Ken’ichi Mikawa (japanisch 美川憲一 Mikawa Ken’ichi; * 15. Mai 1946 in Suwa, Präfektur Nagano in Japan als 百瀬 由一 Momose…Ken’ichi Mikawa (japanisch 美川憲一 Mikawa Ken’ichi; * 15. Mai 1946 in Suwa, Präfektur Nagano in Japan als 百瀬 由一 Momose Yoshikazu) ist ein Enka-Sänger, welcher 26-mal zum Kōhaku Uta Gassen eingeladen wurde. Er debütierte 1965 und schaffte 1980 nach zwei Skandalen ein Comeback als Transvestitkünstler. Dieses Image führt er bis heute fort.
Fumiko Hayashi (jap. 林 文子, Hayashi Fumiko; * 5. Mai 1946 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin und…Fumiko Hayashi (jap. 林 文子, Hayashi Fumiko; * 5. Mai 1946 in der Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin und ehemalige Managerin. Sie war von 2009 bis 2021 Bürgermeisterin von Yokohama. Vorher war sie Präsidentin von BMW Tokyo und Vizevorsitzende der japanischen Supermarktkette Daei. Hayashi arbeitete nach dem Abschluss der Aoyama-Oberschule der Präfektur Tokio (Tōkyōtoritsu Aoyama kōtō-gakkō) für Tōyō Rayon, Matsushita Denki Sangyō und Tateishi Denki. Ab 1987 arbeitete sie für BMW Tōkyō, das sie ab 2003 als leitende Direktorin (daihyō-torishimariyaku-shachō) leitete. 2005 wechselte sie zu Daiei, 2008 zu Nissan Jidōsha, deren Tokioter Verkaufstochter sie bis 2009 leitete. In der von Forbes aufgestellten Rangliste der 100 mächtigsten Frauen steht sie auf Platz 39. Sie ist somit die am höchsten eingestufte Japanerin. Im August 2009, gleichzeitig mit der nationalen Unterhauswahl, wurde sie mit Unterstützung der Demokratischen Partei als Nachfolgerin des zurückgetretenen Hiroshi Nakada zur Bürgermeisterin der Stadt Yokohama gewählt. Das Amt trat sie am 1. September 2009 an. 2013 und 2017 wurde sie mit großen Mehrheiten wiedergewählt. Bei der Wahl 2021 landete sie in einem mit relativ prominenten Kandidaten besetzten und nationalpolitisch aufgeladenen Wahlkampf mit nur rund 13 % der Stimmen hinter dem von den nationalen Mitte-links-Oppositionsparteien unterstützten Kandidaten Takeharu Yamanaka (34 %) und dem vom nationalen LDP-Vorsitzenden und lokalem Abgeordneten (Wahlkreis Kanagawa 2) Yoshihide Suga unterstützten ehemaligen Minister Hachirō Okonogi (22 %) nur auf dem dritten Platz. Sie war eine von nur zwei Kandidaten, die die Fortführung der von ihr eingeleiteten Planung für ein Integrated Resort (IR), einen auf ein Casino zentrierten Freizeitkomplex, unterstützte. Das Casino, von Befürwortern als Jobmaschine, Touristenmagnet und Steuereinnahmenbringer gepriesen, von Gegnern als potentieller Kriminalitätsherd, Förderer des – abgesehen von regulierten staatlichen Lotterien/Sportwetten und Grauzonen (Pachinko) bis vor kurzem illegalen – Glücksspiels und Investitionsfalle für besser anders einzusetzende Mittel verurteilt, war neben der fortgesetzten Covid-19-Pandemie ein zentrales Wahlkampfthema.
Reiichi Miyazaki (jap. 宮崎 礼壹, Miyazaki Reiichi; * 13. Mai 1945 in der Präfektur Saitama) ist ein japanischer Jurist…Reiichi Miyazaki (jap. 宮崎 礼壹, Miyazaki Reiichi; * 13. Mai 1945 in der Präfektur Saitama) ist ein japanischer Jurist, Staatsanwalt und Beamter. Von 2006 bis 2010 war er Leiter des Legislativbüros des Kabinetts. Miyazaki wuchs in Tokio auf und studierte Recht an der Universität Tokio. Seine Anwaltsprüfung legte er 1967 ab, seinen Studienabschluss machte er 1968. 1970 begann seine Karriere als Staatsanwalt bei den Bezirksstaatsanwaltschaften Tokio, Okayama und Sapporo. 1984 wechselte er als sanjikan in die Kriminalabteilung (keiji-kyoku) des Justizministeriums und 1987 erstmals ins Legislativbüro. In den 1990er Jahren leitete er dort verschiedene Abteilungen, 2004 wurde er stellvertretender Leiter (jichō). 2006 berief das erste Kabinett Abe Miyazaki als Nachfolger von Masahiro Sakata zum Leiter des Legislativbüros. Das Amt behielt er in den Kabinetten Fukuda, Asō und Hatoyama bis Januar 2010, als er zurücktrat und durch Shin’ichirō Kajita abgelöst wurde.
Kōichirō Watanabe (jap. 渡辺 浩一郎, Watanabe Kōichirō; * 31. Mai 1944 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer…Kōichirō Watanabe (jap. 渡辺 浩一郎, Watanabe Kōichirō; * 31. Mai 1944 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Politiker. Er gehörte von 1993 bis 1996 und von 2009 bis 2012 dem Shūgiin, dem Unterhaus des japanischen Parlaments, aus der Präfektur Tokio an. Watanabe schloss 1968 sein Architekturstudium an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Nihon Daigaku ab. Nach zwei Jahren Forschung am Institut für Stadtplanung der Universität Tokio arbeitete er für Taisei Kensetsu. 1974 legte er die Staatsprüfung als „Architekt erster Klasse“ (ikkyū kenchikushi) ab. 1979 erwarb er an der Nihon Daigaku den Doktorgrad und war anschließend für die damalige Tōkyō-to kaiyō kankyō hozen kyōkai (東京都海洋環境保全協会, „Gesellschaft für maritimen Umweltschutz der Präfektur Tokio“) tätig. 1990 wurde Watanabe Sekretär des Abgeordneten Hirohisa Fujii. Bei der Shūgiin-Wahl 1993 kandidierte er selbst für die Neue Japan-Partei (NJP) im viermandatigen Wahlkreis Tokio 7 und wurde mit dem zweithöchsten Stimmenanteil hinter Naoto Kan (Shaminren) erstmals ins Shūgiin gewählt. Er übernahm anschließend den Vorsitz der Generalversammlung der NJP-Abgeordneten beider Kammern. In den Parteiumbildungen der 1990er Jahre folgte Watanabe Ichirō Ozawa in die Neue Fortschrittspartei, dann die Liberale Partei, für die er aber bei den Wahlen 1996 und 2000 den neuen Einzelwahlkreis Tokio 19 an Yoshinori Suematsu (DPJ) verlor. 2002 wurde er mit dem Beitritt der Liberalen Partei zur DPJ selbst Mitglied der DPJ, darin der Ozawa-Gruppe, für die er die Kandidatur im 11. Wahlkreis Tokio übernahm, den Hakubun Shimomura (LDP) bei den Wahlen 2003 und 2005 aber souverän verteidigte. Erst beim DPJ-Erdrutschsieg 2009, als Watanabe nicht mehr in einem Wahlkreis antrat, zog er über den Verhältniswahlblock Tokio ein zweites Mal ins Shūgiin ein. Im Februar 2011 kündigte er gemeinsam mit 15 weiteren Anhängern Ozawas den Austritt aus der DPJ-Shūgiin-Fraktion ab. Zusammen wollten sie die Parteiführung unter Druck setzen, keine Disziplinarmaßnahmen gegen Ozawa zu ergreifen. Sie blieben zunächst Parteimitglieder, gründeten aber unter Watanabes Vorsitz eine eigene Gruppe, das Minshutō Seiken Kōtai ni Sekinin o motsu Kai (dt. etwa „Versammlung, die Verantwortung für die Regierungsübernahme durch die Demokratische Partei übernimmt“), und drohten die Haushaltsgesetze für das im April 2011 beginnende Fiskaljahr zu blockieren – wegen des „verdrehten Parlaments“ und der ablehnenden Haltung der Opposition braucht die Regierung zur Verabschiedung von Gesetzen (nicht des Haushalts an sich) eine Zweidrittelmehrheit im Shūgiin, die sie zusammen mit der SDP erreichen könnte, ohne die 16 Ozawa-Anhänger aber sicher verfehlt. Im Dezember 2011 verließ Watanabe zusammen mit anderen Anhängern Ozawas endgültig die Partei, in der Shintō Kizuna war Watanabe Generalsekretär. 2012 wurde die Partei vor der Shūgiin-Wahl 2012 Teil der Nippon Mirai no Tō Ozawas. Für diese kandidierte Watanabe nun im 19. Wahlkreis Tokio, erhielt dort aber nur 7,6 % der Stimmen und war damit auch für eine Wiederwahl über die Verhältniswahl disqualifiziert.
Katsuyoshi Kuwahara (jap. 桑原 勝義, Kuwahara Katsuyoshi; * 30. Mai 1944 in Fujieda, Präfektur Shizuoka) ist ein ehemaliger…Katsuyoshi Kuwahara (jap. 桑原 勝義, Kuwahara Katsuyoshi; * 30. Mai 1944 in Fujieda, Präfektur Shizuoka) ist ein ehemaliger japanischer Fußballspieler.
Ryōichi Ikegami (jap. 池上 遼一, Ikegami Ryōichi; * 29. Mai 1944 in Echizen, Präfektur Fukui, Japan) ist ein japanischer…Ryōichi Ikegami (jap. 池上 遼一, Ikegami Ryōichi; * 29. Mai 1944 in Echizen, Präfektur Fukui, Japan) ist ein japanischer Mangaka.
Genjirō Kaneko (jap. 金子 原二郎 Kaneko Genjirō; * 8. Mai 1944 in Ikitsuki, Landkreis Kitamatsuura (heute: Hirado)…Genjirō Kaneko (jap. 金子 原二郎 Kaneko Genjirō; * 8. Mai 1944 in Ikitsuki, Landkreis Kitamatsuura (heute: Hirado), Präfektur Nagasaki) ist ein ehemaliger japanischer Politiker Von 1998 bis 2010 war er parteiloser Gouverneur von Nagasaki. Davor seit 1983 im Abgeordnetenhaus und danach bis 2022 im Senat war er Abgeordneter im Nationalparlament für Nagasaki als Mitglied der Liberaldemokratischen Partei (LDP), darin zuletzt der Kishida-Faktion. Von 2021 bis 2022 war er Minister für Landwirtschaft, Forst und Fischerei im ersten und zweiten Kabinett Kishida.
Masanori „Mashi“ Murakami (村上 雅則, Murakami Masanori; * 6. Mai 1944 in Ōtsuki, Präfektur Yamanashi) ist ein ehemaliger…Masanori „Mashi“ Murakami (村上 雅則, Murakami Masanori; * 6. Mai 1944 in Ōtsuki, Präfektur Yamanashi) ist ein ehemaliger japanischer Profibaseballspieler. Er war der erste japanische Spieler, der für ein Team der Major League Baseball spielte. Murakami wurde von den Nankai Hawks in die Vereinigten Staaten geschickt und feierte 1964 im Alter von 20 Jahren sein Debüt als Reliever für die San Francisco Giants. Nach zwei Saisons kehrte Murakami jedoch aufgrund vertraglicher Verpflichtungen zu seinem ursprünglichen japanischen Verein zurück, wo er weitere 17 Jahre lang erfolgreich spielte.
Katsuhiko Kondo (japanisch 近藤 勝彦 Kondō Katsuhiko; * 1944) ist ein japanischer Botaniker, der als Professor für Botanik…Katsuhiko Kondo (japanisch 近藤 勝彦 Kondō Katsuhiko; * 1944) ist ein japanischer Botaniker, der als Professor für Botanik an der Universität Hiroshima arbeitete. Den größten Teil seiner Arbeit verbrachte er mit der Erforschung fleischfressender Pflanzenarten.
Noriko Nakayama (jap. 中山 紀子, Nakayama Noriko; * 30. Mai 1943 als Noriko Takagi, 高木 紀子, Takagi Noriko) ist eine…Noriko Nakayama (jap. 中山 紀子, Nakayama Noriko; * 30. Mai 1943 als Noriko Takagi, 高木 紀子, Takagi Noriko) ist eine ehemalige Badmintonspielerin aus Japan.
Kanji Kubomura (japanisch 久保村 寛 Kanji Kubomura; * 11. Mai 1943 in der Präfektur Gunma) ist ein ehemaliger japanischer…Kanji Kubomura (japanisch 久保村 寛 Kanji Kubomura; * 11. Mai 1943 in der Präfektur Gunma) ist ein ehemaliger japanischer Radrennfahrer.
Fujio Masuoka (jap. 舛岡 富士雄, Masuoka Fujio; * 8. Mai 1943 in Takasaki, Präfektur Gunma) ist ein japanischer…Fujio Masuoka (jap. 舛岡 富士雄, Masuoka Fujio; * 8. Mai 1943 in Takasaki, Präfektur Gunma) ist ein japanischer Elektroingenieur und der Erfinder des Flash-Speichers. Masuoka studierte an der Tōhoku-Universität, wo er 1971 mit einer Dissertation über die Induktanz von Halbleitern promovierte. Im gleichen Jahr nahm er eine Stellung bei Toshiba an. Dort interessierte er sich in erster Linie für die Technik Nichtflüchtiger Datenspeicher, die es ermöglicht, gespeicherte Informationen ohne Stromversorgung zu erhalten. Im Jahr 1980 erfand er den Flash-Speicher in NOR-Technik und 1986 den in NAND-Technik. Toshibas Investitionen in diese Techniken waren jedoch anfangs zu zaghaft, was dazu führte, dass Intel in diesem Sektor das leitende Unternehmen wurde. Im Jahr 1994 verließ Masuoka Toshiba, um eine Professur an der Tohoku-Universität anzunehmen. Seit 2005 ist er der technische Direktor von Unisantis Electronics, dessen Ziel es ist, integrierte Kreise mit dreidimensionalen Transistoren zu entwickeln.
Teruo Nimura (jap. 二村 昭雄, Nimura Teruo; * 2. Mai 1943) ist ein ehemaliger japanischer Fußballspieler. Von 1966 bis 1976…Teruo Nimura (jap. 二村 昭雄, Nimura Teruo; * 2. Mai 1943) ist ein ehemaliger japanischer Fußballspieler. Von 1966 bis 1976 spielte er für den traditionsreichen Fußballverein Toyo Industries. Im Jahr 1970 spielte er in der japanischen Fußballnationalmannschaft.
Masaaki Yamazaki (jap. 山崎 正昭, Yamazaki Masaaki; * 24. Mai 1942 in Ōno, Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker…Masaaki Yamazaki (jap. 山崎 正昭, Yamazaki Masaaki; * 24. Mai 1942 in Ōno, Präfektur Fukui) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP, Hosoda-Faktion), Abgeordneter im Sangiin, dem Oberhaus des japanischen Parlaments, für die Präfektur Fukui und von 2013 bis 2016 Präsident des Sangiin. Yamazaki schloss 1965 sein Studium am politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Institut der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Nihon Daigaku ab und arbeitete anschließend für das Bauunternehmen Yamazaki Kensetsu Kōgyō. 1975 wurde er in das Stadtparlament von Ōno gewählt, 1979 für die erste von vier Amtszeiten ins Präfekturparlament von Fukui. Von 1985 bis 1987 war er Vizepräsident des Parlaments, von 1991 bis 1992 Präsident. Den Wechsel in die nationale Politik vollzog Yamazaki bei der Sangiin-Wahl 1992, als er in Fukui (ein Mandat pro Teilwahl) für die Nachfolge des wenige Monate zuvor verstorbenen Tasaburō Kumagai (LDP) kandidierte. Mit knapp 60 % der Stimmen setzte er sich gegen zwei Kandidaten von Rengō no Kai und KPJ durch. 1998, 2004 und 2010 wurde er jeweils mit absoluter Mehrheit im Amt bestätigt. In der Regierung war Yamazaki von Januar bis November 1996 (Kabinett Hashimoto I) parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, von 2003 bis 2005 (Kabinett Koizumi II samt Umbildung) Vizechef des Kabinettssekretariats. Von 2001 bis 2002 führte er den Vorsitz im Sangiin-Geschäftsordnungsausschuss (sangiin giin un’ei iinkai). In der LDP übernahm er von 2005 bis 2009 die Führung des Präfekturverbandes Fukui; 2006 wurde er außerdem Vizevorsitzender der Machimura-Faktion. Von 2007 bis 2009 war er Generalsekretär der LDP-Sangiin-Fraktion. 2012 wurde Yamazaki zum Nachfolger von Hidehisa Otsuji als Vizepräsident des Sangiin gewählt, nach dem LDP-Sieg bei der Sangiin-Wahl 2013 zum Präsidenten der Kammer – nach sechs Jahren, in denen die Demokratische Partei stärkste Kraft im Sangiin gewesen war und den Präsidenten gestellt hatte. Wie die meisten Sangiin-Präsidenten und -Vizepräsidenten war er von 2012 bis 2016 fraktionslos. Yamazaki ist außerdem seit 1990 Präsident des Skiverbands Fukui (Fukui-ken sukī renmei) und seit 2005 Präsident des Pferdesportverbands Fukui (Fukui-ken bajutsu renmei).
Ichirō Ozawa (jap. 小沢 一郎, Ozawa Ichirō, * 24. Mai 1942 in Shitaya (heute: Taitō), Tokio) ist ein japanischer Politiker…Ichirō Ozawa (jap. 小沢 一郎, Ozawa Ichirō, * 24. Mai 1942 in Shitaya (heute: Taitō), Tokio) ist ein japanischer Politiker (LDP→JRP→NFP→LP→DPJ→LF→Mirai→Seikatsu→LP→DVP→KDP→Chūdō) und war von 1969 bis 2026 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, zuletzt für den Wahlkreis Iwate 3. In der Liberaldemokratischen Partei (LDP) einst Generalsekretär, löste er mit seinem Austritt 1993 den erstmaligen Machtverlust der LDP mit aus. In den 1990er Jahren war er danach einer der Führungspolitiker des Umbaus der Parteienlandschaft und führte zeitweise unter anderem zwei große Parteien, die die schon 1994 wiederhergestellte LDP-Regierung beenden sollten, die Neue Fortschrittspartei (NFP), die vorübergehend weite Teile der zersplitterten Opposition sammelte, und die Demokratische Partei (DPJ). Letztere konnte zwar 2009 tatsächlich die LDP in die Opposition zwingen; aber Ozawa, der kurz zuvor vom Parteivorsitz zurückgetreten war, geriet mehrfach in Konflikt mit der Parteiführung und war von Skandalen betroffen. 2012 verließ er die DPJ in Opposition zur vom Parteivorsitzenden Yoshihiko Noda betriebenen Mehrwertsteuererhöhung. Von Januar 2013 bis April 2019 war er (ab 2015: Ko-)Vorsitzender der Liberalen Partei (bis 2016 Seikatsu no Tō).
Akiko Santō (jap. 山東 昭子, Santō Akiko; * 11. Mai 1942 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der…Akiko Santō (jap. 山東 昭子, Santō Akiko; * 11. Mai 1942 in Setagaya, Präfektur Tokio) ist eine japanische Politikerin der Liberaldemokratischen Partei und war von 2019 bis 2022 Präsidentin des Sangiin, dem Oberhaus des nationalen Parlaments, dem sie dreimal (1974–1992, 1995–1996, 2001–2025) für insgesamt acht Wahlperioden angehörte. In der LDP führte sie von 2015 bis 2017 das Banchō Seisaku Kenkyūjo – sie war die erste Frau an der Spitze einer LDP-Faktion. Von 2007 bis 2010 war sie Vizepräsidentin des Oberhauses, von 1990 bis 1991 Wissenschaftsministerin im zweiten Kabinett Kaifu. Nach ihrem Abschluss der Bunka Gakuin, einer Kunstfachschule in Tokio, und einer Karriere in Radio, Film und Fernsehen, kandidierte sie 1974 im damaligen landesweiten Wahlkreis für die LDP. Mit über 120.000 Stimmen erreichte sie Platz 5 und war mit 32 Jahren als damals jüngste Abgeordnete erstmals gewählt. 1978 wurde sie parlamentarische Staatssekretärin in der Umweltbehörde während der Kabinette von Masayoshi Ōhira. Im Oberhaus war sie in den 1980er Jahren Vorsitzende des Auswärtigen sowie des Umweltausschusses. Seit ihrer dritten Wahl 1986 kandidiert Santō über die Verhältniswahl, die den landesweiten Wahlkreis ersetzte. 1990 wurde Santō erst als sechste Frau Ministerin in einem japanischen Kabinett, als sie Premierminister Toshiki Kaifu bei einer Kabinettsumbildung zur Leiterin der Behörde für Wissenschaft und Technologie berief. 1992 wurde sie abgewählt, kehrte aber 1995 als Nachrücker für den verstorbenen Tetsuo Tanabe ins Parlament zurück. 1996 trat sie zurück und versuchte bei der Wahl im Oktober im neu geschaffenen Einzelwahlkreis Kanagawa 6 einen Wechsel ins Unterhaus, unterlag jedoch dem Demokraten Motohisa Ikeda und dem NFP-Kandidaten Ryūshi Tsuchida. Bei der Wahl 2001 kandidierte sie wieder für das Oberhaus. Sie erhielt 147.568 der neu eingeführten Vorzugsstimmen und erzielte damit Platz 17 auf der LDP-Liste, der angesichts des LDP-Wahlerfolges (20 Verhältniswahlmandate) für eine erneute Wahl ausreichte. Als 2007 die LDP den Status als stärkste Partei und die Regierungskoalition ihre Mehrheit (Nejire Kokkai) verlor, wurde Santō für drei Jahre Vizepräsidentin des Oberhauses – als erste Frau auf dem Posten. Zuletzt wurde Santō als Abgeordnete bei der Wahl 2019 mit 133.645 Stimmen (LDP-Listenplatz 18) zum achten Mal gewählt – öfter als jeder andere Oberhausabgeordnete. Am 1. August 2019 wurde sie einstimmig zur Präsidentin des Sangiin gewählt und ist nach Chikage Ōgi die zweite Frau in diesem Amt und blieb bis zur Wahl 2022 im Amt. Bei der Oberhauswahl 2025 erreichte Santō mit 126.381 Stimmen Platz 15 auf der LDP-Liste und war damit bei zwölf Sitzen für die LDP abgewählt.
Takeo Chii (jap. 地井 武男, Chii Takeo; * 5. Mai 1942 in der Präfektur Chiba; † 29. Juni 2012 in Tokio) war ein japanischer…Takeo Chii (jap. 地井 武男, Chii Takeo; * 5. Mai 1942 in der Präfektur Chiba; † 29. Juni 2012 in Tokio) war ein japanischer Schauspieler. Zwischen 1968 und 2012 trat er in mehr als 70 Filmen auf.
Yoshimasa Sugawara (japanisch 菅原 義正 Sugawara Yoshimasa; * 31. Mai 1941 in Otaru) ist ein ehemaliger japanischer…Yoshimasa Sugawara (japanisch 菅原 義正 Sugawara Yoshimasa; * 31. Mai 1941 in Otaru) ist ein ehemaliger japanischer Rallye-Raid-Fahrer und ehemaliger Teamchef des Hino Team Sugawara.
Yūji Ōno, auch Yuji Ohno (jap. 大野 雄二, Ōno Yūji; * 30. Mai 1941 in Atamai, Präfektur Shizuoka; † 4. Mai 2026) war ein…Yūji Ōno, auch Yuji Ohno (jap. 大野 雄二, Ōno Yūji; * 30. Mai 1941 in Atamai, Präfektur Shizuoka; † 4. Mai 2026) war ein japanischer Funk-, Pop- und Jazzmusiker (Piano, Arrangement, Komposition, Bandleader), der sich ab den 1970er-Jahren vorrangig als Filmkomponist betätigte.
Satsuki Eda (japanisch 江田 五月, Eda Satsuki; * 22. Mai 1941 in Nagaoka, Saiden, Jōtō-gun (heute: Nagaoka, Naka-ku…Satsuki Eda (japanisch 江田 五月, Eda Satsuki; * 22. Mai 1941 in Nagaoka, Saiden, Jōtō-gun (heute: Nagaoka, Naka-ku, Okayama), Präfektur Okayama; † 28. Juli 2021 in Okayama) war ein japanischer Politiker (Shakai shimin rengō („Sozialistischer Bürgerbund“)→Shakaiminshu rengō („Sozialdemokratischer Bund“)→Nihon Shintō („Neue Japan-Partei“)→Shinshintō („Neue Fortschrittspartei“)→parteilos→Minshutō („Demokratische Partei“)→Minshintō („Demokratische Fortschrittspartei“)). Von 1977 bis 2016 war er mit nur zwei Unterbrechungen Mitglied im Nationalparlament, zuletzt ab 1998 für seine Heimatpräfektur Okayama im Oberhaus, dem er von 2007 bis 2010 als Präsident vorsaß. Im Anti-LDP-Koalitionskabinett Hosokawa 1993–1994 und erneut im Kabinett Kan 2011 war Eda Minister.
Takebe Tsutomu (japanisch 武部 勤; * 1. Mai 1941 in Shari, Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der…Takebe Tsutomu (japanisch 武部 勤; * 1. Mai 1941 in Shari, Hokkaidō) ist ein ehemaliger japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP). Er war unter anderem zwischen 2001 und 2002 Minister für Landwirtschaft, Forsten und Fischerei sowie von 2004 bis 2006 Generalsekretär der LDP.
Taihō Kōki (jap. 大鵬 幸喜; * 29. Mai 1940 in Shisuka (heute: Poronaisk) als Naya Kōki (納谷 幸喜); † 19. Januar 2013 in Tokio)…Taihō Kōki (jap. 大鵬 幸喜; * 29. Mai 1940 in Shisuka (heute: Poronaisk) als Naya Kōki (納谷 幸喜); † 19. Januar 2013 in Tokio) war der 48. Yokozuna und einer der bedeutendsten japanischen Sumōringer der Nachkriegszeit. Er war 1,87 m groß und wog als aktiver Ringer etwa 153 kg. Taihō gehörte neben Kitanoumi Toshimitsu und Chiyonofuji Mitsugu zu den drei großen Yokozuna, die das Sumōringen von den 1960ern bis in die 1980er bestimmten und die alle von der Insel Hokkaidō kamen. Zwar stammte Taihō nicht gebürtig von dort, war aber bereits als Kind mit seinen Eltern (Vater Ukrainer, Mutter Japanerin) nach Hokkaidō gelangt, als die japanisch okkupierte Insel Sachalin gegen Kriegsende an die UdSSR gefallen war. 1956 trat Taihō, dessen Kampfname „großer Peng“ (häufig als Phönix übersetzt) bedeutet, zum ersten Mal für den Nishonoseki-beya an und wurde bereits 1961 zum 48. Yokozuna ernannt (den Altersrekord von 21 Jahren, den Taihō damit aufstellte, unterbot Kitanoumi 1974 um einen Monat). Taihō war zu seiner Zeit den meisten seiner Gegner weit überlegen und konnte beispielsweise gleich zweimal sechs Basho in Folge für sich entscheiden. Ebenso sensationell war sein Kampfrekord, der über viermal so viele Siege verzeichnet wie Niederlagen. Mit 32 Siegen hielt er bis 2015 den Rekord der meisten Turniersiege in der Makuuchi-Division. Im Januar 2015 konnte Hakuhō diese Bestmarke überbieten. 8 Turniere konnte er mit einer 15–0 Bilanz gewinnen. 1971 schied Taihō aus dem aktiven Sport aus. Überschattet wurde seine Karriere von gravierenden gesundheitlichen Problemen, die in einem Schlaganfall kulminierten, den er drei Jahre nach seinem Rücktritt im Alter von gerade einmal 35 Jahren erlitt. Bei seinem Rücktritt aus dem aktiven Sport wurde Taihō als erstem Rikishi eine nicht anteilsgebundene Mitgliedschaft im japanischen Sumōverband gewährt. Er gründete den Stall Taihō-beya, den er bis 2004 führte, als er ihn seinem Schwiegersohn Otake Tadashige übergab. Im Jahr 2000 trat Taihō mit einer besonderen Zeremonie zum 60. Geburtstag eines ehemaligen Yokozuna, dem Kanreki Dohyo-iri, noch einmal in den Ring. 2005 nahm er schließlich altersbedingt seinen Abschied aus dem Geschäft. Er starb 2013 in einem Krankenhaus in Tokio.
Hiromasa „Colgen“ Suzuki (jap. 鈴木 宏昌, Suzuki Hiromasa; * 26. Mai 1940; † 21. Mai 2001 in der Präfektur Tokyo) war ein…Hiromasa „Colgen“ Suzuki (jap. 鈴木 宏昌, Suzuki Hiromasa; * 26. Mai 1940; † 21. Mai 2001 in der Präfektur Tokyo) war ein japanischer Fusion- und Jazzmusiker (Piano, Keyboards, Synthesizer, E-Piano, Komposition, Arrangement), der sich auch als Filmkomponist betätigte. Hiromasa Suzuki, der ab den späten 1960er-Jahren in der japanischen Jazz-, Funk- und Fusion-Szene aktiv war, spielte mit Kiyoshi Sugimoto Quartett, mit Akira Ishikawa und im Terumasa Hino Quintett, mit dem 1968 erste Aufnahmen entstanden; außerdem gehörte er der Formation The Freedom Unity an (Salute to Soul (Columbia, 1971) mit Akira Ishikawa, Hiroshi Suzuki, Kunimitsu Inaba, Takeru Muraoka). Nach einem Debütalbum, das er 1972 bei RCA vorlegte (ロック・ジョイント琵琶〜組曲 ふることふみ), veröffentlichte er mit seinen diversen Bandprojekten eine Reihe von Alben wie High-Flying (1976), Colgen World (1976) und Umi no Triton (海のトリトン, Umi no Toriton; Columbia, 1978). Ab den frühen 70er-Jahren spielte Suzuki ferner mit Takeru Muraoka, Abbey Lincoln, (People in Me, 1973), Jiro Inagaki, Kiyoshi Sugimoto, Norio Maeda, Hidefumi Toki sowie als Begleiter der Sängerinnen Kimiko Kasai, Masako Miyazaki, Anli Sugano, Salena Jones und Harumi Kaneko. Der Diskograf Tom Lord listet ihn im Bereich des Jazz/Fusion zwischen 1968 und 1994 bei 46 Aufnahmesessions, an denen er beteiligt war. Suzuki schrieb außerdem eine Reihe von Filmmusiken, meist für Fernsehserien und -shows wie Umi no Triton (1972), Wakakusa no Charlotte (1977) und Kon’ya wa Saikō! (1981).
Nobuyoshi Araki (jap. 荒木 経惟 Araki Nobuyoshi; * 25. Mai 1940 in Minowa, Tokio) ist einer der bedeutendsten Fotografen…Nobuyoshi Araki (jap. 荒木 経惟 Araki Nobuyoshi; * 25. Mai 1940 in Minowa, Tokio) ist einer der bedeutendsten Fotografen Japans. Bekanntheit erlangte der Künstler vor allem im Genre der Aktfotografie. Er lebt und arbeitet in Tokio. Nobuyoshi Araki ist der Sohn eines Schuhverkäufers. Er studierte von 1959 bis 1963 Fotografie an der Chiba-Universität und arbeitete im Anschluss zunächst für eine Werbefirma. Araki war früh ein begeisterter Bewunderer von Brassaï, Henri Cartier-Bresson und Jean-Luc Godard. Seine eigene Karriere begann 1964 mit Bildern über Kinder in der Stadt, dann fotografierte Araki seine eigene Hochzeitsreise. Aus diesen Fotos entstand das heute legendäre Buch Sentimental Journey. In den 1970ern löste sich Araki von der Pressefotografie und der Reportage-Fotografie und begann, das Zwischenmenschliche zu zeigen. Er dokumentierte die Abgründe der Seele und fand schnell den Zugang zur Erotik. Zu dieser Zeit begann er, seine Fotografien unter anderem im Avantgarde-Comicmagazin Garo zu veröffentlichen. Araki erfand den Begriff „Foto-Ich“. Dieses sei ein Wechsel zwischen Fiktion, Wahrheit und Wunsch. Araki ist ein ambitionierter Betrachter der Umwelt und fotografiert täglich. In Japan werden seine Fotos teilweise wegen „Obszönität“ zensiert, wobei der Künstler die „schwarzen Balken“ der Zensur in einigen seiner Bücher ironisch aufgreift und seine Bücher mit Pinsel und Farbe selbst zensiert. Eines seiner bekanntesten Models ist die isländische Sängerin Björk, die seine Arbeiten bewundert. Araki fotografierte unter anderem Bilder für ihr 1996 erschienenes Album Telegram. Araki hat über 350 Bücher veröffentlicht.
Sadaharu Oh (chinesisch 王貞治, Pinyin Wáng Zhēnzhì, Hepburn: Ō Sadaharu; * 20. Mai 1940 in Sumida, Tokio) ist ein…Sadaharu Oh (chinesisch 王貞治, Pinyin Wáng Zhēnzhì, Hepburn: Ō Sadaharu; * 20. Mai 1940 in Sumida, Tokio) ist ein ehemaliger Spieler und Manager im japanischen Baseball. Zuletzt war er von 1995 bis 2008 Manager der Hawks in der Pacific League. Berühmt wurde Oh in den 1960er und 1970er Jahren als Spieler der Yomiuri Giants. Aus dieser Zeit resultiert sein immer noch gültiger Profi-Weltrekord von 868 Homeruns. Als Manager des japanischen Nationalteams gewann er 2006 den ersten World Baseball Classic.
Keiichi Tsuruoka (jap. 鶴岡 啓一, Tsuruoka Keiichi; * 18. Mai 1940 in Chiba, Präfektur Chiba) ist ein japanischer Politiker…Keiichi Tsuruoka (jap. 鶴岡 啓一, Tsuruoka Keiichi; * 18. Mai 1940 in Chiba, Präfektur Chiba) ist ein japanischer Politiker und war von Juli 2001 bis Mai 2009 Bürgermeister der Stadt Chiba. Am 22. April 2009 wurde er unter Korruptionsverdacht verhaftet. Tsuruoka studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Innenministerium. Von 1989 wurde er in die Behörde für Staatsland entsandt. Ab 1990 arbeitete er im Vorstand der Betreibergesellschaft der Tōkyō-wan-Aqua-Line, ab 1994 dann in der Stadtverwaltung von Chiba. Als Bürgermeister Asahi Matsui sich 2001 zurückzog, kandidierte Tsuruoka mit Unterstützung von LDP, Kōmeitō und Konservativer Partei für seine Nachfolge. Er siegte mit rund 36 % der abgegebenen Stimmen. 2005 wurde er für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Im Dezember 2008 kündigte er an, bei der Bürgermeisterwahl am 14. Juni 2009 nicht wieder zu kandidieren. Im April 2009 wurde Tsuruoka im Rahmen von Korruptionsermittlungen der Polizei der Präfektur Tokio festgenommen. Das Bauunternehmen Azuma Kigyō mit Sitz in Kōtō soll ihm im Gegenzug für die bevorzugte Berücksichtigung bei der Vergabe eines Straßenbauauftrags 1 Million Yen (rund 8.000 Euro) gezahlt haben. Tsuruoka ist der erste verhaftete Bürgermeister einer japanischen Großstadt seit 1993, als der Bürgermeister von Sendai in einem Zenekon-Skandal angeklagt wurde. Am 1. Mai 2009 trat Tsuruoka vom Bürgermeisteramt zurück. Am 13. Mai 2009 wurde formell Anklage gegen ihn erhoben.
Kōkichi Tsuburaya (jap. 円谷 幸吉, Tsuburaya Kōkichi; * 13. Mai 1940 in Sukagawa; † 9. Januar 1968 in Asaka) war ein…Kōkichi Tsuburaya (jap. 円谷 幸吉, Tsuburaya Kōkichi; * 13. Mai 1940 in Sukagawa; † 9. Januar 1968 in Asaka) war ein japanischer Langstreckenläufer. 1962 wurde er japanischer Meister im 5000-Meter-Lauf und im 10.000-Meter-Lauf. Auf diesen Distanzen stellte er mehrfach Landesrekorde auf. Den größten Erfolg seiner Karriere erzielte er beim Marathonlauf der Olympischen Spiele 1964 in Tokio. Er erreichte das Olympiastadion etwa vier Minuten nach dem Titelverteidiger Abebe Bikila als Zweiter. Auf den letzten Metern wurde er jedoch noch von dem Briten Basil Heatley überholt. Tsuburaya belegte schließlich in 2:16:22,8 h den dritten Platz und holte die Bronzemedaille. Außerdem trat er in Tokio auch im 10.000-Meter-Lauf an und wurde Sechster in 28:59,4 min. In den darauffolgenden Jahren kämpfte Tsuburaya mit andauernden Verletzungen und konnte seine alte Form nicht mehr erreichen. Er litt unter dem immensen Erwartungsdruck seiner Landsleute, bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt seinen Erfolg von Tokio mindestens zu wiederholen. Rund neun Monate vor Beginn der Spiele beging er Selbstmord durch Aufschneiden der Pulsader. Kōkichi Tsuburaya war 1,63 m groß und hatte ein Wettkampfgewicht von 54 kg.
Daisuke Inoue (japanisch 井上 大佑 Inoue Daisuke; * 10. Mai 1940 in Osaka, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Unternehmer…Daisuke Inoue (japanisch 井上 大佑 Inoue Daisuke; * 10. Mai 1940 in Osaka, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Unternehmer und gilt als einer der Erfinder der Karaoke-Maschine.
Tatsuo Itoh (japanisch 伊藤 龍男 Itō Tatsuo; * 5. Mai 1940 in Tokio; † 4. März 2021 in Kalifornien) war ein…Tatsuo Itoh (japanisch 伊藤 龍男 Itō Tatsuo; * 5. Mai 1940 in Tokio; † 4. März 2021 in Kalifornien) war ein US‑amerikanischer Hochschul-Professor japanischer Abstammung für Hochfrequenztechnik.
Kimiko Matsumoto (japanisch 松本 キミ子 Matsumoto Kimiko; geboren 4. Mai 1940 in Numata, Präfektur Hokkaidō; gestorben 23.…Kimiko Matsumoto (japanisch 松本 キミ子 Matsumoto Kimiko; geboren 4. Mai 1940 in Numata, Präfektur Hokkaidō; gestorben 23. Februar 2022 in Inagi, Präfektur Tokio) war eine japanische Bildhauerin, Kunstpädagogin und Hochschullehrerin. Sie ist bekannt für die von ihr ab 1975 entwickelte Kimiko-Methode, einer Kunsttherapie und experimentelle praktische Anleitung zur Malerei für jedermann. Die Gülitgkeit und Wirksamkeit ihrer Methode wurde von der „Association for Studies in Hypothesis-experiment Class“ (仮説実験授業研究会) untersucht und bestätigt. Außerdem gründete sie den „Art Class Workshop“ (美術の授業研究会) und die Firma „Kimiko Plan Do“ (キミコ・プラン・ドゥ) zur Verbreitung ihrer Methode.
Wataru Asō (jap. 麻生 渡, Asō Wataru; * 15. Mai 1939 in Tobata, Präfektur Fukuoka (heute der Tobata-ku von Kitakyūshū); †…Wataru Asō (jap. 麻生 渡, Asō Wataru; * 15. Mai 1939 in Tobata, Präfektur Fukuoka (heute der Tobata-ku von Kitakyūshū); † 15. März 2025 in Fukuoka) war von 1995 bis 2011 parteiloser Gouverneur der japanischen Präfektur Fukuoka. Von 2005 bis 2011 war er außerdem Präsident der „Nationalen Gouverneurskonferenz“. Asō studierte an der Universität Kyōto und war anschließend Beamter im MITI. Zwischenzeitlich war er für das Außenministerium in London tätig, ab 1992 leitete er zwei Jahre lang das Patentamt. 1995 trat er erstmals erfolgreich bei den Gouverneurswahlen von Fukuoka an und wurde seither dreimal bestätigt. Zuletzt setzte er sich bei den einheitlichen Regionalwahlen 2007 gegen den von DPJ und SDP unterstützten Shūji Inatomi deutlich mit 1,12 Millionen zu 666.000 Stimmen durch. 2011 zog sich Asō zurück, zu seinem Nachfolger wurde Hiroshi Ogawa gewählt.
Okiharu Yasuoka (jap. 保岡 興治, Yasuoka Okiharu; * 11. Mai 1939 in der Präfektur Tokio; gemeldet in Uken auf Amami-Ōshima…Okiharu Yasuoka (jap. 保岡 興治, Yasuoka Okiharu; * 11. Mai 1939 in der Präfektur Tokio; gemeldet in Uken auf Amami-Ōshima, Präfektur Kagoshima; † 19. April 2019 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), Abgeordneter im Shūgiin, dem japanischen Unterhaus, und war zweimal Justizminister im Kabinett. Innerparteilich gehörte er zuletzt der Ishihara-Faktion an.
Tadateru Konoé (jap. 近衞 忠煇, Konoe Tadateru; * 8. Mai 1939 in der Präfektur Tokio als Moriteru Hosokawa (細川 護煇, Hosokawa…Tadateru Konoé (jap. 近衞 忠煇, Konoe Tadateru; * 8. Mai 1939 in der Präfektur Tokio als Moriteru Hosokawa (細川 護煇, Hosokawa Moriteru); † 23. Mai 2026) war ein japanischer Funktionär der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Er erwarb 1962 einen Abschluss in Politikwissenschaften an der Gakushūin-Universität und absolvierte 1964 ein Studium an der London School of Economics im Bereich der internationalen Beziehungen. Ab 1964 war er in verschiedenen Positionen für die nationale Rotkreuz-Gesellschaft Japans tätig, unter anderem 1988 als Generalsekretär, von 1991 bis 2005 als Vizepräsident und ab 2005 als Präsident. In der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften war er von 1981 bis 1985 Direktor des Büros für Katastrophenvorsorge, von 1985 bis 1993 Mitglied der Finanzkommission und von 2005 bis 2009 Vizepräsident. Von 1995 bis 2003 gehörte er der Ständigen Kommission der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung an, die zwischen den alle vier Jahre stattfindenden internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenzen das höchste Organ der Bewegung ist. Von 2009 bis 2017 fungierte er in Nachfolge des Spaniers Juan Manuel Suárez Del Toro Rivero als erster Vertreter eines asiatischen Landes als Präsident der Internationalen Föderation.
Tadamitsu Kishimoto (japanisch 岸本 忠三, Kishimoto Tadamitsu; * 7. Mai 1939 in Tondabayashi, Präfektur Osaka) ist ein…Tadamitsu Kishimoto (japanisch 岸本 忠三, Kishimoto Tadamitsu; * 7. Mai 1939 in Tondabayashi, Präfektur Osaka) ist ein japanischer Immunologe.
Sumio Iijima (japanisch 飯島 澄男 Iijima Sumio; * 2. Mai 1939 in Koshigaya) ist ein japanischer Physiker, bekannt für die…Sumio Iijima (japanisch 飯島 澄男 Iijima Sumio; * 2. Mai 1939 in Koshigaya) ist ein japanischer Physiker, bekannt für die Entdeckung der Kohlenstoffnanoröhre im Jahre 1991. Iijima schloss 1963 die Universität für Elektro-Kommunikationstechnik in Chōfu, Präfektur Tokio mit einem Bachelor ab. Er promovierte auf dem Gebiet der Festkörperphysik im Jahre 1968 an der Universität Tōhoku in Sendai. In den Jahren von 1970 bis 1982 befasste er sich an der Arizona State University mit kristallinen Materialien und hochauflösender Elektronenmikroskopie. Zwischendurch besuchte er 1979 die Universität Cambridge, um Untersuchungen zu kohlenstoffbasierten Materialien durchzuführen. Er arbeitete von 1982 bis 1987 in Japan für die Research Development Corporation, wo er sich mit Nanopartikeln beschäftigte. Danach trat er als Senior Research Fellow in den Dienst der Firma NEC, wo er noch heute beschäftigt ist. Außerdem hält er seit dem Jahre 1999 einen Lehrstuhl an der Meijō-Universität in Nagoya. Von 2001 bis 2015 war er Präsident des Forschungszentrums für neue kohlenstoffbasierte Materialien des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST). Seit 2015 ist er dort Honorary AIST Fellow. Seit 2007 ist er außerdem Distinguished Invited University Professor an der Nagoya University. Iijima entdeckte im Jahre 1991 bei Arbeiten für NEC durch einen Zufall die Kohlenstoffnanoröhren. Ihm wurde die Benjamin-Franklin-Medaille für Physik 2002 verliehen, „für die Entdeckung und die Aufklärung der atomaren Struktur und des helikalen Charakters der mehr- und einwandigen Kohlenstoffnanoröhren, welche eine enorme Auswirkung auf die schnell wachsenden Bereiche Materialwissenschaft, Nanowissenschaft und Elektronik haben.“ Sumio Iijima, 2003 als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten geehrt, wurde „für seine Entdeckung der Kohlenstoffnanoröhrchen, insbesondere der einwandigen Kohlenstoffnanoröhrchen und die Erforschung ihrer Eigenschaften“ der mit einer Million Schweizer Franken dotierte Balzan-Preis 2007 verliehen. Ebenfalls 2007 erhielt er den Gregori-Aminoff-Preis, 2008 den Kavli-Preis und (zusammen mit Shuji Nakamura, Robert Langer, George M. Whitesides und Tobin Marks) den Prinz-von-Asturien-Preis für Naturwissenschaften. 2009 erhielt er den Japanischen Kulturorden ("bunka kunshō"), 2015 wurde ihm (zusammen mit Akira Koshio und Masako Yudasaka) der European Inventor Award des Europäischen Patentamts in der Kategorie nicht-europäische Länder verliehen. 2025 wurde er mit dem Internationalen König-Faisal-Preis ausgezeichnet. 2000 wurde er Fellow der American Physical Society, 2007 der National Academy of Sciences. 2010 wurde er Mitglied der Japanischen Akademie der Wissenschaften. Er ist auswärtiges Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften.
Takeo Sugawara (jap. 菅原 武男, Sugawara Takeo; * 23. Mai 1938 in der Präfektur Akita) ist ein ehemaliger japanischer…Takeo Sugawara (jap. 菅原 武男, Sugawara Takeo; * 23. Mai 1938 in der Präfektur Akita) ist ein ehemaliger japanischer Hammerwerfer. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom schied er in der Qualifikation aus. 1962 gewann er Silber bei den Asienspielen in Jakarta, 1964 kam er bei den Olympischen Spielen in Tokio auf den 13. Platz, und 1966 siegte er bei den Asienspielen in Bangkok. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt wurde er mit seiner persönlichen Bestleistung von 69,78 m Vierter. 1972 belegte er bei den Olympischen Spielen in München den 20. Platz. Fünfmal wurde er Japanischer Meister (1964, 1966–1968, 1971) und einmal Englischer Meister (1963).
Yasutaka Ihara (jap. 伊原 康隆, Ihara Yasutaka; * 3. Mai 1938 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Mathematiker, der…Yasutaka Ihara (jap. 伊原 康隆, Ihara Yasutaka; * 3. Mai 1938 in der Präfektur Tokio) ist ein japanischer Mathematiker, der sich vor allem mit Zahlentheorie beschäftigt. Ihara promovierte 1967 an der Universität Tokio. 1965/66 war er am Institute for Advanced Study. Er war Professor an der Universität Tokio und später am Research Institute for Mathematical Science (RIMS) der Universität Kyōto. 2002 emeritierte er. Danach war er Professor an der Chūō-Universität. Ihara befasste sich unter anderem mit geometrischen und zahlentheoretischen Anwendungen der Galoistheorie. Von ihm stammt die Ihara-Zetafunktion, die er in den 1960er Jahren einführte. Sie lässt eine Interpretation in der Graphentheorie zu, wie Jean-Pierre Serre vermutete und Toshikazu Sunada 1985 zeigte. Mit ihr lässt sich auch ein Analogon der Riemannschen Vermutung in der Graphentheorie formulieren (Sunada). 1990 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress (ICM) in Kyōto (Braids, Galois groups and some arithmetic functions) und 1970 war er Gastredner auf dem ICM in Nizza (Non abelian class fields over function fields in special cases). Zu seinen Doktoranden gehört Kazuya Katō.
Kōichi Hirakida (japanisch 開田 幸一 Hirakida Kōichi; * 7. Mai 1938 in der Präfektur Fukuoka; † 23. September 1993) war ein…Kōichi Hirakida (japanisch 開田 幸一 Hirakida Kōichi; * 7. Mai 1938 in der Präfektur Fukuoka; † 23. September 1993) war ein japanischer Schwimmer.
Koji Futada (jap. 二田 孝治 Futada Kōji; * 4. Mai 1938) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei und…Koji Futada (jap. 二田 孝治 Futada Kōji; * 4. Mai 1938) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei und Mitglied des Sangiins. Er stammt aus dem Bezirk Minamiakita, Präfektur Akita, und ist Absolvent der Chuo-Universität. Im Jahr 1975 wurde er zum ersten Mal in das Parlament der Präfektur Akita und 1986 zum ersten Mal in das Oberhaus der Kokkai gewählt.
Eiji Gō (jap. 郷 鍈治, Gō Eiji, bürgerlich: Eiji Segawa (瀬川 鍈治); * 29. Mai 1937 in Osaka, Präfektur Osaka als Eiji…Eiji Gō (jap. 郷 鍈治, Gō Eiji, bürgerlich: Eiji Segawa (瀬川 鍈治); * 29. Mai 1937 in Osaka, Präfektur Osaka als Eiji Shishido (宍戸 鍈治); † 11. September 1992 in Tokio) war ein japanischer Schauspieler. Er ist der jüngere Bruder des Schauspielers Jō „Joe“ Shishido. 1960 hatte er sein Debüt mit Kyōnetsu no Kisetsu (狂熱の季節). Spielte er anfangs noch in Filmen des Studios Nikkatsu mit, bekam er ab den 1970er Jahren immer mehr Angebote der Filmstudios Tōei und Tōhō. Er wurde aufgrund seiner markanten Gesichtszüge, seiner tiefen Stimme sowie seiner physischen Präsenz meist als Bösewicht oder Krimineller besetzt. 1978 heiratete er die Sängerin Naomi Chiaki (bürgerlich: Mieko Segawa) und nahm ihren Nachnamen Segawa an. Eiji Gō zog sich 1982 vollständig von der Schauspielerei zurück, um sich vollends der Unterstützung der Karriere seiner Ehefrau zu widmen. Dafür gründeten die Eheleute eine eigene Künstleragentur (Segawa Jimusho/セガワ事務所) die exklusiv nur Naomi Chiaki vertrat. Dort war Gō gleichzeitig Geschäftsführer, Manager und Produzent seiner Frau. Um finanziell unabhängig zu sein, eröffneten beide im Erdgeschoss der Agentur zusätzlich das Künstlercafé COREDO (コレド) im Tokioter Stadtteil Hiroo, wo sie auch ganz in der Nähe zurückgezogen lebten. Gō starb 1992 im Alter von 55 Jahren an Lungenkrebs. Seine Frau beendete daraufhin abrupt ihre Karriere und gab das gemeinsame Café sowie die Agentur komplett auf. Sie zog sich aufgrund des Schocks und der Trauer vollständig aus der Öffentlichkeit zurück und trat nie wieder auf.
Monkey Punch (jap. モンキー・パンチ, Monkī Panchi) ist das Pseudonym des japanischen Comiczeichners (Mangaka) Kazuhiko Katō (加藤…Monkey Punch (jap. モンキー・パンチ, Monkī Panchi) ist das Pseudonym des japanischen Comiczeichners (Mangaka) Kazuhiko Katō (加藤 一彦, Katō Kazuhiko; * 26. Mai 1937 in Hamanaka, Hokkaidō; † 11. April 2019). Sein bekanntestes Werk ist die Mangaserie Lupin III, welche auch als Anime umgesetzt wurde. Inspiriert durch die Comics des MAD-Magazins begann Monkey Punch seine Karriere als Cartoonzeichner bei einem auf Leihbücher und Magazine spezialisierten Verlag. Hier arbeitete er zuerst unter seinem Pseudonym 加東 一彦, was ebenfalls Katō Kazuhiko bedeutet, aber mit anderen Kanji geschrieben wird. 1965 veröffentlichte er Playboy Nyūmon (プレーボーイ入門) unter dem neuen Pseudonym Eiji Gamuta (がむた 永二, Gamuta Eiji). Ein Jahr später änderte er seinen Künstlernamen in „Monkey Punch“, welchen er eigentlich nur vorübergehend benutzen wollte. Monkey Punch hat in den Jahren von 1962 bis 1997 insgesamt über 60 verschiedene Mangas, Anime und dazugehörige Spin-offs gezeichnet. Seinen größten Erfolg erzielte er mit Manga und Anime Lupin III, welches ab 1967 im japanischen Manga-Magazin Weekly Manga Action erschien. Daneben zählen das 1980 erschienene Anime Cinderella Boy und Musashi Gundoh (MUSASHI -GUN道-) von 1997 zu seinen bekannteren Werken.
Yukihiko Ikeda (jap. 池田 行彦, Ikeda Yukihiko, geb. Awane, 粟根; * 13. Mai 1937 in Kōbe; † 28. Januar 2004 in Tokio) war ein…Yukihiko Ikeda (jap. 池田 行彦, Ikeda Yukihiko, geb. Awane, 粟根; * 13. Mai 1937 in Kōbe; † 28. Januar 2004 in Tokio) war ein japanischer Politiker. Er gehörte als Abgeordneter der Liberaldemokratischen Partei (LDP) über 25 Jahre lang dem Shūgiin an und war unter anderem Außen- und Verteidigungsminister seines Landes. Ikeda wuchs in Kōbe, Hiroshima und Tokio auf, 1945 erlebte er den Atombombenabwurf und das Kriegsende in einem abgelegenen Bergdorf außerhalb von Hiroshima, wohin er im Juli 1945 mit seiner Mutter geflohen war. Er absolvierte 1961 sein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio und wurde anschließend Beamter im Finanzministerium. 1964 wurde er ins Außenministerium entsandt, für das er ein Jahr später als Vizekonsul in New York City tätig war. 1969 heiratete er Noriko Ikeda, die Tochter des ehemaligen Premierministers Ikeda Hayato, und nahm dessen Namen an. Zurück im Finanzministerium arbeitete Ikeda unter anderem am Aufbau der Japan Foundation mit und wurde schließlich 1974 Sekretär von Finanzminister Ōhira Masayoshi. Ikeda verließ 1975 das Ministerium, um bei der Shūgiin-Wahl 1976 zu kandidieren. Im 2. Wahlkreis Hiroshima wurde er für die LDP gewählt und später zehnmal wiedergewählt. Innerparteilich schloss er sich der Ōhira-Faktion an. 1981 wurde er für ein Jahr stellvertretender Kabinettssekretär, von 1986 saß er dem Finanzausschuss des Shūgiin vor. 1989 wurde er als Leiter der Behörde für Management und Koordination erstmals Minister im kurzlebigen Kabinett Uno, ein Jahr später wurde er stellvertretender Generalsekretär der LDP und im Dezember 1990 dann Leiter der Verteidigungsbehörde im 2. Kabinett Kaifu. 1996 ernannte ihn Premierminister Ryūtarō Hashimoto zum Außenminister. In dieser Funktion machte er unter anderem Schlagzeilen, als er kurz nach Amtsantritt im Februar 1996 die japanischen Ansprüche auf den umstrittenen Liancourt-Felsen bekräftigte. In seine Amtszeit fiel auch das Geiseldrama in der japanischen Botschaft in Lima. Bei der Kabinettsumbildung im September 1997 wurde Ikeda durch Keizō Obuchi abgelöst, der ein Jahr später Premierminister wurde. Unter dessen Parteivorsitz erhielt er eines der drei wichtigsten Parteiämter der LDP, zuerst den Vorsitz des Politikforschungsrates (PARC), dann den Vorsitz des Exekutivrates. Als der Vorsitzende seiner Faktion, Katō Kōichi, 2000 versuchte, die Parteiführung zu stürzen, gehörte Ikeda zu seinen einflussreichsten Gegnern in der Faktion und half Yoshirō Mori, der den verstorbenen Obuchi ersetzt hatte, die sogenannte „Katō-Rebellion“ niederzuschlagen. 2004 starb Ikeda im Alter von 66 Jahren an Darmkrebs. Seinen Parlamentssitz gewann der Mann seiner Nichte, Minoru Terada (LDP, Koga-Faktion), bei einer Nachwahl.
Maki Ishii (jap. 石井 眞木, Ishii Maki; * 28. Mai 1936 in Tokio, Japan; † 8. April, 2003 in Kashiwa, Präfektur Chiba…Maki Ishii (jap. 石井 眞木, Ishii Maki; * 28. Mai 1936 in Tokio, Japan; † 8. April, 2003 in Kashiwa, Präfektur Chiba, Japan) war ein japanischer Komponist und Dirigent.