusses im Sangiin. 1999 wurde er für das umgebildete Kabinett Obuchi parlamentarischer Staatssekretär (seimujikan) im Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, 2005 für das umgebildete dritte Kabinett Abe Staatssekretär (fukudaijin) im Außenministerium. Bei der landesweiten LDP-Niederlage in der Sangiin-Wahl 2007 erhielt Kaneda 43,6 % der Stimmen und verlor seinen Sitz an den oppositionsgestützten (DPJ, SDP) Unabhängigen Daigo Matsuura (50,4 %). Ins Shūgiin wechselte Kaneda bei der Wahl 2009, bei der die LDP landesweit erdrutschartige Verluste verzeichnete. In seinem Heimatwahlkreis Akita 2 – ursprünglich ein sicheres „konservatives Königreich“, in dem aber der Amtsinhaber Hōsei Norota 2005 als Gegner der Postprivatisierung aus der LDP ausgetreten war und sich nun aus der Politik zurückzog – unterlag er knapp dem ehemaligen Bürgermeister von Kosaka Hiroshi Kawaguchi, gewann aber mit seiner knappen Wahlkreisniederlage den vierten von vier Verhältniswahlsitzen der LDP im Block Tōhoku. 2012 und 2014 gewann er den Wahlkreissitz mit absoluten Mehrheiten. Nach dem Rückgewinn der LDP-Mehrheit 2012 wurde er Vorsitzender des Shūgiin-Finanzausschusses (zaimu-kin’yū-iinkai), 2013 in der LDP PARC-Vizevorsitzender und Vorsitzender des Präfekurverbandes Akita, 2014 in der Nationalpartei Vizevorsitzender des Exekutivrats. Nachdem bei der Sangiin-Wahl 2016 in Fukushima Justizminister Mitsuhide Iwaki abgewählt worden war, berief Premierminister Shinzō Abe Kaneda im August 2016 bei einer Kabinettsumbildung zum Nachfolger. Er blieb bis 2017 im Amt. Von 2020 bis 2021 war er Vorsitzender des Shūgiin-Haushaltsausschusses. Bei der Shūgiin-Wahl 2017 gewann Kaneda Akita 2 nur noch sehr knapp um rund einen Prozentpunkt gegen Takashi Midorikawa (nun Kibō no Tō). 2021, als die linken Parteien SDP und KPJ erstmals auf Nominierungen im Wahlkreis Akita 2 verzichteten, unterlag er Midorikawa (nun KDP), gewann aber den fünften von sechs LDP-Sitzen im Verhältniswahlblock Tōhoku. Im September 2023 kündigte Kaneda an, aus Altersgründen bei der nächsten allgemeinen Shūgiin-Wahl nicht mehr antreten und sich aus der Politik zurückziehen zu wollen; die Wahl fand letztlich im Oktober 2024 statt.
Akira Amari (jap. 甘利 明 Amari Akira; * 27. August 1949 in Atsugi, Präfektur Kanagawa) ist ein japanischer Politiker. Von…Akira Amari (jap. 甘利 明 Amari Akira; * 27. August 1949 in Atsugi, Präfektur Kanagawa) ist ein japanischer Politiker. Von 1983 bis 2024 war er ohne Unterbrechung Abgeordneter im Unterhaus des nationalen Parlaments. Er war mehrfach Minister, unter anderem Arbeits- und Wirtschaftsminister, und in der Liberaldemokratischen Partei (LDP) 2012 PARC-Vorsitzender und 2021 kurzzeitig Generalsekretär. In der LDP gehört Amari der Asō-Faktion an.
Midori Ishii (jap. 石井 みどり, Ishii Midori; * 23. Juni 1949) ist eine japanische Politikerin. Ishii studierte bis 1976…Midori Ishii (jap. 石井 みどり, Ishii Midori; * 23. Juni 1949) ist eine japanische Politikerin. Ishii studierte bis 1976 Zahnmedizin an der Tsurumi-Universität. 1980 eröffnete sie eine Klinik für Kinderzahnheilkunde in Hiroshima. In der Folgezeit profilierte sie sich als Mitglied der Liberaldemokratischen Partei als Gesundheitspolitikerin in der Präfektur Hiroshima. Ab 2004 arbeitete sie im Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales. Im gleichen Jahr wurde sie Direktorin des japanischen Dentistenverbandes. 2007 wurde Ishii in das Sangiin, das Oberhaus des japanischen Parlaments, gewählt, wo sie u. a. Vorsitzende des Sozial- und Arbeitsausschusses (2013–14), des Ausschusses für Verbraucherschutz (2014–15) und des Rechnungsausschusses (2018–19) war. Zur Oberhauswahl 2019 trat sie nach zwei persönlichen Wahlperioden [=vier der Kammer] nicht mehr an.